Weinguide
Ausgabe 2025/26
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2024 Riesling Smaragd Ried Kirnberg
Weingut Sigl
Wachau

Herrlich frische Marillen, Pfirsich, Marzipan, gelbe Früchte, Orangenschalen, Nougat, tolle Säure, engmaschig, spannend, enorm mineralisch, ungemein tiefgründig. Ein großer Riesling kündigt sich an.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut Sigl
Wachau

Heinz & Adrienne Sigl
3602 Rossatz
175

Es geht einem förmlich das Herz auf, wenn man bei den Sigls die Weine probiert. Ein toller Blick auf die Donau, das Glas gefüllt mit den besten Wachauer Weinen. Das Leben kann so schön sein. Doch das Leben als Winzer kann auch ziemlich hart und unerbittlich sein. Wenn man erfährt das der Frost 50 % der Ernte von Heinz und Adrienne zerstört hat, kommt man ganz schön ins Grübeln. Doch was der Frost verschont hat, kann sich sehen lassen. Es sind wiederum hervorragende Gewächse, die keinen Vergleich zu scheuen haben. Schon der 2024 Muskateller lässt einen wieder träumen. Der zischt hoch aromatisch über den Gaumen und macht enormen Spaß. Denselben Spaß bietet der Steinfeder Grüner Veltliner, der von herrlichem Trinkfluss und Leichtigkeit durchzogen ist. Die Steigerung sind die Grünen Veltliner Federspiele wie der Rossatz Ortswein, Ried Frauenweingärten und der überaus gelungene Kirnberg. Auch das Federspiel vom Riesling aus der Ried Kirnberg ist ungemein spannend. Der Perfektion nahe ist der Riesling Smaragd vom Kirnberg. Das ist großes Kino. Daneben stehen die überaus grandiosen Smaragd Grünen Veltliner. Einer besser als der andere. Ich liebe den aus der Ried Himmelreich. Hier drängt sich fast ein Wortspiel auf. Das ist mein Wein des Herzens. Aus der Ried Frauenweingärten kommt eine zweite Charge vom Jahrgang 2023, die lange auf der Hefe lag. Ein außergewöhnlicher Wein voller Harmonie. Ebenfalls aus 2023 kommt der Grüner Veltliner Smaragd Ried Kirnberg – wie immer ein Jahr später. Der sprengt die Aufmerksamkeitsskala. Ein Langstreckenläufer, der in jede Weinsammlung gehört. Heinz Sigl macht immer besondere, höchst bekömmliche Weine, die wunderbar zu reifen verstehen. Alles in BIO.

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2024 Grüner Veltliner Ried Singerriedel
Weingut FJ Gritsch
Wachau

Weit gestecktes Panorama, Honigblüten, Unterholz, Baumrinde, auch kühle, rauchige Motive, ein bisschen Mentholtabak, Thymian, rosa Pfeffer, Havannas, Melonen; hat reichlich Unterfutter, zugleich glockenklar liniert, unglaublich, wie die Kraft von Finesse und Grazie ausgetrickst wird und den Spannungsbogen bis ins lange Finale aufrecht erhält.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet Franz-Josef Gritsch das abgelaufene Weinjahr, denn Frostschäden und extrem hohe Niederschläge im September haben den Weingärten zugesetzt. Letztere sorgten dafür, dass auch die Trockensteinmauern stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Heuer brauchen wir wieder ein halbes Jahr, um die Mauern auszubessern bzw. neu aufzubauen“, lässt uns der Spitzer wissen. Freilich nicht, ohne hinzuzufügen, dass die Qualität der Weine dank später Lese und damit verbunden entsprechend hoher physiologischer Traubenreife zumindest partiell noch höher einzuschätzen ist als im Vorjahr. Das wiederum erhöht die Vorfreude auf die ersten Kostproben, die erwartungsgemäß sehr positiv ausfielen. Bei den Angaben zu den Weinen selbst fehlt heuer die gewohnte Gliederung in die Qualitätsbereiche Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Franz-Josef Gritsch hat im Vorjahr die Markengemeinschaft „Vinea Wachau“ verlassen und verwendet stattdessen die Bezeichnung der DAC-Qualitätspyramide – Gebiets-, Orts- und Riedenweine. Bei der Vielzahl an großartigen Lagen, die der umtriebige Spitzer bewirtschaftet, finden sich im Angebot auch entsprechend zahlreiche Weine, sodass wir nur einige wenige herausgreifen wollen, die einen Platz auf der großen Bühne verdienen. Heuer sind das jeweils zwei Vertreter der Wachauer Hauptsorten Grüner Veltliner und Riesling, allesamt Oberklasse, dennoch aber grundverschieden. Denn was der Veltliner aus der Weißenkirchner Ried Klaus an Präzision und Großzügigkeit in die Waagschale wirft, macht sein Pendant vom Singerriedel locker mit faszinierender Würzekühle und Finesse wett. Ähnlich dann bei den Rieslingen, wo sich der 1000-Eimerberg als extraktsüßes Prachtexemplar präsentiert und sein Namensvetter aus der Monopollage Dürnsteiner Burg die pralle Frucht mit größtmöglicher Eleganz zu verknüpfen weiß.

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2023 Ried Sätzen Wiener Gemischter Satz 1ÖTW
Weingut Edlmoser
Wien

Geht sofort in die Tiefe und zündet ein Feuerwerk von gelbfruchtigen Aromen, vor allem Mandarine und Orangenzeste, auch etwas Mandelgebäck, ein Hauch von Holz ist völlig eingegliedert, komplex und fruchtsüß, zahlreiche Facetten, in seiner Eleganz und hellfruchtigen Textur quasi eine neuartige Version, ziseliert und lang, aber nie üppig, beste Perspektiven. WIEN

Weißwein
Gemischter Satz
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Edlmoser
Wien

Michael Edlmoser
1230 Wien
Maurer Lange Gasse 123

Tel. +43 1 8898680
Fax. +43 1 8860181
office@edlmoser.com
www.edlmoser.com

Der vor zwei, drei Jahren von Michael Edlmoser eingeleitete Paradigmenwechsel in Richtung leichterer und trinkfreudiger Weine hat sich speziell aufgrund der sehr reifen Weißwein-Jahrgänge 2023 und 2024 schmeckbar gelohnt. Von vorrangiger Bedeutung für die Wiener Weinszene und auch für dieses Weingut ist sicherlich das Niveau der Wiener Gemischten Sätze, und eben auf diesem Gebiet beherrscht man hier alle Tonarten, wie das verkostete Quartett auch dieses Jahr eindrucksvoll unter Beweis stellte. Schon der keineswegs einfache Gebietswein bietet Trinkfluss pur, während sich der Ortswein vom Maurerberg so überzeugend wie nie zuvor präsentiert und mit cremigem Schmelz über den Gaumen gleitet. Hellfruchtig und zugleich dicht verwoben gibt sich die Variante von der Ried Himmel, überraschenderweise sogar noch fruchtbetonter der komplexe Konkurrent aus der Lage Sätzen, der diesmal noch bedeutend feingliedriger und eleganter wirkt als in früheren Jahrgängen von vergleichbarer Reife. Ebenfalls immer einen Verkostungsschluck wert sind die beiden Rieslinge, wobei der straffe, von kalkigen Untertönen geprägte Maurerberg noch ein bisschen Flaschenreife benötigt. Der subtile Kalkstein überzeugt hingegen bereits jetzt mit hellen Fruchtnuancen wie minziger Würze. Etwa auf Augenhöhe befinden sich die beiden anderen 2023er Lagenweine aus Grünem Veltliner und Weißburgunder. Sehr druckvoll und gediegen gibt sich der herb-würzige Veltliner, leicht hefig, aber überaus präsent puncto Fruchtsüße und feiner Struktur der archetypische Weißburgunder. Auf dem roten Sektor haben wir uns diesmal auf den rundum erfrischenden, Kirsch-fruchtigen Rosé de Vienne und die vom Cassis-betonten Cabernet Sauvignon geprägte Cuvée Vertigo beschränkt.

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o. J. Anthologie
Weingut Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

(SB/FU/WR/WB) Strahlendes Gold, enorme Fruchtdichte mit vielschichtiger Aromatik, reifer Apfel, Quitte, Zitrus, Orangenzeste, gedörrte Marille, vollreif mit viel saftiger Frische, Darjeelingtee, perfekte Säure-Frucht-Balance, vollmundig, klassische Stilistik in strahlender Fruchtklarheit, ein Statement, feiner Fruchtschmelz bis ins lange Finish, Chapeau!

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Naturkork

Weingut Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Heidi, Johannes & Georg Schröck
7071 Rust
Rathausplatz 8

Das Familienweingut Heidi Schröck & Söhne zählt zur höchsten Weinprominenz in Österreich. Die mehr als 250-jährige Weinbaugeschichte im Hause Schröck wird heute im naturnahen wie im qualitätsorientierten Weinbau gelebt. Die beiden Söhne Johannes und Georg Schröck sind in der Weinproduktion on Board, sie besteht aus einem vielfältigen Spektrum von traditionellen Rebsorten und umfasst unterschiedliche Weinstilistiken. Das besondere Augenmerk gilt den traditionellen Sorten um Rust, die im trockenen Bereich besonders die unterschiedlichen Bodenformationen, wie zum Beispiel die Furmint-Rebe aus der Paradelage Vogelsang, das Terroir vom sogenannten Ruster Schotter (Schiefer, Quarz, Schotter) idealtypisch zum Ausdruck bringen. Auch der bis dato noch immer verkannte Welschriesling zeigt, dass seine Renaissance im zunehmenden Klimawandel eine qualitätsorientierte Zukunft haben wird. Und mit der autochtonen aus Ungarn stammenden Sorte Lindenblättriger (Hárslevelù) zeigt die Schröck-Familie einen weiteren innovativen Schritt auf, der als ein Winzer-Terroir-Vergleichsprojekt mit der Göttlesbrunner Winzerin Birgit Wiederstein gestartet wurde, und deren erste Ergebnisse im nächsten Guide vorgestellt werden. Die goldenen Preziosen in allen Variäteten, von der Auslese bis zum berühmten Ruster Ausbruch, besitzen Weltformat und werden in der klassischen Ausbaulinie geführt. Aber auch hier wird das Fenster zu Neuinterpretationen geöffnet, wie die edelsüsse Sortencuvée namens Anthologie zeigt. Diese ist als eine Art „Süßwein-Solera“ in Anlehnung an das Sherry-Solera-Modell zu sehen. Für die heurige Version wurde beginnend mit dem Jahrgang 2014 jedes Jahr über neun Ernten hinweg jeweils eine kleine Menge Süßwein zurückgehalten, um diese dann in einer Assemblage zu vereinen: Das Ergebnis ist ein engmaschiger Aromenchor voller exotischer Fruchtfülle, alles strahlt in feinster Edelsüße samt vollendeter Säure-Frucht-Balance. Eine weitere Wein-Novität liefert das Haus Schröck mit einer exklusiven Cuvée von Blaufränkisch und Zweigelt: Diese Sonderedition wurde zum offiziellen Festspielwein 2025 für die Salzburger Festspiele 2025 gekürt. Dazu die herzlichsten Glückwünsche.

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2024 Riesling Ried 1000-Eimerberg
Weingut FJ Gritsch
Wachau

Eröffnet mit Orange-Bitter, Zesten und baut sich binnen Kurzem mit unvergleichlicher Fruchtfülle auf, Marillenmaische, Orangentartelettes, Maracuja, ummantelt von hellen mineralischen Schichten vom weißen Marmor; fruchtsüß, konzentriert, nobel; Riesling-Prachtexemplar mit Potenzial für Jahrzehnte.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet Franz-Josef Gritsch das abgelaufene Weinjahr, denn Frostschäden und extrem hohe Niederschläge im September haben den Weingärten zugesetzt. Letztere sorgten dafür, dass auch die Trockensteinmauern stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Heuer brauchen wir wieder ein halbes Jahr, um die Mauern auszubessern bzw. neu aufzubauen“, lässt uns der Spitzer wissen. Freilich nicht, ohne hinzuzufügen, dass die Qualität der Weine dank später Lese und damit verbunden entsprechend hoher physiologischer Traubenreife zumindest partiell noch höher einzuschätzen ist als im Vorjahr. Das wiederum erhöht die Vorfreude auf die ersten Kostproben, die erwartungsgemäß sehr positiv ausfielen. Bei den Angaben zu den Weinen selbst fehlt heuer die gewohnte Gliederung in die Qualitätsbereiche Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Franz-Josef Gritsch hat im Vorjahr die Markengemeinschaft „Vinea Wachau“ verlassen und verwendet stattdessen die Bezeichnung der DAC-Qualitätspyramide – Gebiets-, Orts- und Riedenweine. Bei der Vielzahl an großartigen Lagen, die der umtriebige Spitzer bewirtschaftet, finden sich im Angebot auch entsprechend zahlreiche Weine, sodass wir nur einige wenige herausgreifen wollen, die einen Platz auf der großen Bühne verdienen. Heuer sind das jeweils zwei Vertreter der Wachauer Hauptsorten Grüner Veltliner und Riesling, allesamt Oberklasse, dennoch aber grundverschieden. Denn was der Veltliner aus der Weißenkirchner Ried Klaus an Präzision und Großzügigkeit in die Waagschale wirft, macht sein Pendant vom Singerriedel locker mit faszinierender Würzekühle und Finesse wett. Ähnlich dann bei den Rieslingen, wo sich der 1000-Eimerberg als extraktsüßes Prachtexemplar präsentiert und sein Namensvetter aus der Monopollage Dürnsteiner Burg die pralle Frucht mit größtmöglicher Eleganz zu verknüpfen weiß.

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2024 Riesling Ried Dürnsteiner Burg Reserve
Weingut FJ Gritsch
Wachau

Unwiderstehliche Melange aus praller Frucht und größtmöglicher Eleganz; Maracuja, Papaya, Marillen-Soufflé, stattlicher Unterbau, engmaschig, generös, fruchtsüß; Mineralität und ein dezenter Säureschliff sorgen für Spannung bis ins nahezu endlose Finish, Quintessenz eines großen Wachauer Rieslings.

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weingut FJ Gritsch
Wachau

Franz-Josef Gritsch
3620 Spitz
Kirchenplatz 13

Tel. +43 2713 2450
office@gritsch.at
www.gritsch.at

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet Franz-Josef Gritsch das abgelaufene Weinjahr, denn Frostschäden und extrem hohe Niederschläge im September haben den Weingärten zugesetzt. Letztere sorgten dafür, dass auch die Trockensteinmauern stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Heuer brauchen wir wieder ein halbes Jahr, um die Mauern auszubessern bzw. neu aufzubauen“, lässt uns der Spitzer wissen. Freilich nicht, ohne hinzuzufügen, dass die Qualität der Weine dank später Lese und damit verbunden entsprechend hoher physiologischer Traubenreife zumindest partiell noch höher einzuschätzen ist als im Vorjahr. Das wiederum erhöht die Vorfreude auf die ersten Kostproben, die erwartungsgemäß sehr positiv ausfielen. Bei den Angaben zu den Weinen selbst fehlt heuer die gewohnte Gliederung in die Qualitätsbereiche Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Franz-Josef Gritsch hat im Vorjahr die Markengemeinschaft „Vinea Wachau“ verlassen und verwendet stattdessen die Bezeichnung der DAC-Qualitätspyramide – Gebiets-, Orts- und Riedenweine. Bei der Vielzahl an großartigen Lagen, die der umtriebige Spitzer bewirtschaftet, finden sich im Angebot auch entsprechend zahlreiche Weine, sodass wir nur einige wenige herausgreifen wollen, die einen Platz auf der großen Bühne verdienen. Heuer sind das jeweils zwei Vertreter der Wachauer Hauptsorten Grüner Veltliner und Riesling, allesamt Oberklasse, dennoch aber grundverschieden. Denn was der Veltliner aus der Weißenkirchner Ried Klaus an Präzision und Großzügigkeit in die Waagschale wirft, macht sein Pendant vom Singerriedel locker mit faszinierender Würzekühle und Finesse wett. Ähnlich dann bei den Rieslingen, wo sich der 1000-Eimerberg als extraktsüßes Prachtexemplar präsentiert und sein Namensvetter aus der Monopollage Dürnsteiner Burg die pralle Frucht mit größtmöglicher Eleganz zu verknüpfen weiß.

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2024 Grüner Veltliner Ried Ehrenfels 1ÖTW Reserve
Weingut Familie Proidl
Kremstal

Samtig, voller Blüten, Quittengelee, Birnen, etwas Bergamotte, feinhefig, hell, kühl, elegant mit Tiefgang; saftig, tolle Frucht, seidiger Fruchtschliff, rosa Grapefruits und Bergamotte, pikant, feine Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Familie Proidl
Kremstal

Patrick Proidl
3541 Senftenberg
Oberer Markt 5

Tel. +43 2719 2458
weingut@proidl.com
www.proidl.com

Tradition trifft Moderne: Die Familie Proidl in Senftenberg gibt es bereits in 10. Generation. Die Jüngsten davon haben sich erfolgreich ganz der Erzeugung von terroirbetonten Charakterweinen höchster Güte verschrieben. Inzwischen zählt das Familienweingut schon seit Dekaden zu den besten Weißweinbetrieben in Österreich. Das bedingungslose Streben nach Topqualitäten wurde bereits in den Neunzigerjahren unter Führung des ebenso impulsiven wie kreativen Franz Proidl und seiner Frau Andrea praktiziert. Diesem Weg hat sich Sohn sowie Weinbau- und Kellermeister Patrick Proidl ebenso gänzlich verschrieben, wobei er Klarheit, Präzision und Finesse der Weine ebenso große Aufmerksamkeit widmet wie dem unverfälschten Ausdruck der verschiedenen Rieden. Den Rückhalt familiär, aber auch fachlich – gibt Weinakademikerin Isabella Proidl sowie – derzeit noch rein familiär – ihre Kinder Frida und Luis. 2024 war ein in vielerlei Hinsicht ereignisreiches Jahr: Im Frühjahr bereicherte Luis das Familienglück. Weinbaulich war es ein auf und ab: Auf Spätfrost im Frühling folgte die nässeste Vegetationsperiode mit extremem Pilzdruck – und das in jenem Jahr, in dem die Zertifizierung zum Bio-Betrieb abgeschlossen wurde. 40 Prozent Ausfall gab es auf die Gesamtfläche berechnet. Der mancherorts minimale Behang erwies sich schlussendlich als Vorteil, da die wenigen Beeren voll ausreifen konnten. Gelesen wurde die gesamte Fläche mit Riesenteam in nur 13 Tagen. Neben den klassischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling, die in zahlreichen Varianten ausgebaut werden, gibt es auch Chardonnay sowie Muskateller und Traminer, dazu auch einige Rotweine sowie Rosé. Neben trockenen Weißweinen findet man hier regelmäßig Süßweine der Spitzenklasse – von Auslesen bis zu TBAs. Seit ein paar Jahren werden auch immer wieder anregende PetNats erzeugt, etwa aus Riesling und Chardonnay; dazu gibt es Frizzante. Die Weingärten liegen in und um Senftenberg – zu einem guten Teil in bis zu 60 Grad steilen Hanglagen mit steinigen, kargen Böden. Vitikulturelles Herzstück des Betriebes ist die direkt unterhalb der Burgruine Senftenberg situierte Toplage Ehrenfels mit Riesling und Veltliner, weitere Spitzencrus sind Pfeningberg und Hochäcker (Riesling) sowie Pellingen. Ihrer Herkunft entsprechend sind Veltliner und Riesling tendenziell mit prägnanten Säurewerten versehen; die Zuckerreife kommt in den sonnengeküssten Lagen Senftenbergs aber auch nicht zu kurz – und so entstehen hier kraftvolle, extraktreiche Weißwein-Klassiker mit mineralischer Würze und transparenter Frucht; das große Potenzial beweisen vor allem die Lagenweine immer wieder in Altweinverkostungen. Ergänzend zum klassischen Segment mit Gebiets-, Orts- und Lagenwein setzt Patrick Proidl mit seiner eigenen Premiumlinie unter der Bezeichnung Generation X ein markantes Zeichen. Neben Grüner Veltliner und Riesling gibt es hier inzwischen auch Chardonnay, dessen 2023er-Vertreter vielversprechend ist. Isabella Proidl hat sich in dieser Kategorie ebenfalls schon eingebracht – etwa mit Generation X Rosé aus Syrah. Noch jung im Sortiment ist der Veltliner Holzhammer, der Power und Opulenz vereint. Beachtlich ist auch der Donauriesling, der die Breite mancher Vertreter aus dieser Piwi-Sorte zum Glück vermissen lässt.ps

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2024 Riesling Ried Pfeningberg 1ÖTW Reserve
Weingut Familie Proidl
Kremstal

Elegant-samtig, duftig, Weingartenpfirsich, auch exotisch, fast kalkig, herrlich tief; Fruchtexplosion am Gaumen, Pfirsich-Dacapo mit Papaya und Maracuja, saftiger Biss, klirrend frisch, knackig, feine Länge.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Familie Proidl
Kremstal

Patrick Proidl
3541 Senftenberg
Oberer Markt 5

Tel. +43 2719 2458
weingut@proidl.com
www.proidl.com

Tradition trifft Moderne: Die Familie Proidl in Senftenberg gibt es bereits in 10. Generation. Die Jüngsten davon haben sich erfolgreich ganz der Erzeugung von terroirbetonten Charakterweinen höchster Güte verschrieben. Inzwischen zählt das Familienweingut schon seit Dekaden zu den besten Weißweinbetrieben in Österreich. Das bedingungslose Streben nach Topqualitäten wurde bereits in den Neunzigerjahren unter Führung des ebenso impulsiven wie kreativen Franz Proidl und seiner Frau Andrea praktiziert. Diesem Weg hat sich Sohn sowie Weinbau- und Kellermeister Patrick Proidl ebenso gänzlich verschrieben, wobei er Klarheit, Präzision und Finesse der Weine ebenso große Aufmerksamkeit widmet wie dem unverfälschten Ausdruck der verschiedenen Rieden. Den Rückhalt familiär, aber auch fachlich – gibt Weinakademikerin Isabella Proidl sowie – derzeit noch rein familiär – ihre Kinder Frida und Luis. 2024 war ein in vielerlei Hinsicht ereignisreiches Jahr: Im Frühjahr bereicherte Luis das Familienglück. Weinbaulich war es ein auf und ab: Auf Spätfrost im Frühling folgte die nässeste Vegetationsperiode mit extremem Pilzdruck – und das in jenem Jahr, in dem die Zertifizierung zum Bio-Betrieb abgeschlossen wurde. 40 Prozent Ausfall gab es auf die Gesamtfläche berechnet. Der mancherorts minimale Behang erwies sich schlussendlich als Vorteil, da die wenigen Beeren voll ausreifen konnten. Gelesen wurde die gesamte Fläche mit Riesenteam in nur 13 Tagen. Neben den klassischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling, die in zahlreichen Varianten ausgebaut werden, gibt es auch Chardonnay sowie Muskateller und Traminer, dazu auch einige Rotweine sowie Rosé. Neben trockenen Weißweinen findet man hier regelmäßig Süßweine der Spitzenklasse – von Auslesen bis zu TBAs. Seit ein paar Jahren werden auch immer wieder anregende PetNats erzeugt, etwa aus Riesling und Chardonnay; dazu gibt es Frizzante. Die Weingärten liegen in und um Senftenberg – zu einem guten Teil in bis zu 60 Grad steilen Hanglagen mit steinigen, kargen Böden. Vitikulturelles Herzstück des Betriebes ist die direkt unterhalb der Burgruine Senftenberg situierte Toplage Ehrenfels mit Riesling und Veltliner, weitere Spitzencrus sind Pfeningberg und Hochäcker (Riesling) sowie Pellingen. Ihrer Herkunft entsprechend sind Veltliner und Riesling tendenziell mit prägnanten Säurewerten versehen; die Zuckerreife kommt in den sonnengeküssten Lagen Senftenbergs aber auch nicht zu kurz – und so entstehen hier kraftvolle, extraktreiche Weißwein-Klassiker mit mineralischer Würze und transparenter Frucht; das große Potenzial beweisen vor allem die Lagenweine immer wieder in Altweinverkostungen. Ergänzend zum klassischen Segment mit Gebiets-, Orts- und Lagenwein setzt Patrick Proidl mit seiner eigenen Premiumlinie unter der Bezeichnung Generation X ein markantes Zeichen. Neben Grüner Veltliner und Riesling gibt es hier inzwischen auch Chardonnay, dessen 2023er-Vertreter vielversprechend ist. Isabella Proidl hat sich in dieser Kategorie ebenfalls schon eingebracht – etwa mit Generation X Rosé aus Syrah. Noch jung im Sortiment ist der Veltliner Holzhammer, der Power und Opulenz vereint. Beachtlich ist auch der Donauriesling, der die Breite mancher Vertreter aus dieser Piwi-Sorte zum Glück vermissen lässt.ps

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2022 Sauvignon Blanc Ried Am Walts
Weingut Oberguess
Südsteiermark

Rauchig und voll, dunkle Schoten, Wacholder und Piment, kandierte Papayas und Melonen, samtig; kraftvoll und ungestüm, strukturiert und messerscharf, extraktreich, tolle Gerbstoffstruktur, viel Spannung, Grapefruits, sehr lang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Naturkork

Weingut Oberguess
Südsteiermark

Christian Krampl
8463 Leutschach
Schlossberg 9

In spektakulärer Höhenlage auf 600 Meter Seehöhe ganz nahe der slowenischen Grenze gelegen, ist das bereits 1495 erstmals urkundlich erwähnte Gut oberGuess ein wahres Schmuckstück in einer pittoresken Landschaft. Über Jahrhunderte wurde der Viereckhof als landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb geführt, ab 1990 wurde der Fokus verstärkt auf Weinbau und Direktvermarktung gelegt. Im Zuge der 2010 begonnenen umfassenden Revitalisierung und Umstrukturierung wurde das ehemalige Stall- und Wirtschaftsgebäude als bildhübscher Buschenschank samt Verkostungs- und Verkaufsräumlichkeiten und einer Kunst- und Bildergalerie adaptiert. Mittlerweile gibt es auch eine gemütliche wie geräumige Ferienwohnung. Christian Krampl ist Regisseur des Weinbaubetriebs, seine Lebenspartnerin Birgit führt den Heurigen. Aktuell sind rund 6,5 Hektar Rebfläche im Ertrag, die sich auf zwei in luftiger Lage zwischen 550 und 600 Meter Seehöhe liegenden Rieden aufteilen. In der Ried Schlossberg gibt es karge, kalkfreie Verwitterungsböden aus Sandstein und kristallinem Schiefer, in der Ried Am Walts befinden sich im oberen Hangbereich aufgewitterter Kalkmergel und Sandstein, im unteren Hangbereich kommen Sedimente aus verwittertem Sandstein, Schiefer sowie Konglomeraten vor. Zusätzlich hat Christian Krampl jüngst einige Steillagen vom Schlossberg erworben, die terrassiert und neu ausgepflanzt wurden. Die Rieden Weisch und Urlaub sind Top-Lagen für Chardonnay, die Ried Höll ist für Sauvignon Blanc reserviert. Sortenmäßig dominiert Sauvignon, dazu gibt es Chardonnay und ein wenig Muskateller. 2020 erfolgte die Umstellung auf biologisch-organische Bewirtschaftung der Weingärten. Späte Handlese und schonende Traubenverarbeitung sind selbstverständlich, bei der Weinwerdung vertraut man auch Spontangärung, viel Hefekontakt und Lagerung im Holzfass. Die Weine sind durchwegs Charakterköpfe – profunde Weine mit Kraft und Eleganz und einer markanten mineralischen Würze.

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2021 Sauvignon Blanc Ried Am Walts Reserve
Weingut Oberguess
Südsteiermark

Rauchig, samtige Würze, ölig-harzige Schotennoten, Wachs, Olivenbrot, Thymian, dunkle Blüten, reichhaltig, Orangenzesten; startet elegant-saftig, mittelkräftig, rosa Grapefruits, ungemein kompakt und gebündelt, kristallin, toller Trinkfluss, präzise, wird immer länger, tolle Entwicklung.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Naturkork

Weingut Oberguess
Südsteiermark

Christian Krampl
8463 Leutschach
Schlossberg 9

In spektakulärer Höhenlage auf 600 Meter Seehöhe ganz nahe der slowenischen Grenze gelegen, ist das bereits 1495 erstmals urkundlich erwähnte Gut oberGuess ein wahres Schmuckstück in einer pittoresken Landschaft. Über Jahrhunderte wurde der Viereckhof als landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb geführt, ab 1990 wurde der Fokus verstärkt auf Weinbau und Direktvermarktung gelegt. Im Zuge der 2010 begonnenen umfassenden Revitalisierung und Umstrukturierung wurde das ehemalige Stall- und Wirtschaftsgebäude als bildhübscher Buschenschank samt Verkostungs- und Verkaufsräumlichkeiten und einer Kunst- und Bildergalerie adaptiert. Mittlerweile gibt es auch eine gemütliche wie geräumige Ferienwohnung. Christian Krampl ist Regisseur des Weinbaubetriebs, seine Lebenspartnerin Birgit führt den Heurigen. Aktuell sind rund 6,5 Hektar Rebfläche im Ertrag, die sich auf zwei in luftiger Lage zwischen 550 und 600 Meter Seehöhe liegenden Rieden aufteilen. In der Ried Schlossberg gibt es karge, kalkfreie Verwitterungsböden aus Sandstein und kristallinem Schiefer, in der Ried Am Walts befinden sich im oberen Hangbereich aufgewitterter Kalkmergel und Sandstein, im unteren Hangbereich kommen Sedimente aus verwittertem Sandstein, Schiefer sowie Konglomeraten vor. Zusätzlich hat Christian Krampl jüngst einige Steillagen vom Schlossberg erworben, die terrassiert und neu ausgepflanzt wurden. Die Rieden Weisch und Urlaub sind Top-Lagen für Chardonnay, die Ried Höll ist für Sauvignon Blanc reserviert. Sortenmäßig dominiert Sauvignon, dazu gibt es Chardonnay und ein wenig Muskateller. 2020 erfolgte die Umstellung auf biologisch-organische Bewirtschaftung der Weingärten. Späte Handlese und schonende Traubenverarbeitung sind selbstverständlich, bei der Weinwerdung vertraut man auch Spontangärung, viel Hefekontakt und Lagerung im Holzfass. Die Weine sind durchwegs Charakterköpfe – profunde Weine mit Kraft und Eleganz und einer markanten mineralischen Würze.

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2023 Muskat-Ottonel TBA Reserve Seewinkel
Weingut Hans Tschida – Angerhof
Neusiedlersee

(Restzucker 260 g/l) Elegante, klare Muskatfrucht, würzige Trauben, super Frische, viel Zitrus, Limette und Hauch Orange; nektarhafte Frucht, saftige Nektarinen, hinten baut sich schönes Säuregerüst auf, balanciert, attraktive Länge.

Süßwein
Muskat-Ottonel
€€€
Glassstöpsel

Weingut Hans Tschida – Angerhof
Neusiedlersee

Hans Tschida
7142 Illmitz
Angergasse 5

Winzer Hans Tschida vom Angerhof in Illmitz ist auf Prädikatsweine spezialisiert – und in dieser süßen Wein-Nische zählt er nicht nur zu den Top-Stars in Österreich, sondern zu den Besten seines Metiers in der Welt. Den Titel „Sweet Winemaker oft the Year“ hat der sympathische und immer gelassen wirkende Hans Tschida schon zehn Mal überreicht bekommen. So oft wie kaum ein anderer seiner Zunft. Was Tschida, sein Weinschaffen und letztlich seine Weine auszeichnet, sind die Leichtigkeit und das Trinkanimo, das in ihnen steckt. Das gilt schon im süßen Einstiegsbereich für die Spätlesen und Auslesen, aber noch viel mehr in beeindruckender Weise für die Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen, wo es wahrlich weltmeisterlich zugeht. Sein Erfolgsrezept scheint simpel: der Natur ihren Lauf lassen und das spezielle Terroir des Seewinkels ungeschminkt in die Flasche bringen. Winzergeschick und Erfahrung machen aus dieser simplen Botschaft ein großes Süßwein-Kino. Seine Prädikatsweine baut der Winzer ausschließlich im Stahltank aus, um den Fokus einzig auf die Frucht zu legen. Kein Holz, kein Fremdeinfluss soll die Rebsorte und das Terroir in irgendeiner Form beeinträchtigen. „Da meine Weine sehr salzig sind, was von den Böden zwischen den Salzlacken kommt, kann ich mich mit dem Zucker mehr spielen“, sagt Tschida. Daher schmecken die Weine des Illmitzers durchwegs „trockener“ – auch wenn sie 100, 200 oder 300 Gramm Zuckerrest haben. Das macht einerseits die Salzigkeit, andererseits die appetitliche Säure, die den Tschida-Weinen innewohnt. Stärkste Sorte im Betrieb ist der Sämling. Es ist auch Tschidas Lieblingsorte. Dann kommen der Welschriesling, der Chardonnay und der Muskat-Ottonel. Auch Gelber Muskateller hat einen besonderen Stellenwert im Angerhof „Die aromatischen Sorten gehen sehr gut für Süßwein“, sagt der Winzer. Daneben zeigt Tschida auch, dass aus blauen Beeren, wie Merlot und Blaufränkisch, süße Perlen entstehen können. Süßwein gilt als zeitlos und als besonders lagerfähig. Daher zieht sich Tschidas aktuelles Portfolio über vier Jahrgänge – von 2024 bis 2021. Die Beerenauslesen gelten als Preis-Leistungs-Hit. Und im Trockenbeerenauslese-Bereich geht praktisch nichts über die Seewinkel-Reserven und im Besonderen über die Scheureben- und Welschriesling-TBA aus der Ried Domkapitel, einer sandigen Lage am nördlichen Ortseingang von Illmitz entlang des Neusiedler Sees.

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2023 Sämling Ried Domkapitel TBA Reserve Seewinkel
Weingut Hans Tschida – Angerhof
Neusiedlersee

(Restzucker 250 g/l) Tropischer Früchte-Mix mit viel Frische und toller Würze, gewürzige Ananas, Papaya und Maracuja; saftige, nektarhafte und würzige Fruchtexotik, enorme Länge, Wein mit Klasse und Substanz, tolle Salzigkeit, riesen Lagerpotenzial.

Süßwein
Scheurebe (Sämling 88)
€€€€€
Glassstöpsel

Weingut Hans Tschida – Angerhof
Neusiedlersee

Hans Tschida
7142 Illmitz
Angergasse 5

Winzer Hans Tschida vom Angerhof in Illmitz ist auf Prädikatsweine spezialisiert – und in dieser süßen Wein-Nische zählt er nicht nur zu den Top-Stars in Österreich, sondern zu den Besten seines Metiers in der Welt. Den Titel „Sweet Winemaker oft the Year“ hat der sympathische und immer gelassen wirkende Hans Tschida schon zehn Mal überreicht bekommen. So oft wie kaum ein anderer seiner Zunft. Was Tschida, sein Weinschaffen und letztlich seine Weine auszeichnet, sind die Leichtigkeit und das Trinkanimo, das in ihnen steckt. Das gilt schon im süßen Einstiegsbereich für die Spätlesen und Auslesen, aber noch viel mehr in beeindruckender Weise für die Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen, wo es wahrlich weltmeisterlich zugeht. Sein Erfolgsrezept scheint simpel: der Natur ihren Lauf lassen und das spezielle Terroir des Seewinkels ungeschminkt in die Flasche bringen. Winzergeschick und Erfahrung machen aus dieser simplen Botschaft ein großes Süßwein-Kino. Seine Prädikatsweine baut der Winzer ausschließlich im Stahltank aus, um den Fokus einzig auf die Frucht zu legen. Kein Holz, kein Fremdeinfluss soll die Rebsorte und das Terroir in irgendeiner Form beeinträchtigen. „Da meine Weine sehr salzig sind, was von den Böden zwischen den Salzlacken kommt, kann ich mich mit dem Zucker mehr spielen“, sagt Tschida. Daher schmecken die Weine des Illmitzers durchwegs „trockener“ – auch wenn sie 100, 200 oder 300 Gramm Zuckerrest haben. Das macht einerseits die Salzigkeit, andererseits die appetitliche Säure, die den Tschida-Weinen innewohnt. Stärkste Sorte im Betrieb ist der Sämling. Es ist auch Tschidas Lieblingsorte. Dann kommen der Welschriesling, der Chardonnay und der Muskat-Ottonel. Auch Gelber Muskateller hat einen besonderen Stellenwert im Angerhof „Die aromatischen Sorten gehen sehr gut für Süßwein“, sagt der Winzer. Daneben zeigt Tschida auch, dass aus blauen Beeren, wie Merlot und Blaufränkisch, süße Perlen entstehen können. Süßwein gilt als zeitlos und als besonders lagerfähig. Daher zieht sich Tschidas aktuelles Portfolio über vier Jahrgänge – von 2024 bis 2021. Die Beerenauslesen gelten als Preis-Leistungs-Hit. Und im Trockenbeerenauslese-Bereich geht praktisch nichts über die Seewinkel-Reserven und im Besonderen über die Scheureben- und Welschriesling-TBA aus der Ried Domkapitel, einer sandigen Lage am nördlichen Ortseingang von Illmitz entlang des Neusiedler Sees.

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Weißburgunder TBA
Weingut Franz & Christine Netzl
Carnuntum

Je größer der Wein, desto weniger braucht es Worte – der Wein fährt einem direkt in die Seele. Von der Nase weg bis hin zum Abgang ein perfekter Spannungsbogen. Ewiges Leben!

Süßwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€€€
Naturkork

Weingut Franz & Christine Netzl
Carnuntum

Christina Artner-Netzl
2464 Göttlesbrunn
Rosenbergstraße 17

Tel. +43 2162 8236
weingut@netzl.com
www.netzl.com

Franz und Christina Netzl bilden im Weingut ein höchst erfolgreiches Vater-Tochter-Team mit Dynamik und Zusammenhalt, das sich in ihren Fähigkeiten mit Fleiß, Erfahrung und Können perfekt ergänzt. Diese Kombination bildet die unverwechselbare Grundlage der Netzl-Weine. Jedes noch so unbedeutend erscheinende Detail wird gemeinsam besprochen, es wird mit Leidenschaft getüftelt, bis beide zufrieden sind. So vinifizieren sie nuancenreiche Weine mit Charaktertiefe. Pur und ehrlich, keinem oberflächlichen Weintrend zugeneigt, sondern zeitlos wertvoll. Die Grundlage dazu bilden die einzigartigen Böden und die vitalen Reben unter der sorgsamen Bewirtschaftung nach biologischen Richtlinien. Die Kombination all dieser Umstände führte geradewegs zum Aufstieg zu einem der führenden Rotweingüter Österreichs. Syrah, Merlot und Cabernet Sauvignon aus dem Jahrgang 2022 kommen nächstes Jahr.

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2022 Blaufränkisch Ried Mariental
Weingut Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Tintenblei, Grafit und schwarze Kirschen im weit ausholenden Duftreigen, auch etwas Nadelholz, vielschichtig und beschwingt, ganz dicht und konzentriert, aber nie fett oder opulent, dunkelbeerige Aromen, aber auch gelbfruchtige à la Ringlotte, saftig und messerscharf strukturiert, tolle Persistenz und Reserven für Jahrzehnte.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Im Weißwein-Segment von Familie Triebaumer nimmt der aktuelle Gelbe Muskateller von der Ried Greiner seit jeher sinnvollerweise die Rolle des frisch-fruchtigen, sommerlichen Muntermachers ein. Das Gegenstück dazu bildet gleichsam der Sauvignon Blanc aus der zerklüfteten Lage Vogelsang, denn hier steht nicht nur auf dem Etikett die Herkunft im Mittelpunkt, wie jeder Schluck dieses hintergründig wie mineralisch angelegten Tropfens sofort beweist. Das gewohnte Bild eines rassigen und herzhaften Furmint entwirft wieder einmal die wirklich kristallin anmutende 2023er Version dieser für die alte Freistadt nicht nur aus historischer Sicht so bedeutsamen Rebsorte. Wunderbar entwickelt hat sich der als Urwerk S bezeichnete schwefelfrei ausgebaute Sauvignon aus dem tollen Jahrgang 2019, der die Sortenmerkmale in distinguierter und dennoch unverkennbarer Weise zum Klingen bringt. Trotz der ungewöhnlichen Trockenheit im Sommer 2022, die seinerzeit auch dem Neusiedler See schwer zu schaffen machte und vor der Lese Anlass zu einer im Hause Triebaumer ungewohnten Skepsis gab, ist eine Rotweinserie ohne Fehl und Tadel gelungen. Vor allem die glasklaren und erstaunlich rassigen Blaufränkischen bestätigen ihr gewisses Alleinstellungsmerkmal in der österreichischen Rotweinszene. Wie in den letzten Jahren verblüfft wieder einmal die Steigerung, die der einstige Einstiegswein Gemärk Schritt für Schritt geschafft hat. Ähnliches gilt für den noch extrem jugendlichen, vor dunkler Frucht strotzenden Oberen Wald, während die sensationelle Frühform des archetypischen Mariental darauf hindeutet, dass sich der größte Exponent dieser legendären Lage seit 2016 ankündigen könnte. Zum Blaufränkisch-Block quasi hinzurechnen kann man aber auch die samtige Maulwurf-Cuvée, die ja hauptsächlich aus jüngeren Blaufränkisch-Reben der Ried Mariental besteht und in ihrer bestechenden diesjährigen Verfassung schon deutlich über den Status eines „Zweitweines“ hinausgeht. Vorerst Merlot-geprägt gibt sich der kraftvolle, noch etwas ungestüme Tridendron-Blend; so stilsicher wie immer erscheint der mächtige, reichhaltige Cabernet-Merlot, dessen vielschichtige Bauart und gediegene Tanninpräsenz auch enormes Lagerpotenzial versprechen. Wer vergessen hat, rechtzeitig vorzusorgen, kann übrigens auch nachträglich auf seine Rechnung kommen, da unter dem Motto „10 Jahre später …“ die Top- Blaufränkischen von den Rieden Mariental und Oberer Wald sowie der Cabernet-Merlot aus dem sehr schönen Jahrgang 2015 in begrenzter Stückzahl wieder in den Verkauf gekommen sind. Mit dem Jahrgang 2024 werden die Erzeugnisse des Weingutes übrigens zur Gänze Demeter-zertifiziert sein; insofern ein logischer Schritt, weil hier schon seit Jahrzehnten biologisch-dynamisch gewirtschaftet wird, was für Familie Triebaumer den sinnvollen Weg zu einer enkeltauglichen Zukunft aufzeigt.

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2023 Wiener Gemischter Satz Ried Hackenberg
Weingut Kroiss
Wien

Beschreibt bereits im Bukett einen weiten Bogen, der von Cassis und Ananas bis zu roten Ribiseln reicht, komplex und kraftvoll, aber nie üppig, zeigt Extraktsüße und cremigen Schmelz, noch immer ganz jugendlich, expressiv und ausdauernd, großes Potenzial. 

Weißwein
Gemischter Satz
€€€€
Naturkork

Weingut Kroiss
Wien

Julia Kroiss
1190 Wien
Sieveringer Straße 108

Familie Kroiss hat die hoch verdiente Aufnahme in den Kreis der Österreichischen Traditionsweingüter zum Anlass genommen, die schon länger geplante Neuordnung und Straffung des Sortiments umzusetzen. Als Gebietsweine fungieren danach der Grüne Veltliner und der wieder höchst charmante Sauvignon Blanc, während die Wiener Gemischten Sätze als Ortsweine Sievering und Neustift (früher Mitterberg) und als Lagenweine Reissern und Hackenberg auftreten. Letzterer ist ja schon im Vorjahr als Sieger der Vinaria-Verkostung hervorgestochen und hat sich seither weiter gerundet und verfeinert, aber auch der nunmehr in hochwertiger Ausstattung präsentierte facettenreiche Reissern 2024 wird wohl wieder zu den allerbesten seiner Appellation zählen. Ein Sonderlob verdient diesmal auch der engmaschige und vielschichtige Veltliner von der Ried Neuberg. Ebenfalls an das unbestritten hohe Niveau seiner Vorgänger anknüpfen sollte der spannungsgeladene, mit Wellen von hellen und rotbeerigen Fruchtaromen über den Gaumen rollende Topriesling unter der Bezeichnung Ried Hackenberg Julia. In Zukunft wird diese Rebsorte übrigens nur mehr von einem Duo, bestehend aus eben diesem und dem heuer mit filigraner Eleganz und Rasse glänzenden Ortswein Sievering, vertreten werden.

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2022 Cabernet-Merlot
Weingut Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Überschwängliche, dunkle Beerenfrucht, viel Cassis gepaart mit Assamtee und Bergkräutern, juvenil und lebhaft, dabei glasklar und dicht verwoben, feine Extraktsüße, Kirschen und Maulbeeren am Gaumen, engmaschig und fleischig, viel traubiger Schmelz vom Merlot, auf mächtiger Tanninfülle lange nachklingend und ausbaufähig.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Im Weißwein-Segment von Familie Triebaumer nimmt der aktuelle Gelbe Muskateller von der Ried Greiner seit jeher sinnvollerweise die Rolle des frisch-fruchtigen, sommerlichen Muntermachers ein. Das Gegenstück dazu bildet gleichsam der Sauvignon Blanc aus der zerklüfteten Lage Vogelsang, denn hier steht nicht nur auf dem Etikett die Herkunft im Mittelpunkt, wie jeder Schluck dieses hintergründig wie mineralisch angelegten Tropfens sofort beweist. Das gewohnte Bild eines rassigen und herzhaften Furmint entwirft wieder einmal die wirklich kristallin anmutende 2023er Version dieser für die alte Freistadt nicht nur aus historischer Sicht so bedeutsamen Rebsorte. Wunderbar entwickelt hat sich der als Urwerk S bezeichnete schwefelfrei ausgebaute Sauvignon aus dem tollen Jahrgang 2019, der die Sortenmerkmale in distinguierter und dennoch unverkennbarer Weise zum Klingen bringt. Trotz der ungewöhnlichen Trockenheit im Sommer 2022, die seinerzeit auch dem Neusiedler See schwer zu schaffen machte und vor der Lese Anlass zu einer im Hause Triebaumer ungewohnten Skepsis gab, ist eine Rotweinserie ohne Fehl und Tadel gelungen. Vor allem die glasklaren und erstaunlich rassigen Blaufränkischen bestätigen ihr gewisses Alleinstellungsmerkmal in der österreichischen Rotweinszene. Wie in den letzten Jahren verblüfft wieder einmal die Steigerung, die der einstige Einstiegswein Gemärk Schritt für Schritt geschafft hat. Ähnliches gilt für den noch extrem jugendlichen, vor dunkler Frucht strotzenden Oberen Wald, während die sensationelle Frühform des archetypischen Mariental darauf hindeutet, dass sich der größte Exponent dieser legendären Lage seit 2016 ankündigen könnte. Zum Blaufränkisch-Block quasi hinzurechnen kann man aber auch die samtige Maulwurf-Cuvée, die ja hauptsächlich aus jüngeren Blaufränkisch-Reben der Ried Mariental besteht und in ihrer bestechenden diesjährigen Verfassung schon deutlich über den Status eines „Zweitweines“ hinausgeht. Vorerst Merlot-geprägt gibt sich der kraftvolle, noch etwas ungestüme Tridendron-Blend; so stilsicher wie immer erscheint der mächtige, reichhaltige Cabernet-Merlot, dessen vielschichtige Bauart und gediegene Tanninpräsenz auch enormes Lagerpotenzial versprechen. Wer vergessen hat, rechtzeitig vorzusorgen, kann übrigens auch nachträglich auf seine Rechnung kommen, da unter dem Motto „10 Jahre später …“ die Top- Blaufränkischen von den Rieden Mariental und Oberer Wald sowie der Cabernet-Merlot aus dem sehr schönen Jahrgang 2015 in begrenzter Stückzahl wieder in den Verkauf gekommen sind. Mit dem Jahrgang 2024 werden die Erzeugnisse des Weingutes übrigens zur Gänze Demeter-zertifiziert sein; insofern ein logischer Schritt, weil hier schon seit Jahrzehnten biologisch-dynamisch gewirtschaftet wird, was für Familie Triebaumer den sinnvollen Weg zu einer enkeltauglichen Zukunft aufzeigt.

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2023 Ruster Ausbruch
Weingut G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Reichhaltiges Bukett mit samtiger Fülle, Fruchtgelee, Steinobst und Zitrus, viele exotische Aspekte, Maracuja und Mango; herrliche Fülle, toller Schmelz, geht über vor Mangogelee und Honig, auch Aprikose, supersaftig, ziemlich lang.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Günter und Regina Triebaumer
7071 Rust
Neuegasse 18

In diesem Ruster Weingut sind Tradition und Moderne untrennbar verwoben. Die Familie Triebaumer ist bereits seit 1691 in der Freistadt Rust ansässig, wobei Wein und Weinbau stets ein wichtiges Element der Familientraditon war. Mit Günter und Regina Triebaumer verfügt das Weingut über zwei ebenso markante wie erfahrene Charakterdarsteller, die erst über Umwege ins Familienweingut einstiegen, das sie 2004 übernahmen. Ganz wesentlich geprägt wurden die beiden durch ihre beeindruckenden Vorkarrieren. Günter, der bereits 1990 Auslandspraktika – unter anderem in Südafrika – absolvieren konnte, arbeitete viele Jahre im Weinhandel, wo er schließlich zum Filialleiter bei Wein & Co avancierte. Zudem war er Vortragender an der Weinakademie Österreich und anderen Institutionen. Regina wiederum war jahrelang Drehscheibe beim Aufbau der Weinakadamie und arbeitete danach im internationalen Weinhandel. Dank ihrer in der Weinwirtschaft gewonnenen Erfahrungen gelang es den beiden, das alteingesessene Ruster Weingut mit einem zukunftsträchtigen Konzept aus Tradition frei von Konservativismus sowie mit innovativer Kreativität neu zu beseelen. Das Sortiment wurde restrukturiert und durch die Einführung neuer Sorten und Weine bereichert. Dazu gab es einen qualitativen Höhenflug, der den Betrieb bereits vor langem in die burgenländische Elite katapultiert hat und der ungebrochen weiter besteht. Die Weingärten liegen fast zur Gänze in und um Rust – lediglich 1,3 Hektar mit Muskateller stehen in Reginas Heimatgemeinde Gols –, wobei sich die Rebflächen auf viele der Toprieden der Freistadt verteilen. Dazu zählen etwa Geyerumriss, Plachen und Oberer Wald, aber auch die inzwischen als Monopol bestehende Lage Gillesberg. Im Weißweinbereich gibt es eine starke Präsenz von aromatischen Sorten – neben Muskateller und Sauvignon Blanc wird auch die historische Sorte Furmint kultiviert –, eine wichtige Rolle spielt auch Chardonnay. Im Rotweinsegment dominiert die klassische pannonische Sorte Blaufränkisch, die es in mehreren Kategorien gibt, mit den Lagenweinen Oberer Wald und Plachen an der Spitze. Die Liebe zu romanischen – allen voran französischen – Edelsorten wird hier voll ausgelebt: An roten Bordeauxsorten gibt es Cabernet Sauvignon und Franc sowie Merlot, dazu Petit Verdot und Carménère, darüber hinaus Syrah sowie Nebbiolo aus dem Piemont und Tempranillo aus Spanien. Die charaktervolle Rotweincuvée namens Weite Welt besteht aus rund zehn Sorten. Weißweinsorten französischer Provenienz gibt es in Gestalt von Viognier aus dem Rhônetal sowie Petit Manseng aus den Pyrenäen. ps

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2023 Grüner Veltliner Honivogl Smaragd
Weingut Franz Hirtzberger
Wachau

Rauchige Würze, tiefgründige Frucht, charmante Fruchtfülle, würzige Ananas und Papaya, zarte Würze; glockenklare, fleischige Frucht, würzige Birnen, Ananas, lebhaft und schwungvoll, enorme Substanz, kraftvoll-elegant mit super Länge. Power-Wein!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut Franz Hirtzberger
Wachau

Franz Hirtzberger
3620 Spitz
Kremser Straße 8

Franz Hirtzberger ist Meister für große Rieslinge und Grüne Veltliner aus der Wachau und ein großer Weinbotschafter von und für Österreich. Dieses Renommée mit den großen Smaragden Singerriedel, Hochrain, Honivogl & Co strahlt in jede Ecke der Welt, wo Wein eine Bedeutung genießt. Doch Hirtzberger sind auch die Weinbasis und die Wachauer Hauer-Tradition wichtig. Daher wird Jahr für Jahr eine Steinfeder vom Veltliner gepflegt. Das war schon bei Franz Hirtzberger Senior so, der nach wie vor in der Wachau präsent ist – und ist auch bei seinem Sohn und Weingutchef Franz Hirtzberger Junior so. Als Mittelstück der Wachauer Qualitäts-Dreifaltigkeit gibt es jeweils ein für die obere Wachau herkunftstypisches Federspiel vom Riesling (Steinterrassen) und vom Veltliner (Rotes Tor). Für diese zwei Federspiele nimmt Hirtzberger Jahr für Jahr die gleichen Weingarten-Parzellen. Über den Federspielen funkeln die Smaragde. Neben den Rieslingen und Veltlinern lebt im Haus Hirtzberger auch die Burgunder-Tradition weiter, mit Weinen, die früher, vor Jahrzehnten, überall in der Wachau vorzufinden waren. Vier Burgunder-Smaragde pflegt Hirtzberger als Sortenvielfalt und Spezialitäten der Wachau. Ganz groß – und das mit großer Verlässlichkeit – ist der Chardonnay-Smaragd aus dem Spitzer Schlossweingarten, ein Burgunder mit viel Frische und Lokalkolorit. Der Neuburger ist eine klare Empfehlung, wenn man wuchtige Eleganz sucht, ist aktuell in seiner Jugend sehr lebhaft, fast vorlaut, trägt aber das Potenzial für viele weitere Genussjahre in sich. Der Grauburgunder aus der kühlen Waldrandlage Pluris und der Weißburgunder, dessen Trauben in Weingärten rund um Spitz reiften, sind jetzt schon runde Burgunder. Beim Riesling ist Hirtzberger mit dem Singerriedel das Non-plus-ultra. Der Hausberg gleich hinterm Weingut vibriert. Das ist großes Riesling-Kino. Aber auch der Hochrain, der sich als wärmerer, fülliger Riesling präsentiert und der „junge“ Steinporz, den Hirtzberger erst seit 2017 als Rieden-Riesling macht, stehen dem Singerriedel kaum nach. Und der Setzberg, der vierte Smaragd-Riesling – er gilt als Hidden Champion – ist sehr herkunftstypisch. Wer straffe, salzig-filigrane Rieslinge sucht, sollte den Setzberg unbedingt am Radar haben. Bei den Veltliner-Smaragden ist der Honivogl heuer einmal mehr der Superstar. Der Kirchweg-Smaragd aus Wösendorf ist ein lössiger schwarzpfeffriger Veltliner-Purist. Die Axpoint ist ein ähnlicher Klassiker, nur dichter, konzentrierter und etwas üppiger. Und das Rote Tor Smaragd ist sowieso eine sichere Bank: würzig, mineralisch, exotische Fruchtfrische. Das trinkt sich einfach leicht und gut.

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2023 Ruster Ausbruch Gelber Muskateller
Weingut G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Reiche Aromatik aus Dörrfrüchten, Marillen, Mangos und Traubengelee, samtig; tolle Konzentration und Reife, zeigt dennoch viel Frische, knackiger Biss, sehr lang, tolle Energie.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Günter und Regina Triebaumer
7071 Rust
Neuegasse 18

In diesem Ruster Weingut sind Tradition und Moderne untrennbar verwoben. Die Familie Triebaumer ist bereits seit 1691 in der Freistadt Rust ansässig, wobei Wein und Weinbau stets ein wichtiges Element der Familientraditon war. Mit Günter und Regina Triebaumer verfügt das Weingut über zwei ebenso markante wie erfahrene Charakterdarsteller, die erst über Umwege ins Familienweingut einstiegen, das sie 2004 übernahmen. Ganz wesentlich geprägt wurden die beiden durch ihre beeindruckenden Vorkarrieren. Günter, der bereits 1990 Auslandspraktika – unter anderem in Südafrika – absolvieren konnte, arbeitete viele Jahre im Weinhandel, wo er schließlich zum Filialleiter bei Wein & Co avancierte. Zudem war er Vortragender an der Weinakademie Österreich und anderen Institutionen. Regina wiederum war jahrelang Drehscheibe beim Aufbau der Weinakadamie und arbeitete danach im internationalen Weinhandel. Dank ihrer in der Weinwirtschaft gewonnenen Erfahrungen gelang es den beiden, das alteingesessene Ruster Weingut mit einem zukunftsträchtigen Konzept aus Tradition frei von Konservativismus sowie mit innovativer Kreativität neu zu beseelen. Das Sortiment wurde restrukturiert und durch die Einführung neuer Sorten und Weine bereichert. Dazu gab es einen qualitativen Höhenflug, der den Betrieb bereits vor langem in die burgenländische Elite katapultiert hat und der ungebrochen weiter besteht. Die Weingärten liegen fast zur Gänze in und um Rust – lediglich 1,3 Hektar mit Muskateller stehen in Reginas Heimatgemeinde Gols –, wobei sich die Rebflächen auf viele der Toprieden der Freistadt verteilen. Dazu zählen etwa Geyerumriss, Plachen und Oberer Wald, aber auch die inzwischen als Monopol bestehende Lage Gillesberg. Im Weißweinbereich gibt es eine starke Präsenz von aromatischen Sorten – neben Muskateller und Sauvignon Blanc wird auch die historische Sorte Furmint kultiviert –, eine wichtige Rolle spielt auch Chardonnay. Im Rotweinsegment dominiert die klassische pannonische Sorte Blaufränkisch, die es in mehreren Kategorien gibt, mit den Lagenweinen Oberer Wald und Plachen an der Spitze. Die Liebe zu romanischen – allen voran französischen – Edelsorten wird hier voll ausgelebt: An roten Bordeauxsorten gibt es Cabernet Sauvignon und Franc sowie Merlot, dazu Petit Verdot und Carménère, darüber hinaus Syrah sowie Nebbiolo aus dem Piemont und Tempranillo aus Spanien. Die charaktervolle Rotweincuvée namens Weite Welt besteht aus rund zehn Sorten. Weißweinsorten französischer Provenienz gibt es in Gestalt von Viognier aus dem Rhônetal sowie Petit Manseng aus den Pyrenäen. ps

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2023 Riesling Reserve Ried Rosenberg
Weingärtnerei Aichinger
Kamptal

Stimulierende Gelbfrucht, Pfirsich, Ananas und Limette, im Geschmacksbild auch Orangentöne sowie hauchzarte Kräuteranklänge, reichhaltig und blitzsauber definiert, ausgesprochen saftig und balanciert, straff und komplex, animierender Säurebogen, ausgeprägt mineralischer Charakter, erfrischend und zugleich tiefgründig, vergnüglich im vitalisierenden Finale.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingärtnerei Aichinger
Kamptal

Maximilian Aichinger
3562 Schönberg am Kamp
Hauptstraße 15

Maximilian Aichinger ist ein vielseitig begabter und experimentierfreudiger Weinmacher. Über die probaten Klassik- und Premiumformate hinaus werden immer wieder auch alternative Möglichkeiten ausgelotet. Naturnahe Bewirtschaftung ist gelebte Praxis im Betrieb, behutsame Kellerwirtschaft ist Standard. Eine beachtliche Bandbreite an Sorten profitiert von unterschiedlichen Bodenarten, und zwar vornehmlich Gneis, Sandstein, Kies und Löss. Die erste Geige spielen Grüner Veltliner und Riesling in diversen Spielarten, aber auch auf erlesene Formate aus Weißburgunder und Traminer ist der Winzer spezialisiert. Mit dem Wöhrleitn hat Maximilian Aichinger der Sorte Traminer im aktuellen Jahrgang ganz erstaunliche Facetten entlockt. Trittsicher ist der Winzer auch im Umgang mit vergnüglichen Schaumweinen im Premiumsegment.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -
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