Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Gelber Muskateller Klassik
Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Sorte unverkennbar, Prise Holunderblüten und gelbe Zitrusfrüchte, tief im Glas Muskatblüten, angenehm dezent; schließt aromatisch und charakterlich an, zartes Säurenetz, Grapefruits im Nachhall.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Robert Platzer
8355 Tieschen
Pichla 25

Tel. +43 3475 2331
platzer@weinhof-platzer.at

Die Familie Platzer betreibt ihr Weingut im steirischen Vulkanland seit vielen Generationen. „Die Grundlage für guten Wein ist langjährige Erfahrung und tiefes Verständnis für die Natur“, umreißt Robert Platzer das Geheimnis seiner Erfolge. Er verfügt über Anteile an renommierten Rieden wie Königsberg, Klöchberg, Stradner Rosenberg und Aunberg. Letztere genießt besonders hohes Ansehen, der Boden besteht aus kalkigem Tonmergel, von hier kommen jedes Jahr die reifsten Trauben. Der Untergrund am Klöchberg ist kalkfrei und aus Basaltschlacke entstanden. Am Stradner Rosenberg dominieren kalkhaltige, feine Sedimente, zum Teil sind auch vulkanisch geprägte Anteile anzutreffen. Charakteristisch für die tiefgründige Ried Königsberg ist verwitterter Schlackenbasalt, der Oberboden ist schwach kalkhaltig. Die klassische Linie ist heuer ohne Ausnahme einladend, trinkanimierend und sortentypisch. Wiederum ein Schnäppchen ist der Chardonnay TAU. Von den drei Weinen aus der Privat-Linie weiß jeder zu überzeugen. Das Glanzlicht ist der elegante und vielschichtige Sauvignon Blanc Ried Aunberg Privat. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine sehr attraktive Preisgestaltung aus.

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2024 Leutschach Chardonnay
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Ruhig strömend, zarte Anklänge von reifen Birnen und hellem Steinobst, Prise Würze tief im Glas; saftig, frisch, belebendes Säurespiel ohne Härte, gute Länge, Herkunft.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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L-av25 anina verde
Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

Trübe Farbe, hefige Noten, Brot, Zitrus, Orangen, Grapefruit, Apfel, betont trocken, tiefgründig, super Säure, dicht strukturiert, lebendig, voller Vitalität, fordert den Gaumen, animiert diesen zum nächsten Glas.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€
Naturkork

Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

Martin und Anna Arndorfer
3491 Straß im Straßertale
Weinbergweg 16

Im Weingut Arndorfer wird unterschieden zwischen Weinhof Weinen, Charakterweinen und Naturweinen. In der Qualität gibt es keine Unterschiede. Es sind großartige, überaus authentische Kamptaler Weine, in denen man den Geschmack der Traube und der Lage erkennen kann. Es sind Weine, die nur so strotzen vor Leben. Absolut ungeschminkt. Voller Vitalität, Ausdruckskraft und immer von Frische durchzogen. Zumeist ohne Filtration, immer mit perfekten Säuren, strukturiert und tiefgründig. Weine, die sich nicht sofort öffnen. Weine, die Luft, Zeit und Geduld einfordern. Es sind Weine, vor denen ich nur warnen kann. Wer diese einmal probiert, ist ihnen verfallen. Nur ein Beispiel: 2024 Gemischter Satz Terrassen 1958 – eben im Jahr 1958 gepflanzt. Dies ist ein unfassbarer Wein, den man nicht erklären kann. Auch nicht sollte. Bei solch einem Wein bekommt man Einblick in höhere Sphären. Hier wandert man durch die Gezeiten. Man vergisst Zeit und Raum. Man ist für eine Bouteille Zeit in einer anderen Welt. In diese Kerbe schlägt ebenfalls der 23 Alte Reben rot, ein Zweigelt, welcher in internationalen Gewässern fischt. Erinnert mich an beste Bordeaux Weine, ohne diese zu kopieren. An diesem Beispiel erkennt man, wozu der Zweigelt fähig ist. Also, bitte nicht diese Weine probieren, da ihr danach nicht mehr dieselben seid.

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2024 Göttlesbrunn weiß
Weingut
Familie Pimpel
Carnuntum

(80% CH vom Altenberg, 20 % PB vom Rosenberg, 45 Jahre alte Reben, beide Sorten wurden miteinander gelesen, 10 Monate in gebrauchten Barriques) Der eigene Wein von Junior Max: feinnussig, harmonisch, viel Tiefgang und Klasse; nussig, würzig, feinnervig, kernige Mineralik, hochelegant, gute Länge, braucht Zeit.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Familie Pimpel
Carnuntum

Gerhard und Maximilian Pimpel
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 19

Gerhard Pimpel mit Frau Angelika und Sohn Max sind für mich eine echte Entdeckung, und das nach mehr als 25 Jahren in der Branche. Die meisten der Weine, die ich dieses Jahr zum Kosten bekam, öffnen für mich ein Fenster in die Zukunft: viel Sortentypik, viel Tiefgründigkeit und immer mit einer großartigen Mineralik unterlegt, die die Weine fein ziseliert und elegant präsentiert. Der Fokus von Gerhard Pimpel lag immer im Weingarten. Dort soll die Basis gelegt werden für ausdrucksstarke Weine. Sohn Max ist frisch von der Weinbauschule zurück und präsentiert zum dritten Mal zwei eigene Weine, nämlich Göttlesbrunn weiß und Göttlesbrunn rot – und legt gleich mal ein Schipperl oben drauf. Der Göttlesbrunn rot brilliert mit unbändiger Mineralität. Die Rotweinstars sind diesmal der Zweigelt Bärnreiser, der Blaufränkisch Schüttenberg sowie der Merlot Optime – alle mit viel Mineralität und Klasse! Und zum Schluss gab es dann noch einen köstlichen Chardonnay Rosenberg 2024 von Martin Pimpel, das Gesellenstück vom jüngeren Sohn. Iuventus ad portas.

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2025 Grüner Veltliner Hohenwarth
Weingut
Setzer
Weinviertel

Klarer Limetten-Apfelduft, kühle Kräuterwürze; feingliedrige Eleganz, jugendlich schwungvoll mit lebendiger Fruchtsäure, gemähte Blumenwiese, fein grünschotige Aromen, Spur Pepperoni, helles Kernobst im herrlichen Trinkfluss.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Setzer
Weinviertel

Familie Setzer
3472 Hohenwarth
Hauptstraße 64

Das Familienweingut Setzer wird seit 320 Jahren von der Familie bewirtschaftet und das erworbene Wissen stets an die Nachkommen weitergegeben. Auch heute arbeiten die kompetenten Kinder von Hans und Uli Setzer – Marie-Theres und Eugen – erfolgreich daran, Tradition mit Fortschritt zu verbinden. Die konsequent naturnahe Bewirtschaftung führte zur Zertifizierung als„Nachhaltig Austria“-Betrieb sowie als „European Vegetarian“-Betrieb. Die heute wichtig gewordene Höhenlage der Weingärten auf 400 Metern sorgt für spürbare Temperaturunterschiede, die ein ausgeprägtes Fruchtaroma der Trauben fördern und zudem vor Spätfrost schützen. Die über 60 Jahre alten Rebstöcke versorgen die Trauben mit Mineralstoffen und Wasser aus den schottrigen Braunerdeböden. Dieses einzigartige Terroir ist wie geschaffen für Grünen und Roten Veltliner. Deshalb werden diese Sorten sowohl beschwingt trinkfreudig als auch zu komplexen Top-Lagenweinen ausgebaut, wie der heuer wieder besonders gelungene 2024 Grüne Veltliner Weinviertel DAC der 1ÖTW Ried Laa 8000 und der 2024 Roter Veltliner Ried Kreimelberg eindrucksvoll beweisen.

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2022 Chardonnay Reserve
Weingut
Grenzhof – Fiedler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Feiner Apfelduft, floral, Birne, am Gaumen viel Frische, kompakt, kraftvolles Fruchtspiel, perfekte Säureeinbindung, öffnet sich mit cremiger Fülle und Dichte, Zitrus, vital, ein delikater Vertreter mit enormer Trinklust.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Grenzhof – Fiedler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Bernhard Fiedler
7072 Mörbisch am See
Weinzeile 2

Bernhard Fiedler ist ein erfahrener Winzer, der den goldenen Mittelweg eines traditionell gemäßigten modernen Ausbaustils perfekt beherrscht. Als Vortragender an der Weinakademie und aktiver wie kristischer Wein-Blogger beweist er Jahr für Jahr in seinen Weingärten eine sichere Hand, die Sortenspezifität in Verbindung mit den jeweiligen Terroirbesonderheiten um Mörbisch pointiert herauszuarbeiten. Die diversen Weißweine der Burgundersorten begeistern in der klassischen Ausbauweise mit vitaler Fruchtfrische. Der Pinot Blanc von der Toplage Wieser überzeugt mit mineralischer Strahlkraft und Verve, die vom Schieferboden samt Quarz-Gneis-Einschlüsse stammt. Bei den beiden Chardonnay Varietäten zeigt der Duett ein mehr an Ziselierung, die Reserve präsentiert sich mit viel Fruchttiefe mit feiner Cremigkeit im Finish. Die Ortsweine vom Zweigelt und Blaufränkisch präsentieren sich mit feiner Frucht und Trinkigkeit. Die Top-Blaufränkisch Reserve zeigt sich in sortentypischer Fruchttiefe mit feiner Würze und die Rote Trilogie ist von Jahr zu Jahr eine sichere Bank eines vorbildhaften Sortenblends mit harmonischem Fruchtschmelz und kerniger Mitte. Dies alles mit einem vorbildhaften Preis-Qualitätsverhältnis. Als süsses Juwel sei hier die Sorte Traminer vorgehoben, die in sortentypischer Dichte mit viel Säurefrische höchstes Trinkvergnügen garantiert.

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2025 Sauvignon Blanc Klassik
Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Bilderbuchbukett, grüner Paprika, Stachelbeeren, Prise Cassislaub und Buchsbaum; im Geschmack dominiert die Frucht, zarte Würze unterlegt, feines Säurespiel, mittleres Gewicht, super Trinkfluss.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Robert Platzer
8355 Tieschen
Pichla 25

Tel. +43 3475 2331
platzer@weinhof-platzer.at

Die Familie Platzer betreibt ihr Weingut im steirischen Vulkanland seit vielen Generationen. „Die Grundlage für guten Wein ist langjährige Erfahrung und tiefes Verständnis für die Natur“, umreißt Robert Platzer das Geheimnis seiner Erfolge. Er verfügt über Anteile an renommierten Rieden wie Königsberg, Klöchberg, Stradner Rosenberg und Aunberg. Letztere genießt besonders hohes Ansehen, der Boden besteht aus kalkigem Tonmergel, von hier kommen jedes Jahr die reifsten Trauben. Der Untergrund am Klöchberg ist kalkfrei und aus Basaltschlacke entstanden. Am Stradner Rosenberg dominieren kalkhaltige, feine Sedimente, zum Teil sind auch vulkanisch geprägte Anteile anzutreffen. Charakteristisch für die tiefgründige Ried Königsberg ist verwitterter Schlackenbasalt, der Oberboden ist schwach kalkhaltig. Die klassische Linie ist heuer ohne Ausnahme einladend, trinkanimierend und sortentypisch. Wiederum ein Schnäppchen ist der Chardonnay TAU. Von den drei Weinen aus der Privat-Linie weiß jeder zu überzeugen. Das Glanzlicht ist der elegante und vielschichtige Sauvignon Blanc Ried Aunberg Privat. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine sehr attraktive Preisgestaltung aus.

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2023 Ried Saffran Chardonnay
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Kalkig-würzige Bodentöne, völlig eigenständig, zarteste Anklänge von Fenchelsaat, zurückhaltende Primärfrucht; schließt aromatisch nahtlos an, Frucht präsenter als im Duft, feines Säurenetz, null Fett, Bodentöne und feinkörnige Würze im langen Abgang.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Naturkork

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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2025 Grüner Veltliner Steinfeder
Weingut
Knoll
Wachau

Jugendliche Frische, einige Würze, leicht rauchig, kühler Hauch, Wiesenblüten; dezent saftiges Entrée, erfrischend, pikant, zart nach Apfel, charmant mit Biss.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut
Knoll
Wachau

Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
weingut@knoll.at

Nirgendwo in Österreich wird Weintradition authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen hierzulande schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben – regional und national. Folglich hat man zum Image der Herkunft Wachau als einzigartiges, qualitativ herausragendes Gebiet maßgeblich beigetragen. Im Weingut Knoll wird seit vielen Generationen Weinbau betrieben. Erste Bouteillen wurden hier schon vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert gefüllt. Familienbetrieb im besten Sinne, wird das Weingut Knoll von zwei Generationen repräsentiert: Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne August und Emmerich H. Knoll – Letzterer ist zudem seit 2012 Obmann des traditionsreichen Winzervereins Vinea Wachau. Die Familie bewirtschaftet etwa 18 Hektar Rebfläche, von denen rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von Wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des heiligen Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Das Lagenportfolio liest sich wie ein „Who is Who“ der besten Loibner und Dürnsteiner Rieden: Dazu zählen Loibenberg und Kellerberg sowie die Knoll’sche Paradelage Schütt (Loibner und Dürnsteiner), darüber hinaus Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Spitzenriede Pfaffenberg. Obwohl das Sortiment von den regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling dominiert wird, bekennt man sich bei Knoll auch zur ampelografischen Vielfalt. So sind Komplementärsorten wie Muskateller, Gelber Traminer, Chardonnay & Co. seit jeher unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Palette. In der ungemein vielfältigen Weinpalette findet man selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur aus beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling je nach Jahr auch noch aus mehreren Lagen. In geeigneten Jahren gibt es auch noch oft herausragende Prädikatsweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. In der aktuellen Palette steht bei Steinfeder und Federspiel der jüngste Jahrgang 2025 im Fokus, der aufgrund eines etwas verzögerten Starts und kühler Phasen im Mai und Juli später in der Entwicklung war. Das drückt sich in alkoholleichteren Weinen mit eleganter Frucht und viel Säurepikanz aus. Besonders hervorzuheben als modellahfter Vertreter ist das Riesling Federspiel aus der Ried Loibenberg. Die Smaragdpalette, die aus dem sehr warmen und reifen, im Herbst durch massive Regenfälle gekennzeichneten Jahrgang 2024 stammt, wurde durch einen Loibner Grüner Veltliner ohne Riedenbezeichnung bereichert. Die 2024er-Smaragd-Palette strotzt vor beeindruckenden Weinen, wobei Grüner Veltliner Vinothek sowie Riesling Ried Pfaffenberg Selection derzeit besonders herausstechen. Tolles Potenzial für die Zukunft weisen aber auch die anderen Smaragde aus den klassischen Rieden auf, insbesondere Loibenberg, Kellerberg und Schütt.ps

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L-rm25r---maria
Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

(ZW/GV) Trübes Rubinrot, Kirschen, Zwetschken, Himbeeren, Tannin, Tiefe, Leben, immer mit Kühle, rauchige Tendenzen, straffe Säure, das ist schlank, dicht, ungemein pikant, der packt einen, der gibt nicht auf, griffig, individuell. Ein Rosé voller Charakter.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

Martin und Anna Arndorfer
3491 Straß im Straßertale
Weinbergweg 16

Im Weingut Arndorfer wird unterschieden zwischen Weinhof Weinen, Charakterweinen und Naturweinen. In der Qualität gibt es keine Unterschiede. Es sind großartige, überaus authentische Kamptaler Weine, in denen man den Geschmack der Traube und der Lage erkennen kann. Es sind Weine, die nur so strotzen vor Leben. Absolut ungeschminkt. Voller Vitalität, Ausdruckskraft und immer von Frische durchzogen. Zumeist ohne Filtration, immer mit perfekten Säuren, strukturiert und tiefgründig. Weine, die sich nicht sofort öffnen. Weine, die Luft, Zeit und Geduld einfordern. Es sind Weine, vor denen ich nur warnen kann. Wer diese einmal probiert, ist ihnen verfallen. Nur ein Beispiel: 2024 Gemischter Satz Terrassen 1958 – eben im Jahr 1958 gepflanzt. Dies ist ein unfassbarer Wein, den man nicht erklären kann. Auch nicht sollte. Bei solch einem Wein bekommt man Einblick in höhere Sphären. Hier wandert man durch die Gezeiten. Man vergisst Zeit und Raum. Man ist für eine Bouteille Zeit in einer anderen Welt. In diese Kerbe schlägt ebenfalls der 23 Alte Reben rot, ein Zweigelt, welcher in internationalen Gewässern fischt. Erinnert mich an beste Bordeaux Weine, ohne diese zu kopieren. An diesem Beispiel erkennt man, wozu der Zweigelt fähig ist. Also, bitte nicht diese Weine probieren, da ihr danach nicht mehr dieselben seid.

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2025 Grüner Veltliner Tradition
Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Frische Äpfel, Prise Kräuter und Pfeffer, mit Luft ein Hauch grüne Bananen; schließt so an, angenehme Säure, frisch, lebendig, passende Substanz, traditionell in positivem Sinn.

Weißwein
Grüner Veltliner
Schraubverschluss

Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Manfred Steinschaden
3553 Schiltern
Obere Straße 32

„Wein ist mehr als ein Produkt, es ist eine Familientradition“, lautet das klare Bekenntnis der Familie Steinschaden, die seit Generationen hier verwurzelt ist. Aktuell führt Manfred Steinschaden Regie, unterstützt von seiner Frau Sabine und den Eltern Hermine und Johann. Alle ziehen an einem Strang. Mit den Söhnen Alexander und Simon steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern. Großen Wert legt die Familie auf nachhaltige Bewirtschaftung. Die warme und windgeschützte Ried Käferberg ist prädestiniert für Grünen Veltliner. Auf engstem Raum finden sich kristalline Gesteine wie Amphibolit, Gneis und Schiefer, Tonmergel und Kies. In der Ried Fahnberg wurzeln die Reben in verwitterten Gesteinen der Böhmischen Masse wie Gneis, Quarzit, Amphibolit und Serpentinit. Der Boden ist trocken und sandig mit hohem Grobanteil. Stellenweise ist auch Löss anzutreffen. In der Ried Dechant herrscht Löss vor. Die aktuelle Serie ist ausnahmslos sorten- und herkunftstypisch. Dabei sind die Weine ausgesprochen preiswert. Dem letztes Jahr schon vorgestellten Grünen Veltliner Ried Dechant ist die zusätzliche Flaschenreife merklich bekommen.

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2024 Wiedehopf
Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

(CH/PG/GM) Geschmeidige Fülle, Pilze, Holzwürze, röstig, Waldboden, Haselnuss-Nougat; weicher burgundischer Charakter, ab der Mitte kommt Muskateller durch, reife Holunder- und Stachelbeernoten, lebhafte Frische.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Christine & Andreas Glück
7141 Podersdorf
P.A. Winklergasse 30

Im Weingut zur Dankbarkeit geht es steil bergauf: Andreas und Christine Glück überzeugen beim jungen Jahrgang 2025 mit frisch-fruchtigen Weinen mit herzhafter Säurestruktur. Egal ob Welschriesling, Muskat oder Grüner Veltliner – die Weine glänzen mit viel Trinkanimo und Sommerfrische. Das lässt sich am besten bei einem Besuch in Podersdorf in dem schmucken Buschenschank des Glücks kosten. Es gibt eine reichhaltige Weinpalette – die seit jeher im Weingut zur Dankbarkeit burgundisch geprägt ist. Die Burgunder in Weiß und Rot machen 45 Prozent aus. Ein Thema ist auch der Süßwein, ist doch Podersdorf das Tor in den Seewinkel. Winzer Andreas Glücks Anspruch im Weinmachen wächst von Jahr zu Jahr. Das gilt für den Grünen Veltliner, den er in einer leichten und einer kräftigen Version hochhält, beim Rotwein versucht er mit seiner Grande Cuvée das ganze Potenzial auszureizen. Es bleibt spannend in der Dankbarkeit!

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2022 Cuvée Zeitlos
Kellerei In Signo Leonis
Heribert Bayer
Mittelburgenland

(BF/ME/CS) Ausgewogen, klare und frische Frucht, dunkel getönt, Kirschen, Brombeeren, zarte Würze, ansprechend; saftig, Aromen vom Bukett kommen wieder, Säurespiel gibt Leben und Trinkfluss, feines Gerbstoffnetz sorgt für Struktur, erst im Finish und im Nachhall eine zarte Prise Gewürze.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Kellerei In Signo Leonis
Heribert Bayer
Mittelburgenland

Heribert Bayer
7311 Neckenmarkt
Wirtschaftspark 5

Tel. +43 2610 42644
Fax. -4
bayer@weinfreund.at
www.weinfreund.at

Heribert Bayer hatte sich als Negociant und Berater aufstrebender burgenländischer Rotweinwinzer einen Namen gemacht. Auf der Suche nach Trauben für seinen eigenen Wein wurde er am Neckenmarkter Hochberg fündig. Man schrieb das Jahr 1997, als die Cuvée im Zeichen des Löwen – In Signo Leonis – das Licht der Welt erblickte und aus dem Stand heraus reüssierte. Es folgten weitere Weine, die nach Sternzeichen benannt wurden, wie In Signo Tauri oder In Signo Sagittarii. 2002 wurde die moderne Kellerei in Neckenmarkt gebaut, 2004 erweitert. Heute führt sein Sohn Patrick mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein den Betrieb. Die Basis des Sortiments bildet die Serie Zeitlos, gefolgt von EX-QUI-SIT, an der Spitze der Pyramide stehen die Signo-Weine, die Sternzeichen. Abgerundet wird das Angebot durch Sekte und einen Rosé. In ausgesucht guten Jahren gibt es zusätzlich den Chardonnay Albatros und die rote Cuvée Herzblut, deren nunmehr siebte Ausgabe, Jahrgang 2019, in den Verkauf kommt, nachdem der Wein 48 Monate in Holzfässern ausgebaut wurde und dann in der Flasche weiter reifen durfte. Neu ist die Cuvée Zeitlos, ein wertiger und gut verständlicher Rotwein mit fair kalkuliertem Preis. Alle Rotweine werden in Neckenmarkt vinifiziert, die Weißweine ausnahmslos in Rust. Dank des großzügigen Flaschenlagers sind auch ältere Jahrgänge erhältlich. Im Rahmen des Projektes ZERONIMO werden alkoholfreie Weine hergestellt.

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2025 Weißburgunder Klassik
Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Zart, weißfleischige Birnen, frische Haselnüsse; schließt aromatisch an, zugängliche Säure, viel Frucht, im Abgang auch nussig.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Robert Platzer
8355 Tieschen
Pichla 25

Tel. +43 3475 2331
platzer@weinhof-platzer.at

Die Familie Platzer betreibt ihr Weingut im steirischen Vulkanland seit vielen Generationen. „Die Grundlage für guten Wein ist langjährige Erfahrung und tiefes Verständnis für die Natur“, umreißt Robert Platzer das Geheimnis seiner Erfolge. Er verfügt über Anteile an renommierten Rieden wie Königsberg, Klöchberg, Stradner Rosenberg und Aunberg. Letztere genießt besonders hohes Ansehen, der Boden besteht aus kalkigem Tonmergel, von hier kommen jedes Jahr die reifsten Trauben. Der Untergrund am Klöchberg ist kalkfrei und aus Basaltschlacke entstanden. Am Stradner Rosenberg dominieren kalkhaltige, feine Sedimente, zum Teil sind auch vulkanisch geprägte Anteile anzutreffen. Charakteristisch für die tiefgründige Ried Königsberg ist verwitterter Schlackenbasalt, der Oberboden ist schwach kalkhaltig. Die klassische Linie ist heuer ohne Ausnahme einladend, trinkanimierend und sortentypisch. Wiederum ein Schnäppchen ist der Chardonnay TAU. Von den drei Weinen aus der Privat-Linie weiß jeder zu überzeugen. Das Glanzlicht ist der elegante und vielschichtige Sauvignon Blanc Ried Aunberg Privat. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine sehr attraktive Preisgestaltung aus.

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L-Isr23 Alte Reben rot
Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

(ZW) Schwarz mit Dunkelrot, dunkles Bukett, rauchig, Cassis, Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Tabak, trocken, tolle Säure, reduktive Töne, griffig, straffe Struktur, intensiv, da bleibt kein Auge trocken. Ein cooler Rotwein von Ernsthaftigkeit und Ausdruck. Fast ein bisschen bordeauxlike. Unbedingt zeitgerecht belüften. Dann gewinnt dieser Rotwein an Harmonie und Ausdruck.

Rotwein
Zweigelt
€€€€
Naturkork

Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

Martin und Anna Arndorfer
3491 Straß im Straßertale
Weinbergweg 16

Im Weingut Arndorfer wird unterschieden zwischen Weinhof Weinen, Charakterweinen und Naturweinen. In der Qualität gibt es keine Unterschiede. Es sind großartige, überaus authentische Kamptaler Weine, in denen man den Geschmack der Traube und der Lage erkennen kann. Es sind Weine, die nur so strotzen vor Leben. Absolut ungeschminkt. Voller Vitalität, Ausdruckskraft und immer von Frische durchzogen. Zumeist ohne Filtration, immer mit perfekten Säuren, strukturiert und tiefgründig. Weine, die sich nicht sofort öffnen. Weine, die Luft, Zeit und Geduld einfordern. Es sind Weine, vor denen ich nur warnen kann. Wer diese einmal probiert, ist ihnen verfallen. Nur ein Beispiel: 2024 Gemischter Satz Terrassen 1958 – eben im Jahr 1958 gepflanzt. Dies ist ein unfassbarer Wein, den man nicht erklären kann. Auch nicht sollte. Bei solch einem Wein bekommt man Einblick in höhere Sphären. Hier wandert man durch die Gezeiten. Man vergisst Zeit und Raum. Man ist für eine Bouteille Zeit in einer anderen Welt. In diese Kerbe schlägt ebenfalls der 23 Alte Reben rot, ein Zweigelt, welcher in internationalen Gewässern fischt. Erinnert mich an beste Bordeaux Weine, ohne diese zu kopieren. An diesem Beispiel erkennt man, wozu der Zweigelt fähig ist. Also, bitte nicht diese Weine probieren, da ihr danach nicht mehr dieselben seid.

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2025 Grüner Veltliner Langenlois Selektion
Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Reife Äpfel, Kräuterwürze; aromatisches Dacapo, klar strukturiert, feines Säurespiel, lebendig, sortenaffin, trinkanimierend.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Manfred Steinschaden
3553 Schiltern
Obere Straße 32

„Wein ist mehr als ein Produkt, es ist eine Familientradition“, lautet das klare Bekenntnis der Familie Steinschaden, die seit Generationen hier verwurzelt ist. Aktuell führt Manfred Steinschaden Regie, unterstützt von seiner Frau Sabine und den Eltern Hermine und Johann. Alle ziehen an einem Strang. Mit den Söhnen Alexander und Simon steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern. Großen Wert legt die Familie auf nachhaltige Bewirtschaftung. Die warme und windgeschützte Ried Käferberg ist prädestiniert für Grünen Veltliner. Auf engstem Raum finden sich kristalline Gesteine wie Amphibolit, Gneis und Schiefer, Tonmergel und Kies. In der Ried Fahnberg wurzeln die Reben in verwitterten Gesteinen der Böhmischen Masse wie Gneis, Quarzit, Amphibolit und Serpentinit. Der Boden ist trocken und sandig mit hohem Grobanteil. Stellenweise ist auch Löss anzutreffen. In der Ried Dechant herrscht Löss vor. Die aktuelle Serie ist ausnahmslos sorten- und herkunftstypisch. Dabei sind die Weine ausgesprochen preiswert. Dem letztes Jahr schon vorgestellten Grünen Veltliner Ried Dechant ist die zusätzliche Flaschenreife merklich bekommen.

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2025 Grüner Veltliner Ried Schafflerberg
Weingut
Leth
Wagram

Ausgewogene ruhige Aromatik, Sanddorn, Quitte, Pfefferschote, eleganter Gaumen mit Pfefferwürze, pikant, Williamsbirne, Estragon, Tannin vom Schwarztee, sehr gut integrierte Säure und Festigkeit mit sehr guter Länge im Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Leth
Wagram

Franz Leth
3481 Fels am Wagram
Kirchengasse 6

Mitten im Wagram, dieser sanft abfallenden Lösslandschaft von bis zu 20 Metern Mächtigkeit, arbeitet die Familie seit drei Generationen mit viel Leidenschaft, Idealismus und Innovationsgeist im Weinbau. Der fruchtbare Löss, entstanden aus eiszeitlichen Winden auf dem Urgestein der Donau, versorgt die Reben tief aus dem Boden mit Wasser und Nährstoffen. Gemeinsam mit dem pannonischen Klima entstehen so charaktervolle, terroirgeprägte Weine mit Würze, Eleganz und feiner Cremigkeit – vom Grünen bis zum traditionellen Roten Veltliner. Seit 2006 ist Franz Junior fixer Bestandteil des Betriebs und verantwortet Keller und Weingärten. Vater Franz Senior bringt weiterhin Erfahrung, Exportwissen und tatkräftige Unterstützung ein – und gemeinsam wird regelmäßig verkostet, denn gute Weine entstehen im Team. Der Wagram ist ihre Heimat und ihr Profil: rund 60 Prozent Grüner Veltliner, 15 Prozent Roter Veltliner, ergänzt durch Riesling, Sankt Laurent, Pinot Noir und Zweigelt. Die Ortsweine aus Fels erscheinen erst ab Ende Jänner und zeigen viel Ruhe und Reife. Vergoren wird im Edelstahltank, die besten Partien reifen spontan in großen Akazienholzfässern vom Manhartsberg. Seit dem Jahrgang 2021 ist das Weingut biologisch zertifiziert, alle Weine sind zudem vegan. Der höchste Punkt, der Schafflerberg, steht für mineralische Finesse, während Brunnthal mit seiner Mischung aus Kalk und Löss elegante Rieslinge sowie charaktervolle Rotweine hervorbringt – etwa den Sankt Laurent Reserve 2023 und den Zweigelt Gigama 2023. Beide werden teils mit ganzen Trauben vergoren und reifen rund 10 bis 14 Tage auf der Maische in 600-Liter-Fässern, was ihnen Tiefe und Konzentration verleiht. Besonders spannend zeigt sich der Jahrgang 2025: ein jugendlicher Grüner Veltliner vom Schafflerberg, ein balancierter Roter Veltliner aus der Ried Fumberg und erstmals der Riesling Schillingsberg 2025, der mit Ruhe und Vielschichtigkeit viel Trinkfreude bereitet. Die Weine reifen generell ein Jahr im großen Holz und zeigen dabei klar Herkunft, Stil und Struktur. Gelesen wird ausschließlich von Hand – aus Überzeugung und Qualitätsanspruch. Rund 80 Prozent der Produktion gehen in den Export. Ein besonderes Herzensprojekt ist der „Garten“ von Franz Leth Senior: Vor 30 Jahren begann er, nahezu vergessene Rebsorten zu sammeln. Heute wachsen dort über 250 Sorten aus Österreich, Europa und Übersee – liebevoll gepflegt und dokumentiert. Die gesamte Kollektion zieht sich wie ein roter Faden durch: ruhig, klar, zurückhaltend und doch mit innerer Festigkeit. Eine Handschrift, die Lust auf mehr macht.

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2025 Grüner Veltliner
Winzer
Jassek
Weinviertel

Einladend würzige Frucht mit Pfefferl, frische Ananas, Apfel und Birne, Zitronenzesten, gehaltvoll mit delikater Säure, reichhaltig, angenehme Extrakte, lang am Gaumen. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Winzer
Jassek
Weinviertel

Christian Jassek
2053 Ragelsdorf
16

Christian Jassek, ein spätberufener Winzer, übernahm nach 20 Jahren bei Wein & Co den Betrieb. Es ist einer, der weit über den Tellerrand hinausschaut. Er versteht Weinbereiten als Handwerk. So definiert Jassek seinen Beruf. Für ihn ein Traumberuf, wenn auch seine Arbeitsstätte kein Dach hat. Von 0,2 Hektar auf 7 aufgestockt, kultiviert er heute 10 Hektar mit seiner „Handwerkerei“. Die Qualität kommt vom Weingarten, im Keller wird nicht eingegriffen. Die Handschrift des Winzers ist sehr deutlich – Weine mit Finesse, Eleganz und Struktur. Seine Jahrgänge zeigen ihren Charakter recht eindrucksvoll – geradlinig ohne Schnick-Schnack. Christian Jassek lebt und liebt die Natur mit allen Herausforderungen der Winzerarbeit und produziert mit viel Herzblut besondere Weinqualitäten, die im Gedächtnis bleiben. Seinen Weißburgunder Cru Reserve 2024 bezeichnet er seiner Vollreife wegen als Ragelsdorfer Montrachet. Mit seinen Rotweinen bietet er eine Freak-Show und zeigt, was das Weinviertel auf diesem Sektor kann. Christian Jassek macht keine Rotwein-Geheimtipps mehr, er produziert Rotwein Plus Varianten mit seinem Jasseto, Jassicaia und Schatzberg Merlot 2016. Rotwein-Qualitäten von bemerkenswerter Tiefe, Eleganz, Aroma, Struktur, Finesse, Dichte und Harmonie. Der Jasseto beispielsweise ist eine Kreation aus seiner Lieblingsrebsorte Merlot, sozusagen sein Herzblatt mit rigoroser Ertragsreduktion, eine Selektion, die zehnmal durch die Hände geht, 18 Monate im kleinen Fass aus Burgund ausgebaut wird. Nach angemessener Flaschenreife wird er für den Genuss frei gegeben.

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2024 Blaufränkisch
Weingut
Grenzhof – Fiedler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Intensive Waldbeere, Brombeere, dunkelfruchtig, ausgewogen, feine Würze, mineralisch geprägt, balanciert, delikat, mittlere Länge.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Schraubverschluss

Weingut
Grenzhof – Fiedler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Bernhard Fiedler
7072 Mörbisch am See
Weinzeile 2

Bernhard Fiedler ist ein erfahrener Winzer, der den goldenen Mittelweg eines traditionell gemäßigten modernen Ausbaustils perfekt beherrscht. Als Vortragender an der Weinakademie und aktiver wie kristischer Wein-Blogger beweist er Jahr für Jahr in seinen Weingärten eine sichere Hand, die Sortenspezifität in Verbindung mit den jeweiligen Terroirbesonderheiten um Mörbisch pointiert herauszuarbeiten. Die diversen Weißweine der Burgundersorten begeistern in der klassischen Ausbauweise mit vitaler Fruchtfrische. Der Pinot Blanc von der Toplage Wieser überzeugt mit mineralischer Strahlkraft und Verve, die vom Schieferboden samt Quarz-Gneis-Einschlüsse stammt. Bei den beiden Chardonnay Varietäten zeigt der Duett ein mehr an Ziselierung, die Reserve präsentiert sich mit viel Fruchttiefe mit feiner Cremigkeit im Finish. Die Ortsweine vom Zweigelt und Blaufränkisch präsentieren sich mit feiner Frucht und Trinkigkeit. Die Top-Blaufränkisch Reserve zeigt sich in sortentypischer Fruchttiefe mit feiner Würze und die Rote Trilogie ist von Jahr zu Jahr eine sichere Bank eines vorbildhaften Sortenblends mit harmonischem Fruchtschmelz und kerniger Mitte. Dies alles mit einem vorbildhaften Preis-Qualitätsverhältnis. Als süsses Juwel sei hier die Sorte Traminer vorgehoben, die in sortentypischer Dichte mit viel Säurefrische höchstes Trinkvergnügen garantiert.

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2025 Chardonnay
Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Geriebene Haselnüsse, Cashews, helle Frucht erinnert an Pfirsiche und Birnen; Frucht präsenter als im Duft, hinten dezent nussig, sympathische Prise Gerbstoffe für die Struktur, passende Länge.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Robert Platzer
8355 Tieschen
Pichla 25

Tel. +43 3475 2331
platzer@weinhof-platzer.at

Die Familie Platzer betreibt ihr Weingut im steirischen Vulkanland seit vielen Generationen. „Die Grundlage für guten Wein ist langjährige Erfahrung und tiefes Verständnis für die Natur“, umreißt Robert Platzer das Geheimnis seiner Erfolge. Er verfügt über Anteile an renommierten Rieden wie Königsberg, Klöchberg, Stradner Rosenberg und Aunberg. Letztere genießt besonders hohes Ansehen, der Boden besteht aus kalkigem Tonmergel, von hier kommen jedes Jahr die reifsten Trauben. Der Untergrund am Klöchberg ist kalkfrei und aus Basaltschlacke entstanden. Am Stradner Rosenberg dominieren kalkhaltige, feine Sedimente, zum Teil sind auch vulkanisch geprägte Anteile anzutreffen. Charakteristisch für die tiefgründige Ried Königsberg ist verwitterter Schlackenbasalt, der Oberboden ist schwach kalkhaltig. Die klassische Linie ist heuer ohne Ausnahme einladend, trinkanimierend und sortentypisch. Wiederum ein Schnäppchen ist der Chardonnay TAU. Von den drei Weinen aus der Privat-Linie weiß jeder zu überzeugen. Das Glanzlicht ist der elegante und vielschichtige Sauvignon Blanc Ried Aunberg Privat. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine sehr attraktive Preisgestaltung aus.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -