Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2024 Gelber Traminer Loibner Smaragd
Weingut
Knoll
Wachau

Rauchig untermalte Fülle, würzig, samtig, Earl Grey, Dörrfrüchtebrot, reich; saftig-opulenter Fruchtschmelz, dabei lebhaft, Orangenbowle, Gewürzbrot, kernig, etwas Gerbstoff, fest, burschikos, lang. KREMSTAL

Weißwein
Traminer
€€€€€
Naturkork

Weingut
Knoll
Wachau

Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
weingut@knoll.at

Nirgendwo in Österreich wird Weintradition authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen hierzulande schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben – regional und national. Folglich hat man zum Image der Herkunft Wachau als einzigartiges, qualitativ herausragendes Gebiet maßgeblich beigetragen. Im Weingut Knoll wird seit vielen Generationen Weinbau betrieben. Erste Bouteillen wurden hier schon vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert gefüllt. Familienbetrieb im besten Sinne, wird das Weingut Knoll von zwei Generationen repräsentiert: Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne August und Emmerich H. Knoll – Letzterer ist zudem seit 2012 Obmann des traditionsreichen Winzervereins Vinea Wachau. Die Familie bewirtschaftet etwa 18 Hektar Rebfläche, von denen rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von Wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des heiligen Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Das Lagenportfolio liest sich wie ein „Who is Who“ der besten Loibner und Dürnsteiner Rieden: Dazu zählen Loibenberg und Kellerberg sowie die Knoll’sche Paradelage Schütt (Loibner und Dürnsteiner), darüber hinaus Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Spitzenriede Pfaffenberg. Obwohl das Sortiment von den regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling dominiert wird, bekennt man sich bei Knoll auch zur ampelografischen Vielfalt. So sind Komplementärsorten wie Muskateller, Gelber Traminer, Chardonnay & Co. seit jeher unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Palette. In der ungemein vielfältigen Weinpalette findet man selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur aus beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling je nach Jahr auch noch aus mehreren Lagen. In geeigneten Jahren gibt es auch noch oft herausragende Prädikatsweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. In der aktuellen Palette steht bei Steinfeder und Federspiel der jüngste Jahrgang 2025 im Fokus, der aufgrund eines etwas verzögerten Starts und kühler Phasen im Mai und Juli später in der Entwicklung war. Das drückt sich in alkoholleichteren Weinen mit eleganter Frucht und viel Säurepikanz aus. Besonders hervorzuheben als modellahfter Vertreter ist das Riesling Federspiel aus der Ried Loibenberg. Die Smaragdpalette, die aus dem sehr warmen und reifen, im Herbst durch massive Regenfälle gekennzeichneten Jahrgang 2024 stammt, wurde durch einen Loibner Grüner Veltliner ohne Riedenbezeichnung bereichert. Die 2024er-Smaragd-Palette strotzt vor beeindruckenden Weinen, wobei Grüner Veltliner Vinothek sowie Riesling Ried Pfaffenberg Selection derzeit besonders herausstechen. Tolles Potenzial für die Zukunft weisen aber auch die anderen Smaragde aus den klassischen Rieden auf, insbesondere Loibenberg, Kellerberg und Schütt.ps

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2025 Riesling Ried Steinmassl 1ÖTW
Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Elegant-samtiger Ausdruck, dezent mit Tiefe, feine reduktive Würze, samtig, Pomelo, Limette, Hollerblüten; ziseliert, griffig, rassiger Biss, spritzig, hochelegant, verführerische Frucht, Blutorangen, mittellang, köstlich

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Hervorragend in vielerlei Hinsicht, ist das Langenloiser Weingut Bründlmayer fast so etwas wie ein vinophiler Leuchtturm, dessen Schein nicht nur ganz Österreich erfasst, sondern selbst in die fernsten Ecken der Welt reicht. Und das ohne Übertreibung, denn in Sachen internationaler Ruf und Renomée ist Bründlmayer hierzulande unübertroffen. Das ist wohl begründet, denn seit Jahrzehnten wird hier demonstriert, wie man Klasse in ansehnlicher Menge und großer Vielfalt quer durch alle Weinkategorien und -klassen erzeugt. Der überaus hohe Standard konnte und kann nur dank ständiger und wohldurchdachter Weiterentwicklungen und Adaptierungen im Großen wie im Kleinen gehalten werden. Heute wird der Fortschritt im Weingut von einem Quartett an ebenso kompetenten wie kreativen und innovativen Personen verwaltet: Willi Bründlmayer – Vinaria Lebenswerk Preisträger, Gründungsmitglied der Österreichischen Traditionsweingüter und Verwalter eines riesigen Reservoirs an höchsten Auszeichnungen aus aller Welt – führt das Familienweingut bereits seit 1980 zusammen mit seiner Frau Edwige, mehr als zwei Jahrzehnt(e) ist Thomas Klinger Marketing- und Vertriebsleiter an Bord und 2016 übernahm Master of Wine Andreas Wickhoff die operative Leitung. Das Weingartenportfolio liest sich wie ein Who is Who der herausragendsten Rieden in und um Langenlois. Besonderes Augenmerk wird der idealen Verbindung von Lage und Sorte geschenkt, und in Sachen Erziehungsformen und Weingartenpraxis zählte man schon lang zu den Pionieren. Beim Weingut Bründlmayer von einer Spezialisierung zu reden, ist fehl am Platz, denn es scheint keine Kategorie zu geben, in der man nicht herausragt. Das gilt traditionell für die trockenen Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Blanc und Gris sowie weiteren Komplementärsorten ebenso wie für die bereits seit vielen Jahrzehnten kultivierten Rotweine, allen voran Pinot Noir, ergänzt durch St. Laurent und Zweigelt bis hin zu Spezailitäten wie Cabernet Franc & Co. Seit 1989 wird hier Sekt erzeugt und inzwischen hat man ein beeindruckendes Portfolio an schäumenden Delikatessen von höchstem internationalem Niveau. Dazu gibt es immer wieder köstlichste Prädikatsweine. Jüngsten Trends entsprechend gibt es schließlich auch noch eine Palette an wohlschmeckenden alkoholfreien Verlockungen, vom klassischen Traubensaft über Verjus und diverse Proxies, still und prickelnd. Die aktuelle Serie an trockenen Weißweinen ist erwartungsgemäß von durchgehend hoher Qualität. Im Bereich der aus dem Jahrgang 2024 stammenden Lagenweinen ragen beim Veltliner Vincents Spiegel und Lamm heraus – beide brauchen noch etwas Lagerzeit, um ihre wahre Klasse zu zeigen. Beim Riesling betören nicht nur die beiden Heiligenstein-Varianten aus 2024, sondern auch der köstliche Steinmassl 2025. Der ungemein präzise Chardonnay Steinberg 2024 wiederum ist ein Meilenstein für diese Sorte im Weingut. Im Rotweinbereich erfreut der klassische Pinot, die Reservevariante ist noch etwas verschlossen, dafür steht eine pikante Zweigelt-Reserve aus 2021 zur Verfügung. Die aktuelle Sektserie ist zum Niederknien, wobei wir aus Platzgründen nur vier davon vorstellen. Herausragend sind die beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Blanc de Blancs-Varianten, die zeigen, wie profund österreichischer Sekt sein kann.ps

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2025 Grüner Veltliner Ried Wachtberg Reserve
Weingut
Winzer Krems – Sandgrube 13
Kremstal

Kühl, Weihrauch, Ringlotten, süß-floral, einige Schichten; saftig, erfrischend, kernig, elegant, tropische Anklänge, Hollerblüten, rosa Grapefruits, super abgestimmt, gute Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Winzer Krems – Sandgrube 13
Kremstal

Ludwig Holzer
3500 Krems
Sandgrube 13

Tel. +43 2732 85511
Fax. -6
office@winzerkrems.at
www.winzerkrems.at

Als größtes Weingut und bedeutendster Qualitätsweinproduzent Österreichs verfügt die schlagkräftige Genossenschaft mit ihren rund 600 Mitgliedswinzern über 1.200 Hektar Vertragsflächen, die sich auf die Stadt Krems und das Kremstal sowie die umliegenden Weinbaugebiete Traisental, Kamptal, Wagram und Wachau verteilen. Qualitätsstreben wird bei Winzer Krems schon seit Dekaden großgeschrieben. Hüter der Qualität sind Geschäftsführer Ludwig Holzer und Kellermeister Franz Arndorfer. Erreicht wird das hohe Level einerseits durch strenge Richtlinien hinsichtlich Pflege und Bewirtschaftung der Weingärten inklusive Maßnahmen wie Ertragsreduzierung sowie durch die Vorgaben in Sachen Traubenzustand und -reife sowie Zeitpunkt bei der Lese. Andererseits verfügen die Winzer Krems über hochmoderne Produktionsstätten und -anlagen; 2023 wurden zwei neue Keller, die Abfüllanlage sowie das Flaschenlager eröffnet. Neben Weinen der Basislinie und des Mittelbaus, die sich jeweils als tadellose Vertreter ihrer Kategorie darstellen, werden auch diverse Premiumweine in Gestalt der Reserven und vor allem einiger Riedenweine erzeugt. Toplagen im Betrieb sind Weinzierlberg, Obere Sandgrube und Wachtberg bei Grüner Veltliner sowie Kreuzberg und Pfaffenberg für Riesling. Weitere kleine Parzellen hat man sich am Schreckberg gesichert. Forciert werden auch PIWI-Sorten.ps

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2025 Grüner Veltliner Stoamasl
Weingut
M. Mayer
Wagram

Glasklare würzige Nase, gelber Apfel, Heublumen, Ringlotte, saftiger gelbfruchtiger Gaumen, eingekochte Nashi-Birne, Orangenverbene, Mandarinenschale, ganz leichter Gerbstoff unterlegt von rosa Pfeffer, feine Säurestruktur, sehr gut strukturierter Grüner Veltliner.

Weißwein
Grüner Veltliner
Schraubverschluss

Weingut
M. Mayer
Wagram

Matthias Mayer
3465 Königsbrunn am Wagram Kremserstraße
19

Tel. +43 676 88234442
weingut@m-mayer.at
www.m-mayer.at

Seit 25 Jahren bewirtschaftet Matthias Mayer seine Weingärten in Königsbrunn am Wagram – mit viel Erfahrung, Feingefühl und einer klaren Handschrift. Grüner und Roter Veltliner halten sich dabei mengenmäßig die Waage und prägen das Sortiment gleichermaßen. Das Jahr 2024 stellte mit einem starken Frost eine echte Bewährungsprobe dar. „Gott sei Dank sind manche Flächen, wie beim Grünen Veltliner Bromberg, etwas größer – sonst hätten wir keine Ernte gehabt“, erzählt Matthias Mayer rückblickend. Der Lössboden zieht sich durch alle Rieden und verleiht den Weinen ihre unverkennbare Struktur und Herkunft. Besonders mit dem Grünen Veltliner Stoamasl und dem Ried Bromberg wird die Rebsorte in ihrer ganzen Vielschichtigkeit gefeiert. Im neuen Herkunftssystem nehmen sowohl die Gebietsweine als auch die Riedenweine eine zentrale Rolle ein. Die klassisch ausgebauten Gebietsweine zeigen sich dabei geradlinig, klar und sortentypisch – ehrlich und unverfälscht. Ein besonderes Highlight ist der Grüne Veltliner Ried Mordthal – Ruppersthal Reserve, der mindestens ein Jahr in 700-Liter-Akazienfässern reift. Er überzeugt mit Tiefe, Struktur und großem Entwicklungspotenzial und wird sich in den kommenden Jahren noch weiter entfalten. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich durchgehend elegant, mit moderatem Alkohol und spürbarer innerer Festigkeit. Dieser Stil transportiert die Herkunft besonders klar und präzise – etwas, das das Weingut konsequent weiterentwickelt. Der Grüne Veltliner Stoamasl 2025 und der Rote Veltliner Steinberg 2025 stechen dabei besonders hervor: komplex, tiefgründig und gleichzeitig wunderbar leichtfüßig. Der Grüne Veltliner Ried Mordthal 2024 entfaltet sein Potenzial am besten mit etwas Luft und Geduld im Glas – dann zeigt er seine ganze Klasse. Insgesamt markiert der Jahrgang 2025 einen weiteren stimmigen Entwicklungsschritt für das Weingut – mit viel Zukunftsfreude und klarer Linie.

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2022 Franz Josef, Cuvée, Große Reserve
Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

(30 % CS / 70 % ZW) Dunkles Granatrot; reife Cabernet-Nase, Malz und Karamell, Wald- und Johannisbeeren, viel Klasse und Tiefe; im Unterschied zu den beiden vorher traditioneller gearbeitet – sprich weicher und offener. Dabei auch feingliedrig mit Tiefgang, eleganter Würze und druckvollem, langem Abgang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

Ing. Johannes Pitnauer
2464 Göttlesbrunn
Weinbergstraße 4

Mit Johannes Pitnauer leitet seit 2018 die junge Generation das traditionelle Familienweingut. Zielsicher im Wissen der großen Tradition des Hauses führt der Jungwinzer den Betrieb in die neue Zukunft und wird dabei von seiner Lebensgefährtin Romana Bauer tatkräftig unterstützt. Der Grüne Veltliner Classic repräsentiert die fruchtbetonte Linie. Er gedeiht in der Riede Hagelsberg, die auf kalkhaltigen Braunerdeböden und mit den kühlen Winden an den oberen Hügelkappen das spezielle Mikroklima widerspiegeln. Von dort kommt auch der Top-Grüne Veltliner, der im Jahrgang 2025 mit viel Tiefgang und Länge aufwarten kann. Der Gelbe Muskateller war schon bei Vater Hans in den 90er Jahren immer gut, und die alten Reben bringen heute noch ein bißchen mehr Aromavielfalt und Dichte. Die großen Klassiker im Haus Pitnauer sind die Rotweine, wie die seit 1986 ausgebaute Zweigelt-Marke Bienenfresser und die Großen Reserven, die jeweils reinsortig von französischen Sorten stammen. Seit Jahrzehnten bereitet es mir Freude, Merlot, Syrah, Cabernet Franc und die Cuvée Franz Josef zu verkosten, und die feinen Unterschiede pro Jahrgang herauszuarbeiten.

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2021 Cardinal Cuvée
Weingut
Giefing
Leithaberg, Rust & Rosalia

(BF/ME/CS) Blaufränkisch dominiert in dieser Prestigecuvée, rote Eindrücke à la Cassis, Hagebutten und Weichseln, saftige, druckvolle Frucht am Gaumen, fleischig, reifes, präsentes Tannin, überzeugende Substanz und Länge.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Giefing
Leithaberg, Rust & Rosalia

Claudia Giefing
7071 Rust
Hauptstraße 13

Heuer stehen bei Claudia und Erich Giefing viele Premium-Weine an, die erst dieses Jahr in den Verkauf gelangen. Die Strategie, hochwertige Gewächse erst nach etwas Flaschenreife auf den Markt zu bringen, ist sozusagen die DNA dieses Ruster Paradebetriebes. Bei den trockenen Weißweinen finden sich Klassiker der Region wie Furmint als unkomplizierter Begleiter ebenso wie Neuburger als gediegener Vom Ruster Kalk sowie ernsthafte burgundische Gewächse. Hier ist der Chardonnay Muschelkalk als besonders animierender Vertreter hervorzuheben, die Edelsorte gibt es auch als ambitionierte Reserve in Form der Contessa. Die charmante wie pikante Pinot Cuvée trägt schon die Handschrift von Tochter Elsa, gleiches gilt für den gelungenen Orangewine vom Neuburger, ein für die Kategorie sehr präzises, fruchtbetontes Gewächs mit perfektem Holzeinsatz. Bei den Rotweinen hat man heuer die Qual der Wahl, Blaufränkisch gibt es in Form des 2019 Guter Roter zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch als zupackenden, feurig-juvenilen Oberer Wald 2021. Cuvées sind eine Kernkompetenz des Weinguts: Die internationalen Edelsorten Syrah, Cabernet und Merlot definieren den Marco Polo, kraftvoll, mit reichlich Dunkelfrucht und zupackendem Tannin. Blaufränkisch dominiert der Cardinal, die rote Prestigecuvée des Hauses, die mit überzeugender Substanz und Potenzial punktet.

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2023 Cablot
Weingut
Gager
Mittelburgenland

(60 % CS / 30 % ME / CF) Kraftvoll, viel dunkle Frucht, reife schwarze Johannisbeeren, getrocknete Kräuter, kühler Touch, tief im Glas Zartbitterschokolade; schließt aromatisch nahtlos an, geballte Kraft, markantes Tanningerüst sorgt für Konturen, viel dunkle Würze, getrocknete Kräuter, sehr langer Abgang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Gager
Mittelburgenland

Gager
7301 Deutschkreutz
Karrnergasse 2

Das Weingut Gager gehört seit Jahren zu den Leitbetrieben des Mittelburgenlandes. Gegründet wurde es von Josef Gager im Jahr 1984. Rotweine hoher Qualität mit einer gesunden Härte wurden bald zu seinem Markenzeichen. Sein Sohn Horst hat etwas an Strenge weggenommen, ohne die Linie des Hauses zu verwässern. Die Rotweine werden grundsätzlich im Holz ausgebaut. Für die Basislinie und die mittlere Ebene werden gebrauchte Barriques verwendet, für die Flaggschiffe des Hauses kommt ausschließlich neues Holz zum Einsatz. Cabernet Franc und Merlot werden sortenrein nur in sehr guten Jahren angeboten. Der Blaufränkisch Gager, kurz BFG, wird in Top-Jahren vinifiziert. Es handelt sich um eine Selektion der ältesten Reben. Gleiches gilt für die Cuvée Gager Gold; wegen der sehr geringen Menge wird dieser Wein nicht aktiv beworben. Den Tycoon gibt es ebenfalls nur, wenn der Jahrgang passt. Die Etiketten wurden behutsam umgestaltet. Aufgelassen wurde der Zweigelt Klassik. An der Qualitätsschraube hat der Winzer erneut gedreht. Als Folge der Umstellungen kommt der Jahrgang 2024 erst gegen Ende 2026 in den Verkauf, weshalb wir die zum Großteil schon letztes Jahr als Fassproben vorgestellten Weine nun in fertigem Zustand präsentieren. Mit dem Rotweinabsatz ist Horst Gager sehr zufrieden, allen Unkenrufen zum Trotz.

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2025 Riesling Ried Zöbinger Heiligenstein 1ÖTW
Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Feine Würze, dicht und pfiffig, Grapefruits, auch Birne, Ölfrucht, roter Pfirsich, Schafgarbe; nervig und straff, messerscharf, Limettenschalen, packender Biss, feinherb, asketisch, verkapselt, Geduld.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Hervorragend in vielerlei Hinsicht, ist das Langenloiser Weingut Bründlmayer fast so etwas wie ein vinophiler Leuchtturm, dessen Schein nicht nur ganz Österreich erfasst, sondern selbst in die fernsten Ecken der Welt reicht. Und das ohne Übertreibung, denn in Sachen internationaler Ruf und Renomée ist Bründlmayer hierzulande unübertroffen. Das ist wohl begründet, denn seit Jahrzehnten wird hier demonstriert, wie man Klasse in ansehnlicher Menge und großer Vielfalt quer durch alle Weinkategorien und -klassen erzeugt. Der überaus hohe Standard konnte und kann nur dank ständiger und wohldurchdachter Weiterentwicklungen und Adaptierungen im Großen wie im Kleinen gehalten werden. Heute wird der Fortschritt im Weingut von einem Quartett an ebenso kompetenten wie kreativen und innovativen Personen verwaltet: Willi Bründlmayer – Vinaria Lebenswerk Preisträger, Gründungsmitglied der Österreichischen Traditionsweingüter und Verwalter eines riesigen Reservoirs an höchsten Auszeichnungen aus aller Welt – führt das Familienweingut bereits seit 1980 zusammen mit seiner Frau Edwige, mehr als zwei Jahrzehnt(e) ist Thomas Klinger Marketing- und Vertriebsleiter an Bord und 2016 übernahm Master of Wine Andreas Wickhoff die operative Leitung. Das Weingartenportfolio liest sich wie ein Who is Who der herausragendsten Rieden in und um Langenlois. Besonderes Augenmerk wird der idealen Verbindung von Lage und Sorte geschenkt, und in Sachen Erziehungsformen und Weingartenpraxis zählte man schon lang zu den Pionieren. Beim Weingut Bründlmayer von einer Spezialisierung zu reden, ist fehl am Platz, denn es scheint keine Kategorie zu geben, in der man nicht herausragt. Das gilt traditionell für die trockenen Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Blanc und Gris sowie weiteren Komplementärsorten ebenso wie für die bereits seit vielen Jahrzehnten kultivierten Rotweine, allen voran Pinot Noir, ergänzt durch St. Laurent und Zweigelt bis hin zu Spezailitäten wie Cabernet Franc & Co. Seit 1989 wird hier Sekt erzeugt und inzwischen hat man ein beeindruckendes Portfolio an schäumenden Delikatessen von höchstem internationalem Niveau. Dazu gibt es immer wieder köstlichste Prädikatsweine. Jüngsten Trends entsprechend gibt es schließlich auch noch eine Palette an wohlschmeckenden alkoholfreien Verlockungen, vom klassischen Traubensaft über Verjus und diverse Proxies, still und prickelnd. Die aktuelle Serie an trockenen Weißweinen ist erwartungsgemäß von durchgehend hoher Qualität. Im Bereich der aus dem Jahrgang 2024 stammenden Lagenweinen ragen beim Veltliner Vincents Spiegel und Lamm heraus – beide brauchen noch etwas Lagerzeit, um ihre wahre Klasse zu zeigen. Beim Riesling betören nicht nur die beiden Heiligenstein-Varianten aus 2024, sondern auch der köstliche Steinmassl 2025. Der ungemein präzise Chardonnay Steinberg 2024 wiederum ist ein Meilenstein für diese Sorte im Weingut. Im Rotweinbereich erfreut der klassische Pinot, die Reservevariante ist noch etwas verschlossen, dafür steht eine pikante Zweigelt-Reserve aus 2021 zur Verfügung. Die aktuelle Sektserie ist zum Niederknien, wobei wir aus Platzgründen nur vier davon vorstellen. Herausragend sind die beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Blanc de Blancs-Varianten, die zeigen, wie profund österreichischer Sekt sein kann.ps

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2024 Grüner Veltliner Ried Zöbinger Gaisberg 1ÖTW
Weingut
Topf
Kamptal

Straffe, würzige Art, Feuerstein, steiniger Charakter, leichte Mineralität, viel Maracuja; saftige Präsenz, mineralische Würze und hinten Salzigkeit, lebhaft, reife, rote Äpfel, Quitte, gelbfleischige Birnen, feine Säurepikanz.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Topf
Kamptal

Familie Topf
3491 Straß im Straßertale
Talstraße 162

Reichhaltig und nachhaltig – so präsentiert sich das etwa 30 Weine umfassende Programm der Familie Topf aus Strass. Das Weingut wird seit zwei Jahren von den Brüdern Max als Kellermeister und Hans-Peter als Frontmann im Verkauf und Marketing geführt. Die Eltern Hans und Magdalena sind zwar nach wie vor präsent, stellen sich aber schon länger in die zweite Reihe. Mit dem Einstieg der Topf-Jugend hat man den Betrieb auch auf Bio umgestellt, 2023 war der erste offiziell zertifizierte Jahrgang. „Wir bevorzugen den frischen, betont trockenen Stil im Wein“, sagt Hans-Peter Topf, ihre trockenen Weine weisen alle so ein bis zwei Gramm Restzucker aus. „Wir schauen, keine Botrytis-Trauben zu haben, fokussieren auf reduktiven Ausbau im Edelstahl und verwenden weitgehend Schraubverschlüsse.“ Das gilt insbesondere für die Kamptaler DAC-Sorten Grüner Veltliner und Riesling sowie für die leichte Sortenvielfalt. An der Topf-Basis gibt es zwei Gebietsweine – einen Grünen Veltliner und einen Riesling; genauso wie in der Ortsweinmitte. Spannend wird es bei den Topf Lagenweinen, wo es überall eine Handvoll gibt. Während beim Grünen immer der puristische Gaisberg der Primus inter Pares ist, gehört bei den Rieslingen heuer nicht der Klassiker vom Heiligenstein der große Auftritt, sondern dem Riesling vom Wechselberg Spiegel, eine Lage, die mit Hans Topf Senior untrennbar verbunden ist. Denn er hat 1992/93 diesen Berg um 45 Grad umgedreht – von SW auf SSW, womit die Lage jetzt Talauswärts schaut – und die Topfs Jahr für Jahr einen bildhübschen Wein daraus zaubern. Seit jeher steht das Weingut auch für Burgunder – diese Tradition und Liebesgeschichte führen auch die Topf-Brüder weiter – mit ihrer Vorstellung, dabei vermehrt auf österreichische Eiche statt französisches Holz zu setzen, und die Burgunder im Ausbau generell etwas straffer und alkoholleichter anzulegen. Weiter so.

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2024 Grüner Veltliner Ried Mordthal Reserve
Weingut
M. Mayer
Wagram

Vielversprechender Auftakt, Honigwabe, kandierte Orange, Bergamotte, Waldhimbeere, saftiger, aber nicht ausladender Gaumen, Bienenwachs, Lakritze, Schwarzbrotrinde, bleibt am Gaumen kompakt, eine feine zitrische Säure untermalt diesen Kraftlackl, der mit Luft gewinnt.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
M. Mayer
Wagram

Matthias Mayer
3465 Königsbrunn am Wagram Kremserstraße
19

Tel. +43 676 88234442
weingut@m-mayer.at
www.m-mayer.at

Seit 25 Jahren bewirtschaftet Matthias Mayer seine Weingärten in Königsbrunn am Wagram – mit viel Erfahrung, Feingefühl und einer klaren Handschrift. Grüner und Roter Veltliner halten sich dabei mengenmäßig die Waage und prägen das Sortiment gleichermaßen. Das Jahr 2024 stellte mit einem starken Frost eine echte Bewährungsprobe dar. „Gott sei Dank sind manche Flächen, wie beim Grünen Veltliner Bromberg, etwas größer – sonst hätten wir keine Ernte gehabt“, erzählt Matthias Mayer rückblickend. Der Lössboden zieht sich durch alle Rieden und verleiht den Weinen ihre unverkennbare Struktur und Herkunft. Besonders mit dem Grünen Veltliner Stoamasl und dem Ried Bromberg wird die Rebsorte in ihrer ganzen Vielschichtigkeit gefeiert. Im neuen Herkunftssystem nehmen sowohl die Gebietsweine als auch die Riedenweine eine zentrale Rolle ein. Die klassisch ausgebauten Gebietsweine zeigen sich dabei geradlinig, klar und sortentypisch – ehrlich und unverfälscht. Ein besonderes Highlight ist der Grüne Veltliner Ried Mordthal – Ruppersthal Reserve, der mindestens ein Jahr in 700-Liter-Akazienfässern reift. Er überzeugt mit Tiefe, Struktur und großem Entwicklungspotenzial und wird sich in den kommenden Jahren noch weiter entfalten. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich durchgehend elegant, mit moderatem Alkohol und spürbarer innerer Festigkeit. Dieser Stil transportiert die Herkunft besonders klar und präzise – etwas, das das Weingut konsequent weiterentwickelt. Der Grüne Veltliner Stoamasl 2025 und der Rote Veltliner Steinberg 2025 stechen dabei besonders hervor: komplex, tiefgründig und gleichzeitig wunderbar leichtfüßig. Der Grüne Veltliner Ried Mordthal 2024 entfaltet sein Potenzial am besten mit etwas Luft und Geduld im Glas – dann zeigt er seine ganze Klasse. Insgesamt markiert der Jahrgang 2025 einen weiteren stimmigen Entwicklungsschritt für das Weingut – mit viel Zukunftsfreude und klarer Linie.

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2025 Grüner Veltliner Ried Galgenberg
Winzerhof
Stift
Weinviertel

Animierende Fruchtaromen nach exotischen Früchten, Zitronenzesten, gelber Apfel, reife Birnen, extraktreich und würzig, kraftvoll, ausgewogen, delikat, erfrischend.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Winzerhof
Stift
Weinviertel

Franz und Regina Stift
3743 Röschitz
Lange Zeile 6

Röschitz entwickelt sich seit Jahren zu einem Weinort von zunehmender Bedeutung, mit unzähligen Spitzenweingütern. Eines davon ist der Winzerhof Stift. Großen Eindruck macht der gepflegte, bildhaft schöne Innenhof, wo die beliebten Jazzkonzerte den richtigen Rahmen finden, sowie der hochmoderne, durchdachte Neubau des Weinkellers. Ihre eigene Sprache sprechen aber die Weine in den Gläsern. Hier lässt sich von leichtem, fruchtbetontem Jungwein bis zur gehaltvollen, körperreichen Reserve viel Spannendes entdecken. Klarerweise dominiert der Grüne Veltliner in all seinen Facetten, wobei der Methusalem und die Weinviertel DAC Reserve Ried Galgenberg enormes Potenzial besitzen; über viele Jahre zeigen sich diese Weine mit beeindruckendem Duft, Exotik, Aroma, Körper, Kraft, Extrakten, Finesse und einem nicht enden wollenden Nachgeschmack. Auch der Riesling Lampelschweif ist wieder in Hochform und Chardonnay, Sauvignon Blanc und Rosé vom Cabernet Sauvignon werden ihre Liebhaber neuerlich überzeugen. So machen diese Weine mit ihrer Klarheit, Typizität und Ausdrucksstärke jedes Jahr wieder große Freude. „Jede Familie hat ihre eigene Geschichte, unsere handelt von Wein, Genuss und Liebe zur Natur“, so die Familie Stift.

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2021 Blaufränkisch Reserve Ried Oberer Wald
Weingut
Giefing
Leithaberg, Rust & Rosalia

Schon in der Nase typisch kühler Unterzug, Wildkirschen, getrocknete Tomaten, Criollo-Kakao, ätherisch, viel dunkle Pikanz am Gaumen, zupackend, jugendlich feurig und vollreif, optimale Tanninbalance, lang anhaltend. LEITHABERG

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Giefing
Leithaberg, Rust & Rosalia

Claudia Giefing
7071 Rust
Hauptstraße 13

Heuer stehen bei Claudia und Erich Giefing viele Premium-Weine an, die erst dieses Jahr in den Verkauf gelangen. Die Strategie, hochwertige Gewächse erst nach etwas Flaschenreife auf den Markt zu bringen, ist sozusagen die DNA dieses Ruster Paradebetriebes. Bei den trockenen Weißweinen finden sich Klassiker der Region wie Furmint als unkomplizierter Begleiter ebenso wie Neuburger als gediegener Vom Ruster Kalk sowie ernsthafte burgundische Gewächse. Hier ist der Chardonnay Muschelkalk als besonders animierender Vertreter hervorzuheben, die Edelsorte gibt es auch als ambitionierte Reserve in Form der Contessa. Die charmante wie pikante Pinot Cuvée trägt schon die Handschrift von Tochter Elsa, gleiches gilt für den gelungenen Orangewine vom Neuburger, ein für die Kategorie sehr präzises, fruchtbetontes Gewächs mit perfektem Holzeinsatz. Bei den Rotweinen hat man heuer die Qual der Wahl, Blaufränkisch gibt es in Form des 2019 Guter Roter zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch als zupackenden, feurig-juvenilen Oberer Wald 2021. Cuvées sind eine Kernkompetenz des Weinguts: Die internationalen Edelsorten Syrah, Cabernet und Merlot definieren den Marco Polo, kraftvoll, mit reichlich Dunkelfrucht und zupackendem Tannin. Blaufränkisch dominiert der Cardinal, die rote Prestigecuvée des Hauses, die mit überzeugender Substanz und Potenzial punktet.

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2022 BFG
Weingut
Gager
Mittelburgenland

(BF) Präzise, Beerenfrucht und elegante Würze innig verwoben; aromatisches Dacapo, feingliedrige Struktur, Gerbstoffnetz, hochgradig elegant auch auf dem Gaumen, trinkanimierend, in keiner Phase laut, gekonnter Holzeinsatz, große Länge, formidabler Stoff.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Gager
Mittelburgenland

Gager
7301 Deutschkreutz
Karrnergasse 2

Das Weingut Gager gehört seit Jahren zu den Leitbetrieben des Mittelburgenlandes. Gegründet wurde es von Josef Gager im Jahr 1984. Rotweine hoher Qualität mit einer gesunden Härte wurden bald zu seinem Markenzeichen. Sein Sohn Horst hat etwas an Strenge weggenommen, ohne die Linie des Hauses zu verwässern. Die Rotweine werden grundsätzlich im Holz ausgebaut. Für die Basislinie und die mittlere Ebene werden gebrauchte Barriques verwendet, für die Flaggschiffe des Hauses kommt ausschließlich neues Holz zum Einsatz. Cabernet Franc und Merlot werden sortenrein nur in sehr guten Jahren angeboten. Der Blaufränkisch Gager, kurz BFG, wird in Top-Jahren vinifiziert. Es handelt sich um eine Selektion der ältesten Reben. Gleiches gilt für die Cuvée Gager Gold; wegen der sehr geringen Menge wird dieser Wein nicht aktiv beworben. Den Tycoon gibt es ebenfalls nur, wenn der Jahrgang passt. Die Etiketten wurden behutsam umgestaltet. Aufgelassen wurde der Zweigelt Klassik. An der Qualitätsschraube hat der Winzer erneut gedreht. Als Folge der Umstellungen kommt der Jahrgang 2024 erst gegen Ende 2026 in den Verkauf, weshalb wir die zum Großteil schon letztes Jahr als Fassproben vorgestellten Weine nun in fertigem Zustand präsentieren. Mit dem Rotweinabsatz ist Horst Gager sehr zufrieden, allen Unkenrufen zum Trotz.

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2023 Sauvignon Blanc Ried Einöd Kitzeck-Sausal
Bischöflicher Weinkeller
Schloss Seggau
Südsteiermark

Elegante Würze, Kümmel, Wacholderbeeren, dezent rauchig, Frucht blitzt durch; schließt nahtlos an, engmaschiges Säurenetz, subtile Frucht und Gewürze eng verwoben, gute Länge, punktet mit Feinheit.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Naturkork

Bischöflicher Weinkeller
Schloss Seggau
Südsteiermark

Ursula Lechenauer
8430 Leibnitz
Seggauberg 1

Tel. +43 3452 82435-0
weinkeller@seggau.com
www.seggau.com

Der Weinbaubetrieb von Schloss Seggau wird von der Landwirtschaftlichen Fachschule für Obst- und Weinbau Silberberg bewirtschaftet, von der Pflege der Rebanlagen bis zur Vinifizierung der Trauben. Im barocken Bischöflichen Weinkeller Schloss Seggau hat Ursula Lechenauer das Sagen, sie ist organisatorisch für alles verantwortlich, was mit Wein zu tun hat. Die Partnerschaft sei sehr gedeihlich, sagt sie, weil sie eigene Ideen einbringen kann. Außerdem sind die Entfernungen kurz, vom Schlossareal kann man direkt auf das Landesweingut hinübersehen. Die Etiketten wurden von der steirischen Künstlerin Renate Krammer entworfen; sie sollen an die Hügellandschaft der Südsteiermark erinnern. Schloss Seggau verfügt über ausgezeichnete Rieden im Sausal. Die Böden aus kristallinem Verwitterungsgestein drücken den Weinen ihren unverkennbaren Stempel auf. Die hoch gelegene und steile Ried Einöd zum Beispiel war bereits im Mittelalter sehr geschätzt. Der karge Boden aus schwarzem Schiefer, durchsetzt mit Quarzsteinen, begünstigt in Verbindung mit hoher Sonneneinstrahlung feine und zugängliche Weine. Die gesamte heuer vorgestellte Linie präsentiert sich feingliedrig und angenehm dezent. Unbeschwerten Trinkspaß bereiten der steirische Mischsatz und der Riesling Episcopus. Das Schloss selbst hat sich einen guten Namen für Kongresse, Seminare und Hochzeiten gemacht. Ein eigenes Hotel gehört dazu. Das weitläufige Gelände schließt im Norden mit dem über 300 Jahre alten Bischöflichen Weinkeller ab, der zu den ältesten und größten in Europa zählt.

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2025 Riesling Ried Kremsleithen
Weingut
Winzer Krems – Sandgrube 13
Kremstal

Klassische Sortenfrucht, Marillen und Zitrus, leichte Würze, füllig, zugänglich, reif; dezent saftig, spritzig, gute Frische, Steinobst und Zitrus, straff, mittleres Finish.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Winzer Krems – Sandgrube 13
Kremstal

Ludwig Holzer
3500 Krems
Sandgrube 13

Tel. +43 2732 85511
Fax. -6
office@winzerkrems.at
www.winzerkrems.at

Als größtes Weingut und bedeutendster Qualitätsweinproduzent Österreichs verfügt die schlagkräftige Genossenschaft mit ihren rund 600 Mitgliedswinzern über 1.200 Hektar Vertragsflächen, die sich auf die Stadt Krems und das Kremstal sowie die umliegenden Weinbaugebiete Traisental, Kamptal, Wagram und Wachau verteilen. Qualitätsstreben wird bei Winzer Krems schon seit Dekaden großgeschrieben. Hüter der Qualität sind Geschäftsführer Ludwig Holzer und Kellermeister Franz Arndorfer. Erreicht wird das hohe Level einerseits durch strenge Richtlinien hinsichtlich Pflege und Bewirtschaftung der Weingärten inklusive Maßnahmen wie Ertragsreduzierung sowie durch die Vorgaben in Sachen Traubenzustand und -reife sowie Zeitpunkt bei der Lese. Andererseits verfügen die Winzer Krems über hochmoderne Produktionsstätten und -anlagen; 2023 wurden zwei neue Keller, die Abfüllanlage sowie das Flaschenlager eröffnet. Neben Weinen der Basislinie und des Mittelbaus, die sich jeweils als tadellose Vertreter ihrer Kategorie darstellen, werden auch diverse Premiumweine in Gestalt der Reserven und vor allem einiger Riedenweine erzeugt. Toplagen im Betrieb sind Weinzierlberg, Obere Sandgrube und Wachtberg bei Grüner Veltliner sowie Kreuzberg und Pfaffenberg für Riesling. Weitere kleine Parzellen hat man sich am Schreckberg gesichert. Forciert werden auch PIWI-Sorten.ps

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2024 Göttlesbrunn weiß
Weingut
Taferner
Carnuntum

(40% CH vom Rosenberg, 30% PB vom Altenberg, 30% GV vom Haidacker, spontan vergoren, 1 Jahr auf der Vollhefe) Vielschichtige burgundische Note, Orangenschalen, Zitrus, Kräuter, Steinobst; ungemein elegant, saftig, Ananas, reifer Apfel, nussig, dezent cremig, ausgewogen, harmonisch.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Taferner
Carnuntum

Karoline Taferner
2464 Göttlesbrunn
Pfarrgasse 2

Tel. +43 2162 8465
weingut@tafi.at
www.tafi.at

Karoline Taferner ist 2015 in den Familienbetrieb eingestiegen und führt diesen im Tandem mit ihrem Vater Franz in noch lichtere Höhen als zuvor. Die Weine sind voller Authentizität und Ausdrucksstärke. Man hat die Region im Verbund mit den Rebsorten in voller Pracht im Weinglas. Die Weingärten werden BIO organisch nachhaltig bewirtschaftet. Wie immer gehört der Gelbe Muskateller zu den besten des Jahrgangs. Ungemein vielschichtig und einnehmend. Beide Rosé bieten viel Trinkfreude und laden ein zum Sommer. Die Carnuntum Cuvée zeigt, wie ein Einstiegswein sein sollte – nämlich toll! Der 23er Ried Haidacker Excalibur kommt nächstes Jahr in den Guide. Das Grande Finale bilden immer wieder der Tribun Cabernet Sauvignon, der mit viel Tiefgang und Würze aufwartet, und der mächtige, dichte und unglaublich begeisternde V.I.B. Very Important Bottle.

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2024 Pinot Noir Alte Reben Gumpoldskirchen
Weingut
Familie Reinisch
Thermenregion

Waldbeere und Kirsche im feingliedrigen Bukett; glasklar am Gaumen, mit fein tintigen Tanninen, puristisch mit viel Charakter, zarte Vegetabilität begleitet die straffe Beerenfrucht, baut Spannung auf, komplex mit Tiefe, Hauch Eibisch und Zimt, pikant-fruchtige Säure gibt Schwung, terroirgeprägter langer Nachhall.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Familie Reinisch
Thermenregion

Reinisch
2523 Tattendorf
Im Weingarten 1

Tel. +43 2253 81423
Fax. -4
office@j-r.at
www.j-r.at

Im Weinbaugebiet Thermenregion, mitten in den Weingärten von Tattendorf, liegt der „Johanneshof Reinisch“ als Repräsentant hochwertiger gebietstypischer Weine unter Führung der Brüder Hannes, Michael und Christian Reinisch. Als 1995 das Weingut gegründet wurde, folgte es einer langen Tradition des seit 1923 bestehenden Familienweinguts. Diese damalige Neugründung war mit der Errichtung modernster technischer Einrichtungen verbunden, so konnten ideale Bedingungen in Presshaus, Keller und Weinlager geschaffen werden. Die dadurch jahrelange konstant hohe Qualität der Weine führte dann 2022 zur Mitgliedshaft bei den „Traditionsweingütern Österreich“. Schon bei der Einfahrt zum beeindruckenden Hauptgebäude spürt man das Betreten einer eigenen Welt, eine Welt in der Tradition, Fortschritt und Perfektion zu einer Symbiose verschmelzen. So sind auch heuer wieder die für den Vinaria Weinguide präsentierten Weine eine Welt für sich. Der junge Kellermeister Sebastian, Hannes Reinischs Sohn, verbindet bei der Kelterung mit viel Feingefühl die jeweilige Sortentypizität mit dem Terroir der unterschiedlichen Lagen. Er schafft so charaktervolle Weine mit Tiefe, die viel Trinkfreude bereiten. Bereits die Gebietsweine beginnen auf hohem Niveau, bis man an der Spitze der Qualitätspyramide ankommt, an den grandiosen Weinen der Top-Lage Ried Kästenbaum. Möchte ein Weinliebhaber hingegen mehr als nur Wein verkosten, so erweitert er am besten sein Erlebnis im Johanneshof durch einen Besuch des Restaurants „Thomas“, das der zweite Sohn von Hannes, Thomas Reinisch, als talentierter Koch mit Erfolg leitet. Er verwöhnt die Gaumen der Besucher mit spannenden Kreationen, genauso wie mit bodenständigen Klassikern. Aber ungekünstelt und ohne Schnörkel – alles in einer ehrlich entspannten Atmosphäre, die vom kompetenten Sommelier Dustin Reiß mitgetragen wird. Sollte man nach diesem Erlebnis dann doch nicht mehr heimfahren wollen, bleibt man einfach hier, wo man am „Schlafgut am Johanneshof“ die Nacht in den Weingärten verbringen kann. Hier sind 10 geschmackvolle Gästezimmer entstanden, die von Martina und Christian Reinisch liebevoll betreut werden. Als Ort zum Ankommen, Entspannen und Verweilen, mitten in den Weinrieden der Thermenregion. Es ist eben die Welt der Familie Reinisch – der Johanneshof –, wo Wein, Speisen und Schlafen zum harmonischen Erlebnis werden.

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2025 Chardonnay Ried Prädium
Bio-Weingut
Ettl
Neusiedlersee

Rauchige Mineralität, frischer Apfel, Melone, ungemein frisch am Gaumen, Zitrus belebt den Gaumen, lebendig, feine Säure, immer stilvoll und feingliedrig, hervorragend, macht Spaß.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Bio-Weingut
Ettl
Neusiedlersee

Michael & Christian Ettl
7141 Podersdorf am See
Seestraße 48

Michael und Christian Ettl haben den Finger am Abzug. Die machen Weine von enormer Dichte und Ausdruck, vergessen doch niemals auf Frische und Trinklust. Sehr elegante Weißweine. Die Rotweine sind zum einen feingliedrig, wie etwa der 2023 Blaufränkisch Ried Alter Satz, zum anderen mächtig-stoffig wie der 2023 Podersdorf Alte Reben und die 2023 Grande Reserve. Dazwischen befinden sich der 2024 Merlot Ried Prädium und der 2023 Cabernet Sauvignon Ried Alter Satz. Dann vergesse man nicht den 2024 Pinot Noir. Was die beiden mit Welschriesling veranstalten, hat Klasse – 2025 Welschriesling Ried Seeweingärten oder 2024 Welschriesling Ried Römerstein. 2025 Chardonnay Ried Prädium und 2024 Chardonnay Reserve Ried Prädium schließen nahtlos an. Ein bezaubernder 2025 Weissburgunder Tradition und ein feinwürziger 2025 Grüner Veltliner Ried Alter Satz runden dieses hochwertige Programm auf. BIO wird hier gelebt wie kaum woanders. Keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel, keine Herbizide, dafür eigens produzierter Kompost. Dauerbegrünung der Weingärten, dadurch eine Vielfalt an Insekten. „Man muss die Natur nicht neu erfinden. Man muss nur versuchen sie zu verstehen“, sagt Ettl. Das sollte man der Menschheit ins Stammbuch schreiben. Darüber hinaus haben die Weine ein äußerst attraktives Preis-Leistungsverhältnis.

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2024 Neuburger Vom Ruster Kalk
Weingut
Giefing
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ausgereifter Charakter, vielfältige Eindrücke von Ringlotten, Marzipan und Südfrüchten, trockene, direkte Art mit kreidig unterlegter Frucht, feiner Säurebalance und viel Typus, tolle Länge.

Weißwein
Neuburger
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Giefing
Leithaberg, Rust & Rosalia

Claudia Giefing
7071 Rust
Hauptstraße 13

Heuer stehen bei Claudia und Erich Giefing viele Premium-Weine an, die erst dieses Jahr in den Verkauf gelangen. Die Strategie, hochwertige Gewächse erst nach etwas Flaschenreife auf den Markt zu bringen, ist sozusagen die DNA dieses Ruster Paradebetriebes. Bei den trockenen Weißweinen finden sich Klassiker der Region wie Furmint als unkomplizierter Begleiter ebenso wie Neuburger als gediegener Vom Ruster Kalk sowie ernsthafte burgundische Gewächse. Hier ist der Chardonnay Muschelkalk als besonders animierender Vertreter hervorzuheben, die Edelsorte gibt es auch als ambitionierte Reserve in Form der Contessa. Die charmante wie pikante Pinot Cuvée trägt schon die Handschrift von Tochter Elsa, gleiches gilt für den gelungenen Orangewine vom Neuburger, ein für die Kategorie sehr präzises, fruchtbetontes Gewächs mit perfektem Holzeinsatz. Bei den Rotweinen hat man heuer die Qual der Wahl, Blaufränkisch gibt es in Form des 2019 Guter Roter zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch als zupackenden, feurig-juvenilen Oberer Wald 2021. Cuvées sind eine Kernkompetenz des Weinguts: Die internationalen Edelsorten Syrah, Cabernet und Merlot definieren den Marco Polo, kraftvoll, mit reichlich Dunkelfrucht und zupackendem Tannin. Blaufränkisch dominiert der Cardinal, die rote Prestigecuvée des Hauses, die mit überzeugender Substanz und Potenzial punktet.

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2024 Sauvignon Blanc Gamlitz
Weingut
Dietrich vlg. Tischler
Südsteiermark

Ernsthaft, feine Würze, Kümmel, Fenchelsaat, zunächst blitzen Johannisbeeren durch, mit Luft Anklänge von Pfirsichen; Frucht gibt den Ton an, hauchzarte Würze, feines Säurerückgrat, ausgewogen, keinerlei Schwere, Gewürzaromen und grünfruchtige Noten à la Karambole im Nachhall.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Dietrich vlg. Tischler
Südsteiermark

Martin und Franz Dietrich
8462 Gamlitz
Sernau 13

Das Weingut Dietrich in Gamlitz ist ein Familienbetrieb in vierter Generation. Geführt wird es von der „jungen Generation“, den Brüdern Franz-Harald und Martin Dietrich. Beide sind Absolventen der Weinbauschule Silberberg. Franz-Harald ist zudem ausgebildeter Weinbau-und Kellermeister; ab Beginn der Erntezeit finde man ihn praktisch nur im Weinkeller. Martin hat in Krems den Lehrgang für Weinmarketing absolviert und ist auch geprüfter Sommelier. Ihre Eltern Franz und Claudia werken tatkräftig im Hintergrund. Die Weine kann man im angeschlossenen Buschenschank verkosten. Arbeiten im Einklang mit der Natur ist den beiden Regisseuren wichtig. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird auf ein Minimum reduziert, Herbizide kommen nicht zum Einsatz, gedüngt wird ausschließlich organisch, und auf gesunde Lebensräume für Insekten wird geachtet. Die Rieden Sanauberg und Jägerberg sind geprägt vom Gamlitzer Schlier – Mergel mit Geröll, Sanden und Blattfossilien. In der Riede Hoch Sernau herrschen Sand und Schotter vor. Der Welschriesling ist ungewöhnlich feingliedrig. Der Sauvignon Blanc Gebietswein zeigt eine archetypische Sortenaromatik. Die beiden Sauvignon Blanc Ortsweine Gamlitz präsentieren sich ernsthaft. Der Morillon Gamlitz ist feingliedrig und kühl mit einem zarten Säurenetz. Der Grauburgunder Ortswein ist für diese Varietät ungewöhnlich agil und feingliedrig. Der Sauvignon Blanc Sernauberg zeigt ein klassisches Bukett, auch dieser Wein ist feingliedrig. Für mich eindeutig der Primus bei den Sauvignons ist Martin Ried Sernauberg, er vereint Kraft und Feinheit, das Spiel mit dem Holz ist gekonnt. Der Wein ist noch erstaunlich jugendlich. Fein, sortentypisch, lebendig und trinkanimierend ist wiederum der Traminer Ried Sernauberg.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -