Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2024 Zweigelt Schrattenthal
Weingut
Zull
Weinviertel

Jugendliches Rubin, violette Ränder, Duft nach Kirschen und Amarena, saftige Frucht, mineralisch und gehaltvoll, angenehme Tannine, schmelzig-weich, zart-würziges Finish.

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Weingut
Zull
Weinviertel

Phillip Zull
2073 Schrattenthal
9

Tel. +43 2946 8217
office@zull.at
www.zull.at

Luft-Erde-Wasser-Zull – so beschreibt sich dieses Traditionsweingut in Schrattenthal nahe Retz in kurzen Worten selbst. Im Familienbetrieb hat jeder seine Aufgabe und darin liegt auch der Erfolg. Vater Werner machte aus der gemischten Landwirtschaft einen Weinbaubetrieb, vergrößerte die Rebflächen und schaffte optimale Voraussetzungen für Sohn Phillip, der nach seiner Ausbildung seine Praxisjahre in österreichischen Spitzenweingütern verbrachte und viel Praxis und Erfahrung im Burgenland, aber auch im deutschen Rheingau, in Neuseeland und Oregon in USA sammelte. Heute ist er bestrebt, international ausgerichtete Weine zu keltern, was sein 65-prozentiger Exportanteil in 17 Länder von Europa bis USA und Japan eindrucksvoll bestätigt. Seit drei Jahren werden auch Frizzantes erzeugt; zum großen Erfolg wurde die „Lust und Laune“-Linie in Weiß, Rosé und Rot: ein Grüner Veltliner mit Trinkvergnügen, leicht und unkompliziert, eine fruchtig-frische Rosé-Cuvée als beschwingter Grillparty-Wein und ein fruchtbetontes, mildes Rotweinvergnügen zu jedem Anlass. Eine erfrischend leichte Weinlinie für jeden Geschmack und viele Gelegenheiten. Der Rosé Aucestrale-Petillant Naturall ist eine weitere Besonderheit (von den Ahnen überliefert) am natürlichen Schaumweinsektor – neben seiner hohen Trinkfreude ziert Ur-OMA Rosa Zull die Etikette. Auch die Weißwein-Cuvée Weites Land aus Vionier, Riesling und Chardonnay aus verschiedenen Lagen alter Weingärten ist eine Spezialität,die es wert ist, verkostet zu werden – in Holzfässern, Amphoren und Stahltank ausgebaut und vor der Abfüllung vermählt. Schließlich überrascht Phillip Zull immer wieder mit der V Reserve vom Granit als reiner Viognier aus der Amphore, einer Weinspezialität von besonderer Qualität. „Meine Weine sollen elegant, vielschichtig und animierend sein“, sagt Phillip Zull, und das sind sie.

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2025 Wiener Gemischter Satz DAC Ried Reisenberg-Grinzing
Weingut
Wien Cobenzl
Wien

(10 Rebsorten) Kühles Bukett, frischer Apfel, Zitrusfrische, Kräuter, fruchtig-gediegen, wunderbar würzig, elegante Frische, von belebender Harmonie.

Weißwein
Gemischter Satz
€€
Schraubverschluss

Weingut
Wien Cobenzl
Wien

Ing. Georg Königsbauer
1190 Wien
Am Cobenzl 96

Dieses Weingut steht unter der Leitung der MA 49 (Land- und Forstwirtschaft Wien). Ein sehr wichtiges Weingut für Wien. Es befindet sich seit über 115 Jahren im Besitz der Stadt Wien. Das Weingut ist Mitglied von WienWein und den Österreichischen Traditionsweingütern. Man verfügt über einige 1ÖTW Lagen in Grinzing wie Ried Steinberg, Ried Seidenhaus, Ried Reisenberg und der Ried Preussen am Nussberg. Es sind immer ungemein authentische Döblinger Weine – ob die Gemischten Sätze oder die sortenreinen Weine. Grüne Veltliner – der Ortswein Grinzing schließt an die große Tradition dieses Weinortes an. Da möchte der Sieveringer Grüne Veltliner aus der Ried Pfeffer nicht nachstehen. Bei den Weinen der Varietät Weissburgunder regiert die Wiener Noblesse, der Wiener Charme. Wer sich die beiden Weine dieser Sorte aus den Grinzinger Rieden Reisenberg und Seidenhaus zu Gemüte führt, verfällt unwillkürlich in eine herrlich rührselige Melancholie. Ein sehr guter 2021 Schaumwein aus Grinzing ist ein hochwertiger Begleiter zu vielen Wiener Gerichten. Dass auch die Rotwein-Freunde hier zu ihrem Recht kommen, ist dem 2021 Pinot Noir Ried Bellevue-Sievering zu verdanken.

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2025 Cuvée Prickler
Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

(BF/ZW/ME) Dunkelfruchtig, dezent rauchig, dunkle Beeren, feine Würze; schließt nahtlos an, strukturgebende Gerbstoffe, lebendig, ausgewogen, passende Substanz.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

Familie Prickler
7361 Lutzmannsburg
Birkenhain 1

Herbert Prickler hat das Weingut gemeinsam mit seiner Frau Elfi in den 1980er Jahren gegründet, praktisch aus dem Nichts, wie er sagt. Mittlerweile führt die zweite Generation Regie. Kellermeister Christian wird vom Senior unterstützt, Christina obliegen das Marketing, die Kundenbetreuung und das Büro. Mit Tochter Valentina wächst die dritte Generation heran. René Prickler ist immer da, wenn man ihn braucht. Elfi Prickler ist die Hüterin der Rebstöcke, zu denen sie ein inniges Verhältnis hat. Die Reben stehen auf dem Lutzmannsburger Hochplateau, wo sie unter günstigen mikroklimatischen Bedingungen ihre Wurzeln in einen Boden aus Lehm, Tonmergel, Tegel und Quarzsanden treiben. Die Familie hat hier Blaufränkisch, Zweigelt, Merlot, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Welschriesling ausgepflanzt. „Wir sind ein echter Familienbetrieb und legen höchsten Wert auf Qualität zu einem fairen Preis“, erklärt Christina Prickler. Verkaufsschlager sei der Merlot, von dem es immer zu wenig gebe. Der Betrieb ist nach dem Stand der Technik ausgerüstet. Im Jahr 2021 wurde ein neuer, lichtdurchfluteter Verkostungsraum in Betrieb genommen, der auch für Veranstaltungen und Präsentationen zur Verfügung steht. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine feine Handschrift aus, da ist nichts Vordergründiges oder Lautes, die Gerbstoffe sind präsent und strukturgebend, aber nie hart. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen attraktiv.

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2025 Sauvignon Blanc Terroir3
Weingut
Hirschmugl
Südsteiermark

Klassisch, dezent, Kräuter, Cassislaub, Kiwis, Stachelbeeren, Johannisbeeren; schließt fruchtbetont an, Säurenetz, feingliedrig, gute Länge, im Nachhall grünblättrige Würze und Zitrus.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Hirschmugl
Südsteiermark

Anton Hirschmugl jun.
8430 Leibnitz
Am Plöckelberg 6

Auf der Domaine am Seggauberg wird im Einklang mit der Natur gearbeitet. Am 28. April 2007 haben Anton und Astrid Hirschchmugl ihre ersten Rebstöcke gepflanzt. Das war damals der erste Piwi-Weingarten in der Steiermark. Die Rebflächen erstrecken sich vom Sausal über Seggauberg und den Kreuzberg in Eichberg-Trautenburg bis zur Ried Obegg in Spielfeld. Kellermeister und Querdenker Alexander Scherübl zu seiner Arbeit: „Demut und Liebe, Leidenschaft und Hingabe, wachsame Aufmerksamkeit und ständige Sorgfalt um Boden, Rebstock und Traube.“ Nachhaltigkeit war das Motto beim neuen Design – von den wiederverwendbaren Flaschen aus Leichtglas über die Verschlüsse, den schlichten Etiketten bis zu den Kartons ist alles Made in Austria. Die Basisweine firmieren unter der Bezeichnung Linie Trinkvergnügen, die im Holz erzogenen Terroirweine kommen als Linie Nobilis in den Verkauf, daneben gibt es für besondere Ausbauformen die Kategorie Spezialitäten, die Spitze stellt die Linie Aurum dar. Diese Weine sind limitiert und lagern mehrere Jahre in Holzfässern. Terroir3 steht für drei Rieden und drei Böden. Die aktuelle Serie präsentiert sich feingliedrig und sortentypisch. Die Handschrift von Alexander Scherübl ist klar zu erkennen. Ein eleganter Festsaal, eine Gartenanlage und der historische Gewölbekeller bieten ein exklusives Ambiente für Seminare, Hochzeiten und andere Feiern, übernachten kann man in vier stilvollen Appartements.

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2025 Chardonnay Südsteiermark
Weingut
TRUNK Obegg
Südsteiermark

Sanfter Druck, nussig, Hauch Pistazien, gelbe Birnen, frische Marillen, Haselnüsse; auch auf dem Gaumen so, frisch mit belebendem Säurespiel, klar strukturiert, gute Länge, im Nachhall Birnen und Marillen.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
TRUNK Obegg
Südsteiermark

Inh. Ferdinand Teschl
8472 Obegg
Am Obegg 2

Tel. +43 3134 2207
wein@trunk.at
www.trunk.at

Das Weingut Trunk wurde im 19. Jahrhundert vom Urgroßvater der jetzigen Akteure in jungen Jahren gegründet, nun führt die vierte Generation Regie. Die Familie und Kellermeister Walter Neubauer haben ihr ganzes Herzblut in dieses Projekt gesteckt, wie Gabriela Schäfer, die Schwester von Eigentümer Ferdinand Teschl, betont. Das Gut soll im alten Stil erhalten werden. „Wenn wir etwas erneuern, dann sehr behutsam und zum traditionellen Charakter passend, das ist uns sehr wichtig“, so Frau Schäfer im O-Ton. Das Weingut inklusive aller Weingärten befindet sich auf der renommierten Riede Obegg, deren Untergrund aus reinstem Muschelkalk besteht. Dieser Boden drückt den Weinen seinen Stempel auf. Die Rieden sind nach Ost bis Südwest ausgerichtet. Viele der Rebstöcke sind betagt, mehr als 60 Jahre alt, ein weiterer Terroirfaktor. Ausgebaut werden die Weine großteils in Stahltanks, ein kleiner Teil wird in Holzfässern vergoren, wenn die Qualität der Trauben den Vorstellungen des Teams entspricht. Riesling wird in geringer Menge in der Tonamphore auf der Maische vergoren und bis zu 24 Monate in diesem Gebinde ausgebaut. In der stilvoll renovierten alten Buschenschenke werden mehrmals im Jahr Weinverkostungen und Kellerführungen angeboten, auf Anfrage sind dort Geburtstagsfeiern, Firmenseminare und dergleichen möglich. Einmal jährlich findet im Sommer ein Konzert statt. Die gesamte Serie zeichnet sich durch Klarheit und Trinkfluss aus. Keiner der Weine ist laut. Der Chardonnay Ried Obegg zeigt Lagencharakter. Der Riesling aus der Amphore ist überraschend fein, die Preisgestaltung ausgesprochen fair.

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2024 Grüner Veltliner Ried Kittmannsberg 1ÖTW
Weingut
Hiedler
Kamptal

Rauchig-würzig, grün-apfelig, gelbe Birnen, getrocknete Kräuter, kühle Aromatik; am Gaumen milde, weiche Noten, bisschen Milchkakao, Blütenhonig, cremige Textur, milde Säure, sanft, mittellang, zart würzig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Hiedler
Kamptal

Dietmar & Ludwig Hiedler
3550 Langenlois
Am Rosenhügel 13

Tel. +43 2734 2468
office@hiedler.at
www.hiedler.at

Das Weingut Hiedler zählt zu den besten Weißweinbetrieben in Österreich. Das war schon in den 1990er Jahren so, als Ludwig Hiedler Senior, Gründungsmitglied der 1ÖTW-Traditionsweingüter, den Takt vorgab. Und das setzt sich auch mit den Söhnen Ludwig Junior und Dietmar Hiedler so fort. Das Brüder-Gespann leitet seit drei Jahren das schmucke Langenloiser Gut, wo man immer das Gefühl hat, dass dort neben dem guten Wein auch viel Freude wohnt. Hiedler steht für Grüner Veltliner und Riesling, hauptsächlich. Diese beiden Kamptaler DAC-Sorten werden auch Jahr für Jahr facettenreich über drei Jahrgänge präsentiert. Die Jungspunde sind die Gebiets- und Ortsweine, die die Süffigkeit des jungen Jahrgangs, aktuell 2025, aufzeigen. Sie glänzen mit sortentypischer Frucht und einer verlockenden Säurepikanz, die für viel Trinkanimo sorgt. Aus dem Jahr 2025 mitgenommen wird auch der Lagenveltliner Thal, als Vorbote der Riedenweine und als einer der sentimental wichtigsten Weine der Hiedlers, denn einige Parzellen aus Thal sind schon seit 170 Jahren in ihrem Besitz. Die jungen Riedenweine erstrecken sich über zwei Jahrgänge. Die 1ÖTW-Lagen kommen immer zwei Jahre nach der Ernte auf den Markt, somit sind beim Veltliner die 2024er Kittmannsberg und Schenkenbichl jetzt angesagt. Einzig der Grüne Veltliner vom Käferberg darf, so wie die Maximum-Weine der Hiedlers, ein weiteres Jahr im Keller reifen. Ausschlaggebend dafür ist das spezielle Käferberg-Terroir: Über dem Untergrund der Böhmischen Masse liegt ein drainagierter Boden aus Kies, Schotter und Kristallingestein, auf dem 85 Jahre alte Veltliner-Reben stehen – die ältesten Stöcke des Weinguts. Ausgebaut wird der Käferberg dann für 18 Monate im Fass und kommt auch noch für ein halbes Jahr im Tank auf die Feinhefe, bevor es nach drei Jahren in den Verkauf geht. Enorm trittsicher bewegen sich die Hiedlers bei den Lagen-Rieslingen. Der Steinhaus ist nicht nur „Door Opener“, sondern auch ein Preis-Leistungs-Hit, der oft – und zu Unrecht – etwas übersehen wird, weil Heiligenstein und Gaisberg in der Rieslingwelt besonders glänzen. Abgerundet wird das Riesling und Veltliner-Programm der Hiedlers seit jeher mit einer feinen Burgunderkomponente – Weißburgunder, Chardonnay und Pinot Noir. Sollte man auch nicht versäumen! Toasted & Unfiltered …

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2025 Riesling Krems
Weingut
Forstreiter
Kremstal

Viel Sorte ohne Vordergründigkeit, frische Pfirsiche, steinige Bodentöne; aromatisches Dacapo, beschwingt und doch seriös, Trinkfluss, mittlere Länge.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Forstreiter
Kremstal

Forstreiter
3506 Krems-Hollenburg
Obere Hollenburger Hauptstraße 36

Das Weingut von Meinhard Forstreiter und seiner Frau Isabella hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung genommen. Äußeres Zeichen ist das moderne Betriebsgebäude über dem Ufer der Donau. Neben der Arbeit in den Weingärten ermöglicht der Keller nach dem Stand der Technik die hohe Qualität der Weine. Sohn Daniel wurde zunehmend Verantwortung übertragen, viele der Weine entstehen unter seiner Regie. Den Schwerpunkt im Portfolio der weißen Varietäten bildet Grüner Veltliner, gefolgt von Riesling. Komplementärsorten werden mit der gleichen Sorgfalt vinifizert. Auch die Rotweine können sich sehen lassen, sie repräsentieren „cool climate“ im besten Sinne. Der Winzer erwartet nicht, dass man vor seinen Weinen niederkniet: „Ich mache die Weine für mich. Nur die Weine, die mir schmecken, kann ich auch verkaufen.“ Die heuer verkosteten Weine vereinen Frucht, Klarheit, Trinkfluss und Feinheit. Keiner der Weine ist laut oder üppig. Der Riedencharakter wurde präzise herausgearbeitet. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen fair.

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2025 Gemischter Satz
Weingut
Fein
Weinviertel

Cremig reifes Steinobst, Golden Delicious; fruchtige Würze, etwas gelbe Paprikaschote, stoffig und samtig, Hauch Pfirsichcreme, mit ausgewogener Säure und feinem Schmelz, bisschen Küchenkräuter im Finale.

Weißwein
Gemischter Satz
€€
Schraubverschluss

Weingut
Fein
Weinviertel

Bernhard Fein
2102 Hagenbrunn
Schlossgasse 40

Tel. +43 669 19069196
office@fein-wein.at
www.fein-wein.at

Unternimmt man einen Spaziergang entlang des Hagenbrunner Weinwanderwegs, sind es nur noch wenige Schritte zum Weingut Bernhard Fein in der Schloßgasse 40. Dort erwartet den Weinliebhaber ein liebevoll gestalteter Ab-Hof-Laden, wo alle naturbewusst erzeugten landwirtschaftlichen Produkte des Familienbetriebs appetitlich präsentiert werden. Wie zu erwarten, liegt das Schwergewicht auf den gebietstypischen, knackig-frischen Weinen des südlichen Weinviertels. Die Passion von Kellermeister Bernhard Fein ist, die Weine mit viel Liebe und Gefühl im Einklang mit der Natur zu gestalten, also Weine für echte Liebhaber von ehrlichen bodenständigen Produkten zu produzieren. Jeder „Fein Wein“ hat seinen eigenen Charakter und präsentiert sich am Gaumen facettenreich, elegant und spannend. Bernhard Fein keltert Weine, die hauptsächlich vom Terroir des Bisambergs geprägt sind.

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2025 Chardonnay Haideboden
Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

Geschmeidige Fülle, eingelegte Pilze, Waldboden, röstige Würze, zartbitter, grüne Banane; Milchkakao, Mandeln, gelbe Birnen, Litschi, Tanninbiss.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Rot-Weiß-Süß – so gestaltet sich das Programm bei Johannes Münzenrieder. Dabei tut sich ein Weingenuss-Reigen von 30 verschiedenen Weinen auf, die neben Trinkvergnügen auch als klare Preis-Leistungs-Garanten eingestuft werden können. Somit wundert es nicht, dass Münzenrieders Weine in der Gastronomie und im Handel gut aufgestellt sind – und auch im Ausland sind seine Kreszenzen beliebt, was 60 Prozent Exportquote verdeutlicht. Im roten Premiumbereich zeigt der Winzer mit seiner Grande Reserve vom Merlot sowie seiner Cuvée Zweiglas besonders auf. Ziemlich lässig!

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2025 Maibock
Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

(BF/ZW/ME/CS) Ausgewogen, alle Rebsorten gleichberechtigt, dunkelfruchtig; schließt nahtlos an, zartes Gerbstoffnetz, lebendig, Trinkfluss, gute Länge, zugänglich.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

Familie Prickler
7361 Lutzmannsburg
Birkenhain 1

Herbert Prickler hat das Weingut gemeinsam mit seiner Frau Elfi in den 1980er Jahren gegründet, praktisch aus dem Nichts, wie er sagt. Mittlerweile führt die zweite Generation Regie. Kellermeister Christian wird vom Senior unterstützt, Christina obliegen das Marketing, die Kundenbetreuung und das Büro. Mit Tochter Valentina wächst die dritte Generation heran. René Prickler ist immer da, wenn man ihn braucht. Elfi Prickler ist die Hüterin der Rebstöcke, zu denen sie ein inniges Verhältnis hat. Die Reben stehen auf dem Lutzmannsburger Hochplateau, wo sie unter günstigen mikroklimatischen Bedingungen ihre Wurzeln in einen Boden aus Lehm, Tonmergel, Tegel und Quarzsanden treiben. Die Familie hat hier Blaufränkisch, Zweigelt, Merlot, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Welschriesling ausgepflanzt. „Wir sind ein echter Familienbetrieb und legen höchsten Wert auf Qualität zu einem fairen Preis“, erklärt Christina Prickler. Verkaufsschlager sei der Merlot, von dem es immer zu wenig gebe. Der Betrieb ist nach dem Stand der Technik ausgerüstet. Im Jahr 2021 wurde ein neuer, lichtdurchfluteter Verkostungsraum in Betrieb genommen, der auch für Veranstaltungen und Präsentationen zur Verfügung steht. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine feine Handschrift aus, da ist nichts Vordergründiges oder Lautes, die Gerbstoffe sind präsent und strukturgebend, aber nie hart. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen attraktiv.

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2025 Sauvignon Blanc Kitzeck-Sausal
Weingut
Hirschmugl
Südsteiermark

Feingliedrig, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Prise grünblättrige Würze, kristalliner Boden; aromatisches Dacapo, feines Säurerückgrat, selbsterklärend, wertig.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Hirschmugl
Südsteiermark

Anton Hirschmugl jun.
8430 Leibnitz
Am Plöckelberg 6

Auf der Domaine am Seggauberg wird im Einklang mit der Natur gearbeitet. Am 28. April 2007 haben Anton und Astrid Hirschchmugl ihre ersten Rebstöcke gepflanzt. Das war damals der erste Piwi-Weingarten in der Steiermark. Die Rebflächen erstrecken sich vom Sausal über Seggauberg und den Kreuzberg in Eichberg-Trautenburg bis zur Ried Obegg in Spielfeld. Kellermeister und Querdenker Alexander Scherübl zu seiner Arbeit: „Demut und Liebe, Leidenschaft und Hingabe, wachsame Aufmerksamkeit und ständige Sorgfalt um Boden, Rebstock und Traube.“ Nachhaltigkeit war das Motto beim neuen Design – von den wiederverwendbaren Flaschen aus Leichtglas über die Verschlüsse, den schlichten Etiketten bis zu den Kartons ist alles Made in Austria. Die Basisweine firmieren unter der Bezeichnung Linie Trinkvergnügen, die im Holz erzogenen Terroirweine kommen als Linie Nobilis in den Verkauf, daneben gibt es für besondere Ausbauformen die Kategorie Spezialitäten, die Spitze stellt die Linie Aurum dar. Diese Weine sind limitiert und lagern mehrere Jahre in Holzfässern. Terroir3 steht für drei Rieden und drei Böden. Die aktuelle Serie präsentiert sich feingliedrig und sortentypisch. Die Handschrift von Alexander Scherübl ist klar zu erkennen. Ein eleganter Festsaal, eine Gartenanlage und der historische Gewölbekeller bieten ein exklusives Ambiente für Seminare, Hochzeiten und andere Feiern, übernachten kann man in vier stilvollen Appartements.

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2025 Grauburgunder Südsteiermark
Weingut
TRUNK Obegg
Südsteiermark

Herzhaft fruchtig, glockenklar, Birnen, Hauch Orangen; schließt nahtlos an, sanfte Säure, winzige Prise Gerbstoffe für die Struktur, im Finish und im Nachhall Kumquats.

Weißwein
Pinot Gris (Grauburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
TRUNK Obegg
Südsteiermark

Inh. Ferdinand Teschl
8472 Obegg
Am Obegg 2

Tel. +43 3134 2207
wein@trunk.at
www.trunk.at

Das Weingut Trunk wurde im 19. Jahrhundert vom Urgroßvater der jetzigen Akteure in jungen Jahren gegründet, nun führt die vierte Generation Regie. Die Familie und Kellermeister Walter Neubauer haben ihr ganzes Herzblut in dieses Projekt gesteckt, wie Gabriela Schäfer, die Schwester von Eigentümer Ferdinand Teschl, betont. Das Gut soll im alten Stil erhalten werden. „Wenn wir etwas erneuern, dann sehr behutsam und zum traditionellen Charakter passend, das ist uns sehr wichtig“, so Frau Schäfer im O-Ton. Das Weingut inklusive aller Weingärten befindet sich auf der renommierten Riede Obegg, deren Untergrund aus reinstem Muschelkalk besteht. Dieser Boden drückt den Weinen seinen Stempel auf. Die Rieden sind nach Ost bis Südwest ausgerichtet. Viele der Rebstöcke sind betagt, mehr als 60 Jahre alt, ein weiterer Terroirfaktor. Ausgebaut werden die Weine großteils in Stahltanks, ein kleiner Teil wird in Holzfässern vergoren, wenn die Qualität der Trauben den Vorstellungen des Teams entspricht. Riesling wird in geringer Menge in der Tonamphore auf der Maische vergoren und bis zu 24 Monate in diesem Gebinde ausgebaut. In der stilvoll renovierten alten Buschenschenke werden mehrmals im Jahr Weinverkostungen und Kellerführungen angeboten, auf Anfrage sind dort Geburtstagsfeiern, Firmenseminare und dergleichen möglich. Einmal jährlich findet im Sommer ein Konzert statt. Die gesamte Serie zeichnet sich durch Klarheit und Trinkfluss aus. Keiner der Weine ist laut. Der Chardonnay Ried Obegg zeigt Lagencharakter. Der Riesling aus der Amphore ist überraschend fein, die Preisgestaltung ausgesprochen fair.

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2025 Riesling Wachauer Federspiel
Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Gewürzig, erdig, getrocknetes Gras, schüchterne Frucht; am Gaumen rassig und straff, zarte Würze, weißer Pfirsich, Zitrus, lebhaft, lässige Säure, viel Biss im Finish.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Johann Donabaum
3620 Spitz
Laaben 15

Fährt man von der Donau etwa zwei Kilometer den Spitzer Graben hinauf, kommt man nach Laaben und zu Johann Donabaum, einem der Paradewinzer von Spitz. Seit nunmehr 30 Jahren macht Donabaum bereits Wein – 1996 hat er, blutjung, als Zwanzigjähriger das Weingut in fünfter Generation übernommen und hat es schnell an die Wachauer Spitze gebracht. Zehn Hektar bewirtschaftet er, hauptsächlich im Spitzer Graben. Der Einstieg in die Genusswelt sind zwei Wachauer Federspiel-Gebietsweine, einmal als Grüner Veltliner und einmal als Riesling, beides die Haus- und Hof-Sorten Donaubaums und der Wachau. Das dritte und exklusivere Federspiel vereint die Peunt Trauben aus dem Spitzer Graben und aus Wösendorf. „Die Federspiele aus dem Jahrgang 2025 wirken generell alkoholschlanker. Aber sie zeigen sich sehr schön, weil sie ein bisschen mehr Säure aufweisen“, sagt der Winzer. Alle Jahre viel Spannung bieten Donabaums Smaragd-Weine, wo er bei beiden Sorten herkunftstypische Lagenweine macht. Beim Veltliner ist der Zornberg im Spitzer Graben die kühlste Lage, klassisch Urgestein geprägt. Der Kirchweg in Wösendorf dagegen bringt den wärmsten und würzigsten Veltliner hervor, die Riede zieht sich nah der Donau entlang und ist lössgeprägt. Die Spitzer Point ist immer Donabaums Top-Lagenklassiker unweit vom Weingut. Die Reben stehen dabei auf einem tiefgründigeren, schweren Boden, der dem Wein viel exotische Fruchtfrische und Würze gibt. Bei den Smaragd-Rieslingen hält der Winzer ein benachbartes Rieden-Trio aus dem Graben bereit: die Vogelleithen als kühlste und sehr mineralische Lage, Richtung Spitz hinunter schließt der Offenberg an, jener Riesling, der immer am schnellsten antrinkbar ist. Und der Setzberg als Landmarke zwischen dem Graben und Spitz ist zumeist der straffste Riesling-Smaragd mit viel Herkunftscharakter durch seine salzige Mineralität. Alle Smaragde bringt Donabaum immer ab September, quasi ein Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Über seine Lagen stellt Donaubaum seine Limitierte Edition, meist eine Rieden übergreifende Komposition aus den ältesten Parzellen und reifsten Trauben des Jahrgangs. 2025 ist die Limitierte Edition vom Grünen Veltliner nahezu ausschließlich von der Spitzer Point und von Reben, die schon 60 bis 70 Jahre alt sind. Sehr gelungen. Auf der Riesling-Seite musste Donabaum auf die Produktion einer Limitierten Edition verzichten, weil es der Jahrgang 2025 nicht hergab, die Qualitätsanforderungen, die Donabaum bei diesem Wein hat, zu erreichen. Für alle Wachau-Fans, die abseits Veltliner- und Riesling-Klassiker Interessantes Anderes suchen. Donabaum, der auch gern Burgunder trinkt, macht hier mit einem Neuburger und einem Chardonnay interessante Weine.

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2024 Riesling Ried Schiefer
Weingut
Forstreiter
Kremstal

Braucht Luft, zeigt dann bodenstämmige Aromen, Kräuter und subtile Frucht; ernsthaft, Aromen vom Bukett kommen wieder, moderate Säure, im Abgang und im Nachhall kühle Frucht.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Forstreiter
Kremstal

Forstreiter
3506 Krems-Hollenburg
Obere Hollenburger Hauptstraße 36

Das Weingut von Meinhard Forstreiter und seiner Frau Isabella hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung genommen. Äußeres Zeichen ist das moderne Betriebsgebäude über dem Ufer der Donau. Neben der Arbeit in den Weingärten ermöglicht der Keller nach dem Stand der Technik die hohe Qualität der Weine. Sohn Daniel wurde zunehmend Verantwortung übertragen, viele der Weine entstehen unter seiner Regie. Den Schwerpunkt im Portfolio der weißen Varietäten bildet Grüner Veltliner, gefolgt von Riesling. Komplementärsorten werden mit der gleichen Sorgfalt vinifizert. Auch die Rotweine können sich sehen lassen, sie repräsentieren „cool climate“ im besten Sinne. Der Winzer erwartet nicht, dass man vor seinen Weinen niederkniet: „Ich mache die Weine für mich. Nur die Weine, die mir schmecken, kann ich auch verkaufen.“ Die heuer verkosteten Weine vereinen Frucht, Klarheit, Trinkfluss und Feinheit. Keiner der Weine ist laut oder üppig. Der Riedencharakter wurde präzise herausgearbeitet. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen fair.

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2024 Roter Veltliner Ried Hinternberg
Bioweingut
Familie Bauer
Wagram

Ausgereifte und ausgeprägte Nase, Waldhonig, Butterzopf, Himbeere, zieht sich am Gaumen durch, sehr kulinarischer Wein mit Dichte und Kraft, Honigwabe, kandierter Pfirsich, Mango, mundfüllend mit dichtem Kern, bleibt aber fest und zeigt im Abgang eine zitrische Säure.

Weißwein
Roter Veltliner
€€
Schraubverschluss

Bioweingut
Familie Bauer
Wagram

Josef Bauer
3471 Großriedenthal
Hauptstraße 68

Das Bioweingut der Familie Bauer ist seit 2012 zertifiziert und verbindet biologische Bewirtschaftung mit Neugier und Innovationsgeist. Neben Klassikern wie Grüner Veltliner, Roter Veltliner und Riesling prägen auch PIWI-Sorten wie Donauriesling, Donauveltliner und Blütenmuskateller das Sortiment. Es entstehen auch charakterstarke Naturweine wie Bärig und URIG. Der URIG aus Rotem Veltliner reift teils im Stahltank, teils im Eichenfass, bleibt lange auf der Maische und wird ohne Schwefel gefüllt – kompromisslos und authentisch. Ergänzt wird das Sortiment durch einen lebendigen Pet Nat aus Grünem Veltliner, Rotem Veltliner und Riesling, der unkomplizierte Sommerstimmung ins Glas bringt. Auch die klassischen Vitis-vinifera-Weine zeigen klare Herkunft und Präzision. Die Riedenweine aus Hinterberg und Goldberg werden spontan vergoren und bis zu einem Jahr auf der Vollhefe ausgebaut, was ihnen Struktur und Spannung verleiht. Grüner und Roter Veltliner wachsen auf Löss, der Riesling auf Löss- und Schotterböden. Die Jahrgänge spiegeln jeweils ihren eigenen Charakter wider: Der URIG 2023 zeigt sich kraftvoll und vielschichtig, 2024 geradlinig und fokussiert, während 2025 besonders harmonisch, spannungsvoll und ausgewogen wirkt.

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2024 Gelber Muskateller
Bio Weingut
Urbanihof
Wagram

Dezente Muskatnase, Holunder, Rosenholz und reife Muskattrauben; am Gaumen stoffig, saftig, elegant und sehr gediegen.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Bio Weingut
Urbanihof
Wagram

Franz Paschinger
3481 Fels am Wagram
St. Urbanstraße 3

Mit der Bezeichnung 1598 weist der gleichnamige Grüne Veltliner auf die mehr als 400 Jahre lange Weinbautradition dieser Winzerfamilie hin. Franz und Sonja Paschinger führen ihren Betrieb in der 11. Generation, die zwölfte scharrt bereits in den Startlöchern. Sohn Jakob, ebenso wie seine Schwester Lisa Absolvent der HBLA Klosterneuburg, ist bereits fest im Betrieb integriert und legt sowohl im Weingarten wie im Keller Hand an. Lisa hingegen hat sich der Gastronomie-Schiene zugewandt und ist im Betrieb derzeit vor allem administrativ und im Verkauf tätig. Julia, die älteste Tochter, studiert Jus. Seit 2016 ist der Betrieb bio-organisch, seit dem Vorjahr auch vegan zertifiziert, was für Franz Paschinger nur eine logische Fortsetzung seiner ohnehin naturschonenden Bewirtschaftungsweise bedeutet. Das aktuelle Sortiment umfasst, wie jedes Jahr, Gewächse aus den letzten drei Jahrgängen – auf diese Weise will man den einzelnen Weinen, abhängig von ihrem Ausbaupotenzial, Zeit bis zur ersten Trinkreife geben. Besonders gut gefallen haben uns heuer der noch juvenile Riesling Fels, ein fruchtbrillanter Veltliner aus der Ried Brunnthal, sowie die beiden vom neuen Holz geküssten Burgunderweine aus 2023. Das Highlight im Sortiment ist aber heuer neuerlich ein Roter Veltliner – für diese Sorte scheint das Vater-Sohn-Duo besonders geschickte Händchen zu haben. Wenn es einen Wettbewerb unter den aktuellen Weinen gäbe, stünde die in jeder Weise überzeugende Rote Veltliner Reserve ganz oben auf dem Podest. Ein eleganter und gar nicht vorlauter Gelber Muskateller rundet das Sortiment perfekt ab.

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2025 Gelber Muskateller Ried Bruch
Weingut
Fein
Weinviertel

Betörende Macisblüte, Holunder und Limette; feingliedriger Körper, delikate Orangencreme, komplexe Säurestruktur, jugendlich animierend, Stachelbeere und kühles Steinobst im charmanten Nachhall.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Fein
Weinviertel

Bernhard Fein
2102 Hagenbrunn
Schlossgasse 40

Tel. +43 669 19069196
office@fein-wein.at
www.fein-wein.at

Unternimmt man einen Spaziergang entlang des Hagenbrunner Weinwanderwegs, sind es nur noch wenige Schritte zum Weingut Bernhard Fein in der Schloßgasse 40. Dort erwartet den Weinliebhaber ein liebevoll gestalteter Ab-Hof-Laden, wo alle naturbewusst erzeugten landwirtschaftlichen Produkte des Familienbetriebs appetitlich präsentiert werden. Wie zu erwarten, liegt das Schwergewicht auf den gebietstypischen, knackig-frischen Weinen des südlichen Weinviertels. Die Passion von Kellermeister Bernhard Fein ist, die Weine mit viel Liebe und Gefühl im Einklang mit der Natur zu gestalten, also Weine für echte Liebhaber von ehrlichen bodenständigen Produkten zu produzieren. Jeder „Fein Wein“ hat seinen eigenen Charakter und präsentiert sich am Gaumen facettenreich, elegant und spannend. Bernhard Fein keltert Weine, die hauptsächlich vom Terroir des Bisambergs geprägt sind.

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2023 Chardonnay Reserve Ried Salzgründe
Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

Weiche Textur, Kakao, Karamell, Oliven, leichte Kräuterwürze, Liebstöckel; weich, schokoladig, Südfrüchte, Mango, salzig, robustes Tannin, druckvoll.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Rot-Weiß-Süß – so gestaltet sich das Programm bei Johannes Münzenrieder. Dabei tut sich ein Weingenuss-Reigen von 30 verschiedenen Weinen auf, die neben Trinkvergnügen auch als klare Preis-Leistungs-Garanten eingestuft werden können. Somit wundert es nicht, dass Münzenrieders Weine in der Gastronomie und im Handel gut aufgestellt sind – und auch im Ausland sind seine Kreszenzen beliebt, was 60 Prozent Exportquote verdeutlicht. Im roten Premiumbereich zeigt der Winzer mit seiner Grande Reserve vom Merlot sowie seiner Cuvée Zweiglas besonders auf. Ziemlich lässig!

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2024 Tochter
Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rauchige, kräuterwürzige Textur, dezente Frucht, Grapefruitzesten; straff und engmaschig, kühle Aromatik, Grapefruits, Bitterorangen, grüne Birnen und Stachelbeeren, im Finish mit strukturgebendem Gerbstoff beladen, Naturwein-Feeling.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Anita & Hans Nittnaus
7122 Gols
Untere Hauptstraße 49

Alte Weinwerte mit neuem Weinstreben verbindet in perfekter Weise das Golser Weingut Anita & Hans Nittnaus. Seit den 1990er-Jahren steht das Flaggschiff des Hauses, der Comondor, als eine österreichische Rotweinikone mit internationalem Format. Mit der Marke Pannobile hat der Topwinzer Hans „John“ Nittnaus bereits vor 35 Jahren einen der ersten charismatischen burgenländischen Gebietsweine gemacht, wo er die heimischen Sorten Zweigelt und Blaufränkisch forcierte. Bis 2002 gab es bei Nittnaus auch ein weißes Pannobile-Pendant, damals aus Burgundersorten. Seinen Pannobile Weiß hat Nittnaus mit dem Jahrgang 2024 wieder aufleben lassen – jedoch komplett neu gedacht. Der innovative Winzer vereint dabei das großartige Terroir vom Leithaberg mit seinem jüngsten Steckenpferd, dem Furmint, den er als Juniorpartner mit Grüner Veltliner in diesem weißen Pannobile vermählt. Nittnaus‘ Furmint-Abenteuer hat 2018 begonnen – im Kleinen. Heute hat er schon zwei Hektar von dieser Traditionsweißweinsorte ausgesetzt. Neben dem Weißen Pannobile gibt es auch zwei reinsortige Furmint. Neu: der Ortswein Jois, ein gelungener und äußerst preiswerter Wein als Einstieg in die faszinierende Furmint-Welt. Was die Sorte im Premiumbereich leisten kann, zeigt Nittnaus mit seinem Lagenwein aus der Ried Tannenberg in Jois, 2024 ist der vierte Furmint-Jahrgang, es ist ein Powerwein mit Rieseneleganz, der sein Potenzial erst im großen Glas entfaltet. „Ich bin kein analytischer Koster“, sagt John Nittnaus, denn sein Credo lautet: „Mir geht es darum, welche Persönlichkeit hat der Wein.“ Und viel Persönlichkeit kommt vom Leithaberg. Darum hat Nittnaus schon vor Jahren seinen Aktionsradius von seiner Heimatstadt Gols auf den nahen Leithaberg ausgeweitet, um dort mit dem Blaufränkisch ein Weindenkmal zu setzen. Es ist seine Königssorte geworden – und: „Wir wollen den Blaufränkisch-Anteil in den nächsten Jahren weiter steigern“, sagt der Winzer, der am Leithaberg bereits vier unterschiedliche Lagenweine im Portfolio hat. Seine beiden Top-Blaufränkisch kommen aus Jois: aus der Ried Jungenberg, wo die Sorte auf einem Schieferboden steht, und aus der Ried Gritschenberg, einer kalkgeprägten Lage. Weiters gibt es noch in Jois den Blaufränker vom Altenberg und die Lange Ohn in Neusiedl. Beim Wein und daraus entstehenden neuen Ideen ist John Nittnaus immer jung geblieben – und ist damit auch den Low Intervention Weinen der Nittnaus-Jugend Martin, Andreas und Lydia aufgeschlossen. Hier hat sich die junge Generation schon seit einigen Jahren unter den Namen Manila und Elektra mit straffen spannungsgeladenen Natural Wines in Weiß und Rot in Szene gesetzt. Prädikat: unbedingt auch kosten!

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2025 Ried Altes Weingebirge
Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

(BF/ZW/ME/CS) Dunkle Beeren, hauchzarte Gewürzaromen, Brombeeren, Cassis, Kirschen; vielschichtig fruchtig, feine Tannine, balanciert, fast samtig, ausgesprochen zugänglich.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

Familie Prickler
7361 Lutzmannsburg
Birkenhain 1

Herbert Prickler hat das Weingut gemeinsam mit seiner Frau Elfi in den 1980er Jahren gegründet, praktisch aus dem Nichts, wie er sagt. Mittlerweile führt die zweite Generation Regie. Kellermeister Christian wird vom Senior unterstützt, Christina obliegen das Marketing, die Kundenbetreuung und das Büro. Mit Tochter Valentina wächst die dritte Generation heran. René Prickler ist immer da, wenn man ihn braucht. Elfi Prickler ist die Hüterin der Rebstöcke, zu denen sie ein inniges Verhältnis hat. Die Reben stehen auf dem Lutzmannsburger Hochplateau, wo sie unter günstigen mikroklimatischen Bedingungen ihre Wurzeln in einen Boden aus Lehm, Tonmergel, Tegel und Quarzsanden treiben. Die Familie hat hier Blaufränkisch, Zweigelt, Merlot, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Welschriesling ausgepflanzt. „Wir sind ein echter Familienbetrieb und legen höchsten Wert auf Qualität zu einem fairen Preis“, erklärt Christina Prickler. Verkaufsschlager sei der Merlot, von dem es immer zu wenig gebe. Der Betrieb ist nach dem Stand der Technik ausgerüstet. Im Jahr 2021 wurde ein neuer, lichtdurchfluteter Verkostungsraum in Betrieb genommen, der auch für Veranstaltungen und Präsentationen zur Verfügung steht. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine feine Handschrift aus, da ist nichts Vordergründiges oder Lautes, die Gerbstoffe sind präsent und strukturgebend, aber nie hart. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen attraktiv.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -