Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2024 Riesling Reserve Stein-Ried Pfaffenberg
Weingut
Förthof
Kremstal

Feines Aroma nach Marille, Zitrus, Ananas, sich langsam öffnend, stoffig, weinig, füllig, würzig, Kühle, elegant, zeigt Finesse, wird mit Luft strahlend und entwickelt einen feinen Schmelz mit Noten nach Gesteinsmehl. WACHAU DAC

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Förthof
Kremstal

Annika Hoffmann
3500 Krems an der Donau
Förthofstraße 7

Das jüngste Weingut des Kremstales – seit 2021 –, unter der Ägide von Annika Hoffmann, hat wiederum mit den Weinen aufgezeigt. Ein erstmalig vorgestellter NV Schaumwein – ein Blanc de Noir aus Pinot Noir/Zweigelt ist voll überzeugend. Die Gebietsweine wie die 2025 Gute Ute – ein Gemischter Satz – und 2025 Walchun Wachau DAC Grüner Veltliner aus Mautern sind von einer unbeugsamen Trinklust. Vor allem der Walchun macht großen Spaß. Die beiden 2025 Ortsweine Stein aus Grüner Veltliner und Riesling machen Lust auf mehr. Dieses „Mehr“ bekommt man dann von den Lagen Weinen wie 2025 Riesling Stein-Ried Kögl – der sich prächtig darstellt. In weiterer Folge genießt man zwei Weine des Jahrgangs 2024: Reserve Grüner Veltliner Ried Gaisberg und Reserve Riesling Ried Pfaffenberg. Es ist bewundernswert, wie Annika Hoffman es schafft, die verschiedenen Lagen-Charakteristiken so perfekt herauszuarbeiten. Anzumerken wäre, dass die Weine ausreichend Luft benötigen, erst dann laufen diese zu einer bemerkenswerten Form auf. Ein Hinweis: An jedem Freitag von 13:00 bis 17:00 ist Wine O´Clock – das ist eine Gelegenheit, um die formidablen Gewächse zu verkosten.

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2021 Sekt Austria Grosse Reserve Brut 43 Ried Schrickerberg Chardonnay
Weingut
Zuschmann – Schöfmann
Weinviertel

(43 Monate Feinhefe) Subtile Hefetöne, Melone, Toast, Pfirsich, Kräuter, Nüsse, viel Mineralität, salzig, dezente Autolyse, Côte de Blancs like, Brioche, straffe Struktur, voller Rasse, Riesensäure, fordernd-nervig, geht in die Tiefe, enorme Länge. Absolute Klasse!

Schaumwein
Chardonnay
€€€€€
Naturkork

Weingut
Zuschmann – Schöfmann
Weinviertel

Schöfmann
2223 Martinsdorf
Winzerstraße 52

Dieses außergewöhnliche Weingut im Weinviertel macht sehr gute Weine, wie etwa den 2021 Weisser Burgunder Selektion. Doch die überragenden Schaumweine von hier spielen auf internationalem Niveau. Versektet wird zu 100 Prozent in Eigenregie. Ein ungemein pfiffiger Sekt aus Sauvignon Blanc – Jahrgang 2023 – macht auf Weiteres neugierig. Etwa die zwei Rosé-Schaumweine 2023 und 2019. Dann kommen zwei – 2023 und 2021 – Grüner Veltliner. Beide sind von innerer Harmonie durchzogen. Es wird dramatisch – zweimal 2021 – Riesling und Chardonnay – zweimal große Klasse. In der Weinlodge & Greisslerei kann man diese großartigen Gewächse probieren.

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2024 Wiener Gemischter Satz – Ried Himmel-Maurerberg 1ÖTW
Weingut
Edlmoser
Wien

(PB/CH/PG/GV …) Hier spricht der Boden, erdige Noten, Tannennadeln, Kräuter, Unterholz, Nüsse, reifer Apfel, dunkle Würze, kompakt, kraftvoll, tolle Fülle, passende Säure, keine Primäraromen, weinig, fruchtig, der steht ganz am Anfang seiner Entwicklung. Unbedingt zeitgerecht belüften. Hier dominieren die Burgundersorten. Der geht seinen Weg.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Edlmoser
Wien

Michael Edlmoser
1230 Wien
Maurer Lange Gasse 123

Tel. +43 1 8898680
office@edlmoser.at
www.edlmoser.at

Michael Edlmoser – Jahrgang 1976 – wird also heuer 50 – ist ein Naturtalent in Wein. Immer sich hinterfragend, immer ehrgeizig, immer on fire. Ein Großer des Wiener Weinbaus. Neben der Arbeit in den Weingärten, im Keller, in der Vermarktung managt er auch einen der Besten Wiener Heurigen. Der Mann hat die Nase im Wind. Hat beste Kenntnisse über die Weine dieser Welt. Davon zeugen auch seine Weine. Es sind Gewächse, welche vom Boden geprägt sind. Oft in der Jugend verschlossen, doch sich nach einiger Reife prachtvoll präsentieren. Die Weine kommen überwiegend vom Maurerberg – ein Ausläufer der Kalkalpen –, also überwiegt der Kalk. Es ist das einzige Weinbaugebiet innerhalb der Grenzen einer Hauptstadt. Hier gibt es nur eine reine Handlese. Biologische Bewirtschaftung, so wie es sich die WIENWEIN Winzer – Edlmoser ist einer davon – auf ihre Fahnen geschrieben haben. Was ist über die aktuellen Weine zu berichten? Ein hinreißender 2025 Gelber Muskateller Ried Kadolzberg. Ein schlichtweg genialer 2025 Rosé de Vienne. Der 2024 Weissburgunder-Kalkstein-Ried Himmel ist von überzeugendem Ausdruck. Kraftvoll, tiefgründig, mit allen Attributen dieser Rebsorte gesegnet. Überragend: 2024 Riesling Kalkstein Ried Saetzen – vor Finesse nur so strotzend. Gehört mit Sicherheit zur Elite der Weltbesten dieser Varietät. Die Wiener Gemischten Sätze sind dann das Aushängeschild des Betriebes. Ob der 2025 Gebietswein, der 2025 Ortswein Maurerberg oder die beiden Lagenweine von den Rieden Himmel und Sätzen – es sind immer repräsentative Vertreter ihrer Herkunft. Vor allem die Ried Sätzen hat es mir angetan. Es gibt auch formidable Rotweine in diesem Haus. Wie den noch immer zu jungen 2022 Pinot Noir Kalkstein oder den noch viel zu jungen 2022 Vertigo. Beide haben die Klasse zu reifen.

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2024 Scheurebe Trockenbeerenauslese Reserve
Weingut
PMC Münzenrieder
Neusiedlersee

Exotische Fruchtsüße, viel Pfirsich, Maracuja, leicht musaktig, reichhaltig im Duft, tolle Würze; saftig, viel Fruchtfleisch, nektarhafte Fruchtsüße, extraktreich, Ananas, gut eingebundene Säure, lebhafter Süßwein mit eleganter Würze, feine Länge.

Süßwein
Blauburger
€€€
Behandelter Presskork

Weingut
PMC Münzenrieder
Neusiedlersee

Christoph Münzenrieder
7143 Apetlon
Triftgasse 31

Das Weingut PMC Münzenrieder – das PMC steht für die Brüder Peter und Christoph Münzenrieder – liegt in Apetlon, mitten im Seewinkel und im Nationalpark Neusiedler See. Das besondere Terroir im und rund um den Nationalpark ist auch die Kraftquelle der Reben, die zwischen den Salzlacken wachsen. Diese Salzigkeit der Böden verleihen den PMC-Weinen generell viel Frische und Trinkvergnügen. Der Mix besteht zur Hälfte aus Rotweinen, zu etwa 35 Prozent Weißwein und 15 Prozent machen die Süßweine aus. Das Herzstück der PMC-Weingärten liegt in der Ried Neubruch, am halben Weg von Apetlon nach Podersdorf. 14 Hektar bestellen die Münzenrieders dort – jedoch nur ein Filetstück von vier Hektar wird für die reinsortigen Neubruch-Lagenweine herangezogen, deren Reben zumindest 25 Jahre alt sind. Das Besondere der Lage beschreibt Kellermeister Christoph Münzenrieder: „Neubruch ist zwischen den kleinen Salzlacken. Der Unterboden ist karg mit viel rotem Schotter, gemischt mit Eisen und Magnesium, sowie kalkhaltig. Die Auflage ist Schwarzerde. Und dann gibt es noch die Salzigkeit der Böden durch die Nähe zu den Lacken, die den Weinen eine einzigartige Frische verleihen.“ Seine Premiumweine lässt Münzenrieder 18 bis 24 Monate in leicht getoasteten französischen 500er-Eichenfässern reifen. Der Holzausbau ist ihm wichtig, doch der Winzer fährt den Holzanteil sowie das Toasting bewusst zurück, um der Frucht mehr Raum zu geben. Bei Münzenrieders Blaufränkisch von Glimmerschiefer & Kalk wechselt er das Terroir – die Trauben stammen vom Leithaberg mit seinem Verwitterungsboden. Der Blaufränker, der aktuelle Jahrgang ist aus 2023, wird auch zu 100 Prozent in 500er Barriques ausgebaut. Genauso atmet die PMC-Topcuvée Tschernosem & Salz, ein Blend aus Merlot und Cabernet Franc, 100 Prozent aus dem Holz. Tschernosem & Salz verrät die Herkunft des Seewinkels genauso wie zuvor Glimmerschiefer & Kalk auf den Leithaberg-Typus hinweisen – beides zwei herkunftsstarke Weine. Im Süßweinbereich liegt Münzenrieders Fokus vor allem auf aromatischen Sorten im High-End-Bereich, den Trockenbeerenauslesen. Und das Süße ist bei PMC immer ein Trinkgenuss.

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2024 Pinot Blanc Ried Haidsatz
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Dezent samtig, anfangs zurückhaltend, leicht rauchig, schotige Noten, frisch gebähtes Brot, verblühte Kamille, duftig; ungemein straff, guter Biss, lebhaft, schöne Frucht, ausgereift, sehr griffig, hinten Zitrusbiss, saftige Länge.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€€
Naturkork

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2023 Ried Rosengarten Chardonnay Alte Reben
Weingut
Kodolitsch
Südsteiermark

Gediegen, kompakt, sanfter Druck, kalkig-kreidig; auf dem Gaumen präsente Frucht, noble Würze unterlegt, Säurenetz gibt Struktur, kraftvoll, in sich ruhend.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Kodolitsch
Südsteiermark

Mario Weber
8430 Leibnitz
Kodolitschweg 9

Nikolaus Kodolitsch hat den traditionsreichen Familienbetrieb gemeinsam mit seiner Frau Christa 1992 von seinen Eltern übernommen. Sie waren von Anfang an bestrebt, beste Weine zu machen. Die Verpflichtung des damals noch sehr jungen Mario Weber hat sich als Glücksgriff erwiesen. Die Formkurve zeigt noch immer nach oben. Das Geheimnis seines Erfolges ist nachvollziehbar, wenn man seine Weine verkostet: „Im Keller tun wir fast nichts, wir greifen kaum ein, lassen die Weine einfach in Ruhe.“ Die Grundlage großer Gewächse sei der Weingarten; ein sanfter Rebschnitt gehöre zu den Schlüsselfaktoren. Trotz seiner großen Erfolge sieht er immer noch Luft nach oben. Das Weingut verfügt mit dem Rosengarten über eine von kalkhaltigem Lehm geprägte Monopol-Riede direkt vor dem Haus, während der Kogelberg im Sausal einen kargen Untergrund aus rotem und blauem Schiefer aufweist. Die Reben für den Sauvignon Blanc aus der sehr steilen Monopollage Schiefer-Terrassen stehen auf rotem Schiefer. Die aktuelle Serie präsentiert sich gelassen und ungekünstelt. Die Riedenweine spiegeln die Charakteristika der Lagen wider, hier ist Herkunft wörtlich zu nehmen. Der gefühlvolle Holzeinsatz wurde individuell angepasst.

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2024 Wiener Gemischter Satz Ried Saetzen-Maurerberg 1ÖTW
Weingut
Edlmoser
Wien

(20 % RI …) Anfangs komplett verschlossen, dunkle Nacht, wiederum viel Boden, Zitrustöne, Unterholz, Nüsse, am Gaumen sich langsam öffnend, zeigt Charakter, Tiefgang, ernsthafter Ausdruck, würzig-rauchig, gewinnt an Finesse, von kraftvoller Eleganz, voller Intensität, ein Langstreckenläufer. Das ist grandioser Wiener Wein. WIEN

Weißwein
Gemischter Satz
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Edlmoser
Wien

Michael Edlmoser
1230 Wien
Maurer Lange Gasse 123

Tel. +43 1 8898680
office@edlmoser.at
www.edlmoser.at

Michael Edlmoser – Jahrgang 1976 – wird also heuer 50 – ist ein Naturtalent in Wein. Immer sich hinterfragend, immer ehrgeizig, immer on fire. Ein Großer des Wiener Weinbaus. Neben der Arbeit in den Weingärten, im Keller, in der Vermarktung managt er auch einen der Besten Wiener Heurigen. Der Mann hat die Nase im Wind. Hat beste Kenntnisse über die Weine dieser Welt. Davon zeugen auch seine Weine. Es sind Gewächse, welche vom Boden geprägt sind. Oft in der Jugend verschlossen, doch sich nach einiger Reife prachtvoll präsentieren. Die Weine kommen überwiegend vom Maurerberg – ein Ausläufer der Kalkalpen –, also überwiegt der Kalk. Es ist das einzige Weinbaugebiet innerhalb der Grenzen einer Hauptstadt. Hier gibt es nur eine reine Handlese. Biologische Bewirtschaftung, so wie es sich die WIENWEIN Winzer – Edlmoser ist einer davon – auf ihre Fahnen geschrieben haben. Was ist über die aktuellen Weine zu berichten? Ein hinreißender 2025 Gelber Muskateller Ried Kadolzberg. Ein schlichtweg genialer 2025 Rosé de Vienne. Der 2024 Weissburgunder-Kalkstein-Ried Himmel ist von überzeugendem Ausdruck. Kraftvoll, tiefgründig, mit allen Attributen dieser Rebsorte gesegnet. Überragend: 2024 Riesling Kalkstein Ried Saetzen – vor Finesse nur so strotzend. Gehört mit Sicherheit zur Elite der Weltbesten dieser Varietät. Die Wiener Gemischten Sätze sind dann das Aushängeschild des Betriebes. Ob der 2025 Gebietswein, der 2025 Ortswein Maurerberg oder die beiden Lagenweine von den Rieden Himmel und Sätzen – es sind immer repräsentative Vertreter ihrer Herkunft. Vor allem die Ried Sätzen hat es mir angetan. Es gibt auch formidable Rotweine in diesem Haus. Wie den noch immer zu jungen 2022 Pinot Noir Kalkstein oder den noch viel zu jungen 2022 Vertigo. Beide haben die Klasse zu reifen.

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2024 Pinot Blanc Ried Steinweingarten
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ungemein hellwürzig, kandierte Ananas, Gesteinsmehl, mineralische Würze, kreidige Einschübe, rauchig, Zitrus, Bergamotte; toll strukturiert, kraftvoll, toller Fruchtkern in der Mitte, wunderbare Fülle, kandierte gelbe und rosa Grapefruits, Ananas, griffige, feinkörnige Struktur, straffe Länge.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2023 PHOENIX Nr. 28
Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

(BF/ME/CS/SY) Der Klassiker des Hauses, immer eine Bank: Schokotouch, schwarze Beeren, Cassis, Brombeeren, Kirschen, tolle Würze, es entwickeln sich rote Beeren à la Himbeeren, feste Struktur, griffiges Tannin, doch immer in der Balance, der ruht in sich, hat Substanz für eine lange Lagerung.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Josef und Maria Reumann
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 39

Es ist ein wahres Kleinodium, dieses Weingut in Deutschkreutz. 96 Prozent Rotweinanteil – überwiegend Blaufränkisch und Zweigelt, Merlot, Cabernet in Sauvignon und Franc, St. Laurent und fantastische Donaurieslinge. Ich verkostete die Jahrgänge dieser PIWI Varietät aus 2025: sehr gut mit einigem Potenzial; 2024: reif mit viel Charakter und Tiefe; 2022: rieslinghaft-frisch und großartig. Man verkoste den 2024 Equinox, welcher vor Kühle und Finesse nur so strotzt. Ein hervorragender Blaufränkisch Ortswein Deutschkreutz von einer Qualität, die einen staunen lässt. Der 2023 Phoenix Nr. 28 – einer der verlässlichsten Weine. In diesem Jahrgang exzellent. Ein gereifter 2018 Blaufränkisch Ried Fabian präsentiert sich im Moment fast perfekt. Blaufränkisch Reserve Altes Weingebirge aus den Jahrgängen 2021: absolut groß und zukunftsreich; 2015: sechs Jahre reifer, ein Wein, der durch diese Reife an Anmut, Eleganz und Reichtum gewonnen hat. Dann kommt ein 2018 Merlot, der wunderbar reif ist und viel Potenzial hat.

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2023 Ried Kogelberg Sauvignon Blanc Alte Reben
Weingut
Kodolitsch
Südsteiermark

Kühl, feingliedrig, Schieferboden, dezente Frucht, fast filigran; aromatisches Dacapo, saftig, feines Säurenetz gibt Struktur, null Fett, hauchzarte Würze im langen Nachhall, vom kristallinen Boden geprägt, elegant.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Kodolitsch
Südsteiermark

Mario Weber
8430 Leibnitz
Kodolitschweg 9

Nikolaus Kodolitsch hat den traditionsreichen Familienbetrieb gemeinsam mit seiner Frau Christa 1992 von seinen Eltern übernommen. Sie waren von Anfang an bestrebt, beste Weine zu machen. Die Verpflichtung des damals noch sehr jungen Mario Weber hat sich als Glücksgriff erwiesen. Die Formkurve zeigt noch immer nach oben. Das Geheimnis seines Erfolges ist nachvollziehbar, wenn man seine Weine verkostet: „Im Keller tun wir fast nichts, wir greifen kaum ein, lassen die Weine einfach in Ruhe.“ Die Grundlage großer Gewächse sei der Weingarten; ein sanfter Rebschnitt gehöre zu den Schlüsselfaktoren. Trotz seiner großen Erfolge sieht er immer noch Luft nach oben. Das Weingut verfügt mit dem Rosengarten über eine von kalkhaltigem Lehm geprägte Monopol-Riede direkt vor dem Haus, während der Kogelberg im Sausal einen kargen Untergrund aus rotem und blauem Schiefer aufweist. Die Reben für den Sauvignon Blanc aus der sehr steilen Monopollage Schiefer-Terrassen stehen auf rotem Schiefer. Die aktuelle Serie präsentiert sich gelassen und ungekünstelt. Die Riedenweine spiegeln die Charakteristika der Lagen wider, hier ist Herkunft wörtlich zu nehmen. Der gefühlvolle Holzeinsatz wurde individuell angepasst.

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2025 Traminer Trio Leutschach
Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Angenehm dezent, Anklänge von frischen Litschis und Lachsrosen, tief im Glas exotisch gelbfruchtig; schließt so an, ungewöhnlich frisch und animierend, zartes Säurenetz, jung, Potenzial.

Weißwein
Traminer
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Erwin und Franz-Josef Tschermonegg
8463 Leutschach an der Weinstraße
Glanz 50

Erwin Tschermonegg überträgt seinem Sohn Franz Josef zunehmend Verantwortung. Der ruhige und bedächtige Junior setzt seine eigenen Vorstellungen behutsam und mit Erfolg um. Für den Sauvignon Blanc Gebietswein zum Beispiel verwendet er knackige Trauben ebenso wie sehr reifes Material, was diesem Wein eine besondere Wertigkeit verleiht. Auch für den Traminer hat er eine frische, trinkanimierende Stilistik gefunden. Laute Weine sind so gar nicht sein Ding. Seine Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch die heuer präsentierte Serie. Die Weine sind präzise, wertig und feingliedrig. Die Riedencharakteristika wurden klar herausgearbeitet. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Lagenweine mit hochwertigen Naturkorken verschlossen. Die Ortsweine sind näher an Lagen- als an Gebietswein. Neu ist der So Rosé, ein Herzenswunsch von Sonja. Aus Platzgründen können wir nicht die ganze Produktpalette vorstellen. Die Weine lassen sich entspannt im Buschenschank verkosten, und modern eingerichtete Zimmer laden zu längerem Verweilen ein.

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2023 Grüner Veltliner Exclusive Wiesthalen
Weingut
Oberschil
Weinviertel

Seidiges Apfelbukett; Kriecherlcreme; pikante Exotik, eingelegte Amalfizitrone, bisschen Zuckermelone, gelbfruchtiger Schmelz, dichte Substanz, würzige Vegetabilität, Hauch grüner Pfeffer und gelbe Blüten im Finale. WIENER GEMISCHTER SATZ DAC

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Oberschil
Weinviertel

Stefan Oberschil
2102 Hagenbrunn
Schloßgasse 17

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts steht das Weingut Oberschil für gelebte Weinbautradition und konsequente Qualitätsentwicklung. Die Familie Oberschil bewirtschaftet beste Lagen mit Lössböden, die unter dem pannonischen Klima für frische und elegante Weine sorgen. Im Fokus steht Grüner Veltliner in all seinen Facetten, ergänzt durch den Wiener Gemischten Satz DAC sowie Aromasorten wie Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc. Bedeutend ist die Toplage Ried Irgsten Gruben, die komplexe und langlebige Weine wie die Weinviertel DAC Große Reserve hervorbringt. Die Rotweine Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir zeigen Eleganz und Struktur. Nachhaltige Bewirtschaftung, vielfältige Begrünung und ein schonender Umgang mit Boden und Rebe ist die Passion der Familie Oberschil. Im Top-Heurigen werden neben exzellenten Weinen auch gekochtes Schulterscherzel, das Weinviertel DAC Beuschel sowie traditionelle Heurigenkost serviert.

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2023 Blaufränkisch Ried Pratschweingarten
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Wunderbar samtig, sehr dicht, ausgereift, Tintenblei, Maulbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Veilchen, wunderbar tiefgründig; elegante Kraft, saftig-eleganter Fruchtschmelz, kernig und fest strukturiert, seidig, tolle Gesamtkomposition, lang.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2018 Merlot
Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

(2 Jahre im Steinfass, 1 g RZ, 14 % Vol., 5,1 g Säure) Ein gereifter Rotwein mit Schokonoten, Tomatenblatt, rote und schwarze Beeren, reife Trauben, voller Frucht, vollmundig, von eleganter Opulenz, toller Körper, kompakt, fast mächtig, tiefgründig, super Säure, voller Power, ein Maul voll Wein, doch nie zu viel. Unbedingt zeitgerecht belüften.

Rotwein
Merlot
€€€
Naturkork

Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Josef und Maria Reumann
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 39

Es ist ein wahres Kleinodium, dieses Weingut in Deutschkreutz. 96 Prozent Rotweinanteil – überwiegend Blaufränkisch und Zweigelt, Merlot, Cabernet in Sauvignon und Franc, St. Laurent und fantastische Donaurieslinge. Ich verkostete die Jahrgänge dieser PIWI Varietät aus 2025: sehr gut mit einigem Potenzial; 2024: reif mit viel Charakter und Tiefe; 2022: rieslinghaft-frisch und großartig. Man verkoste den 2024 Equinox, welcher vor Kühle und Finesse nur so strotzt. Ein hervorragender Blaufränkisch Ortswein Deutschkreutz von einer Qualität, die einen staunen lässt. Der 2023 Phoenix Nr. 28 – einer der verlässlichsten Weine. In diesem Jahrgang exzellent. Ein gereifter 2018 Blaufränkisch Ried Fabian präsentiert sich im Moment fast perfekt. Blaufränkisch Reserve Altes Weingebirge aus den Jahrgängen 2021: absolut groß und zukunftsreich; 2015: sechs Jahre reifer, ein Wein, der durch diese Reife an Anmut, Eleganz und Reichtum gewonnen hat. Dann kommt ein 2018 Merlot, der wunderbar reif ist und viel Potenzial hat.

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2024 Sauvignon Blanc Ried Lubekogel
Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Feingliedrig, helle Frucht, hauchzarte Würze, leise Bodentöne; schließt nahtlos an, präzise strukturiert, da ist nichts Lautes, voller Leben, lang, fast ein wenig Understatement.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Naturkork

Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Erwin und Franz-Josef Tschermonegg
8463 Leutschach an der Weinstraße
Glanz 50

Erwin Tschermonegg überträgt seinem Sohn Franz Josef zunehmend Verantwortung. Der ruhige und bedächtige Junior setzt seine eigenen Vorstellungen behutsam und mit Erfolg um. Für den Sauvignon Blanc Gebietswein zum Beispiel verwendet er knackige Trauben ebenso wie sehr reifes Material, was diesem Wein eine besondere Wertigkeit verleiht. Auch für den Traminer hat er eine frische, trinkanimierende Stilistik gefunden. Laute Weine sind so gar nicht sein Ding. Seine Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch die heuer präsentierte Serie. Die Weine sind präzise, wertig und feingliedrig. Die Riedencharakteristika wurden klar herausgearbeitet. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Lagenweine mit hochwertigen Naturkorken verschlossen. Die Ortsweine sind näher an Lagen- als an Gebietswein. Neu ist der So Rosé, ein Herzenswunsch von Sonja. Aus Platzgründen können wir nicht die ganze Produktpalette vorstellen. Die Weine lassen sich entspannt im Buschenschank verkosten, und modern eingerichtete Zimmer laden zu längerem Verweilen ein.

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2025 Grüner Veltliner Almenreith der goldene Bär
Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Reifer Boskop Apfel, feine Birne, reife Zitrusfrucht, Propolis, mehr Schmelz, dunkle Würze, gute Struktur, guter Gerbstoff und Grip, feines Holz, zartes Zuckerspitzerl.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Ing. Sighardt Donabaum
3620 Spitz
Zornberg 4

Am Fuße des beeindruckenden Zornbergs, eingebettet in eine einzigartige charaktervolle Landschaft, liegt das Weingut Sighardt Donabaum. Dieser Familienbetrieb blickt auf eine lange und tief verwurzelte Geschichte zurück und verbindet Tradition mit einer klaren, zukunftsorientierten Vision. Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Heute wird das Weingut in der 17. Generation von Sighardt Donabaum geführt. Sighardt Donabaum übernahm im Jahr 1995 die Verantwortung für das Weingut und bewirtschaftet es seit 1993 mit seinem ganz eigenen Stil. Seine Philosophie verbindet bewährte, klassische Weinherstellungsmethoden mit einem offenen Blick für Innovationen und die Herausforderungen moderner Weinproduktion. Dabei bleibt er stets seinen Prinzipien treu: Er verbindet traditionelles Können mit einem innovativen Geist, um Weine zu schaffen, die sowohl die Historie als auch die Zukunft repräsentieren. Der Winzer ist, wie seine tierischen Begleiter, die auf den Weinetiketten zu finden sind, ein wahrer „alter Hase“ im besten Sinne: erfahren, geerdet und tief verbunden mit der Natur. Diese Tiere symbolisieren seine Überzeugung, dass alles im Leben und im Wein mit dem natürlichen Kreislauf verbunden ist – Natur, Tier und Mensch stehen in einem empfindlichen, respektvollen Gleichgewicht. Dieses Verständnis bringt Donabaum dazu, seinen Weinen die nötige Zeit zu geben, um ihre volle Reife zu erreichen. Daher erscheinen die meisten seiner Weine erst im Herbst auf dem Markt. Die Vinifikation bei Donabaum folgt klassischen, bewährten Methoden, die mit viel Feingefühl und handwerklichem Geschick umgesetzt werden. Maischestandzeiten sorgen für eine gute Struktur, einen feinen Gerbstoff und angenehme Länge.

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2024 Grüner Veltliner Kaiserberg Smaragd
Weingut
Pomaßl
Wachau

Feine Würze, Heublume, Ringlotte, feiner Schmelz, zarte Botritiysnoten, rauchig, reife Quitte, Honigwein, Propolis, gute mittlere Säure, Akazienhonig, saftig mit Struktur.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Pomaßl
Wachau

Alois und Elisabeth Pomaßl
3610 Weißenkirchen
In der Schild 175

Tel. +43 664 5636161
office@pomassl.at
www.pomassl.at

Es ist ein außergewöhnlicher Ort, an dem Lissy und Lois ihr Weingut betreiben und ihre Heimat gefunden haben, eine wahre Oase der Natur und der Tradition. Wenn man die schmale, gewundene Straße den Berg hinauffährt, die durch einen malerischen Wald führt, fühlt man sich schnell, als hätte man die bekannten Grenzen der Wachau bereits hinter sich gelassen. Die Fahrt durch den dichten Baumbestand verleiht dem Besucher ein Gefühl von Abgeschiedenheit und Ruhe, fast so, als würde man sich auf eine besondere Entdeckungsreise begeben. Schon im Jahr 1937 begann der Großvater von Lois mit dem Weinbau hier, was die lange Familientradition und das Engagement für exzellente Weine deutlich unterstreicht. Seit 1983 lädt auch ein eigener Heuriger zum Verweilen ein. Das Weingut bewirtschaftet insgesamt etwa sechs Hektar Weinberge. Typischerweise stehen auch hier die klassischen Wachauer Sorten im Mittelpunkt: Grüner Veltliner und Riesling. Doch das Weingut überzeugt zudem mit einer interessanten Auswahl an anderen Trauben. Besonders hervorzuheben ist der Neuburger. Er besticht durch besondere Leichtigkeit und Trinkfreude, ohne an Komplexität einzubüßen. Das macht ihn sowohl für den Alltag als auch für Genießer zu einem besonderen Erlebnis. Hinzu kommen die neueren PIWI-Sorten wie Souvignier Gris und Muscaris, die in der Wachau noch eher selten angebaut und verarbeitet werden.

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2025 Grüner Veltliner Ried Karl
Bio-Weingut Kemetner
Kamptal

Hier verspürt man neben den vielfältigen Aromen wie Zitrus, Pfeffer, Aschantinuss, Apfel-Birne vor allem den Boden, strahlt Mineralität aus, ist elegant, fruchtcharmant, feine Fülle, cremig, bisschen Tabak, ungemein fein, ausgewogen, von zarter Stilistik, fast feminin wirkend, mit Charakter.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Bio-Weingut Kemetner
Kamptal

Simon Kemetner
3492 Etsdorf
Obere Marktstraße 2

Tel. +43 6604626818
weingut@kemetner.at
www.kemetner.at

Das Bio-Weingut Kemetner in Etsdorf im südlichen Kamptal gelegen wird seit 2019 in der 12. Generation von Simon Kemetner geführt. Dieses Gut gibt es seit über 375 Jahren. Seit dem Jahrgang 2011 ist es Bio zertifiziert. Die Lese erfolgt ausschließlich per Hand. Der sanfte Rebschnitt und die Ernte richten sich nach den Mondphasen. Mit Schwefel wird gespart. Trotz aller Unbillen ist der Jahrgang 2025 bei den Weißweinen hervorragend. So auch in diesem Weingut. Vor allem die Grünen Veltliner sind fantastisch. Beginnend mit dem Grüner Veltliner Gebietswein, sich steigernd zum Grüner Veltliner Grafenegg Ortswein über die Lagenweine der Ried Karl, wo vor allem die Alten Reben aus der Ried Karl brillieren. Ebenfalls sehr gut ist der 2025 Riesling Ried Karl. Ungemein süffig präsentiert sich der 2025 Roter Muskateller. Ich liebe den 2022 nofilter Grüner Veltliner – ein ungefilterter Natural Wine. Ein 2006 Grüner Veltliner Alte Reben zeugt von der Lagerfähigkeit der Kemetner Gewächse. Es sind überaus spannende, tiefgründige Weine.

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2023 Blaufränkisch Ried Marienthal
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Noble Zurückhaltung, deutet aber Fülle an, sehr fruchtbetont, Brombeergelee, Tintenblei; elegant, Waldbeerenfrucht, fest, lebendig, sehr straff, kernig, viel Biss, straff, kalkig, lang, Biss.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2023 Weißburgunder Johannes Alte Reben Ried Rosengarten
Weingut
Kodolitsch
Südsteiermark

Feingliedrig, markante Bodentöne, getrocknete Kräuter, ein wenig nussig, Frucht angedeutet; straff, fast kompromisslos, knochentrocken, burgundische Anmutung, sehnig, Holz sensorisch unbedeutend, salziges Finale, eigenständig.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Kodolitsch
Südsteiermark

Mario Weber
8430 Leibnitz
Kodolitschweg 9

Nikolaus Kodolitsch hat den traditionsreichen Familienbetrieb gemeinsam mit seiner Frau Christa 1992 von seinen Eltern übernommen. Sie waren von Anfang an bestrebt, beste Weine zu machen. Die Verpflichtung des damals noch sehr jungen Mario Weber hat sich als Glücksgriff erwiesen. Die Formkurve zeigt noch immer nach oben. Das Geheimnis seines Erfolges ist nachvollziehbar, wenn man seine Weine verkostet: „Im Keller tun wir fast nichts, wir greifen kaum ein, lassen die Weine einfach in Ruhe.“ Die Grundlage großer Gewächse sei der Weingarten; ein sanfter Rebschnitt gehöre zu den Schlüsselfaktoren. Trotz seiner großen Erfolge sieht er immer noch Luft nach oben. Das Weingut verfügt mit dem Rosengarten über eine von kalkhaltigem Lehm geprägte Monopol-Riede direkt vor dem Haus, während der Kogelberg im Sausal einen kargen Untergrund aus rotem und blauem Schiefer aufweist. Die Reben für den Sauvignon Blanc aus der sehr steilen Monopollage Schiefer-Terrassen stehen auf rotem Schiefer. Die aktuelle Serie präsentiert sich gelassen und ungekünstelt. Die Riedenweine spiegeln die Charakteristika der Lagen wider, hier ist Herkunft wörtlich zu nehmen. Der gefühlvolle Holzeinsatz wurde individuell angepasst.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -