Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Gemischter Satz Herrnbaumgarten
Weingut
Frank
Weinviertel

(WB/WR/TR/GV, sandiger Lehm) Traminer Auftakt, dann eine Symphonie an eleganten Aromen, mineralisch; gelber Traminer, Birne, gelber Apfel, Traube, rund, saftig, immens süffig.

Weißwein
Gemischter Satz
€€
Schraubverschluss

Weingut
Frank
Weinviertel

Katrin Frank, Harald Frank
2171 Herrnbaumgarten
Kellergasse 5

Gemeinsam mit seiner Cousine Katrin ist Harald Frank Inhaber und Geschäftsführer des Weinguts wenige Kilometer nordöstlich von Poysdorf, seine Frau Daniela ist für Vermarktung und Verkauf der Weine zuständig, Tante Johanna schupft das Büro. Viele Weingüter in Österreich können sich auf eine lange Tradition berufen, aber nur in wenigen ist die Geschichte so gut erforscht und kurzweilig dargelegt. Auch wegen der Liechtensteiner und ihren Weingärten in Herrnbaumgarten gibt es alte Aufzeichnungen. Die Riede Druxenbergen und der Weinzehent darauf werden 1285 in einer Urkunde beschrieben. Auch wenn die Franks sicher schon vorher im Ort gelebt haben, erscheint 1724 dann das erste Herrnbaumgartner Grundbuch: Hier finden wir die erste Eintragung eines Weinkellers im Besitz des Vorfahren Thomas Frank. Seit 1821 ist der Weingarten im Johannesbergen durchgehend im Familienbesitz. Die Vorfahren stellten Dorfrichter und Bürgermeister, erlebten ihre Hochs und Tiefs. Auf all dem wird heute aufgebaut und konsequent weiterentwickelt. Die Böden in Herrnbaumgarten sind vielfältig und interessant. Im Verkostraum der Franks finden sich viele kleine Gläser mit den verschiedenen Bodenformationen, akribisch beschriftet und mit der Erklärung, wie sie sich auf die Weine auswirken – hochinformativ und wirklich perfekt aufbereitet. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der tollen Weinauswahl lohnt sich ein Besuch in diesem Weingut.

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2023 Sekt Austria Brut 20 Grüner Veltliner
Weingut
Zuschmann – Schöfmann
Weinviertel

(20 Monate Feinhefe) Pfefferwürze, Kakaobohne, reifer Apfel, Birne, dezente Hefenoten, schön trocken, fast samtig-fruchtig, weiche Frucht, gediegen, feste Struktur, schnörkellos, engmaschig, gute Länge.

Schaumwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut
Zuschmann – Schöfmann
Weinviertel

Schöfmann
2223 Martinsdorf
Winzerstraße 52

Dieses außergewöhnliche Weingut im Weinviertel macht sehr gute Weine, wie etwa den 2021 Weisser Burgunder Selektion. Doch die überragenden Schaumweine von hier spielen auf internationalem Niveau. Versektet wird zu 100 Prozent in Eigenregie. Ein ungemein pfiffiger Sekt aus Sauvignon Blanc – Jahrgang 2023 – macht auf Weiteres neugierig. Etwa die zwei Rosé-Schaumweine 2023 und 2019. Dann kommen zwei – 2023 und 2021 – Grüner Veltliner. Beide sind von innerer Harmonie durchzogen. Es wird dramatisch – zweimal 2021 – Riesling und Chardonnay – zweimal große Klasse. In der Weinlodge & Greisslerei kann man diese großartigen Gewächse probieren.

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2024 Donauriesling
Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Gelbe Farbe, dunkel getönt, gereift, würzig, Ananas, Karamell, Petrol, Honig, Kräuter, wunderbar trocken, statuiert, saftig, tolle Säure, rieslinghaft, gelbfruchtig, gute Länge. Ein Wein, der durch seine Reife brilliert.

Weißwein
Donauriesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Josef und Maria Reumann
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 39

Es ist ein wahres Kleinodium, dieses Weingut in Deutschkreutz. 96 Prozent Rotweinanteil – überwiegend Blaufränkisch und Zweigelt, Merlot, Cabernet in Sauvignon und Franc, St. Laurent und fantastische Donaurieslinge. Ich verkostete die Jahrgänge dieser PIWI Varietät aus 2025: sehr gut mit einigem Potenzial; 2024: reif mit viel Charakter und Tiefe; 2022: rieslinghaft-frisch und großartig. Man verkoste den 2024 Equinox, welcher vor Kühle und Finesse nur so strotzt. Ein hervorragender Blaufränkisch Ortswein Deutschkreutz von einer Qualität, die einen staunen lässt. Der 2023 Phoenix Nr. 28 – einer der verlässlichsten Weine. In diesem Jahrgang exzellent. Ein gereifter 2018 Blaufränkisch Ried Fabian präsentiert sich im Moment fast perfekt. Blaufränkisch Reserve Altes Weingebirge aus den Jahrgängen 2021: absolut groß und zukunftsreich; 2015: sechs Jahre reifer, ein Wein, der durch diese Reife an Anmut, Eleganz und Reichtum gewonnen hat. Dann kommt ein 2018 Merlot, der wunderbar reif ist und viel Potenzial hat.

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2024 Ried Rosengarten Sauvignon Blanc
Weingut
Kodolitsch
Südsteiermark

Zarte Würze à la Fenchelsaat, Anis und Senfkörner, Frucht blitzt durch; auf dem Gaumen auch grüner Paprika, kompakt, kalkige Bodentöne, null Fett, klassische Prägung auf wertigem Niveau.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€
Naturkork

Weingut
Kodolitsch
Südsteiermark

Mario Weber
8430 Leibnitz
Kodolitschweg 9

Nikolaus Kodolitsch hat den traditionsreichen Familienbetrieb gemeinsam mit seiner Frau Christa 1992 von seinen Eltern übernommen. Sie waren von Anfang an bestrebt, beste Weine zu machen. Die Verpflichtung des damals noch sehr jungen Mario Weber hat sich als Glücksgriff erwiesen. Die Formkurve zeigt noch immer nach oben. Das Geheimnis seines Erfolges ist nachvollziehbar, wenn man seine Weine verkostet: „Im Keller tun wir fast nichts, wir greifen kaum ein, lassen die Weine einfach in Ruhe.“ Die Grundlage großer Gewächse sei der Weingarten; ein sanfter Rebschnitt gehöre zu den Schlüsselfaktoren. Trotz seiner großen Erfolge sieht er immer noch Luft nach oben. Das Weingut verfügt mit dem Rosengarten über eine von kalkhaltigem Lehm geprägte Monopol-Riede direkt vor dem Haus, während der Kogelberg im Sausal einen kargen Untergrund aus rotem und blauem Schiefer aufweist. Die Reben für den Sauvignon Blanc aus der sehr steilen Monopollage Schiefer-Terrassen stehen auf rotem Schiefer. Die aktuelle Serie präsentiert sich gelassen und ungekünstelt. Die Riedenweine spiegeln die Charakteristika der Lagen wider, hier ist Herkunft wörtlich zu nehmen. Der gefühlvolle Holzeinsatz wurde individuell angepasst.

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2025 Sauvignon Blanc Gamlitz
Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Ruhig, zart nach grünem Paprika, Johannisbeeren und Stachelbeeren, mit Luft Marillen, alles sehr fein; schließt nahtlos an, ganzer Fruchtkorb, Würze unterlegt, Substanz ohne Üppigkeit, zugängliche Säure, lang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Erwin und Franz-Josef Tschermonegg
8463 Leutschach an der Weinstraße
Glanz 50

Erwin Tschermonegg überträgt seinem Sohn Franz Josef zunehmend Verantwortung. Der ruhige und bedächtige Junior setzt seine eigenen Vorstellungen behutsam und mit Erfolg um. Für den Sauvignon Blanc Gebietswein zum Beispiel verwendet er knackige Trauben ebenso wie sehr reifes Material, was diesem Wein eine besondere Wertigkeit verleiht. Auch für den Traminer hat er eine frische, trinkanimierende Stilistik gefunden. Laute Weine sind so gar nicht sein Ding. Seine Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch die heuer präsentierte Serie. Die Weine sind präzise, wertig und feingliedrig. Die Riedencharakteristika wurden klar herausgearbeitet. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Lagenweine mit hochwertigen Naturkorken verschlossen. Die Ortsweine sind näher an Lagen- als an Gebietswein. Neu ist der So Rosé, ein Herzenswunsch von Sonja. Aus Platzgründen können wir nicht die ganze Produktpalette vorstellen. Die Weine lassen sich entspannt im Buschenschank verkosten, und modern eingerichtete Zimmer laden zu längerem Verweilen ein.

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2025 Native
Weingut
Hiedler
Kamptal

(GV/RR) Interessante Cuvée aus Grüner Veltliner mit einem kräftigen Schuss Riesling aus den Lagen Steinhaus und Kittmannsberg. Würzige Note, Veltlinercharakter vom Löss kommt klar durch, einige Frische, seitens der Frucht spürt man mehr Riesling mit viel Steinobst-Aroma; aromatischer Wein mit Zitrusnoten und Weingartenpfirsich, dunkler Lösswürze und Säurebiss, trinkig.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Hiedler
Kamptal

Dietmar & Ludwig Hiedler
3550 Langenlois
Am Rosenhügel 13

Tel. +43 2734 2468
office@hiedler.at
www.hiedler.at

Das Weingut Hiedler zählt zu den besten Weißweinbetrieben in Österreich. Das war schon in den 1990er Jahren so, als Ludwig Hiedler Senior, Gründungsmitglied der 1ÖTW-Traditionsweingüter, den Takt vorgab. Und das setzt sich auch mit den Söhnen Ludwig Junior und Dietmar Hiedler so fort. Das Brüder-Gespann leitet seit drei Jahren das schmucke Langenloiser Gut, wo man immer das Gefühl hat, dass dort neben dem guten Wein auch viel Freude wohnt. Hiedler steht für Grüner Veltliner und Riesling, hauptsächlich. Diese beiden Kamptaler DAC-Sorten werden auch Jahr für Jahr facettenreich über drei Jahrgänge präsentiert. Die Jungspunde sind die Gebiets- und Ortsweine, die die Süffigkeit des jungen Jahrgangs, aktuell 2025, aufzeigen. Sie glänzen mit sortentypischer Frucht und einer verlockenden Säurepikanz, die für viel Trinkanimo sorgt. Aus dem Jahr 2025 mitgenommen wird auch der Lagenveltliner Thal, als Vorbote der Riedenweine und als einer der sentimental wichtigsten Weine der Hiedlers, denn einige Parzellen aus Thal sind schon seit 170 Jahren in ihrem Besitz. Die jungen Riedenweine erstrecken sich über zwei Jahrgänge. Die 1ÖTW-Lagen kommen immer zwei Jahre nach der Ernte auf den Markt, somit sind beim Veltliner die 2024er Kittmannsberg und Schenkenbichl jetzt angesagt. Einzig der Grüne Veltliner vom Käferberg darf, so wie die Maximum-Weine der Hiedlers, ein weiteres Jahr im Keller reifen. Ausschlaggebend dafür ist das spezielle Käferberg-Terroir: Über dem Untergrund der Böhmischen Masse liegt ein drainagierter Boden aus Kies, Schotter und Kristallingestein, auf dem 85 Jahre alte Veltliner-Reben stehen – die ältesten Stöcke des Weinguts. Ausgebaut wird der Käferberg dann für 18 Monate im Fass und kommt auch noch für ein halbes Jahr im Tank auf die Feinhefe, bevor es nach drei Jahren in den Verkauf geht. Enorm trittsicher bewegen sich die Hiedlers bei den Lagen-Rieslingen. Der Steinhaus ist nicht nur „Door Opener“, sondern auch ein Preis-Leistungs-Hit, der oft – und zu Unrecht – etwas übersehen wird, weil Heiligenstein und Gaisberg in der Rieslingwelt besonders glänzen. Abgerundet wird das Riesling und Veltliner-Programm der Hiedlers seit jeher mit einer feinen Burgunderkomponente – Weißburgunder, Chardonnay und Pinot Noir. Sollte man auch nicht versäumen! Toasted & Unfiltered …

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2025 Roter Veltliner Feuersbrunn
Weingut
Florian Bauer
Wagram

Stachelbeere, Himbeere, Blutpfirsich und Zitronenkraut erfreuen die Nase, feingliedriger, trotzdem saftiger Gaumen, Weißer Tee und langer Pfeffer bringen Schwung mit sich und eine Limette an der Säure bringt den letzten Kick.

Weißwein
Roter Veltliner
Schraubverschluss

Weingut
Florian Bauer
Wagram

Florian Bauer
3483 Feuersbrunn
Neufang 52

Das Rebsortenspektrum des Weinguts Bauer ist vielseitig. Mit 50 Prozent bildet Grüner Veltliner das Herzstück des Sortiments, ergänzt durch Riesling, Weißburgunder, Roten Veltliner sowie Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Die Familie setzt verstärkt auf die Umstellung zum organisch-biologischen. Im Keller verbindet das Weingut klassische Präzision mit experimenteller Offenheit. Neben der Vergärung im Stahltank kommen zunehmend Spontangärungen in Holzfässern und Keramikgefäßen zum Einsatz, die den Weinen zusätzliche Tiefe und Individualität verleihen. Besonders beeindruckend ist das hohe Niveau der Ortsweine. Ob Weißburgunder, Riesling, Grüner oder Roter Veltliner – alle zeigen Eleganz, Präzision und eine klare Handschrift. Der Grüne Veltliner Ried Rosenberg zählt dabei zweifellos zur Spitze, während der Riesling Ried Losling mit mineralischer Tiefe und komplexer Struktur überzeugt. Die Ortsweine des Jahrgangs 2025 bringen die Herkunft Feuersbrunn klar zum Ausdruck. Sie verbinden Dichte, Eleganz und Charakter. Besonders in Erinnerung bleibt der Grüne Veltliner Spiegel 2024, der mit Ruhe, Präzision und feiner Tiefe beeindruckt.

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2025 Grüner Veltliner Ried Schillingsberg
Weingut
Wimmer Wagramkeller
Wagram

Feingliedriger Auftakt, grüner Apfel, Litschi, Ringlotte, Zitronenverbenentee, saftiger Gaumen, Gerbstoff vom Grünen Tee, am Gaumen widerspiegelt sich die Nase, stützende erfrischende Säurestruktur, gute Struktur mit Leichtfüßigkeit.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Wimmer Wagramkeller
Wagram

Robert Wimmer
3481 Fels am Wagram
Wienerstraße 9

Seit 2005 bildet die in den Hang gebaute Betriebshalle das Herzstück des Weinguts. Hier trifft Handwerk auf Präzision, und genau dieser Geist prägt die gesamte Arbeit im Betrieb. Die Reben wachsen in zwei besonderen Lagen. In der Ried Schillingsberg, geprägt von Schotter und Löss, entstehen feinmineralische, klare Weine mit kühler Eleganz. Die Reserve-Weine stammen aus tiefgründigem Löss – einem spannenden Mix aus Lehm, Sand und Kalk, der als wertvollster Bodenschatz des Weinguts gilt. Die ältesten Reben sind ein Grüner Veltliner aus dem Jahr 1980 und ein Riesling aus 1991. Im Keller setzt man auf kontrollierte Vergärung im Edelstahltank, gefolgt von einer Reife in Akazien- oder Eichenfässern – stets abgestimmt auf Rebsorte und gewünschte Stilistik. Robert junior bringt seit 2016 frische Impulse ein. Seit 2018 trägt er die Hauptverantwortung für die Weine und ist überzeugt: Qualität entsteht im Weingarten. Sein Vater Robert senior hat den Betrieb konsequent zu einem Qualitätsweingut weiterentwickelt. Seine große Leidenschaft gilt dem Keller. Elfriede, die gute Seele des Hauses, hält im Hintergrund alle Fäden zusammen. Der jüngste Sohn Stefan besucht die HTL für Maschinenbau in St. Pölten. Der Weinbau ist nicht sein Weg – dafür schlägt sein Herz umso mehr für Traktor, Technik und alles Mechanische. Die Ried Schillingsberg auf 190 bis 230 Metern Seehöhe zeigt sich als warme, zugleich mineralische Lage mit Terrassen aus Löss und Schotter – ideal für Riesling und Grünen Veltliner. Die höher gelegene Ried Scheiben mit über 20 Metern Lössauflage bietet ein einzigartiges Mikroklima für Grünen und Roten Veltliner. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich durchgehend leichtfüßig, mit moderatem Alkohol und viel Trinkfluss. Trotz der Leichtigkeit besitzen die Weine Ausdruck, Spannung und Lebendigkeit. Mein persönliches Highlight ist der Grüne Veltliner Schillingsberg.

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2025 Pinot Blanc Herrnbaumgarten
Weingut
Frank
Weinviertel

(karger, kalkreicher Schlier) Feine Zitrusnoten, nervig, kalkig; feiner typischer Weißburgundergeschmack, mittelkräftig, druckvoll, vorbildlich.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Frank
Weinviertel

Katrin Frank, Harald Frank
2171 Herrnbaumgarten
Kellergasse 5

Gemeinsam mit seiner Cousine Katrin ist Harald Frank Inhaber und Geschäftsführer des Weinguts wenige Kilometer nordöstlich von Poysdorf, seine Frau Daniela ist für Vermarktung und Verkauf der Weine zuständig, Tante Johanna schupft das Büro. Viele Weingüter in Österreich können sich auf eine lange Tradition berufen, aber nur in wenigen ist die Geschichte so gut erforscht und kurzweilig dargelegt. Auch wegen der Liechtensteiner und ihren Weingärten in Herrnbaumgarten gibt es alte Aufzeichnungen. Die Riede Druxenbergen und der Weinzehent darauf werden 1285 in einer Urkunde beschrieben. Auch wenn die Franks sicher schon vorher im Ort gelebt haben, erscheint 1724 dann das erste Herrnbaumgartner Grundbuch: Hier finden wir die erste Eintragung eines Weinkellers im Besitz des Vorfahren Thomas Frank. Seit 1821 ist der Weingarten im Johannesbergen durchgehend im Familienbesitz. Die Vorfahren stellten Dorfrichter und Bürgermeister, erlebten ihre Hochs und Tiefs. Auf all dem wird heute aufgebaut und konsequent weiterentwickelt. Die Böden in Herrnbaumgarten sind vielfältig und interessant. Im Verkostraum der Franks finden sich viele kleine Gläser mit den verschiedenen Bodenformationen, akribisch beschriftet und mit der Erklärung, wie sie sich auf die Weine auswirken – hochinformativ und wirklich perfekt aufbereitet. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der tollen Weinauswahl lohnt sich ein Besuch in diesem Weingut.

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2022 Zweigelt Exklusiv Ried Saurüsseln
Weingut
Neustifter
Weinviertel

Eindringliche, bildhübsche Kirschfrucht, ein Hauch von Blutpflaume; saftig und jugendlich, sehr klar, rund und fleischig, feingliedrig, straff und zupackend, supersüffig.

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Weingut
Neustifter
Weinviertel

Monika Neustifter
2170 Poysdorf
Am Golfplatz 3

Karl und Brigitte Neustifter haben den gesamten Weinbaubetrieb auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, was ihrem Grundgedanken entspricht, in den Weingärten möglichst schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu pflegen. Auch bei der Vinifikation wird nur behutsam eingegriffen: So wird auf spontane Vergärung gesetzt und den Jungweinen ein möglichst langes Verweilen auf der Hefe gegönnt. Tochter Monika hat mittlerweile das Zepter übernommen und führt die Philosophie zielstrebig weiter. Wie die Zusatzbezeichnung „Terroir“ für ihre wertvollsten Weine bereits verrät, sollen diese vor allem ihre Herkunft ungeschminkt widerspiegeln. Ein Paradebeispiel dafür ist etwa der dichte und kraftvolle Veltliner Terroir von der Poysdorfer Spitzenlage Hermannschachern. Grüner Veltliner und Chardonnay werden zudem auch jeweils in einer unfiltrierten und ungeschwefelten Variante ausgebaut. Aus dem roten Segment, das hier schon seit langem Bedeutung besitzt, gefallen beispielweise der expressive Zweigelt Exklusiv aus 2022 sowie der mächtige und zugleich samtige Cabernet Sauvignon 2023. Ein besonderes Steckenpferd des Weingutes ist die Wiederbelebung der früher üblichen Stockkultur: Dafür wurden auf einem halben Hektar der Riede Steinberg 4.500 Veltlinerstöcke ausgepflanzt, um die möglichen Vorzüge dieser höchst arbeitsintensiven Anbauweise aufzuzeigen. Diese bestehen unter anderem in der tieferen Verwurzelung der Stöcke sowie der früheren physiologischen Reife und dem höheren Extraktgehalt. Die jedes Jahr von einem anderen Künstler mit der Kellerkatze geschmückten Flaschen stellen zweifellos auch ein exklusives Geschenk für besondere Gelegenheiten dar, wobei gegenwärtig noch zahlreiche Jahrgänge verfügbar sind.

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2023 Sämling Trockenbeerenauslese
Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

(190 g/l RZ) Reduktiv, mehr Würze als Frucht; viel Fruchtexotik, reife Ananas und Mango, harmonisches Frucht-Säure-Spiel, salziges Finish, viel Trinkanimo.

Süßwein
Scheurebe (Sämling 88)
€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Rot-Weiß-Süß – so gestaltet sich das Programm bei Johannes Münzenrieder. Dabei tut sich ein Weingenuss-Reigen von 30 verschiedenen Weinen auf, die neben Trinkvergnügen auch als klare Preis-Leistungs-Garanten eingestuft werden können. Somit wundert es nicht, dass Münzenrieders Weine in der Gastronomie und im Handel gut aufgestellt sind – und auch im Ausland sind seine Kreszenzen beliebt, was 60 Prozent Exportquote verdeutlicht. Im roten Premiumbereich zeigt der Winzer mit seiner Grande Reserve vom Merlot sowie seiner Cuvée Zweiglas besonders auf. Ziemlich lässig!

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2025 Kalk & Schiefer weiß
Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Sehr lebhaft und zugänglich, helle Würze, weißer Pfeffer, bisschen nussig, zart kräuterbetont; am Gaumen kühl-aromatisch, straffe Zitrusnoten, reife Grapefruits und Limetten, alkoholleichter Wein, der dennoch gehaltvoll schmeckt, süffig.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€
Schraubverschluss

Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Anita & Hans Nittnaus
7122 Gols
Untere Hauptstraße 49

Alte Weinwerte mit neuem Weinstreben verbindet in perfekter Weise das Golser Weingut Anita & Hans Nittnaus. Seit den 1990er-Jahren steht das Flaggschiff des Hauses, der Comondor, als eine österreichische Rotweinikone mit internationalem Format. Mit der Marke Pannobile hat der Topwinzer Hans „John“ Nittnaus bereits vor 35 Jahren einen der ersten charismatischen burgenländischen Gebietsweine gemacht, wo er die heimischen Sorten Zweigelt und Blaufränkisch forcierte. Bis 2002 gab es bei Nittnaus auch ein weißes Pannobile-Pendant, damals aus Burgundersorten. Seinen Pannobile Weiß hat Nittnaus mit dem Jahrgang 2024 wieder aufleben lassen – jedoch komplett neu gedacht. Der innovative Winzer vereint dabei das großartige Terroir vom Leithaberg mit seinem jüngsten Steckenpferd, dem Furmint, den er als Juniorpartner mit Grüner Veltliner in diesem weißen Pannobile vermählt. Nittnaus‘ Furmint-Abenteuer hat 2018 begonnen – im Kleinen. Heute hat er schon zwei Hektar von dieser Traditionsweißweinsorte ausgesetzt. Neben dem Weißen Pannobile gibt es auch zwei reinsortige Furmint. Neu: der Ortswein Jois, ein gelungener und äußerst preiswerter Wein als Einstieg in die faszinierende Furmint-Welt. Was die Sorte im Premiumbereich leisten kann, zeigt Nittnaus mit seinem Lagenwein aus der Ried Tannenberg in Jois, 2024 ist der vierte Furmint-Jahrgang, es ist ein Powerwein mit Rieseneleganz, der sein Potenzial erst im großen Glas entfaltet. „Ich bin kein analytischer Koster“, sagt John Nittnaus, denn sein Credo lautet: „Mir geht es darum, welche Persönlichkeit hat der Wein.“ Und viel Persönlichkeit kommt vom Leithaberg. Darum hat Nittnaus schon vor Jahren seinen Aktionsradius von seiner Heimatstadt Gols auf den nahen Leithaberg ausgeweitet, um dort mit dem Blaufränkisch ein Weindenkmal zu setzen. Es ist seine Königssorte geworden – und: „Wir wollen den Blaufränkisch-Anteil in den nächsten Jahren weiter steigern“, sagt der Winzer, der am Leithaberg bereits vier unterschiedliche Lagenweine im Portfolio hat. Seine beiden Top-Blaufränkisch kommen aus Jois: aus der Ried Jungenberg, wo die Sorte auf einem Schieferboden steht, und aus der Ried Gritschenberg, einer kalkgeprägten Lage. Weiters gibt es noch in Jois den Blaufränker vom Altenberg und die Lange Ohn in Neusiedl. Beim Wein und daraus entstehenden neuen Ideen ist John Nittnaus immer jung geblieben – und ist damit auch den Low Intervention Weinen der Nittnaus-Jugend Martin, Andreas und Lydia aufgeschlossen. Hier hat sich die junge Generation schon seit einigen Jahren unter den Namen Manila und Elektra mit straffen spannungsgeladenen Natural Wines in Weiß und Rot in Szene gesetzt. Prädikat: unbedingt auch kosten!

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2022 Donauriesling
Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Nadelwald, rauchig, Karamell, Petrol, reifer Pfirsich, tolle Frische, elegante Struktur, wunderbare Frucht, lebendig, super Säure und Länge, griffig, zeigt Charakter, Tiefgang, mineralisch.

Weißwein
Donauriesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Josef und Maria Reumann
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 39

Es ist ein wahres Kleinodium, dieses Weingut in Deutschkreutz. 96 Prozent Rotweinanteil – überwiegend Blaufränkisch und Zweigelt, Merlot, Cabernet in Sauvignon und Franc, St. Laurent und fantastische Donaurieslinge. Ich verkostete die Jahrgänge dieser PIWI Varietät aus 2025: sehr gut mit einigem Potenzial; 2024: reif mit viel Charakter und Tiefe; 2022: rieslinghaft-frisch und großartig. Man verkoste den 2024 Equinox, welcher vor Kühle und Finesse nur so strotzt. Ein hervorragender Blaufränkisch Ortswein Deutschkreutz von einer Qualität, die einen staunen lässt. Der 2023 Phoenix Nr. 28 – einer der verlässlichsten Weine. In diesem Jahrgang exzellent. Ein gereifter 2018 Blaufränkisch Ried Fabian präsentiert sich im Moment fast perfekt. Blaufränkisch Reserve Altes Weingebirge aus den Jahrgängen 2021: absolut groß und zukunftsreich; 2015: sechs Jahre reifer, ein Wein, der durch diese Reife an Anmut, Eleganz und Reichtum gewonnen hat. Dann kommt ein 2018 Merlot, der wunderbar reif ist und viel Potenzial hat.

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2025 Morillon Leutschach
Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Sortentypisch, sanfter Druck, Haselnüsse, gelbfruchtig; kernig, einige Substanz, gute Säure, klare Struktur, Herkunft, wertig.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Erwin und Franz-Josef Tschermonegg
8463 Leutschach an der Weinstraße
Glanz 50

Erwin Tschermonegg überträgt seinem Sohn Franz Josef zunehmend Verantwortung. Der ruhige und bedächtige Junior setzt seine eigenen Vorstellungen behutsam und mit Erfolg um. Für den Sauvignon Blanc Gebietswein zum Beispiel verwendet er knackige Trauben ebenso wie sehr reifes Material, was diesem Wein eine besondere Wertigkeit verleiht. Auch für den Traminer hat er eine frische, trinkanimierende Stilistik gefunden. Laute Weine sind so gar nicht sein Ding. Seine Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch die heuer präsentierte Serie. Die Weine sind präzise, wertig und feingliedrig. Die Riedencharakteristika wurden klar herausgearbeitet. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Lagenweine mit hochwertigen Naturkorken verschlossen. Die Ortsweine sind näher an Lagen- als an Gebietswein. Neu ist der So Rosé, ein Herzenswunsch von Sonja. Aus Platzgründen können wir nicht die ganze Produktpalette vorstellen. Die Weine lassen sich entspannt im Buschenschank verkosten, und modern eingerichtete Zimmer laden zu längerem Verweilen ein.

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2025 Neuburger Smaragd
Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Milchschokoladige Noten, geschmeidige Fülle, gebratene Pilze, weiches Entrée, zartes Toasting; Vanille, burgundische Fülle, Olivenpaste, zarte mineralische Unterlegung und einige Frische, charmanter Neuburger.

Weißwein
Neuburger
€€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Johann Donabaum
3620 Spitz
Laaben 15

Fährt man von der Donau etwa zwei Kilometer den Spitzer Graben hinauf, kommt man nach Laaben und zu Johann Donabaum, einem der Paradewinzer von Spitz. Seit nunmehr 30 Jahren macht Donabaum bereits Wein – 1996 hat er, blutjung, als Zwanzigjähriger das Weingut in fünfter Generation übernommen und hat es schnell an die Wachauer Spitze gebracht. Zehn Hektar bewirtschaftet er, hauptsächlich im Spitzer Graben. Der Einstieg in die Genusswelt sind zwei Wachauer Federspiel-Gebietsweine, einmal als Grüner Veltliner und einmal als Riesling, beides die Haus- und Hof-Sorten Donaubaums und der Wachau. Das dritte und exklusivere Federspiel vereint die Peunt Trauben aus dem Spitzer Graben und aus Wösendorf. „Die Federspiele aus dem Jahrgang 2025 wirken generell alkoholschlanker. Aber sie zeigen sich sehr schön, weil sie ein bisschen mehr Säure aufweisen“, sagt der Winzer. Alle Jahre viel Spannung bieten Donabaums Smaragd-Weine, wo er bei beiden Sorten herkunftstypische Lagenweine macht. Beim Veltliner ist der Zornberg im Spitzer Graben die kühlste Lage, klassisch Urgestein geprägt. Der Kirchweg in Wösendorf dagegen bringt den wärmsten und würzigsten Veltliner hervor, die Riede zieht sich nah der Donau entlang und ist lössgeprägt. Die Spitzer Point ist immer Donabaums Top-Lagenklassiker unweit vom Weingut. Die Reben stehen dabei auf einem tiefgründigeren, schweren Boden, der dem Wein viel exotische Fruchtfrische und Würze gibt. Bei den Smaragd-Rieslingen hält der Winzer ein benachbartes Rieden-Trio aus dem Graben bereit: die Vogelleithen als kühlste und sehr mineralische Lage, Richtung Spitz hinunter schließt der Offenberg an, jener Riesling, der immer am schnellsten antrinkbar ist. Und der Setzberg als Landmarke zwischen dem Graben und Spitz ist zumeist der straffste Riesling-Smaragd mit viel Herkunftscharakter durch seine salzige Mineralität. Alle Smaragde bringt Donabaum immer ab September, quasi ein Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Über seine Lagen stellt Donaubaum seine Limitierte Edition, meist eine Rieden übergreifende Komposition aus den ältesten Parzellen und reifsten Trauben des Jahrgangs. 2025 ist die Limitierte Edition vom Grünen Veltliner nahezu ausschließlich von der Spitzer Point und von Reben, die schon 60 bis 70 Jahre alt sind. Sehr gelungen. Auf der Riesling-Seite musste Donabaum auf die Produktion einer Limitierten Edition verzichten, weil es der Jahrgang 2025 nicht hergab, die Qualitätsanforderungen, die Donabaum bei diesem Wein hat, zu erreichen. Für alle Wachau-Fans, die abseits Veltliner- und Riesling-Klassiker Interessantes Anderes suchen. Donabaum, der auch gern Burgunder trinkt, macht hier mit einem Neuburger und einem Chardonnay interessante Weine.

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2025 Neuburger Terassen Dürnstein Federspiel
Weingut
Pomaßl
Wachau

Leicht nussig, frisches Zitrus, weiße Mandel, rauchig, würzig, grüner Apfel, grüne Walnuss, mittlere Säure, mittlerer Abgang.

Weißwein
Neuburger
€€
Schraubverschluss

Weingut
Pomaßl
Wachau

Alois und Elisabeth Pomaßl
3610 Weißenkirchen
In der Schild 175

Tel. +43 664 5636161
office@pomassl.at
www.pomassl.at

Es ist ein außergewöhnlicher Ort, an dem Lissy und Lois ihr Weingut betreiben und ihre Heimat gefunden haben, eine wahre Oase der Natur und der Tradition. Wenn man die schmale, gewundene Straße den Berg hinauffährt, die durch einen malerischen Wald führt, fühlt man sich schnell, als hätte man die bekannten Grenzen der Wachau bereits hinter sich gelassen. Die Fahrt durch den dichten Baumbestand verleiht dem Besucher ein Gefühl von Abgeschiedenheit und Ruhe, fast so, als würde man sich auf eine besondere Entdeckungsreise begeben. Schon im Jahr 1937 begann der Großvater von Lois mit dem Weinbau hier, was die lange Familientradition und das Engagement für exzellente Weine deutlich unterstreicht. Seit 1983 lädt auch ein eigener Heuriger zum Verweilen ein. Das Weingut bewirtschaftet insgesamt etwa sechs Hektar Weinberge. Typischerweise stehen auch hier die klassischen Wachauer Sorten im Mittelpunkt: Grüner Veltliner und Riesling. Doch das Weingut überzeugt zudem mit einer interessanten Auswahl an anderen Trauben. Besonders hervorzuheben ist der Neuburger. Er besticht durch besondere Leichtigkeit und Trinkfreude, ohne an Komplexität einzubüßen. Das macht ihn sowohl für den Alltag als auch für Genießer zu einem besonderen Erlebnis. Hinzu kommen die neueren PIWI-Sorten wie Souvignier Gris und Muscaris, die in der Wachau noch eher selten angebaut und verarbeitet werden.

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2024 Roter Veltliner Ried Losling Roter Saphir
Weingut
Florian Bauer
Wagram

Nasser Stein, Bergamotte, Quitte, ruhig und gelassen zeigt sich die Nase, auch der Gaumen ist in sich gekehrt, lässt aber seine Muskeln spielen, kandierte Orange, Stachelbeere, Honigwabe, ein kerniger Wein mit Tiefe, braucht seine Zeit, um sich zu öffnen, im Abgang bleibt der Wein dicht, ohne schwermütig zu werden.

Weißwein
Roter Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Florian Bauer
Wagram

Florian Bauer
3483 Feuersbrunn
Neufang 52

Das Rebsortenspektrum des Weinguts Bauer ist vielseitig. Mit 50 Prozent bildet Grüner Veltliner das Herzstück des Sortiments, ergänzt durch Riesling, Weißburgunder, Roten Veltliner sowie Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Die Familie setzt verstärkt auf die Umstellung zum organisch-biologischen. Im Keller verbindet das Weingut klassische Präzision mit experimenteller Offenheit. Neben der Vergärung im Stahltank kommen zunehmend Spontangärungen in Holzfässern und Keramikgefäßen zum Einsatz, die den Weinen zusätzliche Tiefe und Individualität verleihen. Besonders beeindruckend ist das hohe Niveau der Ortsweine. Ob Weißburgunder, Riesling, Grüner oder Roter Veltliner – alle zeigen Eleganz, Präzision und eine klare Handschrift. Der Grüne Veltliner Ried Rosenberg zählt dabei zweifellos zur Spitze, während der Riesling Ried Losling mit mineralischer Tiefe und komplexer Struktur überzeugt. Die Ortsweine des Jahrgangs 2025 bringen die Herkunft Feuersbrunn klar zum Ausdruck. Sie verbinden Dichte, Eleganz und Charakter. Besonders in Erinnerung bleibt der Grüne Veltliner Spiegel 2024, der mit Ruhe, Präzision und feiner Tiefe beeindruckt.

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2025 Grüner Veltliner Ried Scheiben
Weingut
Wimmer Wagramkeller
Wagram

Elegante Orangenblüte, Quitte, Kastanie, roter Apfel, schmeichelnder Gaumen, Mostapfel, Darjeeling Tee, langer Pfeffer, dieser Wein zeigt eine raffinierte Kombination aus Dichte, Struktur und Lebendigkeit, viel Würze im Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Wimmer Wagramkeller
Wagram

Robert Wimmer
3481 Fels am Wagram
Wienerstraße 9

Seit 2005 bildet die in den Hang gebaute Betriebshalle das Herzstück des Weinguts. Hier trifft Handwerk auf Präzision, und genau dieser Geist prägt die gesamte Arbeit im Betrieb. Die Reben wachsen in zwei besonderen Lagen. In der Ried Schillingsberg, geprägt von Schotter und Löss, entstehen feinmineralische, klare Weine mit kühler Eleganz. Die Reserve-Weine stammen aus tiefgründigem Löss – einem spannenden Mix aus Lehm, Sand und Kalk, der als wertvollster Bodenschatz des Weinguts gilt. Die ältesten Reben sind ein Grüner Veltliner aus dem Jahr 1980 und ein Riesling aus 1991. Im Keller setzt man auf kontrollierte Vergärung im Edelstahltank, gefolgt von einer Reife in Akazien- oder Eichenfässern – stets abgestimmt auf Rebsorte und gewünschte Stilistik. Robert junior bringt seit 2016 frische Impulse ein. Seit 2018 trägt er die Hauptverantwortung für die Weine und ist überzeugt: Qualität entsteht im Weingarten. Sein Vater Robert senior hat den Betrieb konsequent zu einem Qualitätsweingut weiterentwickelt. Seine große Leidenschaft gilt dem Keller. Elfriede, die gute Seele des Hauses, hält im Hintergrund alle Fäden zusammen. Der jüngste Sohn Stefan besucht die HTL für Maschinenbau in St. Pölten. Der Weinbau ist nicht sein Weg – dafür schlägt sein Herz umso mehr für Traktor, Technik und alles Mechanische. Die Ried Schillingsberg auf 190 bis 230 Metern Seehöhe zeigt sich als warme, zugleich mineralische Lage mit Terrassen aus Löss und Schotter – ideal für Riesling und Grünen Veltliner. Die höher gelegene Ried Scheiben mit über 20 Metern Lössauflage bietet ein einzigartiges Mikroklima für Grünen und Roten Veltliner. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich durchgehend leichtfüßig, mit moderatem Alkohol und viel Trinkfluss. Trotz der Leichtigkeit besitzen die Weine Ausdruck, Spannung und Lebendigkeit. Mein persönliches Highlight ist der Grüne Veltliner Schillingsberg.

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2025 Riesling Herrnbaumgarten
Weingut
Frank
Weinviertel

(Löss und Schlier) Kernig, nervig, Marille; mineralisch, salzig, dadurch sehr elegant, straff, saftig.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Frank
Weinviertel

Katrin Frank, Harald Frank
2171 Herrnbaumgarten
Kellergasse 5

Gemeinsam mit seiner Cousine Katrin ist Harald Frank Inhaber und Geschäftsführer des Weinguts wenige Kilometer nordöstlich von Poysdorf, seine Frau Daniela ist für Vermarktung und Verkauf der Weine zuständig, Tante Johanna schupft das Büro. Viele Weingüter in Österreich können sich auf eine lange Tradition berufen, aber nur in wenigen ist die Geschichte so gut erforscht und kurzweilig dargelegt. Auch wegen der Liechtensteiner und ihren Weingärten in Herrnbaumgarten gibt es alte Aufzeichnungen. Die Riede Druxenbergen und der Weinzehent darauf werden 1285 in einer Urkunde beschrieben. Auch wenn die Franks sicher schon vorher im Ort gelebt haben, erscheint 1724 dann das erste Herrnbaumgartner Grundbuch: Hier finden wir die erste Eintragung eines Weinkellers im Besitz des Vorfahren Thomas Frank. Seit 1821 ist der Weingarten im Johannesbergen durchgehend im Familienbesitz. Die Vorfahren stellten Dorfrichter und Bürgermeister, erlebten ihre Hochs und Tiefs. Auf all dem wird heute aufgebaut und konsequent weiterentwickelt. Die Böden in Herrnbaumgarten sind vielfältig und interessant. Im Verkostraum der Franks finden sich viele kleine Gläser mit den verschiedenen Bodenformationen, akribisch beschriftet und mit der Erklärung, wie sie sich auf die Weine auswirken – hochinformativ und wirklich perfekt aufbereitet. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der tollen Weinauswahl lohnt sich ein Besuch in diesem Weingut.

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2023 Terroir Cabernet Sauvignon Ried Maxendorf
Weingut
Neustifter
Weinviertel

(Schwarzerde oben, Lehm unten) Verrät sogleich die hohe Reife, Brombeere, Cassis; likörig-feuriger Einschlag, rosinige Untertöne, zarter Paprika, gewichtig und einschmeichelnd, schon sehr rund und sanft strömend, weiche Tanninfülle.

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Neustifter
Weinviertel

Monika Neustifter
2170 Poysdorf
Am Golfplatz 3

Karl und Brigitte Neustifter haben den gesamten Weinbaubetrieb auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, was ihrem Grundgedanken entspricht, in den Weingärten möglichst schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu pflegen. Auch bei der Vinifikation wird nur behutsam eingegriffen: So wird auf spontane Vergärung gesetzt und den Jungweinen ein möglichst langes Verweilen auf der Hefe gegönnt. Tochter Monika hat mittlerweile das Zepter übernommen und führt die Philosophie zielstrebig weiter. Wie die Zusatzbezeichnung „Terroir“ für ihre wertvollsten Weine bereits verrät, sollen diese vor allem ihre Herkunft ungeschminkt widerspiegeln. Ein Paradebeispiel dafür ist etwa der dichte und kraftvolle Veltliner Terroir von der Poysdorfer Spitzenlage Hermannschachern. Grüner Veltliner und Chardonnay werden zudem auch jeweils in einer unfiltrierten und ungeschwefelten Variante ausgebaut. Aus dem roten Segment, das hier schon seit langem Bedeutung besitzt, gefallen beispielweise der expressive Zweigelt Exklusiv aus 2022 sowie der mächtige und zugleich samtige Cabernet Sauvignon 2023. Ein besonderes Steckenpferd des Weingutes ist die Wiederbelebung der früher üblichen Stockkultur: Dafür wurden auf einem halben Hektar der Riede Steinberg 4.500 Veltlinerstöcke ausgepflanzt, um die möglichen Vorzüge dieser höchst arbeitsintensiven Anbauweise aufzuzeigen. Diese bestehen unter anderem in der tieferen Verwurzelung der Stöcke sowie der früheren physiologischen Reife und dem höheren Extraktgehalt. Die jedes Jahr von einem anderen Künstler mit der Kellerkatze geschmückten Flaschen stellen zweifellos auch ein exklusives Geschenk für besondere Gelegenheiten dar, wobei gegenwärtig noch zahlreiche Jahrgänge verfügbar sind.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -