Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2021 Zweigelt Glimmerschiefer
Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Satte Kirschnote, feingliedrig, wertig, leise Bodentöne, Prise schwarzer Pfeffer; schließt nahtlos an, unaufdringliche Gerbstoffe, nie schwer, stoffig, vom Boden geprägt.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Juliana Wieder
7311 Neckenmarkt
Lange Zeile 76

Juliana Wieder hat das Weingut mit großer Konsequenz, Weitsicht und harter Arbeit aufgebaut. Aus einer gemischten Landwirtschaft wurde 1986, dem Todesjahr ihres Mannes, ein reiner Weinbaubetrieb mit bescheidenen vier Hektar Anbaufläche; heute sind es zehnmal so viel. Ihre Kinder Georg und Burgi waren bereits in jungen Jahren voll im Betrieb engagiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Georg ist nach eigener Definition passionierter Winzer. Mit den Böden seiner Rieden beschäftigt er sich intensiv. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat erdige Hände. Seine Schwester Burgi ist am liebsten draußen in den Weingärten oder im Weinkeller. Die Familie verfügt über Anteile an renommierten Rieden. Die schweren, tiefgründigen Lehmböden speichern Wasser und sind ideal für Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot. Es gibt auch Parzellen mit Orthogneis, Glimmerschiefer und Muschelkalk. Diese Untergründe prägen den Blaufränkisch, sie sorgen für eine filigrane Struktur und mineralisch-salzige Noten. Großen Wert legt man hier auf betagte Reben, die zum Teil bis zu 80 Jahre alt sind. Georg Wieder lässt seinen Weinen viel Zeit, bis er sie in den Verkauf bringt. Die heuer vorgestellten Weine sind wertig und ehrlich, Blendwerk ist ihnen fremd. Der Winzer hat erneut bewiesen, dass er den Charakter der einzelnen Lagen in die Flasche bringen kann.

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2025 Sauvignon Blanc der Paradesteirer
Schilcherei®
Jöbstl
Weststeiermark

Sorte unverkennbar, Stachelbeeren, Cassislaub, Grapefruits, schwarze Johannisbeeren; schließt auf dem Gaumen nahtlos an, angenehme Säure, feiner Schmelz, passende Substanz, im Finish auch Limetten.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Schilcherei®
Jöbstl
Weststeiermark

Hannes und Luise Jöbstl
8551 Wernersdorf bei Wies
Am Schilcherberg 1

Tel. +43 3466 43210
info@joebstl.eu
www.joebstl.eu/shop

Seit dem 17. Jahrhundert widmet sich die Familie Jöbstl der Landwirtschaft an den Ausläufern der Koralpe. Der Großvater hat konsequent auf Obstbau umgestellt, und so ist es noch heute. Die Familie fühlt sich eng mit ihrem Lebensraum verbunden. „Als Winzer bin ich Begleiter der Traube – von der Blüte bis zum Wein“, so Hannes Jöbstl im O-Ton. Die Bewirtschaftung richtet sich nach den Regeln des Integrierten Pflanzenschutzes. Das bedeutet Förderung von Nützlingen, Einsatz von Pheromonen zur Bekämpfung von Schädlingen und weitestgehender Verzicht auf Mineraldünger. Rund 95 Prozent der Produkte sind vegan. Angebaut werden die meisten gängigen Rebsorten der Weststeiermark. Die große Liebe gilt dem Blauen Wildbacher. Nicht von ungefähr nennen Hannes und seine Frau Luise ihren Betrieb „Schilcherei“. Sie keltern buchstäblich alles, was sich aus der Blauen Wildbacherrebe keltern lässt, vom Weißgepressten über Sekt und Frizzante bis zu Rotwein und Süßweinen. Neu auf den Rückenetiketten sind Zusatzbezeichnungen als Orientierungshilfe. Die gesamte Serie präsentiert sich ausgesprochen lebendig und fruchtbetont, die Rebsorten sind blind zu erkennen, selbst im Gleichgepressten kommt der Blaue Wildbacher durch. Primus unter den Schilchern ist heuer jener aus der Ried Krass, die Zusatzbezeichnung Luises Liebling ist nachvollziehbar. Das Weingut lädt zu Verkostungen, zu Firmen- und Familienfesten, begleitet Hochzeiten, vermittelt das Flair des Schilcherlandes. Für drei Campingbusse wurden Abstellplätze geschaffen, die für bis zu 24 Stunden frei genutzt werden dürfen.

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2025 Grüner Veltliner Ried Kreuzberg Federspiel
Weingut
Gallhofer
Wachau

Dunkle, „steinige“ Nase, Mangos, Birnen; satt und sanft bei dezentem Säurerückgrat; mittelgewichtige Statur, kompakt, vielschichtig, ausgewogen; an der Grenze zum Smaragd, sehr gelungen!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gallhofer
Wachau

Familie Gallhofer
3602 Rossatz
Rührsdorf 8

Tel. +43 664 9982813
rmg@gmx.at
www.weinbau-gallhofer.com

Die südliche Seite Donauseite der Wachau wird unter Weinliebhabern immer wieder häufig unterschätzt, und das ist jammerschade. Denn in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Situation – nicht zuletzt, ob des auch hier spürbaren Klimawandels – entscheidend verändert. Heute hat sich die Zahl jener Betriebe, die mit herausragenden Weinen aufwarten, deutlich erhöht, was nicht zuletzt einer wachsenden Zahl von gut ausgebildeten Jungwinzern zu verdanken ist, die ihre Lehrjahre mit diversen Auslandspraktika vervollständigen. Markus Gallhofer, Klosterneuburg-Absolvent mit Praxismonaten an der Mosel und ganze 27 Jahre jung, zählt sicher zu ihnen. Er leitet zusammen mit Stefan, seinem Bruder, sowie den Eltern Matthias und Renate den Betrieb im Herzstück der Wachau, gegenüber von Weissenkirchen. Beliebt und bekannt ist die Familie auch ob ihres viermal im Jahr geöffneten Heurigen. Die Familie Gallhofer bewirtschaftet einige besondere Lagen, wie zum Beispiel die lössig tiefgründige Ried Zanzl mit verwittertem Gestein im Untergrund, sowie die Ried Kreuzberg mit Urgesteinsböden und spärlicher Oberbodenauflage. Aus Letzterer kommen zwei Sortenvertreter vom Grünen Veltliner. Erstere – jeweils ein 2025er Federspiel und ein Smaragd aus 2024 – brillieren neben ihrer typischen Veltlinerwürze auch mit der dunklen gesteinsmehligen Mineralität der Lage. Noch eine Nasenlänge weiter vorn liegt freilich heuer der 2024er Riesling aus der Ried Zanzl, dessen Facettenreichtum und tiefgründige Frucht seinesgleichen sucht. Der nach Hollerbusch und roten Rosen duftende Muskat-Ottonel rundet das kleine, aber feine Angebot ab; vom Weißburgunder gab es dieses Mal eine zu kleine Erntemenge – er sollte nächstes Jahr wieder im Sortiment aufscheinen.

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2025 Grüner Veltliner Loiben Ried Rothenhof Federspiel
Weingut
Schloss Dürnstein
Wachau

Fein duftig mit knackiger Zitrusnote und grün-apfeliger Frucht, wirkt dabei frisch mit kräuterwürzigen Noten, mit Belüftung dann immer mehr weißer Pfeffer; Zitrusfrische setzt sich am Gaumen fort, Bitterorangen und Limetten, gute Würze, relativ straff mit knackigem Säurebiss, lebhaftes Veltliner-Federspiel mit viel Trinkanimo.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schloss Dürnstein
Wachau

J. Christian Thiery
3601 Dürnstein
2

Alle Achtung: Der achte Jahrgang vom jungen Weingut Schloss Dürnstein ist in der Flasche. Und heuer gibt es vom jüngsten Jahrgang 2025 wieder beide Veltliner-Varianten aus der Ried Rothenhof: Ein leichtes Federspiel und ein stoffiger Smaragd. Weingutchef und Schloss Dürnstein-Patron Christian Thiery hat sein Weinabenteuer 2018 begonnen. Unweit von Dürnstein – genau am Eingang der Wachau, von Krems kommend, liegt die Ried Rothenhof, eine Lage in Unterloiben, die sich von der Ebene ein bisschen den Berg raufzieht. Thierys Veltliner-Stöcke stehen auf zwei Bergterrassen; die über fünfzig Jahre alten Reben sind in einem Alter, in dem sie besonders gut im Saft stehen. Die 2025 Weine wirken von der ersten Minute an trinkvergnüglich, bringen eine saftige Frucht und haben einen gewissen Säurekick, der für viel Animo sorgt. Besonders das Federspiel ist mittlerweile eine Bank, wenn es um Leichtigkeit und Trinkvergnügen geht. Da fehlt nichts. Wer ein bisschen mehr Druck und Fülle sucht, vielleicht auch einen Essensbegleiter, ist mit dem Smaragd-Veltliner gut bedient. Jedenfalls haben die Schloss Dürnstein-Weine in kurzer Zeit ihren Platz gefunden. Man mag sie aus der Wachau nicht mehr wegdenken. Und die Ried Rothenhof hat mit dem Dürnstein-Duo zusätzlich an Image gewonnen. Wo man die beiden Dürnstein-Weine am besten trinkt: Bei einem Ausflug in die Wachau auf der Schlossterrasse mit Blick auf die Donau. Zum Wohl!

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2023 Grüner Veltliner Ried Schiefer Hollenburg
Weingut
Harm
Kremstal

Exotische Fruchtbogen von Ananas, Mango und eingelegten Christbirnen, Weihrauch, zunehmend würzig, setzt sich am Gaumen schlüssig fort, wirkt bei aller Kraft sehr anregend und von tropischen Früchten und passender Säure getragen, jahrgangstypischer, großzügiger Spätlesecharakter mit Trinkfluss.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Harm
Kremstal

David und Katharina Harm
3508 Krustetten
Am Brunnen 14

Familie Harm betreibt seit gut 30 Jahren biologisch zertifizierten Weinbau und ist in der Region somit einer der Vorreiter für nachhaltige Landwirtschaft, die sich nicht nur auf Vitikultur beschränkt. Auch im Bio-Marillenanbau hat sich der Betrieb einen Namen gemacht. Beim Wein setzt man auf die Kaliber Grüner Veltliner und Riesling, die neben Gutswein und Gebietsweinen – firmierend unter Kalk und Löss – bis hin zu Riedenweinen gekeltert werden. Daneben gibt es auch Sauvignon Blanc und Komplementäre wie die feine Piwi-Sorte Muscaris im Sortiment. Die Reserven unter den Lagenweinen kommen erfreulicherweise erst nach gebührender Lagerung in den Verkauf, weshalb in diesem Fall 2023 der aktuell erhältliche Jahrgang im Verkauf ist. Viele Chargen werden auch in kleinen Mengen zunächst separat ausgebaut, der Topwein des Betriebs hat durch diese aufmerksame önologische Haltung den Weg erstmals in die Flasche gefunden – dazu später mehr. Von den verkosteten Veltlinern hat uns neben dem typisch löss-würzigen Ried Silberbichl der 2023 Ried Schiefer besonders gut gefallen. Achtung: Die Riedbezeichnung meint nicht Schiefer als Boden, sondern bezieht sich auf die namensgebende historische Weinberg-Erhebung namens Schiffberg, die als Orientierungshilfe entlang der Donau diente. Riesling ist eine Kernkompetenz des Weinguts und wird auch in Neuauspflanzungen weiter forciert, bereits der unkompliziert fruchtbetonte Hollenburg Kreuzberg zeigt mit gewisser Finesse auf. „Eine unterschätze Riede mit markantem, rosaroten Konglomerat, ein vergleichsweise exotisches Terroir“ in unserer Region, so Winzer David Harm. Apropos exotisch: Der 2023 Riesling Steiner Kögl hat jede Menge südlich geprägte Frucht und empfiehlt sich als pfiffiger Spätlesecharakter, aber ohne die traditionelle Schwermütigkeit dieser Stilistik, sondern mit viel Trinkfluss. Kommen wir zum Highlight des Hauses, dem 2023 Riesling Am Stein aus der Herkunft Wachau, einer historischen Riede, die nur per Handarbeit zu bewirtschaften ist (und mit der sonst nur der Nikolaihof von sich Reden macht): viele Facetten anzeigend mit Pikanz, Subtilität und Finesse bei feiner Säurepräsenz und toller Länge, im nicht ganz unkomplizierten Jahrgang 2023 einen Klasse für sich.

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2025 Grüner Veltliner Ried Wilbling
Weingut
Blauensteiner
Wagram

Animierende klare Aromen in der Nase, Klarapfel, Brotgewürz, Heublumen, eleganter geschmeidiger Gaumen, Orangenblüte, Kardamom, Schale von der Williamsbirne, ausgewogener Körper mit Säuregerüst und rosa Pfefferwürze im Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Blauensteiner
Wagram

Blauensteiner
3482 Gösing am Wagram
Obere Zeile 12

Das Weingut Blauensteiner blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück: Seit 1842 widmet sich die Familie mit großer Leidenschaft dem Weinbau. In Gösing am Wagram bewirtschaftet sie einige der spannendsten Lagen der Region, darunter Armaguld, Essenthal, Fumberg, Gmirk, Wilbling und Welfel. Gösing liegt etwas höher als viele andere Orte am Wagram und profitiert sowohl vom Kontinentalen als auch vom Pannonischen Klima. In der Ried Essenthal wurzeln die Reben in einer fruchtbaren Schwarzerde-Auflage über tiefgründigem Löss. Die dort 1983 gepflanzten Rebstöcke liefern Trauben von beeindruckender Konzentration. In den übrigen Rieden liegt das durchschnittliche Rebalter zwischen 20 und 25 Jahren. Der Riesling aus der Ried Gmirk 2025 präsentiert sich heuer verspielt und elegant, mit feiner Frucht und viel Charme. Der Grüne Veltliner aus der Ried Essenthal überzeugt mit Struktur und Noblesse, während der Grüne Veltliner aus der Ried Fumberg durch Feinheit und Vielschichtigkeit begeistert. Besonders eindrucksvoll zeigt sich auch der Rote Veltliner aus derselben Lage. Ein echtes Highlight ist der Grüne Veltliner Reserve 2024 aus der Ried Fumberg. Mit etwas Luft und entfaltet er seine ganze Tiefe, Präzision und beeindruckende Komplexität. Die gesamte Kollektion des Jahrgangs 2025 präsentiert sich bereits jetzt äußerst zugänglich. Animierende Frucht, harmonische Struktur und Bekömmlichkeit machen die Weine zu vielseitigen Speisenbegleitern und ebenso zu großartigen Solisten. Besonders erfreulich sind die moderaten Alkoholwerte, die den Trinkfluss zusätzlich unterstreichen. Die Reserve-Weine des Hauses – darunter auch die Linie Ferrara reifen besonders lange auf der Feinhefe und werden mit viel Fingerspitzengefühl ausgebaut. Das Ergebnis sind charaktervolle Weine mit Tiefe, Ruhe und Entwicklungspotenzial.

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2025 Rosé
Weingut
Artner
Carnuntum

Himbeere, zarte Herbe; Erdbeere, Fruchtkorb, zarter Gerbstoff, sehr süffig.

Roséwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Artner
Carnuntum

Artner
2465 Höflein
Dorfstraße 93

Peter Artner besticht durch seine ruhige, ziel-orientierte Art und führt das große Weingut mit Witz und einer gewissen Gelassenheit. Seit 2018 ist das Weingut Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW). Die Zweigeltreben stehen in der Ried Steinäcker auf kalkarmen bis kalkfreien, kiesigen Schotterböden eines alten Donaulaufes. Die Riede Kirchweingarten ist von schluffig-tonigen Ablagerungen des Pannoniums sowie teilweise von Lössschichten bedeckt. Die Böden sind tiefgründig und sehr kalkhaltig. Die Blaufränkisch-Weine dieser Lage sind von Kernigkeit, frischer Säure und straffer Struktur geprägt. In der Ried Aubühl schließlich stehen Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot auf vorwiegend sandigen, teils auch schluffig-tonigen Sedimenten des Miozän. Die Böden sind tiefgründig und kalkhaltig. Die Weine behalten trotz der hitzigen Böden und des warmen pannonischen Klimaeinflusses ihre Frische und Würze.

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2025 Grüner Veltliner Hühnergarten
Bio-Weingut
Pollerhof
Weinviertel

Kleine Mitarbeiterinnen übernehmen die Bodenbearbeitung, dabei entsteht dieser spannende Weißwein. Duft nach Äpfeln, Birnen, Würze und Exotik, delikater Säure, pikantem Pfefferl, cremigen Extrakten und aromareichem Nachgeschmack.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Bio-Weingut
Pollerhof
Weinviertel

Erwin Poller
3743 Röschitz
Winzerstraße 48

Tel. +43 676 6289612
weingut@pollerhof.at
www.pollerhof.at

„Als Winzer verstehe ich es als Ehre, den pfeffrigen Weinviertel DAC in meinem Sortiment führen zu können. Ich sehe es aber auch als Verpflichtung, dem Grünen Veltliner in all seinen Spielformen gerecht zu werden“, sagt Erwin Poller. In manchen Lagen rund um Röschitz spielt´s deutlich mehr als nur Grüner Veltliner. Löss- und Urgesteinsböden geben auch anderen Rebsorten die Möglichkeit, zu ansprechenden Weinen zu werden. Der Rote Veltliner wurde schon zu Zeiten der Römer kultiviert und bringt Weine mit absolutem Kultpotenzial hervor. Der Hof wurde liebevoll renoviert, die Weingärten umfassen heute 20 Hektar, im Keller stehen moderne Anlagen und der Betrieb wurde BIO-zertifiziert. Seine Projekte rund um den Wein – vom Hendl im Weingarten über den Lössboden auf den Flaschen bis zur legendären Frau Mayer zeigen seine Freude am Experimentieren. Diese Vielfalt an Ideen eröffnet ihm ständig neue Möglichkeiten und macht seine Arbeit lebendiger und besser. Der Keller ist seine Weinwerkstatt. Dort herrscht absolute Ruhe, dort soll das Luxusgut Wein optimal vorbereitet werden für die Genießer, um ihnen jenes Glücksgefühl zu vermitteln, das sie bei einem guten Glas Wein aus Erwin Pollers Hand so sehr schätzen. Ganz besonders freut sich Erwin Poller über gut gelungene Weine aus Grüner Veltliner, Muskateller, Traminer und Roter Veltliner. Als zugänglicher Familienmensch legt Erwin Poller großen Wert auf einen herzlichen Umgang mit seinen Mitarbeitern – und den beherrscht er bestens. Die familiäre Atmosphäre schafft ein Umfeld, in dem sich alle wohlfühlen und viele Jahre im Betrieb verankert bleiben. Auf sein liebevoll geschaffenes Gästerefugium „Romeo und Julia“ im Stil der 1950er Jahre ist er besonders stolz, seine Gäste dürfen sich auf etwas Besonderes freuen.

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2025 Grüner Veltliner Nussberg
Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Kühle Würze, Apfelnoten, Pfirsich, frisch und fruchtig, feine Mineralität, tolle Säure, geradlinig, zieht am Gaumen.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Ing. Fritz Wieninger
1190 Wien
Grinzinger Straße 86

Es gibt Neuigkeiten in diesem Weingut. Eine neue Flaschenausstattung – ein neues einladendes Outfit. Ein Chenin Blanc: Reben aus der Loire/Saumur, gewachsen in Stammersdorfer Erde, ausgebaut im 600-Liter-Eichenfass, ebenfalls aus der Loire, 2018 gepflanzt. Das sind die Eckdaten dieses neuen Weines von Fritz Wieninger, dem Eigentümer von Hajszan Neumann. Ich habe mich spontan in diesen Wein verliebt. Der Name steht noch nicht zu 100 Prozent fest, weil vielleicht markenrechtlich geschützt. Da hat Schani Strauß möglicherweise etwas dagegen. „An der schönen blauen Donau“ im Glas und im CD-Player – was kann es Besseres geben? Die beiden Weine vom Grinzinger Steinberg – Grüner Veltliner und Riesling – zählen zum Spannendsten, was ich jemals getrunken habe. Grinzing vom Besten! Natural Wines – das ist hier die Spielwiese für Fritz Wieninger – da kann er experimentieren nach Lust und Laune. Diese Kreszenzen haben Stil und Gewicht. Vor allem der Natural Cabernet Franc hat es mir angetan. Dann noch der Hinweis auf den 2025 Wiener Gemischter Satz Ried Weisleiten – Eleganz in bestechender Form. Dass man in diesem Weingut der biodynamischen Bewirtschaftung der Weingärten frönt – genauso wie im Stammhaus in Stammersdorf – hat sich schon lange herumgesprochen. Diese besonderen Wiener Weine kann man beim Heurigen am Nussberg – betrieben von Fritz Wieninger – genießen.

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2022 Blaufränkisch Fahnenschwinger
Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Dunkelfruchtig, Brombeeren, zarte Würze; akzentuierte Tannine, Säurespiel, quicklebendig, mittlere Länge.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Schraubverschluss

Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Juliana Wieder
7311 Neckenmarkt
Lange Zeile 76

Juliana Wieder hat das Weingut mit großer Konsequenz, Weitsicht und harter Arbeit aufgebaut. Aus einer gemischten Landwirtschaft wurde 1986, dem Todesjahr ihres Mannes, ein reiner Weinbaubetrieb mit bescheidenen vier Hektar Anbaufläche; heute sind es zehnmal so viel. Ihre Kinder Georg und Burgi waren bereits in jungen Jahren voll im Betrieb engagiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Georg ist nach eigener Definition passionierter Winzer. Mit den Böden seiner Rieden beschäftigt er sich intensiv. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat erdige Hände. Seine Schwester Burgi ist am liebsten draußen in den Weingärten oder im Weinkeller. Die Familie verfügt über Anteile an renommierten Rieden. Die schweren, tiefgründigen Lehmböden speichern Wasser und sind ideal für Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot. Es gibt auch Parzellen mit Orthogneis, Glimmerschiefer und Muschelkalk. Diese Untergründe prägen den Blaufränkisch, sie sorgen für eine filigrane Struktur und mineralisch-salzige Noten. Großen Wert legt man hier auf betagte Reben, die zum Teil bis zu 80 Jahre alt sind. Georg Wieder lässt seinen Weinen viel Zeit, bis er sie in den Verkauf bringt. Die heuer vorgestellten Weine sind wertig und ehrlich, Blendwerk ist ihnen fremd. Der Winzer hat erneut bewiesen, dass er den Charakter der einzelnen Lagen in die Flasche bringen kann.

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2024 Grauburgunder Ried Steinkogl
Weingut
Kollerhof am Eichberg
Südsteiermark

Herzhaft, freundlich, rotbackige Birnen, Kletzen angedeutet; schließt aromatisch an, lebhaft, zartes Säurenetz, fruchtbetont, im Finish Hauch Limetten, gute Länge.

Weißwein
Pinot Gris (Grauburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Kollerhof am Eichberg
Südsteiermark

Harald und Birgit Lieleg
8463 Leutschach
Eichberg-Trautenburg 39

1999 hat Harald Lieleg – er war gerade einmal zarte 19 Jahre alt – das Traditionsweingut am Eichberg bei Leutschach von seinen Eltern übernommen. Seit 1728 ist es im Besitz der Familie, gegründet wurde es 1495. Angeschlossen sind moderne Gästezimmer samt Naturpool und ein gemütlicher Buschenschank. Das Weingut ist nachhaltig zertifiziert, und das wird gelebt. So wird ein Teil des Stromes photovoltaisch erzeugt, und Regenwasser wird im alten Stall zur Bewässerung der Außenanlagen beim Haus gesammelt. Der Schwerpunkt liegt bei den DAC-Weinen. Es werden auch pilzwiderstandsfähige Rebsorten angebaut. Abgerundet wird das Angebot durch Amphorenweine, süße Prädikate, Rotwein, Edelbrände und naturbelassene Säfte. Das Weingut verfügt über Kessellagen und extreme Steilhänge, der Untergrund besteht aus dem kalkarmen, kargen Eichberger Konglomerat. Der kühle Wind von der Koralm fördert die Aromatik. Die Ried Steinkogl wurde bereits im Josephinischen Kataster von 1788/89 als dem Hof zugehörig erwähnt – nebst zwei weiteren Gehöften. Die heuer verkostete Serie ist glockenklar, sorten- und herkunftstypisch und wohltuend unplakativ. Die beiden Ortsweine sind für diese Kategorie überraschend fein. Auch die beiden Riedenweine sind feingliedrig, der Sauvignon Ried Steinkogl zeigt sehr deutlich steinige Bodentöne.

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2025 Grüner Veltliner Loiben Ried Rothenhof Smaragd
Weingut
Schloss Dürnstein
Wachau

Rauchige Würze, schwarzer Pfeffer, saftiges Kernobst, würzige Birnen, Strudeläpfel, gute Tiefe; am Gaumen tabakig, reife rosa Grapefruits, saftige Quitten, zartes Bitterl vom begleitenden Gerbstoff, der für Struktur und Halt sorgt, dunkle Würze, relativ straffe Mineralität, harmonisch, mittlere Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schloss Dürnstein
Wachau

J. Christian Thiery
3601 Dürnstein
2

Alle Achtung: Der achte Jahrgang vom jungen Weingut Schloss Dürnstein ist in der Flasche. Und heuer gibt es vom jüngsten Jahrgang 2025 wieder beide Veltliner-Varianten aus der Ried Rothenhof: Ein leichtes Federspiel und ein stoffiger Smaragd. Weingutchef und Schloss Dürnstein-Patron Christian Thiery hat sein Weinabenteuer 2018 begonnen. Unweit von Dürnstein – genau am Eingang der Wachau, von Krems kommend, liegt die Ried Rothenhof, eine Lage in Unterloiben, die sich von der Ebene ein bisschen den Berg raufzieht. Thierys Veltliner-Stöcke stehen auf zwei Bergterrassen; die über fünfzig Jahre alten Reben sind in einem Alter, in dem sie besonders gut im Saft stehen. Die 2025 Weine wirken von der ersten Minute an trinkvergnüglich, bringen eine saftige Frucht und haben einen gewissen Säurekick, der für viel Animo sorgt. Besonders das Federspiel ist mittlerweile eine Bank, wenn es um Leichtigkeit und Trinkvergnügen geht. Da fehlt nichts. Wer ein bisschen mehr Druck und Fülle sucht, vielleicht auch einen Essensbegleiter, ist mit dem Smaragd-Veltliner gut bedient. Jedenfalls haben die Schloss Dürnstein-Weine in kurzer Zeit ihren Platz gefunden. Man mag sie aus der Wachau nicht mehr wegdenken. Und die Ried Rothenhof hat mit dem Dürnstein-Duo zusätzlich an Image gewonnen. Wo man die beiden Dürnstein-Weine am besten trinkt: Bei einem Ausflug in die Wachau auf der Schlossterrasse mit Blick auf die Donau. Zum Wohl!

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2023 Riesling Steiner Kögl
Weingut
Harm
Kremstal

Prachtvolle Nase von Koriandersaat, vollreife Marillen und Blutorange, ätherisch, leicht röstiger Unterton, großzügig, am Gaumen bei aller Kraft recht transparent gezeichnet, Zesten und Südfrüchte, die Exotik von der Säure gut nach hinten getragen, straffes Finish, individuell, solide Länge. WACHAU

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Harm
Kremstal

David und Katharina Harm
3508 Krustetten
Am Brunnen 14

Familie Harm betreibt seit gut 30 Jahren biologisch zertifizierten Weinbau und ist in der Region somit einer der Vorreiter für nachhaltige Landwirtschaft, die sich nicht nur auf Vitikultur beschränkt. Auch im Bio-Marillenanbau hat sich der Betrieb einen Namen gemacht. Beim Wein setzt man auf die Kaliber Grüner Veltliner und Riesling, die neben Gutswein und Gebietsweinen – firmierend unter Kalk und Löss – bis hin zu Riedenweinen gekeltert werden. Daneben gibt es auch Sauvignon Blanc und Komplementäre wie die feine Piwi-Sorte Muscaris im Sortiment. Die Reserven unter den Lagenweinen kommen erfreulicherweise erst nach gebührender Lagerung in den Verkauf, weshalb in diesem Fall 2023 der aktuell erhältliche Jahrgang im Verkauf ist. Viele Chargen werden auch in kleinen Mengen zunächst separat ausgebaut, der Topwein des Betriebs hat durch diese aufmerksame önologische Haltung den Weg erstmals in die Flasche gefunden – dazu später mehr. Von den verkosteten Veltlinern hat uns neben dem typisch löss-würzigen Ried Silberbichl der 2023 Ried Schiefer besonders gut gefallen. Achtung: Die Riedbezeichnung meint nicht Schiefer als Boden, sondern bezieht sich auf die namensgebende historische Weinberg-Erhebung namens Schiffberg, die als Orientierungshilfe entlang der Donau diente. Riesling ist eine Kernkompetenz des Weinguts und wird auch in Neuauspflanzungen weiter forciert, bereits der unkompliziert fruchtbetonte Hollenburg Kreuzberg zeigt mit gewisser Finesse auf. „Eine unterschätze Riede mit markantem, rosaroten Konglomerat, ein vergleichsweise exotisches Terroir“ in unserer Region, so Winzer David Harm. Apropos exotisch: Der 2023 Riesling Steiner Kögl hat jede Menge südlich geprägte Frucht und empfiehlt sich als pfiffiger Spätlesecharakter, aber ohne die traditionelle Schwermütigkeit dieser Stilistik, sondern mit viel Trinkfluss. Kommen wir zum Highlight des Hauses, dem 2023 Riesling Am Stein aus der Herkunft Wachau, einer historischen Riede, die nur per Handarbeit zu bewirtschaften ist (und mit der sonst nur der Nikolaihof von sich Reden macht): viele Facetten anzeigend mit Pikanz, Subtilität und Finesse bei feiner Säurepräsenz und toller Länge, im nicht ganz unkomplizierten Jahrgang 2023 einen Klasse für sich.

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2025 Grüner Veltliner Ried Essenthal
Weingut
Blauensteiner
Wagram

Fruchtbetonter Auftakt, Erdbeertee, Hagebutte, Melisse, einladender trinkiger Gaumen, mit leichtem stützendem Gerbstoff, Limette, Apfelmus, Zitronenverbene, zugänglicher Wein.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Blauensteiner
Wagram

Blauensteiner
3482 Gösing am Wagram
Obere Zeile 12

Das Weingut Blauensteiner blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück: Seit 1842 widmet sich die Familie mit großer Leidenschaft dem Weinbau. In Gösing am Wagram bewirtschaftet sie einige der spannendsten Lagen der Region, darunter Armaguld, Essenthal, Fumberg, Gmirk, Wilbling und Welfel. Gösing liegt etwas höher als viele andere Orte am Wagram und profitiert sowohl vom Kontinentalen als auch vom Pannonischen Klima. In der Ried Essenthal wurzeln die Reben in einer fruchtbaren Schwarzerde-Auflage über tiefgründigem Löss. Die dort 1983 gepflanzten Rebstöcke liefern Trauben von beeindruckender Konzentration. In den übrigen Rieden liegt das durchschnittliche Rebalter zwischen 20 und 25 Jahren. Der Riesling aus der Ried Gmirk 2025 präsentiert sich heuer verspielt und elegant, mit feiner Frucht und viel Charme. Der Grüne Veltliner aus der Ried Essenthal überzeugt mit Struktur und Noblesse, während der Grüne Veltliner aus der Ried Fumberg durch Feinheit und Vielschichtigkeit begeistert. Besonders eindrucksvoll zeigt sich auch der Rote Veltliner aus derselben Lage. Ein echtes Highlight ist der Grüne Veltliner Reserve 2024 aus der Ried Fumberg. Mit etwas Luft und entfaltet er seine ganze Tiefe, Präzision und beeindruckende Komplexität. Die gesamte Kollektion des Jahrgangs 2025 präsentiert sich bereits jetzt äußerst zugänglich. Animierende Frucht, harmonische Struktur und Bekömmlichkeit machen die Weine zu vielseitigen Speisenbegleitern und ebenso zu großartigen Solisten. Besonders erfreulich sind die moderaten Alkoholwerte, die den Trinkfluss zusätzlich unterstreichen. Die Reserve-Weine des Hauses – darunter auch die Linie Ferrara reifen besonders lange auf der Feinhefe und werden mit viel Fingerspitzengefühl ausgebaut. Das Ergebnis sind charaktervolle Weine mit Tiefe, Ruhe und Entwicklungspotenzial.

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2025 Roter Veltliner Goassbugl
Bio-Weingut
Pollerhof
Weinviertel

Ausgewogener, vielschichtiger Duft nach Würze, Pflanzen, nasse Blätter, grüner Apfel, Banane, feines Karamell, cremig und ausgewogen, lang am Gaumen.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Bio-Weingut
Pollerhof
Weinviertel

Erwin Poller
3743 Röschitz
Winzerstraße 48

Tel. +43 676 6289612
weingut@pollerhof.at
www.pollerhof.at

„Als Winzer verstehe ich es als Ehre, den pfeffrigen Weinviertel DAC in meinem Sortiment führen zu können. Ich sehe es aber auch als Verpflichtung, dem Grünen Veltliner in all seinen Spielformen gerecht zu werden“, sagt Erwin Poller. In manchen Lagen rund um Röschitz spielt´s deutlich mehr als nur Grüner Veltliner. Löss- und Urgesteinsböden geben auch anderen Rebsorten die Möglichkeit, zu ansprechenden Weinen zu werden. Der Rote Veltliner wurde schon zu Zeiten der Römer kultiviert und bringt Weine mit absolutem Kultpotenzial hervor. Der Hof wurde liebevoll renoviert, die Weingärten umfassen heute 20 Hektar, im Keller stehen moderne Anlagen und der Betrieb wurde BIO-zertifiziert. Seine Projekte rund um den Wein – vom Hendl im Weingarten über den Lössboden auf den Flaschen bis zur legendären Frau Mayer zeigen seine Freude am Experimentieren. Diese Vielfalt an Ideen eröffnet ihm ständig neue Möglichkeiten und macht seine Arbeit lebendiger und besser. Der Keller ist seine Weinwerkstatt. Dort herrscht absolute Ruhe, dort soll das Luxusgut Wein optimal vorbereitet werden für die Genießer, um ihnen jenes Glücksgefühl zu vermitteln, das sie bei einem guten Glas Wein aus Erwin Pollers Hand so sehr schätzen. Ganz besonders freut sich Erwin Poller über gut gelungene Weine aus Grüner Veltliner, Muskateller, Traminer und Roter Veltliner. Als zugänglicher Familienmensch legt Erwin Poller großen Wert auf einen herzlichen Umgang mit seinen Mitarbeitern – und den beherrscht er bestens. Die familiäre Atmosphäre schafft ein Umfeld, in dem sich alle wohlfühlen und viele Jahre im Betrieb verankert bleiben. Auf sein liebevoll geschaffenes Gästerefugium „Romeo und Julia“ im Stil der 1950er Jahre ist er besonders stolz, seine Gäste dürfen sich auf etwas Besonderes freuen.

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2025 Riesling Nussberg
Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Feines Bukett, Weingartenpfirsich, Ananas, Mango, Rhabarber, Zitrus, dicht und rassig, eng, Substanz, elegant, feingliedrig, lang.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Ing. Fritz Wieninger
1190 Wien
Grinzinger Straße 86

Es gibt Neuigkeiten in diesem Weingut. Eine neue Flaschenausstattung – ein neues einladendes Outfit. Ein Chenin Blanc: Reben aus der Loire/Saumur, gewachsen in Stammersdorfer Erde, ausgebaut im 600-Liter-Eichenfass, ebenfalls aus der Loire, 2018 gepflanzt. Das sind die Eckdaten dieses neuen Weines von Fritz Wieninger, dem Eigentümer von Hajszan Neumann. Ich habe mich spontan in diesen Wein verliebt. Der Name steht noch nicht zu 100 Prozent fest, weil vielleicht markenrechtlich geschützt. Da hat Schani Strauß möglicherweise etwas dagegen. „An der schönen blauen Donau“ im Glas und im CD-Player – was kann es Besseres geben? Die beiden Weine vom Grinzinger Steinberg – Grüner Veltliner und Riesling – zählen zum Spannendsten, was ich jemals getrunken habe. Grinzing vom Besten! Natural Wines – das ist hier die Spielwiese für Fritz Wieninger – da kann er experimentieren nach Lust und Laune. Diese Kreszenzen haben Stil und Gewicht. Vor allem der Natural Cabernet Franc hat es mir angetan. Dann noch der Hinweis auf den 2025 Wiener Gemischter Satz Ried Weisleiten – Eleganz in bestechender Form. Dass man in diesem Weingut der biodynamischen Bewirtschaftung der Weingärten frönt – genauso wie im Stammhaus in Stammersdorf – hat sich schon lange herumgesprochen. Diese besonderen Wiener Weine kann man beim Heurigen am Nussberg – betrieben von Fritz Wieninger – genießen.

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2022 Blaufränkisch Selection
Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kühle Fruchtnase, dunkelfruchtige Rotbeerigkeit, Brombeere, dunkle Kirsche, kompakt, druckvoll, dabei nuanciert, viel Sortenspezifität, feine Sorteninterpretation.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Schraubverschluss

Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Franz Schindler
7072 Mörbisch am See
Neustiftgasse 6

Mit der kräftigen Rotweinstilistik in Bordeaux-Referenz und markanter Holzprägung zählt Ferry Schindler weit über die Grenzen zu den anerkanntesten Adressen im Lande. Die bordelaiser Vorliebe ist bereits im weißen Bereich eindeutig feststellbar. Die auf Chardonnay basierende Topcuvée d’Argent zeigt sich in saftiger Fruchtentfaltung in kräftiger Stilistik und dosiertem Holzeinsatz, ohne jedoch die Fruchtbalance außer Acht zu lassen. Das Hauptaugenmerk und die Passion wird auf die Rotweinlinie gelegt. Hier wird verstärkt auf den sortenreinen Ausbau Wert gelegt, was sich in der Klassiklinie von Zweigelt und Blaufränkisch vorzüglich artikuliert. Die Blaufränkisch Selection zeigt sich sortentypisch in dunkler Fruchtklarheit und Würzepikanz, der Zweigelt Ried Satz betont die fruchtcharmanten Vorzüge dieser Rebsorte mit viel vitaler Fruchtfrische in samtiger Fülle. Ein Fixstarter in der Premiumlinie mit höchstem Trinkgenuss ist der Blaufränkisch von der Ried Lehmgrube. Entsprechend des Terroirnamens ist dieses stets kraftvolle Weinmonument in seiner Stilistik in den letzten Jahren mit mehr feinen Nuancen ausgestattet worden. Dies harmonisiert den Wein, der stets eine markante Fruchtfülle besitzt, zu der die unterlegte Holzprägung einen sehr ausgewogenen und feineren Gesamtausdruck beiträgt. Als Fixstarter für höchste Auszeichnungen ist in den letzten Jahren der Merlot als eine sichere Bank einzustufen. Der Hitzejahrgang 2022 hat diesem vom Osthang mit schottrigen Boden stammenden Merlot eine optimale Fruchtreife ermöglicht, sodass die aktuelle Version mit viel Fruchtfülle und Tiefe als ein großes Gewächs zu bezeichnen ist. Der Primus inter Pares ist die hochdekorierte Bordeaux-Cuvée Grand Cuvée d’Or. Die genaue Sortenzusammenstellung dieser Cuvée wird diesmal nicht preisgegeben, doch zeigt diese im juvenilem Stadium mit bester Strukturierung und mit viel schwarzer Fruchtpräsenz, Kraft und Fülle bereits ihre Vorzüge, die sie zu einem vorzüglichen Vin de Garde heranreifen lassen wird.

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2020 Cuvée Janna
Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Ganzer Korb Waldbeeren, präzise, kündigt Substanz an, tief im Glas Haselnüsse; aromatisches Dacapo, Gerbstoffnetz bändigt die beachtliche Substanz, Säurespiel gibt Leben, hinten Kakaopulver, Holz perfekt integriert, anfänglich Ecken und Kanten in positivem Sinn, lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Juliana Wieder
7311 Neckenmarkt
Lange Zeile 76

Juliana Wieder hat das Weingut mit großer Konsequenz, Weitsicht und harter Arbeit aufgebaut. Aus einer gemischten Landwirtschaft wurde 1986, dem Todesjahr ihres Mannes, ein reiner Weinbaubetrieb mit bescheidenen vier Hektar Anbaufläche; heute sind es zehnmal so viel. Ihre Kinder Georg und Burgi waren bereits in jungen Jahren voll im Betrieb engagiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Georg ist nach eigener Definition passionierter Winzer. Mit den Böden seiner Rieden beschäftigt er sich intensiv. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat erdige Hände. Seine Schwester Burgi ist am liebsten draußen in den Weingärten oder im Weinkeller. Die Familie verfügt über Anteile an renommierten Rieden. Die schweren, tiefgründigen Lehmböden speichern Wasser und sind ideal für Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot. Es gibt auch Parzellen mit Orthogneis, Glimmerschiefer und Muschelkalk. Diese Untergründe prägen den Blaufränkisch, sie sorgen für eine filigrane Struktur und mineralisch-salzige Noten. Großen Wert legt man hier auf betagte Reben, die zum Teil bis zu 80 Jahre alt sind. Georg Wieder lässt seinen Weinen viel Zeit, bis er sie in den Verkauf bringt. Die heuer vorgestellten Weine sind wertig und ehrlich, Blendwerk ist ihnen fremd. Der Winzer hat erneut bewiesen, dass er den Charakter der einzelnen Lagen in die Flasche bringen kann.

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2025 Chardonnay
Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Elegante sanft-samtige Gelbfrucht, gediegen, kühler Ausdruck, leichte Exotik; Zitrus, elegante mineralische Würze, saftige Frucht in der Mitte, feiner Biss, kompakter Abgang, hübsch.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Philipp Grassl
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 4

Die Herkunft Carnuntum verfügt über eine beachtliche Dichte an ausgezeichneten Weingütern, darunter sind auch ein paar der besten Betriebe Österreichs – wie jenes von Philipp und Angelika Grassel. In der Selbstbeschreibung „ein mittelkleiner Familienbetrieb in dritter Generation … inmitten von Göttlesbrunn“ – „einem ganz unaufgeregten Ort in einer unaufgeregten Gegend“, handelt es sich tatsächlich um einen Musterbetrieb, der nicht nur über beeindruckende Rotweinkompetenz verfügt, sondern auch Weißweine von beeindruckender Qualität macht. Das Rezept ist denkbar einfach : Ein konstant hohes Qualitätslevel über Jahrzehnte sowie durch alle Kategorien. Darüber hinaus sind die Grassl’schen Weine trefflicher Beweis dafür, dass Komplexität und Hedonismus bestens in vinophiler Kohabitation leben können. Obwohl die Weine aus Weingut ihre Herkunft stets vorbildlich vermitteln, bestechen sie doch durch eine eigenständige Stilistik: Bemerkenswert ist die in diesem sonnenverwöhnten Gebiet nicht überall selbstverständliche Eleganz und Transparenz der hiesigen Weine, die darüber hinaus über tolle Balance und unprätentiöses Auftreten sowie ausgeprägter Sorten- und Bodencharakter verfügen. Das Weinsortiment gliedert sich in Gebiets-, Orts- und Lagenweine – das gilt für alle jene Weine, die sortenmäßig in die DAC Carnuntum hineinpassen. Jene Sorten bzw. Cuvées, die dort nicht inkludiert sind, finden sich in der Gruppe Superweine – ein Sammelsurium an Sorten und Kategorien reichend von Aromatikern und Alte-Reben-Welschriesling über pinke und burgundische Delikatessen bis hin zum Kultwein Reserve (ehemals Bärnreiser Reserve). Bei der Verarbeitung setzt Philipp Grassl ganz auf Ganztraubenpressung, unter anderem, um Gerbstoffeinträge zu vermeiden, die in Zeiten des Klimawandels an Aktualität gewinnen. Es wird spontan vergoren und auf Zusätze wie Enzyme verzichtet, die Schwefelwerte sind sehr niedrig angesetzt. Es wird bereits seit Jahren überwiegend nach biologischen und biodynamischen Grundsätzen gearbeitet, auch die letzten Umstellungsflächen sollen in den nächsten zwei Jahren biologisch zertifiziert sein. Handlese ist selbstverständlich, im etwas späteren Jahr 2025 startete man mit der Lese am 4. September, die Top-Rotweintrauben wurden im Oktober hereingebracht. Die Traubenqualität wird streng überwacht: Neben der visuellen Selektion bei der Ernte kommt auch eine optische Sortieranlage zum Einsatz. Obwohl mengenmäßig in der Minderheit, wird den weißen Sorten ebenso viel Aufmerksamkeit gewidmet wie den roten: Die preiswerten Klassikweine präsentieren sich stets als glockenklare Sortenvertreter mit Trinkanimo. Mit dem Einzellagen-Chardonnay vom Rothenberg hat Grassl einen vielschichtigen, mineralischen Vertreter ins Sortiment aufgenommen. Seit einigen Jahren gibt es einen Charakterwein in Weiß in Gestalt des Welschriesling Alte Reben aus der Riede Neuberg mit tonig-fettem Boden. Dieser zählt alljährlich nicht nur zu den herausragendsten Sortenvertretern, sondern zu den Top-Weißweinen Österreichs – wobei der aktuelle 2024er etwas cremiger und schmelziger als der Vorgänger ist. Bei den Rotweinen dominiert der Lokalmatador Zweigelt, gefolgt von der Charaktersorte St. Laurent. Neben eleganten, fruchtbetonten Varianten mit wohldosiertem Gerbstoffgerüst gibt es von den Rotweinklassikern auch Premiumweine in Gestalt der St. Laurent Reserve und des Lagen-Zweigelt aus der Riede Schüttenberg. Blau-fränkisch ist reinsortig durch den Ortswein Prellenkirchen vertreten. Besonderen Status haben die Rotweincuvées im Hause Grassl: Der Ortswein Neuberg Göttlesbrunn zählt zu den herausragenden Rotweinen im mittleren Preissegment. Die aktuelle Lagen-Cuvée Bärnreiser aus 2024 braucht noch Zeit, hat aber tolle Anlagen und der 5. Stern dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Die herausragende Reserve stammt aus 2023. ps

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2023 Cuvée Reserve
Weingut
Gilg
Weinviertel

(CS/ZW/ME) Straffe rote Beerenfrucht, dunkle Würze; fleischige Kirsche, Cassisnoten, Pepperonata, fein röstig, bisschen Feigenkaffee, schokoladig-kompakte Tannine, dunkler Tabak, Hauch schwarze Maulbeere, Eukalyptusnoten im fruchtig-würzigen Finale.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut
Gilg
Weinviertel

Gilg
2102 Hagenbrunn
Haupstraße 64

Tel. +43 2262 672781
weingut@gilg.at
www.gilg.at

Das Weingut Gilg in Hagenbrunn bewirtschaftet eine Rebfläche von 10 Hektar mit großer Sortenvielfalt. Der Jahrgang 2025 war für die Familie Gilg besonders erfreulich. Die kühle Witterung im Sommer sorgten für eine perfekte physiologische Reife mit idealem Zuckergehalt, dadurch präsentieren sich alle Weine mit ausgeprägt sortentypischer Frucht und Klarheit. Besonders die Raritäten Gelber Traminer und Roter Veltliner können wie jedes Jahr überzeugen. Die elegante Säure und der moderate Alkohol garantieren höchsten Trinkgenuss. Bei den Reserve-Weinen sind aktuell sowohl in Weiß als auch Rot die Top-Jahrgänge 2023 und 2024 verfügbar.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -