Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2023 Blaufränkisch Oggau Johanneshöhe
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Reife wie kühl anmutende Frucht, verlockende Brombeer-Noten, reife, frische Zwetschken; mittelkräftig, lebhaft, gute Struktur, griffig, Frucht von vorne bis hinten, mittellang.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2025 Sämling 88 Blattspiel
Weingut
Koller
Südsteiermark

Eigenständig, gerade reif gewordene Maracuja, Cassislaub, weiße Johannisbeeren; schließt so an, angenehme Säure, exotisch-frisch, völlig unkompliziertes Trinkvergnügen.

Weißwein
Scheurebe (Sämling 88)
Schraubverschluss

Weingut
Koller
Südsteiermark

Andreas Aldrian
8442 Kitzeck im Sausal
Greith 11

Das Weingut Koller blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1800 ist es in Familienbesitz. Hoch oben an der Sausaler Weinstraße bei Kitzeck gelegen, bietet sich ein atemberaubender Ausblick über die Hügel des südsteirischen Weinlandes. Die Böden der steilen Weinrieden bestehen aus verwittertem Schiefer. Angebaut werden die klassischen Sorten der Südsteiermark wie Welschriesling, Weißburgunder, Morillon oder Sauvignon Blanc. Einen weiteren Schwerpunkt bilden pilzwiderstandsfähige Rebsorten, also Piwis wie Muscaris oder Blüten Muskateller. Das Sortiment in Rot besteht aus Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent. Gelesen wird möglichst spät. Die Kellertechnik ist state of the art. Zum Weingut gehört ein Buschenschank mit urigem Sitzgarten und prachtvollem Fernblick bis zu den Slowenischen Karawanken. Für entspannten Urlaub in erholsamer Ruhe gibt es zwei Ferienwohnungen. Die ganze Serie ist fein gehalten, die Weine sind sortentypisch, fruchtbetont und bereiten Trink-spaß. Sie erheben Anspruch auf Wohlgefühl. Die kristallinen Böden geben ihnen eine fröhliche Leichtigkeit. Die Preisgestaltung ist ungewöhnlich fair.

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2025 Weißburgunder Deutschlandsberg
Weingut
Jauk-Wieser
Weststeiermark

Knackige Birnen, helles Steinobst, Prise Äpfel und Haselnüsse; schließt aromatisch nahtlos an, saftig, belebendes Säurespiel, helle und frische Frucht klingt im mittellangen Abgang nach.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Jauk-Wieser
Weststeiermark

Lisa Jauk-Wieser
8530 Deutschlandsberg
Schlossweg 51

Das kleine, feine Weingut, seit Generationen in Familienbesitz, verfügt über Weingärten in Burgegg, also direkt am Fuße der Burg Deutschlandsberg, und in Wildbachberg. Die weißen Rebsorten genießen die gleiche Aufmerksamkeit wie der Schilcher. Sie sind fruchtig, saftig, steirisch. Frizzante rundet das Angebot ab. Die Ried Burgegg ist eine nach Süden bis Südosten ausgerichtete, steile Lage mit überwiegend aus Gneis bestehendem Untergrund. Hier hat die Familie Blauen Wildbacher, Welschriesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Muskateller ausgepflanzt. Die Ried Wildbachberg ist nach Süden exponiert, die Hitze der Sonne tagsüber und die Kühle der Nacht prägen neben dem tiefgründigen, nährstoffreichen und ausreichend mit Wasser versorgten Boden den Charakter von Schilcher, Weißburgunder und Sauvignon Blanc. Um die Reben kümmert sich Tochter Lisa-Maria, Silberberg-Absolventin, gemeinsam mit ihrem Lebenspartner und ihrem Vater Dr. Norbert Heß, der als Quereinsteiger und Autodidakt im Keller das Sagen hat. Es gibt auch einen prämierten Buschenschank, vom Gastgarten blickt man in die Hügel des Schilcherlandes. Übernachten kann man in einem der sieben Winzerzimmer, Wohlfühlflair und tolles Panorama inklusive.

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2025 Riesling Ried Steinriegl Federspiel
Weingut
Prager
Wachau

Dezent, grüne Pfirsichschalen, leicht kalkiger Einschlag, Zitronenmelisse; straff, relativ schlank, ziemlich zitrusbetont, sehr lebhaft, pikant, rassig, zartes Finish.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Prager
Wachau

Robert Bodenstein MSc
3610 Weißenkirchen
Wachaustraße 48

Bei diesem hervorragenden Weingut in Weißenkirchen quasi im Herzen der Wachau darf man, ja muss man geradezu, die perfekte Vermählung von Tradition und Moderne feiern. Über rund dreieinhalb Dekaden fungierte Toni Bodenstein – tatkräftig unterstützt von seiner Frau Ilse –als Vorreiter und Entdecker für Gebiet, Ort und Weingut ebenso wie als Fels in der Brandung, wenn es um die respektvolle Bewahrung des historischen Erbes ging. Sind die beiden immer noch höchst aktiv, so steht im Weingut Prager nun schon seit einigen Jahren die von Dynamik und Enthusiasmus erfüllte neue Generation in Gestalt von Robert und Sophie-Helen Bodenstein im Rampenlicht. Im Weingut Prager wird konsequent auf die klassischen Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling gesetzt, wobei Letzerem besondere Wertschätzung zuteilwird, was sich auch in einem 60-prozentigem Rebanteil ausdrückt. Die vielfach mit alten bis uralten Reben bepflanzten Weingärten befinden sich in sehr guten bis herausragenden Lagen in und um Weißenkirchen. Das Veltliner Federspiel kommt aus der gut versorgten Ried Hinter der Burg am Fuß des Seibers mit relativ tiefgründigen Böden. Die südlich bis südwestlich ausgerichtete Ried Steinriegl mit Anteilen von Kalksilikatmarmor ist Ursprung des Riesling Federspiels. Die Smaragde stammen durchwegs aus den legendären Weißenkirchner Rieden Achleiten und Klaus sowie Zwerithaler (Kammergut), die durch sehr mineralische Böden geprägt sind – je nach Riede und Zone Gföhler Gneis, Migmatit-Amphibolit und Paragneis, teils mit Kalkanteilen. Unter „Wachstum Bodenstein“ firmieren ein Riesling aus extremer Höhenlage (460 Meter) sowie ein vor knapp 30 Jahren mit über 100 verschiedenen, auf diverse Unterlagsreben gepfropften Genotypen bepflanzter Weingarten mit Grünem Veltliner. Diese alten Rebbestände stellen eine wichtige Genreserve für die Zukunft dar. Als weitere Veltliner-Spezialität gibt es auch noch die mit uralten Reben bepflanzte Stockkultur Achleiten. Der Jahrgang 2025 war ausgesprochen herausfordernd, zudem zeigten sich gerade in diesem Jahr hinsichtlich Entwicklung und Reife zwei Pole in der Wachau: Hier und in Spitz hinkte man der östlichen Wachau deutlich hinterher. So wurde erst am 3. Oktober mit der Lese der Veltliner Steinfeder begonnen. In den Veltliner –Weingärten ging in der Folge die Reife zügig voran und es konnten hohe Qualitäten in guter Menge geerntet werden. Beim Riesling hingegen war es wesentlich schwieriger. Starkes vegetatives Wachstum, abfallende Trauben und Infektionen sorgten letztendlich für hohe Verluste – insbesondere, da man ausschließlich vollkommen gesundes Traubenmaterial verarbeitet; so gab es Verluste um die 50 Prozent. Dem kühlen und folglich relativ späten Jahrgang entsprechend präsentieren sich die 2025er elegant, teils filigran, dabei von kristallklarer Aromatik und rassiger Säurestruktur. Die Grüner-Veltliner-Palette reicht von einer delikaten Steinfeder (gibt es heuer erstmals nach vielen Jahren wieder!) über das straffe Federspiel bis zum stets von floralen Noten getragenen Smaragd, dessen Vertreter sich mineralisch und spannungsgeladen zeigen. An der Spitze stehen Wachstum Bodenstein, Stockkultur und das Zwerithaler Kammergut, wobei Letzterer als Topwein und wohl einer der besten Veltliner des Jahrgangs herausragt. Die jahrgangsbedingt etwas schlanker gehaltenen, sehr pointierten Rieslinge geben sich teils noch etwas verkapselt, wenn auch von betonter Sortentreue und vom Boden geprägt. Hier tut sich der Klaus besonders hervor.ps

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2025 Chardonnay
Weingut
Rudolf Fritz
Kremstal

Brioche, Nusskuchen, Maronen; baut sich im Glas wunderschön auf mit Aromen von Zitronengras, Honigmelonen, Crème Caramel und verdichtet sich zum burgundischen Prachtexemplar; nobel, finessereich und nahezu perfekt balanciert.

Weißwein
Chardonnay
Schraubverschluss

Weingut
Rudolf Fritz
Kremstal

Rudolf Fritz
3506 Krems-Thallern
Fuchsleitenweg 1

Am gegenüberliegenden Ufer der Stadt Krems und zu Füßen des Göttweiger Bergs mit seinem berühmten Benediktiner Stift befindet sich die Südseite des Weinbaugebiets Kremstal. Hier ist Rudolf Fritz, Absolvent der Weinbauschule in Krems, mit seinem Betrieb zugange, wo er rund 12 Hektar Weingärten bewirtschaftet, hauptsächlich bepflanzt mit Grünem Veltliner und Riesling. Das Hauptaugenmerk bei seiner Arbeit in Weingarten und Keller legt der ambitionierte Kremser dabei vor allem auf ein gut funktionierendes Ökosystem, ganz nach der Devise „Weinqualität entsteht im Weingarten und nirgendwo anders“. Unterstützt wird er von seinen Eltern, wobei vor allem der Herr Papa – ebenfalls ein Rudolf – überall dort anpackt, wo Hilfe erforderlich ist. 2025 war für den Winzer ein mit wenigen Ausnahmen guter Jahrgang. Erntemenge und Traubenqualität waren mehr als zufriedenstellend, lediglich der Riesling hatte unter den im Herbst einsetzenden Regenfällen zu leiden. Penible Weingartenarbeit und strenge Selektion bescherten Rudolf Fritz aber auch hier ansehnliche Ergebnisse. Wie auch im Jahr zuvor kamen die Veltliner mit den Wetterbedingungen weitaus besser zurecht, die 2025er sind heuer um einiges höher einzuschätzen. Das zeigt sich bereits bei den frischen, klaren Einstiegsweinen aus den Rieden Herrentrost und Frauengrund, erreicht beim Der Fritz bereits einen bemerkenswert hohen Level und wird gekrönt von einem umwerfend stoffigen, finessereichen Schweren Zapfen. Ein weiterer Veltliner kann’s voraussichtlich noch besser – der heuer noch pubertär anmutende Brunnberg deutet mit seinem generösen Fruchtschmelz und viel Eleganz sein Potenzial an. Ein finales Urteil wird es freilich erst im kommenden Jahr geben, wenn dieses Prachtstück in den Verkauf kommt und wir es im Guide beschreiben dürfen.

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2025 Grüner Veltliner Wagram
Weingut
Stefan Bauer
Wagram

Die Nase zeigt schon eine ansprechende Struktur, ruhiger roter Apfel, Stachelbeere, Heublumen, Blutorangentee, fester animierender Gaumen, Grapefruit, rosa Pfeffer, Quitte, trinkfreudig, trotzdem mit dem Anspruch eines Herkunftsweines aus dem Wagram.

Weißwein
Grüner Veltliner
Schraubverschluss

Weingut
Stefan Bauer
Wagram

Stefan Bauer
3465 Königsbrunn am Wagram
Rathausplatz 19

Karin und Stefan Bauer begeistern mit Herzlichkeit, Bodenständigkeit und einem feinen Gespür für Qualität. Gemeinsam mit Maria, Fritz, Katharina und Philip führen sie einen Familienbetrieb, in dem mehrere Generationen unter einem Dach leben und die Leidenschaft für Wein täglich spürbar wird. Besonders prägend sind die charakterstarken Geraldine-Weine aus Grünem und Rotem Veltliner, die Herkunft, Persönlichkeit und Eleganz verbinden. Auch die neu gestalteten Etiketten des Grünen Veltliner Wagram sowie der Lagenweine aus der Ried Satzl und Ried Hochrain unterstreichen diesen Fokus auf Herkunft und Charakter. Der Ausdruck „Kante zeigen“ steht dabei sinnbildlich für die klare Stilistik des Hauses. Ein besonderes Highlight ist die Hutzler-Serie, benannt nach den Großeltern Mathilde und Josef Hutzler. Aus Grünem Veltliner, Rotem Veltliner und Weißburgunder entstehen hier Weine mit viel Tiefe, Spannung und Ausdruckskraft. Die alten Reben rund um Königsbrunn am Wagram sowie die Lagen Bromberg und Steinagrund mit ihren Löss- und Lehmböden verleihen ihnen Eleganz und Herkunft. Neben den klassischen Weinen denkt Stefan Bauer gerne über Grenzen hinaus. Mit maischevergorenen, unfiltrierten Weinen aus Grünem Sylvaner und Müller-Thurgau zeigt er die spielerische und trinkfreudige Seite des Naturweins. Auch der Grüne Veltliner Satzl mit Maischestandzeit verbindet Struktur mit Leichtigkeit und viel Trinkfluss. Die Familie gibt ihren Weinen bewusst Zeit und bringt sie erst auf den Markt, wenn sie ihre optimale Trinkreife erreicht haben. Das sorgt für Ruhe, Harmonie und Klarheit im Glas. Auch der hauseigene Heurige spiegelt diese Philosophie wider und wird mit dem traditionellen „Schüsseltrieb“ mehrmals im Jahr zu einem besonderen Treffpunkt.

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2025 Chardonnay
Weingut
Artner
Carnuntum

Feine Herbe, trocken; mollig, saftig, dann kernig, gut zu trinken.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Artner
Carnuntum

Artner
2465 Höflein
Dorfstraße 93

Peter Artner besticht durch seine ruhige, ziel-orientierte Art und führt das große Weingut mit Witz und einer gewissen Gelassenheit. Seit 2018 ist das Weingut Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW). Die Zweigeltreben stehen in der Ried Steinäcker auf kalkarmen bis kalkfreien, kiesigen Schotterböden eines alten Donaulaufes. Die Riede Kirchweingarten ist von schluffig-tonigen Ablagerungen des Pannoniums sowie teilweise von Lössschichten bedeckt. Die Böden sind tiefgründig und sehr kalkhaltig. Die Blaufränkisch-Weine dieser Lage sind von Kernigkeit, frischer Säure und straffer Struktur geprägt. In der Ried Aubühl schließlich stehen Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot auf vorwiegend sandigen, teils auch schluffig-tonigen Sedimenten des Miozän. Die Böden sind tiefgründig und kalkhaltig. Die Weine behalten trotz der hitzigen Böden und des warmen pannonischen Klimaeinflusses ihre Frische und Würze.

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Sekt Austria Reserve Alphart brut Niederöster- reich g.U.
Weingut
Alphart
Thermenregion

Feinperlig im Mousseux; dezente Fruchtnuancen im Bukett; vornehm und lebendig zugleich, samtig elegant, mit feinen Zitrusnoten und pikanter Würze, macht einfach Freude.

Schaumwein
Blauburger
€€€€
Naturkork

Weingut
Alphart
Thermenregion

Florian und Claudia Alphart
2514 Traiskirchen
Wienerstraße 46

Tel. +43 2252 52328
weingut@alphart.com
www.alphart.com

Seit 1762 werden am Weingut hochwertige Weine gekeltert und die Erfahrung an die nächste Generation weitergegeben. Wie auch Karl Alphart inzwischen das Weingut in die Hände von Claudia und Florian gelegt hat. Kellermeister Florian spürt die Eigenheiten des jeweiligen Jahrgangs, um die Weine entsprechend den Guts-, Orts- und Lagenweinen optimal auszubauen. In Verbindung mit dem Terroir ergibt dies jedes Jahr klare, mineralische Weine, welche den Charakter der Region perfekt repräsentieren. Davon kann sich der Weinfreund gerne im stimmigen Verkostungsraum überzeugen. Und wer Wert auf gute Küche legt, dem kann man den TOP-Heurigen, den Elisabeth und Karl Alphart engagiert führen, nur bestens empfehlen.

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2024 Zweigelt Golser Ortswein
Weingut
Helmut Preisinger
Neusiedlersee

Wirkt füllig, bisschen nach Linzer Torte, eingelegte Kirschen; runde, saftige Kirschfrucht mit dezenter Würze, Weihrauch, Zitrus, Grapefruits, zugänglich, trinkig.

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Weingut
Helmut Preisinger
Neusiedlersee

Helmut Preisinger
7122 Gols
Neubaugasse 19

„Ich bin ein Merlot-Fan, das ist kein Geheimnis“, sagt der Golser Winzer Helmut Preisinger. Schaut man auf die Weinpalette, die zu drei Viertel Rot geprägt ist, sieht man diese Merlot-Liebe auch: Drei Weine tragen den Merlot in sich, allesamt wichtige Weine, die Winzer und Weingut prägen. Der meistverkaufte Wein ist Preisingers Heideboden, wo der Merlot ein Trio mit Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon bildet. In Preisingers bekannter Cuvée Mithras vermählt er Merlot mit Cabernet Sauvignon zu einem gelungenem Austro-Bordeaux aus der Lage Altenberg. Reinsortig geht beim Merlot die Post ab. Als Lagenwein vom Salzberg hat der Winzer eine „extrem Auslese“ betrieben. Aktuell ist der junge Wein ein amaronehafter, alkoholreicher Kraftlackel mit viel Fruchtessenz, mächtigem Gerbstoff, Tannin und reichlich vorlauter Holzröstung. Wer jedoch dem Wein drei bis fünf Jahre Flaschenreife gönnt, wenn alles zusammenreift, wird wahrscheinlich ein Monument öffnen. „2024 ist ein Top-Weinjahr gewesen, nicht mengenmäßig, aber qualitativ“, sagt Preisinger. Auf der Weißweinseite hat der Golser Winzer mit seinem Grauburgunder alle Jahre Weine einen „Extremwein“ – er bezeichnet ihn auch als S.EX, sehr extrem. „Ich lasse für diesen Wein immer 20 Prozent der besten Trauben hängen, das reift noch zwei bis drei Wochen und dann kommt ein hochreifer Wein heraus, den ich nach langer Maischestandzeit im neuen Fass ausbaue“, erzählt Preisinger.

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2023 Schützner Stein
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

(ME) Opulente Frucht, samtig, ausgereift, Graphit, Kakao, viel dunkle Blüten, feuchtes Moos, sehr dunkelfruchtig; fest, ruppig, viel Power, strukturiert, noch embryonal, hinten lang, noch Spur trocken.

Rotwein
Merlot
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2023 Blaufränkisch Ried Hochberg
Weingut
Josef Tesch
Mittelburgenland

Kühl, sortentypisch auf eine klassische Art, Kirschen und frische Brombeeren, kristalliner Boden kommt durch; schließt nahtlos an, quicklebendig, Gerbstoffnetz gibt Struktur, feine Würze, Holz sensorisch kein Thema, gute Länge, Lagencharakter. BURGENLAND

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Schraubverschluss

Weingut
Josef Tesch
Mittelburgenland

Josef Tesch
7311 Neckenmarkt
Herrengasse 26

Juliana Wieder hat das Weingut mit großer Konsequenz, Weitsicht und harter Arbeit aufgebaut. Aus einer gemischten Landwirtschaft wurde 1986, dem Todesjahr ihres Mannes, ein reiner Weinbaubetrieb mit bescheidenen vier Hektar Anbaufläche; heute sind es zehnmal so viel. Ihre Kinder Georg und Burgi waren bereits in jungen Jahren voll im Betrieb engagiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Georg ist nach eigener Definition passionierter Winzer. Mit den Böden seiner Rieden beschäftigt er sich intensiv. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat erdige Hände. Seine Schwester Burgi ist am liebsten draußen in den Weingärten oder im Weinkeller. Die Familie verfügt über Anteile an renommierten Rieden. Die schweren, tiefgründigen Lehmböden speichern Wasser und sind ideal für Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot. Es gibt auch Parzellen mit Orthogneis, Glimmerschiefer und Muschelkalk. Diese Untergründe prägen den Blaufränkisch, sie sorgen für eine filigrane Struktur und mineralisch-salzige Noten. Großen Wert legt man hier auf betagte Reben, die zum Teil bis zu 80 Jahre alt sind. Georg Wieder lässt seinen Weinen viel Zeit, bis ersie in den Verkauf bringt. Die heuer vorgestellten Weine sind wertig und ehrlich, Blendwerk ist ihnen fremd. Der Winzerhat erneut bewiesen, dass er den Charakter der einzelnen Lagen in die Flasche bringen kann.

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2025 Weißburgunder Klassik Blattspiel
Weingut
Koller
Südsteiermark

Frisch geriebene Haselnüsse, Hauch Heublumen, weißes Kernobst; charmante Frucht, zartes Säurespiel, beschwingt, fröhlich.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Koller
Südsteiermark

Andreas Aldrian
8442 Kitzeck im Sausal
Greith 11

Das Weingut Koller blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1800 ist es in Familienbesitz. Hoch oben an der Sausaler Weinstraße bei Kitzeck gelegen, bietet sich ein atemberaubender Ausblick über die Hügel des südsteirischen Weinlandes. Die Böden der steilen Weinrieden bestehen aus verwittertem Schiefer. Angebaut werden die klassischen Sorten der Südsteiermark wie Welschriesling, Weißburgunder, Morillon oder Sauvignon Blanc. Einen weiteren Schwerpunkt bilden pilzwiderstandsfähige Rebsorten, also Piwis wie Muscaris oder Blüten Muskateller. Das Sortiment in Rot besteht aus Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent. Gelesen wird möglichst spät. Die Kellertechnik ist state of the art. Zum Weingut gehört ein Buschenschank mit urigem Sitzgarten und prachtvollem Fernblick bis zu den Slowenischen Karawanken. Für entspannten Urlaub in erholsamer Ruhe gibt es zwei Ferienwohnungen. Die ganze Serie ist fein gehalten, die Weine sind sortentypisch, fruchtbetont und bereiten Trink-spaß. Sie erheben Anspruch auf Wohlgefühl. Die kristallinen Böden geben ihnen eine fröhliche Leichtigkeit. Die Preisgestaltung ist ungewöhnlich fair.

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2025 Chardonnay
Weingut
Jauk-Wieser
Weststeiermark

Kompakt, sortentypisch, Birnen, Hauch Mandarinen und geriebene Haselnüsse; viel frische Frucht im Geschmack, Säurenetz, lebendig, gute Struktur, einige Substanz, astrein mit Herkunft.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Jauk-Wieser
Weststeiermark

Lisa Jauk-Wieser
8530 Deutschlandsberg
Schlossweg 51

Das kleine, feine Weingut, seit Generationen in Familienbesitz, verfügt über Weingärten in Burgegg, also direkt am Fuße der Burg Deutschlandsberg, und in Wildbachberg. Die weißen Rebsorten genießen die gleiche Aufmerksamkeit wie der Schilcher. Sie sind fruchtig, saftig, steirisch. Frizzante rundet das Angebot ab. Die Ried Burgegg ist eine nach Süden bis Südosten ausgerichtete, steile Lage mit überwiegend aus Gneis bestehendem Untergrund. Hier hat die Familie Blauen Wildbacher, Welschriesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Muskateller ausgepflanzt. Die Ried Wildbachberg ist nach Süden exponiert, die Hitze der Sonne tagsüber und die Kühle der Nacht prägen neben dem tiefgründigen, nährstoffreichen und ausreichend mit Wasser versorgten Boden den Charakter von Schilcher, Weißburgunder und Sauvignon Blanc. Um die Reben kümmert sich Tochter Lisa-Maria, Silberberg-Absolventin, gemeinsam mit ihrem Lebenspartner und ihrem Vater Dr. Norbert Heß, der als Quereinsteiger und Autodidakt im Keller das Sagen hat. Es gibt auch einen prämierten Buschenschank, vom Gastgarten blickt man in die Hügel des Schilcherlandes. Übernachten kann man in einem der sieben Winzerzimmer, Wohlfühlflair und tolles Panorama inklusive.

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2025 Riesling Ried Achleiten Smaragd
Weingut
Prager
Wachau

Dezenter, sanfter Ausdruck, ausgewogene Frucht, Fruchtsalat aus Melonen und Pfirsichen; knackig, recht feingliedrig, griffig, viel Zitrus, noch etwas forscher Zugang, zartherb, schön trocken im mittleren Finish.

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Prager
Wachau

Robert Bodenstein MSc
3610 Weißenkirchen
Wachaustraße 48

Bei diesem hervorragenden Weingut in Weißenkirchen quasi im Herzen der Wachau darf man, ja muss man geradezu, die perfekte Vermählung von Tradition und Moderne feiern. Über rund dreieinhalb Dekaden fungierte Toni Bodenstein – tatkräftig unterstützt von seiner Frau Ilse –als Vorreiter und Entdecker für Gebiet, Ort und Weingut ebenso wie als Fels in der Brandung, wenn es um die respektvolle Bewahrung des historischen Erbes ging. Sind die beiden immer noch höchst aktiv, so steht im Weingut Prager nun schon seit einigen Jahren die von Dynamik und Enthusiasmus erfüllte neue Generation in Gestalt von Robert und Sophie-Helen Bodenstein im Rampenlicht. Im Weingut Prager wird konsequent auf die klassischen Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling gesetzt, wobei Letzerem besondere Wertschätzung zuteilwird, was sich auch in einem 60-prozentigem Rebanteil ausdrückt. Die vielfach mit alten bis uralten Reben bepflanzten Weingärten befinden sich in sehr guten bis herausragenden Lagen in und um Weißenkirchen. Das Veltliner Federspiel kommt aus der gut versorgten Ried Hinter der Burg am Fuß des Seibers mit relativ tiefgründigen Böden. Die südlich bis südwestlich ausgerichtete Ried Steinriegl mit Anteilen von Kalksilikatmarmor ist Ursprung des Riesling Federspiels. Die Smaragde stammen durchwegs aus den legendären Weißenkirchner Rieden Achleiten und Klaus sowie Zwerithaler (Kammergut), die durch sehr mineralische Böden geprägt sind – je nach Riede und Zone Gföhler Gneis, Migmatit-Amphibolit und Paragneis, teils mit Kalkanteilen. Unter „Wachstum Bodenstein“ firmieren ein Riesling aus extremer Höhenlage (460 Meter) sowie ein vor knapp 30 Jahren mit über 100 verschiedenen, auf diverse Unterlagsreben gepfropften Genotypen bepflanzter Weingarten mit Grünem Veltliner. Diese alten Rebbestände stellen eine wichtige Genreserve für die Zukunft dar. Als weitere Veltliner-Spezialität gibt es auch noch die mit uralten Reben bepflanzte Stockkultur Achleiten. Der Jahrgang 2025 war ausgesprochen herausfordernd, zudem zeigten sich gerade in diesem Jahr hinsichtlich Entwicklung und Reife zwei Pole in der Wachau: Hier und in Spitz hinkte man der östlichen Wachau deutlich hinterher. So wurde erst am 3. Oktober mit der Lese der Veltliner Steinfeder begonnen. In den Veltliner –Weingärten ging in der Folge die Reife zügig voran und es konnten hohe Qualitäten in guter Menge geerntet werden. Beim Riesling hingegen war es wesentlich schwieriger. Starkes vegetatives Wachstum, abfallende Trauben und Infektionen sorgten letztendlich für hohe Verluste – insbesondere, da man ausschließlich vollkommen gesundes Traubenmaterial verarbeitet; so gab es Verluste um die 50 Prozent. Dem kühlen und folglich relativ späten Jahrgang entsprechend präsentieren sich die 2025er elegant, teils filigran, dabei von kristallklarer Aromatik und rassiger Säurestruktur. Die Grüner-Veltliner-Palette reicht von einer delikaten Steinfeder (gibt es heuer erstmals nach vielen Jahren wieder!) über das straffe Federspiel bis zum stets von floralen Noten getragenen Smaragd, dessen Vertreter sich mineralisch und spannungsgeladen zeigen. An der Spitze stehen Wachstum Bodenstein, Stockkultur und das Zwerithaler Kammergut, wobei Letzterer als Topwein und wohl einer der besten Veltliner des Jahrgangs herausragt. Die jahrgangsbedingt etwas schlanker gehaltenen, sehr pointierten Rieslinge geben sich teils noch etwas verkapselt, wenn auch von betonter Sortentreue und vom Boden geprägt. Hier tut sich der Klaus besonders hervor.ps

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2024 Höflein Weiß
Weingut
Artner
Carnuntum

(70 % GV / 30 % CH, Auweg) Zitrus, kühl, einladend, viel Zug und Witz; saftig, vielschichtig, druckvoll, TRINKFREUDE!

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Artner
Carnuntum

Artner
2465 Höflein
Dorfstraße 93

Peter Artner besticht durch seine ruhige, ziel-orientierte Art und führt das große Weingut mit Witz und einer gewissen Gelassenheit. Seit 2018 ist das Weingut Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW). Die Zweigeltreben stehen in der Ried Steinäcker auf kalkarmen bis kalkfreien, kiesigen Schotterböden eines alten Donaulaufes. Die Riede Kirchweingarten ist von schluffig-tonigen Ablagerungen des Pannoniums sowie teilweise von Lössschichten bedeckt. Die Böden sind tiefgründig und sehr kalkhaltig. Die Blaufränkisch-Weine dieser Lage sind von Kernigkeit, frischer Säure und straffer Struktur geprägt. In der Ried Aubühl schließlich stehen Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot auf vorwiegend sandigen, teils auch schluffig-tonigen Sedimenten des Miozän. Die Böden sind tiefgründig und kalkhaltig. Die Weine behalten trotz der hitzigen Böden und des warmen pannonischen Klimaeinflusses ihre Frische und Würze.

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2025 Grüner Veltliner Alte Reben
Weingut
Pass
Weinviertel

Vielschichtiger Duft nach reifen Früchten, Apfelkompott, feine exotische Früchte, Kräuter, typisches Pfefferl, delikate Säure, ausbalanciert, eleganter Nachgeschmack.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Pass
Weinviertel

Gerald Pass
3722 Etzmannsdorf bei Straning
Etzmannsdorf 11

Besucht man Gerald Pass auf seinem Weingut, lernt man einen sehr engagierten, freundlichen Winzer kennen, der mit viel Freude von seinem spannenden Beruf erzählt. Dabei war er Anfangs gar nicht so begeistert. Das Interesse kam durch das Praktikum, die selbständige Arbeit mit viel Abwechslung in der und durch die Natur. „Als Winzer ist man heute alles in einer Person – vom Hilfsarbeiter bis zum Marketingprofi!“ Auch der Umgang mit den Menschen, die sich für seine Weine interessieren, ist Gerald Pass sehr wichtig. „Die Konsumenten geben die Richtung vor, welche Weine sie haben wollen, danach kann man sich richten.“ Mit dem Jahrgang 2024 ist Gerald Pass sehr zufrieden, da es schwierige Voraussetzungen gab, doch die Natur es immer wieder gut ausgleicht. So wurde eben eine neue Grüner Veltliner-Lage in Waldnähe ausgepflanzt, um weiter die fruchtbetonten Weine kultivieren zu können. Als Grüner Veltliner und Sauvignon Blanc-Fan schätzt der Winzer die Vielseitigkeit und den spannenden Reiz der beiden Rebsorten, gestaltet seine Arbeit ausschließlich sinnvoll und mit Überzeugung, um seine gesteckten Ziele zu erreichen. „Leidenschaft für den Weinbau soll man sehen und spüren, das ist mir wichtig“, sagt Gerald. „Wir Winzer müssen zusammenarbeiten, dadurch werden wir weitere Erfolge haben, auch am allgemeinen Niveau muss gearbeitet werden, dabei sind viele Erfahrungen wichtiger denn je.“

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2025 Pinot Blanc Tattendorf
Weingut
Familie Auer
Thermenregion

Pikanter Apfel-Limonenmix; zart rauchig, Zitronenbiskuit, Golden Delicious, samtige Struktur, frisches Brot, helle Blüten, saftige Säure, Terroirfeeling.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Familie Auer
Thermenregion

Leopold Auer
2523 Tattendorf
Pottendorfer Straße 14

Tief verwurzelt in zwei unterschiedlichen Terroirs und konsequent biologisch bewirtschaftet, folgt das Weingut Familie Auer einer klaren Philosophie: „Von, für & mit der Natur.“ Im Mittelpunkt steht ein respektvoller Umgang mit Boden, Rebe und Natur. Ziel ist, gesunde, lebendige und fruchtbare Böden zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben. Mit Lukas und Matthias bringt sich bereits die nächste Generation engagiert in die Weiterentwicklung des Weinguts ein. Gemeinsam mit ihrem Vater Leopold widmen sie sich voller Leidenschaft und klarem Fokus der Erzeugung charaktervoller Orts- und Riedenweine. Besonders bei Pinot Noir, St. Laurent sowie den weißen Burgundersorten werden deren Terroir und Individualität in präziser und eleganter Weise zum Ausdruck gebracht.

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2025 Wiener Gemischter Satz DAC Ried Neuberg/Neustift 68
Weingut
Fuhrgassl-Huber
Wien

(RI/GT/GV/MO/WR) Ein feinblumiger Wein mit zartem Rosenton, reifer Pfirsich, Marille, traubige Fülle, mollige Eleganz, supersaftig, ungemein pikant, Länge. Hervorragend mit großer Substanz.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Fuhrgassl-Huber
Wien

Thomas Huber
1190 Wien
Neustift am Walde 68

Der Fuhrgassl-Huber in Neustift am Walde ist eine Wiener Heurigen Institution mit großer Tradition und zugleich einer meiner Lieblingsheurigen in Wien. Thomas Huber keltert großartige Wiener Weine weit weg von Heurigenseligkeit. Er bewirtschaftet beste Lagen in Neustift selber (24 Hektar), am Nussberg (14 Hektar), in Grinzing, Sievering und Weidling. Ich liebe den Wiener Gemischten Satz von der Neustifter Ried Mitterberg. Hervorragend – ebenfalls Gemischter Satz: 68 Ried Neuberg aus bis zu 67 Jahre alten Reben. Dem Gemischten Satz Nussberg-Ried Gollin 1ÖTW Muschelkalk bin ich verfallen. Überragend ist der Grüne Veltliner Schönherr aus 40-jährigen Reben. Ein wunderbarer Sauvignon Blanc Neuberg und ein pfiffiger Roter Muskateller machen Lust auf mehr. Was Thomas Huber aus den weißen Burgundersorten herausholt, ist aller Ehren wert. Bei den Rieslingen wird es dramatisch. Schon der Riesling Ortswein Nussberg ist ein Wahnsinn. Weiter geht es zum Riesling Muschelkalk, der absolute Klasse darstellt. Dann geht die Reise weiter am Nussberg: Ried Preussen 1ÖTW, der in seiner Präzision und Ausdruckskraft sicher zu den besten seiner Zunft zu zählen ist. Ganz neu gibt es einen Pinot Noir Nussberg aus 2023. Bis zu 35 Jahre alte Reben ergeben ein Bild von Pinot Noir. Er wird in einem 1.500-Liter Holzfass ausgebaut.

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2024 Heideboden
Weingut
Helmut Preisinger
Neusiedlersee

(BF/ME/CS) Gute Fruchtfülle, weiche, rotbeerige Textur, dezent Cassis mit feiner Würze; Heidelbeere, kräuterwürziges Cassis, viel Animo, super Gerbstoffgrip, guter Zug, niveauvolles Trinkvergnügen, solide Länge.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Helmut Preisinger
Neusiedlersee

Helmut Preisinger
7122 Gols
Neubaugasse 19

„Ich bin ein Merlot-Fan, das ist kein Geheimnis“, sagt der Golser Winzer Helmut Preisinger. Schaut man auf die Weinpalette, die zu drei Viertel Rot geprägt ist, sieht man diese Merlot-Liebe auch: Drei Weine tragen den Merlot in sich, allesamt wichtige Weine, die Winzer und Weingut prägen. Der meistverkaufte Wein ist Preisingers Heideboden, wo der Merlot ein Trio mit Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon bildet. In Preisingers bekannter Cuvée Mithras vermählt er Merlot mit Cabernet Sauvignon zu einem gelungenem Austro-Bordeaux aus der Lage Altenberg. Reinsortig geht beim Merlot die Post ab. Als Lagenwein vom Salzberg hat der Winzer eine „extrem Auslese“ betrieben. Aktuell ist der junge Wein ein amaronehafter, alkoholreicher Kraftlackel mit viel Fruchtessenz, mächtigem Gerbstoff, Tannin und reichlich vorlauter Holzröstung. Wer jedoch dem Wein drei bis fünf Jahre Flaschenreife gönnt, wenn alles zusammenreift, wird wahrscheinlich ein Monument öffnen. „2024 ist ein Top-Weinjahr gewesen, nicht mengenmäßig, aber qualitativ“, sagt Preisinger. Auf der Weißweinseite hat der Golser Winzer mit seinem Grauburgunder alle Jahre Weine einen „Extremwein“ – er bezeichnet ihn auch als S.EX, sehr extrem. „Ich lasse für diesen Wein immer 20 Prozent der besten Trauben hängen, das reift noch zwei bis drei Wochen und dann kommt ein hochreifer Wein heraus, den ich nach langer Maischestandzeit im neuen Fass ausbaue“, erzählt Preisinger.

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2024 Zweigelt Ried Hochberg
Weingut
Josef Tesch
Mittelburgenland

Satte Kirschfrucht, wertige Anmutung, hauchzarte Bodentöne; saftig, belebendes Säurespiel, unaufdringlicher Tanningrip, Trinkfluss, gute Substanz, erinnert an Blaufränkisch.

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Weingut
Josef Tesch
Mittelburgenland

Josef Tesch
7311 Neckenmarkt
Herrengasse 26

Juliana Wieder hat das Weingut mit großer Konsequenz, Weitsicht und harter Arbeit aufgebaut. Aus einer gemischten Landwirtschaft wurde 1986, dem Todesjahr ihres Mannes, ein reiner Weinbaubetrieb mit bescheidenen vier Hektar Anbaufläche; heute sind es zehnmal so viel. Ihre Kinder Georg und Burgi waren bereits in jungen Jahren voll im Betrieb engagiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Georg ist nach eigener Definition passionierter Winzer. Mit den Böden seiner Rieden beschäftigt er sich intensiv. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat erdige Hände. Seine Schwester Burgi ist am liebsten draußen in den Weingärten oder im Weinkeller. Die Familie verfügt über Anteile an renommierten Rieden. Die schweren, tiefgründigen Lehmböden speichern Wasser und sind ideal für Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot. Es gibt auch Parzellen mit Orthogneis, Glimmerschiefer und Muschelkalk. Diese Untergründe prägen den Blaufränkisch, sie sorgen für eine filigrane Struktur und mineralisch-salzige Noten. Großen Wert legt man hier auf betagte Reben, die zum Teil bis zu 80 Jahre alt sind. Georg Wieder lässt seinen Weinen viel Zeit, bis ersie in den Verkauf bringt. Die heuer vorgestellten Weine sind wertig und ehrlich, Blendwerk ist ihnen fremd. Der Winzerhat erneut bewiesen, dass er den Charakter der einzelnen Lagen in die Flasche bringen kann.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -