Weinguide
Ausgabe 2026/27
Filtern nach:
Sortieren nach:
2023 Grüner Veltliner Große Reserve Steinzeit
Weingut
Jordan
Weinviertel

(im Granit-Fass vergoren und 12 Monate gereift) Komplex, geprägt von Mineralität, Würze, reifer Frucht, Körper, Kraft und Finesse, ein gefüllter Korb mit exotischen Früchten, eleganter, harmonischer Nachgeschmack – viel Luft und nicht zu kalt trinken, großartiger Wein mit enormem Potenzial!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Jordan
Weinviertel

Simone & Johannes Hiller-Jordan
3741 Pulkau
Groß-Reipersdorf 12

„Weingüter entstehen nicht von heute auf morgen, sie werden von Generationen zu dem gemacht, was sie heute sind“, sagt Simone Hiller-Jordan. Besucht man diesen innovativen, modernen Betrieb, erlebt man Tradition und Moderne in allen Einzelheiten. Nach dem Umbau des Nebengebäudes ist ein richtiges Schmuckstück entstanden, das zu einem angenehmen Blickfang fürs Auge geworden ist. So wächst das Weingut zu einem Weinbaubetrieb für alle Sinne. Nach einem erfrischenden Willkommensglas Riesling Brut Große Reserve darf ich mit Simone den neu umgebauten und renovierten Keller anschauen. Das sogenannte Presshaus ziert eine beeindruckende Spindel-Baumpresse aus früherer Zeit mit dem Originalstein aus 1858. Dahinter ist die dicke, schwere, grüne Kellertür, die ins Reich der Weine führt. Es war wie früher zu Weihnachten: Die schwere, etwas knarrende Tür ging auf, und ein raffiniert mit Licht und Kerzen beleuchteter Gewölbekeller präsentierte mit stillem Stolz die dort gelagerten Weine. Ein ausgeklügeltes Regalsystem mit gezielter Beleuchtung setzt jede Flasche ins richtige Licht. In der Mitte befindet sich ein berühmtes „Böhmisches Platzl“, wo sich die Gewölbe aus allen Richtungen vereinen. Auf dem Fass an diesem speziellen Platz durfte ich mit der Weinkönigin ihren Hochzeitswein Zweigelt Rubin Reserve 2014 verkosten – 12 Jahre Zweigelt perfekt gereift, mit immer noch jugendlicher Frische, aromatischem Duft und gaumenfreundlichem Geschmack. Es war ein besonderer Moment in einzigartiger Umgebung, wo Wein und Romantik zum Fest des Augenblicks wurden.

mehr
2023 Blaufränkisch Ried Mitterberg Reserve
Weingut
Gager
Mittelburgenland

Tiefe und dunkle Frucht, frische Zwetschken, zarteste Anklänge von Kumquats und Kakaopulver; zupackend, Tanningrip, Berge von einladender Frucht ohne Vordergründigkeit, im Finish Gewürzmischung à la Nelken, Kardamom, Kaffee, im sehr langen Nachhall Frucht und noble Holzaromen.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Gager
Mittelburgenland

Gager
7301 Deutschkreutz
Karrnergasse 2

Das Weingut Gager gehört seit Jahren zu den Leitbetrieben des Mittelburgenlandes. Gegründet wurde es von Josef Gager im Jahr 1984. Rotweine hoher Qualität mit einer gesunden Härte wurden bald zu seinem Markenzeichen. Sein Sohn Horst hat etwas an Strenge weggenommen, ohne die Linie des Hauses zu verwässern. Die Rotweine werden grundsätzlich im Holz ausgebaut. Für die Basislinie und die mittlere Ebene werden gebrauchte Barriques verwendet, für die Flaggschiffe des Hauses kommt ausschließlich neues Holz zum Einsatz. Cabernet Franc und Merlot werden sortenrein nur in sehr guten Jahren angeboten. Der Blaufränkisch Gager, kurz BFG, wird in Top-Jahren vinifiziert. Es handelt sich um eine Selektion der ältesten Reben. Gleiches gilt für die Cuvée Gager Gold; wegen der sehr geringen Menge wird dieser Wein nicht aktiv beworben. Den Tycoon gibt es ebenfalls nur, wenn der Jahrgang passt. Die Etiketten wurden behutsam umgestaltet. Aufgelassen wurde der Zweigelt Klassik. An der Qualitätsschraube hat der Winzer erneut gedreht. Als Folge der Umstellungen kommt der Jahrgang 2024 erst gegen Ende 2026 in den Verkauf, weshalb wir die zum Großteil schon letztes Jahr als Fassproben vorgestellten Weine nun in fertigem Zustand präsentieren. Mit dem Rotweinabsatz ist Horst Gager sehr zufrieden, allen Unkenrufen zum Trotz.

mehr
2024 Riesling Ried Schütt Smaragd
Weingut
Knoll
Wachau

Rauchig, reife Frucht, samtig, Früchtekuchen, getrocknete Pfirsiche, pikante Exotik, Kräuter; ungemein saftig, lebhaft, voller Frucht, gute Spannung, noch sehr jung, fest, straff, fast asketisch, langanhaltend, Geduld.

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Knoll
Wachau

Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
weingut@knoll.at

Nirgendwo in Österreich wird Weintradition authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen hierzulande schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben – regional und national. Folglich hat man zum Image der Herkunft Wachau als einzigartiges, qualitativ herausragendes Gebiet maßgeblich beigetragen. Im Weingut Knoll wird seit vielen Generationen Weinbau betrieben. Erste Bouteillen wurden hier schon vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert gefüllt. Familienbetrieb im besten Sinne, wird das Weingut Knoll von zwei Generationen repräsentiert: Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne August und Emmerich H. Knoll – Letzterer ist zudem seit 2012 Obmann des traditionsreichen Winzervereins Vinea Wachau. Die Familie bewirtschaftet etwa 18 Hektar Rebfläche, von denen rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von Wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des heiligen Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Das Lagenportfolio liest sich wie ein „Who is Who“ der besten Loibner und Dürnsteiner Rieden: Dazu zählen Loibenberg und Kellerberg sowie die Knoll’sche Paradelage Schütt (Loibner und Dürnsteiner), darüber hinaus Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Spitzenriede Pfaffenberg. Obwohl das Sortiment von den regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling dominiert wird, bekennt man sich bei Knoll auch zur ampelografischen Vielfalt. So sind Komplementärsorten wie Muskateller, Gelber Traminer, Chardonnay & Co. seit jeher unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Palette. In der ungemein vielfältigen Weinpalette findet man selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur aus beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling je nach Jahr auch noch aus mehreren Lagen. In geeigneten Jahren gibt es auch noch oft herausragende Prädikatsweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. In der aktuellen Palette steht bei Steinfeder und Federspiel der jüngste Jahrgang 2025 im Fokus, der aufgrund eines etwas verzögerten Starts und kühler Phasen im Mai und Juli später in der Entwicklung war. Das drückt sich in alkoholleichteren Weinen mit eleganter Frucht und viel Säurepikanz aus. Besonders hervorzuheben als modellahfter Vertreter ist das Riesling Federspiel aus der Ried Loibenberg. Die Smaragdpalette, die aus dem sehr warmen und reifen, im Herbst durch massive Regenfälle gekennzeichneten Jahrgang 2024 stammt, wurde durch einen Loibner Grüner Veltliner ohne Riedenbezeichnung bereichert. Die 2024er-Smaragd-Palette strotzt vor beeindruckenden Weinen, wobei Grüner Veltliner Vinothek sowie Riesling Ried Pfaffenberg Selection derzeit besonders herausstechen. Tolles Potenzial für die Zukunft weisen aber auch die anderen Smaragde aus den klassischen Rieden auf, insbesondere Loibenberg, Kellerberg und Schütt.ps

mehr
2024 Grüner Veltliner Langenloiser Alte Reben
Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Rauchig, leicht reduktiv zu Beginn, grüne Oliven, Paraffin, frische Kräuter, helle Frucht, Grapefruits, ausgereift; ungemein saftiger Fruchtauftakt, packende Zitrusfrische, lebhaft mit Biss, sehr anregend, viel Eleganz, kompakt, recht gute Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Hervorragend in vielerlei Hinsicht, ist das Langenloiser Weingut Bründlmayer fast so etwas wie ein vinophiler Leuchtturm, dessen Schein nicht nur ganz Österreich erfasst, sondern selbst in die fernsten Ecken der Welt reicht. Und das ohne Übertreibung, denn in Sachen internationaler Ruf und Renomée ist Bründlmayer hierzulande unübertroffen. Das ist wohl begründet, denn seit Jahrzehnten wird hier demonstriert, wie man Klasse in ansehnlicher Menge und großer Vielfalt quer durch alle Weinkategorien und -klassen erzeugt. Der überaus hohe Standard konnte und kann nur dank ständiger und wohldurchdachter Weiterentwicklungen und Adaptierungen im Großen wie im Kleinen gehalten werden. Heute wird der Fortschritt im Weingut von einem Quartett an ebenso kompetenten wie kreativen und innovativen Personen verwaltet: Willi Bründlmayer – Vinaria Lebenswerk Preisträger, Gründungsmitglied der Österreichischen Traditionsweingüter und Verwalter eines riesigen Reservoirs an höchsten Auszeichnungen aus aller Welt – führt das Familienweingut bereits seit 1980 zusammen mit seiner Frau Edwige, mehr als zwei Jahrzehnt(e) ist Thomas Klinger Marketing- und Vertriebsleiter an Bord und 2016 übernahm Master of Wine Andreas Wickhoff die operative Leitung. Das Weingartenportfolio liest sich wie ein Who is Who der herausragendsten Rieden in und um Langenlois. Besonderes Augenmerk wird der idealen Verbindung von Lage und Sorte geschenkt, und in Sachen Erziehungsformen und Weingartenpraxis zählte man schon lang zu den Pionieren. Beim Weingut Bründlmayer von einer Spezialisierung zu reden, ist fehl am Platz, denn es scheint keine Kategorie zu geben, in der man nicht herausragt. Das gilt traditionell für die trockenen Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Blanc und Gris sowie weiteren Komplementärsorten ebenso wie für die bereits seit vielen Jahrzehnten kultivierten Rotweine, allen voran Pinot Noir, ergänzt durch St. Laurent und Zweigelt bis hin zu Spezailitäten wie Cabernet Franc & Co. Seit 1989 wird hier Sekt erzeugt und inzwischen hat man ein beeindruckendes Portfolio an schäumenden Delikatessen von höchstem internationalem Niveau. Dazu gibt es immer wieder köstlichste Prädikatsweine. Jüngsten Trends entsprechend gibt es schließlich auch noch eine Palette an wohlschmeckenden alkoholfreien Verlockungen, vom klassischen Traubensaft über Verjus und diverse Proxies, still und prickelnd. Die aktuelle Serie an trockenen Weißweinen ist erwartungsgemäß von durchgehend hoher Qualität. Im Bereich der aus dem Jahrgang 2024 stammenden Lagenweinen ragen beim Veltliner Vincents Spiegel und Lamm heraus – beide brauchen noch etwas Lagerzeit, um ihre wahre Klasse zu zeigen. Beim Riesling betören nicht nur die beiden Heiligenstein-Varianten aus 2024, sondern auch der köstliche Steinmassl 2025. Der ungemein präzise Chardonnay Steinberg 2024 wiederum ist ein Meilenstein für diese Sorte im Weingut. Im Rotweinbereich erfreut der klassische Pinot, die Reservevariante ist noch etwas verschlossen, dafür steht eine pikante Zweigelt-Reserve aus 2021 zur Verfügung. Die aktuelle Sektserie ist zum Niederknien, wobei wir aus Platzgründen nur vier davon vorstellen. Herausragend sind die beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Blanc de Blancs-Varianten, die zeigen, wie profund österreichischer Sekt sein kann.ps

mehr
2023 Ried Haidacker, 1ÖTW Zweigelt
Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

(Handlese, kalkhaltiger Braunerdeboden) Dunkles Rubingranat, violette Reflexe; feine Edelholzwürze, schwarze Kirschen, Schokolade, kühler Ausklang, dichtes Bukett mit Tiefgang; dunkle Waldbeeren, Herzkirsche, zarte tabakige Nuancen, saftig-elegant, runde Tannine, süffig. NIEDERÖSTERREICH

Rotwein
Zweigelt
€€€€
Naturkork

Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

Ing. Johannes Pitnauer
2464 Göttlesbrunn
Weinbergstraße 4

Mit Johannes Pitnauer leitet seit 2018 die junge Generation das traditionelle Familienweingut. Zielsicher im Wissen der großen Tradition des Hauses führt der Jungwinzer den Betrieb in die neue Zukunft und wird dabei von seiner Lebensgefährtin Romana Bauer tatkräftig unterstützt. Der Grüne Veltliner Classic repräsentiert die fruchtbetonte Linie. Er gedeiht in der Riede Hagelsberg, die auf kalkhaltigen Braunerdeböden und mit den kühlen Winden an den oberen Hügelkappen das spezielle Mikroklima widerspiegeln. Von dort kommt auch der Top-Grüne Veltliner, der im Jahrgang 2025 mit viel Tiefgang und Länge aufwarten kann. Der Gelbe Muskateller war schon bei Vater Hans in den 90er Jahren immer gut, und die alten Reben bringen heute noch ein bißchen mehr Aromavielfalt und Dichte. Die großen Klassiker im Haus Pitnauer sind die Rotweine, wie die seit 1986 ausgebaute Zweigelt-Marke Bienenfresser und die Großen Reserven, die jeweils reinsortig von französischen Sorten stammen. Seit Jahrzehnten bereitet es mir Freude, Merlot, Syrah, Cabernet Franc und die Cuvée Franz Josef zu verkosten, und die feinen Unterschiede pro Jahrgang herauszuarbeiten.

mehr
2024 Rotgipfler Gumpoldskirchen Ried Satzing 1ÖTW
Weingut
Familie Reinisch
Thermenregion

Filigranes, zart tropenfruchtiges Bukett mit Apfelmix; straff und kühl am Gaumen, bisschen Klementinen und junge Banane, roter Pfeffer, pikant und klar, mit ananasfruchtiger Säure und zarter Edelholzwürze, rauchige mineralische Noten im Ausklang.

Weißwein
Rotgipfler
€€€€
Naturkork

Weingut
Familie Reinisch
Thermenregion

Reinisch
2523 Tattendorf
Im Weingarten 1

Tel. +43 2253 81423
Fax. -4
office@j-r.at
www.j-r.at

Im Weinbaugebiet Thermenregion, mitten in den Weingärten von Tattendorf, liegt der „Johanneshof Reinisch“ als Repräsentant hochwertiger gebietstypischer Weine unter Führung der Brüder Hannes, Michael und Christian Reinisch. Als 1995 das Weingut gegründet wurde, folgte es einer langen Tradition des seit 1923 bestehenden Familienweinguts. Diese damalige Neugründung war mit der Errichtung modernster technischer Einrichtungen verbunden, so konnten ideale Bedingungen in Presshaus, Keller und Weinlager geschaffen werden. Die dadurch jahrelange konstant hohe Qualität der Weine führte dann 2022 zur Mitgliedshaft bei den „Traditionsweingütern Österreich“. Schon bei der Einfahrt zum beeindruckenden Hauptgebäude spürt man das Betreten einer eigenen Welt, eine Welt in der Tradition, Fortschritt und Perfektion zu einer Symbiose verschmelzen. So sind auch heuer wieder die für den Vinaria Weinguide präsentierten Weine eine Welt für sich. Der junge Kellermeister Sebastian, Hannes Reinischs Sohn, verbindet bei der Kelterung mit viel Feingefühl die jeweilige Sortentypizität mit dem Terroir der unterschiedlichen Lagen. Er schafft so charaktervolle Weine mit Tiefe, die viel Trinkfreude bereiten. Bereits die Gebietsweine beginnen auf hohem Niveau, bis man an der Spitze der Qualitätspyramide ankommt, an den grandiosen Weinen der Top-Lage Ried Kästenbaum. Möchte ein Weinliebhaber hingegen mehr als nur Wein verkosten, so erweitert er am besten sein Erlebnis im Johanneshof durch einen Besuch des Restaurants „Thomas“, das der zweite Sohn von Hannes, Thomas Reinisch, als talentierter Koch mit Erfolg leitet. Er verwöhnt die Gaumen der Besucher mit spannenden Kreationen, genauso wie mit bodenständigen Klassikern. Aber ungekünstelt und ohne Schnörkel – alles in einer ehrlich entspannten Atmosphäre, die vom kompetenten Sommelier Dustin Reiß mitgetragen wird. Sollte man nach diesem Erlebnis dann doch nicht mehr heimfahren wollen, bleibt man einfach hier, wo man am „Schlafgut am Johanneshof“ die Nacht in den Weingärten verbringen kann. Hier sind 10 geschmackvolle Gästezimmer entstanden, die von Martina und Christian Reinisch liebevoll betreut werden. Als Ort zum Ankommen, Entspannen und Verweilen, mitten in den Weinrieden der Thermenregion. Es ist eben die Welt der Familie Reinisch – der Johanneshof –, wo Wein, Speisen und Schlafen zum harmonischen Erlebnis werden.

mehr
2024 Riesling Vinothekfüllung Smaragd
Weingut
Knoll
Wachau

Opulenz, exotischer Fruchtsalat, fast kompottige Fülle, Mango, samtig, gelbe Ananas und Marillen, harzig; schmelzig, sehr dicht, ein Maulvoll Wein mit Unmengen Frucht, ausgereift, sehr lang für die lange Lagerung.

Weißwein
Riesling
-
Naturkork

Weingut
Knoll
Wachau

Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
weingut@knoll.at

Nirgendwo in Österreich wird Weintradition authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen hierzulande schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben – regional und national. Folglich hat man zum Image der Herkunft Wachau als einzigartiges, qualitativ herausragendes Gebiet maßgeblich beigetragen. Im Weingut Knoll wird seit vielen Generationen Weinbau betrieben. Erste Bouteillen wurden hier schon vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert gefüllt. Familienbetrieb im besten Sinne, wird das Weingut Knoll von zwei Generationen repräsentiert: Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne August und Emmerich H. Knoll – Letzterer ist zudem seit 2012 Obmann des traditionsreichen Winzervereins Vinea Wachau. Die Familie bewirtschaftet etwa 18 Hektar Rebfläche, von denen rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von Wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des heiligen Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Das Lagenportfolio liest sich wie ein „Who is Who“ der besten Loibner und Dürnsteiner Rieden: Dazu zählen Loibenberg und Kellerberg sowie die Knoll’sche Paradelage Schütt (Loibner und Dürnsteiner), darüber hinaus Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Spitzenriede Pfaffenberg. Obwohl das Sortiment von den regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling dominiert wird, bekennt man sich bei Knoll auch zur ampelografischen Vielfalt. So sind Komplementärsorten wie Muskateller, Gelber Traminer, Chardonnay & Co. seit jeher unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Palette. In der ungemein vielfältigen Weinpalette findet man selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur aus beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling je nach Jahr auch noch aus mehreren Lagen. In geeigneten Jahren gibt es auch noch oft herausragende Prädikatsweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. In der aktuellen Palette steht bei Steinfeder und Federspiel der jüngste Jahrgang 2025 im Fokus, der aufgrund eines etwas verzögerten Starts und kühler Phasen im Mai und Juli später in der Entwicklung war. Das drückt sich in alkoholleichteren Weinen mit eleganter Frucht und viel Säurepikanz aus. Besonders hervorzuheben als modellahfter Vertreter ist das Riesling Federspiel aus der Ried Loibenberg. Die Smaragdpalette, die aus dem sehr warmen und reifen, im Herbst durch massive Regenfälle gekennzeichneten Jahrgang 2024 stammt, wurde durch einen Loibner Grüner Veltliner ohne Riedenbezeichnung bereichert. Die 2024er-Smaragd-Palette strotzt vor beeindruckenden Weinen, wobei Grüner Veltliner Vinothek sowie Riesling Ried Pfaffenberg Selection derzeit besonders herausstechen. Tolles Potenzial für die Zukunft weisen aber auch die anderen Smaragde aus den klassischen Rieden auf, insbesondere Loibenberg, Kellerberg und Schütt.ps

mehr
2024 Ried Käferberg Grüner Veltliner 1ÖTW
Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Etwas zurückhaltend zu Beginn, Striezelnoten, helle Frucht, etwas türkischer Honig, Lokum, weiße Blüten; kernig und vital, sehr erfrischend, leicht spritzig, etwas kandierte Ananas, belebend, mittellang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Hervorragend in vielerlei Hinsicht, ist das Langenloiser Weingut Bründlmayer fast so etwas wie ein vinophiler Leuchtturm, dessen Schein nicht nur ganz Österreich erfasst, sondern selbst in die fernsten Ecken der Welt reicht. Und das ohne Übertreibung, denn in Sachen internationaler Ruf und Renomée ist Bründlmayer hierzulande unübertroffen. Das ist wohl begründet, denn seit Jahrzehnten wird hier demonstriert, wie man Klasse in ansehnlicher Menge und großer Vielfalt quer durch alle Weinkategorien und -klassen erzeugt. Der überaus hohe Standard konnte und kann nur dank ständiger und wohldurchdachter Weiterentwicklungen und Adaptierungen im Großen wie im Kleinen gehalten werden. Heute wird der Fortschritt im Weingut von einem Quartett an ebenso kompetenten wie kreativen und innovativen Personen verwaltet: Willi Bründlmayer – Vinaria Lebenswerk Preisträger, Gründungsmitglied der Österreichischen Traditionsweingüter und Verwalter eines riesigen Reservoirs an höchsten Auszeichnungen aus aller Welt – führt das Familienweingut bereits seit 1980 zusammen mit seiner Frau Edwige, mehr als zwei Jahrzehnt(e) ist Thomas Klinger Marketing- und Vertriebsleiter an Bord und 2016 übernahm Master of Wine Andreas Wickhoff die operative Leitung. Das Weingartenportfolio liest sich wie ein Who is Who der herausragendsten Rieden in und um Langenlois. Besonderes Augenmerk wird der idealen Verbindung von Lage und Sorte geschenkt, und in Sachen Erziehungsformen und Weingartenpraxis zählte man schon lang zu den Pionieren. Beim Weingut Bründlmayer von einer Spezialisierung zu reden, ist fehl am Platz, denn es scheint keine Kategorie zu geben, in der man nicht herausragt. Das gilt traditionell für die trockenen Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Blanc und Gris sowie weiteren Komplementärsorten ebenso wie für die bereits seit vielen Jahrzehnten kultivierten Rotweine, allen voran Pinot Noir, ergänzt durch St. Laurent und Zweigelt bis hin zu Spezailitäten wie Cabernet Franc & Co. Seit 1989 wird hier Sekt erzeugt und inzwischen hat man ein beeindruckendes Portfolio an schäumenden Delikatessen von höchstem internationalem Niveau. Dazu gibt es immer wieder köstlichste Prädikatsweine. Jüngsten Trends entsprechend gibt es schließlich auch noch eine Palette an wohlschmeckenden alkoholfreien Verlockungen, vom klassischen Traubensaft über Verjus und diverse Proxies, still und prickelnd. Die aktuelle Serie an trockenen Weißweinen ist erwartungsgemäß von durchgehend hoher Qualität. Im Bereich der aus dem Jahrgang 2024 stammenden Lagenweinen ragen beim Veltliner Vincents Spiegel und Lamm heraus – beide brauchen noch etwas Lagerzeit, um ihre wahre Klasse zu zeigen. Beim Riesling betören nicht nur die beiden Heiligenstein-Varianten aus 2024, sondern auch der köstliche Steinmassl 2025. Der ungemein präzise Chardonnay Steinberg 2024 wiederum ist ein Meilenstein für diese Sorte im Weingut. Im Rotweinbereich erfreut der klassische Pinot, die Reservevariante ist noch etwas verschlossen, dafür steht eine pikante Zweigelt-Reserve aus 2021 zur Verfügung. Die aktuelle Sektserie ist zum Niederknien, wobei wir aus Platzgründen nur vier davon vorstellen. Herausragend sind die beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Blanc de Blancs-Varianten, die zeigen, wie profund österreichischer Sekt sein kann.ps

mehr
2022 Zweigelt Reserve Rubin
Weingut
Jordan
Weinviertel

Klassisch nach gereiften Kirschen im Duft, etwas nach Amarena, eingebundene Röstnoten, ausgewogen und kraftvoll, ausdrucksstark, elegant mit langem Finish.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Naturkork

Weingut
Jordan
Weinviertel

Simone & Johannes Hiller-Jordan
3741 Pulkau
Groß-Reipersdorf 12

„Weingüter entstehen nicht von heute auf morgen, sie werden von Generationen zu dem gemacht, was sie heute sind“, sagt Simone Hiller-Jordan. Besucht man diesen innovativen, modernen Betrieb, erlebt man Tradition und Moderne in allen Einzelheiten. Nach dem Umbau des Nebengebäudes ist ein richtiges Schmuckstück entstanden, das zu einem angenehmen Blickfang fürs Auge geworden ist. So wächst das Weingut zu einem Weinbaubetrieb für alle Sinne. Nach einem erfrischenden Willkommensglas Riesling Brut Große Reserve darf ich mit Simone den neu umgebauten und renovierten Keller anschauen. Das sogenannte Presshaus ziert eine beeindruckende Spindel-Baumpresse aus früherer Zeit mit dem Originalstein aus 1858. Dahinter ist die dicke, schwere, grüne Kellertür, die ins Reich der Weine führt. Es war wie früher zu Weihnachten: Die schwere, etwas knarrende Tür ging auf, und ein raffiniert mit Licht und Kerzen beleuchteter Gewölbekeller präsentierte mit stillem Stolz die dort gelagerten Weine. Ein ausgeklügeltes Regalsystem mit gezielter Beleuchtung setzt jede Flasche ins richtige Licht. In der Mitte befindet sich ein berühmtes „Böhmisches Platzl“, wo sich die Gewölbe aus allen Richtungen vereinen. Auf dem Fass an diesem speziellen Platz durfte ich mit der Weinkönigin ihren Hochzeitswein Zweigelt Rubin Reserve 2014 verkosten – 12 Jahre Zweigelt perfekt gereift, mit immer noch jugendlicher Frische, aromatischem Duft und gaumenfreundlichem Geschmack. Es war ein besonderer Moment in einzigartiger Umgebung, wo Wein und Romantik zum Fest des Augenblicks wurden.

mehr
2024 Zierfandler Gumpoldskirchen Ried Spiegel 1ÖTW
Weingut
Familie Reinisch
Thermenregion

Animierender Duft nach Kernobst und Mandarine, begleitet von weicher Kräuterwürze; balancierte Zitrusnuancen und Quitte, in vielschichtiger Eleganz dicht verwoben, extraktreich mit Schmelz, grüne Nuss und frisches Laub dahinter, perfekt abgestimmte Säure, glockenklar und geradlinig, feine Würze und ein Hauch salziger Noten im komplex fruchtigen Nachhall.

Weißwein
Zierfandler
€€€€
Naturkork

Weingut
Familie Reinisch
Thermenregion

Reinisch
2523 Tattendorf
Im Weingarten 1

Tel. +43 2253 81423
Fax. -4
office@j-r.at
www.j-r.at

Im Weinbaugebiet Thermenregion, mitten in den Weingärten von Tattendorf, liegt der „Johanneshof Reinisch“ als Repräsentant hochwertiger gebietstypischer Weine unter Führung der Brüder Hannes, Michael und Christian Reinisch. Als 1995 das Weingut gegründet wurde, folgte es einer langen Tradition des seit 1923 bestehenden Familienweinguts. Diese damalige Neugründung war mit der Errichtung modernster technischer Einrichtungen verbunden, so konnten ideale Bedingungen in Presshaus, Keller und Weinlager geschaffen werden. Die dadurch jahrelange konstant hohe Qualität der Weine führte dann 2022 zur Mitgliedshaft bei den „Traditionsweingütern Österreich“. Schon bei der Einfahrt zum beeindruckenden Hauptgebäude spürt man das Betreten einer eigenen Welt, eine Welt in der Tradition, Fortschritt und Perfektion zu einer Symbiose verschmelzen. So sind auch heuer wieder die für den Vinaria Weinguide präsentierten Weine eine Welt für sich. Der junge Kellermeister Sebastian, Hannes Reinischs Sohn, verbindet bei der Kelterung mit viel Feingefühl die jeweilige Sortentypizität mit dem Terroir der unterschiedlichen Lagen. Er schafft so charaktervolle Weine mit Tiefe, die viel Trinkfreude bereiten. Bereits die Gebietsweine beginnen auf hohem Niveau, bis man an der Spitze der Qualitätspyramide ankommt, an den grandiosen Weinen der Top-Lage Ried Kästenbaum. Möchte ein Weinliebhaber hingegen mehr als nur Wein verkosten, so erweitert er am besten sein Erlebnis im Johanneshof durch einen Besuch des Restaurants „Thomas“, das der zweite Sohn von Hannes, Thomas Reinisch, als talentierter Koch mit Erfolg leitet. Er verwöhnt die Gaumen der Besucher mit spannenden Kreationen, genauso wie mit bodenständigen Klassikern. Aber ungekünstelt und ohne Schnörkel – alles in einer ehrlich entspannten Atmosphäre, die vom kompetenten Sommelier Dustin Reiß mitgetragen wird. Sollte man nach diesem Erlebnis dann doch nicht mehr heimfahren wollen, bleibt man einfach hier, wo man am „Schlafgut am Johanneshof“ die Nacht in den Weingärten verbringen kann. Hier sind 10 geschmackvolle Gästezimmer entstanden, die von Martina und Christian Reinisch liebevoll betreut werden. Als Ort zum Ankommen, Entspannen und Verweilen, mitten in den Weinrieden der Thermenregion. Es ist eben die Welt der Familie Reinisch – der Johanneshof –, wo Wein, Speisen und Schlafen zum harmonischen Erlebnis werden.

mehr
2024 Ried Spiegel Vincent Grüner Veltliner 1ÖTW
Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Kühle Frucht mit Birnen, zart rauchig, hochelegant, Karambolfrucht und Kiwis, weiße Schokolade, pikante Ader; sehr saftig, Unmengen Frucht, kernig, toller Punch, gebündelt, noch ganz jung, geht Richtung top.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Hervorragend in vielerlei Hinsicht, ist das Langenloiser Weingut Bründlmayer fast so etwas wie ein vinophiler Leuchtturm, dessen Schein nicht nur ganz Österreich erfasst, sondern selbst in die fernsten Ecken der Welt reicht. Und das ohne Übertreibung, denn in Sachen internationaler Ruf und Renomée ist Bründlmayer hierzulande unübertroffen. Das ist wohl begründet, denn seit Jahrzehnten wird hier demonstriert, wie man Klasse in ansehnlicher Menge und großer Vielfalt quer durch alle Weinkategorien und -klassen erzeugt. Der überaus hohe Standard konnte und kann nur dank ständiger und wohldurchdachter Weiterentwicklungen und Adaptierungen im Großen wie im Kleinen gehalten werden. Heute wird der Fortschritt im Weingut von einem Quartett an ebenso kompetenten wie kreativen und innovativen Personen verwaltet: Willi Bründlmayer – Vinaria Lebenswerk Preisträger, Gründungsmitglied der Österreichischen Traditionsweingüter und Verwalter eines riesigen Reservoirs an höchsten Auszeichnungen aus aller Welt – führt das Familienweingut bereits seit 1980 zusammen mit seiner Frau Edwige, mehr als zwei Jahrzehnt(e) ist Thomas Klinger Marketing- und Vertriebsleiter an Bord und 2016 übernahm Master of Wine Andreas Wickhoff die operative Leitung. Das Weingartenportfolio liest sich wie ein Who is Who der herausragendsten Rieden in und um Langenlois. Besonderes Augenmerk wird der idealen Verbindung von Lage und Sorte geschenkt, und in Sachen Erziehungsformen und Weingartenpraxis zählte man schon lang zu den Pionieren. Beim Weingut Bründlmayer von einer Spezialisierung zu reden, ist fehl am Platz, denn es scheint keine Kategorie zu geben, in der man nicht herausragt. Das gilt traditionell für die trockenen Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Blanc und Gris sowie weiteren Komplementärsorten ebenso wie für die bereits seit vielen Jahrzehnten kultivierten Rotweine, allen voran Pinot Noir, ergänzt durch St. Laurent und Zweigelt bis hin zu Spezailitäten wie Cabernet Franc & Co. Seit 1989 wird hier Sekt erzeugt und inzwischen hat man ein beeindruckendes Portfolio an schäumenden Delikatessen von höchstem internationalem Niveau. Dazu gibt es immer wieder köstlichste Prädikatsweine. Jüngsten Trends entsprechend gibt es schließlich auch noch eine Palette an wohlschmeckenden alkoholfreien Verlockungen, vom klassischen Traubensaft über Verjus und diverse Proxies, still und prickelnd. Die aktuelle Serie an trockenen Weißweinen ist erwartungsgemäß von durchgehend hoher Qualität. Im Bereich der aus dem Jahrgang 2024 stammenden Lagenweinen ragen beim Veltliner Vincents Spiegel und Lamm heraus – beide brauchen noch etwas Lagerzeit, um ihre wahre Klasse zu zeigen. Beim Riesling betören nicht nur die beiden Heiligenstein-Varianten aus 2024, sondern auch der köstliche Steinmassl 2025. Der ungemein präzise Chardonnay Steinberg 2024 wiederum ist ein Meilenstein für diese Sorte im Weingut. Im Rotweinbereich erfreut der klassische Pinot, die Reservevariante ist noch etwas verschlossen, dafür steht eine pikante Zweigelt-Reserve aus 2021 zur Verfügung. Die aktuelle Sektserie ist zum Niederknien, wobei wir aus Platzgründen nur vier davon vorstellen. Herausragend sind die beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Blanc de Blancs-Varianten, die zeigen, wie profund österreichischer Sekt sein kann.ps

mehr
2021 Zweigelt 42 Große Reserve
Weingut
Jordan
Weinviertel

Nach 42 Monaten Reife im Eichenfass hat man einen ausdrucksstarken, dichten Wein nach Schwarzkirschen, Amarena, Extraktdichte, Harmonie und Finesse, Kraft und Eleganz, großes Potenzial für lange Jahre Lagerung, durchtrainierter Körper und unendlich delikater Nachgeschmack. Großes Glas und viel Luft für hohen Genuss.

Rotwein
Zweigelt
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Jordan
Weinviertel

Simone & Johannes Hiller-Jordan
3741 Pulkau
Groß-Reipersdorf 12

„Weingüter entstehen nicht von heute auf morgen, sie werden von Generationen zu dem gemacht, was sie heute sind“, sagt Simone Hiller-Jordan. Besucht man diesen innovativen, modernen Betrieb, erlebt man Tradition und Moderne in allen Einzelheiten. Nach dem Umbau des Nebengebäudes ist ein richtiges Schmuckstück entstanden, das zu einem angenehmen Blickfang fürs Auge geworden ist. So wächst das Weingut zu einem Weinbaubetrieb für alle Sinne. Nach einem erfrischenden Willkommensglas Riesling Brut Große Reserve darf ich mit Simone den neu umgebauten und renovierten Keller anschauen. Das sogenannte Presshaus ziert eine beeindruckende Spindel-Baumpresse aus früherer Zeit mit dem Originalstein aus 1858. Dahinter ist die dicke, schwere, grüne Kellertür, die ins Reich der Weine führt. Es war wie früher zu Weihnachten: Die schwere, etwas knarrende Tür ging auf, und ein raffiniert mit Licht und Kerzen beleuchteter Gewölbekeller präsentierte mit stillem Stolz die dort gelagerten Weine. Ein ausgeklügeltes Regalsystem mit gezielter Beleuchtung setzt jede Flasche ins richtige Licht. In der Mitte befindet sich ein berühmtes „Böhmisches Platzl“, wo sich die Gewölbe aus allen Richtungen vereinen. Auf dem Fass an diesem speziellen Platz durfte ich mit der Weinkönigin ihren Hochzeitswein Zweigelt Rubin Reserve 2014 verkosten – 12 Jahre Zweigelt perfekt gereift, mit immer noch jugendlicher Frische, aromatischem Duft und gaumenfreundlichem Geschmack. Es war ein besonderer Moment in einzigartiger Umgebung, wo Wein und Romantik zum Fest des Augenblicks wurden.

mehr
2024 Ried Schmiernberg Sauvignon Blanc
Weingut
Albrecher
Südsteiermark

Gelbe Frucht, exotischer Touch, elegante Würze, kündigt Substanz an; aromatisches Dacapo, Fruchtschmelz, kraftvoll, zugängliche Säure, Prise Gerbstoffe gibt Struktur, ausgewogen, lang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Albrecher
Südsteiermark

Albrecher
8463 Leutschach an der Weinstraße
Schlossberg 24

Das Weingut Albrecher ist seit 1931 im Besitz der Familie. Aktuell führen Herbert und Rita in dritter Generation Regie, Sohn Matthias ist bereits voll integriert. Sein Vater Herbert ist hauptverantwortlich für die Weingärten und gefragte Edelbrände, die Mutter kümmert sich um den Buschenschank und die Winzerzimmer. Der Keller ist das Reich von Matthias, auch die Weinverkostungen stehen unter seiner Ägide. Die Weingärten sind im Umkreis von fünf Kilometern um den Betrieb situiert, die Bodenverhältnisse sind abwechslungsreich – von Opok über Lehm bis Schotter. Die wichtigste Lage ist die im Ortsteil Schlossberg gelegene Ried Schmiernberg. Vor 40 Jahren wurde neu ausgepflanzt. Der Boden besteht aus einem Gemisch aus Opok, Schiefer und Ranker, ein kristalliner Untergrund aus Granit, Quarz oder Sandstein. Dieser Boden prägt neben dem kühlen Mikroklima die Weine. Bei den Gebietsweinen setzt die Familie auf den Ausbau im Edelstahltank, um Frische, Frucht und Sortentypizität zu betonen. Die Ortsweine werden teils im Holzfass, teils im Stahltank vinifiziert. Sorte, Frucht und Herkunftscharakter stehen dabei im Fokus. Sie reifen mindestens acht Monate in der Flasche und heben sich auch damit von den Gebietsweinen ab. Riedenweine werden nur dann gekeltert, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen. Ausgebaut werden die spontan vergorenen Weine für mindestens 18 Monate in gebrauchten Eichenfässern. Angestrebt wird ein Lagerpotenzial von mindestens zehn Jahren. Die heuer vorgestellten Weine sind bemerkenswert feingliedrig und ausgewogen. Wie ein roter Faden zieht sich die einheitliche Handschrift durch die ganze Serie.

mehr
2024 Ried Kammerner Lamm Grüner Veltliner 1ÖTW
Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Samtig und großzügig, viel dunkle Würze, getragene Aromatik, rauchig, Müsliriegel, Bananenhauch, Hefereduktion, etwas Zimttoast; saftiger Fruchtschmelz, viel Arancini, Quittenkäse, dazu dunkle Würze, Wacholder, kraftvoll, griffig und konturiert, gute Länge, abwarten.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Hervorragend in vielerlei Hinsicht, ist das Langenloiser Weingut Bründlmayer fast so etwas wie ein vinophiler Leuchtturm, dessen Schein nicht nur ganz Österreich erfasst, sondern selbst in die fernsten Ecken der Welt reicht. Und das ohne Übertreibung, denn in Sachen internationaler Ruf und Renomée ist Bründlmayer hierzulande unübertroffen. Das ist wohl begründet, denn seit Jahrzehnten wird hier demonstriert, wie man Klasse in ansehnlicher Menge und großer Vielfalt quer durch alle Weinkategorien und -klassen erzeugt. Der überaus hohe Standard konnte und kann nur dank ständiger und wohldurchdachter Weiterentwicklungen und Adaptierungen im Großen wie im Kleinen gehalten werden. Heute wird der Fortschritt im Weingut von einem Quartett an ebenso kompetenten wie kreativen und innovativen Personen verwaltet: Willi Bründlmayer – Vinaria Lebenswerk Preisträger, Gründungsmitglied der Österreichischen Traditionsweingüter und Verwalter eines riesigen Reservoirs an höchsten Auszeichnungen aus aller Welt – führt das Familienweingut bereits seit 1980 zusammen mit seiner Frau Edwige, mehr als zwei Jahrzehnt(e) ist Thomas Klinger Marketing- und Vertriebsleiter an Bord und 2016 übernahm Master of Wine Andreas Wickhoff die operative Leitung. Das Weingartenportfolio liest sich wie ein Who is Who der herausragendsten Rieden in und um Langenlois. Besonderes Augenmerk wird der idealen Verbindung von Lage und Sorte geschenkt, und in Sachen Erziehungsformen und Weingartenpraxis zählte man schon lang zu den Pionieren. Beim Weingut Bründlmayer von einer Spezialisierung zu reden, ist fehl am Platz, denn es scheint keine Kategorie zu geben, in der man nicht herausragt. Das gilt traditionell für die trockenen Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Blanc und Gris sowie weiteren Komplementärsorten ebenso wie für die bereits seit vielen Jahrzehnten kultivierten Rotweine, allen voran Pinot Noir, ergänzt durch St. Laurent und Zweigelt bis hin zu Spezailitäten wie Cabernet Franc & Co. Seit 1989 wird hier Sekt erzeugt und inzwischen hat man ein beeindruckendes Portfolio an schäumenden Delikatessen von höchstem internationalem Niveau. Dazu gibt es immer wieder köstlichste Prädikatsweine. Jüngsten Trends entsprechend gibt es schließlich auch noch eine Palette an wohlschmeckenden alkoholfreien Verlockungen, vom klassischen Traubensaft über Verjus und diverse Proxies, still und prickelnd. Die aktuelle Serie an trockenen Weißweinen ist erwartungsgemäß von durchgehend hoher Qualität. Im Bereich der aus dem Jahrgang 2024 stammenden Lagenweinen ragen beim Veltliner Vincents Spiegel und Lamm heraus – beide brauchen noch etwas Lagerzeit, um ihre wahre Klasse zu zeigen. Beim Riesling betören nicht nur die beiden Heiligenstein-Varianten aus 2024, sondern auch der köstliche Steinmassl 2025. Der ungemein präzise Chardonnay Steinberg 2024 wiederum ist ein Meilenstein für diese Sorte im Weingut. Im Rotweinbereich erfreut der klassische Pinot, die Reservevariante ist noch etwas verschlossen, dafür steht eine pikante Zweigelt-Reserve aus 2021 zur Verfügung. Die aktuelle Sektserie ist zum Niederknien, wobei wir aus Platzgründen nur vier davon vorstellen. Herausragend sind die beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Blanc de Blancs-Varianten, die zeigen, wie profund österreichischer Sekt sein kann.ps

mehr
2025 Grüner Veltliner Ried Obere Sandgrube Reserve
Weingut
Winzer Krems – Sandgrube 13
Kremstal

Samtig, Würze im Hintergrund, voller gelber Äpfel und süßer Quitte; mittelkräftig, viel Schmelz und saftige Frucht, lebhaft, Orange und gelber Apfel, hinten gebündelt.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Winzer Krems – Sandgrube 13
Kremstal

Ludwig Holzer
3500 Krems
Sandgrube 13

Tel. +43 2732 85511
Fax. -6
office@winzerkrems.at
www.winzerkrems.at

Als größtes Weingut und bedeutendster Qualitätsweinproduzent Österreichs verfügt die schlagkräftige Genossenschaft mit ihren rund 600 Mitgliedswinzern über 1.200 Hektar Vertragsflächen, die sich auf die Stadt Krems und das Kremstal sowie die umliegenden Weinbaugebiete Traisental, Kamptal, Wagram und Wachau verteilen. Qualitätsstreben wird bei Winzer Krems schon seit Dekaden großgeschrieben. Hüter der Qualität sind Geschäftsführer Ludwig Holzer und Kellermeister Franz Arndorfer. Erreicht wird das hohe Level einerseits durch strenge Richtlinien hinsichtlich Pflege und Bewirtschaftung der Weingärten inklusive Maßnahmen wie Ertragsreduzierung sowie durch die Vorgaben in Sachen Traubenzustand und -reife sowie Zeitpunkt bei der Lese. Andererseits verfügen die Winzer Krems über hochmoderne Produktionsstätten und -anlagen; 2023 wurden zwei neue Keller, die Abfüllanlage sowie das Flaschenlager eröffnet. Neben Weinen der Basislinie und des Mittelbaus, die sich jeweils als tadellose Vertreter ihrer Kategorie darstellen, werden auch diverse Premiumweine in Gestalt der Reserven und vor allem einiger Riedenweine erzeugt. Toplagen im Betrieb sind Weinzierlberg, Obere Sandgrube und Wachtberg bei Grüner Veltliner sowie Kreuzberg und Pfaffenberg für Riesling. Weitere kleine Parzellen hat man sich am Schreckberg gesichert. Forciert werden auch PIWI-Sorten.ps

mehr
2023 Pegasos, Syrah von Wald und Schotter, Große Reserve
Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

(Neuberg, 20-25 Jahre alte Reben) Dunkel-rubinrote Farbe; getrocknete Heidelbeeren, schwarzer Pfeffer und Schokolade; straff und kühl strukturiert, feingliedrig, schwarze Ribisel und am Gaumen kraftvoll, entwickelt sich beim Dekantieren, elegantes Finish.

Rotwein
Syrah (Shiraz)
€€€€
Naturkork

Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

Ing. Johannes Pitnauer
2464 Göttlesbrunn
Weinbergstraße 4

Mit Johannes Pitnauer leitet seit 2018 die junge Generation das traditionelle Familienweingut. Zielsicher im Wissen der großen Tradition des Hauses führt der Jungwinzer den Betrieb in die neue Zukunft und wird dabei von seiner Lebensgefährtin Romana Bauer tatkräftig unterstützt. Der Grüne Veltliner Classic repräsentiert die fruchtbetonte Linie. Er gedeiht in der Riede Hagelsberg, die auf kalkhaltigen Braunerdeböden und mit den kühlen Winden an den oberen Hügelkappen das spezielle Mikroklima widerspiegeln. Von dort kommt auch der Top-Grüne Veltliner, der im Jahrgang 2025 mit viel Tiefgang und Länge aufwarten kann. Der Gelbe Muskateller war schon bei Vater Hans in den 90er Jahren immer gut, und die alten Reben bringen heute noch ein bißchen mehr Aromavielfalt und Dichte. Die großen Klassiker im Haus Pitnauer sind die Rotweine, wie die seit 1986 ausgebaute Zweigelt-Marke Bienenfresser und die Großen Reserven, die jeweils reinsortig von französischen Sorten stammen. Seit Jahrzehnten bereitet es mir Freude, Merlot, Syrah, Cabernet Franc und die Cuvée Franz Josef zu verkosten, und die feinen Unterschiede pro Jahrgang herauszuarbeiten.

mehr
2023 Merlot Reserve Ried Bruckweingärten
Weingut
Jordan
Weinviertel

Überzeugender Duft nach Cassis, Holler und Würze mit angenehmen Röstnoten, Walnüssen, Dörrobst, schwarzer Pfeffer, geschmeidige Tannine, kompakt und samtig, aromareiches Finale.

Rotwein
Merlot
€€€
Naturkork

Weingut
Jordan
Weinviertel

Simone & Johannes Hiller-Jordan
3741 Pulkau
Groß-Reipersdorf 12

„Weingüter entstehen nicht von heute auf morgen, sie werden von Generationen zu dem gemacht, was sie heute sind“, sagt Simone Hiller-Jordan. Besucht man diesen innovativen, modernen Betrieb, erlebt man Tradition und Moderne in allen Einzelheiten. Nach dem Umbau des Nebengebäudes ist ein richtiges Schmuckstück entstanden, das zu einem angenehmen Blickfang fürs Auge geworden ist. So wächst das Weingut zu einem Weinbaubetrieb für alle Sinne. Nach einem erfrischenden Willkommensglas Riesling Brut Große Reserve darf ich mit Simone den neu umgebauten und renovierten Keller anschauen. Das sogenannte Presshaus ziert eine beeindruckende Spindel-Baumpresse aus früherer Zeit mit dem Originalstein aus 1858. Dahinter ist die dicke, schwere, grüne Kellertür, die ins Reich der Weine führt. Es war wie früher zu Weihnachten: Die schwere, etwas knarrende Tür ging auf, und ein raffiniert mit Licht und Kerzen beleuchteter Gewölbekeller präsentierte mit stillem Stolz die dort gelagerten Weine. Ein ausgeklügeltes Regalsystem mit gezielter Beleuchtung setzt jede Flasche ins richtige Licht. In der Mitte befindet sich ein berühmtes „Böhmisches Platzl“, wo sich die Gewölbe aus allen Richtungen vereinen. Auf dem Fass an diesem speziellen Platz durfte ich mit der Weinkönigin ihren Hochzeitswein Zweigelt Rubin Reserve 2014 verkosten – 12 Jahre Zweigelt perfekt gereift, mit immer noch jugendlicher Frische, aromatischem Duft und gaumenfreundlichem Geschmack. Es war ein besonderer Moment in einzigartiger Umgebung, wo Wein und Romantik zum Fest des Augenblicks wurden.

mehr
2021 Marco Polo
Weingut
Giefing
Leithaberg, Rust & Rosalia

(SY/ME/CS) Sehr würzige wie stoffige Nase, Cassis, Maulbeeren, Vanille, legt zu, kraftvoller Gaumen, viel Dunkelfrucht, reifes, zupackendes Tannin, kraftvoll und lang anhaltend.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Giefing
Leithaberg, Rust & Rosalia

Claudia Giefing
7071 Rust
Hauptstraße 13

Heuer stehen bei Claudia und Erich Giefing viele Premium-Weine an, die erst dieses Jahr in den Verkauf gelangen. Die Strategie, hochwertige Gewächse erst nach etwas Flaschenreife auf den Markt zu bringen, ist sozusagen die DNA dieses Ruster Paradebetriebes. Bei den trockenen Weißweinen finden sich Klassiker der Region wie Furmint als unkomplizierter Begleiter ebenso wie Neuburger als gediegener Vom Ruster Kalk sowie ernsthafte burgundische Gewächse. Hier ist der Chardonnay Muschelkalk als besonders animierender Vertreter hervorzuheben, die Edelsorte gibt es auch als ambitionierte Reserve in Form der Contessa. Die charmante wie pikante Pinot Cuvée trägt schon die Handschrift von Tochter Elsa, gleiches gilt für den gelungenen Orangewine vom Neuburger, ein für die Kategorie sehr präzises, fruchtbetontes Gewächs mit perfektem Holzeinsatz. Bei den Rotweinen hat man heuer die Qual der Wahl, Blaufränkisch gibt es in Form des 2019 Guter Roter zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch als zupackenden, feurig-juvenilen Oberer Wald 2021. Cuvées sind eine Kernkompetenz des Weinguts: Die internationalen Edelsorten Syrah, Cabernet und Merlot definieren den Marco Polo, kraftvoll, mit reichlich Dunkelfrucht und zupackendem Tannin. Blaufränkisch dominiert der Cardinal, die rote Prestigecuvée des Hauses, die mit überzeugender Substanz und Potenzial punktet.

mehr
2023 Quattro
Weingut
Gager
Mittelburgenland

Gediegen, balanciert, Anklänge von Cassis, dunkle Kirschen, noble Würze; fein, präzise strukturiert, Säurespiel, feinfühliger Holzeinsatz, lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€

Weingut
Gager
Mittelburgenland

Gager
7301 Deutschkreutz
Karrnergasse 2

Das Weingut Gager gehört seit Jahren zu den Leitbetrieben des Mittelburgenlandes. Gegründet wurde es von Josef Gager im Jahr 1984. Rotweine hoher Qualität mit einer gesunden Härte wurden bald zu seinem Markenzeichen. Sein Sohn Horst hat etwas an Strenge weggenommen, ohne die Linie des Hauses zu verwässern. Die Rotweine werden grundsätzlich im Holz ausgebaut. Für die Basislinie und die mittlere Ebene werden gebrauchte Barriques verwendet, für die Flaggschiffe des Hauses kommt ausschließlich neues Holz zum Einsatz. Cabernet Franc und Merlot werden sortenrein nur in sehr guten Jahren angeboten. Der Blaufränkisch Gager, kurz BFG, wird in Top-Jahren vinifiziert. Es handelt sich um eine Selektion der ältesten Reben. Gleiches gilt für die Cuvée Gager Gold; wegen der sehr geringen Menge wird dieser Wein nicht aktiv beworben. Den Tycoon gibt es ebenfalls nur, wenn der Jahrgang passt. Die Etiketten wurden behutsam umgestaltet. Aufgelassen wurde der Zweigelt Klassik. An der Qualitätsschraube hat der Winzer erneut gedreht. Als Folge der Umstellungen kommt der Jahrgang 2024 erst gegen Ende 2026 in den Verkauf, weshalb wir die zum Großteil schon letztes Jahr als Fassproben vorgestellten Weine nun in fertigem Zustand präsentieren. Mit dem Rotweinabsatz ist Horst Gager sehr zufrieden, allen Unkenrufen zum Trotz.

mehr
2024 Ried Schmiernberg Chardonnay
Weingut
Albrecher
Südsteiermark

Sanfter Druck, zarteste Würze und gelbe Fruchtaromen innig verwoben, einladend; auch im Geschmack so, Holz tritt etwas mehr in Erscheinung und hält sich bis in den langen Nachhall hinein, kraftvoll ohne Üppigkeit, balanciert, im Abgang auch leise Bodentöne.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Albrecher
Südsteiermark

Albrecher
8463 Leutschach an der Weinstraße
Schlossberg 24

Das Weingut Albrecher ist seit 1931 im Besitz der Familie. Aktuell führen Herbert und Rita in dritter Generation Regie, Sohn Matthias ist bereits voll integriert. Sein Vater Herbert ist hauptverantwortlich für die Weingärten und gefragte Edelbrände, die Mutter kümmert sich um den Buschenschank und die Winzerzimmer. Der Keller ist das Reich von Matthias, auch die Weinverkostungen stehen unter seiner Ägide. Die Weingärten sind im Umkreis von fünf Kilometern um den Betrieb situiert, die Bodenverhältnisse sind abwechslungsreich – von Opok über Lehm bis Schotter. Die wichtigste Lage ist die im Ortsteil Schlossberg gelegene Ried Schmiernberg. Vor 40 Jahren wurde neu ausgepflanzt. Der Boden besteht aus einem Gemisch aus Opok, Schiefer und Ranker, ein kristalliner Untergrund aus Granit, Quarz oder Sandstein. Dieser Boden prägt neben dem kühlen Mikroklima die Weine. Bei den Gebietsweinen setzt die Familie auf den Ausbau im Edelstahltank, um Frische, Frucht und Sortentypizität zu betonen. Die Ortsweine werden teils im Holzfass, teils im Stahltank vinifiziert. Sorte, Frucht und Herkunftscharakter stehen dabei im Fokus. Sie reifen mindestens acht Monate in der Flasche und heben sich auch damit von den Gebietsweinen ab. Riedenweine werden nur dann gekeltert, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen. Ausgebaut werden die spontan vergorenen Weine für mindestens 18 Monate in gebrauchten Eichenfässern. Angestrebt wird ein Lagerpotenzial von mindestens zehn Jahren. Die heuer vorgestellten Weine sind bemerkenswert feingliedrig und ausgewogen. Wie ein roter Faden zieht sich die einheitliche Handschrift durch die ganze Serie.

mehr
schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -