Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Weißburgunder
Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Hell, fruchtbetont, weißfleischige Birne, weiße Blüten, Weißbrothauch; kernig, frisch, straffer Säurebiss, elegante Frucht, hübsch.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Daniel Pfeifer
8354 St. Anna am Aigen
Plesch 43a

„Wir Leben für den Genuss“ lautet die Philosophie im Weingut Pfeifer, und an dieser lässt die Familie alle Weinfreunde und sonstigen Genussgäste teilnehmen. Das oberhalb der Gemeinde St. Anna in Höhenlage situierte Gut bietet einen atemberaubenden Panoramablick ins Vulkanland. Jüngst wurde ein reizvoller wie funktioneller Neubau eröffnet, der als Vinothek und Präsentationsraum fungiert, vor allem aber auch den flüssigen und festen Genussmomenten gewidmet ist. Hier kann man sich durch das vielgestaltige Sortiment an hochwertigen Weinen kosten und dazu köstliche Schmankerln inklusive verführerischer Süßspeisen von Daniel Pfeifers Lebenspartnerin und Diplomsommelière Lisa Krispel genießen, die 2023 Gault-Millau Patissière des Jahres war. Im Familienweingut Pfeifer werken zwei Generationen. Seit 2010 im Betrieb tätig, hat sich Daniel Pfeifer als Kellermeister mit Können und Fingerspitzengefühl schon längst etabliert, wobei er schon lange auf separaten Ausbau der einzelnen Parzellen setzt. Schon vor Jahren hat er sich dem sanften Rebschnitt verschrieben, der von Vater Alois und dem Weingartenteam perfekt umgesetzt wird. Das Sortiment an Charakterweinen ist nach dem hiesigen DAC-System in Gebiets-, Orts- und Riedenweine gegliedert. Herzstück des Betriebs ist die insgesamt 26 Hektar umfassende Ried Schemming, von der man gut ein Drittel bewirtschaftet. Die vielfältige Hanglage westlich von St. Anna am Aigen unterhalb des Hochstradner Kogels neigt sich von Südwest nach Osten und verfügt über vielfältige Bodenformationen. Das aktuelle Sortiment umfasst Gebietsweine aus 2025, einige 2025er Ortsweine kommen im Herbst, die restlichen sind aus 2024; die Riedenweine aus 2023 (Herbst) und 2022. ps

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2025 Grüner Veltliner Stein am Rain Federspiel
Weingut
Josef Jamek
Wachau

Elegante Gelbfrucht, reifer Apfel, würzig, zeigt Tiefe, bestens strukturiert, viel Trinkvergnügen.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Josef Jamek
Wachau

Herwig Jamek
3610 Joching
Josef-Jamek-Straße 45

Das Traditionsweingut Josef Jamek wird heute erfolgreich vom Ärzteehepaar Herwig und Julia Jamek entsprechend den naturnahen Prinzipien und im klassischen Ausbaustil geführt. Geschichtsträchtige Tradition und zukunftsorientierte Weitsicht gehen so Hand in Hand mit Natur und Kultur. Der aktuelle Jahrgang zeigt vorbildhaft die zukünftige Stoßrichtung, die den Stil von feinziselierten Gewächsen in klarem Fruchtbild forciert. Die Steinfeder-Kategorie vom Grünen Veltliner als auch der beliebte wie feingliedrig-würzige Gelbe Muskateller Vierblattl Federspiel zeigen dies eindrucksvoll. Das Aushängeschild des Haues Jamek sind selbstredend die Grünen Veltliner, besonders die Rieslinge aus der berühmten Ried Klaus. Tiefgründige Fruchttiefe mit strukturierter Klarheit samt dem spezifischen Terroir-Rauchnoten begründeten den Weltruhm des Hauses Jamek. Eindrucksvoll zeigt sich hier das Potenzial der etwas gereiften Klaus-Rieslinge Smaragde, wie es momentan die beiden Topjahrgänge 2019 und das Highlight vom 2021er Jahrgang offenbaren.

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2025 Riesling Ried Steinleithen
Weingut
Unger
Kremstal

Sanfter Druck, Sorte klar, reife Weingartenpfirsiche; aromatisches Dacapo, Säurespiel, trotz der merklichen Substanz quicklebendig, bemerkenswerter Trinkfluss, steinige Anmutung im langen Abgang.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Unger
Kremstal

Petra Unger
3511 Furth
Lindengasse 22

Tel. +43 676 848622822
Fax. +43 2732 76801
office@ungerwein.at
www.ungerwein.at

Der Chemiker Wolfgang Unger legte 1964 den Grundstein für das heutige Weingut. Weil er als Hobby Wein machen wollte, kaufte er die charaktervolle Ried Hinters Kirchl in Stein. Gemeinsam mit seiner Frau Veronika expandierte er den kleinen Betrieb. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1999 übernahm Petra Unger die Verantwortung für das elterliche Weingut. Die Absolventin der Universität für Bodenkultur in Wien verschaffte sich zuvor einen Überblick, was in der weiten Weinwelt so gemacht wird, unter anderem im Zuge eines Praktikums in Napa Valley. Sie ist Mitglied bei den Österreichischen Traditionsweingütern, kurz ÖTW. Seit 2010 gibt es eine Kooperation mit dem Weingut Josef Edlinger, um betriebswirtschaftliche Synergien zu nutzen. Die Weinbereitung ist getrennt. Die Rieden sind beidseits der Donau gelegen, der Großteil davon auf dem Hochplateau beim Göttweiger Berg, wo der Grüne Veltliner vorwiegend in tiefem Löss wurzelt, ausgenommen die mit vielen Steinen durchsetzte Ried Gottschelle. Die Böden der Rieden Gaisberg und Hinters Kirchl jenseits des großen Stromes bei Krems hingegen bestehen aus verwittertem kristallinem Gestein; hier steht der Riesling auf Terrassen mit Natursteinmauern. Die aktuelle Serie ist präzise, fein und trinkanimierend. Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse kommen klar zum Ausdruck. Die Preisgestaltung ist attraktiv.

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2025 Weißburgunder Fels
Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Feine Reduktion, Haselnuss, Williamsbirne, Butterzopf, eleganter Auftakt, geschmeidiger einfühlsamer Gaumen, ganz leichte Crème Brûlée, Honigwabe, Mandelmilch, unterlegt mit leichten röstigen Aromen, eleganter Sortenvertreter.

Weißwein
Blauburger
€€
Schraubverschluss

Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Horst & Gerhard Kolkmann
3481 Fels am Wagram
Kremserstraße 53

Tel. +43 2738 2436
office@kolkmann.at
www.kolkmann.at

Das Weingut Kolkmann ist ein echtes Familienprojekt, in dem vier Generationen mit viel Leidenschaft und Zusammenhalt zusammenarbeiten. In Fels am Wagram bewirtschaftet die Familie ihre Weingärten auf fruchtbaren Lössböden, die den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Seit 2021 wird der Betrieb organisch-biologisch geführt und trägt zudem das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“. Eine besondere Rolle spielen Grüner und Roter Veltliner, die mit viel Feingefühl ausgebaut werden. Gleichzeitig prägen Vielfalt und Individualität das Sortiment. Die Gebietsweine vermitteln die typische Frische und Trinkfreude des Wagram. In den Ortsweinen zeigt sich die Ausdruckskraft der Felser Lössböden, etwa im charaktervollen Felser Grünen Veltliner. Die Riedenweine stammen aus den besten Lagen des Hauses. In der Ried Brunnthal entstehen auf Lehm- und Lössböden eindrucksvolle Grüne und Rote Veltliner mit Tiefe und Eleganz. Der Riesling aus der Ried Fumberg überzeugt mit präziser Sortentypizität und viel Trinkfreude. Für den Grünen Veltliner Brunnthal Reserve kommen 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche zum Einsatz, die dem Wein zusätzliche Struktur und Finesse verleihen. Zu den besonderen Highlights zählen der Rote Veltliner Ried Scheiben Reserve sowie der Weißburgunder Fels, der im großen ungarischen Eichenfass ausgebaut wird und sich harmonisch und vielschichtig präsentiert. Der Jahrgang 2025 zeigt sich laut Horst Kolkmann komplett und regionaltypisch – frisch, elegant und mit moderatem Alkohol.

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2021 Rubin Carnuntum Der Fuchs
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Violette Noten, Herzkirsche, kernig, dicht und einladend; auch am Gaumen viel saftige Frucht, Heidelbeere, Preiselbeere, feiner Gerbstoff, viel Trinkfreude, gute Länge.

Rotwein
Zweigelt
€€
Naturkork

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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KISS Pet Nat Rosé, Bioschaumwein
Bio-Weingut
H. u. M. Hofer
Weinviertel

Kitschig und lustig: Rosa-Bernstein-Farbe; Erdbeeren und Himbeeren, Grüner Tee; Erdbeermark, immense Säure, die die Süße gut puffert. Otra botella por favor!

Schaumwein
Cabernet Carol
€€€
Schraubverschluss

Bio-Weingut
H. u. M. Hofer
Weinviertel

Manfred Ottendorfer & Florian Hofer GesbR
2214 Auersthal
Neubaugasse 66

Hermann und Maria Hofer waren vor Jahrzehnten die Vorreiter für biologischen Weinbau nicht nur in diesem Gebiet, sondern in ganz Niederösterreich, und haben über die Jahre viele Winzer beeinflusst. Für die kontinuierliche Arbeit gab es 2022 die Auszeichnung als Österreichs bester BIO-Produzent bei der Berliner Wein Trophy. Seit 2022 ist der Schwiegersohn und Quereinsteiger Manfred Ottendorfer neu im Betrieb, steuert mit dem Grünen Veltliner Fred.dO seinen eigenen Wein bei, und bringt sich mittlerweile voll ein. Mit dem Jahrgang 2025 ist auch Sohn Florian Hofer eingecheckt, und bringt zusätzlich neuen Schwung. Ab der ersten Probe merkt man, dass auch 2025 der positive Trend anhält. Alle Weine sind pointiert, fruchtbetont und frisch. Hervorheben möchte ich die drei Grünen Veltliner aus dem Jahrgang 2025, die sowohl die Sorte, als auch die Region schön repräsentieren. Der Blütenmuskateller glänzt durch seine Würze, der Naturwein Origin durch sein Fruchtaroma, und beide bieten viel Trinkvergnügen. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß es hier auch feine, süffige Rotweine und viele PIWI (pilzwiderstandsfähige) Sorten gibt, mit welchen seit Jahren experimentiert wird, was man denn daraus Köstliches machen kann. Zwei alkoholfreie Schaumweine mit dem Namen Perlenspiel sowie ein köstlicher Verjus runden das Programm ab.

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2025 Grüner Veltliner Ried Jochinger Steinwand Federspiel
Weingut
Josef Jamek
Wachau

Offenherzige Fruchtaromatik, gelber Apfel, saftig, kompakt, klares Fruchtspiel, vollmundig im Finish mit fein untermalter Würze.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Josef Jamek
Wachau

Herwig Jamek
3610 Joching
Josef-Jamek-Straße 45

Das Traditionsweingut Josef Jamek wird heute erfolgreich vom Ärzteehepaar Herwig und Julia Jamek entsprechend den naturnahen Prinzipien und im klassischen Ausbaustil geführt. Geschichtsträchtige Tradition und zukunftsorientierte Weitsicht gehen so Hand in Hand mit Natur und Kultur. Der aktuelle Jahrgang zeigt vorbildhaft die zukünftige Stoßrichtung, die den Stil von feinziselierten Gewächsen in klarem Fruchtbild forciert. Die Steinfeder-Kategorie vom Grünen Veltliner als auch der beliebte wie feingliedrig-würzige Gelbe Muskateller Vierblattl Federspiel zeigen dies eindrucksvoll. Das Aushängeschild des Haues Jamek sind selbstredend die Grünen Veltliner, besonders die Rieslinge aus der berühmten Ried Klaus. Tiefgründige Fruchttiefe mit strukturierter Klarheit samt dem spezifischen Terroir-Rauchnoten begründeten den Weltruhm des Hauses Jamek. Eindrucksvoll zeigt sich hier das Potenzial der etwas gereiften Klaus-Rieslinge Smaragde, wie es momentan die beiden Topjahrgänge 2019 und das Highlight vom 2021er Jahrgang offenbaren.

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Blütenzauber, Bioschaumwein
Bio-Weingut
H. u. M. Hofer
Weinviertel

Einladende Aromen, vielschichtig, sehr intensiv; saftig, viel Muskateller, feine Herbe danach, die den Schaumwein trocken abschließen lässt.

Schaumwein
Blütenmuskateller
€€
Schraubverschluss

Bio-Weingut
H. u. M. Hofer
Weinviertel

Manfred Ottendorfer & Florian Hofer GesbR
2214 Auersthal
Neubaugasse 66

Hermann und Maria Hofer waren vor Jahrzehnten die Vorreiter für biologischen Weinbau nicht nur in diesem Gebiet, sondern in ganz Niederösterreich, und haben über die Jahre viele Winzer beeinflusst. Für die kontinuierliche Arbeit gab es 2022 die Auszeichnung als Österreichs bester BIO-Produzent bei der Berliner Wein Trophy. Seit 2022 ist der Schwiegersohn und Quereinsteiger Manfred Ottendorfer neu im Betrieb, steuert mit dem Grünen Veltliner Fred.dO seinen eigenen Wein bei, und bringt sich mittlerweile voll ein. Mit dem Jahrgang 2025 ist auch Sohn Florian Hofer eingecheckt, und bringt zusätzlich neuen Schwung. Ab der ersten Probe merkt man, dass auch 2025 der positive Trend anhält. Alle Weine sind pointiert, fruchtbetont und frisch. Hervorheben möchte ich die drei Grünen Veltliner aus dem Jahrgang 2025, die sowohl die Sorte, als auch die Region schön repräsentieren. Der Blütenmuskateller glänzt durch seine Würze, der Naturwein Origin durch sein Fruchtaroma, und beide bieten viel Trinkvergnügen. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß es hier auch feine, süffige Rotweine und viele PIWI (pilzwiderstandsfähige) Sorten gibt, mit welchen seit Jahren experimentiert wird, was man denn daraus Köstliches machen kann. Zwei alkoholfreie Schaumweine mit dem Namen Perlenspiel sowie ein köstlicher Verjus runden das Programm ab.

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2021 Cabernet Sauvignon Alter Satz
Weingut
AmSee Pirker-Preisinger
Neusiedlersee

Erdige Noten, Waldboden, reifes Cassis, weiche, milchschokoladige Noten; saftig, reife Johannisbeeren mit schöner Kräuterwürzigkeit, wird mit Belüftung immer lebhafter und frischer, getrocknete Kräuter, viel Sortentypizität. ÖSTERREICH

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€€€
Glassstöpsel

Weingut
AmSee Pirker-Preisinger
Neusiedlersee

Franz Pirker
7122 Gols
Neubaugasse 19

Tel. +43 664 75038676
office@wein-amsee.at
www.wein-amsee.at

Schmeißen Sie beim Weingut AmSee die Wein-Normalitäten über Bord. Bei Hobby- und Nebenerwerbswinzer Franz Pirker ist Zeit der Faktor, der den Wein macht. Seine Premiumweine kommen drei bis fünf Jahre nach der Ernte auf den Markt, frühestens. Manch Roter reift sogar für 86 Monate im Barrique. Fass und Reife ist Franz Pirker eben wichtig. 2012 hat Pirker als Quereinsteiger sein Weingutsabenteuer „AmSee“ begonnen. Winzerpartner, wo die Weine entstehen, ist der Golser Helmut Preisinger. Die beiden sind seit langem schon freundschaftlich verbunden. Von Anfang an wichtig war Pirker, nicht die gleiche Weinstilistik wie die Preisinger-Weine zu haben. Daher findet man im Weingut AmSee auch keine Rotweincuvée. Das Thema sei Preisinger überlassen. Was aber Pirker gern hat, neben dem langen Ausbau und der langen Reife der Weine im Keller, ist die Verwendung von kleinen Barriques, dabei fast immer mit einem deutlichem Neuholzanteil. Heuer hat Pirker neben seinem klassischen, jungen Every-Day-Chardonnay eine „Barrique-Schwester“ dazugesetzt – die Ladies Edition. Ein zwölf Monate, im kleinen Fass gereifter Burgunder aus der Lage Goldberg. Seinen Namen hat dieser Chardonnay, weil dieser Wein beim „Fass-Chargen-Aussuchen“ die mitkostenden Damen besonders begeistert hat. Und schon war der Name geboren. Das Pendant zum klassischen Chardonnay in Rot für den Every-Day-Genuss ist der Zweigelt 2024, praktisch ein Lagenwein, weil er vom Golser Goldberg kommt. Bei den Pirker-Premium-Roten ist jetzt der 2021er im Glas. Einerseits hält er hier einen wuchtig-eleganten Blaufränker V36 bereit, bedeutet 36 Monate im Barrique gereift. Andererseits einen gleich lang im Holzfass gelagerten Cabernet Sauvignon aus der Lage Alter Satz. Jüngstes – und zugleich ältestes Schmuckstück AmSee ist ein Blanc de Noir Jahrgangssekt aus 2012, den das Duo Pirker-Preisinger bis heuer auf der Feinhefe reifen gelassen hat und im Frühling 2026 degorgiert hat. Von dieser Schaumwein-Cuvée aus Pinot Noir und Syrah gibt es nur eine kleine, feine Menge, dafür ausschließlich in Magnums – prickelnder Genuss sozusagen gleich groß gedacht. Prädikat empfehlenswert.

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2025 Chardonnay
Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Würziges Bukett, viel Gelbfrucht mit Exotik, reifer Apfel, Steinobst, strukturiert, zeigt viel Balance, dicht, gute Länge.

Blauburger
€€
Schraubverschluss

Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rudolf Wagentristl
7051 Großhöflein
Rosengasse 2

Das Familienweingut Wagentristl ist ein Referenzbetrieb am Leithaberg, der, mitten in Großhöflein situiert, die unterschiedlichen Terroirs am südlichsten Leithagebirge meisterhaft interpretiert. Dies erfolgt sowohl im weißen wie im roten Segment, die Weine stellen mit feinfruchtiger Noblesse, ungeschminkt und mit viel Tiefe exemplarische Statements höchster Winzerkunst dar. Im Bereich der Gutsweine hat Rudi Wagentristl sein Sortiment nun final gestrafft, wobei hier der Pinot Noir aufgrund seiner Sorteninterpretation besonders hervorzuheben ist. In der Premiumlinie konzentriert sich Rudi Wagentristl ganz auf eine feingliedrige Stilistik mit betonten Terroirinerpretationen aus seinen Toplagen Kreidestein, Reisbühl, Point und Tatschler. Der Ausbau der Weine erfolgt in allen Spielvarianten in spontaner Vergärung, gefolgt vom biologischen Säureabbau und Fassreife auf der Vollhefe. Der Weinausbau läuft vorrangig in Tonneaus ab. Die Ausbauphilosophie in der Toplinie erfolgt, abgesehen von der Sortencuvée Heulichin, im reinsortigen Ausbau und umfasst die Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Blaufränkisch, Zweigelt und Pinot Noir. Extraktreiche wie vibrierende Weine vom (kalkigen) Schieferverwitterungsboden (Ried Tatschler) treffen in idealtypischer Vergleichsweise komplementär auf tiefgründige Weine vom kalkhaltigen Lehmboden (Ried Point) oder auf die feinziselierten Interpretationen aus der extrem kalkhältigen Ried Kreidestein, die dieses Profil modellhaft vorführen.

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2024 Chardonnay
Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Gewisse Fülle, ausgewogen, helle Würze, Anklänge an Ananas, Quitte, Birne; kernig, mittelgewichtig, viel Frucht in der Mitte, Orangen und Kumquats, saftig, mittellang.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Daniel Pfeifer
8354 St. Anna am Aigen
Plesch 43a

„Wir Leben für den Genuss“ lautet die Philosophie im Weingut Pfeifer, und an dieser lässt die Familie alle Weinfreunde und sonstigen Genussgäste teilnehmen. Das oberhalb der Gemeinde St. Anna in Höhenlage situierte Gut bietet einen atemberaubenden Panoramablick ins Vulkanland. Jüngst wurde ein reizvoller wie funktioneller Neubau eröffnet, der als Vinothek und Präsentationsraum fungiert, vor allem aber auch den flüssigen und festen Genussmomenten gewidmet ist. Hier kann man sich durch das vielgestaltige Sortiment an hochwertigen Weinen kosten und dazu köstliche Schmankerln inklusive verführerischer Süßspeisen von Daniel Pfeifers Lebenspartnerin und Diplomsommelière Lisa Krispel genießen, die 2023 Gault-Millau Patissière des Jahres war. Im Familienweingut Pfeifer werken zwei Generationen. Seit 2010 im Betrieb tätig, hat sich Daniel Pfeifer als Kellermeister mit Können und Fingerspitzengefühl schon längst etabliert, wobei er schon lange auf separaten Ausbau der einzelnen Parzellen setzt. Schon vor Jahren hat er sich dem sanften Rebschnitt verschrieben, der von Vater Alois und dem Weingartenteam perfekt umgesetzt wird. Das Sortiment an Charakterweinen ist nach dem hiesigen DAC-System in Gebiets-, Orts- und Riedenweine gegliedert. Herzstück des Betriebs ist die insgesamt 26 Hektar umfassende Ried Schemming, von der man gut ein Drittel bewirtschaftet. Die vielfältige Hanglage westlich von St. Anna am Aigen unterhalb des Hochstradner Kogels neigt sich von Südwest nach Osten und verfügt über vielfältige Bodenformationen. Das aktuelle Sortiment umfasst Gebietsweine aus 2025, einige 2025er Ortsweine kommen im Herbst, die restlichen sind aus 2024; die Riedenweine aus 2023 (Herbst) und 2022. ps

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2025 Grüner Veltliner Loam
Weingut
Kurt Angerer
Kamptal

(Löss) Ein einnehmender, exotisch geprägter Grüner Veltliner, Ananas, Bananen, Mango, Papaya, Anis, viele Kräuter, Zitrus, mürber Apfel, Steinobst, Honigmelone, Gewürznoten, Honig, Kaffee, enorm vielschichtig, cremig-geschmeidig, elegant, herrlich gelbfruchtig, feinster Schmelz, lang abgehend. Ein Grüner Veltliner für Kenner und die es werden möchten. Spricht alle Schichten der Gesellschaft an.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Kurt Angerer
Kamptal

Kurt Angerer
3552 Lengenfeld
Annagasse 101

Sieben Weine – 2025 Grüner Veltliner – siebenmal sich förmlich überschlagend mit Lob. Schon der wichtigste Wein des Hauses, der Kies – von diesem Wein gibt es die meisten Flaschen – performt perfekt. Höchst attraktiv, feinster Trinkfluss, da trinkt man gerne das eine oder andere Glas mehr. Mein persönlicher Herzenswein ist der Spies – ein Wein von hoher Mineralität. Beim Loam wird man fast melancholisch. Eine wahre Schönheit voller exotischer Früchte und betörendem Ausdruck. Demjenigen, den dieser Wein nicht schmeckt, ist wohl nicht zu helfen. Selbiges könnte man von der Eichenstaude behaupten. Ein wahrlich schöner Grüner Veltliner mit allen positiven Attributen dieser Sorte. An Dramatik nicht zu überbieten sind die beiden Grüner Veltliner – einmal unfiltriert, einmal White Granite –, welche wahre Weltklasse repräsentieren. Von einer unglaublichen Ausdrucksstärke, einer Eleganz und Struktur, die einen staunen lässt. Der Sekt kommt ebenfalls von dieser Varietät. Ein kompakter, knochentrockener Schaumwein von außergewöhnlicher Qualität. Bis zu 70 Jahre alte Grüner Veltliner Reben stehen in den Weingärten von Kurt Angerer. Durchschnittsalter 30-35 Jahre. Kurt Angerer ist der kompromissloseste Qualitätsfanatiker, den ich kenne. Vor allem bei sich selbst. Es gibt keinen kritischeren Winzer bei seinen Weinen wie eben ihn. Dabei ist er selbst absolut kritikfähig. Konsequent – unangepasst – polarisierend – all diese Dinge machen Kurt Angerer aus. Dass Kurt Angerer seine Nase im Wind trägt und sich für die Weine dieser Welt interessiert, zeugt der Umstand, dass er mit den verschiedensten internationalen Rebsorten in seinen Weingärten experimentiert.

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2025 Grüner Veltliner Fels
Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Ruhiger Gaumen, gelber Apfel, Lavendel, Orangenblüte, der Gaumen zeigt sich kompakt, langer Pfeffer, McIntosh Apfel, Quitte, gute Mundfülle mit Lebendigkeit, Druck, lebendige Säure im Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Horst & Gerhard Kolkmann
3481 Fels am Wagram
Kremserstraße 53

Tel. +43 2738 2436
office@kolkmann.at
www.kolkmann.at

Das Weingut Kolkmann ist ein echtes Familienprojekt, in dem vier Generationen mit viel Leidenschaft und Zusammenhalt zusammenarbeiten. In Fels am Wagram bewirtschaftet die Familie ihre Weingärten auf fruchtbaren Lössböden, die den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Seit 2021 wird der Betrieb organisch-biologisch geführt und trägt zudem das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“. Eine besondere Rolle spielen Grüner und Roter Veltliner, die mit viel Feingefühl ausgebaut werden. Gleichzeitig prägen Vielfalt und Individualität das Sortiment. Die Gebietsweine vermitteln die typische Frische und Trinkfreude des Wagram. In den Ortsweinen zeigt sich die Ausdruckskraft der Felser Lössböden, etwa im charaktervollen Felser Grünen Veltliner. Die Riedenweine stammen aus den besten Lagen des Hauses. In der Ried Brunnthal entstehen auf Lehm- und Lössböden eindrucksvolle Grüne und Rote Veltliner mit Tiefe und Eleganz. Der Riesling aus der Ried Fumberg überzeugt mit präziser Sortentypizität und viel Trinkfreude. Für den Grünen Veltliner Brunnthal Reserve kommen 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche zum Einsatz, die dem Wein zusätzliche Struktur und Finesse verleihen. Zu den besonderen Highlights zählen der Rote Veltliner Ried Scheiben Reserve sowie der Weißburgunder Fels, der im großen ungarischen Eichenfass ausgebaut wird und sich harmonisch und vielschichtig präsentiert. Der Jahrgang 2025 zeigt sich laut Horst Kolkmann komplett und regionaltypisch – frisch, elegant und mit moderatem Alkohol.

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2025 Welschriesling Hirschensprung Der Fasan
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Feinherb strömend, herbwürzig, Eukalyptus, einladend; trocken, fruchtig danach, leicht, elegant, Wiesenblumen und Kräuter, Zitrus, Sommerwein.

Weißwein
Welschriesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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2025 Blauburger
Bio-Weingut
H. u. M. Hofer
Weinviertel

Weißer Pfeffer, saftige offene Frucht, Waldbeeren, Brombeeren; Frucht setzt sich im Mund nahtlos fort, sehr süffig, abgerundet mit zartem Gerbstoff.

Rotwein
Blauburger
€€
Schraubverschluss

Bio-Weingut
H. u. M. Hofer
Weinviertel

Manfred Ottendorfer & Florian Hofer GesbR
2214 Auersthal
Neubaugasse 66

Hermann und Maria Hofer waren vor Jahrzehnten die Vorreiter für biologischen Weinbau nicht nur in diesem Gebiet, sondern in ganz Niederösterreich, und haben über die Jahre viele Winzer beeinflusst. Für die kontinuierliche Arbeit gab es 2022 die Auszeichnung als Österreichs bester BIO-Produzent bei der Berliner Wein Trophy. Seit 2022 ist der Schwiegersohn und Quereinsteiger Manfred Ottendorfer neu im Betrieb, steuert mit dem Grünen Veltliner Fred.dO seinen eigenen Wein bei, und bringt sich mittlerweile voll ein. Mit dem Jahrgang 2025 ist auch Sohn Florian Hofer eingecheckt, und bringt zusätzlich neuen Schwung. Ab der ersten Probe merkt man, dass auch 2025 der positive Trend anhält. Alle Weine sind pointiert, fruchtbetont und frisch. Hervorheben möchte ich die drei Grünen Veltliner aus dem Jahrgang 2025, die sowohl die Sorte, als auch die Region schön repräsentieren. Der Blütenmuskateller glänzt durch seine Würze, der Naturwein Origin durch sein Fruchtaroma, und beide bieten viel Trinkvergnügen. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß es hier auch feine, süffige Rotweine und viele PIWI (pilzwiderstandsfähige) Sorten gibt, mit welchen seit Jahren experimentiert wird, was man denn daraus Köstliches machen kann. Zwei alkoholfreie Schaumweine mit dem Namen Perlenspiel sowie ein köstlicher Verjus runden das Programm ab.

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2025 Grüner Veltliner Premium Ried Sätzen Hagenbrunn
Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Gehaltvolles Bukett; cremiges Kernobst, weißer Pfirsich, Grapefruits und Orange, Ananas, fruchtige Säure, gelbschotig, zart-rauchig, harmonisch im komplexen Nachhall.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Schwarzböck
2102 Hagenbrunn
Hauptstraße 56–58

Anita und Rudolf Schwarzböck bewirtschaften 23 Hektar Rebfläche, welche sich im Weinviertel und in Wien befindet. Also Lagen, deren Terroir höchst unterschiedlich ist und damit die vielfältig ausdrucksstarken Weine des Familienweinguts Schwarzböck hervorbringen. Dem liegt auch zugrunde, dass Anita und Rudolf Schwarzböck den Weinbau seit Jahren nach biologisch-organischen Richtlinien betreiben. Für den dazu erforderlichen gesunde Boden und die optimale Betreuung der Rebstöcke sorgen beide mit viel Liebe. Dazu bringt eine gefühlvolle Behandlung der Trauben im Keller klare und vitale Weine mit hoher Sortentypizität hervor, verbunden mit dem Charakter ihrer Herkunft.

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2023 St. Laurent Tattendorf
Burgundermacher Weingut
Johann Gisperg
Thermenregion

(ab Jahresende verfügbar) Sehr fruchtig, Sauerkirschen-Weichsel-Aromatik, Hauch von Ribiseln, bisschen Lebkuchen und Mürbteig; eingelegte Kirschen, solide eingebundener Gerbstoff, harmonisch, Lebkuchen, trinkvergnüglich.

Rotwein
St. Laurent
€€€
Behandelter Presskork

Burgundermacher Weingut
Johann Gisperg
Thermenregion

Johann Gisperg
2524 Teesdorf
Hauptstraße 14

Gisperg aus Teesdorf gehört zu den Weingutsklassikern in der Thermenregion. Was Vater Johann Gisperg aufgebaut hat und dabei das Familienweingut zu einem der Leuchttürme des Gebiets gemacht hat, führt sein Sohn Johann junior seit einigen Jahren in dieser Weise fort. Die Gispergs gelten als Burgundermacher-Weingut, wobei Pinot Noir und St. Laurent immer die erste Geige gespielt haben – und weiter tun. Die roten Burgunder gibt es als Gebietsweine, als Ortsweine Tattendorf und als Lagen-Reserven aus der Tattendorfer Ried Holzspur. Neben seiner Burgunder-Qualitätspyramide in Rot hat der Teesdorfer Winzer über die vergangenen Jahre auch ein weiße Pyramide gebaut, an deren Spitze drei Burgunder aus der Teesdorfer Ried Gestein stehen – auf einem Schotterboden mit 80 Prozent Aktivkalk. Die Weißburgunder-, Grauburgunder- und Chardonnay-Reben wurden von den Gispergs in den 1980er-Jahren gepflanzt und sind damit auch schon alt und strotzen vor Kraft. Alle drei Gestein-Lagenweine werden gleich ausgebaut, in neuen und gebrauchten Barriques. Während es bei Weiß- oder Grauburgunder meist geschmacklich nach Vorlieben geht, leuchtet der Chardonnay als klarer Primus inter Pares heraus, auch diesmal beim 2023er-Jahrgang. Nebst der Burgunderliebe bietet Gisperg auch einen Geschmacksbogen an Sortenvielfalt, besonders in Rot. Wobei sich Gisperg Junior besonders als Zweigelt-Könner hervortut. Seine besten Zweigelt Stöcke stehen auch in der Holzspur – und diese Lagenreserve zählt Jahr für Jahr zu Gispergs Jahrgangsspitzen. Die sortenrein ausgebauten Cabernet Sauvignon und Merlot bieten viel Trinkvergnügen mit viel Niveau. Die beiden französischen Rebsorten drücken auch zwei weiteren Gisperg-Weinen ihren Stempel auf. Im Terroir de Pierre 2023 führt der Winzer St. Laurent und Zweigelt zusammen und würzt die Cuvée mit einem kräftigen Schuss Cabernet und Merlot. In der der anderen Vierer-Cuvée Kontrast übernehmen die beiden Bordeaux-Sorten die Hauptrolle; als Juniorpartner fungieren Rösler und St. Laurent. Mit seinem Kontrast ist der junge Gisperg zeitlebens verbunden. Es war sein erster Wein, den er eigenständig nach seinen Vorstellungen gemacht hat. Übrigens: Sein Erstling war der Jahrgang 2009. Der aktuelle Kontrast, Jahrgang 2022, wurde zwölf Monate in neuen und gebrauchten Barriques ausgebaut, um dann im großen Holz fertig zu reifen. Das Ergebnis, das ist ein Top-Pick!

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2012 Sekt Blanc de Noir
Weingut
AmSee Pirker-Preisinger
Neusiedlersee

(PN/SY, degorgiert Frühling 2026) Lebhaft und dennoch sehr getragen von viel Fülle, Pilze, Waldboden, Hagebutten, nussig, würziges Hefegebäck; viel prickelnde Frische am Gaumen, reifes Zitrus, Limetten und Orangen, Maracuja, nach hinten dann cremige Textur, Haselnussschokolade, fein eingebundene Perlage, fein trinkig.

Schaumwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut
AmSee Pirker-Preisinger
Neusiedlersee

Franz Pirker
7122 Gols
Neubaugasse 19

Tel. +43 664 75038676
office@wein-amsee.at
www.wein-amsee.at

Schmeißen Sie beim Weingut AmSee die Wein-Normalitäten über Bord. Bei Hobby- und Nebenerwerbswinzer Franz Pirker ist Zeit der Faktor, der den Wein macht. Seine Premiumweine kommen drei bis fünf Jahre nach der Ernte auf den Markt, frühestens. Manch Roter reift sogar für 86 Monate im Barrique. Fass und Reife ist Franz Pirker eben wichtig. 2012 hat Pirker als Quereinsteiger sein Weingutsabenteuer „AmSee“ begonnen. Winzerpartner, wo die Weine entstehen, ist der Golser Helmut Preisinger. Die beiden sind seit langem schon freundschaftlich verbunden. Von Anfang an wichtig war Pirker, nicht die gleiche Weinstilistik wie die Preisinger-Weine zu haben. Daher findet man im Weingut AmSee auch keine Rotweincuvée. Das Thema sei Preisinger überlassen. Was aber Pirker gern hat, neben dem langen Ausbau und der langen Reife der Weine im Keller, ist die Verwendung von kleinen Barriques, dabei fast immer mit einem deutlichem Neuholzanteil. Heuer hat Pirker neben seinem klassischen, jungen Every-Day-Chardonnay eine „Barrique-Schwester“ dazugesetzt – die Ladies Edition. Ein zwölf Monate, im kleinen Fass gereifter Burgunder aus der Lage Goldberg. Seinen Namen hat dieser Chardonnay, weil dieser Wein beim „Fass-Chargen-Aussuchen“ die mitkostenden Damen besonders begeistert hat. Und schon war der Name geboren. Das Pendant zum klassischen Chardonnay in Rot für den Every-Day-Genuss ist der Zweigelt 2024, praktisch ein Lagenwein, weil er vom Golser Goldberg kommt. Bei den Pirker-Premium-Roten ist jetzt der 2021er im Glas. Einerseits hält er hier einen wuchtig-eleganten Blaufränker V36 bereit, bedeutet 36 Monate im Barrique gereift. Andererseits einen gleich lang im Holzfass gelagerten Cabernet Sauvignon aus der Lage Alter Satz. Jüngstes – und zugleich ältestes Schmuckstück AmSee ist ein Blanc de Noir Jahrgangssekt aus 2012, den das Duo Pirker-Preisinger bis heuer auf der Feinhefe reifen gelassen hat und im Frühling 2026 degorgiert hat. Von dieser Schaumwein-Cuvée aus Pinot Noir und Syrah gibt es nur eine kleine, feine Menge, dafür ausschließlich in Magnums – prickelnder Genuss sozusagen gleich groß gedacht. Prädikat empfehlenswert.

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2025 Chardonnay
Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Würziges Bukett, viel Gelbfrucht mit Exotik, reifer Apfel, Steinobst, strukturiert, zeigt viel Balance, dicht, gute Länge.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rudolf Wagentristl
7051 Großhöflein
Rosengasse 2

Das Familienweingut Wagentristl ist ein Referenzbetrieb am Leithaberg, der, mitten in Großhöflein situiert, die unterschiedlichen Terroirs am südlichsten Leithagebirge meisterhaft interpretiert. Dies erfolgt sowohl im weißen wie im roten Segment, die Weine stellen mit feinfruchtiger Noblesse, ungeschminkt und mit viel Tiefe exemplarische Statements höchster Winzerkunst dar. Im Bereich der Gutsweine hat Rudi Wagentristl sein Sortiment nun final gestrafft, wobei hier der Pinot Noir aufgrund seiner Sorteninterpretation besonders hervorzuheben ist. In der Premiumlinie konzentriert sich Rudi Wagentristl ganz auf eine feingliedrige Stilistik mit betonten Terroirinerpretationen aus seinen Toplagen Kreidestein, Reisbühl, Point und Tatschler. Der Ausbau der Weine erfolgt in allen Spielvarianten in spontaner Vergärung, gefolgt vom biologischen Säureabbau und Fassreife auf der Vollhefe. Der Weinausbau läuft vorrangig in Tonneaus ab. Die Ausbauphilosophie in der Toplinie erfolgt, abgesehen von der Sortencuvée Heulichin, im reinsortigen Ausbau und umfasst die Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Blaufränkisch, Zweigelt und Pinot Noir. Extraktreiche wie vibrierende Weine vom (kalkigen) Schieferverwitterungsboden (Ried Tatschler) treffen in idealtypischer Vergleichsweise komplementär auf tiefgründige Weine vom kalkhaltigen Lehmboden (Ried Point) oder auf die feinziselierten Interpretationen aus der extrem kalkhältigen Ried Kreidestein, die dieses Profil modellhaft vorführen.

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2025 Gelber Muskateller St. Anna
Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Dunkles Laub, Orangen- und Mandarinenschalen, exotischer Hauch, Paraffin, Holunderblüten, jugendlich; griffig mit pikanter Frucht, feine Gerbstoffstütze, hinten Zitrus, straff, mittellang, charaktervoll.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Daniel Pfeifer
8354 St. Anna am Aigen
Plesch 43a

„Wir Leben für den Genuss“ lautet die Philosophie im Weingut Pfeifer, und an dieser lässt die Familie alle Weinfreunde und sonstigen Genussgäste teilnehmen. Das oberhalb der Gemeinde St. Anna in Höhenlage situierte Gut bietet einen atemberaubenden Panoramablick ins Vulkanland. Jüngst wurde ein reizvoller wie funktioneller Neubau eröffnet, der als Vinothek und Präsentationsraum fungiert, vor allem aber auch den flüssigen und festen Genussmomenten gewidmet ist. Hier kann man sich durch das vielgestaltige Sortiment an hochwertigen Weinen kosten und dazu köstliche Schmankerln inklusive verführerischer Süßspeisen von Daniel Pfeifers Lebenspartnerin und Diplomsommelière Lisa Krispel genießen, die 2023 Gault-Millau Patissière des Jahres war. Im Familienweingut Pfeifer werken zwei Generationen. Seit 2010 im Betrieb tätig, hat sich Daniel Pfeifer als Kellermeister mit Können und Fingerspitzengefühl schon längst etabliert, wobei er schon lange auf separaten Ausbau der einzelnen Parzellen setzt. Schon vor Jahren hat er sich dem sanften Rebschnitt verschrieben, der von Vater Alois und dem Weingartenteam perfekt umgesetzt wird. Das Sortiment an Charakterweinen ist nach dem hiesigen DAC-System in Gebiets-, Orts- und Riedenweine gegliedert. Herzstück des Betriebs ist die insgesamt 26 Hektar umfassende Ried Schemming, von der man gut ein Drittel bewirtschaftet. Die vielfältige Hanglage westlich von St. Anna am Aigen unterhalb des Hochstradner Kogels neigt sich von Südwest nach Osten und verfügt über vielfältige Bodenformationen. Das aktuelle Sortiment umfasst Gebietsweine aus 2025, einige 2025er Ortsweine kommen im Herbst, die restlichen sind aus 2024; die Riedenweine aus 2023 (Herbst) und 2022. ps

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -