Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Swingin´Rosé
Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

(CS/ZW) Helles Rosa, Zuckerwatte, Himbeeren, frische Kirschen, Zitrus, Flieder, leicht, schön trocken mit animierender Herbe, knackige Säure, Rosé zu Vorspeisen. Gute Substanz.

Roséwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Gerhard & Brigitte Schaller
7141 Podersdorf am See
Frauenkirchner Straße 20

Hier entstehen Weißweine, Roséweine, Schaumweine voller Schwung, Leichtigkeit und Verve. Kräftige, elegante Rotweine. Neu ist alkoholfrei Swingin´Zero – ein hervorragendes Produkt. Das wäre die Kurzversion dieses so sympathischen Weingutes. Die Langversion heißt: Die Weine verkosten – das ist ein höchst vergnügliches Unterfangen. Swingin´White, Swingin´Rosé, Welschriesling, Grüner Veltliner – da geht einem das Herz auf. Die Rotweine verfügen über eine beachtliche Substanz: 2023 Patfalu, 2024 Heideboden (ich gestehe, der ist mein persönlicher Favorit). 2021 Zweigelt Uferlos und 2021 St. Laurent Uferlos – beide sind absolute Premiumprodukte. Wobei der St. Laurent um einen Tick vorne liegt. Ich könnte noch viel erzählen. Doch diese Lobhudelei sollte jetzt enden. Man schaue sich die Weine an, dann kann man nachvollziehen, was ich beim Verkosten der Schaller Weine empfinde.

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2025 Grüner Veltliner Ried Pointen Steinfeder
Weingut
Gallhofer
Wachau

Zitronengras, Melisse, Hülsenfrüchte, grüne Äpfel; zartgliedrig konturiert, frisch, lebhaft, leicht und beschwingt, die kernige Säure verleiht dem Wein Verve und Rasse.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gallhofer
Wachau

Familie Gallhofer
3602 Rossatz
Rührsdorf 8

Tel. +43 664 9982813
rmg@gmx.at
www.weinbau-gallhofer.com

Die südliche Seite Donauseite der Wachau wird unter Weinliebhabern immer wieder häufig unterschätzt, und das ist jammerschade. Denn in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Situation – nicht zuletzt, ob des auch hier spürbaren Klimawandels – entscheidend verändert. Heute hat sich die Zahl jener Betriebe, die mit herausragenden Weinen aufwarten, deutlich erhöht, was nicht zuletzt einer wachsenden Zahl von gut ausgebildeten Jungwinzern zu verdanken ist, die ihre Lehrjahre mit diversen Auslandspraktika vervollständigen. Markus Gallhofer, Klosterneuburg-Absolvent mit Praxismonaten an der Mosel und ganze 27 Jahre jung, zählt sicher zu ihnen. Er leitet zusammen mit Stefan, seinem Bruder, sowie den Eltern Matthias und Renate den Betrieb im Herzstück der Wachau, gegenüber von Weissenkirchen. Beliebt und bekannt ist die Familie auch ob ihres viermal im Jahr geöffneten Heurigen. Die Familie Gallhofer bewirtschaftet einige besondere Lagen, wie zum Beispiel die lössig tiefgründige Ried Zanzl mit verwittertem Gestein im Untergrund, sowie die Ried Kreuzberg mit Urgesteinsböden und spärlicher Oberbodenauflage. Aus Letzterer kommen zwei Sortenvertreter vom Grünen Veltliner. Erstere – jeweils ein 2025er Federspiel und ein Smaragd aus 2024 – brillieren neben ihrer typischen Veltlinerwürze auch mit der dunklen gesteinsmehligen Mineralität der Lage. Noch eine Nasenlänge weiter vorn liegt freilich heuer der 2024er Riesling aus der Ried Zanzl, dessen Facettenreichtum und tiefgründige Frucht seinesgleichen sucht. Der nach Hollerbusch und roten Rosen duftende Muskat-Ottonel rundet das kleine, aber feine Angebot ab; vom Weißburgunder gab es dieses Mal eine zu kleine Erntemenge – er sollte nächstes Jahr wieder im Sortiment aufscheinen.

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2025 Gelber Muskateller
Weingut
Hagen
Kremstal

Dezenter Auftritt mit gelben Rosen, Holunderblüten und dem Biss in grüne Muskattrauben; feingliedrig angelegt, leichtfüßig, geradlinig.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Hagen
Kremstal

Lukas Hagen
3500 Krems an der Donau
Seilerweg 45

Lukas Hagen, der Junior, macht – zusammen mit den Eltern Anton und Ulli – Jahr für Jahr Weißweine von Rang und Namen. Dass ihnen das heuer, speziell bei den Rieslingen, deren Ernte in eine anhaltende Regenperiode fiel, so gut gelungen ist, hängt in erster Linie von der peniblen Weingartenarbeit ab, bei der mittels rigoroser Traubenselektion ein Großteil des Leseguts erheblich reduziert wurde. Zweifellos liegt es aber auch an den großartigen Rieden, die man im Kremstal zur Verfügung hat. Sandgrube, Holzgasse, Weinzierlberg, alle in Donaunähe gelegen, profitieren vom pannonischen Einfluss und dem Feuchtigkeitsversorger Donau. Die im eigentlichen Kremstal liegenden Rieden wie Thurnerberg, Kremsleithen oder der Rehberger Goldberg werden hingegen von den kühlwürzigen Luftmassen des Waldviertels beeinflusst. Und wo die Letztgenannten durch die Bank karge, steinige Bodenschichten aufweisen, bestehen die Rieden an der Donau in erster Linie aus Sand- und Lössböden. Neu ist, dass ab dem aktuellen Jahrgang die drei Topweine des Hauses erst mit einem Jahr Verspätung auf den Markt kommen. Der 2024er Grüne Veltliner Alte Reben, den wir im Vorjahr nur „angekostet“ haben, steht heuer in der Angebotsliste. Die beiden Reserven – Riesling Altenburg und Weißburgunder – sind mit dem Jahrgang 2025 erst im nächsten Jahr im Portfolio. Vor allem der Riesling, der sich heuer noch etwas schüchtern, aber auch vielversprechend gibt, wird von dieser Entscheidung in besonders hohem Maße profitieren. Dass einem kraftvollen weißen Burgunder ein zusätzliches Reifejahr ebenfalls gut bekommt, liegt ohnehin auf der Hand.

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2025 Swingin´White
Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

(WR/GV/GM) Frischer Apfel, Birnen, Zitrusschale, ein Hauch Pfeffer, leicht und trocken, beschwingt, feine Würze, pikante Noten. Der swingt am Gaumen und macht Lust auf das Burgenland.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Gerhard & Brigitte Schaller
7141 Podersdorf am See
Frauenkirchner Straße 20

Hier entstehen Weißweine, Roséweine, Schaumweine voller Schwung, Leichtigkeit und Verve. Kräftige, elegante Rotweine. Neu ist alkoholfrei Swingin´Zero – ein hervorragendes Produkt. Das wäre die Kurzversion dieses so sympathischen Weingutes. Die Langversion heißt: Die Weine verkosten – das ist ein höchst vergnügliches Unterfangen. Swingin´White, Swingin´Rosé, Welschriesling, Grüner Veltliner – da geht einem das Herz auf. Die Rotweine verfügen über eine beachtliche Substanz: 2023 Patfalu, 2024 Heideboden (ich gestehe, der ist mein persönlicher Favorit). 2021 Zweigelt Uferlos und 2021 St. Laurent Uferlos – beide sind absolute Premiumprodukte. Wobei der St. Laurent um einen Tick vorne liegt. Ich könnte noch viel erzählen. Doch diese Lobhudelei sollte jetzt enden. Man schaue sich die Weine an, dann kann man nachvollziehen, was ich beim Verkosten der Schaller Weine empfinde.

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2025 Grüner Veltliner Ried Zanzl Federspiel
Weingut
Gallhofer
Wachau

Dezenter Duft nach Heuschober, Schwarztee und gelben Früchten, auch der Pfefferstreuer kommt zu Wort; wartet mit einiger Substanz auf, zitrusorientierte Mitte, moderate Säurepikanz, sehr saftig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gallhofer
Wachau

Familie Gallhofer
3602 Rossatz
Rührsdorf 8

Tel. +43 664 9982813
rmg@gmx.at
www.weinbau-gallhofer.com

Die südliche Seite Donauseite der Wachau wird unter Weinliebhabern immer wieder häufig unterschätzt, und das ist jammerschade. Denn in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Situation – nicht zuletzt, ob des auch hier spürbaren Klimawandels – entscheidend verändert. Heute hat sich die Zahl jener Betriebe, die mit herausragenden Weinen aufwarten, deutlich erhöht, was nicht zuletzt einer wachsenden Zahl von gut ausgebildeten Jungwinzern zu verdanken ist, die ihre Lehrjahre mit diversen Auslandspraktika vervollständigen. Markus Gallhofer, Klosterneuburg-Absolvent mit Praxismonaten an der Mosel und ganze 27 Jahre jung, zählt sicher zu ihnen. Er leitet zusammen mit Stefan, seinem Bruder, sowie den Eltern Matthias und Renate den Betrieb im Herzstück der Wachau, gegenüber von Weissenkirchen. Beliebt und bekannt ist die Familie auch ob ihres viermal im Jahr geöffneten Heurigen. Die Familie Gallhofer bewirtschaftet einige besondere Lagen, wie zum Beispiel die lössig tiefgründige Ried Zanzl mit verwittertem Gestein im Untergrund, sowie die Ried Kreuzberg mit Urgesteinsböden und spärlicher Oberbodenauflage. Aus Letzterer kommen zwei Sortenvertreter vom Grünen Veltliner. Erstere – jeweils ein 2025er Federspiel und ein Smaragd aus 2024 – brillieren neben ihrer typischen Veltlinerwürze auch mit der dunklen gesteinsmehligen Mineralität der Lage. Noch eine Nasenlänge weiter vorn liegt freilich heuer der 2024er Riesling aus der Ried Zanzl, dessen Facettenreichtum und tiefgründige Frucht seinesgleichen sucht. Der nach Hollerbusch und roten Rosen duftende Muskat-Ottonel rundet das kleine, aber feine Angebot ab; vom Weißburgunder gab es dieses Mal eine zu kleine Erntemenge – er sollte nächstes Jahr wieder im Sortiment aufscheinen.

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2025 Grüner Veltliner Klassik
Weingut
Benedikt
Wagram

Klare pfefferwürzige Nase, gelber Apfel, ruhig und gelassen, unkomplizierter trinkfreudiger Wein mit Leichtigkeit, Grüner Tee, gelber Apfel, Sommerwein.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Benedikt
Wagram

Ing. Wolfgang Benedikt
3470 Kirchberg am Wagram
Mallon 26

Tel. +43 676 6362490
Fax. +43 2279 2475-15
office@benedikt.cc
www.benedikt.cc

Die Wurzeln des Weinguts Benedikt reichen bis ins Jahr 1778 zurück. Was einst als gemischte Landwirtschaft begann, hat sich über Generationen zu einem qualitätsorientierten Weinbaubetrieb entwickelt. Heute steht nachhaltiges Arbeiten im Mittelpunkt. Für die vitale Entwicklung der Weingärten ist Kristina Benedikt verantwortlich. Mit Klee, Kräutern und einer gezielten Begrünung fördert sie die Biodiversität und stärkt das natürliche Gleichgewicht in den Weingärten. Dieser achtsame Umgang mit der Natur ist ein zentraler Bestandteil der Philosophie des Hauses. Mit den Rieden Fuchsberg und Kirchensteig hat das Weingut zwei hervorragende Lagen für den Roten Veltliner hinzugewonnen. Noch werden die jungen Rebanlagen als Rieden-Cuvée vinifiziert, doch schon jetzt zeigen sie sich frisch, lebendig und voller Potenzial. Die Grünen Veltliner stammen unter anderem aus den Rieden Scheiben, Schafflerberg und Goldberg. Auf Löss- und Gesteinsböden gewachsen, werden die Weine zunächst im Stahltank vergoren und anschließend auf der Vollhefe in großen Fässern aus Eiche und Akazie ausgebaut. Die Rieden Schafflerberg und Goldberg reifen in 1.700-Liter-Fässern, während die Reserve-Weine teilweise zusätzlich im kleinen Holzfass veredelt werden. Besonders hervorzuheben ist der Grüne Veltliner Ried Goldberg Große Reserve. Der behutsame Holzeinsatz verleiht ihm Struktur und Tiefe, ohne die Herkunft zu überdecken. Überhaupt strahlen die Weine des Hauses eine bemerkenswerte innere Ruhe aus. Nichts drängt sich in den Vordergrund, alles wirkt harmonisch und präzise ausbalanciert. Die Weine sind angekommen – ebenso wie ihr Winzer. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich wie aus einem Guss. Manche Weine zeigen zu Beginn eine feine Reduktion, wirken jedoch stets ruhig, kompakt und hervorragend strukturiert. Die Frucht ist präzise dosiert, nie laut, immer elegant. Gute Länge und spürbare Tiefe ziehen sich durch das gesamte Sortiment. Meine persönlichen Highlights sind der Grüne Veltliner Ried Schafflerberg 2025 und der Rote Veltliner Wagram 2025. Beide bringen Rebsorte und Herkunft auf besonders authentische und eindrucksvolle Weise ins Glas.

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2025 Welschriesling
Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Duftig, frisch, leicht, grüner Apfel, lebendig, Wiesenkräuter, Birnentouch, ist der gut, spritzige Säure, voller Optimismus, sprüht vor Leben, da ist lustvolles Trinken angesagt. Ein feingliedriger Welschriesling mit der Kühle des Sees.

Weißwein
Welschriesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Gerhard & Brigitte Schaller
7141 Podersdorf am See
Frauenkirchner Straße 20

Hier entstehen Weißweine, Roséweine, Schaumweine voller Schwung, Leichtigkeit und Verve. Kräftige, elegante Rotweine. Neu ist alkoholfrei Swingin´Zero – ein hervorragendes Produkt. Das wäre die Kurzversion dieses so sympathischen Weingutes. Die Langversion heißt: Die Weine verkosten – das ist ein höchst vergnügliches Unterfangen. Swingin´White, Swingin´Rosé, Welschriesling, Grüner Veltliner – da geht einem das Herz auf. Die Rotweine verfügen über eine beachtliche Substanz: 2023 Patfalu, 2024 Heideboden (ich gestehe, der ist mein persönlicher Favorit). 2021 Zweigelt Uferlos und 2021 St. Laurent Uferlos – beide sind absolute Premiumprodukte. Wobei der St. Laurent um einen Tick vorne liegt. Ich könnte noch viel erzählen. Doch diese Lobhudelei sollte jetzt enden. Man schaue sich die Weine an, dann kann man nachvollziehen, was ich beim Verkosten der Schaller Weine empfinde.

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2025 Grüner Veltliner
Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Feinwürziges Bukett, knackig frisch am Gaumen, feines Würzespiel, Apfel, gelbfruchtig, viel Biss, feine Fruchtigkeit.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Franz Schindler
7072 Mörbisch am See
Neustiftgasse 6

Mit der kräftigen Rotweinstilistik in Bordeaux-Referenz und markanter Holzprägung zählt Ferry Schindler weit über die Grenzen zu den anerkanntesten Adressen im Lande. Die bordelaiser Vorliebe ist bereits im weißen Bereich eindeutig feststellbar. Die auf Chardonnay basierende Topcuvée d’Argent zeigt sich in saftiger Fruchtentfaltung in kräftiger Stilistik und dosiertem Holzeinsatz, ohne jedoch die Fruchtbalance außer Acht zu lassen. Das Hauptaugenmerk und die Passion wird auf die Rotweinlinie gelegt. Hier wird verstärkt auf den sortenreinen Ausbau Wert gelegt, was sich in der Klassiklinie von Zweigelt und Blaufränkisch vorzüglich artikuliert. Die Blaufränkisch Selection zeigt sich sortentypisch in dunkler Fruchtklarheit und Würzepikanz, der Zweigelt Ried Satz betont die fruchtcharmanten Vorzüge dieser Rebsorte mit viel vitaler Fruchtfrische in samtiger Fülle. Ein Fixstarter in der Premiumlinie mit höchstem Trinkgenuss ist der Blaufränkisch von der Ried Lehmgrube. Entsprechend des Terroirnamens ist dieses stets kraftvolle Weinmonument in seiner Stilistik in den letzten Jahren mit mehr feinen Nuancen ausgestattet worden. Dies harmonisiert den Wein, der stets eine markante Fruchtfülle besitzt, zu der die unterlegte Holzprägung einen sehr ausgewogenen und feineren Gesamtausdruck beiträgt. Als Fixstarter für höchste Auszeichnungen ist in den letzten Jahren der Merlot als eine sichere Bank einzustufen. Der Hitzejahrgang 2022 hat diesem vom Osthang mit schottrigen Boden stammenden Merlot eine optimale Fruchtreife ermöglicht, sodass die aktuelle Version mit viel Fruchtfülle und Tiefe als ein großes Gewächs zu bezeichnen ist. Der Primus inter Pares ist die hochdekorierte Bordeaux-Cuvée Grand Cuvée d’Or. Die genaue Sortenzusammenstellung dieser Cuvée wird diesmal nicht preisgegeben, doch zeigt diese im juvenilem Stadium mit bester Strukturierung und mit viel schwarzer Fruchtpräsenz, Kraft und Fülle bereits ihre Vorzüge, die sie zu einem vorzüglichen Vin de Garde heranreifen lassen wird.

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2025 Rosé
Weingut
Gilg
Weinviertel

Duftige Waldbeeren, Kirschsorbet; cremige Pikanz, Kräuterwürze; frische rote Beeren, Cassis und kühle rote Schote, saftige Fruchtsäure, saftig animierend.

Roséwein
Blauburger
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gilg
Weinviertel

Gilg
2102 Hagenbrunn
Haupstraße 64

Tel. +43 2262 672781
weingut@gilg.at
www.gilg.at

Das Weingut Gilg in Hagenbrunn bewirtschaftet eine Rebfläche von 10 Hektar mit großer Sortenvielfalt. Der Jahrgang 2025 war für die Familie Gilg besonders erfreulich. Die kühle Witterung im Sommer sorgten für eine perfekte physiologische Reife mit idealem Zuckergehalt, dadurch präsentieren sich alle Weine mit ausgeprägt sortentypischer Frucht und Klarheit. Besonders die Raritäten Gelber Traminer und Roter Veltliner können wie jedes Jahr überzeugen. Die elegante Säure und der moderate Alkohol garantieren höchsten Trinkgenuss. Bei den Reserve-Weinen sind aktuell sowohl in Weiß als auch Rot die Top-Jahrgänge 2023 und 2024 verfügbar.

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2025 Gemischter Satz
Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Sehr frisch und aromatisch, viel aromatische Würze; animierend und rassig, lebhaft, leichtgewichtig wie spritzig, viel Zitrus, Mandarine, auch grasige Noten, kräuterfrischer Sommerwein.

Weißwein
Gemischter Satz
€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Leo Aumann
2512 Tribuswinkel
Oberwaltersdorfer Straße 105

Tel. +43 2252 80502
office@aumann.at
www.aumann.at

Wer bei Winzer Leo Aumann einkehrt, denkt zu allererst an Rotwein und im Besonderen an den Harterberg – sein Signature Wein aus Merlot, Cabernet Sauvignon und einem Schuss Zweigelt. Die Prise Zweigelt ist dem Winzer wichtig und rundet die Cuvée mit den klassischen Bordeaux-Rebsorten samtig ab. Schon seit dem Jahr 1997 macht Aumann sein Aushängeschild. Seit langer Zeit gibt es aus der Großlage in der Nähe von Baden bei Wien auch einen Harterberg Merlot. Beide Harterberg Weine, aktuell ist der Jahrgang 2023, baut der Winzer in neuen 225-Liter-Barriques aus, wodurch die Weine in ihrer Jugend noch ein bisschen ruppig wirken. Das verfliegt aber mit ausreichend Belüftung vorm Genießen und zunehmender Flaschenreife. Bei seinen Premium Rotweinen mag Aumann das Spiel mit dem Holz. Daher lässt er auch seine Riedenweine im neuen Fass reifen, wenngleich er für seine Burgunder 1ÖTW-Lagen, den Pinot Noir Bockfuss und den St. Laurent Ronald 500-Liter-Gebinde mit leichtem Toasting verwendet. Auch Aumanns sortenreinen Roten Reserven gönnt er das Atmen im 500er-Fass. Abseits von Aumanns roten Spitzen sollte man nicht vergessen: Rund die Hälfte seiner Weingärten und seines Weinprogramms sind Weiß geprägt – und diese Weißen sollte man nicht außer Acht lassen. Aumann hat dabei eine attraktive Palette aus den Thermenregion-Sortenspezialitäten Rotgipfler und Zierfandler, die durch den Chardonnay ergänzt wird. Beim Chardonnay reicht das Angebot vom Badener Berg über die Reserve bis zur Ersten Lage aus der Ried Bockfuss. Den Rotgipfler vinifiziert Aumann von drei unterschiedlichen Ersten Lagen: Der Rotgipfler aus der Ried Flamming 2025 in Baden ist Großteils im Stahltank ausgebaut und der kernigste, trockenste. Der Wein aus der Ried Rodauner in Gumpoldskirchen wirkt etwas fülliger und geschmeidiger. Der Rotgipfler aus der Badener Ried Wiege hat schon ein Jahr Vorsprung, ist aus 2024 und in 500er-Liter neuen Fässern ausgebaut. Eine attraktive Fülle zeigen auch die beiden Zierfandler von Aumann – aus der Hofbreite in Gumpoldskirchen und aus der Ersten Lage Bockfuss in Baden. Egal wie man es dreht und wendet: Bei Aumann in Tribuswinkel ist man in Rot-Weiß-Rot gut aufgehoben.

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2025 Grüner Veltliner
Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Frischer Apfel, Birne, Zitrus, knackige Säure, Pfefferwürze, Orangenzesten, feine Frucht, elegant, klare Strukturen, ein so richtig attraktiver Grüner Veltliner vom Neusiedlersee.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Gerhard & Brigitte Schaller
7141 Podersdorf am See
Frauenkirchner Straße 20

Hier entstehen Weißweine, Roséweine, Schaumweine voller Schwung, Leichtigkeit und Verve. Kräftige, elegante Rotweine. Neu ist alkoholfrei Swingin´Zero – ein hervorragendes Produkt. Das wäre die Kurzversion dieses so sympathischen Weingutes. Die Langversion heißt: Die Weine verkosten – das ist ein höchst vergnügliches Unterfangen. Swingin´White, Swingin´Rosé, Welschriesling, Grüner Veltliner – da geht einem das Herz auf. Die Rotweine verfügen über eine beachtliche Substanz: 2023 Patfalu, 2024 Heideboden (ich gestehe, der ist mein persönlicher Favorit). 2021 Zweigelt Uferlos und 2021 St. Laurent Uferlos – beide sind absolute Premiumprodukte. Wobei der St. Laurent um einen Tick vorne liegt. Ich könnte noch viel erzählen. Doch diese Lobhudelei sollte jetzt enden. Man schaue sich die Weine an, dann kann man nachvollziehen, was ich beim Verkosten der Schaller Weine empfinde.

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2025 Blauer Wildbacher Weiß der fruchtige Begleiter
Schilcherei®
Jöbstl
Weststeiermark

Zart, weiße Johannisbeeren, Cassislaub, Hauch Stachelbeeren; saftig, viel Frucht, zugängliche Säure, trinkanimierend.

Roséwein
Blauer Wildbacher
€€
Schraubverschluss

Schilcherei®
Jöbstl
Weststeiermark

Hannes und Luise Jöbstl
8551 Wernersdorf bei Wies
Am Schilcherberg 1

Tel. +43 3466 43210
info@joebstl.eu
www.joebstl.eu/shop

Seit dem 17. Jahrhundert widmet sich die Familie Jöbstl der Landwirtschaft an den Ausläufern der Koralpe. Der Großvater hat konsequent auf Obstbau umgestellt, und so ist es noch heute. Die Familie fühlt sich eng mit ihrem Lebensraum verbunden. „Als Winzer bin ich Begleiter der Traube – von der Blüte bis zum Wein“, so Hannes Jöbstl im O-Ton. Die Bewirtschaftung richtet sich nach den Regeln des Integrierten Pflanzenschutzes. Das bedeutet Förderung von Nützlingen, Einsatz von Pheromonen zur Bekämpfung von Schädlingen und weitestgehender Verzicht auf Mineraldünger. Rund 95 Prozent der Produkte sind vegan. Angebaut werden die meisten gängigen Rebsorten der Weststeiermark. Die große Liebe gilt dem Blauen Wildbacher. Nicht von ungefähr nennen Hannes und seine Frau Luise ihren Betrieb „Schilcherei“. Sie keltern buchstäblich alles, was sich aus der Blauen Wildbacherrebe keltern lässt, vom Weißgepressten über Sekt und Frizzante bis zu Rotwein und Süßweinen. Neu auf den Rückenetiketten sind Zusatzbezeichnungen als Orientierungshilfe. Die gesamte Serie präsentiert sich ausgesprochen lebendig und fruchtbetont, die Rebsorten sind blind zu erkennen, selbst im Gleichgepressten kommt der Blaue Wildbacher durch. Primus unter den Schilchern ist heuer jener aus der Ried Krass, die Zusatzbezeichnung Luises Liebling ist nachvollziehbar. Das Weingut lädt zu Verkostungen, zu Firmen- und Familienfesten, begleitet Hochzeiten, vermittelt das Flair des Schilcherlandes. Für drei Campingbusse wurden Abstellplätze geschaffen, die für bis zu 24 Stunden frei genutzt werden dürfen.

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2025 Grüner Veltliner Privatfüllung Federspiel
Weingut
Gallhofer
Wachau

Appetitanregende Nase, grüne und gelbe Äpfel, Rhabarber, Teegebäck, Spargelspitzen; cremige Textur trotz ordentlicher Säure, bleibt ab der Mitte zitrusfruchtig, klar gegliedert, sehr trocken und trinkanimierend.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gallhofer
Wachau

Familie Gallhofer
3602 Rossatz
Rührsdorf 8

Tel. +43 664 9982813
rmg@gmx.at
www.weinbau-gallhofer.com

Die südliche Seite Donauseite der Wachau wird unter Weinliebhabern immer wieder häufig unterschätzt, und das ist jammerschade. Denn in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Situation – nicht zuletzt, ob des auch hier spürbaren Klimawandels – entscheidend verändert. Heute hat sich die Zahl jener Betriebe, die mit herausragenden Weinen aufwarten, deutlich erhöht, was nicht zuletzt einer wachsenden Zahl von gut ausgebildeten Jungwinzern zu verdanken ist, die ihre Lehrjahre mit diversen Auslandspraktika vervollständigen. Markus Gallhofer, Klosterneuburg-Absolvent mit Praxismonaten an der Mosel und ganze 27 Jahre jung, zählt sicher zu ihnen. Er leitet zusammen mit Stefan, seinem Bruder, sowie den Eltern Matthias und Renate den Betrieb im Herzstück der Wachau, gegenüber von Weissenkirchen. Beliebt und bekannt ist die Familie auch ob ihres viermal im Jahr geöffneten Heurigen. Die Familie Gallhofer bewirtschaftet einige besondere Lagen, wie zum Beispiel die lössig tiefgründige Ried Zanzl mit verwittertem Gestein im Untergrund, sowie die Ried Kreuzberg mit Urgesteinsböden und spärlicher Oberbodenauflage. Aus Letzterer kommen zwei Sortenvertreter vom Grünen Veltliner. Erstere – jeweils ein 2025er Federspiel und ein Smaragd aus 2024 – brillieren neben ihrer typischen Veltlinerwürze auch mit der dunklen gesteinsmehligen Mineralität der Lage. Noch eine Nasenlänge weiter vorn liegt freilich heuer der 2024er Riesling aus der Ried Zanzl, dessen Facettenreichtum und tiefgründige Frucht seinesgleichen sucht. Der nach Hollerbusch und roten Rosen duftende Muskat-Ottonel rundet das kleine, aber feine Angebot ab; vom Weißburgunder gab es dieses Mal eine zu kleine Erntemenge – er sollte nächstes Jahr wieder im Sortiment aufscheinen.

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2025 Grüner Veltliner
Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Frisch und elegant-duftig, frische Kamille, feine Pfefferwürze, Blüten, helles Kernobst; knackig, frische Limettenschalen, straff, lebhaft, hinten zarter.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Philipp Grassl
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 4

Die Herkunft Carnuntum verfügt über eine beachtliche Dichte an ausgezeichneten Weingütern, darunter sind auch ein paar der besten Betriebe Österreichs – wie jenes von Philipp und Angelika Grassel. In der Selbstbeschreibung „ein mittelkleiner Familienbetrieb in dritter Generation … inmitten von Göttlesbrunn“ – „einem ganz unaufgeregten Ort in einer unaufgeregten Gegend“, handelt es sich tatsächlich um einen Musterbetrieb, der nicht nur über beeindruckende Rotweinkompetenz verfügt, sondern auch Weißweine von beeindruckender Qualität macht. Das Rezept ist denkbar einfach : Ein konstant hohes Qualitätslevel über Jahrzehnte sowie durch alle Kategorien. Darüber hinaus sind die Grassl’schen Weine trefflicher Beweis dafür, dass Komplexität und Hedonismus bestens in vinophiler Kohabitation leben können. Obwohl die Weine aus Weingut ihre Herkunft stets vorbildlich vermitteln, bestechen sie doch durch eine eigenständige Stilistik: Bemerkenswert ist die in diesem sonnenverwöhnten Gebiet nicht überall selbstverständliche Eleganz und Transparenz der hiesigen Weine, die darüber hinaus über tolle Balance und unprätentiöses Auftreten sowie ausgeprägter Sorten- und Bodencharakter verfügen. Das Weinsortiment gliedert sich in Gebiets-, Orts- und Lagenweine – das gilt für alle jene Weine, die sortenmäßig in die DAC Carnuntum hineinpassen. Jene Sorten bzw. Cuvées, die dort nicht inkludiert sind, finden sich in der Gruppe Superweine – ein Sammelsurium an Sorten und Kategorien reichend von Aromatikern und Alte-Reben-Welschriesling über pinke und burgundische Delikatessen bis hin zum Kultwein Reserve (ehemals Bärnreiser Reserve). Bei der Verarbeitung setzt Philipp Grassl ganz auf Ganztraubenpressung, unter anderem, um Gerbstoffeinträge zu vermeiden, die in Zeiten des Klimawandels an Aktualität gewinnen. Es wird spontan vergoren und auf Zusätze wie Enzyme verzichtet, die Schwefelwerte sind sehr niedrig angesetzt. Es wird bereits seit Jahren überwiegend nach biologischen und biodynamischen Grundsätzen gearbeitet, auch die letzten Umstellungsflächen sollen in den nächsten zwei Jahren biologisch zertifiziert sein. Handlese ist selbstverständlich, im etwas späteren Jahr 2025 startete man mit der Lese am 4. September, die Top-Rotweintrauben wurden im Oktober hereingebracht. Die Traubenqualität wird streng überwacht: Neben der visuellen Selektion bei der Ernte kommt auch eine optische Sortieranlage zum Einsatz. Obwohl mengenmäßig in der Minderheit, wird den weißen Sorten ebenso viel Aufmerksamkeit gewidmet wie den roten: Die preiswerten Klassikweine präsentieren sich stets als glockenklare Sortenvertreter mit Trinkanimo. Mit dem Einzellagen-Chardonnay vom Rothenberg hat Grassl einen vielschichtigen, mineralischen Vertreter ins Sortiment aufgenommen. Seit einigen Jahren gibt es einen Charakterwein in Weiß in Gestalt des Welschriesling Alte Reben aus der Riede Neuberg mit tonig-fettem Boden. Dieser zählt alljährlich nicht nur zu den herausragendsten Sortenvertretern, sondern zu den Top-Weißweinen Österreichs – wobei der aktuelle 2024er etwas cremiger und schmelziger als der Vorgänger ist. Bei den Rotweinen dominiert der Lokalmatador Zweigelt, gefolgt von der Charaktersorte St. Laurent. Neben eleganten, fruchtbetonten Varianten mit wohldosiertem Gerbstoffgerüst gibt es von den Rotweinklassikern auch Premiumweine in Gestalt der St. Laurent Reserve und des Lagen-Zweigelt aus der Riede Schüttenberg. Blau-fränkisch ist reinsortig durch den Ortswein Prellenkirchen vertreten. Besonderen Status haben die Rotweincuvées im Hause Grassl: Der Ortswein Neuberg Göttlesbrunn zählt zu den herausragenden Rotweinen im mittleren Preissegment. Die aktuelle Lagen-Cuvée Bärnreiser aus 2024 braucht noch Zeit, hat aber tolle Anlagen und der 5. Stern dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Die herausragende Reserve stammt aus 2023. ps

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2025 Chardonnay Badener Berg
Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Waldbodennoten, moosig, dezent nach Kräuterpilzen, zarte Röstung; charmant und zugänglich, Vanilleanklänge, weiße Schokonoten, gute Fruchtfülle, Maracuja und rosa Grapefruits, straffes, kalkiges Finish.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Leo Aumann
2512 Tribuswinkel
Oberwaltersdorfer Straße 105

Tel. +43 2252 80502
office@aumann.at
www.aumann.at

Wer bei Winzer Leo Aumann einkehrt, denkt zu allererst an Rotwein und im Besonderen an den Harterberg – sein Signature Wein aus Merlot, Cabernet Sauvignon und einem Schuss Zweigelt. Die Prise Zweigelt ist dem Winzer wichtig und rundet die Cuvée mit den klassischen Bordeaux-Rebsorten samtig ab. Schon seit dem Jahr 1997 macht Aumann sein Aushängeschild. Seit langer Zeit gibt es aus der Großlage in der Nähe von Baden bei Wien auch einen Harterberg Merlot. Beide Harterberg Weine, aktuell ist der Jahrgang 2023, baut der Winzer in neuen 225-Liter-Barriques aus, wodurch die Weine in ihrer Jugend noch ein bisschen ruppig wirken. Das verfliegt aber mit ausreichend Belüftung vorm Genießen und zunehmender Flaschenreife. Bei seinen Premium Rotweinen mag Aumann das Spiel mit dem Holz. Daher lässt er auch seine Riedenweine im neuen Fass reifen, wenngleich er für seine Burgunder 1ÖTW-Lagen, den Pinot Noir Bockfuss und den St. Laurent Ronald 500-Liter-Gebinde mit leichtem Toasting verwendet. Auch Aumanns sortenreinen Roten Reserven gönnt er das Atmen im 500er-Fass. Abseits von Aumanns roten Spitzen sollte man nicht vergessen: Rund die Hälfte seiner Weingärten und seines Weinprogramms sind Weiß geprägt – und diese Weißen sollte man nicht außer Acht lassen. Aumann hat dabei eine attraktive Palette aus den Thermenregion-Sortenspezialitäten Rotgipfler und Zierfandler, die durch den Chardonnay ergänzt wird. Beim Chardonnay reicht das Angebot vom Badener Berg über die Reserve bis zur Ersten Lage aus der Ried Bockfuss. Den Rotgipfler vinifiziert Aumann von drei unterschiedlichen Ersten Lagen: Der Rotgipfler aus der Ried Flamming 2025 in Baden ist Großteils im Stahltank ausgebaut und der kernigste, trockenste. Der Wein aus der Ried Rodauner in Gumpoldskirchen wirkt etwas fülliger und geschmeidiger. Der Rotgipfler aus der Badener Ried Wiege hat schon ein Jahr Vorsprung, ist aus 2024 und in 500er-Liter neuen Fässern ausgebaut. Eine attraktive Fülle zeigen auch die beiden Zierfandler von Aumann – aus der Hofbreite in Gumpoldskirchen und aus der Ersten Lage Bockfuss in Baden. Egal wie man es dreht und wendet: Bei Aumann in Tribuswinkel ist man in Rot-Weiß-Rot gut aufgehoben.

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2024 Swingin´Red
Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

(SL/ZW/CS) Feines, kühles Bukett, Lebkuchen, Kirschen, ein Beerenmix, Schokotöne, frische Minze, feinfruchtig am Gaumen, dezente Herbe, elegant, guter Rückhalt, sehr trinkig, schnörkellos, voller Charme. Sollte kühler getrunken werden.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schaller vom See
Neusiedlersee

Gerhard & Brigitte Schaller
7141 Podersdorf am See
Frauenkirchner Straße 20

Hier entstehen Weißweine, Roséweine, Schaumweine voller Schwung, Leichtigkeit und Verve. Kräftige, elegante Rotweine. Neu ist alkoholfrei Swingin´Zero – ein hervorragendes Produkt. Das wäre die Kurzversion dieses so sympathischen Weingutes. Die Langversion heißt: Die Weine verkosten – das ist ein höchst vergnügliches Unterfangen. Swingin´White, Swingin´Rosé, Welschriesling, Grüner Veltliner – da geht einem das Herz auf. Die Rotweine verfügen über eine beachtliche Substanz: 2023 Patfalu, 2024 Heideboden (ich gestehe, der ist mein persönlicher Favorit). 2021 Zweigelt Uferlos und 2021 St. Laurent Uferlos – beide sind absolute Premiumprodukte. Wobei der St. Laurent um einen Tick vorne liegt. Ich könnte noch viel erzählen. Doch diese Lobhudelei sollte jetzt enden. Man schaue sich die Weine an, dann kann man nachvollziehen, was ich beim Verkosten der Schaller Weine empfinde.

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2024 Souvignier Gris
Weingut
Kollerhof am Eichberg
Südsteiermark

Einladend nach Birnen, winziger Hauch Bananenchips; saftig, viel Frucht, zartes Säurespiel, lebhaft, gut verständlich.

Weißwein
Souvignier Gris
€€
Schraubverschluss

Weingut
Kollerhof am Eichberg
Südsteiermark

Harald und Birgit Lieleg
8463 Leutschach
Eichberg-Trautenburg 39

1999 hat Harald Lieleg – er war gerade einmal zarte 19 Jahre alt – das Traditionsweingut am Eichberg bei Leutschach von seinen Eltern übernommen. Seit 1728 ist es im Besitz der Familie, gegründet wurde es 1495. Angeschlossen sind moderne Gästezimmer samt Naturpool und ein gemütlicher Buschenschank. Das Weingut ist nachhaltig zertifiziert, und das wird gelebt. So wird ein Teil des Stromes photovoltaisch erzeugt, und Regenwasser wird im alten Stall zur Bewässerung der Außenanlagen beim Haus gesammelt. Der Schwerpunkt liegt bei den DAC-Weinen. Es werden auch pilzwiderstandsfähige Rebsorten angebaut. Abgerundet wird das Angebot durch Amphorenweine, süße Prädikate, Rotwein, Edelbrände und naturbelassene Säfte. Das Weingut verfügt über Kessellagen und extreme Steilhänge, der Untergrund besteht aus dem kalkarmen, kargen Eichberger Konglomerat. Der kühle Wind von der Koralm fördert die Aromatik. Die Ried Steinkogl wurde bereits im Josephinischen Kataster von 1788/89 als dem Hof zugehörig erwähnt – nebst zwei weiteren Gehöften. Die heuer verkostete Serie ist glockenklar, sorten- und herkunftstypisch und wohltuend unplakativ. Die beiden Ortsweine sind für diese Kategorie überraschend fein. Auch die beiden Riedenweine sind feingliedrig, der Sauvignon Ried Steinkogl zeigt sehr deutlich steinige Bodentöne.

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2025 Das rosarote Schaf Rosé
Schilcherei®
Jöbstl
Weststeiermark

(BW) Rebsorte klar, Ribiselgelee, Gartenerdbeeren, Stachelbeeren, Prise grünblättrige Würze; aromatisches Dacapo, animierendes Säurespiel ohne Härte, viel Frucht, lebendig.

Roséwein
Blauer Wildbacher
€€
Schraubverschluss

Schilcherei®
Jöbstl
Weststeiermark

Hannes und Luise Jöbstl
8551 Wernersdorf bei Wies
Am Schilcherberg 1

Tel. +43 3466 43210
info@joebstl.eu
www.joebstl.eu/shop

Seit dem 17. Jahrhundert widmet sich die Familie Jöbstl der Landwirtschaft an den Ausläufern der Koralpe. Der Großvater hat konsequent auf Obstbau umgestellt, und so ist es noch heute. Die Familie fühlt sich eng mit ihrem Lebensraum verbunden. „Als Winzer bin ich Begleiter der Traube – von der Blüte bis zum Wein“, so Hannes Jöbstl im O-Ton. Die Bewirtschaftung richtet sich nach den Regeln des Integrierten Pflanzenschutzes. Das bedeutet Förderung von Nützlingen, Einsatz von Pheromonen zur Bekämpfung von Schädlingen und weitestgehender Verzicht auf Mineraldünger. Rund 95 Prozent der Produkte sind vegan. Angebaut werden die meisten gängigen Rebsorten der Weststeiermark. Die große Liebe gilt dem Blauen Wildbacher. Nicht von ungefähr nennen Hannes und seine Frau Luise ihren Betrieb „Schilcherei“. Sie keltern buchstäblich alles, was sich aus der Blauen Wildbacherrebe keltern lässt, vom Weißgepressten über Sekt und Frizzante bis zu Rotwein und Süßweinen. Neu auf den Rückenetiketten sind Zusatzbezeichnungen als Orientierungshilfe. Die gesamte Serie präsentiert sich ausgesprochen lebendig und fruchtbetont, die Rebsorten sind blind zu erkennen, selbst im Gleichgepressten kommt der Blaue Wildbacher durch. Primus unter den Schilchern ist heuer jener aus der Ried Krass, die Zusatzbezeichnung Luises Liebling ist nachvollziehbar. Das Weingut lädt zu Verkostungen, zu Firmen- und Familienfesten, begleitet Hochzeiten, vermittelt das Flair des Schilcherlandes. Für drei Campingbusse wurden Abstellplätze geschaffen, die für bis zu 24 Stunden frei genutzt werden dürfen.

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2025 Grüner Veltliner Wösendorf Tom Federspiel
Weingut
Schmelz
Wachau

Mild, gelbfruchtig, Maracuja, Grapefruitzesten, zarte Würze; relativ saftig, straffe Weißpfefferwürze, grüne Birnen, Zitronenzesten, zugänglicher, schlanker Ortswein mit Biss.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schmelz
Wachau

Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz aus Joching zählt zu den besten Winzern in Österreich. Sein besonderes Geschick und seine große Erfahrung beweist Schmelz vor allem beim Umgang mit Österreichs Paraderebsorte Grüner Veltliner, wo der Wachauer zu den heimischen Großmeistern zählt und das reichhaltig mit zehn Veltlinern zeigt: Fünf verschiedene Federspiele und fünf unterschiedliche Smaragdweine zieht Schmelz aus seinen Wachauer Weingärten, die von Wösendorf über Joching und Weißenkirchen bis nach Loiben reichen; allesamt Lagenweine mit starker Betonung auf die Herkunft. Ein Liebkind des Winzers ist die Ried Pichl Point zuhause bei ihm in Joching. Die Lage gehört seit mehr als 40 Jahren zum Weingut. Dort hat Schmelz eine drei Hektar große Spielwiese für je ein charaktervolles Federspiel und Smaragd – und es ist eine besondere Lage, einer „Lössinsel“ inmitten der Urgesteinswachau. Pichl-Point-Weine sind immer sehr charaktervolle füllig-würzige Veltliner. Der Top-Pick im Federspiel-Weingarten ist immer der Klaus-Veltliner: ein Champions-Wein, mit dem Schmelz schon Vinaria-Dreifachsieger der Jahrgangsverkostung der besten Veltliner mit 12,5 Prozent ist. Auch die 2025er Klaus schickt sich schon an, vorne wieder mitzuspielen. Bei den Veltliner Smaragden haben das Steinertal und der Best Of die Nase vorn. Das Steinertal ist der Zauberberg in Unterloiben, mit dem der Winzer seit Jahren ein Topwein-Abo hat. Vom Best Of gibt es neben dem Veltliner auch einen Riesling. Bei beiden Weinen greift Schmelz bestens gereifte Trauben aus speziellen Weingarten-Parzellen ab. Das reichhaltige Veltliner-Segment macht 70 Prozent von Schmelz‘ Betätigungsfeld aus. Einen starken Akzent setzt der Winzer dann noch mit dem Riesling und rundet die zwei Wachau-Starrebsorten mit einem Sauvignon Blanc und Gelben Muskateller ab.

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2025 Grüner Veltliner Ried Silberbichl
Weingut
Harm
Kremstal

Typische Noten von Kernobst und geriebenen Nüssen, zunehmend würzebetont, typischer Löss-Veltliner-Charakter, am Gaumen ausgereift bei straffer Textur, heller Fruchtbogen von Äpfeln und deren Schalen, leicht zitronig, gut tragende Säure nach hinten, animierend.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Harm
Kremstal

David und Katharina Harm
3508 Krustetten
Am Brunnen 14

Familie Harm betreibt seit gut 30 Jahren biologisch zertifizierten Weinbau und ist in der Region somit einer der Vorreiter für nachhaltige Landwirtschaft, die sich nicht nur auf Vitikultur beschränkt. Auch im Bio-Marillenanbau hat sich der Betrieb einen Namen gemacht. Beim Wein setzt man auf die Kaliber Grüner Veltliner und Riesling, die neben Gutswein und Gebietsweinen – firmierend unter Kalk und Löss – bis hin zu Riedenweinen gekeltert werden. Daneben gibt es auch Sauvignon Blanc und Komplementäre wie die feine Piwi-Sorte Muscaris im Sortiment. Die Reserven unter den Lagenweinen kommen erfreulicherweise erst nach gebührender Lagerung in den Verkauf, weshalb in diesem Fall 2023 der aktuell erhältliche Jahrgang im Verkauf ist. Viele Chargen werden auch in kleinen Mengen zunächst separat ausgebaut, der Topwein des Betriebs hat durch diese aufmerksame önologische Haltung den Weg erstmals in die Flasche gefunden – dazu später mehr. Von den verkosteten Veltlinern hat uns neben dem typisch löss-würzigen Ried Silberbichl der 2023 Ried Schiefer besonders gut gefallen. Achtung: Die Riedbezeichnung meint nicht Schiefer als Boden, sondern bezieht sich auf die namensgebende historische Weinberg-Erhebung namens Schiffberg, die als Orientierungshilfe entlang der Donau diente. Riesling ist eine Kernkompetenz des Weinguts und wird auch in Neuauspflanzungen weiter forciert, bereits der unkompliziert fruchtbetonte Hollenburg Kreuzberg zeigt mit gewisser Finesse auf. „Eine unterschätze Riede mit markantem, rosaroten Konglomerat, ein vergleichsweise exotisches Terroir“ in unserer Region, so Winzer David Harm. Apropos exotisch: Der 2023 Riesling Steiner Kögl hat jede Menge südlich geprägte Frucht und empfiehlt sich als pfiffiger Spätlesecharakter, aber ohne die traditionelle Schwermütigkeit dieser Stilistik, sondern mit viel Trinkfluss. Kommen wir zum Highlight des Hauses, dem 2023 Riesling Am Stein aus der Herkunft Wachau, einer historischen Riede, die nur per Handarbeit zu bewirtschaften ist (und mit der sonst nur der Nikolaihof von sich Reden macht): viele Facetten anzeigend mit Pikanz, Subtilität und Finesse bei feiner Säurepräsenz und toller Länge, im nicht ganz unkomplizierten Jahrgang 2023 einen Klasse für sich.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -