Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Gelber Muskateller vom Sand
Weingut
Wolfgang Maitz
Südsteiermark

Sortentypisch, angenehm unplakativ, Kräuter, dunkle Blüten, Anklänge von Pfirsichen und Zitronenzesten; feingliedrig, Aromen vom Bukett kommen wieder, zartes Säurespiel, sandiger Boden, ungewöhnlich wertig.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Wolfgang Maitz
Südsteiermark

Wolfgang Maitz
8461 Ehrenhausen an der Weinstraße
Ratsch 45

Tel. +43 664 3944787
weingut@maitz.co.at
www.maitz.co.at

Wolfgang Maitz verfügt über renommierte Rieden und gehört zu den Steirischen Terroir & Klassik Weingütern, kurz STK. Er verarbeitet nur mehr eigene Trauben, die Gärung ist ausschließlich spontan. Mit seinen Weinen kommt er spät in den Verkauf. „Wir geben ihnen jene Zeit, die sie zu ihrer Entfaltung brauchen. Durch die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung gibt es tendenziell weniger Alkohol.“ Die Gelassenheit des Winzers überträgt sich auf seine Weine, die gesetzt und ruhig wirken, nie laut. Mitunter steht die Lage über der Sorte. Zum Teil werden schon die Gebietsweine in großen Holzfässern ausgebaut, ab der Kategorie Ortswein sind Eichengebinde obligatorisch. Auf den Etiketten der Gebietsweine findet sich neben der Rebsorte nun auch ein Hinweis auf den Boden. Die Reben der Weingärten in Ratsch wurzeln in Kalkmergel, der teilweise mit Sand oder Schotter durchsetzt ist, in Wielitsch herrscht Korallenkalk vor. Die Sektherstellung erfolgt bis auf das Degorgieren zur Gänze im eigenen Betrieb. Bekannt und beliebt ist auch das angeschlossene, aktuell mit drei Hauben dekorierte Wirtshaus. Stilvolle Gästezimmer und Suiten laden zu längerem Verweilen in der bezaubernden Südsteiermark.

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2025 Grüner Veltliner
Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Zitrusnote, Orangenblüte, sofort animierend; gelbe Frucht, florale Noten, stoffig, sehr saftig, Trinkfreude.

Weißwein
Grüner Veltliner
Schraubverschluss

Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Leo Jahner
2403 Wildungsmauer
Feldgasse 35

Tel. +43 664 1803920
weingut@jahner.at
www.jahner.at

Leo Jahner, dessen Betrieb die Umstellung auf biologischen Weinbau abgeschlossen hat, ist auch sonst bemüht, die Weingärten möglichst schonend zu bearbeiten und bei der Vinifikation ohne gröbere Eingriffe auszukommen. So werden die Weißweine ohne Aufzuckerung und Säurekorrektur ausgebaut und mithilfe des ersten gewonnenen Mostes möglichst spontan vergoren. Bei den stets mittels Naturhefe vergorenen Rotweinen wird auch auf den Saftentzug verzichtet. Durch das relativ neue DAC-System ist es nötig, die Linien neu aufzustellen. So gesellt sich im Weißweinsegment ein neuer Höflein weiß aus der Ried Steinäcker dazu, bei den Rotweinen kommt zum vierten Mal der Blaufränkisch Prellenkirchen vom Spitzerberg und zum dritten Mal der Blaufränkisch aus der 1. Lage Aubühl. Wie zielorientiert Leo Jahner arbeitet, erkennt man daran, dass sein Grüner Veltliner aus einer Knoll-Selektion stammt, und die Blaufränkisch Setzlinge vor 17 Jahren aus dem Mariental von ET genommen wurden. Dieses Jahr ist die komplette Kostreihe wieder großartig: Die Weißweine brillieren mit Typizität und Fruchttiefe, die Rotweine begeistern mit Würze und einer dichten Kernigkeit. Abschließend gab es die letzte Füllung vom Wild Wall 2019, der noch immer zu jung, wahrlich ein großer Wein und jeden Cent wert ist. Da Leo immer für einen Sager gut ist und seine Rotweine immer eleganter werden: „Guter Rotwein braucht kein neues Barrique. Du gehst ja im Sommer auch nicht in den Pool und ziehst dir einen Skianzug an!“

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16 Frizzante Rosé Brut
Weingut
Wine by S. Pratsch
Weinviertel

(ZW/SL, 16 g Z) Mildere Perlage, Waldbeeren, Blutorange; sehr stoffig, vollreife Erdbeere, fruchtige Säure, florale Akzente, trockenes Finish, ein Schmeichler.

Schaumwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Wine by S. Pratsch
Weinviertel

Stefan Pratsch
2223 Hohenruppersdorf
Milchhausstraße 5

Tel. +43 676 6249773
office@pratsch.at
www.pratsch.at

Das Weingut Stefan Pratsch in Hohenruppersdorf hat seinen Ursprung in der Vereinigung zweier alter, ortsansässiger Weinbaufamilien. Bereits vor 30 Jahren war Vater Willi Pratsch überzeugt, daß der naturnahe Weinbau der richtige Weg ist, und so war er einer der Ersten, der im Weinviertel mit Bio-Weinbau begonnen hat. Diese Leidenschaft und Philosophie übertrugen sich wie von selbst auf den jungen Kellermeister Stefan Pratsch. Wie sich heute zeigt, war die Umstellung auf biologisches Wirtschaften ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Weinzukunft. Für mich ist der Besuch bei Stefan Pratsch immer wieder eine höchst erfreuliche Sache. Alle verkosteten Weine befinden sich qualitativ auf einem wirklich hohen Niveau, und durch niedrige Alkoholwerte sind sie absolut süffig. Dieses Jahr besticht die komplette Serie der Grünen Veltliner vom DAC bis zum Eiswein, wobei die Ried Steinberg Große Reserve noch einmal alle überragt. Außerdem habe ich das Gefühl, daß hier noch lange nicht der Plafond erreicht ist. Es liegt vielleicht an den 95 Prozent Exportanteil, warum seine Weine in Österreich nicht bekannter sind. Da aber im Frühjahr 2025 ein wunderschöner Verkostungsraum im Loungestil inklusive Shop – mit seinen Weinen und Produkten aus der Umgebung – gebaut wurde, steht einem Besuch im Weingut nichts mehr im Wege. Zugang mit der eigenen Bankomatkarte jederzeit möglich! Schauen Sie sich das an!

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2023 Zweigelt Ried Goldberg Barrique
Weingut
Gernot Schuhmann
Neusiedlersee

Lakritz, Kirschen, Brombeeren, Mandeln, rote Beeren, Mohnblumen, feine Frucht, elegant, zart verwoben, dicht und eng, gewisser Ausdruck, hervorragend.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Gernot Schuhmann
Neusiedlersee

Gernot Schuhmann
7122 Gols
Marktgasse 2

Gernot Schuhmann hat im Jahr 1997 den Betrieb seiner Eltern übernommen. Hat diesen ziemlich umgekrempelt. Er arbeitet möglichst naturnah. Kontrolliert integrierter Pflanzenschutz, intensive Laubarbeit und Traubenausdünnung sind wichtige Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Man bewirtschaftet aktuell 13,5 Hektar Rebfläche. Das Ziel ist aber die Reduzierung auf 10 Hektar. Bei dieser Größe könne man sich den Kunden zu 100 Prozent widmen. Er veranstaltet mehrmals im Jahr in den verschiedensten Gaststätten ein immer sehr gut besuchtes Kulinarium – ein mehrgängiges Menü begleitet von seinen Weinen. Es sind in der Tat kulinarisch vielseitig einsetzbare Gewächse. Als Aperitif fungiert da Der frische Fritz – ein 2025 Frizzante aus Welschriesling, der hervorragend ist. Zu den Vorspeisen eignen sich der 2025 Grüner Veltliner classic und der 2024 Weissburgunder classic. Zu einem Zwischengericht oder dem Fischgang serviert man den 2023 Pinot Blanc Barrique, den man unbedingt zeitgerecht aus einer Karaffe in einem Burgunderglas reichen sollte. Zu einem ersten Hauptgericht gibt es dann die beiden Classic Rotweine St. Laurent und Zweigelt. Vielleicht als dritten im Bund den 2023 COS Barrique aus Blaufränkisch und Zweigelt. Zum Rôti kommen dann die Premiumwines des Hauses zum Einsatz: 2023 Zweigelt Ried Goldberg, 2023 St. Laurent Ried Herrschaftswald, 2023 Syrah Ried Altenberg. Zum Käse dann 2018 Prima Tramina – ein maischevergorener trockener Traminer, der sich da anbietet. Das Dessert untermalt dann der 2023 Pinot Blanc Flic-floc – ein gediegener restsüßer Wein, der sich nie aufdrängt und perfekt zu vielen süßen Speisen, aber auch zu verschiedenen Käsesorten passt.

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2025 Grüner Veltliner Ried Axpoint
Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Gleich zu Beginn die lagentypische dunkelmineralische Note, dann auch saftige Fruchtanklänge nach Mangos, roten Äpfeln sowie pfeffrig-würzigen Motiven; glasklare Struktur, alles sehr fokussiert, feingliedrig, mit animierendem Säurespiel; Sorte und Terroir haben das Wort.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Das schmucke Weingut im Zentrum von Spitz, dem Kirchenplatz, kann ebenso auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken wie der gleich nebenan befindliche Kirchturm mit dem bunten Ziegeldach. Franz Josef Gritsch hat vor einigen Jahren einen modernen Zubau errichtet, der sich harmonisch ins Stadtbild einfügt – eine „komplette Wein-Genusswelt“, wie er sie liebevoll nennt, mit Degustations- und Veranstaltungsräumlichkeiten, Kost- und Schaukeller, sowie drei adretten Ferienwohnungen. Das Ensemble ist quasi ein Spiegelbild der hauseigenen Philosophie, traditionelle Werte mit der Moderne zu verknüpfen. Selbst der nur wenige Meter entfernte, nach jüngstem Stand der Technik errichtete „Kalmuck- Keller“, in dem, neben den vielfach ausgezeichneten Lagenweinen, auch die jugendliche Kalmuck-Weinlinie entsteht, erinnert mit seinem dem Stoffmuster nachempfundenen Anstrich an das gleichnamige Reitervolk, das angeblich im 17. Jahrhunderthdt. den Stoff als Satteldecken in die Wachau brachte, wo er noch heute in Form des Kalmuck-Jankers Bestandteil der Wachauer Tracht ist. Wenn es um Wein geht, denkt der umtriebige Spitzer freilich in erster Linie an seine vielen großartigen Lagen, aus denen er Jahr für Jahr ganz exquisite Weine hervorzaubert. Was uns daran besonders gefällt, ist, dass – quer durch die gesamte Palette, also von „unten“ bis „oben“ – gleichmäßig hohe Qualitätsansprüche erkennbar sind. Das beginnt heuer bereits bei Kalmuck und Kalmücke und zieht sich über die trinkanimierenden Veltliner und Rieslinge der mittleren Kategorien bis hinauf zu den großen Riedenweinen. „Wir sind mit dem Jahrgang sehr zufrieden“, teilt uns der ambitionierte Spitzer mit, „die Weine haben heuer das für uns so wichtige Quäntchen Säure mehr als im Vorjahr!“ Eine Besonderheit seien außerdem die relativ weit auseinander liegenden Lesezeiten gewesen, die sich von Anfang Oktober bis Mitte November erstreckten – ein Umstand, der, speziell bei den Rieslingen, auch deutlich „erkostbar“ ist und für manch überraschende Gaumenfreude sorgt.

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2025 Riesling Best Of Smaragd
Weingut
Schmelz
Wachau

Bisschen weiche Textur, eingelegte Marillen, zarte Mineralität, reife, tiefgehende Frucht; gerundete Frucht mit einigem Gerbstoff im Hintergrund, straffer Säurebiss, Flaschenreife abwarten.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schmelz
Wachau

Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz aus Joching zählt zu den besten Winzern in Österreich. Sein besonderes Geschick und seine große Erfahrung beweist Schmelz vor allem beim Umgang mit Österreichs Paraderebsorte Grüner Veltliner, wo der Wachauer zu den heimischen Großmeistern zählt und das reichhaltig mit zehn Veltlinern zeigt: Fünf verschiedene Federspiele und fünf unterschiedliche Smaragdweine zieht Schmelz aus seinen Wachauer Weingärten, die von Wösendorf über Joching und Weißenkirchen bis nach Loiben reichen; allesamt Lagenweine mit starker Betonung auf die Herkunft. Ein Liebkind des Winzers ist die Ried Pichl Point zuhause bei ihm in Joching. Die Lage gehört seit mehr als 40 Jahren zum Weingut. Dort hat Schmelz eine drei Hektar große Spielwiese für je ein charaktervolles Federspiel und Smaragd – und es ist eine besondere Lage, einer „Lössinsel“ inmitten der Urgesteinswachau. Pichl-Point-Weine sind immer sehr charaktervolle füllig-würzige Veltliner. Der Top-Pick im Federspiel-Weingarten ist immer der Klaus-Veltliner: ein Champions-Wein, mit dem Schmelz schon Vinaria-Dreifachsieger der Jahrgangsverkostung der besten Veltliner mit 12,5 Prozent ist. Auch die 2025er Klaus schickt sich schon an, vorne wieder mitzuspielen. Bei den Veltliner Smaragden haben das Steinertal und der Best Of die Nase vorn. Das Steinertal ist der Zauberberg in Unterloiben, mit dem der Winzer seit Jahren ein Topwein-Abo hat. Vom Best Of gibt es neben dem Veltliner auch einen Riesling. Bei beiden Weinen greift Schmelz bestens gereifte Trauben aus speziellen Weingarten-Parzellen ab. Das reichhaltige Veltliner-Segment macht 70 Prozent von Schmelz‘ Betätigungsfeld aus. Einen starken Akzent setzt der Winzer dann noch mit dem Riesling und rundet die zwei Wachau-Starrebsorten mit einem Sauvignon Blanc und Gelben Muskateller ab.

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2023 Grüner Veltliner vrech
Weingut
Vorspannhof Mayr
Kremstal

Samtig, dunkle Blüten, bisschen Mürbteig, cremig, Vanillehauch; gerundet, reif, vollmundig, herrlich saftig, leicht toastig, etwas gesetzt, lang, wuchtig, Geduld.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Vorspannhof Mayr
Kremstal

Silke Mayr
3552 Droß
Herrngasse 48

Tel. +43 2719 30056
Fax. 78056
weingut@vorspannhof.at
www.vorspannhof.at

Junges Weingut in historischem Ambiente: Eingebettet in den jahrhundertealten Mauern eines aus dem 15. Jahrhundert stammenden Gutshofs in Droß, fungierte der Vorspannhof einst als Pferdewechselstation. Die Spezialisierung auf Weinbau erfolgte erst im Laufe der 1970er-Jahre unter Vorreiter Anton Mayr, der gezielt Weingärten in einigen der besten Kremstaler Lagen kaufte und sich fortan voll dem Qualitätsweinbau widmete. Viele Jahre unterstützte Silke Mayr ihren Vater im Weingut, dessen Geschicke sie seit 2008 alleinverantwortlich lenkt. Unterstützt wird sie von einem engagierten Team rund um Kellermeister Michael Nastl. Der Betrieb wurde 2020 Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter. Den Einstieg in die 2025er Veltliner bildet der leichtgewichtige Nussbaum, der Riedenwein vom Wolfsgraben präsentiert sich als saftiger Klassiker. Ried Loiserberg aus 2025 zeigt sich elegant und kernig. Spontan vergoren und unfiltiriert gibt es den George vom jungen Mitarbeiter Georg Lenzatti. Aus 2024 stammt der im großen Holzfass gereifte Vertreter aus der schmelzigen Kremser 1ÖTW-Ried Gebling. Riesling Löss ist 2025 filigran und zartfruchtig, ungemein verlockende Frucht weist die Ried Kremsleithen auf. Der kraftvolle und reichhaltige Ried Marthal aus 2024 braucht noch Zeit. Gut entwickelt hat sich der unfiltriert abgefüllte Grüne Veltliner 2023 vrech aus der Kremser Topriede Frechau. Wie üblich modellhaft präsentieren sich die Aromasorten Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc. Viel Pikanz mit seidiger Frucht zeigt der Muskateller Eiswein 2021. ps

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2025 Chardonnay
Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Reife Zitrusnoten, Bergamotte, animierend; Zitronen aus Sorrent, Grapefruit, cremig, vielschichtige Fruchtgeschmäcker, salzig, mittlerer Druck.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Leo Jahner
2403 Wildungsmauer
Feldgasse 35

Tel. +43 664 1803920
weingut@jahner.at
www.jahner.at

Leo Jahner, dessen Betrieb die Umstellung auf biologischen Weinbau abgeschlossen hat, ist auch sonst bemüht, die Weingärten möglichst schonend zu bearbeiten und bei der Vinifikation ohne gröbere Eingriffe auszukommen. So werden die Weißweine ohne Aufzuckerung und Säurekorrektur ausgebaut und mithilfe des ersten gewonnenen Mostes möglichst spontan vergoren. Bei den stets mittels Naturhefe vergorenen Rotweinen wird auch auf den Saftentzug verzichtet. Durch das relativ neue DAC-System ist es nötig, die Linien neu aufzustellen. So gesellt sich im Weißweinsegment ein neuer Höflein weiß aus der Ried Steinäcker dazu, bei den Rotweinen kommt zum vierten Mal der Blaufränkisch Prellenkirchen vom Spitzerberg und zum dritten Mal der Blaufränkisch aus der 1. Lage Aubühl. Wie zielorientiert Leo Jahner arbeitet, erkennt man daran, dass sein Grüner Veltliner aus einer Knoll-Selektion stammt, und die Blaufränkisch Setzlinge vor 17 Jahren aus dem Mariental von ET genommen wurden. Dieses Jahr ist die komplette Kostreihe wieder großartig: Die Weißweine brillieren mit Typizität und Fruchttiefe, die Rotweine begeistern mit Würze und einer dichten Kernigkeit. Abschließend gab es die letzte Füllung vom Wild Wall 2019, der noch immer zu jung, wahrlich ein großer Wein und jeden Cent wert ist. Da Leo immer für einen Sager gut ist und seine Rotweine immer eleganter werden: „Guter Rotwein braucht kein neues Barrique. Du gehst ja im Sommer auch nicht in den Pool und ziehst dir einen Skianzug an!“

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95 EMBRIZZO
Weingut
Graf Hardegg
Weinviertel

Traubenkombucha rosé mit Hibiskus und Hagebutte. Trocken, hellrote Farbe, duftet nach Zitrusfrüchten, Hibiskus, herb-trocken am Gaumen, Tee, erinnert an Medizin – positiv zu sehen, rote Früchte, Kräuter, Kamille, Hagebutten, voller Frische, unbändig lebendig, wunderbar passend zu vielen Gerichten. Ein Produkt, welches dem Körper guttut. 95 % Trauben – fermentiertes Kombucha-Traubengetränk.

Blauburger
-
Schraubverschluss

Weingut
Graf Hardegg
Weinviertel

DI Maximilian Hardegg
2062 Seefeld-Kadolz
Großkadolz 1

Also, ich presche jetzt einmal vor und behaupte, dass die alkoholfreien Produkte dieses Hauses von Genialität durchzogen sind. Es sind perfekte Speisenbegleiter und adäquate Getränke, um auf Wein zu verzichten. Alles in BIO – wie im gesamten Weingut seit 2006. Zu den Weinen: Unter der Ägide von Betriebsleiter Andreas Gruber entstehen Gewächse, welche das nördliche Weinviertel in unwiderstehlicher Form darstellen. Man hat sich hier eine hohe Schaumweinkompetenz erarbeitet. Die beiden 2021 Großen Reserven in Weiß und Rosé sind hervorragend. Der Brut Nature V – ist überragend. Einnehmend ist der 2025 Roter Veltliner Vom Schloss. Die Steigerung ist dann selbige 2025 Varietät von der Ried Steinbügel. Diese Ried ist eine Monopollage – also im Alleinbesitz der Familie Hardegg. Darauf stehen noch Rieslinge, Grüner Veltliner, Chardonnay, der Viognier, der Pinot Noir – wobei letzterer sich bestens darstellt. Der Viognier ist eine Spezialität des Hauses – seit 1995 – ohne Jahrgangsbezeichnung – es ist der 2024er, der auch im internationalen Maßstab reüssiert. Eine großartige 2025 Riesling Spätlese bildet den Abschluss dieser sehr erbauenden Verkostung. Dann gäbe es noch den Forticus – ein fortifizierter Wein aus hochreifen Merlot Trauben. Einen 20 Jahre alten Weinbrand. Ein GUT HARDEGG Mehl – verschiedene Honige und ein Sing- und Wildvogelfutter.

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2025 Gemischter Satz aus Tante Christls Weingarten
Weinbau
Barbach
Thermenregion

Kühle Kräuter, Anklänge von Kernobst und grünen Ringlotten, etwas Anis, traubig; recht saftiger Start, lebhaft, elegante Fruchtrundung, nach hinten gute Säure, aus einem Guss.

Weißwein
Gemischter Satz
€€
Schraubverschluss

Weinbau
Barbach
Thermenregion

Katharina Prüfert-Barbach & Wilhelm Prüfert
2380 Perchtoldsdorf
Rudolfgasse 8

Familienbetrieb in dritter Generation ist der Weinbaubetrieb der Familie Barbach in einem charmanten Hof mit Heurigenlokal und Garten in der Rudolfgasse oberhalb des Perchtoldsdorfer Marktplatzes. Den Grundstein für den Betrieb legten Großeltern und Eltern, unter Klosterneuburg-Absolventin Kathy Prüfert-Barbach und ihrem Mann Wilhelm Prüfert gelang dann der Aufstieg an die Spitze der Winzer aus der bekannten Gemeinde an der Grenze zu Wien. Dabei war Willi Prüfert als HTL-Absolvent der Sparte Mess- und Regeltechnik ursprünglich für einen Ingenieursberuf prädestiniert, doch schwenkte er der Liebe wegen auf eine Laufbahn als Winzer um, absolvierte alle Kurse bis hin zum Meister und verschrieb sich ab dann mit Herz und Seele dem Weinbau. Über viele Jahre führte man höchst erfolgreich einen ständig wachsenden Heurigenbetrieb mit Garten, in dem man letztendlich bis zu 200 Personen versorgte. Irgendwann beschloss man leiser zu treten. Nun wird nur mehr einmal pro Jahr für neun Tage in wesentlich kleinerem Rahmen mit bodenständigen Speisen und den gutseigenen Weinen ausgesteckt. Als Zusatzprojekt gibt es ein kleines Lokal mit Vinothek namens Weinrat am Marktplatz, wo die Barbachs abwechselnd mit ein paar Gastwinzern aus dem Ort von Mittwoch bis Samstag Wein und kleine Häppchen servieren. In Sachen Weinbau stehen 3,5 Hektar Rebfläche zur Verfügung, die seit 2020 zertifiziert biologisch bewirtschaftet werden. Das Sortiment ist durchaus umfangreich, wobei Weißweinsorten mit fast 85 Prozent Anteil dominieren, dennoch ist dem Rotwein auch ein Fixplatz sicher. Das Sortiment teilt sich in junge Klassiker sowie Selektionsweine auf. Frucht und Reintönigkeit prägen die Weine, die ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. ps

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2023 St. Laurent Ried Herrschaftswald Barrique
Weingut
Gernot Schuhmann
Neusiedlersee

Feine Eiche, Kaffee, Lebkuchen, Kirschen, kraftvoll, Säurebiss, ausdrucksstark, markant, Substanz.

Rotwein
St. Laurent
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Gernot Schuhmann
Neusiedlersee

Gernot Schuhmann
7122 Gols
Marktgasse 2

Gernot Schuhmann hat im Jahr 1997 den Betrieb seiner Eltern übernommen. Hat diesen ziemlich umgekrempelt. Er arbeitet möglichst naturnah. Kontrolliert integrierter Pflanzenschutz, intensive Laubarbeit und Traubenausdünnung sind wichtige Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Man bewirtschaftet aktuell 13,5 Hektar Rebfläche. Das Ziel ist aber die Reduzierung auf 10 Hektar. Bei dieser Größe könne man sich den Kunden zu 100 Prozent widmen. Er veranstaltet mehrmals im Jahr in den verschiedensten Gaststätten ein immer sehr gut besuchtes Kulinarium – ein mehrgängiges Menü begleitet von seinen Weinen. Es sind in der Tat kulinarisch vielseitig einsetzbare Gewächse. Als Aperitif fungiert da Der frische Fritz – ein 2025 Frizzante aus Welschriesling, der hervorragend ist. Zu den Vorspeisen eignen sich der 2025 Grüner Veltliner classic und der 2024 Weissburgunder classic. Zu einem Zwischengericht oder dem Fischgang serviert man den 2023 Pinot Blanc Barrique, den man unbedingt zeitgerecht aus einer Karaffe in einem Burgunderglas reichen sollte. Zu einem ersten Hauptgericht gibt es dann die beiden Classic Rotweine St. Laurent und Zweigelt. Vielleicht als dritten im Bund den 2023 COS Barrique aus Blaufränkisch und Zweigelt. Zum Rôti kommen dann die Premiumwines des Hauses zum Einsatz: 2023 Zweigelt Ried Goldberg, 2023 St. Laurent Ried Herrschaftswald, 2023 Syrah Ried Altenberg. Zum Käse dann 2018 Prima Tramina – ein maischevergorener trockener Traminer, der sich da anbietet. Das Dessert untermalt dann der 2023 Pinot Blanc Flic-floc – ein gediegener restsüßer Wein, der sich nie aufdrängt und perfekt zu vielen süßen Speisen, aber auch zu verschiedenen Käsesorten passt.

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2024 Fuego
Winzerhof
Harald Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

(BF/ME/ZW) Blaubeeriges Entrée, umspielt von Schwarzkirsche, Erdbeere, saftig, gehaltvoll, mineralisch mit Säurestütze, balanciert, gute Länge.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Schraubverschluss

Winzerhof
Harald Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Harald Schindler
7072 Mörbisch am See
Kinogasse 9

Das aktuelle Sortiment von Vinaria Trophysieger Harald Schindler glänzt heuer in allen Kategorien. Das Entrée der zahlreichen Schaumwein-Varietäten besticht durchgehend mit viel Fruchtfrische in feinkörniger Perlage. Frische und Vitalität mit fruchtbetonter Sortentypizität sind auch die Markenzeichen der weißen Gebietsweine. Im gehobenen Sektor zeichnen sich die Burgundersorten Chardonnay und Neuburger mit mehrmonatigem Feinhefekontakt im Stahltank durch saftige Fruchtstilistik aus, deren kräftigere Varianten durchaus dosierte Barriquenoten ausweisen können. Der roten Premiumlinie gilt das Hauptaugenmerk. Die Weine dieser Linie zeichnen sich durch eine fruchttiefe Stilistik mit viel Fruchtfülle aus, wobei alles in balancierter Feinheit gehalten wird. Die Pyramidenspitze bildet der reinsortige Zweigelt, der nach mehreren Jahren der Flaschenreife mit der Bezeichnung des Jahrgangs in MMXIX (2019) in den Verkauf kommt. Die schwerpunktmäßig mit Blaufränkisch ausgebaute Cuvée Ried Goldberg betont nun noch mehr in eleganter Fruchttiefe samt engmaschiger Struktur das großartige Terroir für diese Mörbischer Toplage.

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Schilcher Sekt g.U.
Weingut
Langmann Lex
Weststeiermark

(brut) Fein, zart rotbeerig, Hefe und Würze eng verwoben; feines Säurenetz, elegante Frucht, Hefe präsenter als im Duft, trinkanimierend.

Schaumwein
Blauer Wildbacher
€€€
Naturkork

Weingut
Langmann Lex
Weststeiermark

Stefan Langmann
8511 St. Stefan ob Stainz
Langegg 23

Die Familie Langmann baut seit 1746 Wein an. Mit dem Schilcher habe die Weststeiermark eine weltweite Alleinstellung, ist Stefan Langmann überzeugt. „Es ist wichtig, seine Qualität bis ins Extrem auszureizen, um die Aufmerksamkeit der internationalen Weinliebhaber auf unser Gebiet zu ziehen.“ Seiner Tochter Verena hat er viel Verantwortung im Keller übertragen. Sie bringt noch mehr frischen Wind. Die Lagenweine und der separate Ausbau besonders hochwertiger Parzellen renommierter Rieden sind in letzter Zeit vermehrt in den Fokus der Familie gerückt. Als Beispiel dafür sei der Sauvignon Blanc Ried Greisdorf Himmelreich genannt. Lange Lagerung ohne Schwefel auf der Vollhefe ist mittlerweile Standard bei den besten Weinen. Schaumweine sind das zweite Standbein des Betriebes. Sie werden zur Gänze auf dem Weingut hergestellt. Die Bandbreite ist groß, sie reicht vom wertigen Schilcher Frizzante aus zweiter Gärung über weiße Sekte bis hin zu Großen Reserven g.U. mit Jahrgangsangabe. Ein besonderer Schaumstoff aus dem Hause Langmann nennt sich Schilcato, vinifiziert wie ein Moscato d’Asti mit Vergärung im Drucktank. Zu einem wahren Renner entwickelt hat sich der Schilcher Pet Nat, speziell in den USA und in den skandinavischen Ländern. Der Export hat noch mehr an Bedeutung gewonnen. Die Bewirtschaftung ist naturnah, sie geht in Richtung organische Produktion. Die heuer vorgestellten Weine zeigen, dass Stefan und Verena Langmann erneut mit viel Fingerspitzengefühl an ihrer Stilistik gefeilt haben, sie ist noch feiner geworden. Der letztes Jahr vorgestellte, hochgradig elegante Jahrgangssekt Stainz aus 2018 ist noch zu haben.

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2025 Grüner Veltliner Ried Steinporz
Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Gesteinsmehlig salzige Nase vom Gneisboden, ergänzt um frische Kräuter, Limonen, Orangenzesten, Fenchel und Anis; vollreife, geschmeidige Säure, viel Stoff, von Würzekühle und Mineralität verstrafft; saftiges Finish.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut
FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Das schmucke Weingut im Zentrum von Spitz, dem Kirchenplatz, kann ebenso auf eine 800-jährige Geschichte zurückblicken wie der gleich nebenan befindliche Kirchturm mit dem bunten Ziegeldach. Franz Josef Gritsch hat vor einigen Jahren einen modernen Zubau errichtet, der sich harmonisch ins Stadtbild einfügt – eine „komplette Wein-Genusswelt“, wie er sie liebevoll nennt, mit Degustations- und Veranstaltungsräumlichkeiten, Kost- und Schaukeller, sowie drei adretten Ferienwohnungen. Das Ensemble ist quasi ein Spiegelbild der hauseigenen Philosophie, traditionelle Werte mit der Moderne zu verknüpfen. Selbst der nur wenige Meter entfernte, nach jüngstem Stand der Technik errichtete „Kalmuck- Keller“, in dem, neben den vielfach ausgezeichneten Lagenweinen, auch die jugendliche Kalmuck-Weinlinie entsteht, erinnert mit seinem dem Stoffmuster nachempfundenen Anstrich an das gleichnamige Reitervolk, das angeblich im 17. Jahrhunderthdt. den Stoff als Satteldecken in die Wachau brachte, wo er noch heute in Form des Kalmuck-Jankers Bestandteil der Wachauer Tracht ist. Wenn es um Wein geht, denkt der umtriebige Spitzer freilich in erster Linie an seine vielen großartigen Lagen, aus denen er Jahr für Jahr ganz exquisite Weine hervorzaubert. Was uns daran besonders gefällt, ist, dass – quer durch die gesamte Palette, also von „unten“ bis „oben“ – gleichmäßig hohe Qualitätsansprüche erkennbar sind. Das beginnt heuer bereits bei Kalmuck und Kalmücke und zieht sich über die trinkanimierenden Veltliner und Rieslinge der mittleren Kategorien bis hinauf zu den großen Riedenweinen. „Wir sind mit dem Jahrgang sehr zufrieden“, teilt uns der ambitionierte Spitzer mit, „die Weine haben heuer das für uns so wichtige Quäntchen Säure mehr als im Vorjahr!“ Eine Besonderheit seien außerdem die relativ weit auseinander liegenden Lesezeiten gewesen, die sich von Anfang Oktober bis Mitte November erstreckten – ein Umstand, der, speziell bei den Rieslingen, auch deutlich „erkostbar“ ist und für manch überraschende Gaumenfreude sorgt.

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2025 Weissburgunder
Weingut
Maglock-Nagel
Kamptal

Dem ist die Noblesse in die Wiege gelegt, total jung, trotzdem aufzeigend, Birnen, weißer Apfel, Nelken, immer kühl, elegant, gediegen, frisch, feingliedrig, wunderbare Würze.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Maglock-Nagel
Kamptal

Stefan Maglock
3491 Straß
Talstraße 116

Die Verkostung der Weine von Stefan Maglock sind ein wahres Vergnügen. Da schmeckt ein Wein besser als der andere. Stefan Maglock hat ein Händchen für Wein. Schon der 2025 Frühroter Veltliner schmeckt richtig gut. Es folgt ein wunderbarer 2025 Weissburgunder von nobler Stilistik. Bei den Grüner Veltliner und Riesling Weinen gibt es keinen Schwachpunkt. Ungemein attraktiv stellt sich der 2025 GV Ortswein Strass dar. Ein Wein der Herzen. Bei den Lagen ist es eine Geschmacksfrage, ob man die 2025 Grüner Veltliner vom Wechselberg, Gaisberg oder doch lieber den 2025 Riesling vom Wechselberg bevorzugt. Ich liebe die Reife – die 2024 Weine vom Riesling Gaisberg oder Grüner Veltliner Gaisberg und Gaisberg Reserve. Letzterer stammt von den ältesten Weingärten am Fuße des Gaisbergs – Gneis-Amphibolit mit Braunerdeauflage. Pflanzjahr 1973, 1975. Dann gab es noch den 2023 Grüner Veltliner Rosengartl, der zeigt, was in ihm steckt. NEU im Angebot ist ein 2025 Chardonnay Reserve, der ein neues Fenster im Weingut aufmacht. Gut ist er auch noch. Ein Blick auf die Preisliste erfreut, denn hier zahlt man für hochwertige Weine moderate Preise.

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2024 Grüner Veltliner Ried Schlossberg
Weingut
Ecker – Eckhof
Wagram

Nashi Birne, weißer Rauch, feine Würze, Heublumen, Zitronensaft, frische, leichte Heunoten, leichter Gerbstoff, saftige Säure, gut balanciert.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Ecker – Eckhof
Wagram

Bernhard Ecker
3470 Kirchberg am Wagram
Mitterstockstall 25

Tel. +43 676 69 66000
weingut@eckhof.at
www.eckhof.at

Bei einem Besuch wird deutlich, wie tief die Tradition hier verwurzelt ist, doch gleichzeitig ist die Offenheit für Neues jederzeit spürbar. Moderne Elemente und innovative Ansätze sind hier willkommen und werden mit Begeisterung integriert, ohne dabei den Blick auf die Vergangenheit und die bewährten Traditionen zu verlieren. Bernhard hat das Weingut im Jahr 2006 von seinen Eltern übernommen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2022 hat er den Betrieb auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und eine noch nachhaltigere Weinproduktion zu ermöglichen. Das Weingut wird in der dritten Generation bewirtschaftet. Heute gehört es zu den führenden Betrieben des Wagram, einer Region, die für ihre hochwertigen Weine bekannt ist. Die Gastfreundschaft auf dem Weingut wird hier großgeschrieben. Neben dem Weinbau gibt es einen liebevoll gepflegten Garten, in dem sich der hauseigene Heurige befindet. Das Weingut widmet sich einer breiten Palette an Rebsorten, wodurch eine große Vielfalt an Weinen entsteht. Nicht zu unterschätzen sind die Rotweine des Hauses, die heuer nicht in der Verkostung waren. Die wahren Steckenpferde des Hauses sind jedoch die Roten Veltliner. Sie nehmen rund sieben Hektar der Anbaufläche ein und überzeugen durch Vielfalt. Angefangen vom Roter Veltliner Wagram, der ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, bis hin zur Steinberg Große Reserve. Letzterer beeindruckt durch seine Komplexität, vielschichtige Struktur und den langen Abgang, was den Wein zu einem besonderen Erlebnis macht.

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2024 Zweigelt
Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Ein Zweigelt wie früher: Kirsche, kernig; im Geschmack geradlinig, mittelkräftig und ehrlich, knackig, sollte man kühl trinken. Wo bleibt die Brettljause?

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Leo Jahner
2403 Wildungsmauer
Feldgasse 35

Tel. +43 664 1803920
weingut@jahner.at
www.jahner.at

Leo Jahner, dessen Betrieb die Umstellung auf biologischen Weinbau abgeschlossen hat, ist auch sonst bemüht, die Weingärten möglichst schonend zu bearbeiten und bei der Vinifikation ohne gröbere Eingriffe auszukommen. So werden die Weißweine ohne Aufzuckerung und Säurekorrektur ausgebaut und mithilfe des ersten gewonnenen Mostes möglichst spontan vergoren. Bei den stets mittels Naturhefe vergorenen Rotweinen wird auch auf den Saftentzug verzichtet. Durch das relativ neue DAC-System ist es nötig, die Linien neu aufzustellen. So gesellt sich im Weißweinsegment ein neuer Höflein weiß aus der Ried Steinäcker dazu, bei den Rotweinen kommt zum vierten Mal der Blaufränkisch Prellenkirchen vom Spitzerberg und zum dritten Mal der Blaufränkisch aus der 1. Lage Aubühl. Wie zielorientiert Leo Jahner arbeitet, erkennt man daran, dass sein Grüner Veltliner aus einer Knoll-Selektion stammt, und die Blaufränkisch Setzlinge vor 17 Jahren aus dem Mariental von ET genommen wurden. Dieses Jahr ist die komplette Kostreihe wieder großartig: Die Weißweine brillieren mit Typizität und Fruchttiefe, die Rotweine begeistern mit Würze und einer dichten Kernigkeit. Abschließend gab es die letzte Füllung vom Wild Wall 2019, der noch immer zu jung, wahrlich ein großer Wein und jeden Cent wert ist. Da Leo immer für einen Sager gut ist und seine Rotweine immer eleganter werden: „Guter Rotwein braucht kein neues Barrique. Du gehst ja im Sommer auch nicht in den Pool und ziehst dir einen Skianzug an!“

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2025 Grüner Veltliner Ried Längen
Weingut
Prechtl
Weinviertel

Ringlotten, Wiesenkräuter, Tabak, reifer Apfel, Birnen, tolle Exotik, pfeffrig, cremig, vollmundig, elegante Fülle, ungemein saftig, distinguiert, weinige Struktur, gute Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Prechtl
Weinviertel

Franz Prechtl
2051 Zellerndorf
12

Tel. +43 2945 2297
weingut@prechtl.at
www.prechtl.at

Im Weingut Prechtl gibt es einen neuen, sehr interessanten Wein – Jahrgang 2025 – eine sogenannte Jungfernlese mit einem momentanen Ertrag von 500 Litern auf einem halben Hektar. Die Reben stehen auf der Ried Maulavern. Noch gibt es keinen Namen für diesen Wein. Angedacht ist Mater Veltliner – es handelt sich um die sogenannte St. Georgener Rebe, Mutter des Grünen Veltliners – der Vater ist der Traminer. Er Ein süffiger, eleganter Wein mit feiner Säure, schlank, doch mit guter Struktur, Zitrusnoten, Orangenschalen, angenehmer Gerbstoff. Bestens gefielen mir auch die Grünen Veltliner, darin ist Franz Prechtl ein Meister. Schon der 2025 Grüner Veltliner Classic macht Lust auf mehr. Dazu gibt es den vielleicht bisher besten Grüner Veltliner Ried Längen. Beeindruckend präsentiert sich der 2025 Ortswein Zellerndorf. Im Gegensatz zum Vorjahr ist der 25er Grüner Veltliner Ried Altenberg keine Reserve. Doch mit dessen Charakter. Von machtvoller Präsenz zeigt sich der 2024 Grüner Veltliner Reserve Ried Äußere Bergen. Ein monumentaler Wein für die nächsten Jahrzehnte. Es gibt im Jahr 2024 keinen Grüner Veltliner Leitstall – welche eine Subriede der Längen ist. Doch durfte ich den 2023er nachverkosten, den ich schon im Vorjahr für groß empfunden habe. Er hat noch zugelegt. Vergessen sollte man nicht auf den 2025 Gelber Muskateller Ried Maulavern. Trotz der Probleme, die der 2025er Riesling bereitet hat, ist der Ried Wartberg vom Urgestein formidabel ausgefallen. Auch einen hervorragenden Eiswein gibt es wieder aus diesem ÖTW-Weingut. Petra Prechtl betreibt weiterhin ihren Sommerladen und ihr Café und lädt zu Weinverkostungen von März bis Weihnachten an jedem Samstag.

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2025 Weißburgunder TH
Weinbau
Barbach
Thermenregion

Samtig, geröstete Haselnüsse, luftbedürftig, Kuchen, Windgebäck, Würze; saftiger Biss, reife Säure, gute Spannung, Arancini, Kumquats, Limetten, leicht spritzig, belebend, straff, gute Länge, knapp am 4. Stern.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weinbau
Barbach
Thermenregion

Katharina Prüfert-Barbach & Wilhelm Prüfert
2380 Perchtoldsdorf
Rudolfgasse 8

Familienbetrieb in dritter Generation ist der Weinbaubetrieb der Familie Barbach in einem charmanten Hof mit Heurigenlokal und Garten in der Rudolfgasse oberhalb des Perchtoldsdorfer Marktplatzes. Den Grundstein für den Betrieb legten Großeltern und Eltern, unter Klosterneuburg-Absolventin Kathy Prüfert-Barbach und ihrem Mann Wilhelm Prüfert gelang dann der Aufstieg an die Spitze der Winzer aus der bekannten Gemeinde an der Grenze zu Wien. Dabei war Willi Prüfert als HTL-Absolvent der Sparte Mess- und Regeltechnik ursprünglich für einen Ingenieursberuf prädestiniert, doch schwenkte er der Liebe wegen auf eine Laufbahn als Winzer um, absolvierte alle Kurse bis hin zum Meister und verschrieb sich ab dann mit Herz und Seele dem Weinbau. Über viele Jahre führte man höchst erfolgreich einen ständig wachsenden Heurigenbetrieb mit Garten, in dem man letztendlich bis zu 200 Personen versorgte. Irgendwann beschloss man leiser zu treten. Nun wird nur mehr einmal pro Jahr für neun Tage in wesentlich kleinerem Rahmen mit bodenständigen Speisen und den gutseigenen Weinen ausgesteckt. Als Zusatzprojekt gibt es ein kleines Lokal mit Vinothek namens Weinrat am Marktplatz, wo die Barbachs abwechselnd mit ein paar Gastwinzern aus dem Ort von Mittwoch bis Samstag Wein und kleine Häppchen servieren. In Sachen Weinbau stehen 3,5 Hektar Rebfläche zur Verfügung, die seit 2020 zertifiziert biologisch bewirtschaftet werden. Das Sortiment ist durchaus umfangreich, wobei Weißweinsorten mit fast 85 Prozent Anteil dominieren, dennoch ist dem Rotwein auch ein Fixplatz sicher. Das Sortiment teilt sich in junge Klassiker sowie Selektionsweine auf. Frucht und Reintönigkeit prägen die Weine, die ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. ps

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2025 Chardonnay Sievering
Weingut
Kroiss
Wien

Hellfruchtig, filigran, sehr elegant, schwungvoll, Zitrus, Nelken, Nüsse, gelbfruchtig, balanciert, cremiger Touch, tolle Säure, voller Pikanz, feinstrahlig, engmaschig, macht großen Spaß, doch auch mit Substanz.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Kroiss
Wien

Julia Kroiss
1190 Wien
Sieveringer Straße 108

Tel. +43 660 9814300
sievering@kroiss.wine
www.kroiss.wine

Hier ist es anschaulich zu sehen, wie eine Betriebsübergabe von Vater zur Tochter unaufgeregt vonstatten ging. Das Tandem – Tochter Julia und Vater Roland – harmoniert perfekt. Die Weine sind von einer seltenen Präzision und Typizität. Hier werden Sorte in Verbindung mit dem Sieveringer Terroir perfekt herausgearbeitet. Die Riedenweine wie Hackenberg und Reissern werden immer spontan vergoren. Die Ried Hackenberg ist die wichtigste Sieveringer Lage. Von dieser sind drei Hektar von gesamt fünf im Besitz der Familie Kroiss. Das Weingut Kroiss ist Member der Traditionsweingüter Österreich. Die Weine sind eigenständige, charaktervolle Kreszenzen von hoher Güte, die sich auf den wichtigsten Weinkarten wiederfinden. Die Familie betreibt auch einen Heurigen, wo man die Weine probieren kann.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -