Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2023 Ried Hüttenberg Reserve
Weingut
Hindler
Weinviertel

(ZW/ME/CS) Brombeerrot mit jugendlichen Rändern, vielschichtiges Bukett nach dunklen Beeren, reifen Schwarzkirschen und zarten Röstnoten, Bitterschokolade, dichter, wuchtiger Körper, enorme Extrakte, angenehme Tannine, delikat, harmonisch mit Finesse und Eleganz, aromareicher, sehr langer Nachgeschmack – ausgezeichneter Wein!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut
Hindler
Weinviertel

Rosi & Karl Hindler
2073 Schrattenthal
13

„Unser Winzerleben ist bunt, ausgefüllt von Arbeit, erfüllend in der Natur. Der Wein ist für uns Ausdruck von Glück und Lebensfreude“, so Rosi und Karl Hindler voller Freude während der Verkostung ihrer Qualitäten des neuen Jahrgangs. Karl Hindlers Leidenschaft ist der Grüne Veltliner. Es gelingt ihm immer wieder eindrucksvoll, die verschiedenen Arten des Grünen Veltliners zu zeigen – Weine, die Lust auf mehr machen. Der Jahrgang 2025 ist dafür ein Paradebeispiel. Auch heuer 100 Prozent Bio und per Handlese. Mit naturnaher Bewirtschaftung und behutsamem Umgang mit dem Boden hat man sich zum Ziel gesetzt, das Weinviertel in seiner ganzen Typizität zum Ausdruck zu bringen. Für Genuss und Zeitgeist stehen auch die Weinviertler Kellerstöckl-Ferienappartements. Das sind alte Keller, die mit viel Liebe zu Design und Architektur revitalisiert wurden und nun erholsame Urlaubsplätze inmitten erholsamer Natur sind. Im letzten Jahr durfte man als Gastgeber die ehrenvolle Auszeichnung „5 Blumen am Winzerhof“ von Urlaub am Bauernhof entgegennehmen, große Freude haben die Hindlers auch mit der Aufnahme zu „Selected Stays“, welche außergewöhnliche Unterkünfte in Niederösterreich auszeichnet. Beim Weinstammtisch jeden Samstagnachmittag kann man alles Wissenswerte rund um den Wein erfahren und gleich mit Rosi und Karl Hindler zusammen verkosten.

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2025 2025 Grüner Veltliner privat Herzstück Ried Kirchenberg 1ÖTW
Weingut
Nigl
Kremstal

Was für ein phänomenaler Wein! Ein Grüner Veltliner von seltener Subtilität, höchster Eleganz, feingliedrig, gelber Apfel, Blütenhonig, Steinobst, Kräuterwürze, Zigarre, Zitrus, Orangenzesten, zarte Pfefferwürze, herrliche Exotik, komplex, cremig, feinste Frucht, seidiger Glanz, perfekte Balance, homogen, vielschichtig, feminin, voller Charme, faszinierend, tolle Länge. Das ist absolute Weltklasse. Ganz feine Klinge!!!!! Ein unbeschreibliches Gewächs von höchstem Adel. Die Eleganz in Person.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Nigl
Kremstal

Martin Nigl
3541 Senftenberg
Kirchenberg 1

Tel. +43 2719 2609
Fax. -4
info@weingutnigl.at
www.weingutnigl.at

Seit dem großen 1988 Riesling Hochäcker befindet sich das Weingut Martin Nigl durchgehend im Spitzenfeld der heimischen Winzerschaft. Heute ist es ein Gesamtkunstwerk. Weingut, Restaurant, Hotel. Sohn Bertram ist für die Gastronomie zuständig. Vater und Sohn Martin rocken das Weingut. Der ehemalige Lesehof des Fürsten Starhemberg aus dem 12. Jahrhundert – erworben im Jahr 1994 – wurde zu einem wahren Schmuckstück. Die 2025er Lese zog sich etwa zwei Wochen länger dahin als im Vorjahr. Der katastrophale Regen im September war schuld. Die Rieslinge haben etwas darunter gelitten, wenig Ertrag, doch sind es wie immer grandiose Varietäten. Vielleicht ist der 2025er ein Grüner Veltliner Jahrgang. Die Weingärten erstrecken sich von Senftenberg bis Krems. Die Reben stehen auf Böden wie Granit, Gneis, Glimmerschiefer und Amphibolit. Die Kremser Lagen sind lössgeprägt. Der Chardonnay und Pinot Noir stehen auf Kalk. Es werden die besten Lagen des Kremstales in reiner Handlese bewirtschaftet. Hier kann man ein Studium über Terroir erleben. Zu den wichtigsten Lagen des Hauses zählen die Folgenden: Die Ried Hochäcker mit Glimmerschiefer – vielleicht die wichtigste Lage des Betriebes – und die ebenfalls mit Urgestein ausgestattete Ried Pellingen, wo uralte Reben auf steilen Terrassen stehen; dies war der Lieblingsweingarten des Großvaters von Martin Nigl und von hier kommt auch der neue Wein der Nigls: Hommage. Aktuell sind 2021 und 2023. Weiters die Ried Goldberg, ein Amphibolitkegel in Rehberg. Am Hangende des Goldbergs befindet sich die Ried Zwetl, die einst im Besitz des Stiftes Zwettl war. Schließlich noch die Ried Kirchenberg – Herzstück: eine nach Südost ausgerichtete Lage unterhalb der Kirche von Senftenberg. Da wächst ein Grüner Veltliner von unvergleichlicher subtiler Größe – heuer mein Herzenswein. Senftenberg befindet sich am Ende des Kremstales. Hier herrscht nachts die Kühle des Waldviertels, die den Weinen eine ungemeine Aromatiefe verleiht. Langsame, späte Reife der Trauben. Nebst den großartigen Lagenweinen darf man nicht auf die fulminanten weiteren Gewächse vergessen. Schon die beiden Grüner Veltliner Gärtling und Freiheit sind von überragender Qualität. Die Klassiker des Hauses heißen PIRI – ein Grüner Veltliner und ein Riesling. Seit Urzeiten die verlässlichsten Weine des Weingutes. Ungemein hochwertig. Gleichermaßen für Profis und Amateure. Grüner Veltliner Alte Reben – ein mehr als nobler Wein. Dann wäre da noch ein Gelber Muskateller, den ich heuer noch prachtvoller finde als in den Vorjahren. Der Sauvignon Blanc ist wie immer eine Bank. Der Chardonnay TA OS war bei der Verkostung noch etwas zerfahren; hier ist Geduld angesagt. Dann zu den HOMMAGE Weinen – uralter Grüner Veltliner Bestand – erstmals zu Ehren des Großvaters Josef Nigl lanciert aus dem großen Jahrgang 2021. Es gibt inzwischen auch den 2023er. Diese beiden stehen, wie schon oben erwähnt, auf der Ried Pellingen. Zwei Gewächse, die in keiner Weinsammlung fehlen sollten. Dann gibt es auch hervorragende Rotweine wie Pinot Noir und Merlot. Eisweine, Beerenauslese, Trockenbeerenauslesen – die Süßweinfreaks kommen voll auf ihre Kosten. Ebenfalls hochwertige Destillate. Ein Connaisseur ist hier bestens aufgehoben. Es ist für alles bestens gesorgt – Weine, Kulinarik, Wohnen. Da schlägt das Herz des Feinschmeckers höher. Ich habe übrigens diesbezüglich Selbstversuche gemacht und nicht bereut.

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2024 Grüner Veltliner Ried Lamm 1ÖTW Kammern
Weingut
Schloss Gobelsburg
Kamptal

Dezent rauchig, angenehmes Toasting, röstige Aromatik, immer der am meisten fordernde Veltliner vom Holz her, klare Frucht, reife Quitten, Bratapfel; am Gaumen schon sehr geschliffen, viel Frucht, Mango, Maracuja, grüner und rosa Pfeffer, Holz bereits gut eingebunden, super Tiefe und Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schloss Gobelsburg
Kamptal

Michael Moosbrugger
3550 Gobelsburg
Schlossstraße 16

Tel. +43 2734 2422
Fax. -20
schloss@gobelsburg.at
www.gobelsburg.at

Michael Moosbrugger gehört zu den großen Persönlichkeiten des österreichischen Weinbaus und feiert heuer zwei große Jubiläen: Der Chef des Schlosses Gobelsburg prägt seit 30 Jahren die Geschicke des Weinguts, das er 1996 übernommen und schnell und nachhaltig an die Spitze der heimischen Weinelite geführt hat. Seit 20 Jahren gestaltet Moosbrugger als Obmann der Österreichischen Traditionsweingüter maßgeblich die Geschicke der bedeutendsten heimischen Weingutsvereinigung mit weitreichenden Errungenschaften für den österreichischen Weinbau bezüglich Herkunftsbetonung und Lagenklassifizierung. Heuer übergibt Moosbrugger die Obmannschaft und konzentriert sich wieder auf sein Schlossweingut in Gobelsburg. Im Fokus des Gobelsburger Weingeschehens stehen die typischen Herkunftsweine in den drei Kategorien Gebiets-, Orts- und Riedenwein – aktuell im Kamptal aus Grüner Veltliner und Riesling. Die Königsklasse sind die Ersten Lagen, gekennzeichnet als 1ÖTW, derer es mit Lamm, Grub und Renner drei im Veltlinerbereich gibt und zwei beim Riesling mit dem berühmten Heiligenstein und seinem Nachbarn, dem Gaisberg. Seine beiden größten Weinschätze sind der Lamm-Veltliner, eine heiße Lage am südöstlichen Hangfuß des Heiligensteins, und der Riesling vom Heiligenstein, wo Moosbrugger seine Filetstücke mitten im Zentrum des Riesling-Zauberbergs hat sowie an seinen beiden Flanken. Abseits der Lagenweine setzt Moosbrugger auch ein Rotwein-Statement im Kamptal. Rot immer gehabt, „Unser Rotweinanteil ist nicht groß, aber ein kleines, feines Segment“, sagt Moosbrugger. Im Fokus stehen aktuell die Burgundersorten und das Jahr 2021. „Die 2021er Weine haben eine gute Reife und eine gute Struktur“, sagt der Gobelsburg-Chef. Dazu passen die Burgundersorten Pinot Noir und St. Laurent gut ins Cool Climate des Kamptals. Es gilt, die Aufmerksamkeit noch auf einen speziellen Wein zu lenken – die Tradition, ein Wein basierend auf dem Konzept der historischen Weinbereitung. Dabei werden Veltlinertrauben, aber auch Riesling, gemeinsam gepresst und über Jahre im Keller immer wieder abgezogen – was diesen außergewöhnlichen Wein entstehen lässt, den Moosbrugger klar vom Thema Naturwein abgegrenzt wissen will: „Weil dieser Wein von der philosophischen Seite her dort nicht reinpasst.“ Die Zehnjahres-Edition braucht viel Luft, schmeckt aber umwerfend – und kostet auch einiges. Dafür trinkt man pure Weingeschichte.

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2022 Beerenauslese Scheurebe
Weingut
Umathum
Neusiedlersee

(0,375 Fl.) Goldfarben, Zitrus, Quitte, Apfel, Honig, Litschi, Orangen, feinste Süße, von betörender Schönheit, wunderbare Frucht, samtige Fülle, traumhafte Säure, Pfirsich, Marillen, geschmeidig, herrliche Exotik, ganz einfach genial. 9,5 % Vol. – leicht, süß, höchst bekömmlich. Wir trinken (viel) zu wenig Süßwein. ÖSTERREICH

Süßwein
Scheurebe (Sämling 88)
€€€€
Glassstöpsel

Weingut
Umathum
Neusiedlersee

Josef Umathum
7132 Frauenkirchen
Sankt Andräer Straße 7

Tel. +43 2172 24400
Fax. +43 2172 21734
office@umathum.at
www.umathum.at

Josef Umathum vorstellen hieße Eulen nach Athen tragen. Dieser Mann hat in Sachen Weinbau, Weinen in über 40 Jahren Maßstäbe gesetzt. Er hat Kult-Weine geschaffen, welche weit über dem heimischen Markt bekannt sind. Dieser Mann hat ein internationales Standing wie kaum ein anderer. Immer neugierig. Sprich – „Die Großmutter und die jungen Wilden“ – aus neuen und historischen Sorten. „Gesunder und lebendiger Boden ist unser größtes Kapital“ oder „Erfolgreich wirtschaften bedeutet nicht Gewinn maximieren“ – diese philosophischen Sätze sollte man so manchen Staaten-, Wirtschaftslenkern ins Stammbuch schreiben. „Pepi“ Umathum ist in zwei Weinbaugebieten tätig: Neusiedlersee/Frauenkirchen – Vom Stein – Haideboden – Ried Hallenbühl; Leithaberg – Kirschgarten, Unter den Terrassen – Jois, Winden – Ried Kirchberg. Zum Schluss: Wie ist ein Weingut zu bewerten? Für mich anhand der Basis-Weine. Dann verkoste man diese von Josef Umathum. Die haben Klasse. Die Lagen sind sowieso von einem anderen Stern. Es war und es bleibt spannend in diesem Weingut. PS: Der Sekt ist auch nicht von schlechten Eltern.

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2024 Merlot Selektion
Weingut
Lukas Markowitsch
Carnuntum

(1997 gepflanzt) So muss Merlot sein: Paradeiserkraut, vielschichtige Kräuterwürze, saftige Frucht, dicht; am Gaumen strukturiert, reife Tannine, braucht noch etwas Zeit, die Anlagen verheißen ein langes Leben.

Rotwein
Merlot
€€€
Naturkork

Weingut
Lukas Markowitsch
Carnuntum

Lukas Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Kiragstettn 1

Das Weingut Lukas Markowitsch ist bereits seit vielen Jahren für das qualitativ hochwertige Rotweinsortiment bekannt. In den letzten Jahren haben die Weißweine im Betrieb aufgeschlossen. Alle Weine bieten viel Vergnügen, sowohl was Trinkfreude als auch den Preis betrifft. Hervorheben möchte ich bei den Weißweinen den Grünen Veltliner Schüttenberg, der mit seiner kühlen Mineralik dem heißen Jahr 2024 ein Bein stellt. Bei den Rotweinen stechen der Merlot Selektion mit einer intensiven Paradeisernote und viel Sortentypik hervor sowie der Zweigelt aus der Ried Haidacker, der mit nur 4.600 Stöcken auf 1 Hektar extrem straff angedacht und ausgebaut ist und man bei jedem Schluck die Leidenschaft erkennt, die Lukas für diese Lage hat. An beiden Weinen kann man gut sehen, dass auch der Jahrgang 2024 für die Rotweine im Carnuntum sehr vorteilhaft verlaufen ist.

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2025 Grüner Veltliner Honivogl Smaragd
Weingut
Franz Hirtzberger
Wachau

Rauchige Würze, gebündelt und tiefgründig, tropische Fruchtfülle, Ananas, Mango, Tabakblätter; saftig, dunkle Würze, viel Pikanz und Druck, enorm dichter Wein mit Eleganz und feinstrahliger Frucht, reife Ananas, Mandarine, Orange, vielschichtig, lebhafte Säure, beeindruckender Wein.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Franz Hirtzberger
Wachau

Franz Hirtzberger
3620 Spitz
Kremser Straße 8

Singerriedel und Honivogl – zwei Weinikonen, eine Herkunft: Franz Hirtzberger/Wachau! Mit seinen beiden Signature-Weinen hat der Spitzer Topwinzer seit Jahrzehnten in Österreichs Weinolymp einen Fixplatz, wenn es um große Rieslinge und Grüne Veltliner geht. Franz Hirtzberger Senior, Grandseigneur der Wachau, hat die Weine auch in die Welt getragen und damit das Weingut international berühmt gemacht. Sein Sohn, Franz Junior, der das Weingut seit Jahren mit dem gleichen Enthusiasmus leitet, setzt diesen Erfolg in bester Manier fort. Mit dem Riesling vom Singerriedel, die berühmte Steillage erhebt sich gleich hinter dem Haus der Winzerfamilie, haben die Hirtzbergers einen unvergleichlichen Erfolgslauf. Denn praktisch jedes Jahr bekommt diese Weinikone das Prädikat Topwein verliehen. Daneben spielt Hirtzberger mit drei weiteren Spitzer Riesling-Smaragden in der Top-Liga mit: Die Ried Steinporz ist der jüngste Rieslingzugang der Hirtzbergers und auch der rassigste mit der meisten Säurepikanz. Die Ried Hochrain am Fuß des Singerriedels bringt den „wärmsten“ Rieslingtypus hervor, nicht zuletzt durch seine ziemlich ebene Ausrichtung und seiner sandigen Lehmauflage. Der Hidden Champion unter den Lagenrieslingen ist der Setzberg, der sich von Spitz in den Spitzer Graben zieht und durch seinen Gneis-Verwitterungsboden immer einen markanten salzig-mineralischen Wein ergibt. Beim Grünen Veltliner hat Hirtzberger ebenso ein Smaragd-Quartett im Portfolio. Neben dem Honivogl, einem speziellen Weingarten am Fuß des Singerriedels, in dem jedes Jahr Hirtzbergers beste Veltliner-Trauben wachsen, gibt es mit dem Roten Tor Smaragd einen riedenübergreifenden Veltliner, der von der Bekanntheit her im Rang des Honivogls steht. Vom Roten Tor macht Hirtzberger auch einen knackigen Federspiel-Veltliner. Mit dem Kirchweg aus Wösendorf und der Axpoint aus Spitz gibt es noch zwei trinkvergnügliche Lagen-Smaragde vom Veltliner. Nicht zu vergessen: die Burgunder als dritte Sparte, die die Hirtzbergers mit drei Smaragd-Weinen seit jeher pflegen. Wobei der Chardonnay meist der Star ist und gerade auch in den Fokus rückt. „Wir reden schon lange davon, dass wir den Chardonnay ausbauen“, sagt Franz Hirtzberger Junior. „Jetzt haben wir 500 Stöcke in der Lage Steinporz ausgepflanzt und 1.500 Stöcke kommen noch oben am Hartberg dazu, der an den Steinporz grenzt und bis zum Waldrand reicht.“ Es bleibt weiter spannend bei Franz Hirtzberger.

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2024 Riesling Ried Heiligenstein 1ÖTW Zöbing
Weingut
Schloss Gobelsburg
Kamptal

Tropischer Fruchtmix, Maracuja und Limetten, Hauch von Litschis, im Hintergrund Pfirsich, tolle Substanz mit Tiefe; saftig, vibrierend, lebhaft mit viel Pfirsichfrucht und mineralischer Würze, super Heiligenstein-Charakterwein, fordernd straff, salzig, bestes Trinkanimo. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Schloss Gobelsburg
Kamptal

Michael Moosbrugger
3550 Gobelsburg
Schlossstraße 16

Tel. +43 2734 2422
Fax. -20
schloss@gobelsburg.at
www.gobelsburg.at

Michael Moosbrugger gehört zu den großen Persönlichkeiten des österreichischen Weinbaus und feiert heuer zwei große Jubiläen: Der Chef des Schlosses Gobelsburg prägt seit 30 Jahren die Geschicke des Weinguts, das er 1996 übernommen und schnell und nachhaltig an die Spitze der heimischen Weinelite geführt hat. Seit 20 Jahren gestaltet Moosbrugger als Obmann der Österreichischen Traditionsweingüter maßgeblich die Geschicke der bedeutendsten heimischen Weingutsvereinigung mit weitreichenden Errungenschaften für den österreichischen Weinbau bezüglich Herkunftsbetonung und Lagenklassifizierung. Heuer übergibt Moosbrugger die Obmannschaft und konzentriert sich wieder auf sein Schlossweingut in Gobelsburg. Im Fokus des Gobelsburger Weingeschehens stehen die typischen Herkunftsweine in den drei Kategorien Gebiets-, Orts- und Riedenwein – aktuell im Kamptal aus Grüner Veltliner und Riesling. Die Königsklasse sind die Ersten Lagen, gekennzeichnet als 1ÖTW, derer es mit Lamm, Grub und Renner drei im Veltlinerbereich gibt und zwei beim Riesling mit dem berühmten Heiligenstein und seinem Nachbarn, dem Gaisberg. Seine beiden größten Weinschätze sind der Lamm-Veltliner, eine heiße Lage am südöstlichen Hangfuß des Heiligensteins, und der Riesling vom Heiligenstein, wo Moosbrugger seine Filetstücke mitten im Zentrum des Riesling-Zauberbergs hat sowie an seinen beiden Flanken. Abseits der Lagenweine setzt Moosbrugger auch ein Rotwein-Statement im Kamptal. Rot immer gehabt, „Unser Rotweinanteil ist nicht groß, aber ein kleines, feines Segment“, sagt Moosbrugger. Im Fokus stehen aktuell die Burgundersorten und das Jahr 2021. „Die 2021er Weine haben eine gute Reife und eine gute Struktur“, sagt der Gobelsburg-Chef. Dazu passen die Burgundersorten Pinot Noir und St. Laurent gut ins Cool Climate des Kamptals. Es gilt, die Aufmerksamkeit noch auf einen speziellen Wein zu lenken – die Tradition, ein Wein basierend auf dem Konzept der historischen Weinbereitung. Dabei werden Veltlinertrauben, aber auch Riesling, gemeinsam gepresst und über Jahre im Keller immer wieder abgezogen – was diesen außergewöhnlichen Wein entstehen lässt, den Moosbrugger klar vom Thema Naturwein abgegrenzt wissen will: „Weil dieser Wein von der philosophischen Seite her dort nicht reinpasst.“ Die Zehnjahres-Edition braucht viel Luft, schmeckt aber umwerfend – und kostet auch einiges. Dafür trinkt man pure Weingeschichte.

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2022 ALTE REBEN Blaufränkisch
Weingut
Sommer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kirschen im Bukett, Brombeeren, Himbeeren, rauchige Würze, Kalk und Schiefer sorgen für eine herausfordernde Spannung, die Erde steht im Vordergrund, viel Salz, am Gaumen mit steiniger Würze, Tiefe, Enge, Dichte, klebt förmlich am Gaumen, prägnantes Tannin mit griffiger Säure, hier steht der Boden über der Rebsorte und ist doch immer Blaufränkisch. Substanz für viele Jahre. BURGENLAND

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Sommer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Leo Sommer
7082 Donnerskirchen
Johannesstraße 26

Leo Sommer macht in seiner bescheidenen Art Weine von Weltformat. Diese neun verkosteten Weine sind von höchster Klasse. Die beiden Weine von der Ried Himmelreich und vom Purbacher Ried Halser – Grüne Veltliner – sind in ihrer Art unschlagbar. Ja, sie kommen vom Leithaberg – jene Menschen, die noch immer glauben, dass es im Burgenland keine großen Grünen Veltliner gibt, sollten hiermit ihren Gaumen aktualisieren. Hervorragend: 2025 Riesling Quarz und 2024 Chardonnay Kalkschicht. Außergewöhnlich: 2023 Chardonnay Ried Riefring Thal. Weltklassehandwerk – ob Welschriesling, Riesling oder Furmint – wobei letzterer mein Herz erobert hat. Dann die oben genannten Grünen Veltliner – das sind Gewächse, die sich jeder Beschreibung entziehen. Unfassbar groß! 2022 Alte Reben Leithaberg DAC Blaufränkisch – da wird es dramatisch – das ist Spannung und Prägnanz pur – hier hat man das Salz der Erde im Glas. Leo Sommer sieht sich als Weinhandwerker. Er steht in ständigem Dialog mit seinen Reben.

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2023 Purple X-TREME
Weingut
Meinrad Markowitsch
Carnuntum

(60 % ZW / 30 % BF / 10 % ME) Dunkle Früchte: Heidelbeere, Brombeere, rauchig, gemahlener Kaffee, sehr dicht und intensiv in der Nase; feine Kombination aus dunkelbeeriger Frucht und elegantem Holzeinsatz, viel Klasse und Struktur, die der Wein bereits einbindet. Sehr langer Nachhall.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Meinrad Markowitsch
Carnuntum

Meinrad Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 18

Meinrad Markowitsch ist einer der Winzer im Carnuntum, die beweisen, dass es hier gleichermaßen um tolle Weißweine UND tolle Rotweine geht. Das Dreigestirn aus Grüner Veltliner, Chardonnay und Riesling legt sofort los. Der Grüne Veltliner glänzt mit üppigem Fruchtcharme, der Chardonnay mit animierender, einladender Säure. Der Riesling bietet mineralische Marillennoten und feine Kräuterwürze, die man so nicht erwarten würde, wenn Meinrad dieses Steckenpferd nicht schon seit Jahren reiten würde. Der Perlwein aus Pinot Noir glänzt mit saftigen und floralen Noten und wird manchen Nachmittag verschönern. Und dann kommen die Rotweine: Der Rubin Carnuntum ist auch dieses Jahr ein reinsortiger Zweigelt und setzt ein State-ment für Rubin! Der Merlot 2024 ist ein engmaschiger Wein mit viel Potenzial. Die Highlights sind einerseits der Blaufränkisch aus der Lage Haidacker und andererseits die Cuvée Purple X-TREME. Nicht nur bei seinem großartigen Blaufränkisch kommt man darüber ins Grübeln, ob die Zukunft des Rotweins im Carnuntum – auch angesichts der Klimaerwärmung – nicht mehr beim Blaufränkisch liegen wird, als beim Zweigelt. Alle, die hedonistische Weine schätzen, sind jedenfalls beim Blaufränkisch Haidacker gut aufgehoben. Der Purple X-TREME ist der üppigere, vollmundigere Typus. Die Top-Rotweine sind jüngst zugänglicher geworden sind, ohne an Dichte oder Potenzial einzubüßen.

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2025 Riesling Ried Singerriedel Smaragd
Weingut
Franz Hirtzberger
Wachau

Sehr elegant und tiefgründig, Herkunft erkennbar, steinige, saftige Pfirsichfrucht, Riesling-Purist; am Gaumen enorm saftig, geht über an Frucht, viel Pfirsich, dazu eine tolle Säurepikanz und enorme Mineralität, Feuerstein, hoch eleganter Singerriedel! Mega Präsenz und Länge. Ikonischer Wein! Top!

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Franz Hirtzberger
Wachau

Franz Hirtzberger
3620 Spitz
Kremser Straße 8

Singerriedel und Honivogl – zwei Weinikonen, eine Herkunft: Franz Hirtzberger/Wachau! Mit seinen beiden Signature-Weinen hat der Spitzer Topwinzer seit Jahrzehnten in Österreichs Weinolymp einen Fixplatz, wenn es um große Rieslinge und Grüne Veltliner geht. Franz Hirtzberger Senior, Grandseigneur der Wachau, hat die Weine auch in die Welt getragen und damit das Weingut international berühmt gemacht. Sein Sohn, Franz Junior, der das Weingut seit Jahren mit dem gleichen Enthusiasmus leitet, setzt diesen Erfolg in bester Manier fort. Mit dem Riesling vom Singerriedel, die berühmte Steillage erhebt sich gleich hinter dem Haus der Winzerfamilie, haben die Hirtzbergers einen unvergleichlichen Erfolgslauf. Denn praktisch jedes Jahr bekommt diese Weinikone das Prädikat Topwein verliehen. Daneben spielt Hirtzberger mit drei weiteren Spitzer Riesling-Smaragden in der Top-Liga mit: Die Ried Steinporz ist der jüngste Rieslingzugang der Hirtzbergers und auch der rassigste mit der meisten Säurepikanz. Die Ried Hochrain am Fuß des Singerriedels bringt den „wärmsten“ Rieslingtypus hervor, nicht zuletzt durch seine ziemlich ebene Ausrichtung und seiner sandigen Lehmauflage. Der Hidden Champion unter den Lagenrieslingen ist der Setzberg, der sich von Spitz in den Spitzer Graben zieht und durch seinen Gneis-Verwitterungsboden immer einen markanten salzig-mineralischen Wein ergibt. Beim Grünen Veltliner hat Hirtzberger ebenso ein Smaragd-Quartett im Portfolio. Neben dem Honivogl, einem speziellen Weingarten am Fuß des Singerriedels, in dem jedes Jahr Hirtzbergers beste Veltliner-Trauben wachsen, gibt es mit dem Roten Tor Smaragd einen riedenübergreifenden Veltliner, der von der Bekanntheit her im Rang des Honivogls steht. Vom Roten Tor macht Hirtzberger auch einen knackigen Federspiel-Veltliner. Mit dem Kirchweg aus Wösendorf und der Axpoint aus Spitz gibt es noch zwei trinkvergnügliche Lagen-Smaragde vom Veltliner. Nicht zu vergessen: die Burgunder als dritte Sparte, die die Hirtzbergers mit drei Smaragd-Weinen seit jeher pflegen. Wobei der Chardonnay meist der Star ist und gerade auch in den Fokus rückt. „Wir reden schon lange davon, dass wir den Chardonnay ausbauen“, sagt Franz Hirtzberger Junior. „Jetzt haben wir 500 Stöcke in der Lage Steinporz ausgepflanzt und 1.500 Stöcke kommen noch oben am Hartberg dazu, der an den Steinporz grenzt und bis zum Waldrand reicht.“ Es bleibt weiter spannend bei Franz Hirtzberger.

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2023 Roter Veltliner Josef vs Johannes
Weingut
Josef Fritz
Wagram

Hat sich im Vergleich zum ersten Jahrgang (2019) stilistisch in eine elegantere Richtung entwickelt und das merkt man vom ersten Eindruck an, gelbtraubige Noten wechseln mit reifem Kernobst, Agrumen und Dost, ein Hauch Vanille, viel Schichten am Gaumen, enorme Fruchtfülle, aber auch entsprechende Säurespannung, daher bei aller Länge und Potenzial auch transparent und anregend.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Josef Fritz
Wagram

Josef Fritz
3701 Zaußenberg am Wagram
Ortsstraße 3

Mit sechs unterschiedlichen Roten Veltlinern versteht sich das qualitative Zugpferd am Wagram als seriöser Botschafter dieser autochthonen Sorte, glänzt aber ebenso mit den heimischen Klassikern Grüner Veltliner und Riesling sowie burgundischen Komplementären in Weiß und Rot, dazu gibt es schäumende Kreszenzen und gelungene Ausflüge ins alternative, sprich länger maischevergorene Fach, gerne auch einmal mit Betonei-Ausbau. Was die Weine der Familie Fritz trotz des breit gefächerten Portfolios eint, ist die Präzision in Verbindung mit klarer Fruchtausprägung und Trinkfreude bei den Leicht- und Mittelgewichten sowie beachtliches Entwicklungspotenzial bei den Reserven. Von der Roten Veltliner Parade sticht neben solidem Einstieg in Form des Wagramer Terrassen der überaus trinkanimierende wie pointierte Steinberg Hahn Kreuz heuer besonders hervor. Mordthal zeigt sich von seiner klaren, kühl-anregenden Seite und ist ein modellhafter Jahrgangsvertreter, Ruppersthal glänzt mit filigraner Textur und beachtlicher Tiefe, ein Paradewein für die Sorte und Kategorie! Mit sehr gutem Entwicklungspotenzial punktet Ried Steinberg Privat, wohingegen Josef vs Johannes zeigt, wie elegant sich diese individuelle Vater-Sohn-Melange mittlerweile stilistisch etabliert hat, ein Topwein mit Potenzial. Auf 4-Sterne-Niveau hat sich der aktuelle 2023 Riesling Schafberg analog zur letztjährigen Bewertung präsentiert. Beim Thema Raw gibt es nicht nur den markanten und hochwertigen Roten Veltliner Gondwana, sondern in Form des kecken, an deutsche Kabinette erinnernden Schaf Berg Ei auch einen solchen Riesling und den herzhaften Roten Traminer Tertiär T. Grüner Veltliner beherrscht Familie Fritz notabene, der aktuelle Schlossberg zeigt bei erstaunlich moderatem Alkohol, wie trinkfreudig eine Wagramer Lage sein kann und strahlt schon etwas über das 3-Sterne-Niveau hinaus. Als 4-Sterner ist der Himmelreich Höhle bereits solide positioniert, er stammt aus den höchstgelegenen Parzellen dieser Riede und glänzt mit fleischiger Frucht und feiner Säure. Von den 2024er Großen Reserven hat uns der Chardonnay besonders überzeugt, eine lebhafte wie elegante Sorteninterpretation mit toller Substanz. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die wertigen Schaumweine des Hauses, es gibt immer zwei Große Reserven. Aktuell stehen ein sanfter, jugendlicher Blanc de Noir sowie ein gediegener, fruchtpräsenter Pinot Noir Rosé zur Wahl, beide Prickler zeichnen sich bei aller Frucht durch moderaten Alkohol und feine Perlage aus.

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2022 Sauvignon Blanc Straden Privat
Weingut
Frauwallner Straden
Vulkanland Steiermark

Opulentes Bukett, tolle Frucht, exotisch, kandierte Stachelbeeren, Cassis und Menthol, Mandelgebäck, viel Limette, vielschichtig; saftig, griffig, vital, viel Biss, exotische Früchte und Beeren, extraktreich, Power, lang, noch sehr jung, beachtlich, Geduld.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Frauwallner Straden
Vulkanland Steiermark

Frauwallner Straden
8345 Straden
Karbach 7

Walter Frauwallner übernahm bereits 2002 im Alter von 21 Jahren die Verantwortung für den Weinkeller im bäuerlichen Mischbetrieb seiner Eltern Willi und Emmi Frauwallner, die bis heute stark im Betrieb engagiert sind. 2008 wurde ein neuer, funktioneller Keller mitten in der Ried Buch errichtet. Unterstützt von seiner Frau Petra, einer diplomierten Krankenschwester, die nebenbei aus Liebe zu Wein und zu Walter auch eine Ausbildung zur Diplomsommelière machte, bewirtschaftet Frauwallner etwas über 30 Hektar Rebfläche in und um Straden. Sohn Felix ist derzeit in der Weinbauschule Silberberg, die Nachfolge scheint also auch gesichert. Das Sortiment baut auf dem Herkunftskonzept der Steiermark auf. So gibt es klassisch im Stahltank ausgebaute, gänzlich auf Frucht, Frische und Eleganz ausgelegte Gebietsweine, die je nach Sorte unter der Herkunft Steiermark oder Vulkanland Steiermark laufen. Der Kategorie Ortswein wird hier in Gestalt der vier wichtigsten Sorten Respekt gezollt: Weißburgunder, Morillon und Grauburgunder sowie Sauvignon Blanc stellen in Sachen Substanz und Tiefgang wie auch Ausbau das Bindeglied zwischen Klassik und Riedenwein dar, wobei Letzterer rein im Edelstahl ausgebaut wird, die Burgundersorten zu unterschiedlichen Anteilen im 500-Liter-Holzfass. Bei den Riedenweinen herrscht im Hause Frauwallner eine betriebsinterne Hierarchie, die auch in der STK-Klassifizierung Niederschlag findet. So ist die Ried Steintal, eine steile nach Süden ausgerichtete Kessellage bis 360 Meter Seehöhe mit steinigem, leicht kalkhaltigem Boden mit Tertiärsedimenten, in dem Zweigelt und Sauvignon sich wohlfühlen ebenso als STK Ried klassifiziert wie der jüngste Lagenzuwachs im Weingut in Gestalt des bis 400 Meter Seehöhe reichenden, östlich ausgerichteten Ried Altes Steinkreuz am Stradener Kogel, wo Sauvignon und Weißburgunder stehen. Die 1. STK Ried Stradener Rosenberg ist eine Südlage am Stradener Kogel, die bis 475 Meter Seehöhe reicht und mit kalkhaltigen Böden mit tertiären Sedimenten und vulkanischen Einzügen versehen ist. Sie ist mit Sauvignon Blanc und Traminer sowie Grauburgunder bestockt. Als Signature-Lage im Weingut gilt die als Große STK Lage klassifizierte, nur sechs Hektar große, geschützte Ried Buch mit tiefgründigen basalthaltigen Böden. Sie blickt nach Süd und Südwest und erbringt in Gestalt von Weißburgunder, Morillon und Sauvignon Blanc vielfach die Spitzenweine des Weinguts. Mit dem kühleren Jahrgang 2025 ist Walter Frauwallner sehr zufrieden. Die Jahrgangsweine seien eher feingliedrig, relativ alkoholleicht, nie überbordend, dafür von hoher Präzision und Qualität. Das zeigt sich insbesondere bei den Gebiets- und Ortsweinen, die knackig und anregend sowie von ausgeprägter Sortentypizität sind. Wesentlich körperreicher zeigt sich der reife, warme Jahrgang 2024, der sich extrem gut ausbalanciert präsentiert. Hervorragend sind in diesem Jahr Welschriesling und Traminer aus der Ried Rosenberg sowie Weißburgunder Ried Altes Steinkreuz. Der Jahrgang 2023 war im Vergleich kühler und kerniger bei etwas niedrigerem Alkohol. Die Lagenweine von der Ried Buch präsentieren sich betont saftig und elegant, bei guter Struktur und Druck. An der Spitze der Palette steht jedoch der mächtige Sauvignon Blanc Privat aus dem reifen Jahr 2022, der schon jetzt beeindruckt, aber dank seines Riesenpotenzials noch einer gloriosen Zukunft entgegenblickt.ps

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2025 Grüner Veltliner Spitaler Smaragd
Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Samtig, feinhefig, tolle Frucht mit Tiefgang, dunkel-florale Anklänge, Wachsnoten, changierend, elegant, reichhaltig, weiße Schoko; köstliche Frucht, beachtliche Fülle, lebhaft, feiner Biss, kernig, Quitte, langes Finish.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Die Erfolgsgeschichte dieses noch relativ jungen Wösendorfer Weinguts mag beinahe märchenhaft anmuten, und doch wieder nicht, lernt man die dafür verantwortlichen Persönlichkeiten kennen. Mathias und Hanna Hirtzberger haben ihre Weinhofmeisterei nach steilem Aufstieg innerhalb weniger Jahre in die Spitzengruppe der Wachauer Erzeuger geführt. Das Geburtsjahr der Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger lässt sich mit 2014 festmachen, handelt es sich doch um jenes Jahr, in dem die ersten Weine aus ihren Wösendorfer Weingärten vinifiziert wurden. In den ersten Jahren diente die ehemalige "Weingartenhofmeisterei" des Stiftes St. Florian in Oberösterreich als Stammhaus, wo auch seit damals Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber das exzellente Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger führen. Seit 2019 steht ein modernes, nur wenige 100 Meter vom Stammhaus entferntes Weingut für die gesamte Produktion zur Verfügung. Das Erfolgspärchen Mathias und Hanna Hirtzberger ergänzt sich ideal. Auf der einen Seite arbeiten sie mit Genauigkeit und Akribie, andererseits legen sie aber auch eine kreative Lockerheit an den Tag. Das spiegelt sich auch irgendwie in ihren Weinen wider, die eigenständig und charaktervoll sind und die in den jüngsten Jahren in Sachen Eleganz weiter zugelegt haben. 2025 bezeichnet Mathias Hirtzberger als „superschönes, klassisches Jahr“ mit tollen Säurewerten und „sehr guter Konzentration ohne hohe Zuckerwerte“. Das Jahr war durch einen späten Austrieb und späte Blüte gekennzeichnet, der eher moderate Sommer erlaubte ein gemächliches Voranschreiten der Reife. Etwas Wetterunbill gab es mit einigen Regenfällen im warmen September. Die Lese wurde am 6. Oktober mit einer Teilmenge der Steinfeder eingeläutet und am 30. Oktober beendet. Beim Grünen Veltliner gab es keine Probleme, beim Riesling musste man dafür auf der Hut sein, denn Botrytisinfektionen erfolgten sehr rasch. Die notwendige Selektion veringerte die Menge an Riesling drastisch, aber es hat sich wirklich ausgezahlt. Grüner Veltliner (70 %) und Riesling (30 %) dominieren die gutseigenen Rebflächen, zudem gibt es eine winzige Menge an Muskateller. Erfreulicherweise wird in der Weinhofmeisterei alljährlich der Steinfeder gehuldigt und diese bietet in Gestalt des Stab aus Grüner Veltliner einen vergnügten Einstieg in die Serie. Das Traubenmaterial für das Veltliner Federspiel Treu stellt einen Querschnitt der verschiedenen Lagen in der Ortschaft dar: Die Trauben stammen 2025 zu je einem Drittel aus höher gelegenen Weingärten, Hanglagen und der Ebene. Den Einstieg in die Welt der Veltliner-Smaragde bietet der würzig-fruchtige Greif, der gänzlich aus Hang- und Terrassenlagen aus Postaller, Gaisberg und Kollmütz kommt. Der herzhafte Spitaler Smaragd stammt von den ersten Terrassen am Hangfuß des Ried Kollmitz, wo reiner ockerfarbener Lössboden vorherrscht. In der betriebsinternen Hierarchie an der Spitze steht der wieder sehr präzise, heuer etwas eleganter gebaute Vertreter von der Ried Kollmütz, wo eine Auflage von etwas braunem Löss auf sandigem Boden mit vielen Steinen auf Urgestein (Gneis) besteht. Eleganter Auftakt der Rieslinge ist das filigrane Federspiel Zier, das aus verschiedenen Weingärten in Weißenkirchen stammt. Von den Riesling-Smaragden stellt sich bereits der früher nach der Subriede Bach benannte Vertreter vom Gaisberg aufgrund seiner puristischen Frucht und Rasse als Kleinkunstwerk dar. Übertroffen wird er jedoch von dem aus der höher gelegenen, exponierten Ried Kollmitz mit relativ kargem Boden stammenden Smaragd, der von herausragender Finesse ist.ps

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2025 Riesling Ried Hochäcker 1ÖTW Reserve
Weingut
Familie Proidl
Kremstal

Samtig, weißbrotige Anklänge, hellwürzig, gute Dichte, traubig, weiße Pfirsiche, Frühlingsblüten; straff und rassig, dennoch ordentlicher Fruchtpunch, kernig, sehr klassische Weingartenpfirsichfrucht, lebhaft, liegt gut an, feine Länge.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Familie Proidl
Kremstal

Patrick Proidl
3541 Senftenberg
Oberer Markt 5

Tel. +43 2719 2458
weingut@proidl.com
www.proidl.com

Seit zehn Generationen in Senftenberg ansässig, hat sich die Familie Proidl mit Leib und Seele ihrem Berufsstand verschrieben – Bergweinbauern mit Verständnis und Einfühlungsvermögen für die sie umgebende Landschaft, die stets nach handwerklicher Perfektion streben. Das Weingut liegt in Senftenberg an der nördlichen Grenze des Weinbaugebietes Kremstal im felsigen Taleinschnitt des namensgebenden Flusses oberhalb der Bezirkshauptstadt Krems. Das kompromisslose Streben nach Topqualität wurde bereits in den Neunzigerjahren unter Führung des ebenso impulsiven wie kreativen Franz Proidl und seiner Frau Andrea praktiziert. Diesem Weg hat sich Sohn sowie Weinbau- und Kellermeister Patrick Proidl – 10. Familiengeneration in Senftenberg – ebenso gänzlich verschrieben, wobei er Klarheit, Präzision und Finesse der Weine ebenso große Aufmerksamkeit widmet wie dem unverfälschten Ausdruck der verschiedenen Rieden. Kraft und Energie tankt der engagierte Senftenberger in der Familie bei seiner Frau Isabella, die als Weinakademikerin auch über hohe fachliche Kompetenz verfügt, sowie den beiden Kindern Frida und Luis. Neben den klassischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling, die in zahlreichen Varianten ausgebaut werden, gibt es auch Chardonnay sowie Muskateller und Traminer, dazu auch einige Rotweine sowie Rosé. Neben trockenen Weißweinen gibt es hier auch regelmäßig Süßweine der Spitzenklasse – von Auslesen bis zu TBAs. Seit ein paar Jahren werden auch immer wieder anregende PetNats erzeugt, etwa aus Riesling und Chardonnay; dazu gibt es auch Frizzante. Die Weingärten liegen in und um Senftenberg – zu einem guten Teil in bis zu 60 Grad steilen Hanglagen mit steinigen, kargen Böden. Vitikulturelles Herzstück des Betriebes ist die direkt unterhalb der Burgruine Senftenberg situierte Toplage Ehrenfels mit Riesling und Veltliner, weitere Spitzencrus sind Pfeningberg und Hochäcker (Riesling) sowie Pellingen. Ihrer Herkunft entsprechend sind Veltliner und Riesling tendenziell mit prägnanten Säurewerten versehen; die Zuckerreife kommt in den sonnengeküssten Lagen Senftenbergs aber auch nicht zu kurz – und so entstehen hier kraftvolle, extraktreiche Weißwein-Klassiker mit mineralischer Würze und transparenter Frucht; das große Potenzial beweisen vor allem die Lagenweine immer wieder in Altweinverkostungen. Neben den Gebiets-, Orts- und Lagenweinen aus den klassischen Sorten finden sich auch zahlreiche Komplementärsorten und Weintypen wie Chardonnay sowie Gelber Muskateller und Traminer. Dunkler werdend gibt es den verlockenden Mercaz Rosé sowie Syrah Rosé von Isabelle, dazu Zweigelt und Cuvée in Rot. Im Prädikatsweinbereich hat man sich schon längst unter „Austria’s Best“ eingereiht und auch das Schaumweinsegment ist gut besetzt. Darüber hinaus pflegt Patrick Proidl seine eigene Premiumlinie unter der Bezeichnung Generation X – neben Grüner Veltliner und Riesling gibt es hier auch Chardonnay, Letzeren unter anderem als PetNat. 2025 war für Patrick Proidl ein wesentlich einfacherer Jahrgang als 2024. Das Jahr war „viel, viel später“ und es war „punktuell zu viel drauf“, aber der Selektionsaufwand war in Senftenberg normal und einem allfälligen Überbehang konterte man mit Traubenteilung. Im Keller wars dann problemlos. Dem kühleren Jahrgang entsprechend präsentieren sich die Weine elegant und fruchtbetont mit pikanter bis rassiger Säure.ps

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2024 Chardonnay Grand Select
Weingut
Wieninger
Wien

Ein Wein von überragender Größe, Steinobst, Grapefruit, Kräuter, Ananas, Vanille, gelbe Früchte, feinst verwoben, perfekt eingesetzte Eiche, vorbildlich, rauchig, cremige Textur, weißes Nougat, hochelegant, vielschichtig, voller Komplexität, subtile Noten, ungemein salzig, wächst mit Luft ins Unermessliche. Ein Chardonnay von internationaler Dimension. Weltklasse!

Weißwein
Chardonnay
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Wieninger
Wien

Ing. Fritz Wieninger
1210 Wien
Stammersdorfer Straße 31

FRITZ WIENINGER – der Großmeister des Wiener Gemischten Satzes – des Rieslings – des Pinot Noirs – des Chardonnays – überhaupt des Wiener Weines. In diesem Weingut gibt es für jeden Weinfreund den Richtigen. Ob Gebietswein, Ortswein oder Lagenwein – wer hier nichts findet, dem ist nicht zu helfen. Es sind immer spannende Weine, die vorwiegend aus Floridsdorf, Stammersdorf und Döbling – überwiegend Nussberger Lagen – kommen. Meine Highlights – Riesling und Gemischter Satz Ried Rosengartl. Es geht wohl kaum mehr besser. Ebenfalls der Gemischte Satz aus der Ried Ulm. Döblinger Gewächse vom Besten. Ried Preussen – ob Grüner Veltliner oder Riesling. Beide sind exorbitant großartig. Mein Herzenswein kommt aus Sievering von der Ried Kaasgraben. Ein engmaschiger, tiefsinniger Grüner Veltliner. Beim 2024 Chardonnay Grand Select gehen bei mir die Pferde durch. Das ist Weltklasse. Diese Weltklasse hat man auch bei Pinot Noir – ob Grand Select oder Nussberg Ried Obere Schoß oder der von der Stammersdorfer Ried Rothen – welcher für mich der King ist. Da applaudieren sogar die Besten Winzer aus dem Mutterland-Burgund. Hinweisen möchte ich auf Wieningers Next – das ist die Spielwiese der Kinder von Fritz Wieninger – nämlich Sophie, Katharina und Max. Da können sie sich austoben und es sind wirklich hervorragende Weine. Die biodynamische Bewirtschaftung der Weingärten ist hier schon längst Standard.

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2025 Riesling Ried Kollmitz Smaragd
Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Sehr elegant, kühl und frisch, ein Korb voller Zitrusfrüchte, Limette, Grapefruits, hell, pikant, grüne Pfirsiche, duftig mit Würze; hohe Eleganz, knackig, supersaftig, feine Struktur, toller Biss, feine Linien, hängt sich richtig an, bildhübsch.

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Die Erfolgsgeschichte dieses noch relativ jungen Wösendorfer Weinguts mag beinahe märchenhaft anmuten, und doch wieder nicht, lernt man die dafür verantwortlichen Persönlichkeiten kennen. Mathias und Hanna Hirtzberger haben ihre Weinhofmeisterei nach steilem Aufstieg innerhalb weniger Jahre in die Spitzengruppe der Wachauer Erzeuger geführt. Das Geburtsjahr der Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger lässt sich mit 2014 festmachen, handelt es sich doch um jenes Jahr, in dem die ersten Weine aus ihren Wösendorfer Weingärten vinifiziert wurden. In den ersten Jahren diente die ehemalige "Weingartenhofmeisterei" des Stiftes St. Florian in Oberösterreich als Stammhaus, wo auch seit damals Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber das exzellente Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger führen. Seit 2019 steht ein modernes, nur wenige 100 Meter vom Stammhaus entferntes Weingut für die gesamte Produktion zur Verfügung. Das Erfolgspärchen Mathias und Hanna Hirtzberger ergänzt sich ideal. Auf der einen Seite arbeiten sie mit Genauigkeit und Akribie, andererseits legen sie aber auch eine kreative Lockerheit an den Tag. Das spiegelt sich auch irgendwie in ihren Weinen wider, die eigenständig und charaktervoll sind und die in den jüngsten Jahren in Sachen Eleganz weiter zugelegt haben. 2025 bezeichnet Mathias Hirtzberger als „superschönes, klassisches Jahr“ mit tollen Säurewerten und „sehr guter Konzentration ohne hohe Zuckerwerte“. Das Jahr war durch einen späten Austrieb und späte Blüte gekennzeichnet, der eher moderate Sommer erlaubte ein gemächliches Voranschreiten der Reife. Etwas Wetterunbill gab es mit einigen Regenfällen im warmen September. Die Lese wurde am 6. Oktober mit einer Teilmenge der Steinfeder eingeläutet und am 30. Oktober beendet. Beim Grünen Veltliner gab es keine Probleme, beim Riesling musste man dafür auf der Hut sein, denn Botrytisinfektionen erfolgten sehr rasch. Die notwendige Selektion veringerte die Menge an Riesling drastisch, aber es hat sich wirklich ausgezahlt. Grüner Veltliner (70 %) und Riesling (30 %) dominieren die gutseigenen Rebflächen, zudem gibt es eine winzige Menge an Muskateller. Erfreulicherweise wird in der Weinhofmeisterei alljährlich der Steinfeder gehuldigt und diese bietet in Gestalt des Stab aus Grüner Veltliner einen vergnügten Einstieg in die Serie. Das Traubenmaterial für das Veltliner Federspiel Treu stellt einen Querschnitt der verschiedenen Lagen in der Ortschaft dar: Die Trauben stammen 2025 zu je einem Drittel aus höher gelegenen Weingärten, Hanglagen und der Ebene. Den Einstieg in die Welt der Veltliner-Smaragde bietet der würzig-fruchtige Greif, der gänzlich aus Hang- und Terrassenlagen aus Postaller, Gaisberg und Kollmütz kommt. Der herzhafte Spitaler Smaragd stammt von den ersten Terrassen am Hangfuß des Ried Kollmitz, wo reiner ockerfarbener Lössboden vorherrscht. In der betriebsinternen Hierarchie an der Spitze steht der wieder sehr präzise, heuer etwas eleganter gebaute Vertreter von der Ried Kollmütz, wo eine Auflage von etwas braunem Löss auf sandigem Boden mit vielen Steinen auf Urgestein (Gneis) besteht. Eleganter Auftakt der Rieslinge ist das filigrane Federspiel Zier, das aus verschiedenen Weingärten in Weißenkirchen stammt. Von den Riesling-Smaragden stellt sich bereits der früher nach der Subriede Bach benannte Vertreter vom Gaisberg aufgrund seiner puristischen Frucht und Rasse als Kleinkunstwerk dar. Übertroffen wird er jedoch von dem aus der höher gelegenen, exponierten Ried Kollmitz mit relativ kargem Boden stammenden Smaragd, der von herausragender Finesse ist.ps

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2023 2023 Blaufränkisch Ried Mariental
Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Beginnt gewohnt kühl und tiefgängig, Maulbeeren, dunkle Weichseln, süß-harziger Unterton, am Gaumen leise, komplexes Fruchtbild, dunkle Aromen wechseln mit markanter Kühle, klar und konturiert, Potenzial für Jahrzehnte.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Das Weingut der Familie Triebaumer hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bäuerlich-philosophischen Gesamtkunstwerk entwickelt, hier verbinden sich Handarbeit, ein tiefes Verständnis für die Natur und ihre komplexen Zusammenhänge sowie klare menschliche Haltung. Vielfalt, Bodenständigkeit und nachvollziehbare Herkunftscharaktere bis hin zu hochgepriesenen Komplexitäten wie Blaufränkisch Mariental zeichnen das Sortiment des Ruster Paradebetriebs aus. Knackig und frisch kann Familie Triebaumer aber auch: Der gewohnt herzhafte Gelbe Muskateller markiert einen trinkwertigen Auftakt bei den Weißweinen. Sauvignon Blanc aus der Ried Vogelsang firmiert als sanft-aromatischer Vogel und der jugendliche Furmint Kristallin markiert eine sympathisch-individuelle Spielart dieser altehrwürdigen Sorte. Bei den Rotweinen gibt es Preis-Leistungs-Kracher wie die aktuelle Tridendron-Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet und Merlot, welche die Reife des Jahrgangs verlockend abbildet, oder den pikanten, sortentypischen Blaufränkisch Ried Gemärk. Das Dreigespann Blaufränkisch-Merlot-Cabernet findet sich in wertiger, dichter Verpackung auch in Form des Maulwurfs, die Trauben der jüngeren Mariental-Anlagen tragen hier zur archetypischen Fruchtausprägung maßgeblich bei, der Blend steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Blaufränkisch ist rote Kernkompetenz im Hause Triebaumer, ein Jahrgangsverschnitt aus 2017/2023/2024 verdeutlicht als Rusterberg den unkomplizierten wie individuellen Zugang der Sorte als Non-Vintage. Apropos Jahrgang: Hier steht im „10 Jahre später“-Programm der 2016er auf der Triebaumer-Weinkarte, ein sehr prägnanter Jahrgang in Rust, der in Form von Blaufränkisch Ried Oberer Wald und Ried Mariental zwei spannende Gewächse aufzuweisen hat. Aktuell überzeugt der 2023er im Premiumbereich mit drei sehr unterschiedlich herausgearbeiteten Blaufränkisch. Der von der Gneis-dominierten Plachen stammende Kristallin vereint die volle Reife von 2023 mit markanter Säurepikanz, Oberer Wald wiederum zeigt die kalkig-kühle Charakteristik der Lage in satte, reife Frucht eingebettet, selbstredend von noblem Tannin gestützt. Ein würdiger Nachfolger seiner selbst ist der Mariental 2023, kühl geprägte Frucht trifft hier auf gewohnt komplexes Würze-Tannin-Spiel und prägnante Säurerasse. Hier reift ein lagerfähiger Klassiker heran, der sich in die Reihe der großen Mariental einreihen dürfte. Es wäre nicht Rust, gäbe es nicht einen edelsüßen Abschluss, heuer als kecken wie tropisch-großzügigen 2024er Ausbruch, der sich zum Verkostungszeitpunkt bereits in Hochform befunden hat. Neu im Sortiment ist ein ambitionierter Brut Nature, aus 2023er Grundweinen nach über drei Jahren auf der Hefe präsentiert sich der klassische flaschenvergorene Sekt mit überzeugender Tiefe und feiner Perlage, mit Flaschenreife könnte er dem 3-Sterne-Niveau entwachsen.

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2023 Grauburgunder Ried Hochstrandl Alte Reben Große Lage Eruption
Weingut
Krispel
Vulkanland Steiermark

Anfangs reduktiv, dann rauchige Würze, viel Pfeffer, geriebene Nüsse, viel Blüten, Hülsenfrucht-Einschübe, sehr dicht; tolle Frucht, herrlich saftig, Marillenschalen, rosa Grapefruits, pikant und gebündelt, stromlinienförmig, elegante wie ausdauernde Länge, großartig.

Weißwein
Pinot Gris (Grauburgunder)
€€€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Krispel
Vulkanland Steiermark

Stefan Krispel
8345 Hof bei Straden
Neusetz 29

Tel. +43 3473 7862
office@krispel.at
www.krispel.at

Der Musterbetrieb der Familie Krispel in Neusetz bei Straden steht auf mehreren Säulen, von denen das 34 Hektar Eigenfläche umfassende Weingut quasi die die flüssige Ursubstanz darstellt. Das Genussgut umfasst aber auch die längst nationale Bekanntheit erlangte Bio-Wollschweinmast und -veredelung, die sich schon seit mehr als 20 Jahren unter der Obhut von Vater Toni Krispel befindet. Höchste Gaumenfreuden verspricht das treffend „Genusstheater“ getaufte Restaurant, das von Chef de Cuisine Daniel Weißer und seinem Team bespielt wird und mittlerweile drei Gault-Millau-Hauben erkocht hat. Dann gibt’s noch die Genusswelt, wo man – selbstständig oder geführt – sich den Themenbereichen Wein und Schwein widmen kann. Nach Restaurantbesuch und Weinkost empfiehlt sich ein Aufenthalt in den gemütlichen gutseigenen Gästezimmern. Unbedingt zu erwähnen sind auch die alljährlich veranstalteten Feste wie Eruptionsfest, kulinarische Themen wie „Krispel & Meer“ sowie die „Vermessung der Sau“. Ein derart umfassendes Genusskonzept umzusetzen bedarf einer fleissigen wie starken Basis, und die wird durch die höchst engagierten und dynamischen Mitglieder der Familie Krispel verkörpert: Toni als Begründer des Guts und Hüter der Wollschweine mit seiner Frau und Chefin der Zahlen Daniela sowie Weinmastermind und Visionär Stefan Krispel mit Julia, Rückgrat des Guts und Organisationsgenie. Seit dem Jahrgang 2023 ist das Weingut biozertifiziert. Dank verschiedener Neubauten, Erweiterungen und Modernisierungen im Laufe der Jahre präsentiert sich das Weingut heute hochmodern und am neuesten Stand der Technik. Photovoltaik und Hackschnitzelheizung decken schon jetzt zwei Drittel des Energiebedarfs ab, Ziel sind 100 Prozent. Im hochmodernen Keller stehen reichlich Pressen und Behältnisse – von Edelstahl über verschiedenartige Holzfässer bis hin zu alternativen Behältern – zum Beispiel Basalt – zur Verfügung. Die wachsende Sektproduktion findet auch zur Gänze im eigenen Weingut statt. Das Sortiment im Weingut Krispel ist in den oberen beiden Segmenten (Ort, Ried) nach dem DAC-System strukturiert. Die Weine aus dem Einstiegssegment werden unter Angabe des generischen Weinbaugebiets Steiermark vermarktet. Ab Ortswein ist dann alles bio-zertifiziert. Die Riedenweine werden nach der 2021 vom renommierten Prüfinstitut LACON implementierten Klassifikation in Lage, Erste Lage und Große Lage eingeteilt. Zu den Rieden-Chardonnays zählen Seindling mit sandigen und tonigen Meeresablagerungen sowie Basalt- und Quarzkiesel und Kaargebirge mit Sand, Ton, Kalk und Schotter. Die Chardonnays vergären und reifen je 12 Monate im kleinen und dann im großen Holzfass. In der Stradener Ried Rosenberg mit plattig geschichteten Tonsegmenten mit hohem Kalkgehalt stehen Gelber Muskateller und Welschriesling, die beide im großen Holz ausgebaut werden, sowie Weißburgunder, bei dem zusätzlich etwas kleines Holz im Spiel ist. Aus westlich ausgerichteten Parzellen in der Ersten Lage Neusetzberg mit Rotlehm aus Muschelkalk kommen Sauvignon Blanc (nur großes Holz) sowie Weiß- und Grauburgunder (große und kleine Fässer); in den südöstlich orientierten Teilen mit Basaltverwitterungsboden, Sand, Ton und Schluff stehen Altanlagen von Sauvignon und Pinot Blanc. Als Große Lage gibt es schließlich noch die ebenfalls mit Basaltverwitterungsboden, Sand, Ton und Schluff versehene Südostlage Hochstrandl – hier stehen alte Weingärten mit Sauvignon Blanc und Grauburgunder, ersterer mit 18-monatiger Lagerung im neutralen Großfass, Pinot Gris mit 24 Monaten Barrique. Als Rarität gibt es den komplexen Basaltwein B1, der nach Spontanvergärung auf den Schalen im großen Holzfass 24 Monate im Basaltsteintrog und anschließend 48 Monate im großen Holzfass verbringt.ps

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2024 Ruster Ausbruch
Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Herrliche Fruchtfülle, kandierte Gelbfrucht, exotischer Fruchtkorb, Papaya und Mango, reichhaltig und sehr samtig, Quitte; kernig, toller Säurebiss, straff, saftige Pikanz, lebhaft und animierend, sehr lang, köstlich.

Süßwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Günter + Regina Triebaumer
7071 Rust
Neuegasse 18

Das Ruster Weingut G(ünter) + R(egina) Triebaumer steht für schillernde Vielfalt, deren Hauptmotiv von bodenständigster Ruster Tradition geprägt ist, bereichert durch vinophile Polyphonie klassischer Weinherkünfte aus aller Welt. Die Entstehungsgeschichte dieses Weinorchesters wurde selbststverständlich durch die Vorgeschichte von Regina und Günter – beide Weinakademiker – maßgeblich geprägt: Sie, einer Golser Winzerfamilie entstammend, gestaltete jahrelang mit in der Weinakademie Österreich, war danach viele Jahre bei einem US-Weinimporteur tätig und schließlich bei Alois Kracher, wo sie beim Aufbau dessen heute renommierten Weinhandels mitwirkte. Er, Sproß einer berühmten Ruster Weinbauerndynastie, die seit 1691 in der Freistadt residierte, machte schon frühzeitig Auslandspraktika, mit Südafrika als Höhepunkt, war danach Vortragender in der Weinakademie Österreich und zudem Mitarbeiter und letzlich Filialleiter bei Wein&Co. Nach ihren beruflichen Extravaganzen übernahmen die beiden 2004 das Familienweingut in Rust. Stolz auf die Ruster Kernkompetenz und zugleich „neugierige Nasen“, schufen sie ein, in seiner ampelographischen Vielfalt einzigartiges, Weinsortiment, in dem Heimat und Fremde ein Zuhause haben. Das Sortiment wurde restrukturiert und über die Jahre durch die Einführung vieler neuer Sorten und Weine bereichert. Dazu gab es einen qualitativen Höhenflug, der den Betrieb bereits vor langem in die burgenländische Elite katapultiert hat und der ungebrochen weiter besteht. Die Weingärten liegen fast zur Gänze in und um Rust – lediglich 1,3 Hektar mit Muskateller stehen in Reginas Heimatgemeinde Gols –, wobei sich die Rebflächen auf viele der Toprieden der Freistadt verteilen. Dazu zählen etwa Geyerumriss, Plachen, und Oberer Wald, aber auch die inzwischen als Monopol bestehende Lage Gillesberg. Im Weißweinbereich gibt es eine starke Präsenz von aromatischen Sorten – neben Muskateller und Sauvignon Blanc wird auch die historische Sorte Furmint kultiviert –, eine wichtige Rolle spielt auch Chardonnay. Im Rotweinsegment dominiert die klassische pannonische Sorte Blaufränkisch, die es in mehreren Kategorien gibt mit den Lagenweinen Oberer Wald und Plachen an der Spitze. Die Liebe zu romanischen – allen voran französischen Edelsorten – wird hier voll ausgelebt: An roten Bordeauxsorten gibt es Cabernet Sauvignon und Franc sowie Merlot, dazu Petit Verdot und Carménère, darüber hinaus Syrah und Tannat sowie Nebbiolo aus dem Piemont und Tempranillo aus Spanien. Die charaktervolle Rotweincuvée namens Weite Welt besteht aus rund zehn Sorten. Weißweinsorten französischer Provenienz gibt es in Gestalt von Viognier aus dem Rhônetal sowie Petit Manseng aus den Pyrenäen. Die Darsteller in diesem experimentellen ampelografischen Spielfeld laufen ab sofort unter Limited Edition. Im Gegensatz zum sehr frühen Jahr 2024, in dem Marillen und Mandeln in der dritten Februarwoche blühten, war 2025 um einen Monat später dran, was sich auch über die weitere Vegetationsperiode fortsetzte. Eine sehr gute Blüte sorgte für gute Erträge. ps

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2024 Gelber Muskateller Ried Satz Ruster Ausbruch
Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kühle, duftige, helle Frucht, Unmengen gelbe Trauben, exotisch, Papaya, Hollerblüten, reich; schmelzig, fast opulent, mundfüllend, herrlich saftig, geht über vor Frucht, feinherbe Begleitung, Riesensäure, hinten Orangen, sehr lang. BURGENLAND

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Günter + Regina Triebaumer
7071 Rust
Neuegasse 18

Das Ruster Weingut G(ünter) + R(egina) Triebaumer steht für schillernde Vielfalt, deren Hauptmotiv von bodenständigster Ruster Tradition geprägt ist, bereichert durch vinophile Polyphonie klassischer Weinherkünfte aus aller Welt. Die Entstehungsgeschichte dieses Weinorchesters wurde selbststverständlich durch die Vorgeschichte von Regina und Günter – beide Weinakademiker – maßgeblich geprägt: Sie, einer Golser Winzerfamilie entstammend, gestaltete jahrelang mit in der Weinakademie Österreich, war danach viele Jahre bei einem US-Weinimporteur tätig und schließlich bei Alois Kracher, wo sie beim Aufbau dessen heute renommierten Weinhandels mitwirkte. Er, Sproß einer berühmten Ruster Weinbauerndynastie, die seit 1691 in der Freistadt residierte, machte schon frühzeitig Auslandspraktika, mit Südafrika als Höhepunkt, war danach Vortragender in der Weinakademie Österreich und zudem Mitarbeiter und letzlich Filialleiter bei Wein&Co. Nach ihren beruflichen Extravaganzen übernahmen die beiden 2004 das Familienweingut in Rust. Stolz auf die Ruster Kernkompetenz und zugleich „neugierige Nasen“, schufen sie ein, in seiner ampelographischen Vielfalt einzigartiges, Weinsortiment, in dem Heimat und Fremde ein Zuhause haben. Das Sortiment wurde restrukturiert und über die Jahre durch die Einführung vieler neuer Sorten und Weine bereichert. Dazu gab es einen qualitativen Höhenflug, der den Betrieb bereits vor langem in die burgenländische Elite katapultiert hat und der ungebrochen weiter besteht. Die Weingärten liegen fast zur Gänze in und um Rust – lediglich 1,3 Hektar mit Muskateller stehen in Reginas Heimatgemeinde Gols –, wobei sich die Rebflächen auf viele der Toprieden der Freistadt verteilen. Dazu zählen etwa Geyerumriss, Plachen, und Oberer Wald, aber auch die inzwischen als Monopol bestehende Lage Gillesberg. Im Weißweinbereich gibt es eine starke Präsenz von aromatischen Sorten – neben Muskateller und Sauvignon Blanc wird auch die historische Sorte Furmint kultiviert –, eine wichtige Rolle spielt auch Chardonnay. Im Rotweinsegment dominiert die klassische pannonische Sorte Blaufränkisch, die es in mehreren Kategorien gibt mit den Lagenweinen Oberer Wald und Plachen an der Spitze. Die Liebe zu romanischen – allen voran französischen Edelsorten – wird hier voll ausgelebt: An roten Bordeauxsorten gibt es Cabernet Sauvignon und Franc sowie Merlot, dazu Petit Verdot und Carménère, darüber hinaus Syrah und Tannat sowie Nebbiolo aus dem Piemont und Tempranillo aus Spanien. Die charaktervolle Rotweincuvée namens Weite Welt besteht aus rund zehn Sorten. Weißweinsorten französischer Provenienz gibt es in Gestalt von Viognier aus dem Rhônetal sowie Petit Manseng aus den Pyrenäen. Die Darsteller in diesem experimentellen ampelografischen Spielfeld laufen ab sofort unter Limited Edition. Im Gegensatz zum sehr frühen Jahr 2024, in dem Marillen und Mandeln in der dritten Februarwoche blühten, war 2025 um einen Monat später dran, was sich auch über die weitere Vegetationsperiode fortsetzte. Eine sehr gute Blüte sorgte für gute Erträge. ps

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -