Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Weißburgunder Südsteiermark
Weingut
Kollerhof am Eichberg
Südsteiermark

Einladend, weißfleischige Birnen, Hauch Marillen; schließt so an, hinten auch eine Prise Haselnüsse, angenehme Säure, klar strukturiert, mittleres Gewicht.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Kollerhof am Eichberg
Südsteiermark

Harald und Birgit Lieleg
8463 Leutschach
Eichberg-Trautenburg 39

1999 hat Harald Lieleg – er war gerade einmal zarte 19 Jahre alt – das Traditionsweingut am Eichberg bei Leutschach von seinen Eltern übernommen. Seit 1728 ist es im Besitz der Familie, gegründet wurde es 1495. Angeschlossen sind moderne Gästezimmer samt Naturpool und ein gemütlicher Buschenschank. Das Weingut ist nachhaltig zertifiziert, und das wird gelebt. So wird ein Teil des Stromes photovoltaisch erzeugt, und Regenwasser wird im alten Stall zur Bewässerung der Außenanlagen beim Haus gesammelt. Der Schwerpunkt liegt bei den DAC-Weinen. Es werden auch pilzwiderstandsfähige Rebsorten angebaut. Abgerundet wird das Angebot durch Amphorenweine, süße Prädikate, Rotwein, Edelbrände und naturbelassene Säfte. Das Weingut verfügt über Kessellagen und extreme Steilhänge, der Untergrund besteht aus dem kalkarmen, kargen Eichberger Konglomerat. Der kühle Wind von der Koralm fördert die Aromatik. Die Ried Steinkogl wurde bereits im Josephinischen Kataster von 1788/89 als dem Hof zugehörig erwähnt – nebst zwei weiteren Gehöften. Die heuer verkostete Serie ist glockenklar, sorten- und herkunftstypisch und wohltuend unplakativ. Die beiden Ortsweine sind für diese Kategorie überraschend fein. Auch die beiden Riedenweine sind feingliedrig, der Sauvignon Ried Steinkogl zeigt sehr deutlich steinige Bodentöne.

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2025 Grüner Veltliner Ried Spitzer Zornberg Federspiel
Weingut
Rixinger
Wachau

Warme, füllige Textur, rauchige Würze, gute Tiefe, gelbe Äpfel; weiße Pfefferwürze, mineralische Frische, reifes Zitrus, Limetten.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Rixinger
Wachau

Friedrich Rixinger
3620 Spitz
Gut am Steg 8

Tel. +43 676 9656855
weingut@rixinger.at
www.rixinger.at

„Das Weinjahr 2025 ist ein perfekter Jahrgang, der den Nerv der Zeit trifft, weil die Weine nicht so alkoholisch geworden sind“, sagt der Spitzer Graben Winzer Fritz Rixinger. Alle Federspiele liegen so bei zwölf Volumenprozent Alkohol und präsentieren sich mit einer appetitlichen Säure. Und noch eine Freude hat ihm der Jahrgang beschert. Seit vielen Jahren hat Rixinger wieder eine Steinfeder vom Grünen Veltliner geschafft, aus der Ried Baumgartenthal, die gleich ums Eck von seinem Weingut in Gut am Steg ist. Generell sind Rixingers Veltliner und Rieslinge entweder lupenreine Lagenweine oder ein Ortswein aus dem Spitzer Graben. Vier Hektar Weingärten bewirtschaftet Rixinger im Spitzer Graben – und ein Hektar hat der Winzer am Spitzer Singerriedel, wo er jedes Jahr vom Grünen Veltliner sowie vom Riesling einen bildhübschen Smaragdwein zieht. Die Smaragde bringt Rixinger immer mit September auf den Markt. Abseits der beiden Wachauer Star-Rebsorten duftet es im Weinbetrieb noch nach Gelben Muskateller, Gewürztraminer, Weißburgunder – und wenn das Jahr es zulässt, auch noch nach Neuburger, wie zuletzt 2024. Das kann man alles am Weingut (aus)probieren. Und vielleicht ergattert man auch eines der Rixinger Winzerzimmer zum Übernachten. Dann wird’s neben gut schmecken auch noch gemütlich …

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2025 Riesling Ried Kremsleithen
Weingut
Hagen
Kremstal

Kühlfruchtige, an Mentholkräuter erinnernde Nase, auch der Schiefer lässt grüßen; dann der fragile Duft nach grünen Pfirsichen, Rosenmarillen; rassiger, fruchttragender Säureschliff, glasklare Konturen, mittelgewichtig und dennoch ausdrucksstark, ein vinophiler Feingeist.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Hagen
Kremstal

Lukas Hagen
3500 Krems an der Donau
Seilerweg 45

Lukas Hagen, der Junior, macht – zusammen mit den Eltern Anton und Ulli – Jahr für Jahr Weißweine von Rang und Namen. Dass ihnen das heuer, speziell bei den Rieslingen, deren Ernte in eine anhaltende Regenperiode fiel, so gut gelungen ist, hängt in erster Linie von der peniblen Weingartenarbeit ab, bei der mittels rigoroser Traubenselektion ein Großteil des Leseguts erheblich reduziert wurde. Zweifellos liegt es aber auch an den großartigen Rieden, die man im Kremstal zur Verfügung hat. Sandgrube, Holzgasse, Weinzierlberg, alle in Donaunähe gelegen, profitieren vom pannonischen Einfluss und dem Feuchtigkeitsversorger Donau. Die im eigentlichen Kremstal liegenden Rieden wie Thurnerberg, Kremsleithen oder der Rehberger Goldberg werden hingegen von den kühlwürzigen Luftmassen des Waldviertels beeinflusst. Und wo die Letztgenannten durch die Bank karge, steinige Bodenschichten aufweisen, bestehen die Rieden an der Donau in erster Linie aus Sand- und Lössböden. Neu ist, dass ab dem aktuellen Jahrgang die drei Topweine des Hauses erst mit einem Jahr Verspätung auf den Markt kommen. Der 2024er Grüne Veltliner Alte Reben, den wir im Vorjahr nur „angekostet“ haben, steht heuer in der Angebotsliste. Die beiden Reserven – Riesling Altenburg und Weißburgunder – sind mit dem Jahrgang 2025 erst im nächsten Jahr im Portfolio. Vor allem der Riesling, der sich heuer noch etwas schüchtern, aber auch vielversprechend gibt, wird von dieser Entscheidung in besonders hohem Maße profitieren. Dass einem kraftvollen weißen Burgunder ein zusätzliches Reifejahr ebenfalls gut bekommt, liegt ohnehin auf der Hand.

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2025 Grüner Veltliner Ried Goldberg
Weingut
Benedikt
Wagram

Blockmalz, Butterzopf, Honigwabe im Auftakt, saftiger leicht cremiger Gaumen, Butterscotch, Brioche, Mandarine, bleibt zusammen mit Grip, im Abgang viel Würze und gute Spannung.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Benedikt
Wagram

Ing. Wolfgang Benedikt
3470 Kirchberg am Wagram
Mallon 26

Tel. +43 676 6362490
Fax. +43 2279 2475-15
office@benedikt.cc
www.benedikt.cc

Die Wurzeln des Weinguts Benedikt reichen bis ins Jahr 1778 zurück. Was einst als gemischte Landwirtschaft begann, hat sich über Generationen zu einem qualitätsorientierten Weinbaubetrieb entwickelt. Heute steht nachhaltiges Arbeiten im Mittelpunkt. Für die vitale Entwicklung der Weingärten ist Kristina Benedikt verantwortlich. Mit Klee, Kräutern und einer gezielten Begrünung fördert sie die Biodiversität und stärkt das natürliche Gleichgewicht in den Weingärten. Dieser achtsame Umgang mit der Natur ist ein zentraler Bestandteil der Philosophie des Hauses. Mit den Rieden Fuchsberg und Kirchensteig hat das Weingut zwei hervorragende Lagen für den Roten Veltliner hinzugewonnen. Noch werden die jungen Rebanlagen als Rieden-Cuvée vinifiziert, doch schon jetzt zeigen sie sich frisch, lebendig und voller Potenzial. Die Grünen Veltliner stammen unter anderem aus den Rieden Scheiben, Schafflerberg und Goldberg. Auf Löss- und Gesteinsböden gewachsen, werden die Weine zunächst im Stahltank vergoren und anschließend auf der Vollhefe in großen Fässern aus Eiche und Akazie ausgebaut. Die Rieden Schafflerberg und Goldberg reifen in 1.700-Liter-Fässern, während die Reserve-Weine teilweise zusätzlich im kleinen Holzfass veredelt werden. Besonders hervorzuheben ist der Grüne Veltliner Ried Goldberg Große Reserve. Der behutsame Holzeinsatz verleiht ihm Struktur und Tiefe, ohne die Herkunft zu überdecken. Überhaupt strahlen die Weine des Hauses eine bemerkenswerte innere Ruhe aus. Nichts drängt sich in den Vordergrund, alles wirkt harmonisch und präzise ausbalanciert. Die Weine sind angekommen – ebenso wie ihr Winzer. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich wie aus einem Guss. Manche Weine zeigen zu Beginn eine feine Reduktion, wirken jedoch stets ruhig, kompakt und hervorragend strukturiert. Die Frucht ist präzise dosiert, nie laut, immer elegant. Gute Länge und spürbare Tiefe ziehen sich durch das gesamte Sortiment. Meine persönlichen Highlights sind der Grüne Veltliner Ried Schafflerberg 2025 und der Rote Veltliner Wagram 2025. Beide bringen Rebsorte und Herkunft auf besonders authentische und eindrucksvolle Weise ins Glas.

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2025 Gelber Muskateller
Weingut
Gilg
Weinviertel

Aromatische Macisblüte, saftige Holunderbeere; glasklar straff, muskattraubig, Limette, Melisse, feinnervige Fruchtsäure, nuanciert, strukturierende Mineralspur im animierenden Abgang.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gilg
Weinviertel

Gilg
2102 Hagenbrunn
Haupstraße 64

Tel. +43 2262 672781
weingut@gilg.at
www.gilg.at

Das Weingut Gilg in Hagenbrunn bewirtschaftet eine Rebfläche von 10 Hektar mit großer Sortenvielfalt. Der Jahrgang 2025 war für die Familie Gilg besonders erfreulich. Die kühle Witterung im Sommer sorgten für eine perfekte physiologische Reife mit idealem Zuckergehalt, dadurch präsentieren sich alle Weine mit ausgeprägt sortentypischer Frucht und Klarheit. Besonders die Raritäten Gelber Traminer und Roter Veltliner können wie jedes Jahr überzeugen. Die elegante Säure und der moderate Alkohol garantieren höchsten Trinkgenuss. Bei den Reserve-Weinen sind aktuell sowohl in Weiß als auch Rot die Top-Jahrgänge 2023 und 2024 verfügbar.

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2025 Chardonnay
Weingut
Pass
Weinviertel

Bezaubernde Nase nach frischer Ananas und Melone, reifen Äpfeln und Birnen, süßliche Extrakte, cremig und gehaltvoll, ausgewogen und elegant – charmanter, kompakter Wein.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Pass
Weinviertel

Gerald Pass
3722 Etzmannsdorf bei Straning
Etzmannsdorf 11

Besucht man Gerald Pass auf seinem Weingut, lernt man einen sehr engagierten, freundlichen Winzer kennen, der mit viel Freude von seinem spannenden Beruf erzählt. Dabei war er Anfangs gar nicht so begeistert. Das Interesse kam durch das Praktikum, die selbständige Arbeit mit viel Abwechslung in der und durch die Natur. „Als Winzer ist man heute alles in einer Person – vom Hilfsarbeiter bis zum Marketingprofi!“ Auch der Umgang mit den Menschen, die sich für seine Weine interessieren, ist Gerald Pass sehr wichtig. „Die Konsumenten geben die Richtung vor, welche Weine sie haben wollen, danach kann man sich richten.“ Mit dem Jahrgang 2024 ist Gerald Pass sehr zufrieden, da es schwierige Voraussetzungen gab, doch die Natur es immer wieder gut ausgleicht. So wurde eben eine neue Grüner Veltliner-Lage in Waldnähe ausgepflanzt, um weiter die fruchtbetonten Weine kultivieren zu können. Als Grüner Veltliner und Sauvignon Blanc-Fan schätzt der Winzer die Vielseitigkeit und den spannenden Reiz der beiden Rebsorten, gestaltet seine Arbeit ausschließlich sinnvoll und mit Überzeugung, um seine gesteckten Ziele zu erreichen. „Leidenschaft für den Weinbau soll man sehen und spüren, das ist mir wichtig“, sagt Gerald. „Wir Winzer müssen zusammenarbeiten, dadurch werden wir weitere Erfolge haben, auch am allgemeinen Niveau muss gearbeitet werden, dabei sind viele Erfahrungen wichtiger denn je.“

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2025 Riesling Muschelkalk
Weingut
Fuhrgassl-Huber
Wien

Frische Marille und Apfel, Zitrus, glockenklares Bukett, klare Strukturen, fest, straff und rassig, präzise, salzige Aspekte, griffig, ungemein pikant mit toller Länge.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Fuhrgassl-Huber
Wien

Thomas Huber
1190 Wien
Neustift am Walde 68

Der Fuhrgassl-Huber in Neustift am Walde ist eine Wiener Heurigen Institution mit großer Tradition und zugleich einer meiner Lieblingsheurigen in Wien. Thomas Huber keltert großartige Wiener Weine weit weg von Heurigenseligkeit. Er bewirtschaftet beste Lagen in Neustift selber (24 Hektar), am Nussberg (14 Hektar), in Grinzing, Sievering und Weidling. Ich liebe den Wiener Gemischten Satz von der Neustifter Ried Mitterberg. Hervorragend – ebenfalls Gemischter Satz: 68 Ried Neuberg aus bis zu 67 Jahre alten Reben. Dem Gemischten Satz Nussberg-Ried Gollin 1ÖTW Muschelkalk bin ich verfallen. Überragend ist der Grüne Veltliner Schönherr aus 40-jährigen Reben. Ein wunderbarer Sauvignon Blanc Neuberg und ein pfiffiger Roter Muskateller machen Lust auf mehr. Was Thomas Huber aus den weißen Burgundersorten herausholt, ist aller Ehren wert. Bei den Rieslingen wird es dramatisch. Schon der Riesling Ortswein Nussberg ist ein Wahnsinn. Weiter geht es zum Riesling Muschelkalk, der absolute Klasse darstellt. Dann geht die Reise weiter am Nussberg: Ried Preussen 1ÖTW, der in seiner Präzision und Ausdruckskraft sicher zu den besten seiner Zunft zu zählen ist. Ganz neu gibt es einen Pinot Noir Nussberg aus 2023. Bis zu 35 Jahre alte Reben ergeben ein Bild von Pinot Noir. Er wird in einem 1.500-Liter Holzfass ausgebaut.

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2024 Blaufränkisch
Weingut
Martin Reinfeld
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ungemein würzig, Kirschen, Mandeln, Zwetschken, Hagebutten, Himbeeren, Rauchnoten, wunderbare Frische, strukturiert, tolle Säure, voller Kühle, viel Mineral, Kräuter, Brombeeren, der zischt so richtig, der fordert, ist voller Präsenz, geht in die Offensive, fulminant.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Schraubverschluss

Weingut
Martin Reinfeld
Leithaberg, Rust & Rosalia

Martin Reinfeld
7081 Schützen am Gebirge
Haupstraße 19

Martin Reinfeld, der mit dem Jahrgang 2025 seine 20. Ernte eingefahren hat, zählt zu den besten Winzern des Burgenlandes. Die heurige Serie bestätigte diesen Eindruck. Zwei feine Schmeckerte – Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc – sind sehr gut. Solch präsente Grüner Veltliner, zum einen aus 2025, zum andern 2024 Ried Seeberg – davon träumt so mancher Niederösterreicher. Ein beschwingter 2025 Weissburgunder Ried Reckenschink begeistert mit Frische. Die Rotweine spielen in einer eigenen Liga. Ein traumhafter 2024 Blaufränkisch. Darüber steht die prachtvolle Blaufränkisch Reserve Ried Ungerberg. Ein nobler Syrah Ried Seeberg umspielt den Gaumen. Vier 2024 – 4 Sorten – 4 Lagen – 4mal vinifiziert – Blaufränkisch vom Ungerberg – Cabernet und Merlot vom Steinweingarten – Syrah vom Seeberg. Ein großartiger Rotwein um wohlfeile 11,30 Euro. 2022 Blaufränkisch Divine aus der Ried Satz aus bis zu 35 Jahre alten Reben: Er schmeckt so wie er heißt. Der Steinberg aus Cabernet und Merlot – französische Reben und immer Leithaberg. Lenschi – ein Pet Nat vom Muskateller – begeistert in seiner leichten und doch ernsthaften Art.

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2022 Blaufränkisch Reserve Glimmerschiefer
Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Erdig, lässt an kristallinen Boden denken, Brombeeren, Kirschen, Kräuterwürze; schließt so an, Tanningrip, Säurerückgrat, strukturiert, null Opulenz, Prise Würze im langen Nachhall.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Juliana Wieder
7311 Neckenmarkt
Lange Zeile 76

Juliana Wieder hat das Weingut mit großer Konsequenz, Weitsicht und harter Arbeit aufgebaut. Aus einer gemischten Landwirtschaft wurde 1986, dem Todesjahr ihres Mannes, ein reiner Weinbaubetrieb mit bescheidenen vier Hektar Anbaufläche; heute sind es zehnmal so viel. Ihre Kinder Georg und Burgi waren bereits in jungen Jahren voll im Betrieb engagiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Georg ist nach eigener Definition passionierter Winzer. Mit den Böden seiner Rieden beschäftigt er sich intensiv. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat erdige Hände. Seine Schwester Burgi ist am liebsten draußen in den Weingärten oder im Weinkeller. Die Familie verfügt über Anteile an renommierten Rieden. Die schweren, tiefgründigen Lehmböden speichern Wasser und sind ideal für Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot. Es gibt auch Parzellen mit Orthogneis, Glimmerschiefer und Muschelkalk. Diese Untergründe prägen den Blaufränkisch, sie sorgen für eine filigrane Struktur und mineralisch-salzige Noten. Großen Wert legt man hier auf betagte Reben, die zum Teil bis zu 80 Jahre alt sind. Georg Wieder lässt seinen Weinen viel Zeit, bis er sie in den Verkauf bringt. Die heuer vorgestellten Weine sind wertig und ehrlich, Blendwerk ist ihnen fremd. Der Winzer hat erneut bewiesen, dass er den Charakter der einzelnen Lagen in die Flasche bringen kann.

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2025 Sauvignon Blanc Südsteiermark
Weingut
Kollerhof am Eichberg
Südsteiermark

Klassisch, freundlich, Stachelbeeren, Ribisel, zarte Kräuternote; saftig, animierendes Säurespiel, ausgewogen, Frucht und grünblättrige Würze klingen nach.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Kollerhof am Eichberg
Südsteiermark

Harald und Birgit Lieleg
8463 Leutschach
Eichberg-Trautenburg 39

1999 hat Harald Lieleg – er war gerade einmal zarte 19 Jahre alt – das Traditionsweingut am Eichberg bei Leutschach von seinen Eltern übernommen. Seit 1728 ist es im Besitz der Familie, gegründet wurde es 1495. Angeschlossen sind moderne Gästezimmer samt Naturpool und ein gemütlicher Buschenschank. Das Weingut ist nachhaltig zertifiziert, und das wird gelebt. So wird ein Teil des Stromes photovoltaisch erzeugt, und Regenwasser wird im alten Stall zur Bewässerung der Außenanlagen beim Haus gesammelt. Der Schwerpunkt liegt bei den DAC-Weinen. Es werden auch pilzwiderstandsfähige Rebsorten angebaut. Abgerundet wird das Angebot durch Amphorenweine, süße Prädikate, Rotwein, Edelbrände und naturbelassene Säfte. Das Weingut verfügt über Kessellagen und extreme Steilhänge, der Untergrund besteht aus dem kalkarmen, kargen Eichberger Konglomerat. Der kühle Wind von der Koralm fördert die Aromatik. Die Ried Steinkogl wurde bereits im Josephinischen Kataster von 1788/89 als dem Hof zugehörig erwähnt – nebst zwei weiteren Gehöften. Die heuer verkostete Serie ist glockenklar, sorten- und herkunftstypisch und wohltuend unplakativ. Die beiden Ortsweine sind für diese Kategorie überraschend fein. Auch die beiden Riedenweine sind feingliedrig, der Sauvignon Ried Steinkogl zeigt sehr deutlich steinige Bodentöne.

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2025 Schilcher Klassik Privat das Liebkind
Schilcherei®
Jöbstl
Weststeiermark

Ruhig, gelassen, unverkennbares Sortenbukett, dunkle Stachelbeeren, Cassis; nomen est omen, klassisch geprägt, wertig, animierende Säure, dunkle Tönung, Biss und Zug, Frucht und grünblättrige Würze klingen lange nach.

Roséwein
Blauer Wildbacher
€€
Schraubverschluss

Schilcherei®
Jöbstl
Weststeiermark

Hannes und Luise Jöbstl
8551 Wernersdorf bei Wies
Am Schilcherberg 1

Tel. +43 3466 43210
info@joebstl.eu
www.joebstl.eu/shop

Seit dem 17. Jahrhundert widmet sich die Familie Jöbstl der Landwirtschaft an den Ausläufern der Koralpe. Der Großvater hat konsequent auf Obstbau umgestellt, und so ist es noch heute. Die Familie fühlt sich eng mit ihrem Lebensraum verbunden. „Als Winzer bin ich Begleiter der Traube – von der Blüte bis zum Wein“, so Hannes Jöbstl im O-Ton. Die Bewirtschaftung richtet sich nach den Regeln des Integrierten Pflanzenschutzes. Das bedeutet Förderung von Nützlingen, Einsatz von Pheromonen zur Bekämpfung von Schädlingen und weitestgehender Verzicht auf Mineraldünger. Rund 95 Prozent der Produkte sind vegan. Angebaut werden die meisten gängigen Rebsorten der Weststeiermark. Die große Liebe gilt dem Blauen Wildbacher. Nicht von ungefähr nennen Hannes und seine Frau Luise ihren Betrieb „Schilcherei“. Sie keltern buchstäblich alles, was sich aus der Blauen Wildbacherrebe keltern lässt, vom Weißgepressten über Sekt und Frizzante bis zu Rotwein und Süßweinen. Neu auf den Rückenetiketten sind Zusatzbezeichnungen als Orientierungshilfe. Die gesamte Serie präsentiert sich ausgesprochen lebendig und fruchtbetont, die Rebsorten sind blind zu erkennen, selbst im Gleichgepressten kommt der Blaue Wildbacher durch. Primus unter den Schilchern ist heuer jener aus der Ried Krass, die Zusatzbezeichnung Luises Liebling ist nachvollziehbar. Das Weingut lädt zu Verkostungen, zu Firmen- und Familienfesten, begleitet Hochzeiten, vermittelt das Flair des Schilcherlandes. Für drei Campingbusse wurden Abstellplätze geschaffen, die für bis zu 24 Stunden frei genutzt werden dürfen.

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2025 Grüner Veltliner Spitzer Graben Smaragd
Weingut
Rixinger
Wachau

Oliven und Weißbrot, gelbfruchtig, milde Würze; lebhaft, kühle Aromatik, Tabakblätter, Ananas, Stachelbeere, Zitrusfrische, viel Mineralität, mittellang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Rixinger
Wachau

Friedrich Rixinger
3620 Spitz
Gut am Steg 8

Tel. +43 676 9656855
weingut@rixinger.at
www.rixinger.at

„Das Weinjahr 2025 ist ein perfekter Jahrgang, der den Nerv der Zeit trifft, weil die Weine nicht so alkoholisch geworden sind“, sagt der Spitzer Graben Winzer Fritz Rixinger. Alle Federspiele liegen so bei zwölf Volumenprozent Alkohol und präsentieren sich mit einer appetitlichen Säure. Und noch eine Freude hat ihm der Jahrgang beschert. Seit vielen Jahren hat Rixinger wieder eine Steinfeder vom Grünen Veltliner geschafft, aus der Ried Baumgartenthal, die gleich ums Eck von seinem Weingut in Gut am Steg ist. Generell sind Rixingers Veltliner und Rieslinge entweder lupenreine Lagenweine oder ein Ortswein aus dem Spitzer Graben. Vier Hektar Weingärten bewirtschaftet Rixinger im Spitzer Graben – und ein Hektar hat der Winzer am Spitzer Singerriedel, wo er jedes Jahr vom Grünen Veltliner sowie vom Riesling einen bildhübschen Smaragdwein zieht. Die Smaragde bringt Rixinger immer mit September auf den Markt. Abseits der beiden Wachauer Star-Rebsorten duftet es im Weinbetrieb noch nach Gelben Muskateller, Gewürztraminer, Weißburgunder – und wenn das Jahr es zulässt, auch noch nach Neuburger, wie zuletzt 2024. Das kann man alles am Weingut (aus)probieren. Und vielleicht ergattert man auch eines der Rixinger Winzerzimmer zum Übernachten. Dann wird’s neben gut schmecken auch noch gemütlich …

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2025 Riesling Ried Weinzierlberg
Weingut
Hagen
Kremstal

Saftig-steinobstige Nase, Marillenparfait, Kumquats; ab der Mitte reifer Fruchtschmelz, geschmeidige Säure, substanziell, aber nicht voluminös, sondern fein gemeißelt.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Hagen
Kremstal

Lukas Hagen
3500 Krems an der Donau
Seilerweg 45

Lukas Hagen, der Junior, macht – zusammen mit den Eltern Anton und Ulli – Jahr für Jahr Weißweine von Rang und Namen. Dass ihnen das heuer, speziell bei den Rieslingen, deren Ernte in eine anhaltende Regenperiode fiel, so gut gelungen ist, hängt in erster Linie von der peniblen Weingartenarbeit ab, bei der mittels rigoroser Traubenselektion ein Großteil des Leseguts erheblich reduziert wurde. Zweifellos liegt es aber auch an den großartigen Rieden, die man im Kremstal zur Verfügung hat. Sandgrube, Holzgasse, Weinzierlberg, alle in Donaunähe gelegen, profitieren vom pannonischen Einfluss und dem Feuchtigkeitsversorger Donau. Die im eigentlichen Kremstal liegenden Rieden wie Thurnerberg, Kremsleithen oder der Rehberger Goldberg werden hingegen von den kühlwürzigen Luftmassen des Waldviertels beeinflusst. Und wo die Letztgenannten durch die Bank karge, steinige Bodenschichten aufweisen, bestehen die Rieden an der Donau in erster Linie aus Sand- und Lössböden. Neu ist, dass ab dem aktuellen Jahrgang die drei Topweine des Hauses erst mit einem Jahr Verspätung auf den Markt kommen. Der 2024er Grüne Veltliner Alte Reben, den wir im Vorjahr nur „angekostet“ haben, steht heuer in der Angebotsliste. Die beiden Reserven – Riesling Altenburg und Weißburgunder – sind mit dem Jahrgang 2025 erst im nächsten Jahr im Portfolio. Vor allem der Riesling, der sich heuer noch etwas schüchtern, aber auch vielversprechend gibt, wird von dieser Entscheidung in besonders hohem Maße profitieren. Dass einem kraftvollen weißen Burgunder ein zusätzliches Reifejahr ebenfalls gut bekommt, liegt ohnehin auf der Hand.

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2025 Gemischter Satz
Weingut
Gilg
Weinviertel

Frischer Kernobstduft, zarte Würze; saftig gelbfruchtig, weiter Aromafächer, pikante Zitrusnoten, junge Birne, feine Mineralik, herzhafte Säure, trinkt sich von selbst.

Blauburger
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gilg
Weinviertel

Gilg
2102 Hagenbrunn
Haupstraße 64

Tel. +43 2262 672781
weingut@gilg.at
www.gilg.at

Das Weingut Gilg in Hagenbrunn bewirtschaftet eine Rebfläche von 10 Hektar mit großer Sortenvielfalt. Der Jahrgang 2025 war für die Familie Gilg besonders erfreulich. Die kühle Witterung im Sommer sorgten für eine perfekte physiologische Reife mit idealem Zuckergehalt, dadurch präsentieren sich alle Weine mit ausgeprägt sortentypischer Frucht und Klarheit. Besonders die Raritäten Gelber Traminer und Roter Veltliner können wie jedes Jahr überzeugen. Die elegante Säure und der moderate Alkohol garantieren höchsten Trinkgenuss. Bei den Reserve-Weinen sind aktuell sowohl in Weiß als auch Rot die Top-Jahrgänge 2023 und 2024 verfügbar.

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2022 Cabernet Sauvignon Merlot Ried Weißes Kreuz
Weingut
Familie Auer
Thermenregion

Dunkle fruchtige Würze; dichter Waldbeerenmix, Peperonata, bisschen Zwetschke, Hauch Klementine, rauchige Holzwürze, fleischig-dicht, kompakte Tannine, Mokka, Maulbeere, Graphitspur im Nachhall.

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€€
Naturkork

Weingut
Familie Auer
Thermenregion

Leopold Auer
2523 Tattendorf
Pottendorfer Straße 14

Tief verwurzelt in zwei unterschiedlichen Terroirs und konsequent biologisch bewirtschaftet, folgt das Weingut Familie Auer einer klaren Philosophie: „Von, für & mit der Natur.“ Im Mittelpunkt steht ein respektvoller Umgang mit Boden, Rebe und Natur. Ziel ist, gesunde, lebendige und fruchtbare Böden zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben. Mit Lukas und Matthias bringt sich bereits die nächste Generation engagiert in die Weiterentwicklung des Weinguts ein. Gemeinsam mit ihrem Vater Leopold widmen sie sich voller Leidenschaft und klarem Fokus der Erzeugung charaktervoller Orts- und Riedenweine. Besonders bei Pinot Noir, St. Laurent sowie den weißen Burgundersorten werden deren Terroir und Individualität in präziser und eleganter Weise zum Ausdruck gebracht.

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2021 Zweigelt Reserve Uferlos
Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Feines Bukett, zart-röstig, Zwetschken, Kirschen, dunkle Schokolade, würzig, festes Tannin, straffe Struktur, pickt am Gaumen, stoffig, einiger Tiefgang, enorme Substanz, dezent herben Charme ausstrahlend. Großer Jahrgang – exzellenter Rotwein.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Gerhard & Brigitte Schaller
7141 Podersdorf am See
Frauenkirchner Straße 20

Hier entstehen Weißweine, Roséweine, Schaumweine voller Schwung, Leichtigkeit und Verve. Kräftige, elegante Rotweine. Neu ist alkoholfrei Swingin´Zero – ein hervorragendes Produkt. Das wäre die Kurzversion dieses so sympathischen Weingutes. Die Langversion heißt: Die Weine verkosten – das ist ein höchst vergnügliches Unterfangen. Swingin´White, Swingin´Rosé, Welschriesling, Grüner Veltliner – da geht einem das Herz auf. Die Rotweine verfügen über eine beachtliche Substanz: 2023 Patfalu, 2024 Heideboden (ich gestehe, der ist mein persönlicher Favorit). 2021 Zweigelt Uferlos und 2021 St. Laurent Uferlos – beide sind absolute Premiumprodukte. Wobei der St. Laurent um einen Tick vorne liegt. Ich könnte noch viel erzählen. Doch diese Lobhudelei sollte jetzt enden. Man schaue sich die Weine an, dann kann man nachvollziehen, was ich beim Verkosten der Schaller Weine empfinde.

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2024 VIER
Weingut
Martin Reinfeld
Leithaberg, Rust & Rosalia

(BF/CS/ME/SY) Kirschen, schwarze Oliven, Brombeeren, Kräuter, Cassis, Veilchen, Schokotöne, festes Tannin, strukturiert, tiefgründig, straff, super Säure, voller Grip, pickt am Gaumen, engmaschig, ausdrucksstark mit viel Zukunft.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Martin Reinfeld
Leithaberg, Rust & Rosalia

Martin Reinfeld
7081 Schützen am Gebirge
Haupstraße 19

Martin Reinfeld, der mit dem Jahrgang 2025 seine 20. Ernte eingefahren hat, zählt zu den besten Winzern des Burgenlandes. Die heurige Serie bestätigte diesen Eindruck. Zwei feine Schmeckerte – Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc – sind sehr gut. Solch präsente Grüner Veltliner, zum einen aus 2025, zum andern 2024 Ried Seeberg – davon träumt so mancher Niederösterreicher. Ein beschwingter 2025 Weissburgunder Ried Reckenschink begeistert mit Frische. Die Rotweine spielen in einer eigenen Liga. Ein traumhafter 2024 Blaufränkisch. Darüber steht die prachtvolle Blaufränkisch Reserve Ried Ungerberg. Ein nobler Syrah Ried Seeberg umspielt den Gaumen. Vier 2024 – 4 Sorten – 4 Lagen – 4mal vinifiziert – Blaufränkisch vom Ungerberg – Cabernet und Merlot vom Steinweingarten – Syrah vom Seeberg. Ein großartiger Rotwein um wohlfeile 11,30 Euro. 2022 Blaufränkisch Divine aus der Ried Satz aus bis zu 35 Jahre alten Reben: Er schmeckt so wie er heißt. Der Steinberg aus Cabernet und Merlot – französische Reben und immer Leithaberg. Lenschi – ein Pet Nat vom Muskateller – begeistert in seiner leichten und doch ernsthaften Art.

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2024 Riesling Langenlois Ried Seeberg 1ÖTW Alte Reben
Weingut
Loimer
Kamptal

Mehr kräuterwürzig denn Frucht, Richtung Zitrus, reduktiver Wein mit straffen Pfirsichnoten, Stachelbeeren, entwickelt sich zunehmend mit Belüftung auch in exotische Fruchtrichtung, betont trocken.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut
Loimer
Kamptal

Fred Loimer
3550 Langenlois
Haindorfer Vögerlweg 23

Tel. +43 2734 22390
weingut@loimer.at
www.loimer.at

Schaut man in die Weinlandschaft und den Weinkeller vom Langenloiser Top-Winzer Fred Loimer, so schmeckt das in drei Richtungen: Da geht es um den Fokus auf die Ersten Lagen im heimatlichen Kamptal, dann das immer größer und bedeutender werdende Sektsegment sowie um die kleine Spielerei um den Pinot Noir. Allen Betätigungsfeldern gemeinsam ist der behutsame Ausbau der Weine und Schaumweine. Bei seinen herkunftstypischen DAC-Weinen wartet der biodynamische Winzer mit seinen 1ÖTW-Lagenweinen bereits seit einiger Zeit zwei Jahre nach der Ernte, bis sie Loimer auf den Markt bringt. Bei seinen Ortsweinen wird Loimer auch noch einen Schritt zurückgehen und mit dem Verkauf zuwarten. Seine Langenloiser Ortsweine werden nicht schon im Frühling, sondern künftig ein Jahr nach der Ernte, erst mit September, präsent sein. Damit will Loimer seine Ortsweine weiter aufwerten, die alle Cuvées aus seinen Ersten Lagen sind. Somit gehört das Frühjahr allein den jungen Gebietsweinen vom Veltliner und Riesling. Dass Veltliner mit Riesling auch zusammen in einem Wein funktionieren, zeigt Loimer mit seinem Lagenwein vom Loiserberg, wo er die beiden Sorten von Alten Reben gemeinsam erntet, vergärt und im Holzgebinde reift. „Diese Komposition habe ich mit dem Jahrgang 2023 begonnen“, erzählt der Winzer, weil ihm dieses Thema wichtig bezüglich Vielfalt und Biodiversität sei. Seit einigen Jahren wird Fred Loimer auch als bedeutender Sektspezialist wahrgenommen. Dabei war Loimer schon in den 1990er Jahren einer der ersten, der sich mit Winzersekten beschäftigte. Heute ist das Thema und Schaumwein-Portfolio breit und hochqualitativ angelegt – und fast jährlich kommt irgendein spannender Schaumwein in der Reserve oder Großen Reserve-Kategorie dazu. Dabei alles aus einer Hand, jeder Arbeitsschritt bis zum fertigen Sekt passiert in Loimers Kellerwelt. Dass manche Sekte 40 bis 50 Monate auf der Hefe reifen, ist nicht die Ausnahme, sondern oft Winzergesetz. Den Schäumern tut das gut – Loimers Sekte gehören zum Besten, was man in diesem Bereich am Schaumweinsektor findet – international eingeschlossen! Wenn ein niederösterreichischer Weißweinwinzer an Roten Stillweinen gefallen findet, bedeutet das meist Cool Climate Pinot Noir. So auch bei Fred Loimer: Seine Burgunder sind leicht im Alkohol, mit lebhafter Frische, aber kräftig im Ausdruck.

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2025 Chardonnay
Weingut
Hagen
Kremstal

Hauchzarte buttrige Noten, weiße Birnen, Haselnüsse, vereint mit einer straffen, den kräftigen Körper verschlankenden Säurepikanz; in seiner Art ein Klassiker.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Hagen
Kremstal

Lukas Hagen
3500 Krems an der Donau
Seilerweg 45

Lukas Hagen, der Junior, macht – zusammen mit den Eltern Anton und Ulli – Jahr für Jahr Weißweine von Rang und Namen. Dass ihnen das heuer, speziell bei den Rieslingen, deren Ernte in eine anhaltende Regenperiode fiel, so gut gelungen ist, hängt in erster Linie von der peniblen Weingartenarbeit ab, bei der mittels rigoroser Traubenselektion ein Großteil des Leseguts erheblich reduziert wurde. Zweifellos liegt es aber auch an den großartigen Rieden, die man im Kremstal zur Verfügung hat. Sandgrube, Holzgasse, Weinzierlberg, alle in Donaunähe gelegen, profitieren vom pannonischen Einfluss und dem Feuchtigkeitsversorger Donau. Die im eigentlichen Kremstal liegenden Rieden wie Thurnerberg, Kremsleithen oder der Rehberger Goldberg werden hingegen von den kühlwürzigen Luftmassen des Waldviertels beeinflusst. Und wo die Letztgenannten durch die Bank karge, steinige Bodenschichten aufweisen, bestehen die Rieden an der Donau in erster Linie aus Sand- und Lössböden. Neu ist, dass ab dem aktuellen Jahrgang die drei Topweine des Hauses erst mit einem Jahr Verspätung auf den Markt kommen. Der 2024er Grüne Veltliner Alte Reben, den wir im Vorjahr nur „angekostet“ haben, steht heuer in der Angebotsliste. Die beiden Reserven – Riesling Altenburg und Weißburgunder – sind mit dem Jahrgang 2025 erst im nächsten Jahr im Portfolio. Vor allem der Riesling, der sich heuer noch etwas schüchtern, aber auch vielversprechend gibt, wird von dieser Entscheidung in besonders hohem Maße profitieren. Dass einem kraftvollen weißen Burgunder ein zusätzliches Reifejahr ebenfalls gut bekommt, liegt ohnehin auf der Hand.

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2025 Sauvignon Blanc
Weingut
Gilg
Weinviertel

Einladender Holunderduft, Cassis; strahlend fruchtig, Stachelbeere, Johannisbeermix, Blutorange, bisschen Litschi, vegetabile Säure, dunkle schotige Würze, Zitronenmelisse, beschwingt mit Tiefe.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gilg
Weinviertel

Gilg
2102 Hagenbrunn
Haupstraße 64

Tel. +43 2262 672781
weingut@gilg.at
www.gilg.at

Das Weingut Gilg in Hagenbrunn bewirtschaftet eine Rebfläche von 10 Hektar mit großer Sortenvielfalt. Der Jahrgang 2025 war für die Familie Gilg besonders erfreulich. Die kühle Witterung im Sommer sorgten für eine perfekte physiologische Reife mit idealem Zuckergehalt, dadurch präsentieren sich alle Weine mit ausgeprägt sortentypischer Frucht und Klarheit. Besonders die Raritäten Gelber Traminer und Roter Veltliner können wie jedes Jahr überzeugen. Die elegante Säure und der moderate Alkohol garantieren höchsten Trinkgenuss. Bei den Reserve-Weinen sind aktuell sowohl in Weiß als auch Rot die Top-Jahrgänge 2023 und 2024 verfügbar.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -