Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Gelber Muskateller
Weingut
Vorspannhof Mayr
Kremstal

Kühl und sehr duftig, Hollerblüten, Frühlingswiese, traubige Noten, Litschi; feingliedrig, erfrischend, pikant, und lebhaft, elegante Aromatik, anregend.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Vorspannhof Mayr
Kremstal

Silke Mayr
3552 Droß
Herrngasse 48

Tel. +43 2719 30056
Fax. 78056
weingut@vorspannhof.at
www.vorspannhof.at

Junges Weingut in historischem Ambiente: Eingebettet in den jahrhundertealten Mauern eines aus dem 15. Jahrhundert stammenden Gutshofs in Droß, fungierte der Vorspannhof einst als Pferdewechselstation. Die Spezialisierung auf Weinbau erfolgte erst im Laufe der 1970er-Jahre unter Vorreiter Anton Mayr, der gezielt Weingärten in einigen der besten Kremstaler Lagen kaufte und sich fortan voll dem Qualitätsweinbau widmete. Viele Jahre unterstützte Silke Mayr ihren Vater im Weingut, dessen Geschicke sie seit 2008 alleinverantwortlich lenkt. Unterstützt wird sie von einem engagierten Team rund um Kellermeister Michael Nastl. Der Betrieb wurde 2020 Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter. Den Einstieg in die 2025er Veltliner bildet der leichtgewichtige Nussbaum, der Riedenwein vom Wolfsgraben präsentiert sich als saftiger Klassiker. Ried Loiserberg aus 2025 zeigt sich elegant und kernig. Spontan vergoren und unfiltiriert gibt es den George vom jungen Mitarbeiter Georg Lenzatti. Aus 2024 stammt der im großen Holzfass gereifte Vertreter aus der schmelzigen Kremser 1ÖTW-Ried Gebling. Riesling Löss ist 2025 filigran und zartfruchtig, ungemein verlockende Frucht weist die Ried Kremsleithen auf. Der kraftvolle und reichhaltige Ried Marthal aus 2024 braucht noch Zeit. Gut entwickelt hat sich der unfiltriert abgefüllte Grüne Veltliner 2023 vrech aus der Kremser Topriede Frechau. Wie üblich modellhaft präsentieren sich die Aromasorten Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc. Viel Pikanz mit seidiger Frucht zeigt der Muskateller Eiswein 2021. ps

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2024 Roter Veltliner Ried Steinberg
Weingut
Ecker – Eckhof
Wagram

Kalter Rauch, geröstete Walnuss, warme Exotik nach Ananas und Melone, leicht wachsig, feine Säure gut eingebunden, strahlender Wein, langer Abgang.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ecker – Eckhof
Wagram

Bernhard Ecker
3470 Kirchberg am Wagram
Mitterstockstall 25

Tel. +43 676 69 66000
weingut@eckhof.at
www.eckhof.at

Bei einem Besuch wird deutlich, wie tief die Tradition hier verwurzelt ist, doch gleichzeitig ist die Offenheit für Neues jederzeit spürbar. Moderne Elemente und innovative Ansätze sind hier willkommen und werden mit Begeisterung integriert, ohne dabei den Blick auf die Vergangenheit und die bewährten Traditionen zu verlieren. Bernhard hat das Weingut im Jahr 2006 von seinen Eltern übernommen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2022 hat er den Betrieb auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und eine noch nachhaltigere Weinproduktion zu ermöglichen. Das Weingut wird in der dritten Generation bewirtschaftet. Heute gehört es zu den führenden Betrieben des Wagram, einer Region, die für ihre hochwertigen Weine bekannt ist. Die Gastfreundschaft auf dem Weingut wird hier großgeschrieben. Neben dem Weinbau gibt es einen liebevoll gepflegten Garten, in dem sich der hauseigene Heurige befindet. Das Weingut widmet sich einer breiten Palette an Rebsorten, wodurch eine große Vielfalt an Weinen entsteht. Nicht zu unterschätzen sind die Rotweine des Hauses, die heuer nicht in der Verkostung waren. Die wahren Steckenpferde des Hauses sind jedoch die Roten Veltliner. Sie nehmen rund sieben Hektar der Anbaufläche ein und überzeugen durch Vielfalt. Angefangen vom Roter Veltliner Wagram, der ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, bis hin zur Steinberg Große Reserve. Letzterer beeindruckt durch seine Komplexität, vielschichtige Struktur und den langen Abgang, was den Wein zu einem besonderen Erlebnis macht.

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2025 Grüner Veltliner Groo Vee
Weingut
Gschweicher
Weinviertel

Empfängt einem mit sehr fruchtiger Würze, deutlichem Pfefferl, Apfel und Birne, Zitruszesten und Kräuter, mineralisch, lebhafte Säure, ein erfrischender, leichter, typischer Weißwein für die warme Jahreszeit.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gschweicher
Weinviertel

Bernhard Gschweicher
3743 Röschitz
Winzerstraße 29

Tel. +43 2984 3800
Fax. -4
office@gschweicher.at
www.gschweicher.at

Das Weingut Gschweicher ist zu einem Leitbetrieb von Röschitz, vom Retzerland, vom ganzen Weinviertel geworden. Als klassischer Familienbetrieb konzentriert man sich ausschließlich auf Weißweine. Mit Bernhard Gschweicher zusammen seine Weine zu verkosten, ist immer wieder ein Erlebnis. In seiner bescheidenen, zurückhaltenden Art erklärt er manche Details seiner Arbeit präzise genau mit einer Selbstverständlichkeit, die keine Abweichung von absoluter Top-Qualität zulässt. So versteht er es bestens, durch seine große Naturverbundenheit und seine mit viel Hingabe bearbeiteten Rebstöcke Weine mit Charakter und unverwechselbarem Stil zu produzieren. Seine Philosophie ist eine einfache: Lebendige, gepflegte Böden in Verbindung mit alten Rebstöcken und viel Freude an seiner Arbeit ergeben außergewöhnliche Weine. Spezialisiert auf den Grünen Veltliner in verschiedenen Ausbaustufen, verfügt das Weingut über Rebstöcke, von denen drei Viertel über 50 Jahre alt sind – für die Spezialität Primary Rocks sogar 80 Jahre alt. Bemerkenswert auch Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Grauburgunder und Roter Traminer. Die Weine sprechen ihre klare Sprache in den Gläsern – mit viel Eleganz und Langlebigkeit. Etiketten mit hohem Wiedererkennungswert schmücken die Flaschen, mit Ausnahme des Primary Rocks, diese zeigt sich in schlichtem Weiß.

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2023 S-Klasse
Weinbau
Barbach
Thermenregion

(CS/ME) Opulent, viel Cassis, Beerengelee, Lakritze, Schwarzkirschen, ausgereift; relativvollmundig, offenherzig, mittelkräftig, saftige Frucht, Cassis und Nelken, kraftvoll, gute Rasse, mittellang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Schraubverschluss

Weinbau
Barbach
Thermenregion

Katharina Prüfert-Barbach & Wilhelm Prüfert
2380 Perchtoldsdorf
Rudolfgasse 8

Familienbetrieb in dritter Generation ist der Weinbaubetrieb der Familie Barbach in einem charmanten Hof mit Heurigenlokal und Garten in der Rudolfgasse oberhalb des Perchtoldsdorfer Marktplatzes. Den Grundstein für den Betrieb legten Großeltern und Eltern, unter Klosterneuburg-Absolventin Kathy Prüfert-Barbach und ihrem Mann Wilhelm Prüfert gelang dann der Aufstieg an die Spitze der Winzer aus der bekannten Gemeinde an der Grenze zu Wien. Dabei war Willi Prüfert als HTL-Absolvent der Sparte Mess- und Regeltechnik ursprünglich für einen Ingenieursberuf prädestiniert, doch schwenkte er der Liebe wegen auf eine Laufbahn als Winzer um, absolvierte alle Kurse bis hin zum Meister und verschrieb sich ab dann mit Herz und Seele dem Weinbau. Über viele Jahre führte man höchst erfolgreich einen ständig wachsenden Heurigenbetrieb mit Garten, in dem man letztendlich bis zu 200 Personen versorgte. Irgendwann beschloss man leiser zu treten. Nun wird nur mehr einmal pro Jahr für neun Tage in wesentlich kleinerem Rahmen mit bodenständigen Speisen und den gutseigenen Weinen ausgesteckt. Als Zusatzprojekt gibt es ein kleines Lokal mit Vinothek namens Weinrat am Marktplatz, wo die Barbachs abwechselnd mit ein paar Gastwinzern aus dem Ort von Mittwoch bis Samstag Wein und kleine Häppchen servieren. In Sachen Weinbau stehen 3,5 Hektar Rebfläche zur Verfügung, die seit 2020 zertifiziert biologisch bewirtschaftet werden. Das Sortiment ist durchaus umfangreich, wobei Weißweinsorten mit fast 85 Prozent Anteil dominieren, dennoch ist dem Rotwein auch ein Fixplatz sicher. Das Sortiment teilt sich in junge Klassiker sowie Selektionsweine auf. Frucht und Reintönigkeit prägen die Weine, die ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. ps

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2025 Wiener Gemischter Satz DAC Nussberg
Weingut
Mayer am Pfarrplatz
Wien

Gelbfruchtig, Mandarinen, frische Birnen, Zitrus, Pfirsich, kühl und elegant, feine Frucht bei fester Struktur, kompakter Körper, tolle Säure und Länge.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Mayer am Pfarrplatz
Wien

Thomas Podsednik
1190 Wien
Pfarrplatz 2

Es ist das vielleicht wichtigste Wiener Weingut und prägender Heuriger am Pfarrplatz in Heiligenstadt. Seit 1683 wird hier Weinkultur großgeschrieben. Die Weingärten befinden sich überwiegend in Döbling und auf der Hernalser Ried Alsegg. Hier residierte schon im Jahr 1817 Ludwig van Beethoven und schrieb an seiner 9. Symphonie und an seinem Heiligenstädter Testament. Die Weine sind herrliche Wiener Gewächse. Immer von Hellfruchtigkeit und Eleganz durchzogen. Das Tandem Thomas Podsednik, Betriebsleiter, und Dragos Pavelescu, Kellermeister, funktioniert perfekt. Das Weingut ist im Besitz von Hans Schmid, welcher es dereinst vom legendären Franz Mayer übernommen hat. Ich empfehle, den Heurigen Mayer am Pfarrplatz aufzusuchen. Dort führt man eine ausgezeichnete Küche und es gibt alle Weine, möglicherweise mit Ausnahme des raren Riesling Weißer Marmor. Der angesprochene Weißer Marmor – gewachsen am Nussberg Ried Obere Schoß – zählt mit Sicherheit zu den besten in Österreich und international. Leider streng limitiert. Jedoch hat er Konkurrenz im eigenen Haus bekommen. Der 2025 Riesling vom Nussberg Ried Langteufel – brandneu im Programm – ist verdammt gut.

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2025 Sauvignon Blanc
Weingut
Arkadenhof Mandl-Brunner
Eisenberg

Duftspiel von Holunderblüten, Stachelbeeren, strömt ruhig, bisschen Zitrus, charmante Frucht, mineralisch geprägt, angenehme Säure, stimmig, gute Länge.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Arkadenhof Mandl-Brunner
Eisenberg

Helga & Erhard Brunner
7471 Rechnitz
Lindengasse 7

Der Arkadenhof Mandl-Brunner hat eine lange Tradition und wird als mustergültiger Familienbetrieb samt angeschlossenem Heurigenbetrieb geführt. Helga Brunner ist mit Unterstützung ihrer Eltern mit großer Leidenschaft im Weingarten tätig, Ehemann Erhard ist für die Vinifizierung verantwortlich und wird von Sohn Martin unterstützt, der mit seiner namentlich neu kreierten Pétillant Naturel Linie seine Meisterschaft vorbildhaft unter Beweis stellt. Die Weine des Weinhofs sind allesamt feinsinnig gemacht, zeigen viel Mineralität und repräsentieren eindrucksvoll das wertvolle, gebietstypische Terroir.

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2025 Grüner Veltliner Federspiel Ried Kirnberg
Weingut
Sigl
Wachau

Hier herrscht der Boden, die Mineralität, gelber Apfel, Marille, Tabak, engmaschig, super Säure, straffe Struktur, ungemein aussagekräftig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Sigl
Wachau

Heinz & Adrienne Sigl
3602 Rossatz
175

Man steht vor diesem Weingut – ein Refugium mitten in den Weingärten von Rossatz – man blickt auf die Donau, hat vis à vis die Dürnsteiner Kirche im Visier und denkt sich: Wachau sehen und sterben. Doch halt: Jetzt wird nicht gestorben. Jetzt werden die Sigl Gewächse verkostet. Danach hat man wieder unbändig Lust aufs Leben. Ein Muskateller, ein Rosé, die prachtvollen Federspiele aus Grüner Veltliner und Riesling, der Grüner Veltliner Smaragd vom Himmelreich – ein Schelm, der anderes denkt – Grüner Veltliner Smaragd Frauenweingärten, der 2024 Grüner Veltliner Smaragd Kirnberg, ebenso der 2025 Riesling Smaragd vom Kirnberg – alle sind so etwas von köstlich. Da vergisst man das Drumherum und lässt den Herrgott einen guten Mann sein. Für die Wagemutigen hält Heinz Sigl auch einen sogenannten Orange Wein bereit. Ich sage euch, der ist so richtig gut. Eine andere Art von Wein, doch genauso hochwertig. Es sind äußerst bekömmliche und zugleich lagerfähige Weine, die sowohl Nachhaltig Austria als auch Bio zertifiziert sind. Die Kreszenzen von Heinz und Adrienne sind das perfekte Antidepressivum und gehören auf die E-Card.

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2025 Sauvignon Blanc
Weingut
Vorspannhof Mayr
Kremstal

Elegant-würziges Bukett mit traubigen Noten, leicht aromatisch, dunkle süße Schoten; kernig, straff, Zitrusbiss, dezent saftige Mitte, gewisse Spannung.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Vorspannhof Mayr
Kremstal

Silke Mayr
3552 Droß
Herrngasse 48

Tel. +43 2719 30056
Fax. 78056
weingut@vorspannhof.at
www.vorspannhof.at

Junges Weingut in historischem Ambiente: Eingebettet in den jahrhundertealten Mauern eines aus dem 15. Jahrhundert stammenden Gutshofs in Droß, fungierte der Vorspannhof einst als Pferdewechselstation. Die Spezialisierung auf Weinbau erfolgte erst im Laufe der 1970er-Jahre unter Vorreiter Anton Mayr, der gezielt Weingärten in einigen der besten Kremstaler Lagen kaufte und sich fortan voll dem Qualitätsweinbau widmete. Viele Jahre unterstützte Silke Mayr ihren Vater im Weingut, dessen Geschicke sie seit 2008 alleinverantwortlich lenkt. Unterstützt wird sie von einem engagierten Team rund um Kellermeister Michael Nastl. Der Betrieb wurde 2020 Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter. Den Einstieg in die 2025er Veltliner bildet der leichtgewichtige Nussbaum, der Riedenwein vom Wolfsgraben präsentiert sich als saftiger Klassiker. Ried Loiserberg aus 2025 zeigt sich elegant und kernig. Spontan vergoren und unfiltiriert gibt es den George vom jungen Mitarbeiter Georg Lenzatti. Aus 2024 stammt der im großen Holzfass gereifte Vertreter aus der schmelzigen Kremser 1ÖTW-Ried Gebling. Riesling Löss ist 2025 filigran und zartfruchtig, ungemein verlockende Frucht weist die Ried Kremsleithen auf. Der kraftvolle und reichhaltige Ried Marthal aus 2024 braucht noch Zeit. Gut entwickelt hat sich der unfiltriert abgefüllte Grüne Veltliner 2023 vrech aus der Kremser Topriede Frechau. Wie üblich modellhaft präsentieren sich die Aromasorten Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc. Viel Pikanz mit seidiger Frucht zeigt der Muskateller Eiswein 2021. ps

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2025 Burgunder Cuvée von Eckhof
Weingut
Ecker – Eckhof
Wagram

Nasser Stein, dezente Exotik, nussige Anklänge, Heublumen, weiße Blüten, saftige Säure, wirkt etwas ausladend, langer Abgang.

Blauburger
€€
Schraubverschluss

Weingut
Ecker – Eckhof
Wagram

Bernhard Ecker
3470 Kirchberg am Wagram
Mitterstockstall 25

Tel. +43 676 69 66000
weingut@eckhof.at
www.eckhof.at

Bei einem Besuch wird deutlich, wie tief die Tradition hier verwurzelt ist, doch gleichzeitig ist die Offenheit für Neues jederzeit spürbar. Moderne Elemente und innovative Ansätze sind hier willkommen und werden mit Begeisterung integriert, ohne dabei den Blick auf die Vergangenheit und die bewährten Traditionen zu verlieren. Bernhard hat das Weingut im Jahr 2006 von seinen Eltern übernommen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2022 hat er den Betrieb auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und eine noch nachhaltigere Weinproduktion zu ermöglichen. Das Weingut wird in der dritten Generation bewirtschaftet. Heute gehört es zu den führenden Betrieben des Wagram, einer Region, die für ihre hochwertigen Weine bekannt ist. Die Gastfreundschaft auf dem Weingut wird hier großgeschrieben. Neben dem Weinbau gibt es einen liebevoll gepflegten Garten, in dem sich der hauseigene Heurige befindet. Das Weingut widmet sich einer breiten Palette an Rebsorten, wodurch eine große Vielfalt an Weinen entsteht. Nicht zu unterschätzen sind die Rotweine des Hauses, die heuer nicht in der Verkostung waren. Die wahren Steckenpferde des Hauses sind jedoch die Roten Veltliner. Sie nehmen rund sieben Hektar der Anbaufläche ein und überzeugen durch Vielfalt. Angefangen vom Roter Veltliner Wagram, der ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, bis hin zur Steinberg Große Reserve. Letzterer beeindruckt durch seine Komplexität, vielschichtige Struktur und den langen Abgang, was den Wein zu einem besonderen Erlebnis macht.

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2025 Welschriesling
Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Feine Herbe, Heu, fruchtig, einladend; wiederum eine Kombination aus Herbe und Frucht, saftig, sehr typisch, der perfekte Sommerwein.

Weißwein
Welschriesling
Schraubverschluss

Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Leo Jahner
2403 Wildungsmauer
Feldgasse 35

Tel. +43 664 1803920
weingut@jahner.at
www.jahner.at

Leo Jahner, dessen Betrieb die Umstellung auf biologischen Weinbau abgeschlossen hat, ist auch sonst bemüht, die Weingärten möglichst schonend zu bearbeiten und bei der Vinifikation ohne gröbere Eingriffe auszukommen. So werden die Weißweine ohne Aufzuckerung und Säurekorrektur ausgebaut und mithilfe des ersten gewonnenen Mostes möglichst spontan vergoren. Bei den stets mittels Naturhefe vergorenen Rotweinen wird auch auf den Saftentzug verzichtet. Durch das relativ neue DAC-System ist es nötig, die Linien neu aufzustellen. So gesellt sich im Weißweinsegment ein neuer Höflein weiß aus der Ried Steinäcker dazu, bei den Rotweinen kommt zum vierten Mal der Blaufränkisch Prellenkirchen vom Spitzerberg und zum dritten Mal der Blaufränkisch aus der 1. Lage Aubühl. Wie zielorientiert Leo Jahner arbeitet, erkennt man daran, dass sein Grüner Veltliner aus einer Knoll-Selektion stammt, und die Blaufränkisch Setzlinge vor 17 Jahren aus dem Mariental von ET genommen wurden. Dieses Jahr ist die komplette Kostreihe wieder großartig: Die Weißweine brillieren mit Typizität und Fruchttiefe, die Rotweine begeistern mit Würze und einer dichten Kernigkeit. Abschließend gab es die letzte Füllung vom Wild Wall 2019, der noch immer zu jung, wahrlich ein großer Wein und jeden Cent wert ist. Da Leo immer für einen Sager gut ist und seine Rotweine immer eleganter werden: „Guter Rotwein braucht kein neues Barrique. Du gehst ja im Sommer auch nicht in den Pool und ziehst dir einen Skianzug an!“

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2023 The Butcher Zweigelt
Weingut
Schwarz
Neusiedlersee

Frische Kirschen, feine Vanille, schwarze Beeren, Brombeeren, charmante Frucht, feines Tannin, wunderbares Säurespiel, elegant, saftig, ungemein pikant, herrlich süffig bei hoher Qualität, ein Rotwein mit Klasse und Feinheit. Ein hochwertiger Zweigelt, der mächtig Lust auf mehrere Gläser macht.

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schwarz
Neusiedlersee

Michael Schwarz
7163 Andau
Baumhöhäcker 16

Tel. +43 2176 3231
Fax. -4
office@schwarz-weine.at
www.schwarz-weine.at

Was zu sagen wäre – fünf Weine – fünfmal überragende Klasse mit Zug zur Weltklasse. Es klingt schon so abgedroschen: Hans Schwarz war Fleischer und mutierte zum Winzer. Er schuf den ersten Schwarz Rot Jahrgang 1999 – noch immer voll da. Dass sein Sohn Michael das Ganze noch steigert, müsste seinen Vater wohl unglaublich stolz machen. Tut es auch. So etwas am Puls der Zeit ist der 2024 The Butcher Chardonnay – immer mit Eleganz, immer mit dem Zug aufs Tor, niemals überladen, immer mit Kühle. Das zeugt von einem subtilen Händchen. Weiter geht es mit 2024 Schwarz Weiß – ein Kraftlackel, den Michael gezähmt hat. Ein Weißwein für die nächsten Dekaden. 2023 The Butcher Zweigelt: Hier hat man Finesse, Eleganz, Feinheit bei großem Ausdruck, nie belastend zur Potenz. Ein vorbildlicher Rotwein als Maßstab für die warme Zukunft. 2022 The Butcher Cuvée geht dann darüber hinaus. Da hat man einen großen Rotwein im Glas. Da gibt es nichts zu diskutieren. Der ist einfach überragend. 2024 Schwarz Rot: ein außergewöhnlicher Rotwein aus der Sorte Zweigelt, den Hans Schwarz schon mit dem Jahrgang 1999 lanciert hat – übrigens noch immer überragend – und Maßstäbe bei dieser Sorte gesetzt hat. Dieser Zweigelt zeigt, welches Potenzial in dieser Varietät steckt: Er beweist eindrucksvoll, dass sie zu großen Rotweine fähig ist. Seit Jahrzehnten gilt dieser Zweigelt als Blaupause in seiner Kategorie. O-Ton der Familie Schwarz: „Weil Wein Spaß machen sollte.“ Das ist mehr als gelungen.

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2024 Ried Gemärk
Bioweingut
Schreiner
Leithaberg, Rust & Rosalia

(BF/CS/CF/ME) Kühle Frucht, viel dunkel-florale Noten, Brombeeren und Cassis, gewisse Würze, dezent samtig; mittelgewichtig, hübsche Frucht, saftig, lebhaft, fest, kraftvoll mit gutem Grip im Finish.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Bioweingut
Schreiner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Victoria & Gernot Schreiner
7071 Rust
Hauptstraße 4

Das Bio-Weingut Schreiner zählt fraglos zu den empfehlenswertesten Weinadressen in Rust. In vinophilen Belangen wird hier der Vielfalt gefrönt: So werden leichte bis kräftige trockene Weißweine und Rosés mit Fruchtbetonung geboten, ergänzt durch eine kompakte Palette klassischer Rotweine von vielfach beachtlicher Qualität, darüber hinaus gibt’s auch perlende Süffigkeiten sowie – wenn es das Jahr erlaubt – auch Prädikate von Spätlesen bis zu raren Ausbrüchen. Ein denkmalgeschützter Vierseithof mit weitläufigem Innenhof aus dem 16. Jahrhundert beherbergt das Weingut, das im Zentrum der Freistadt Rust liegt. Das von der Hauptstraße wie der parallel dazu verlaufenden Kirchengasse zugängliche Ensemble dient als Verkostungsort für Weinliebhaber, bietet hin und wieder aber auch den Rahmen für kleine Kulturevents und ist Standort für Marktstände bei Veranstaltungen in Rust. Die Schreiners bewirtschaften rund sieben Hektar Rebfläche in Rust, wobei sich die Weingärten auf klassische Rieden mit klingenden Namen wie Vogelsang, Geier Umriss, Bandkräftn, Gemärk, Oberer Wald und andere verteilen. Der enge Bezug zur Natur drückt sich in der biologischen Bewirtschaftung aus, für die man bereits seit 2012 die Zertifizierung erhielt. Seit etlichen Jahren beschäftigt sich Gernot Schreiner intensiv mit pilzwiderstandsfähigen Sorten (PiWis), die für alle Neuauspflanzungen herangezogen werden. Nach dem warmen, eher frühreifen Vorjahr kam 2025 die Reife etwas später; dennoch wurde die Lese bereits Ende August mit Blütenmuskateller begonnen. Das wechselhafte Wetter im September erforderte einen hohen Selektionsaufwand, der sich gelohnt hat, denn die 2025er-Weißweine präsentieren sich reintönig, knackig und feinfruchtig. Die eigenständigen Roten stammen aus den Jahren 2024 und 2023. ps

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2023 Chardonnay
Weingut
Chesa Druschauna
Bergland

Kräftig im Auftritt, Birnen, Quitten, zarteste Würze; kompakt, gute Säure, kräftig-sehnig, die feine Holzuntermalung steht ihm sehr gut.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Naturkork

Weingut
Chesa Druschauna
Bergland

Gert Markowski
6811 Göfis
Hofnerstraße 19

Gert Markowski ist Obmann von Vorarlberg Wein. Sein kleines Weingut führt er im Nebenerwerb. Die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung ist abgeschlossen, der Betrieb ist seit dem Jahrgang 2023 Bio-zertifiziert. Die Reben profitieren vom warmen Föhnwind, der in der Reifeperiode über das Saminatal aus der Bündner Herrschaft herüberweht. Das Jahr 2024 war sehr schwierig hinsichtlich Falschem und Echtem Mehltau. 2025 hat noch eins draufgesetzt. Im Juli gab es 25 Regentage, und das war zu viel des Guten. Nur Chardonnay und Roesler haben die Attacken von Peronospora und Oidium überlebt, bei den anderen Rebsorten war ein Totalausfall zu verzeichnen, der zweite in Folge nach 2024. „Ich hoffe sehr, dass wir wieder einmal ein normales Jahr erleben“, sagt der Winzer anlässlich meines Besuches im Frühling. Nicht ohne Stolz erzählt er, dass sein Pinot Noir Lucius auf der Weinkarte eines haubendekorierten, in Vorarlberg hoch angesehenen Restaurants gelistet ist. Alle in diesem Jahr im Verkauf befindlichen Weine sind sehnig und frei von Opulenz. Sie wurden ausnahmslos in kleinen Eichenfässern ausgebaut. Wo es der Extrakt zuließ, kam neues Holz zum Einsatz. Vordergründig sind die Eichenaromen in keinem Fall. Als eleganter Sortenvertreter präsentiert sich der Pinot Noir Lucius, ein sortentypischer Wein mit Kühle und Finesse. Der mehrfach verkostete Roesler aus 2020 ist nun erwachsen geworden. Er besitzt Tanningrip und Säure, was seiner Lagerfähigkeit zugute kommt.

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2025 Riesling Pluris
Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Ein Frucht- und Finessebündel schon in der Nase, gelbe Pfirsiche, Ananas, Maracuja, reife Limonen und Aranzini, dazu ein herrliches, kristallklare Konturen verleihendes, Säurespiel; wunderschön ausbalanciert, extraktsüß und trinkanimierend.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Das schmucke Weingut im Zentrum von Spitz, dem Kirchenplatz, kann ebenso auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken wie der gleich nebenan befindliche Kirchturm mit dem bunten Ziegeldach. Franz Josef Gritsch hat vor einigen Jahren einen modernen Zubau errichtet, der sich harmonisch ins Stadtbild einfügt – eine „komplette Wein-Genusswelt“, wie er sie liebevoll nennt, mit Degustations- und Veranstaltungsräumlichkeiten, Kost- und Schaukeller, sowie drei adretten Ferienwohnungen. Das Ensemble ist quasi ein Spiegelbild der hauseigenen Philosophie, traditionelle Werte mit der Moderne zu verknüpfen. Selbst der nur wenige Meter entfernte, nach jüngstem Stand der Technik errichtete „Kalmuck- Keller“, in dem, neben den vielfach ausgezeichneten Lagenweinen, auch die jugendliche Kalmuck-Weinlinie entsteht, erinnert mit seinem dem Stoffmuster nachempfundenen Anstrich an das gleichnamige Reitervolk, das angeblich im 17. Jahrhunderthdt. den Stoff als Satteldecken in die Wachau brachte, wo er noch heute in Form des Kalmuck-Jankers Bestandteil der Wachauer Tracht ist. Wenn es um Wein geht, denkt der umtriebige Spitzer freilich in erster Linie an seine vielen großartigen Lagen, aus denen er Jahr für Jahr ganz exquisite Weine hervorzaubert. Was uns daran besonders gefällt, ist, dass – quer durch die gesamte Palette, also von „unten“ bis „oben“ – gleichmäßig hohe Qualitätsansprüche erkennbar sind. Das beginnt heuer bereits bei Kalmuck und Kalmücke und zieht sich über die trinkanimierenden Veltliner und Rieslinge der mittleren Kategorien bis hinauf zu den großen Riedenweinen. „Wir sind mit dem Jahrgang sehr zufrieden“, teilt uns der ambitionierte Spitzer mit, „die Weine haben heuer das für uns so wichtige Quäntchen Säure mehr als im Vorjahr!“ Eine Besonderheit seien außerdem die relativ weit auseinander liegenden Lesezeiten gewesen, die sich von Anfang Oktober bis Mitte November erstreckten – ein Umstand, der, speziell bei den Rieslingen, auch deutlich „erkostbar“ ist und für manch überraschende Gaumenfreude sorgt.

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2025 Riesling Zöbinger
Weingut
Barbara Öhlzelt
Kamptal

Dezente Pfirsichfrucht, helle Würze; saftige, gerundete Steinobstfrucht, gelber Pfirsich, viel Sortentypizität und Mineralik, zupackende Säure, Limettenfrische, trinkvergnüglich.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Barbara Öhlzelt
Kamptal

Barbara Öhlzelt
3561 Zöbing
Eichelbergstraße 32

„Ich mag Riesling sehr gern“, sagt Winzerin Barbara Öhlzelt aus Zöbing, dem Ort, von dem sich der berühmte Heiligenstein erhebt, einer Parade-Rieslinglage, die zu den besten Österreichs zählt. Mit mehr als 35 Prozent nimmt die Rieslingtraube in Öhlzelts Weingärten eine führende Position ein – und ist damit fast annähernd so bedeutend wie der Grüne Veltliner. Die Zöbinger Winzerin gilt dabei als eine leidenschaftliche Riesling-Könnerin. Als kleines, feines Weingut mit 7,5 Hektar macht Öhlzelt vier unterschiedliche Rieslinge. Der Einsteiger in ihre Riesling-Welt ist der Zöbinger-Ortswein, der Jahr für Jahr eine Empfehlung als Preis-Leistungsschlager ist. Darauf setzt die Winzerin drei Lagenweine aus den Rieden Blauenstein, Kogelberg und Heiligenstein – allesamt mit der Herkunft Zöbing. „Einfach war es 2025 nicht mit den Rieslingen“, erzählt Öhlzelt. Denn viel sei im Vorjahr durch die Witterungsverhältnisse gefault. „Wir mussten viele Trauben auf den Boden schneiden.“ Der Arbeitsaufwand hat sich gelohnt, die Lagenrieslinge strahlen mit Eleganz und bieten schon jetzt viel Trinkvergnügen. Beim Grünen Veltliner startet Öhlzelt mit ihrem Gebietswein Kellerweingarten den Verkostungsreigen. Ihr Zöbinger Veltliner-Ortswein ist das Bindeglied zu den Lagenweinen Blauenstein und Lamm. Letzterer ist nicht nur Öhlzelts Premium-Veltliner, den sie im 225er Barrique ausbaut und dann ins große Holz legt, sondern er ist auch ein Augenschmaus mit dem pfiffigsten und wahrscheinlich dem schönsten Lamm-Weinetikett. Generell sind die 2025er Weine alkoholleichter ausgefallen, qualitativ gibt es jedoch kaum Abschläge. Weingenießer dürfen sich freuen …

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2025 Grüner Veltliner George
Weingut
Vorspannhof Mayr
Kremstal

Rauchig, dichte Frucht, reife Äpfel, sanfter, ruhiger Ausdruck; mittelgewichtig, sehr saftiger Beginn, guter Grip, straff und trocken nach hinten.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Vorspannhof Mayr
Kremstal

Silke Mayr
3552 Droß
Herrngasse 48

Tel. +43 2719 30056
Fax. 78056
weingut@vorspannhof.at
www.vorspannhof.at

Junges Weingut in historischem Ambiente: Eingebettet in den jahrhundertealten Mauern eines aus dem 15. Jahrhundert stammenden Gutshofs in Droß, fungierte der Vorspannhof einst als Pferdewechselstation. Die Spezialisierung auf Weinbau erfolgte erst im Laufe der 1970er-Jahre unter Vorreiter Anton Mayr, der gezielt Weingärten in einigen der besten Kremstaler Lagen kaufte und sich fortan voll dem Qualitätsweinbau widmete. Viele Jahre unterstützte Silke Mayr ihren Vater im Weingut, dessen Geschicke sie seit 2008 alleinverantwortlich lenkt. Unterstützt wird sie von einem engagierten Team rund um Kellermeister Michael Nastl. Der Betrieb wurde 2020 Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter. Den Einstieg in die 2025er Veltliner bildet der leichtgewichtige Nussbaum, der Riedenwein vom Wolfsgraben präsentiert sich als saftiger Klassiker. Ried Loiserberg aus 2025 zeigt sich elegant und kernig. Spontan vergoren und unfiltiriert gibt es den George vom jungen Mitarbeiter Georg Lenzatti. Aus 2024 stammt der im großen Holzfass gereifte Vertreter aus der schmelzigen Kremser 1ÖTW-Ried Gebling. Riesling Löss ist 2025 filigran und zartfruchtig, ungemein verlockende Frucht weist die Ried Kremsleithen auf. Der kraftvolle und reichhaltige Ried Marthal aus 2024 braucht noch Zeit. Gut entwickelt hat sich der unfiltriert abgefüllte Grüne Veltliner 2023 vrech aus der Kremser Topriede Frechau. Wie üblich modellhaft präsentieren sich die Aromasorten Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc. Viel Pikanz mit seidiger Frucht zeigt der Muskateller Eiswein 2021. ps

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2025 Sauvignon Blanc
Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Ein ernsthafter Sortenvertreter mit Eleganz: feiner Paprika, Holunder in Nase und Gaumen, strömend, Muskateller-Anmutung, vollmundig und dennoch fein und elegant, mittelkräftig und sehr süffig.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Leo Jahner
2403 Wildungsmauer
Feldgasse 35

Tel. +43 664 1803920
weingut@jahner.at
www.jahner.at

Leo Jahner, dessen Betrieb die Umstellung auf biologischen Weinbau abgeschlossen hat, ist auch sonst bemüht, die Weingärten möglichst schonend zu bearbeiten und bei der Vinifikation ohne gröbere Eingriffe auszukommen. So werden die Weißweine ohne Aufzuckerung und Säurekorrektur ausgebaut und mithilfe des ersten gewonnenen Mostes möglichst spontan vergoren. Bei den stets mittels Naturhefe vergorenen Rotweinen wird auch auf den Saftentzug verzichtet. Durch das relativ neue DAC-System ist es nötig, die Linien neu aufzustellen. So gesellt sich im Weißweinsegment ein neuer Höflein weiß aus der Ried Steinäcker dazu, bei den Rotweinen kommt zum vierten Mal der Blaufränkisch Prellenkirchen vom Spitzerberg und zum dritten Mal der Blaufränkisch aus der 1. Lage Aubühl. Wie zielorientiert Leo Jahner arbeitet, erkennt man daran, dass sein Grüner Veltliner aus einer Knoll-Selektion stammt, und die Blaufränkisch Setzlinge vor 17 Jahren aus dem Mariental von ET genommen wurden. Dieses Jahr ist die komplette Kostreihe wieder großartig: Die Weißweine brillieren mit Typizität und Fruchttiefe, die Rotweine begeistern mit Würze und einer dichten Kernigkeit. Abschließend gab es die letzte Füllung vom Wild Wall 2019, der noch immer zu jung, wahrlich ein großer Wein und jeden Cent wert ist. Da Leo immer für einen Sager gut ist und seine Rotweine immer eleganter werden: „Guter Rotwein braucht kein neues Barrique. Du gehst ja im Sommer auch nicht in den Pool und ziehst dir einen Skianzug an!“

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2025 Grüner Veltliner Galgenberg
Weingut
Gschweicher
Weinviertel

Jugendliches Grüngelb, klassischer, kühler Veltliner-Duft, frisch, würzig, deutliches Pfefferl, vollreife Obstschüssel, exotische Aromen, gehaltvoll und doch leicht, delikater, traubiger Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gschweicher
Weinviertel

Bernhard Gschweicher
3743 Röschitz
Winzerstraße 29

Tel. +43 2984 3800
Fax. -4
office@gschweicher.at
www.gschweicher.at

Das Weingut Gschweicher ist zu einem Leitbetrieb von Röschitz, vom Retzerland, vom ganzen Weinviertel geworden. Als klassischer Familienbetrieb konzentriert man sich ausschließlich auf Weißweine. Mit Bernhard Gschweicher zusammen seine Weine zu verkosten, ist immer wieder ein Erlebnis. In seiner bescheidenen, zurückhaltenden Art erklärt er manche Details seiner Arbeit präzise genau mit einer Selbstverständlichkeit, die keine Abweichung von absoluter Top-Qualität zulässt. So versteht er es bestens, durch seine große Naturverbundenheit und seine mit viel Hingabe bearbeiteten Rebstöcke Weine mit Charakter und unverwechselbarem Stil zu produzieren. Seine Philosophie ist eine einfache: Lebendige, gepflegte Böden in Verbindung mit alten Rebstöcken und viel Freude an seiner Arbeit ergeben außergewöhnliche Weine. Spezialisiert auf den Grünen Veltliner in verschiedenen Ausbaustufen, verfügt das Weingut über Rebstöcke, von denen drei Viertel über 50 Jahre alt sind – für die Spezialität Primary Rocks sogar 80 Jahre alt. Bemerkenswert auch Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Grauburgunder und Roter Traminer. Die Weine sprechen ihre klare Sprache in den Gläsern – mit viel Eleganz und Langlebigkeit. Etiketten mit hohem Wiedererkennungswert schmücken die Flaschen, mit Ausnahme des Primary Rocks, diese zeigt sich in schlichtem Weiß.

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2025 Sommercuvée (50 % SB / 50 % SÄ)
Weinbau
Barbach
Thermenregion

Schotig, weißer Pfeffer, einige Würze, Rucola, grüne Orangenschalen, grüne Stachelbeeren; eher zurückhaltend, schlank gebaut, erfrischend, Hollerblüten, hinten Zitrusfrische, recht straff.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€
Schraubverschluss

Weinbau
Barbach
Thermenregion

Katharina Prüfert-Barbach & Wilhelm Prüfert
2380 Perchtoldsdorf
Rudolfgasse 8

Familienbetrieb in dritter Generation ist der Weinbaubetrieb der Familie Barbach in einem charmanten Hof mit Heurigenlokal und Garten in der Rudolfgasse oberhalb des Perchtoldsdorfer Marktplatzes. Den Grundstein für den Betrieb legten Großeltern und Eltern, unter Klosterneuburg-Absolventin Kathy Prüfert-Barbach und ihrem Mann Wilhelm Prüfert gelang dann der Aufstieg an die Spitze der Winzer aus der bekannten Gemeinde an der Grenze zu Wien. Dabei war Willi Prüfert als HTL-Absolvent der Sparte Mess- und Regeltechnik ursprünglich für einen Ingenieursberuf prädestiniert, doch schwenkte er der Liebe wegen auf eine Laufbahn als Winzer um, absolvierte alle Kurse bis hin zum Meister und verschrieb sich ab dann mit Herz und Seele dem Weinbau. Über viele Jahre führte man höchst erfolgreich einen ständig wachsenden Heurigenbetrieb mit Garten, in dem man letztendlich bis zu 200 Personen versorgte. Irgendwann beschloss man leiser zu treten. Nun wird nur mehr einmal pro Jahr für neun Tage in wesentlich kleinerem Rahmen mit bodenständigen Speisen und den gutseigenen Weinen ausgesteckt. Als Zusatzprojekt gibt es ein kleines Lokal mit Vinothek namens Weinrat am Marktplatz, wo die Barbachs abwechselnd mit ein paar Gastwinzern aus dem Ort von Mittwoch bis Samstag Wein und kleine Häppchen servieren. In Sachen Weinbau stehen 3,5 Hektar Rebfläche zur Verfügung, die seit 2020 zertifiziert biologisch bewirtschaftet werden. Das Sortiment ist durchaus umfangreich, wobei Weißweinsorten mit fast 85 Prozent Anteil dominieren, dennoch ist dem Rotwein auch ein Fixplatz sicher. Das Sortiment teilt sich in junge Klassiker sowie Selektionsweine auf. Frucht und Reintönigkeit prägen die Weine, die ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. ps

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2025 Riesling Setzberg
Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Delikater Duftstrauß, vor allem der weiße Pfirsich, aber auch Ringlotten, Zitrusfrüchte, Apfelkuchen; am Gaumen dominieren überreife Trauben, begleitet von zarter Fruchtsüße und einem feinen, appetitanregenden Säurespiel; stoffig, harmonisch und lang im Nachhall.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Das schmucke Weingut im Zentrum von Spitz, dem Kirchenplatz, kann ebenso auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken wie der gleich nebenan befindliche Kirchturm mit dem bunten Ziegeldach. Franz Josef Gritsch hat vor einigen Jahren einen modernen Zubau errichtet, der sich harmonisch ins Stadtbild einfügt – eine „komplette Wein-Genusswelt“, wie er sie liebevoll nennt, mit Degustations- und Veranstaltungsräumlichkeiten, Kost- und Schaukeller, sowie drei adretten Ferienwohnungen. Das Ensemble ist quasi ein Spiegelbild der hauseigenen Philosophie, traditionelle Werte mit der Moderne zu verknüpfen. Selbst der nur wenige Meter entfernte, nach jüngstem Stand der Technik errichtete „Kalmuck- Keller“, in dem, neben den vielfach ausgezeichneten Lagenweinen, auch die jugendliche Kalmuck-Weinlinie entsteht, erinnert mit seinem dem Stoffmuster nachempfundenen Anstrich an das gleichnamige Reitervolk, das angeblich im 17. Jahrhunderthdt. den Stoff als Satteldecken in die Wachau brachte, wo er noch heute in Form des Kalmuck-Jankers Bestandteil der Wachauer Tracht ist. Wenn es um Wein geht, denkt der umtriebige Spitzer freilich in erster Linie an seine vielen großartigen Lagen, aus denen er Jahr für Jahr ganz exquisite Weine hervorzaubert. Was uns daran besonders gefällt, ist, dass – quer durch die gesamte Palette, also von „unten“ bis „oben“ – gleichmäßig hohe Qualitätsansprüche erkennbar sind. Das beginnt heuer bereits bei Kalmuck und Kalmücke und zieht sich über die trinkanimierenden Veltliner und Rieslinge der mittleren Kategorien bis hinauf zu den großen Riedenweinen. „Wir sind mit dem Jahrgang sehr zufrieden“, teilt uns der ambitionierte Spitzer mit, „die Weine haben heuer das für uns so wichtige Quäntchen Säure mehr als im Vorjahr!“ Eine Besonderheit seien außerdem die relativ weit auseinander liegenden Lesezeiten gewesen, die sich von Anfang Oktober bis Mitte November erstreckten – ein Umstand, der, speziell bei den Rieslingen, auch deutlich „erkostbar“ ist und für manch überraschende Gaumenfreude sorgt.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -