Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Grüner Veltliner Ried Bürsting
Weingut
Hirtl
Weinviertel

(Sand, Schotter, Kalkplatten) Duftiger Golden Delicious, warmherzig, charmant; kalkig, mineralisch, gleichzeitig warm und weich, Kernobst in pikanter Säure, Melisse, roter Pfeffer, tropische Frucht. Macht Lust auf den nächsten Schluck.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Hirtl
Weinviertel

Martin Hirtl
2170 Poysdorf
Brunngasse 72

Das Weingut Hirtl ist zweifellos seit vielen Jahren eines der Aushängeschilder des nordöstlichen Weinviertels, wie dies auch zahlreiche Auszeichnungen belegen. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Weingärten durch vielfältige Bodenbegrünung und Nützlinge gegen Schädlinge sind Andrea und Martin Hirtl schon seit jeher ein wichtiges Anliegen. Eine vernünftige Ertragssteuerung, beispielsweise durch die seit Jahren gepflogene Traubenteilung, fördert naturgemäß die über die Jahre zu beobachtende verlässliche Qualitätsdichte. Diese wird etwa bei den an der nördlichen Brünnerstraße dominierenden Veltliner-Versionen auch heuer schmeckbar. Folglich wurden mir sieben köstliche Spielarten dieser Leitsorte präsentiert. Die Große Reserve aus dem Jahrgang 2021 bildet dabei eindeutig den fulminanten Höhepunkt und lotet perfekt das breite Spektrum des Grünen Veltliners aus!

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2025 Grüner Veltliner Ried Königsberg
Weingut
Schneider Röschitz
Weinviertel

Apfel und Birne in der Nase, Exotik, Würze, Grapefruit, feine Zitrusnoten, gehaltvoll mit eleganter Säure, ausgewogen, anregend-florale Würze im Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schneider Röschitz
Weinviertel

Gerald Schneider
3743 Röschitz
Granitz 9

Gerald Schneider ist einer der sogenannten Aufsteiger-Winzer von Röschitz. Dieser Weinort im westlichen Weinviertel hat sich zusammen mit seinen Winzern zu einer Veltliner-Hochburg entwickelt. Gerald Schneider hat den Betrieb 2017 übernommen, durfte schon in jungen Jahren 2003 erstmals entscheidend am Jahrgang mitarbeiten. „Am liebsten bin ich im Weingarten und bin bestrebt, klare, feingliedrige Weine mit angenehmem Trinkfluss zu produzieren – es sollte das Terroir deutlich zu erkennen sein, eben ein Röschitzer sein“, sagt er voller Begeisterung. Er ist ins Weingut richtig hineingewachsen und sein Beruf ist ihm zum Hobby geworden. Weine wie seine Grünen Veltliner Alte Reben oder Galgenberg trinkt er selbst sehr gerne, zählt aber auch auf Vielfältigkeit und Abwechslung bei anderen Rebsorten. 85 Prozent seiner Produktion bestehen aber aus Grünem Veltliner. 2023 hat er seinen Keller umfassend modernisiert und die Produktion damit von der Kellergasse ins zeitgemäße Weingut verlegt. Er freut sich über trinkfreudige, sortentypische Weine des aktuellen Jahrgangs. Auch die alljährigen neuen Erfahrungen, die der Weinbau mit sich bringt, sind für Gerald Schneider sehr wichtig und mitentscheidend für die Qualität in den Flaschen und Gläsern.

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2024 Blaufränkisch Kalk & Stein-Andreas Unger
Weingut
Andreas Unger
Neusiedlersee

Würzig, Brombeeren, Kirschen, warmes Timbre, fruchtiger Charme, dunkle weiche Frucht, angenehmes Tannin, weicher Kern, ein wahrlich schöner Wein.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Andreas Unger
Neusiedlersee

Andreas Unger
7131 Halbturn
Quergasse 25

Andreas Unger zeichnet für die Weine des Familienweingutes verantwortlich und für seine ureigenen unter dem Label ANDREAS UNGER. Die Basis des Schaffens von Andreas Unger sind Weingärten in Familienbesitz mit Parzellen, welche oft 50 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Die wichtigste Rebsorte ist der Zweigelt mit einem 60-prozentigen Anteil. Daneben gibt es Blaufränkisch, Merlot, Chardonnay, Sauvignon Blanc. Die Weißweine werden teils in Stahl und teilweise in Holz ausgebaut. Die Lagerung auf der Feinhefe ist ganz wichtig. Die Rotweine werden in offenen Behältern oder im Stahl vergoren. BSA und Holzfasslagerung. Die Weine haben durch die Bank eine außergewöhnliche Finesse, viel Mineralität und Typizität des Neusiedlersees. Weine hervorzuheben ist eigentlich unfair den anderen gegenüber. Trotzdem wage ich es. Der 2025 Heideboden weiß macht unendlich Lust auf weitere Gläser. Chardonnay und Sauvignon Blanc zeigen ihre Klasse. Beide sind in ihrer Art wunderbare Gewächse. Beide Roséweine – 2025 Kalk & Stein und 2024 Kaiserberg – sind absolut typische Vertreter ihrer Art. Ein Herzenswein ist die 2024 Rotweincuvée Unter den Linden. Ein hervorragendes Glas Rotwein. Ein sehr guter 2024 Zweigelt Kalk & Stein von überragender Typizität. Die beiden Roten aus dem Jahrgang 2023 – Zweigelt und Merlot aus der Ried Kaiserberg, vormals Distelwiese – sind von einer Größe, welche in der Region zur absoluten Spitze zu zählen sind.

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2023 Tridendron
Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

(ME/BF/CS) Sommerkirschen und Marzipan, präsentes Tannin, vollreifes Fruchtbild, ausgewogener Blend mit stoffigem Jahrgangscharakter.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Glassstöpsel

Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Das Weingut der Familie Triebaumer hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bäuerlich-philosophischen Gesamtkunstwerk entwickelt, hier verbinden sich Handarbeit, ein tiefes Verständnis für die Natur und ihre komplexen Zusammenhänge sowie klare menschliche Haltung. Vielfalt, Bodenständigkeit und nachvollziehbare Herkunftscharaktere bis hin zu hochgepriesenen Komplexitäten wie Blaufränkisch Mariental zeichnen das Sortiment des Ruster Paradebetriebs aus. Knackig und frisch kann Familie Triebaumer aber auch: Der gewohnt herzhafte Gelbe Muskateller markiert einen trinkwertigen Auftakt bei den Weißweinen. Sauvignon Blanc aus der Ried Vogelsang firmiert als sanft-aromatischer Vogel und der jugendliche Furmint Kristallin markiert eine sympathisch-individuelle Spielart dieser altehrwürdigen Sorte. Bei den Rotweinen gibt es Preis-Leistungs-Kracher wie die aktuelle Tridendron-Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet und Merlot, welche die Reife des Jahrgangs verlockend abbildet, oder den pikanten, sortentypischen Blaufränkisch Ried Gemärk. Das Dreigespann Blaufränkisch-Merlot-Cabernet findet sich in wertiger, dichter Verpackung auch in Form des Maulwurfs, die Trauben der jüngeren Mariental-Anlagen tragen hier zur archetypischen Fruchtausprägung maßgeblich bei, der Blend steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Blaufränkisch ist rote Kernkompetenz im Hause Triebaumer, ein Jahrgangsverschnitt aus 2017/2023/2024 verdeutlicht als Rusterberg den unkomplizierten wie individuellen Zugang der Sorte als Non-Vintage. Apropos Jahrgang: Hier steht im „10 Jahre später“-Programm der 2016er auf der Triebaumer-Weinkarte, ein sehr prägnanter Jahrgang in Rust, der in Form von Blaufränkisch Ried Oberer Wald und Ried Mariental zwei spannende Gewächse aufzuweisen hat. Aktuell überzeugt der 2023er im Premiumbereich mit drei sehr unterschiedlich herausgearbeiteten Blaufränkisch. Der von der Gneis-dominierten Plachen stammende Kristallin vereint die volle Reife von 2023 mit markanter Säurepikanz, Oberer Wald wiederum zeigt die kalkig-kühle Charakteristik der Lage in satte, reife Frucht eingebettet, selbstredend von noblem Tannin gestützt. Ein würdiger Nachfolger seiner selbst ist der Mariental 2023, kühl geprägte Frucht trifft hier auf gewohnt komplexes Würze-Tannin-Spiel und prägnante Säurerasse. Hier reift ein lagerfähiger Klassiker heran, der sich in die Reihe der großen Mariental einreihen dürfte. Es wäre nicht Rust, gäbe es nicht einen edelsüßen Abschluss, heuer als kecken wie tropisch-großzügigen 2024er Ausbruch, der sich zum Verkostungszeitpunkt bereits in Hochform befunden hat. Neu im Sortiment ist ein ambitionierter Brut Nature, aus 2023er Grundweinen nach über drei Jahren auf der Hefe präsentiert sich der klassische flaschenvergorene Sekt mit überzeugender Tiefe und feiner Perlage, mit Flaschenreife könnte er dem 3-Sterne-Niveau entwachsen.

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2023 Ried Grassnitzberg Licht 1STK Morillon
Weingut
Polz
Südsteiermark

Kalkig, kompakt, gelbfruchtig, Birnen, zarteste Anklänge von Kletzen; schließt so an, hauchzarte Gewürzaromen unterlegt, Schmelz, angenehme Säure, gute Länge, Boden im langen Abgang und im Nachhall.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Naturkork

Weingut
Polz
Südsteiermark

Erich Polz jun.
8472 Straß in Steiermark
Am Grassnitzberg 39

Im Jahr 1912 legte Johann Polz den Grundstein für das Weingut am Grassnitzberg. Der Sohn des Gründers, Reinhold Polz, stellte ab 1957 die Landwirtschaft auf Weinbau um. Seine Söhne Erich und Walter setzten neue Maßstäbe und machten Polz zu einem Leitbetrieb. 2011 wurde Christoph, dem Sohn von Erich, die Verantwortung für den Keller übertragen. Seit 2020 liegt die Gesamtleitung in den Händen von Erich jun. Um nachfolgenden Generationen buchstäblich den Boden zu bereiten, werden die Weingärten auf biologisch-organische Bewirtschaftung umgestellt. Die Familie besitzt Anteile an renommierten Rieden mit unterschiedlichen Böden und kleinklimatischen Verhältnissen. Der bedächtig agierende Christoph Polz legt großen Wert darauf, die Herkunft seiner Weine erkennbar zu machen. Um das Profil der Rieden vom Sausal mit ihrem kristallinen Untergrund zu schärfen, erzieht er diese Weine ausschließlich im Stahltank. Für die anderen Lagen bevorzugt er den Ausbau im Holz. Gerne experimentiert er auch mit alten Rebstöcken, die in einer kleinen, extrem kalkhaltigen Parzelle auf dem Hochgrassnitzberg stehen. Die Linie &ZEIT steht für längeres Lager auf der Feinhefe und späte Füllung. Die aktuelle Serie präsentiert sich fein und völlig frei von lauten Tönen. Die Ortsweine werden ihrer Bestimmung gerecht, sie stehen merklich über den Gebietsweinen. Die Riedenweine zeigen Lagencharakter.

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2023 Grüner Veltliner Reserve Ried Spiegel
Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Dunkle Würze, Fichtennadeln, Pfeffer, Zitrus, ein Hauch Bitterschoko, am Gaumen kompakt und ausdrucksstark, von mächtiger Eleganz, einiger Tiefgang, viel Mineral, salzig, dicht, feste Struktur, lang abgehend. Ein Ausnahme-Grüner Veltliner,sehnig wie kraftvoll.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Andreas Schmid
3550 Gobelsburg
Schlossstraße 56

Tel. +43 664 2204384
trink@schmidwein.at
www.schmidwein.at

Gegründet im Jahr 1940 wird dieses Weingut heute in 3. Generation von Andreas und Alexandra Schmid geführt. Tochter Verena ist voll im Betrieb integriert. Sie ist auch Teil der Gerd A. Hoffmann Akademie und wird von Dr. Gabriela Straka unterstützt. Nachhaltige Bewirtschaftung ist Normalität. VEGAN und nachhaltig Austria. Auf Herbizide und Insektizide wird verzichtet. Statt synthetischem Dünger wird Kompost ausgebracht. Spontangärung wird angestrebt, doch nicht um jeden Preis. Diesem reinen Familienbetrieb ist auch ein TOP Heuriger angeschlossen. Die Winzerin produziert alles selbst, auch Brot und Gebäck. Was hat mir bei den Weinen besonders gefallen: natürlich die Grünen Veltliner, mit 56 Prozent die wichtigste Rebsorte des Hauses. 2025 Löss, 2025 Grüner Veltliner Gobelsburg, 2024 Riesling Gobelsburg, 2023 Grüner Veltliner Reserve Ried Spiegel. Natürlich der 2024 Weißer Burgunder Gobelsburg. Bei welchem Gewächs schlägt mein Herz lauter: 2022 Sekt Austria Blanc de Blancs: ein bezwingender Schaumwein von unvergleichlicher Leichtigkeit und Transparenz sowie verlockender Frische. Nicht zu verachten sind die Rotweine. 2023 Pinot Noir Tradition wäre eine Empfehlung.

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2025 Riesling Alte Reben
Weingut
Familie Proidl
Kremstal

Expressiv, pikant, kandierte Noten, Staubzucker, elegante Würze, Limette und saure Pfirsiche; extrem exotisch am Gaumen, Maracujalimo und Ananas, feinherb, nervös und rassig, Riesenbiss, sehr spritzig, schrill, abwarten.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Familie Proidl
Kremstal

Patrick Proidl
3541 Senftenberg
Oberer Markt 5

Tel. +43 2719 2458
weingut@proidl.com
www.proidl.com

Seit zehn Generationen in Senftenberg ansässig, hat sich die Familie Proidl mit Leib und Seele ihrem Berufsstand verschrieben – Bergweinbauern mit Verständnis und Einfühlungsvermögen für die sie umgebende Landschaft, die stets nach handwerklicher Perfektion streben. Das Weingut liegt in Senftenberg an der nördlichen Grenze des Weinbaugebietes Kremstal im felsigen Taleinschnitt des namensgebenden Flusses oberhalb der Bezirkshauptstadt Krems. Das kompromisslose Streben nach Topqualität wurde bereits in den Neunzigerjahren unter Führung des ebenso impulsiven wie kreativen Franz Proidl und seiner Frau Andrea praktiziert. Diesem Weg hat sich Sohn sowie Weinbau- und Kellermeister Patrick Proidl – 10. Familiengeneration in Senftenberg – ebenso gänzlich verschrieben, wobei er Klarheit, Präzision und Finesse der Weine ebenso große Aufmerksamkeit widmet wie dem unverfälschten Ausdruck der verschiedenen Rieden. Kraft und Energie tankt der engagierte Senftenberger in der Familie bei seiner Frau Isabella, die als Weinakademikerin auch über hohe fachliche Kompetenz verfügt, sowie den beiden Kindern Frida und Luis. Neben den klassischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling, die in zahlreichen Varianten ausgebaut werden, gibt es auch Chardonnay sowie Muskateller und Traminer, dazu auch einige Rotweine sowie Rosé. Neben trockenen Weißweinen gibt es hier auch regelmäßig Süßweine der Spitzenklasse – von Auslesen bis zu TBAs. Seit ein paar Jahren werden auch immer wieder anregende PetNats erzeugt, etwa aus Riesling und Chardonnay; dazu gibt es auch Frizzante. Die Weingärten liegen in und um Senftenberg – zu einem guten Teil in bis zu 60 Grad steilen Hanglagen mit steinigen, kargen Böden. Vitikulturelles Herzstück des Betriebes ist die direkt unterhalb der Burgruine Senftenberg situierte Toplage Ehrenfels mit Riesling und Veltliner, weitere Spitzencrus sind Pfeningberg und Hochäcker (Riesling) sowie Pellingen. Ihrer Herkunft entsprechend sind Veltliner und Riesling tendenziell mit prägnanten Säurewerten versehen; die Zuckerreife kommt in den sonnengeküssten Lagen Senftenbergs aber auch nicht zu kurz – und so entstehen hier kraftvolle, extraktreiche Weißwein-Klassiker mit mineralischer Würze und transparenter Frucht; das große Potenzial beweisen vor allem die Lagenweine immer wieder in Altweinverkostungen. Neben den Gebiets-, Orts- und Lagenweinen aus den klassischen Sorten finden sich auch zahlreiche Komplementärsorten und Weintypen wie Chardonnay sowie Gelber Muskateller und Traminer. Dunkler werdend gibt es den verlockenden Mercaz Rosé sowie Syrah Rosé von Isabelle, dazu Zweigelt und Cuvée in Rot. Im Prädikatsweinbereich hat man sich schon längst unter „Austria’s Best“ eingereiht und auch das Schaumweinsegment ist gut besetzt. Darüber hinaus pflegt Patrick Proidl seine eigene Premiumlinie unter der Bezeichnung Generation X – neben Grüner Veltliner und Riesling gibt es hier auch Chardonnay, Letzeren unter anderem als PetNat. 2025 war für Patrick Proidl ein wesentlich einfacherer Jahrgang als 2024. Das Jahr war „viel, viel später“ und es war „punktuell zu viel drauf“, aber der Selektionsaufwand war in Senftenberg normal und einem allfälligen Überbehang konterte man mit Traubenteilung. Im Keller wars dann problemlos. Dem kühleren Jahrgang entsprechend präsentieren sich die Weine elegant und fruchtbetont mit pikanter bis rassiger Säure.ps

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2025 Grüner Veltliner
Weingut
Franz & Christine Netzl
Carnuntum

Einladender, herbwürziger Apfel; saftig und fruchtig, süffig mit viel Trinkspaß.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Franz & Christine Netzl
Carnuntum

Christina Artner-Netzl
2464 Göttlesbrunn
Rosenbergstraße 17

Tel. +43 2162 8236
weingut@netzl.com
www.netzl.com

Franz und Christina Netzl bilden im Weingut ein höchst erfolgreiches Vater-Tochter-Team mit Dynamik und Zusammenhalt, das sich in ihren Fähigkeiten mit Fleiß, Erfahrung und Können perfekt ergänzt. Diese Kombination bildet die unverwechselbare Grundlage der Netzl-Weine. Jedes noch so unbedeutend erscheinende Detail wird gemeinsam besprochen, mit Leidenschaft getüftelt, bis beide zufrieden sind. So vinifizieren sie nuancenreiche Weine mit Charaktertiefe. Pur und ehrlich, keinem oberflächlichen Weintrend zugeneigt, sondern zeitlos wertvoll. Die Grundlage dazu bilden die einzigartigen Böden und die vitalen Reben unter der sorgsamen Bewirtschaftung nach biologischen Richtlinien. Die Kombination all dieser Umstände führte geradewegs zum Aufstieg zu einem der führenden Rotweingüter Österreichs. !

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2023 Zweigelt Ried Kaiserberg Andreas Unger
Weingut
Andreas Unger
Neusiedlersee

Schokonoten, Ausbau im Eichenfass, Kirschen, Beerenfrüchte in Rot und Schwarz, Johannisbeeren, Himbeeren, feine Tanninstruktur, hochelegant, ein wunderbarer Rotwein, der voll im Lot ist.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Naturkork

Weingut
Andreas Unger
Neusiedlersee

Andreas Unger
7131 Halbturn
Quergasse 25

Andreas Unger zeichnet für die Weine des Familienweingutes verantwortlich und für seine ureigenen unter dem Label ANDREAS UNGER. Die Basis des Schaffens von Andreas Unger sind Weingärten in Familienbesitz mit Parzellen, welche oft 50 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Die wichtigste Rebsorte ist der Zweigelt mit einem 60-prozentigen Anteil. Daneben gibt es Blaufränkisch, Merlot, Chardonnay, Sauvignon Blanc. Die Weißweine werden teils in Stahl und teilweise in Holz ausgebaut. Die Lagerung auf der Feinhefe ist ganz wichtig. Die Rotweine werden in offenen Behältern oder im Stahl vergoren. BSA und Holzfasslagerung. Die Weine haben durch die Bank eine außergewöhnliche Finesse, viel Mineralität und Typizität des Neusiedlersees. Weine hervorzuheben ist eigentlich unfair den anderen gegenüber. Trotzdem wage ich es. Der 2025 Heideboden weiß macht unendlich Lust auf weitere Gläser. Chardonnay und Sauvignon Blanc zeigen ihre Klasse. Beide sind in ihrer Art wunderbare Gewächse. Beide Roséweine – 2025 Kalk & Stein und 2024 Kaiserberg – sind absolut typische Vertreter ihrer Art. Ein Herzenswein ist die 2024 Rotweincuvée Unter den Linden. Ein hervorragendes Glas Rotwein. Ein sehr guter 2024 Zweigelt Kalk & Stein von überragender Typizität. Die beiden Roten aus dem Jahrgang 2023 – Zweigelt und Merlot aus der Ried Kaiserberg, vormals Distelwiese – sind von einer Größe, welche in der Region zur absoluten Spitze zu zählen sind.

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2023 Maulwurf
Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

(BF/CS/ME) Rotbeerigkeit und betonte Würze, florale Aspekte, am Gaumen saftige Frucht mit präsenter Tanninstruktur, viel Pikanz und Reife bis zum Schluss.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Das Weingut der Familie Triebaumer hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bäuerlich-philosophischen Gesamtkunstwerk entwickelt, hier verbinden sich Handarbeit, ein tiefes Verständnis für die Natur und ihre komplexen Zusammenhänge sowie klare menschliche Haltung. Vielfalt, Bodenständigkeit und nachvollziehbare Herkunftscharaktere bis hin zu hochgepriesenen Komplexitäten wie Blaufränkisch Mariental zeichnen das Sortiment des Ruster Paradebetriebs aus. Knackig und frisch kann Familie Triebaumer aber auch: Der gewohnt herzhafte Gelbe Muskateller markiert einen trinkwertigen Auftakt bei den Weißweinen. Sauvignon Blanc aus der Ried Vogelsang firmiert als sanft-aromatischer Vogel und der jugendliche Furmint Kristallin markiert eine sympathisch-individuelle Spielart dieser altehrwürdigen Sorte. Bei den Rotweinen gibt es Preis-Leistungs-Kracher wie die aktuelle Tridendron-Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet und Merlot, welche die Reife des Jahrgangs verlockend abbildet, oder den pikanten, sortentypischen Blaufränkisch Ried Gemärk. Das Dreigespann Blaufränkisch-Merlot-Cabernet findet sich in wertiger, dichter Verpackung auch in Form des Maulwurfs, die Trauben der jüngeren Mariental-Anlagen tragen hier zur archetypischen Fruchtausprägung maßgeblich bei, der Blend steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Blaufränkisch ist rote Kernkompetenz im Hause Triebaumer, ein Jahrgangsverschnitt aus 2017/2023/2024 verdeutlicht als Rusterberg den unkomplizierten wie individuellen Zugang der Sorte als Non-Vintage. Apropos Jahrgang: Hier steht im „10 Jahre später“-Programm der 2016er auf der Triebaumer-Weinkarte, ein sehr prägnanter Jahrgang in Rust, der in Form von Blaufränkisch Ried Oberer Wald und Ried Mariental zwei spannende Gewächse aufzuweisen hat. Aktuell überzeugt der 2023er im Premiumbereich mit drei sehr unterschiedlich herausgearbeiteten Blaufränkisch. Der von der Gneis-dominierten Plachen stammende Kristallin vereint die volle Reife von 2023 mit markanter Säurepikanz, Oberer Wald wiederum zeigt die kalkig-kühle Charakteristik der Lage in satte, reife Frucht eingebettet, selbstredend von noblem Tannin gestützt. Ein würdiger Nachfolger seiner selbst ist der Mariental 2023, kühl geprägte Frucht trifft hier auf gewohnt komplexes Würze-Tannin-Spiel und prägnante Säurerasse. Hier reift ein lagerfähiger Klassiker heran, der sich in die Reihe der großen Mariental einreihen dürfte. Es wäre nicht Rust, gäbe es nicht einen edelsüßen Abschluss, heuer als kecken wie tropisch-großzügigen 2024er Ausbruch, der sich zum Verkostungszeitpunkt bereits in Hochform befunden hat. Neu im Sortiment ist ein ambitionierter Brut Nature, aus 2023er Grundweinen nach über drei Jahren auf der Hefe präsentiert sich der klassische flaschenvergorene Sekt mit überzeugender Tiefe und feiner Perlage, mit Flaschenreife könnte er dem 3-Sterne-Niveau entwachsen.

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Schafbergei
Weingut
Josef Fritz
Wagram

Die Grundidee des Weins ist ein Pendant zum Deutschen Kabinett, ätherische Noten von Wacholder, Steinobst und weißen Maulbeeren wechseln mit pfiffiger Säure, cremiger Textur und trinkfreudigem Süße-Säure-Spiel.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut
Josef Fritz
Wagram

Josef Fritz
3701 Zaußenberg am Wagram
Ortsstraße 3

Mit sechs unterschiedlichen Roten Veltlinern versteht sich das qualitative Zugpferd am Wagram als seriöser Botschafter dieser autochthonen Sorte, glänzt aber ebenso mit den heimischen Klassikern Grüner Veltliner und Riesling sowie burgundischen Komplementären in Weiß und Rot, dazu gibt es schäumende Kreszenzen und gelungene Ausflüge ins alternative, sprich länger maischevergorene Fach, gerne auch einmal mit Betonei-Ausbau. Was die Weine der Familie Fritz trotz des breit gefächerten Portfolios eint, ist die Präzision in Verbindung mit klarer Fruchtausprägung und Trinkfreude bei den Leicht- und Mittelgewichten sowie beachtliches Entwicklungspotenzial bei den Reserven. Von der Roten Veltliner Parade sticht neben solidem Einstieg in Form des Wagramer Terrassen der überaus trinkanimierende wie pointierte Steinberg Hahn Kreuz heuer besonders hervor. Mordthal zeigt sich von seiner klaren, kühl-anregenden Seite und ist ein modellhafter Jahrgangsvertreter, Ruppersthal glänzt mit filigraner Textur und beachtlicher Tiefe, ein Paradewein für die Sorte und Kategorie! Mit sehr gutem Entwicklungspotenzial punktet Ried Steinberg Privat, wohingegen Josef vs Johannes zeigt, wie elegant sich diese individuelle Vater-Sohn-Melange mittlerweile stilistisch etabliert hat, ein Topwein mit Potenzial. Auf 4-Sterne-Niveau hat sich der aktuelle 2023 Riesling Schafberg analog zur letztjährigen Bewertung präsentiert. Beim Thema Raw gibt es nicht nur den markanten und hochwertigen Roten Veltliner Gondwana, sondern in Form des kecken, an deutsche Kabinette erinnernden Schaf Berg Ei auch einen solchen Riesling und den herzhaften Roten Traminer Tertiär T. Grüner Veltliner beherrscht Familie Fritz notabene, der aktuelle Schlossberg zeigt bei erstaunlich moderatem Alkohol, wie trinkfreudig eine Wagramer Lage sein kann und strahlt schon etwas über das 3-Sterne-Niveau hinaus. Als 4-Sterner ist der Himmelreich Höhle bereits solide positioniert, er stammt aus den höchstgelegenen Parzellen dieser Riede und glänzt mit fleischiger Frucht und feiner Säure. Von den 2024er Großen Reserven hat uns der Chardonnay besonders überzeugt, eine lebhafte wie elegante Sorteninterpretation mit toller Substanz. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die wertigen Schaumweine des Hauses, es gibt immer zwei Große Reserven. Aktuell stehen ein sanfter, jugendlicher Blanc de Noir sowie ein gediegener, fruchtpräsenter Pinot Noir Rosé zur Wahl, beide Prickler zeichnen sich bei aller Frucht durch moderaten Alkohol und feine Perlage aus.

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2025 Chardonnay
Weingut
Franz & Christine Netzl
Carnuntum

Gelbe Frucht in Nase und Gaumen, Sonnenaufgang; Birne, Limette, sehr typisch mit gutem Druck. Ein Maul voll Wein!

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Franz & Christine Netzl
Carnuntum

Christina Artner-Netzl
2464 Göttlesbrunn
Rosenbergstraße 17

Tel. +43 2162 8236
weingut@netzl.com
www.netzl.com

Franz und Christina Netzl bilden im Weingut ein höchst erfolgreiches Vater-Tochter-Team mit Dynamik und Zusammenhalt, das sich in ihren Fähigkeiten mit Fleiß, Erfahrung und Können perfekt ergänzt. Diese Kombination bildet die unverwechselbare Grundlage der Netzl-Weine. Jedes noch so unbedeutend erscheinende Detail wird gemeinsam besprochen, mit Leidenschaft getüftelt, bis beide zufrieden sind. So vinifizieren sie nuancenreiche Weine mit Charaktertiefe. Pur und ehrlich, keinem oberflächlichen Weintrend zugeneigt, sondern zeitlos wertvoll. Die Grundlage dazu bilden die einzigartigen Böden und die vitalen Reben unter der sorgsamen Bewirtschaftung nach biologischen Richtlinien. Die Kombination all dieser Umstände führte geradewegs zum Aufstieg zu einem der führenden Rotweingüter Österreichs. !

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2025 Chardonnay Exklusiv
Weingut
Hirtl
Weinviertel

Gelbfruchtig, Orangenschalen, schmeichelnd, einladend; im Mund deutlich straffer: nervige Säure, salzig, mineralisch, vielschichtige Fruchtaromen, guter Zug. Trinkfreude!

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Hirtl
Weinviertel

Martin Hirtl
2170 Poysdorf
Brunngasse 72

Das Weingut Hirtl ist zweifellos seit vielen Jahren eines der Aushängeschilder des nordöstlichen Weinviertels, wie dies auch zahlreiche Auszeichnungen belegen. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Weingärten durch vielfältige Bodenbegrünung und Nützlinge gegen Schädlinge sind Andrea und Martin Hirtl schon seit jeher ein wichtiges Anliegen. Eine vernünftige Ertragssteuerung, beispielsweise durch die seit Jahren gepflogene Traubenteilung, fördert naturgemäß die über die Jahre zu beobachtende verlässliche Qualitätsdichte. Diese wird etwa bei den an der nördlichen Brünnerstraße dominierenden Veltliner-Versionen auch heuer schmeckbar. Folglich wurden mir sieben köstliche Spielarten dieser Leitsorte präsentiert. Die Große Reserve aus dem Jahrgang 2021 bildet dabei eindeutig den fulminanten Höhepunkt und lotet perfekt das breite Spektrum des Grünen Veltliners aus!

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N.V. Sekt Austria reserve brut NÖ g.U.
Freigut
Thallern
Thermenregion

Lebhaft feine Perlage, stoffig kühl, präzise Zitrusnoten; angenehm klar, bisschen puristischer Stil, feinwürzig, Grapefruitzesten, Biskuit, vitale Säure, straffer Körper, Hauch florale Aspekte, geradlinig, hochelegant mit Tiefe, Mineralgrip im animierenden Nachhall.

Schaumwein
Cuvée Weiß
€€€
Naturkork

Freigut
Thallern
Thermenregion

Katharina Graner
2352 Gumpoldskirchen
Thallern 1

Bereits seit 1141 wird am Freigut Thallern, dem zweitältesten Weingut Österreichs, Weinbaugeschichte geschrieben. Hier spürt man die gelungene Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Die Koordination und Geschäftsleitung hat bereits vor Jahren DI Katharina Graner MA erfolgreich übernommen. Sie ist maßgeblich daran beteiligt, den Weinen des Freiguts Thallern ein zeitgemäßes Profil zu geben sowie die geschichtsträchtigen Lagen zu erhalten. Rund 33 Hektar, darunter einige der besten Rieden des Gebiets, wie Ried Student und Ried Wiege, gehören zum Anwesen. Es gedeihen vor allem die regionstypischen Sorten Rotgipfler und Zierfandler, aber auch weiße und rote Burgundersorten sowie St. Laurent, die in Verbindung mit dem Terroir zu hervorragenden Weinen gekeltert werden. Um sich selbst davon zu überzeugen, empfiehlt sich ein Besuch der Vinothek, wo nicht nur die Weine des Freiguts Thallern, sondern auch des ganzen Gebiets verkostet und auch gleich mitgenommen werden können.

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2024 Chardonnay Select
Weingut
Wieninger
Wien

Toast, Brioche, Vanille, gelbe Früchte, Apricot, Nougat, reifer Apfel, balanciert, elegant, schöne Säure, straffe Stilistik, druckvoll und lang. Ungemein hochwertig.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Wieninger
Wien

Ing. Fritz Wieninger
1210 Wien
Stammersdorfer Straße 31

FRITZ WIENINGER – der Großmeister des Wiener Gemischten Satzes – des Rieslings – des Pinot Noirs – des Chardonnays – überhaupt des Wiener Weines. In diesem Weingut gibt es für jeden Weinfreund den Richtigen. Ob Gebietswein, Ortswein oder Lagenwein – wer hier nichts findet, dem ist nicht zu helfen. Es sind immer spannende Weine, die vorwiegend aus Floridsdorf, Stammersdorf und Döbling – überwiegend Nussberger Lagen – kommen. Meine Highlights – Riesling und Gemischter Satz Ried Rosengartl. Es geht wohl kaum mehr besser. Ebenfalls der Gemischte Satz aus der Ried Ulm. Döblinger Gewächse vom Besten. Ried Preussen – ob Grüner Veltliner oder Riesling. Beide sind exorbitant großartig. Mein Herzenswein kommt aus Sievering von der Ried Kaasgraben. Ein engmaschiger, tiefsinniger Grüner Veltliner. Beim 2024 Chardonnay Grand Select gehen bei mir die Pferde durch. Das ist Weltklasse. Diese Weltklasse hat man auch bei Pinot Noir – ob Grand Select oder Nussberg Ried Obere Schoß oder der von der Stammersdorfer Ried Rothen – welcher für mich der King ist. Da applaudieren sogar die Besten Winzer aus dem Mutterland-Burgund. Hinweisen möchte ich auf Wieningers Next – das ist die Spielwiese der Kinder von Fritz Wieninger – nämlich Sophie, Katharina und Max. Da können sie sich austoben und es sind wirklich hervorragende Weine. Die biodynamische Bewirtschaftung der Weingärten ist hier schon längst Standard.

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2024 Weißburgunder Straden
Weingut
Krispel
Vulkanland Steiermark

Samtige Fülle, reichhaltig, mollig, bisschen Fenchelsamen, Blütennoten; ungemein saftig und fruchtig, anregende Zitrusnoten, lebhaft, griffig, gut abgestimmt, mittellang.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Krispel
Vulkanland Steiermark

Stefan Krispel
8345 Hof bei Straden
Neusetz 29

Tel. +43 3473 7862
office@krispel.at
www.krispel.at

Der Musterbetrieb der Familie Krispel in Neusetz bei Straden steht auf mehreren Säulen, von denen das 34 Hektar Eigenfläche umfassende Weingut quasi die die flüssige Ursubstanz darstellt. Das Genussgut umfasst aber auch die längst nationale Bekanntheit erlangte Bio-Wollschweinmast und -veredelung, die sich schon seit mehr als 20 Jahren unter der Obhut von Vater Toni Krispel befindet. Höchste Gaumenfreuden verspricht das treffend „Genusstheater“ getaufte Restaurant, das von Chef de Cuisine Daniel Weißer und seinem Team bespielt wird und mittlerweile drei Gault-Millau-Hauben erkocht hat. Dann gibt’s noch die Genusswelt, wo man – selbstständig oder geführt – sich den Themenbereichen Wein und Schwein widmen kann. Nach Restaurantbesuch und Weinkost empfiehlt sich ein Aufenthalt in den gemütlichen gutseigenen Gästezimmern. Unbedingt zu erwähnen sind auch die alljährlich veranstalteten Feste wie Eruptionsfest, kulinarische Themen wie „Krispel & Meer“ sowie die „Vermessung der Sau“. Ein derart umfassendes Genusskonzept umzusetzen bedarf einer fleissigen wie starken Basis, und die wird durch die höchst engagierten und dynamischen Mitglieder der Familie Krispel verkörpert: Toni als Begründer des Guts und Hüter der Wollschweine mit seiner Frau und Chefin der Zahlen Daniela sowie Weinmastermind und Visionär Stefan Krispel mit Julia, Rückgrat des Guts und Organisationsgenie. Seit dem Jahrgang 2023 ist das Weingut biozertifiziert. Dank verschiedener Neubauten, Erweiterungen und Modernisierungen im Laufe der Jahre präsentiert sich das Weingut heute hochmodern und am neuesten Stand der Technik. Photovoltaik und Hackschnitzelheizung decken schon jetzt zwei Drittel des Energiebedarfs ab, Ziel sind 100 Prozent. Im hochmodernen Keller stehen reichlich Pressen und Behältnisse – von Edelstahl über verschiedenartige Holzfässer bis hin zu alternativen Behältern – zum Beispiel Basalt – zur Verfügung. Die wachsende Sektproduktion findet auch zur Gänze im eigenen Weingut statt. Das Sortiment im Weingut Krispel ist in den oberen beiden Segmenten (Ort, Ried) nach dem DAC-System strukturiert. Die Weine aus dem Einstiegssegment werden unter Angabe des generischen Weinbaugebiets Steiermark vermarktet. Ab Ortswein ist dann alles bio-zertifiziert. Die Riedenweine werden nach der 2021 vom renommierten Prüfinstitut LACON implementierten Klassifikation in Lage, Erste Lage und Große Lage eingeteilt. Zu den Rieden-Chardonnays zählen Seindling mit sandigen und tonigen Meeresablagerungen sowie Basalt- und Quarzkiesel und Kaargebirge mit Sand, Ton, Kalk und Schotter. Die Chardonnays vergären und reifen je 12 Monate im kleinen und dann im großen Holzfass. In der Stradener Ried Rosenberg mit plattig geschichteten Tonsegmenten mit hohem Kalkgehalt stehen Gelber Muskateller und Welschriesling, die beide im großen Holz ausgebaut werden, sowie Weißburgunder, bei dem zusätzlich etwas kleines Holz im Spiel ist. Aus westlich ausgerichteten Parzellen in der Ersten Lage Neusetzberg mit Rotlehm aus Muschelkalk kommen Sauvignon Blanc (nur großes Holz) sowie Weiß- und Grauburgunder (große und kleine Fässer); in den südöstlich orientierten Teilen mit Basaltverwitterungsboden, Sand, Ton und Schluff stehen Altanlagen von Sauvignon und Pinot Blanc. Als Große Lage gibt es schließlich noch die ebenfalls mit Basaltverwitterungsboden, Sand, Ton und Schluff versehene Südostlage Hochstrandl – hier stehen alte Weingärten mit Sauvignon Blanc und Grauburgunder, ersterer mit 18-monatiger Lagerung im neutralen Großfass, Pinot Gris mit 24 Monaten Barrique. Als Rarität gibt es den komplexen Basaltwein B1, der nach Spontanvergärung auf den Schalen im großen Holzfass 24 Monate im Basaltsteintrog und anschließend 48 Monate im großen Holzfass verbringt.ps

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2025 Riesling Federspiel Zier
Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Elegant, ausgewogen, jugendlich, ruhig und kühl, zarte exotische Töne, Litschis, kandierte weiße Früchte; saftig, erfrischend, elegant, Limette, kernig, zartbitter, hinten viel Zitrus, knackig, zartes Finish.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Die Erfolgsgeschichte dieses noch relativ jungen Wösendorfer Weinguts mag beinahe märchenhaft anmuten, und doch wieder nicht, lernt man die dafür verantwortlichen Persönlichkeiten kennen. Mathias und Hanna Hirtzberger haben ihre Weinhofmeisterei nach steilem Aufstieg innerhalb weniger Jahre in die Spitzengruppe der Wachauer Erzeuger geführt. Das Geburtsjahr der Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger lässt sich mit 2014 festmachen, handelt es sich doch um jenes Jahr, in dem die ersten Weine aus ihren Wösendorfer Weingärten vinifiziert wurden. In den ersten Jahren diente die ehemalige "Weingartenhofmeisterei" des Stiftes St. Florian in Oberösterreich als Stammhaus, wo auch seit damals Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber das exzellente Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger führen. Seit 2019 steht ein modernes, nur wenige 100 Meter vom Stammhaus entferntes Weingut für die gesamte Produktion zur Verfügung. Das Erfolgspärchen Mathias und Hanna Hirtzberger ergänzt sich ideal. Auf der einen Seite arbeiten sie mit Genauigkeit und Akribie, andererseits legen sie aber auch eine kreative Lockerheit an den Tag. Das spiegelt sich auch irgendwie in ihren Weinen wider, die eigenständig und charaktervoll sind und die in den jüngsten Jahren in Sachen Eleganz weiter zugelegt haben. 2025 bezeichnet Mathias Hirtzberger als „superschönes, klassisches Jahr“ mit tollen Säurewerten und „sehr guter Konzentration ohne hohe Zuckerwerte“. Das Jahr war durch einen späten Austrieb und späte Blüte gekennzeichnet, der eher moderate Sommer erlaubte ein gemächliches Voranschreiten der Reife. Etwas Wetterunbill gab es mit einigen Regenfällen im warmen September. Die Lese wurde am 6. Oktober mit einer Teilmenge der Steinfeder eingeläutet und am 30. Oktober beendet. Beim Grünen Veltliner gab es keine Probleme, beim Riesling musste man dafür auf der Hut sein, denn Botrytisinfektionen erfolgten sehr rasch. Die notwendige Selektion veringerte die Menge an Riesling drastisch, aber es hat sich wirklich ausgezahlt. Grüner Veltliner (70 %) und Riesling (30 %) dominieren die gutseigenen Rebflächen, zudem gibt es eine winzige Menge an Muskateller. Erfreulicherweise wird in der Weinhofmeisterei alljährlich der Steinfeder gehuldigt und diese bietet in Gestalt des Stab aus Grüner Veltliner einen vergnügten Einstieg in die Serie. Das Traubenmaterial für das Veltliner Federspiel Treu stellt einen Querschnitt der verschiedenen Lagen in der Ortschaft dar: Die Trauben stammen 2025 zu je einem Drittel aus höher gelegenen Weingärten, Hanglagen und der Ebene. Den Einstieg in die Welt der Veltliner-Smaragde bietet der würzig-fruchtige Greif, der gänzlich aus Hang- und Terrassenlagen aus Postaller, Gaisberg und Kollmütz kommt. Der herzhafte Spitaler Smaragd stammt von den ersten Terrassen am Hangfuß des Ried Kollmitz, wo reiner ockerfarbener Lössboden vorherrscht. In der betriebsinternen Hierarchie an der Spitze steht der wieder sehr präzise, heuer etwas eleganter gebaute Vertreter von der Ried Kollmütz, wo eine Auflage von etwas braunem Löss auf sandigem Boden mit vielen Steinen auf Urgestein (Gneis) besteht. Eleganter Auftakt der Rieslinge ist das filigrane Federspiel Zier, das aus verschiedenen Weingärten in Weißenkirchen stammt. Von den Riesling-Smaragden stellt sich bereits der früher nach der Subriede Bach benannte Vertreter vom Gaisberg aufgrund seiner puristischen Frucht und Rasse als Kleinkunstwerk dar. Übertroffen wird er jedoch von dem aus der höher gelegenen, exponierten Ried Kollmitz mit relativ kargem Boden stammenden Smaragd, der von herausragender Finesse ist.ps

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2025 Gemischter Satz A2
Weingärtnerei
Maximilian Aichinger
Kamptal

Helles Strohgelb mit Silberreflexen, zartfruchtige und blumige Nase nach grünem Apfel und gelbem Steinobst, dahinter ein Hauch Pfeffer, am Gaumen grüner Apfel, Stachelbeere, Grapefruit, kräutrig, zart pikant, leichtes Pfefferl, schlank und sehr vital, süffig, erfrischend mit feiner Zitrusnote im Abgang. Unkompliziertes Trinkvergnügen und guter Speisenbegleiter.

Weißwein
Gemischter Satz
€€
Schraubverschluss

Weingärtnerei
Maximilian Aichinger
Kamptal

Maximilian Aichinger
3562 Schönberg am Kamp
Hauptstraße 15

Eine beachtliche Bandbreite an Sorten profitiert von unterschiedlichen Bodenarten, und zwar vornehmlich Gneis, Sandstein, Kies und Löss. Die erste Geige spielen Grüner Veltliner und Riesling in diversen Spielarten, aber auch auf erlesene Formate aus Weißburgunder und Traminer ist der Winzer spezialisiert. Immer wieder überrascht Maximilian Aichinger, der ein vielseitig begabter und experimentierfreudiger Weinmacher ist, mit Novitäten. Über die probaten Klassik- und Premiumformate hinaus werden auch alternative Möglichkeiten ausgelotet. Naturnahe Bewirtschaftung ist gelebte Praxis im Betrieb, behutsame Kellerwirtschaft ist Standard. Der Nachhaltigkeitsgedanke hat im Weingut beachtliche Tradition. Bereits der Großvater des heutigen Betriebsinhabers, der ein Pionier der Begrünung war, hatte den Stellenwert der Biodiversität im Weingarten erkannt und ein Portfolio aus Pflanzen mit den verschiedensten positiven Eigenschaften zusammengestellt. Maximilian Aichinger, der ein einschlägiges Studium absolvierte und international reichlich Erfahrungen sammelte, ist seit 2019 für die Geschicke im Weingut verantwortlich.

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2024 Weisser Burgunder Gobelsburg
Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Orangenspalten, Zitrus, Pomelo, mürber Apfel, reife Birne, Waldhonig, Kräuter, weiche Frucht, ein Hauch von Nougat, Holz, würzig, zeigt am Gaumen seine Klasse, guter Druck, Mineralität ausspielend, braucht viel Luft, Pikanz!

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Naturkork

Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Andreas Schmid
3550 Gobelsburg
Schlossstraße 56

Tel. +43 664 2204384
trink@schmidwein.at
www.schmidwein.at

Gegründet im Jahr 1940 wird dieses Weingut heute in 3. Generation von Andreas und Alexandra Schmid geführt. Tochter Verena ist voll im Betrieb integriert. Sie ist auch Teil der Gerd A. Hoffmann Akademie und wird von Dr. Gabriela Straka unterstützt. Nachhaltige Bewirtschaftung ist Normalität. VEGAN und nachhaltig Austria. Auf Herbizide und Insektizide wird verzichtet. Statt synthetischem Dünger wird Kompost ausgebracht. Spontangärung wird angestrebt, doch nicht um jeden Preis. Diesem reinen Familienbetrieb ist auch ein TOP Heuriger angeschlossen. Die Winzerin produziert alles selbst, auch Brot und Gebäck. Was hat mir bei den Weinen besonders gefallen: natürlich die Grünen Veltliner, mit 56 Prozent die wichtigste Rebsorte des Hauses. 2025 Löss, 2025 Grüner Veltliner Gobelsburg, 2024 Riesling Gobelsburg, 2023 Grüner Veltliner Reserve Ried Spiegel. Natürlich der 2024 Weißer Burgunder Gobelsburg. Bei welchem Gewächs schlägt mein Herz lauter: 2022 Sekt Austria Blanc de Blancs: ein bezwingender Schaumwein von unvergleichlicher Leichtigkeit und Transparenz sowie verlockender Frische. Nicht zu verachten sind die Rotweine. 2023 Pinot Noir Tradition wäre eine Empfehlung.

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2023 Gondwana
Weingut
Josef Fritz
Wagram

Im Vergleich zum Vorjahr schon etwas freigiebiger, zarte burgundische Eindrücke wechseln mit kraftvoller Frucht und markanter Würze, pfeffrige Pikanz, animierende Gerbstoffstütze, saftig und markant bis ins trockene Finish.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut
Josef Fritz
Wagram

Josef Fritz
3701 Zaußenberg am Wagram
Ortsstraße 3

Mit sechs unterschiedlichen Roten Veltlinern versteht sich das qualitative Zugpferd am Wagram als seriöser Botschafter dieser autochthonen Sorte, glänzt aber ebenso mit den heimischen Klassikern Grüner Veltliner und Riesling sowie burgundischen Komplementären in Weiß und Rot, dazu gibt es schäumende Kreszenzen und gelungene Ausflüge ins alternative, sprich länger maischevergorene Fach, gerne auch einmal mit Betonei-Ausbau. Was die Weine der Familie Fritz trotz des breit gefächerten Portfolios eint, ist die Präzision in Verbindung mit klarer Fruchtausprägung und Trinkfreude bei den Leicht- und Mittelgewichten sowie beachtliches Entwicklungspotenzial bei den Reserven. Von der Roten Veltliner Parade sticht neben solidem Einstieg in Form des Wagramer Terrassen der überaus trinkanimierende wie pointierte Steinberg Hahn Kreuz heuer besonders hervor. Mordthal zeigt sich von seiner klaren, kühl-anregenden Seite und ist ein modellhafter Jahrgangsvertreter, Ruppersthal glänzt mit filigraner Textur und beachtlicher Tiefe, ein Paradewein für die Sorte und Kategorie! Mit sehr gutem Entwicklungspotenzial punktet Ried Steinberg Privat, wohingegen Josef vs Johannes zeigt, wie elegant sich diese individuelle Vater-Sohn-Melange mittlerweile stilistisch etabliert hat, ein Topwein mit Potenzial. Auf 4-Sterne-Niveau hat sich der aktuelle 2023 Riesling Schafberg analog zur letztjährigen Bewertung präsentiert. Beim Thema Raw gibt es nicht nur den markanten und hochwertigen Roten Veltliner Gondwana, sondern in Form des kecken, an deutsche Kabinette erinnernden Schaf Berg Ei auch einen solchen Riesling und den herzhaften Roten Traminer Tertiär T. Grüner Veltliner beherrscht Familie Fritz notabene, der aktuelle Schlossberg zeigt bei erstaunlich moderatem Alkohol, wie trinkfreudig eine Wagramer Lage sein kann und strahlt schon etwas über das 3-Sterne-Niveau hinaus. Als 4-Sterner ist der Himmelreich Höhle bereits solide positioniert, er stammt aus den höchstgelegenen Parzellen dieser Riede und glänzt mit fleischiger Frucht und feiner Säure. Von den 2024er Großen Reserven hat uns der Chardonnay besonders überzeugt, eine lebhafte wie elegante Sorteninterpretation mit toller Substanz. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die wertigen Schaumweine des Hauses, es gibt immer zwei Große Reserven. Aktuell stehen ein sanfter, jugendlicher Blanc de Noir sowie ein gediegener, fruchtpräsenter Pinot Noir Rosé zur Wahl, beide Prickler zeichnen sich bei aller Frucht durch moderaten Alkohol und feine Perlage aus.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -