Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2021 St. Laurent Uferlos
Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Lebkuchen, Kirschen, gediegen, elegant, feine Frucht, weich und geschmeidig mit Frische, feine Würze, mürbes Tannin, absolut typisch, in sich harmonisch, kompakte Struktur, ein St. Laurent, der sich von seiner besten Seite zeigt.

Rotwein
St. Laurent
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Gerhard & Brigitte Schaller
7141 Podersdorf am See
Frauenkirchner Straße 20

Hier entstehen Weißweine, Roséweine, Schaumweine voller Schwung, Leichtigkeit und Verve. Kräftige, elegante Rotweine. Neu ist alkoholfrei Swingin´Zero – ein hervorragendes Produkt. Das wäre die Kurzversion dieses so sympathischen Weingutes. Die Langversion heißt: Die Weine verkosten – das ist ein höchst vergnügliches Unterfangen. Swingin´White, Swingin´Rosé, Welschriesling, Grüner Veltliner – da geht einem das Herz auf. Die Rotweine verfügen über eine beachtliche Substanz: 2023 Patfalu, 2024 Heideboden (ich gestehe, der ist mein persönlicher Favorit). 2021 Zweigelt Uferlos und 2021 St. Laurent Uferlos – beide sind absolute Premiumprodukte. Wobei der St. Laurent um einen Tick vorne liegt. Ich könnte noch viel erzählen. Doch diese Lobhudelei sollte jetzt enden. Man schaue sich die Weine an, dann kann man nachvollziehen, was ich beim Verkosten der Schaller Weine empfinde.

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2023 Welschriesling Ried Sulz
Weingut
Wolfgang Maitz
Südsteiermark

Eigenständig, Äpfel, Kräuter, Anklänge von Kräuterhonig, Florhefe; aromatisches Dacapo, dezente Frucht, feines Säurespiel, hat Kern, gute Länge.

Weißwein
Welschriesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Wolfgang Maitz
Südsteiermark

Wolfgang Maitz
8461 Ehrenhausen an der Weinstraße
Ratsch 45

Tel. +43 664 3944787
weingut@maitz.co.at
www.maitz.co.at

Wolfgang Maitz verfügt über renommierte Rieden und gehört zu den Steirischen Terroir & Klassik Weingütern, kurz STK. Er verarbeitet nur mehr eigene Trauben, die Gärung ist ausschließlich spontan. Mit seinen Weinen kommt er spät in den Verkauf. „Wir geben ihnen jene Zeit, die sie zu ihrer Entfaltung brauchen. Durch die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung gibt es tendenziell weniger Alkohol.“ Die Gelassenheit des Winzers überträgt sich auf seine Weine, die gesetzt und ruhig wirken, nie laut. Mitunter steht die Lage über der Sorte. Zum Teil werden schon die Gebietsweine in großen Holzfässern ausgebaut, ab der Kategorie Ortswein sind Eichengebinde obligatorisch. Auf den Etiketten der Gebietsweine findet sich neben der Rebsorte nun auch ein Hinweis auf den Boden. Die Reben der Weingärten in Ratsch wurzeln in Kalkmergel, der teilweise mit Sand oder Schotter durchsetzt ist, in Wielitsch herrscht Korallenkalk vor. Die Sektherstellung erfolgt bis auf das Degorgieren zur Gänze im eigenen Betrieb. Bekannt und beliebt ist auch das angeschlossene, aktuell mit drei Hauben dekorierte Wirtshaus. Stilvolle Gästezimmer und Suiten laden zu längerem Verweilen in der bezaubernden Südsteiermark.

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2025 Stainz Sauvignon Blanc
Weingut
Langmann Lex
Weststeiermark

Ruhig strömend, gelassen, fein verwobene Aromen von kühler Frucht und Kräutern; saftig, ausgewogen, Johannisbeeren, frischer Rhabarber, klar strukturiert, feingliedrig, gute Länge, wertig.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Langmann Lex
Weststeiermark

Stefan Langmann
8511 St. Stefan ob Stainz
Langegg 23

Die Familie Langmann baut seit 1746 Wein an. Mit dem Schilcher habe die Weststeiermark eine weltweite Alleinstellung, ist Stefan Langmann überzeugt. „Es ist wichtig, seine Qualität bis ins Extrem auszureizen, um die Aufmerksamkeit der internationalen Weinliebhaber auf unser Gebiet zu ziehen.“ Seiner Tochter Verena hat er viel Verantwortung im Keller übertragen. Sie bringt noch mehr frischen Wind. Die Lagenweine und der separate Ausbau besonders hochwertiger Parzellen renommierter Rieden sind in letzter Zeit vermehrt in den Fokus der Familie gerückt. Als Beispiel dafür sei der Sauvignon Blanc Ried Greisdorf Himmelreich genannt. Lange Lagerung ohne Schwefel auf der Vollhefe ist mittlerweile Standard bei den besten Weinen. Schaumweine sind das zweite Standbein des Betriebes. Sie werden zur Gänze auf dem Weingut hergestellt. Die Bandbreite ist groß, sie reicht vom wertigen Schilcher Frizzante aus zweiter Gärung über weiße Sekte bis hin zu Großen Reserven g.U. mit Jahrgangsangabe. Ein besonderer Schaumstoff aus dem Hause Langmann nennt sich Schilcato, vinifiziert wie ein Moscato d’Asti mit Vergärung im Drucktank. Zu einem wahren Renner entwickelt hat sich der Schilcher Pet Nat, speziell in den USA und in den skandinavischen Ländern. Der Export hat noch mehr an Bedeutung gewonnen. Die Bewirtschaftung ist naturnah, sie geht in Richtung organische Produktion. Die heuer vorgestellten Weine zeigen, dass Stefan und Verena Langmann erneut mit viel Fingerspitzengefühl an ihrer Stilistik gefeilt haben, sie ist noch feiner geworden. Der letztes Jahr vorgestellte, hochgradig elegante Jahrgangssekt Stainz aus 2018 ist noch zu haben.

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2025 Sauvignon Blanc Joching Federspiel
Weingut
Schmelz
Wachau

Fein-ziselierte straffe Frucht, viel Stachelbeere, grüner Apfel, dezent gewürzig; straff, Gesteinsmehl, Zitronenzesten, schlanker, geradliniger Sauvignon Blanc, betont trocken.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schmelz
Wachau

Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz aus Joching zählt zu den besten Winzern in Österreich. Sein besonderes Geschick und seine große Erfahrung beweist Schmelz vor allem beim Umgang mit Österreichs Paraderebsorte Grüner Veltliner, wo der Wachauer zu den heimischen Großmeistern zählt und das reichhaltig mit zehn Veltlinern zeigt: Fünf verschiedene Federspiele und fünf unterschiedliche Smaragdweine zieht Schmelz aus seinen Wachauer Weingärten, die von Wösendorf über Joching und Weißenkirchen bis nach Loiben reichen; allesamt Lagenweine mit starker Betonung auf die Herkunft. Ein Liebkind des Winzers ist die Ried Pichl Point zuhause bei ihm in Joching. Die Lage gehört seit mehr als 40 Jahren zum Weingut. Dort hat Schmelz eine drei Hektar große Spielwiese für je ein charaktervolles Federspiel und Smaragd – und es ist eine besondere Lage, einer „Lössinsel“ inmitten der Urgesteinswachau. Pichl-Point-Weine sind immer sehr charaktervolle füllig-würzige Veltliner. Der Top-Pick im Federspiel-Weingarten ist immer der Klaus-Veltliner: ein Champions-Wein, mit dem Schmelz schon Vinaria-Dreifachsieger der Jahrgangsverkostung der besten Veltliner mit 12,5 Prozent ist. Auch die 2025er Klaus schickt sich schon an, vorne wieder mitzuspielen. Bei den Veltliner Smaragden haben das Steinertal und der Best Of die Nase vorn. Das Steinertal ist der Zauberberg in Unterloiben, mit dem der Winzer seit Jahren ein Topwein-Abo hat. Vom Best Of gibt es neben dem Veltliner auch einen Riesling. Bei beiden Weinen greift Schmelz bestens gereifte Trauben aus speziellen Weingarten-Parzellen ab. Das reichhaltige Veltliner-Segment macht 70 Prozent von Schmelz‘ Betätigungsfeld aus. Einen starken Akzent setzt der Winzer dann noch mit dem Riesling und rundet die zwei Wachau-Starrebsorten mit einem Sauvignon Blanc und Gelben Muskateller ab.

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2025 Grüner Veltliner Matzner Hügel
Weingut
Wine by S. Pratsch
Weinviertel

(Löß-Lehm, 10-50 Jahre alt) Eukalyptus, grüne Noten, elegante Säure; saftige, gelbe Frucht, gute Struktur und Länge, sehr süffig. Viel Wein um wenig Geld!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Wine by S. Pratsch
Weinviertel

Stefan Pratsch
2223 Hohenruppersdorf
Milchhausstraße 5

Tel. +43 676 6249773
office@pratsch.at
www.pratsch.at

Das Weingut Stefan Pratsch in Hohenruppersdorf hat seinen Ursprung in der Vereinigung zweier alter, ortsansässiger Weinbaufamilien. Bereits vor 30 Jahren war Vater Willi Pratsch überzeugt, daß der naturnahe Weinbau der richtige Weg ist, und so war er einer der Ersten, der im Weinviertel mit Bio-Weinbau begonnen hat. Diese Leidenschaft und Philosophie übertrugen sich wie von selbst auf den jungen Kellermeister Stefan Pratsch. Wie sich heute zeigt, war die Umstellung auf biologisches Wirtschaften ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Weinzukunft. Für mich ist der Besuch bei Stefan Pratsch immer wieder eine höchst erfreuliche Sache. Alle verkosteten Weine befinden sich qualitativ auf einem wirklich hohen Niveau, und durch niedrige Alkoholwerte sind sie absolut süffig. Dieses Jahr besticht die komplette Serie der Grünen Veltliner vom DAC bis zum Eiswein, wobei die Ried Steinberg Große Reserve noch einmal alle überragt. Außerdem habe ich das Gefühl, daß hier noch lange nicht der Plafond erreicht ist. Es liegt vielleicht an den 95 Prozent Exportanteil, warum seine Weine in Österreich nicht bekannter sind. Da aber im Frühjahr 2025 ein wunderschöner Verkostungsraum im Loungestil inklusive Shop – mit seinen Weinen und Produkten aus der Umgebung – gebaut wurde, steht einem Besuch im Weingut nichts mehr im Wege. Zugang mit der eigenen Bankomatkarte jederzeit möglich! Schauen Sie sich das an!

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2025 Rotgipfler Ried Rodauner 1ÖTW Gumpoldskirchen
Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Um ein Eitzerl fülliger und wärmer geprägt als der Flamming, getrocknete Kräuter und Würze; mollige Noten, bisschen Marzipan und Weißbrot, rund und zugänglich, saftig, fein trinkig, rund, üppig-
elegant.

Weißwein
Rotgipfler
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Leo Aumann
2512 Tribuswinkel
Oberwaltersdorfer Straße 105

Tel. +43 2252 80502
office@aumann.at
www.aumann.at

Wer bei Winzer Leo Aumann einkehrt, denkt zu allererst an Rotwein und im Besonderen an den Harterberg – sein Signature Wein aus Merlot, Cabernet Sauvignon und einem Schuss Zweigelt. Die Prise Zweigelt ist dem Winzer wichtig und rundet die Cuvée mit den klassischen Bordeaux-Rebsorten samtig ab. Schon seit dem Jahr 1997 macht Aumann sein Aushängeschild. Seit langer Zeit gibt es aus der Großlage in der Nähe von Baden bei Wien auch einen Harterberg Merlot. Beide Harterberg Weine, aktuell ist der Jahrgang 2023, baut der Winzer in neuen 225-Liter-Barriques aus, wodurch die Weine in ihrer Jugend noch ein bisschen ruppig wirken. Das verfliegt aber mit ausreichend Belüftung vorm Genießen und zunehmender Flaschenreife. Bei seinen Premium Rotweinen mag Aumann das Spiel mit dem Holz. Daher lässt er auch seine Riedenweine im neuen Fass reifen, wenngleich er für seine Burgunder 1ÖTW-Lagen, den Pinot Noir Bockfuss und den St. Laurent Ronald 500-Liter-Gebinde mit leichtem Toasting verwendet. Auch Aumanns sortenreinen Roten Reserven gönnt er das Atmen im 500er-Fass. Abseits von Aumanns roten Spitzen sollte man nicht vergessen: Rund die Hälfte seiner Weingärten und seines Weinprogramms sind Weiß geprägt – und diese Weißen sollte man nicht außer Acht lassen. Aumann hat dabei eine attraktive Palette aus den Thermenregion-Sortenspezialitäten Rotgipfler und Zierfandler, die durch den Chardonnay ergänzt wird. Beim Chardonnay reicht das Angebot vom Badener Berg über die Reserve bis zur Ersten Lage aus der Ried Bockfuss. Den Rotgipfler vinifiziert Aumann von drei unterschiedlichen Ersten Lagen: Der Rotgipfler aus der Ried Flamming 2025 in Baden ist Großteils im Stahltank ausgebaut und der kernigste, trockenste. Der Wein aus der Ried Rodauner in Gumpoldskirchen wirkt etwas fülliger und geschmeidiger. Der Rotgipfler aus der Badener Ried Wiege hat schon ein Jahr Vorsprung, ist aus 2024 und in 500er-Liter neuen Fässern ausgebaut. Eine attraktive Fülle zeigen auch die beiden Zierfandler von Aumann – aus der Hofbreite in Gumpoldskirchen und aus der Ersten Lage Bockfuss in Baden. Egal wie man es dreht und wendet: Bei Aumann in Tribuswinkel ist man in Rot-Weiß-Rot gut aufgehoben.

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2025 NATURAL Muskateller
Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Tolles Bukett, Holunder, Zitrusschale, Orangen, Zimt, Pfirsich, stimmiger Gerbstoff, Frucht, elegant, animierend. Toll.

Weißwein
Muskateller
€€€€
Naturkork

Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Ing. Fritz Wieninger
1190 Wien
Grinzinger Straße 86

Es gibt Neuigkeiten in diesem Weingut. Eine neue Flaschenausstattung – ein neues einladendes Outfit. Ein Chenin Blanc: Reben aus der Loire/Saumur, gewachsen in Stammersdorfer Erde, ausgebaut im 600-Liter-Eichenfass, ebenfalls aus der Loire, 2018 gepflanzt. Das sind die Eckdaten dieses neuen Weines von Fritz Wieninger, dem Eigentümer von Hajszan Neumann. Ich habe mich spontan in diesen Wein verliebt. Der Name steht noch nicht zu 100 Prozent fest, weil vielleicht markenrechtlich geschützt. Da hat Schani Strauß möglicherweise etwas dagegen. „An der schönen blauen Donau“ im Glas und im CD-Player – was kann es Besseres geben? Die beiden Weine vom Grinzinger Steinberg – Grüner Veltliner und Riesling – zählen zum Spannendsten, was ich jemals getrunken habe. Grinzing vom Besten! Natural Wines – das ist hier die Spielwiese für Fritz Wieninger – da kann er experimentieren nach Lust und Laune. Diese Kreszenzen haben Stil und Gewicht. Vor allem der Natural Cabernet Franc hat es mir angetan. Dann noch der Hinweis auf den 2025 Wiener Gemischter Satz Ried Weisleiten – Eleganz in bestechender Form. Dass man in diesem Weingut der biodynamischen Bewirtschaftung der Weingärten frönt – genauso wie im Stammhaus in Stammersdorf – hat sich schon lange herumgesprochen. Diese besonderen Wiener Weine kann man beim Heurigen am Nussberg – betrieben von Fritz Wieninger – genießen.

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2025 Weißburgunder vom Kalk
Weingut
Wolfgang Maitz
Südsteiermark

Nussig, Brioche, Schwarzbrot, alte Birnensorten; auf dem Gaumen schon offener, weißfleischige Birnen, feines Säurespiel, klar strukturiert, mittleres Gewicht.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Wolfgang Maitz
Südsteiermark

Wolfgang Maitz
8461 Ehrenhausen an der Weinstraße
Ratsch 45

Tel. +43 664 3944787
weingut@maitz.co.at
www.maitz.co.at

Wolfgang Maitz verfügt über renommierte Rieden und gehört zu den Steirischen Terroir & Klassik Weingütern, kurz STK. Er verarbeitet nur mehr eigene Trauben, die Gärung ist ausschließlich spontan. Mit seinen Weinen kommt er spät in den Verkauf. „Wir geben ihnen jene Zeit, die sie zu ihrer Entfaltung brauchen. Durch die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung gibt es tendenziell weniger Alkohol.“ Die Gelassenheit des Winzers überträgt sich auf seine Weine, die gesetzt und ruhig wirken, nie laut. Mitunter steht die Lage über der Sorte. Zum Teil werden schon die Gebietsweine in großen Holzfässern ausgebaut, ab der Kategorie Ortswein sind Eichengebinde obligatorisch. Auf den Etiketten der Gebietsweine findet sich neben der Rebsorte nun auch ein Hinweis auf den Boden. Die Reben der Weingärten in Ratsch wurzeln in Kalkmergel, der teilweise mit Sand oder Schotter durchsetzt ist, in Wielitsch herrscht Korallenkalk vor. Die Sektherstellung erfolgt bis auf das Degorgieren zur Gänze im eigenen Betrieb. Bekannt und beliebt ist auch das angeschlossene, aktuell mit drei Hauben dekorierte Wirtshaus. Stilvolle Gästezimmer und Suiten laden zu längerem Verweilen in der bezaubernden Südsteiermark.

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2024 Sauvignon Blanc Ried Greisdorf
Weingut
Langmann Lex
Weststeiermark

Nobel, Frucht, Prise Einlegegewürze, fast samtig; aromatisches und charakterliches Dacapo, Körper, Schmelz, feine Säure, stimmig, im Finish und im Nachhall kommt der Boden durch.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Naturkork

Weingut
Langmann Lex
Weststeiermark

Stefan Langmann
8511 St. Stefan ob Stainz
Langegg 23

Die Familie Langmann baut seit 1746 Wein an. Mit dem Schilcher habe die Weststeiermark eine weltweite Alleinstellung, ist Stefan Langmann überzeugt. „Es ist wichtig, seine Qualität bis ins Extrem auszureizen, um die Aufmerksamkeit der internationalen Weinliebhaber auf unser Gebiet zu ziehen.“ Seiner Tochter Verena hat er viel Verantwortung im Keller übertragen. Sie bringt noch mehr frischen Wind. Die Lagenweine und der separate Ausbau besonders hochwertiger Parzellen renommierter Rieden sind in letzter Zeit vermehrt in den Fokus der Familie gerückt. Als Beispiel dafür sei der Sauvignon Blanc Ried Greisdorf Himmelreich genannt. Lange Lagerung ohne Schwefel auf der Vollhefe ist mittlerweile Standard bei den besten Weinen. Schaumweine sind das zweite Standbein des Betriebes. Sie werden zur Gänze auf dem Weingut hergestellt. Die Bandbreite ist groß, sie reicht vom wertigen Schilcher Frizzante aus zweiter Gärung über weiße Sekte bis hin zu Großen Reserven g.U. mit Jahrgangsangabe. Ein besonderer Schaumstoff aus dem Hause Langmann nennt sich Schilcato, vinifiziert wie ein Moscato d’Asti mit Vergärung im Drucktank. Zu einem wahren Renner entwickelt hat sich der Schilcher Pet Nat, speziell in den USA und in den skandinavischen Ländern. Der Export hat noch mehr an Bedeutung gewonnen. Die Bewirtschaftung ist naturnah, sie geht in Richtung organische Produktion. Die heuer vorgestellten Weine zeigen, dass Stefan und Verena Langmann erneut mit viel Fingerspitzengefühl an ihrer Stilistik gefeilt haben, sie ist noch feiner geworden. Der letztes Jahr vorgestellte, hochgradig elegante Jahrgangssekt Stainz aus 2018 ist noch zu haben.

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2025 Riesling Federspiel
Weingut
Graben Gritsch
Wachau

Feine Steinobstnase, viel Fruchtpräsenz, Weingartenpfirsich, Steinobst, Darjeelingtee-Reminiszenz, kühle Frische, druckvoll, vibrierender Spannungsbogen, viel Säurebiss, elegant, aus einem Guss, druckvoll bis ins lange Finale.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Graben Gritsch
Wachau

Josef Gritsch
3620 Spitz
Vießling 21

Am Ende des Spitzer Grabens liegt im oberen Bergabschnitt das Familienweingut Graben- Gritsch, das über die ausgezeichneten Paradelagen Bruck, Schön und Schaffenfeld verfügt. Die heurige Serie ist unisono beeindruckend und setzt einen Paukenschlag: Die Weine präsentieren sich mit einer komplett neuartigen Handschrift, weg von fülliger Fruchttiefe hin zu fein ziselierten Weinen mit noch stärkerer Terroirbetonung. Josef Gritsch und sein seit vielen Jahren bereits im Weingut tätige Sohn Andreas zeichnen gemeinsam für dieses Facelifting verantwortlich. Ab nun gibt es zwei Kategorien: die Spitzer Graben – Serie umfasst die Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling und entsprechend der von der Vinea Wachau festgelegten Kategorisierung Steinfeder, Federspiel, Smaragd. Die Weine kommen großteils aus Toplagen, darunter jüngere Rebanlagen, und werden meist als Lagencuvée ausgebaut. Um zartere Aromen zu erhalten wird mitunter auf die kühleren Lagen (Ried Setzäcker) wie beim Riesling Federspiel (mit Ried Schön und Bruck vermählt) zurückgegriffen. Die zweite Kategorie ist als Premiumlinie angelegt, die Weine werden ausschließlich als reine Lagenweine ausgebaut. In Summe vereint beide Kategorien eine feine Fruchtfrische in ziselierter Ausprägung mit viel Mineralität. Die bis dato im Hause Gritsch nicht gewohnte filigrange Fruchtstruktur ist nun zum Markenzeichen geworden. Besonders die als Einzellagen bezeichnete Toplinie des Hauses besitzt viel mehr Fruchttiefe und Transparenz, was sie in die höchste Kategorie der Spitzer Graben Weine hebt. Die neue Stillinie des Hauses Graben-Gritsch ist vollauf gelungen.

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2025 Grüner Veltliner Strass
Weingut
Maglock-Nagel
Kamptal

Feine Würze, Pfefferhauch, Tabak, reifer Apfel, Zitrus, kompakter Körper, fruchtig-mineralisch, lössige Anklänge, kernige Struktur, hellfruchtig, lässige Säure, einige Tiefe, lang abgehend. Ein hervorragender Ortswein für knapp 7 Euro die Flasche!

Weißwein
Grüner Veltliner
Schraubverschluss

Weingut
Maglock-Nagel
Kamptal

Stefan Maglock
3491 Straß
Talstraße 116

Die Verkostung der Weine von Stefan Maglock sind ein wahres Vergnügen. Da schmeckt ein Wein besser als der andere. Stefan Maglock hat ein Händchen für Wein. Schon der 2025 Frühroter Veltliner schmeckt richtig gut. Es folgt ein wunderbarer 2025 Weissburgunder von nobler Stilistik. Bei den Grüner Veltliner und Riesling Weinen gibt es keinen Schwachpunkt. Ungemein attraktiv stellt sich der 2025 GV Ortswein Strass dar. Ein Wein der Herzen. Bei den Lagen ist es eine Geschmacksfrage, ob man die 2025 Grüner Veltliner vom Wechselberg, Gaisberg oder doch lieber den 2025 Riesling vom Wechselberg bevorzugt. Ich liebe die Reife – die 2024 Weine vom Riesling Gaisberg oder Grüner Veltliner Gaisberg und Gaisberg Reserve. Letzterer stammt von den ältesten Weingärten am Fuße des Gaisbergs – Gneis-Amphibolit mit Braunerdeauflage. Pflanzjahr 1973, 1975. Dann gab es noch den 2023 Grüner Veltliner Rosengartl, der zeigt, was in ihm steckt. NEU im Angebot ist ein 2025 Chardonnay Reserve, der ein neues Fenster im Weingut aufmacht. Gut ist er auch noch. Ein Blick auf die Preisliste erfreut, denn hier zahlt man für hochwertige Weine moderate Preise.

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2025 Riesling Ried Holzäcker
Weinhof
Maier
Kremstal

Schüchterne Nase, Ringlotten, Pfirsiche, blüht am Gaumen wunderschön auf mit Akzenten von grünen Marillen, Äpfeln und einem koketten Säurespiel; trinkanimierend und nach dem zurückhaltenden Entrée unerwartet offenherzig.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weinhof
Maier
Kremstal

Mario Maier
3506 Krems-Angern
Dorfstraße 17

Wenn andere bereits nach zwei oder drei Jahrzehnten von „langer Tradition“ reden, kostet das Mario Maier – junger, umtriebiger Winzer im zwischen der Donau und dem alles überragenden Göttweigerberg gelegenen Örtchen Angern – ein mildes Lächeln. Denn die Historie des Weinhofs reicht in Sachen Landwirtschaft und Weinbau mehr als zwei Jahrhunderte zurück, genau genommen bis 1789. Auch die Namen der gutseigenen Weingärten, die sich entlang des Göttweigers bis nach Tiefenfucha und Krustetten erstrecken, atmen Geschichte. Wolfsberg, Frauengrund, Schweren Zapfen oder Goldbühel heißen einige von ihnen und liefern überwiegend Grüne Veltliner, gefolgt von Riesling, Gelbem Muskateller, Sauvignon Blanc und Chardonnay. Und mit dem Zweigelt kommt auch Rotwein nicht zu kurz. Seit 2023 ist der Betrieb „Nachhaltig Austria“ zertifiziert. Die Weine aus dem aktuellen Jahrgang sind etwas leichter geraten als im Vorjahr, glänzen mit erfrischender Säure und hohem Trinkanimo. Mit den Veltlinern aus den Rieden Hütersteig und Schweren Zapfen sind jedoch auch zwei substanziellere Varianten neu hinzugekommen; Letztere konnte auf Anhieb vier Sterne einheimsen. Viel Trinkfreude offerieren auch beide Rieslinge, der Holzäcker bereits zugänglich, der Sortenkollege Reserve noch in den Startlöchern, aber mit Potenzial für den vierten Stern. Für Weinreisende ein Geheimtipp – das schmucke Gästehaus der Familie, das nach einer ausgiebigen Weinkost für Ruhe und Entspannung sorgt.

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2025 Roter Veltliner Ried Steinbügel
Weingut
Graf Hardegg
Weinviertel

Helles Grün, Wiesenkräuter, Anklänge von Pfeffer, dezent würzig, Lebkuchen, Apfeltöne, fruchtig, mineralisch, noch sehr verhalten, elegant, feine Frucht, ein klassischer Herbstwein. Entwickelt sich im Glas bestens.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Graf Hardegg
Weinviertel

DI Maximilian Hardegg
2062 Seefeld-Kadolz
Großkadolz 1

Also, ich presche jetzt einmal vor und behaupte, dass die alkoholfreien Produkte dieses Hauses von Genialität durchzogen sind. Es sind perfekte Speisenbegleiter und adäquate Getränke, um auf Wein zu verzichten. Alles in BIO – wie im gesamten Weingut seit 2006. Zu den Weinen: Unter der Ägide von Betriebsleiter Andreas Gruber entstehen Gewächse, welche das nördliche Weinviertel in unwiderstehlicher Form darstellen. Man hat sich hier eine hohe Schaumweinkompetenz erarbeitet. Die beiden 2021 Großen Reserven in Weiß und Rosé sind hervorragend. Der Brut Nature V – ist überragend. Einnehmend ist der 2025 Roter Veltliner Vom Schloss. Die Steigerung ist dann selbige 2025 Varietät von der Ried Steinbügel. Diese Ried ist eine Monopollage – also im Alleinbesitz der Familie Hardegg. Darauf stehen noch Rieslinge, Grüner Veltliner, Chardonnay, der Viognier, der Pinot Noir – wobei letzterer sich bestens darstellt. Der Viognier ist eine Spezialität des Hauses – seit 1995 – ohne Jahrgangsbezeichnung – es ist der 2024er, der auch im internationalen Maßstab reüssiert. Eine großartige 2025 Riesling Spätlese bildet den Abschluss dieser sehr erbauenden Verkostung. Dann gäbe es noch den Forticus – ein fortifizierter Wein aus hochreifen Merlot Trauben. Einen 20 Jahre alten Weinbrand. Ein GUT HARDEGG Mehl – verschiedene Honige und ein Sing- und Wildvogelfutter.

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2024 Rotgipfler Ried Wiege 1ÖTW Baden
Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Aromatische Fülle, einige Würze, viel Zitrusnoten; kräftiger Wein mit spürbarer Holz-Röstigkeit, in der Tiefe geschmeidige Noten, schokoladig, Kakao, saftige, tropische Frucht, Blutorangen und Limetten, mittellang.

Weißwein
Rotgipfler
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Leo Aumann
2512 Tribuswinkel
Oberwaltersdorfer Straße 105

Tel. +43 2252 80502
office@aumann.at
www.aumann.at

Wer bei Winzer Leo Aumann einkehrt, denkt zu allererst an Rotwein und im Besonderen an den Harterberg – sein Signature Wein aus Merlot, Cabernet Sauvignon und einem Schuss Zweigelt. Die Prise Zweigelt ist dem Winzer wichtig und rundet die Cuvée mit den klassischen Bordeaux-Rebsorten samtig ab. Schon seit dem Jahr 1997 macht Aumann sein Aushängeschild. Seit langer Zeit gibt es aus der Großlage in der Nähe von Baden bei Wien auch einen Harterberg Merlot. Beide Harterberg Weine, aktuell ist der Jahrgang 2023, baut der Winzer in neuen 225-Liter-Barriques aus, wodurch die Weine in ihrer Jugend noch ein bisschen ruppig wirken. Das verfliegt aber mit ausreichend Belüftung vorm Genießen und zunehmender Flaschenreife. Bei seinen Premium Rotweinen mag Aumann das Spiel mit dem Holz. Daher lässt er auch seine Riedenweine im neuen Fass reifen, wenngleich er für seine Burgunder 1ÖTW-Lagen, den Pinot Noir Bockfuss und den St. Laurent Ronald 500-Liter-Gebinde mit leichtem Toasting verwendet. Auch Aumanns sortenreinen Roten Reserven gönnt er das Atmen im 500er-Fass. Abseits von Aumanns roten Spitzen sollte man nicht vergessen: Rund die Hälfte seiner Weingärten und seines Weinprogramms sind Weiß geprägt – und diese Weißen sollte man nicht außer Acht lassen. Aumann hat dabei eine attraktive Palette aus den Thermenregion-Sortenspezialitäten Rotgipfler und Zierfandler, die durch den Chardonnay ergänzt wird. Beim Chardonnay reicht das Angebot vom Badener Berg über die Reserve bis zur Ersten Lage aus der Ried Bockfuss. Den Rotgipfler vinifiziert Aumann von drei unterschiedlichen Ersten Lagen: Der Rotgipfler aus der Ried Flamming 2025 in Baden ist Großteils im Stahltank ausgebaut und der kernigste, trockenste. Der Wein aus der Ried Rodauner in Gumpoldskirchen wirkt etwas fülliger und geschmeidiger. Der Rotgipfler aus der Badener Ried Wiege hat schon ein Jahr Vorsprung, ist aus 2024 und in 500er-Liter neuen Fässern ausgebaut. Eine attraktive Fülle zeigen auch die beiden Zierfandler von Aumann – aus der Hofbreite in Gumpoldskirchen und aus der Ersten Lage Bockfuss in Baden. Egal wie man es dreht und wendet: Bei Aumann in Tribuswinkel ist man in Rot-Weiß-Rot gut aufgehoben.

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2023 NATURAL Cabernet Franc
Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Rauchig-würzig, straff und spannend, festes Tannin, super Säure, immer mit Kühle, rotbeerig, Hagebutten, Zwetschken, Kirschen, engmaschig, griffig, elegant, fast transparent, sehr individuell. Ausdruck im Loire Stil.

Rotwein
Cabernet Franc
€€€€
Naturkork

Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Ing. Fritz Wieninger
1190 Wien
Grinzinger Straße 86

Es gibt Neuigkeiten in diesem Weingut. Eine neue Flaschenausstattung – ein neues einladendes Outfit. Ein Chenin Blanc: Reben aus der Loire/Saumur, gewachsen in Stammersdorfer Erde, ausgebaut im 600-Liter-Eichenfass, ebenfalls aus der Loire, 2018 gepflanzt. Das sind die Eckdaten dieses neuen Weines von Fritz Wieninger, dem Eigentümer von Hajszan Neumann. Ich habe mich spontan in diesen Wein verliebt. Der Name steht noch nicht zu 100 Prozent fest, weil vielleicht markenrechtlich geschützt. Da hat Schani Strauß möglicherweise etwas dagegen. „An der schönen blauen Donau“ im Glas und im CD-Player – was kann es Besseres geben? Die beiden Weine vom Grinzinger Steinberg – Grüner Veltliner und Riesling – zählen zum Spannendsten, was ich jemals getrunken habe. Grinzing vom Besten! Natural Wines – das ist hier die Spielwiese für Fritz Wieninger – da kann er experimentieren nach Lust und Laune. Diese Kreszenzen haben Stil und Gewicht. Vor allem der Natural Cabernet Franc hat es mir angetan. Dann noch der Hinweis auf den 2025 Wiener Gemischter Satz Ried Weisleiten – Eleganz in bestechender Form. Dass man in diesem Weingut der biodynamischen Bewirtschaftung der Weingärten frönt – genauso wie im Stammhaus in Stammersdorf – hat sich schon lange herumgesprochen. Diese besonderen Wiener Weine kann man beim Heurigen am Nussberg – betrieben von Fritz Wieninger – genießen.

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2023 Ehrenhausen Weißburgunder
Weingut
Wolfgang Maitz
Südsteiermark

Viel Sorte, Birnen, helles Steinobst, Anklänge von Haselnüssen; schließt so an, quicklebendig, Säurespiel, präzise, in keiner Phase schwerfällig, Herkunft.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Wolfgang Maitz
Südsteiermark

Wolfgang Maitz
8461 Ehrenhausen an der Weinstraße
Ratsch 45

Tel. +43 664 3944787
weingut@maitz.co.at
www.maitz.co.at

Wolfgang Maitz verfügt über renommierte Rieden und gehört zu den Steirischen Terroir & Klassik Weingütern, kurz STK. Er verarbeitet nur mehr eigene Trauben, die Gärung ist ausschließlich spontan. Mit seinen Weinen kommt er spät in den Verkauf. „Wir geben ihnen jene Zeit, die sie zu ihrer Entfaltung brauchen. Durch die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung gibt es tendenziell weniger Alkohol.“ Die Gelassenheit des Winzers überträgt sich auf seine Weine, die gesetzt und ruhig wirken, nie laut. Mitunter steht die Lage über der Sorte. Zum Teil werden schon die Gebietsweine in großen Holzfässern ausgebaut, ab der Kategorie Ortswein sind Eichengebinde obligatorisch. Auf den Etiketten der Gebietsweine findet sich neben der Rebsorte nun auch ein Hinweis auf den Boden. Die Reben der Weingärten in Ratsch wurzeln in Kalkmergel, der teilweise mit Sand oder Schotter durchsetzt ist, in Wielitsch herrscht Korallenkalk vor. Die Sektherstellung erfolgt bis auf das Degorgieren zur Gänze im eigenen Betrieb. Bekannt und beliebt ist auch das angeschlossene, aktuell mit drei Hauben dekorierte Wirtshaus. Stilvolle Gästezimmer und Suiten laden zu längerem Verweilen in der bezaubernden Südsteiermark.

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2025 Grüner Veltliner Ried Schaffenfled
Weingut
Graben Gritsch
Wachau

Zartes Würzeentrée, hellfruchtige, reife Apfelaromatik, knackiges Fruchtspiel, kühle Frische, mineralisch geprägt, feingliedrig, würzig im Finish, gute Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut
Graben Gritsch
Wachau

Josef Gritsch
3620 Spitz
Vießling 21

Am Ende des Spitzer Grabens liegt im oberen Bergabschnitt das Familienweingut Graben- Gritsch, das über die ausgezeichneten Paradelagen Bruck, Schön und Schaffenfeld verfügt. Die heurige Serie ist unisono beeindruckend und setzt einen Paukenschlag: Die Weine präsentieren sich mit einer komplett neuartigen Handschrift, weg von fülliger Fruchttiefe hin zu fein ziselierten Weinen mit noch stärkerer Terroirbetonung. Josef Gritsch und sein seit vielen Jahren bereits im Weingut tätige Sohn Andreas zeichnen gemeinsam für dieses Facelifting verantwortlich. Ab nun gibt es zwei Kategorien: die Spitzer Graben – Serie umfasst die Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling und entsprechend der von der Vinea Wachau festgelegten Kategorisierung Steinfeder, Federspiel, Smaragd. Die Weine kommen großteils aus Toplagen, darunter jüngere Rebanlagen, und werden meist als Lagencuvée ausgebaut. Um zartere Aromen zu erhalten wird mitunter auf die kühleren Lagen (Ried Setzäcker) wie beim Riesling Federspiel (mit Ried Schön und Bruck vermählt) zurückgegriffen. Die zweite Kategorie ist als Premiumlinie angelegt, die Weine werden ausschließlich als reine Lagenweine ausgebaut. In Summe vereint beide Kategorien eine feine Fruchtfrische in ziselierter Ausprägung mit viel Mineralität. Die bis dato im Hause Gritsch nicht gewohnte filigrange Fruchtstruktur ist nun zum Markenzeichen geworden. Besonders die als Einzellagen bezeichnete Toplinie des Hauses besitzt viel mehr Fruchttiefe und Transparenz, was sie in die höchste Kategorie der Spitzer Graben Weine hebt. Die neue Stillinie des Hauses Graben-Gritsch ist vollauf gelungen.

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2025 Riesling Stein am Rain Federspiel
Weingut
Schmelz
Wachau

Feine Steinobstnote, bisschen würzig, grüner Pfirsich, sortentypisch; lässige Säure, betont trocken, grüne Pfirsiche, Nektarinen, zart mineralisch, mittellang.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schmelz
Wachau

Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz aus Joching zählt zu den besten Winzern in Österreich. Sein besonderes Geschick und seine große Erfahrung beweist Schmelz vor allem beim Umgang mit Österreichs Paraderebsorte Grüner Veltliner, wo der Wachauer zu den heimischen Großmeistern zählt und das reichhaltig mit zehn Veltlinern zeigt: Fünf verschiedene Federspiele und fünf unterschiedliche Smaragdweine zieht Schmelz aus seinen Wachauer Weingärten, die von Wösendorf über Joching und Weißenkirchen bis nach Loiben reichen; allesamt Lagenweine mit starker Betonung auf die Herkunft. Ein Liebkind des Winzers ist die Ried Pichl Point zuhause bei ihm in Joching. Die Lage gehört seit mehr als 40 Jahren zum Weingut. Dort hat Schmelz eine drei Hektar große Spielwiese für je ein charaktervolles Federspiel und Smaragd – und es ist eine besondere Lage, einer „Lössinsel“ inmitten der Urgesteinswachau. Pichl-Point-Weine sind immer sehr charaktervolle füllig-würzige Veltliner. Der Top-Pick im Federspiel-Weingarten ist immer der Klaus-Veltliner: ein Champions-Wein, mit dem Schmelz schon Vinaria-Dreifachsieger der Jahrgangsverkostung der besten Veltliner mit 12,5 Prozent ist. Auch die 2025er Klaus schickt sich schon an, vorne wieder mitzuspielen. Bei den Veltliner Smaragden haben das Steinertal und der Best Of die Nase vorn. Das Steinertal ist der Zauberberg in Unterloiben, mit dem der Winzer seit Jahren ein Topwein-Abo hat. Vom Best Of gibt es neben dem Veltliner auch einen Riesling. Bei beiden Weinen greift Schmelz bestens gereifte Trauben aus speziellen Weingarten-Parzellen ab. Das reichhaltige Veltliner-Segment macht 70 Prozent von Schmelz‘ Betätigungsfeld aus. Einen starken Akzent setzt der Winzer dann noch mit dem Riesling und rundet die zwei Wachau-Starrebsorten mit einem Sauvignon Blanc und Gelben Muskateller ab.

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2025 Grüner Veltliner Ried Wechselberg
Weingut
Maglock-Nagel
Kamptal

Rauchig, Tabak, Apfelnoten, Hauch von Pfeffer, Zitrus, Ananas, Mango, knackige Säure, frisch, pikant, ist in seiner juvenilen Art höchst attraktiv.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Maglock-Nagel
Kamptal

Stefan Maglock
3491 Straß
Talstraße 116

Die Verkostung der Weine von Stefan Maglock sind ein wahres Vergnügen. Da schmeckt ein Wein besser als der andere. Stefan Maglock hat ein Händchen für Wein. Schon der 2025 Frühroter Veltliner schmeckt richtig gut. Es folgt ein wunderbarer 2025 Weissburgunder von nobler Stilistik. Bei den Grüner Veltliner und Riesling Weinen gibt es keinen Schwachpunkt. Ungemein attraktiv stellt sich der 2025 GV Ortswein Strass dar. Ein Wein der Herzen. Bei den Lagen ist es eine Geschmacksfrage, ob man die 2025 Grüner Veltliner vom Wechselberg, Gaisberg oder doch lieber den 2025 Riesling vom Wechselberg bevorzugt. Ich liebe die Reife – die 2024 Weine vom Riesling Gaisberg oder Grüner Veltliner Gaisberg und Gaisberg Reserve. Letzterer stammt von den ältesten Weingärten am Fuße des Gaisbergs – Gneis-Amphibolit mit Braunerdeauflage. Pflanzjahr 1973, 1975. Dann gab es noch den 2023 Grüner Veltliner Rosengartl, der zeigt, was in ihm steckt. NEU im Angebot ist ein 2025 Chardonnay Reserve, der ein neues Fenster im Weingut aufmacht. Gut ist er auch noch. Ein Blick auf die Preisliste erfreut, denn hier zahlt man für hochwertige Weine moderate Preise.

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2025 Riesling Reserve
Weinhof
Maier
Kremstal

Stachelbeeren, Grapefruits, getrocknete Kräuter, Marillensorbet; legt im Glas zu, die rassige Säure in Extraktsüße eingebettet; kraftvoll, schmelzig und dennoch fein nuanciert; steht noch in den Startlöchern, schönes Potenzial.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weinhof
Maier
Kremstal

Mario Maier
3506 Krems-Angern
Dorfstraße 17

Wenn andere bereits nach zwei oder drei Jahrzehnten von „langer Tradition“ reden, kostet das Mario Maier – junger, umtriebiger Winzer im zwischen der Donau und dem alles überragenden Göttweigerberg gelegenen Örtchen Angern – ein mildes Lächeln. Denn die Historie des Weinhofs reicht in Sachen Landwirtschaft und Weinbau mehr als zwei Jahrhunderte zurück, genau genommen bis 1789. Auch die Namen der gutseigenen Weingärten, die sich entlang des Göttweigers bis nach Tiefenfucha und Krustetten erstrecken, atmen Geschichte. Wolfsberg, Frauengrund, Schweren Zapfen oder Goldbühel heißen einige von ihnen und liefern überwiegend Grüne Veltliner, gefolgt von Riesling, Gelbem Muskateller, Sauvignon Blanc und Chardonnay. Und mit dem Zweigelt kommt auch Rotwein nicht zu kurz. Seit 2023 ist der Betrieb „Nachhaltig Austria“ zertifiziert. Die Weine aus dem aktuellen Jahrgang sind etwas leichter geraten als im Vorjahr, glänzen mit erfrischender Säure und hohem Trinkanimo. Mit den Veltlinern aus den Rieden Hütersteig und Schweren Zapfen sind jedoch auch zwei substanziellere Varianten neu hinzugekommen; Letztere konnte auf Anhieb vier Sterne einheimsen. Viel Trinkfreude offerieren auch beide Rieslinge, der Holzäcker bereits zugänglich, der Sortenkollege Reserve noch in den Startlöchern, aber mit Potenzial für den vierten Stern. Für Weinreisende ein Geheimtipp – das schmucke Gästehaus der Familie, das nach einer ausgiebigen Weinkost für Ruhe und Entspannung sorgt.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -