Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Roter Veltliner Ried Scheiben
Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Ruhige ausgeglichene Nase, Mandelsplitter, Brombeere, McIntosh Apfel, Bienenwachs, Apfelmus, Quitte, Salbeitee, ein sehr guter Vertreter unterlegt mit lebendiger Säure.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Horst & Gerhard Kolkmann
3481 Fels am Wagram
Kremserstraße 53

Tel. +43 2738 2436
office@kolkmann.at
www.kolkmann.at

Das Weingut Kolkmann ist ein echtes Familienprojekt, in dem vier Generationen mit viel Leidenschaft und Zusammenhalt zusammenarbeiten. In Fels am Wagram bewirtschaftet die Familie ihre Weingärten auf fruchtbaren Lössböden, die den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Seit 2021 wird der Betrieb organisch-biologisch geführt und trägt zudem das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“. Eine besondere Rolle spielen Grüner und Roter Veltliner, die mit viel Feingefühl ausgebaut werden. Gleichzeitig prägen Vielfalt und Individualität das Sortiment. Die Gebietsweine vermitteln die typische Frische und Trinkfreude des Wagram. In den Ortsweinen zeigt sich die Ausdruckskraft der Felser Lössböden, etwa im charaktervollen Felser Grünen Veltliner. Die Riedenweine stammen aus den besten Lagen des Hauses. In der Ried Brunnthal entstehen auf Lehm- und Lössböden eindrucksvolle Grüne und Rote Veltliner mit Tiefe und Eleganz. Der Riesling aus der Ried Fumberg überzeugt mit präziser Sortentypizität und viel Trinkfreude. Für den Grünen Veltliner Brunnthal Reserve kommen 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche zum Einsatz, die dem Wein zusätzliche Struktur und Finesse verleihen. Zu den besonderen Highlights zählen der Rote Veltliner Ried Scheiben Reserve sowie der Weißburgunder Fels, der im großen ungarischen Eichenfass ausgebaut wird und sich harmonisch und vielschichtig präsentiert. Der Jahrgang 2025 zeigt sich laut Horst Kolkmann komplett und regionaltypisch – frisch, elegant und mit moderatem Alkohol.

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2025 Muskat Ottonel Das Reh
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Wie Parfüm: elegante Muskat-Noten, ätherisch unterlegt, Muskatnuss; Stoff zu Beginn, Exotik, Bergamotte, feine Herbe im Abgang.

Weißwein
Muskat-Ottonel
€€
Schraubverschluss

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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2025 Weißburgunder Stützenhofner Hohe Ried
Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Filigraner Birnenduft; präzise, feingliedrig, Mandel, Quitte und Zitronenbiskuit, Physialis in geschmeidiger Säure, hochelegant, Kriecherlcreme im kreidigen Finish.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Schwarzböck
2102 Hagenbrunn
Hauptstraße 56–58

Anita und Rudolf Schwarzböck bewirtschaften 23 Hektar Rebfläche, welche sich im Weinviertel und in Wien befindet. Also Lagen, deren Terroir höchst unterschiedlich ist und damit die vielfältig ausdrucksstarken Weine des Familienweinguts Schwarzböck hervorbringen. Dem liegt auch zugrunde, dass Anita und Rudolf Schwarzböck den Weinbau seit Jahren nach biologisch-organischen Richtlinien betreiben. Für den dazu erforderlichen gesunde Boden und die optimale Betreuung der Rebstöcke sorgen beide mit viel Liebe. Dazu bringt eine gefühlvolle Behandlung der Trauben im Keller klare und vitale Weine mit hoher Sortentypizität hervor, verbunden mit dem Charakter ihrer Herkunft.

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2025 Grüner Veltliner
Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Offenherzige Frucht, Grapefruits, Orangenzesten, gelbe Äpfel, lebhaft; viel Zitrus und Frische, Kernobst, enormer Säurebiss, weißer Pfeffer, schwungvoller mittelgewichtiger Veltliner mit viel Trinkanimo.

Weißwein
Grüner Veltliner
Schraubverschluss

Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Christine & Andreas Glück
7141 Podersdorf
P.A. Winklergasse 30

Im Weingut zur Dankbarkeit geht es steil bergauf: Andreas und Christine Glück überzeugen beim jungen Jahrgang 2025 mit frisch-fruchtigen Weinen mit herzhafter Säurestruktur. Egal ob Welschriesling, Muskat oder Grüner Veltliner – die Weine glänzen mit viel Trinkanimo und Sommerfrische. Das lässt sich am besten bei einem Besuch in Podersdorf in dem schmucken Buschenschank des Glücks kosten. Es gibt eine reichhaltige Weinpalette – die seit jeher im Weingut zur Dankbarkeit burgundisch geprägt ist. Die Burgunder in Weiß und Rot machen 45 Prozent aus. Ein Thema ist auch der Süßwein, ist doch Podersdorf das Tor in den Seewinkel. Winzer Andreas Glücks Anspruch im Weinmachen wächst von Jahr zu Jahr. Das gilt für den Grünen Veltliner, den er in einer leichten und einer kräftigen Version hochhält, beim Rotwein versucht er mit seiner Grande Cuvée das ganze Potenzial auszureizen. Es bleibt spannend in der Dankbarkeit!

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2024 Leutschach Sauvignon Blanc
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Sanft, gelbe Trauben, hauchzarte Würze, gelbfruchtig; schließt mit dieser fruchtbetonten Aromatik an, feine Säure, Körper, Fruchtschmelz, in keiner Phase vordergründig, gute Länge.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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2025 Gelber Muskateller Vierblattl Federspiel
Weingut
Josef Jamek
Wachau

Glockenklares Fruchtbild, Holunderblüten, mineralisch geprägt, toller Säurerückhalt, elegante Würze mit verspielter Finesse im Finale, modellhaft.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€€

Weingut
Josef Jamek
Wachau

Herwig Jamek
3610 Joching
Josef-Jamek-Straße 45

Das Traditionsweingut Josef Jamek wird heute erfolgreich vom Ärzteehepaar Herwig und Julia Jamek entsprechend den naturnahen Prinzipien und im klassischen Ausbaustil geführt. Geschichtsträchtige Tradition und zukunftsorientierte Weitsicht gehen so Hand in Hand mit Natur und Kultur. Der aktuelle Jahrgang zeigt vorbildhaft die zukünftige Stoßrichtung, die den Stil von feinziselierten Gewächsen in klarem Fruchtbild forciert. Die Steinfeder-Kategorie vom Grünen Veltliner als auch der beliebte wie feingliedrig-würzige Gelbe Muskateller Vierblattl Federspiel zeigen dies eindrucksvoll. Das Aushängeschild des Haues Jamek sind selbstredend die Grünen Veltliner, besonders die Rieslinge aus der berühmten Ried Klaus. Tiefgründige Fruchttiefe mit strukturierter Klarheit samt dem spezifischen Terroir-Rauchnoten begründeten den Weltruhm des Hauses Jamek. Eindrucksvoll zeigt sich hier das Potenzial der etwas gereiften Klaus-Rieslinge Smaragde, wie es momentan die beiden Topjahrgänge 2019 und das Highlight vom 2021er Jahrgang offenbaren.

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2023 Riesling Sekt Reserve
Weingut
Steininger
Kamptal

Steinobst, grüne Ringlotten, Zitronengras; kristallklar, komplex und so geradlinig sortentypisch, dass es schon wieder raffiniert wirkt.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut
Steininger
Kamptal

Eva Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

Eva und Peter Steininger genießen mit ihrem Betrieb und dem sowohl bei Wein als auch bei Sekt überaus breit gestreuten Angebot eine österreichweite Sonderstellung – und das dank der qualitätsorientierten Bewirtschaftung von Karl Steininger, dem Senior, bereits seit vielen Jahren. Freilich setzt mittlerweile auch die nächste Generation ihre Spuren, denn trotz hohem Qualitätsstandard wird laufend weiter optimiert. Geleitet wird das Weingut heute von Tochter Eva und Schwiegersohn Peter, wobei Erstere sich hauptsächlich um die administrativen Belange und den Verkauf kümmert, während Peter – gelernter Kellermeister und Absolvent der Weinbauschule Krems – sein Zepter in Weingarten und Keller schwingt. Die besondere Liebe zum Wein und allen seinen Facetten und die Hinzunahme neuer Weingärten bringt es mit sich, dass es – entgegen eigener Bestrebungen, das Sortiment nicht noch weiter zu vergrößern – Jahr für Jahr doch ein bisschen mehr wird. „Wir finden es spannend, die Unterschiedlichkeiten der Lagen auch in unseren Weinen zu spüren“, wird uns einhellig beschieden. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling, wo die Reserven mit einem Jahr längerer Reifezeit auf den Markt kommen. Aber auch mit Randsorten wie Muskateller oder Rosé vom Cabernet Sauvignon konnte man bereits mehrfach österreichweite Erfolge erzielen. Neu präsentiert wurde uns heuer auch eine ebenso vielfältige Palette an Schaumweinen – insgesamt neun an der Zahl, und einer besser als der andere. Klar, dass die reinen Riedensekte da meistens die Nase vorn haben, dennoch versteht es auch ein ausgewiesener Sortensekt ohne Lagenklassifikation, in der Phalanx der besten mitzuspielen. Der Sauvignon Blanc begeistert heuer mit Tiefgang und Bilderbuchfrucht und kann mit der Klasse der drei Großen Reserven durchaus mithalten. Offensichtlich bleibt trotz allem damit verknüpften Aufwand noch Platz für weitere Ambitionen. Denn im Vorjahr wurden die Geschicke des Loisiums – der Langenloiser Erlebnis-Weinwelt – zur Gänze in die Hände der Familie gelegt. Die nunmehrige „Steininger Weinwelt“ wird von Lisa Steininger-Fonseca, der Jüngsten des „Dreimäderlhauses“ und Joao, ihrem Gatten geleitet, während sich Peter und Eva um die angeschlossene NÖ-Vinothek kümmern.

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2022 Pinot Noir Furth
Weingut
Unger
Kremstal

Getragen, sortentypisch, Himbeeren, Kirschen, Unterholz, ätherische Einsprengsel; schließt nahtlos an, kühl, samtige Gerbstoffe und zartes Säurespiel geben Struktur, fernab jeglicher Opulenz, so macht die Sorte Spaß.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€
Naturkork

Weingut
Unger
Kremstal

Petra Unger
3511 Furth
Lindengasse 22

Tel. +43 676 848622822
Fax. +43 2732 76801
office@ungerwein.at
www.ungerwein.at

Der Chemiker Wolfgang Unger legte 1964 den Grundstein für das heutige Weingut. Weil er als Hobby Wein machen wollte, kaufte er die charaktervolle Ried Hinters Kirchl in Stein. Gemeinsam mit seiner Frau Veronika expandierte er den kleinen Betrieb. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1999 übernahm Petra Unger die Verantwortung für das elterliche Weingut. Die Absolventin der Universität für Bodenkultur in Wien verschaffte sich zuvor einen Überblick, was in der weiten Weinwelt so gemacht wird, unter anderem im Zuge eines Praktikums in Napa Valley. Sie ist Mitglied bei den Österreichischen Traditionsweingütern, kurz ÖTW. Seit 2010 gibt es eine Kooperation mit dem Weingut Josef Edlinger, um betriebswirtschaftliche Synergien zu nutzen. Die Weinbereitung ist getrennt. Die Rieden sind beidseits der Donau gelegen, der Großteil davon auf dem Hochplateau beim Göttweiger Berg, wo der Grüne Veltliner vorwiegend in tiefem Löss wurzelt, ausgenommen die mit vielen Steinen durchsetzte Ried Gottschelle. Die Böden der Rieden Gaisberg und Hinters Kirchl jenseits des großen Stromes bei Krems hingegen bestehen aus verwittertem kristallinem Gestein; hier steht der Riesling auf Terrassen mit Natursteinmauern. Die aktuelle Serie ist präzise, fein und trinkanimierend. Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse kommen klar zum Ausdruck. Die Preisgestaltung ist attraktiv.

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2025 Riesling Hagenbrunn
Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Noble Steinobstaromen; schmeichelnd mit pikanter Säure, weißer Pfirsich, Marille, Karambol, strahlende Säure, weiche Kräuterwürze, bisschen Pinienkerne, gefühlvoller Abgang.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Schwarzböck
2102 Hagenbrunn
Hauptstraße 56–58

Anita und Rudolf Schwarzböck bewirtschaften 23 Hektar Rebfläche, welche sich im Weinviertel und in Wien befindet. Also Lagen, deren Terroir höchst unterschiedlich ist und damit die vielfältig ausdrucksstarken Weine des Familienweinguts Schwarzböck hervorbringen. Dem liegt auch zugrunde, dass Anita und Rudolf Schwarzböck den Weinbau seit Jahren nach biologisch-organischen Richtlinien betreiben. Für den dazu erforderlichen gesunde Boden und die optimale Betreuung der Rebstöcke sorgen beide mit viel Liebe. Dazu bringt eine gefühlvolle Behandlung der Trauben im Keller klare und vitale Weine mit hoher Sortentypizität hervor, verbunden mit dem Charakter ihrer Herkunft.

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2023 Pinot Noir Tattendorfer Ried Holzspur Reserve
Burgundermacher Weingut
Johann Gisperg
Thermenregion

Leichte Reduktion, klare Sortenaromatik, duftet burgundisch mit dunkler Ribiselfrucht, zart ledrig; griffig, gut eingebundener Gerbstoff, feiner Säurebiss, Ribiseln, dezent Himbeeren, gut antrinkbar, rund, solide Länge.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€
Behandelter Presskork

Burgundermacher Weingut
Johann Gisperg
Thermenregion

Johann Gisperg
2524 Teesdorf
Hauptstraße 14

Gisperg aus Teesdorf gehört zu den Weingutsklassikern in der Thermenregion. Was Vater Johann Gisperg aufgebaut hat und dabei das Familienweingut zu einem der Leuchttürme des Gebiets gemacht hat, führt sein Sohn Johann junior seit einigen Jahren in dieser Weise fort. Die Gispergs gelten als Burgundermacher-Weingut, wobei Pinot Noir und St. Laurent immer die erste Geige gespielt haben – und weiter tun. Die roten Burgunder gibt es als Gebietsweine, als Ortsweine Tattendorf und als Lagen-Reserven aus der Tattendorfer Ried Holzspur. Neben seiner Burgunder-Qualitätspyramide in Rot hat der Teesdorfer Winzer über die vergangenen Jahre auch ein weiße Pyramide gebaut, an deren Spitze drei Burgunder aus der Teesdorfer Ried Gestein stehen – auf einem Schotterboden mit 80 Prozent Aktivkalk. Die Weißburgunder-, Grauburgunder- und Chardonnay-Reben wurden von den Gispergs in den 1980er-Jahren gepflanzt und sind damit auch schon alt und strotzen vor Kraft. Alle drei Gestein-Lagenweine werden gleich ausgebaut, in neuen und gebrauchten Barriques. Während es bei Weiß- oder Grauburgunder meist geschmacklich nach Vorlieben geht, leuchtet der Chardonnay als klarer Primus inter Pares heraus, auch diesmal beim 2023er-Jahrgang. Nebst der Burgunderliebe bietet Gisperg auch einen Geschmacksbogen an Sortenvielfalt, besonders in Rot. Wobei sich Gisperg Junior besonders als Zweigelt-Könner hervortut. Seine besten Zweigelt Stöcke stehen auch in der Holzspur – und diese Lagenreserve zählt Jahr für Jahr zu Gispergs Jahrgangsspitzen. Die sortenrein ausgebauten Cabernet Sauvignon und Merlot bieten viel Trinkvergnügen mit viel Niveau. Die beiden französischen Rebsorten drücken auch zwei weiteren Gisperg-Weinen ihren Stempel auf. Im Terroir de Pierre 2023 führt der Winzer St. Laurent und Zweigelt zusammen und würzt die Cuvée mit einem kräftigen Schuss Cabernet und Merlot. In der der anderen Vierer-Cuvée Kontrast übernehmen die beiden Bordeaux-Sorten die Hauptrolle; als Juniorpartner fungieren Rösler und St. Laurent. Mit seinem Kontrast ist der junge Gisperg zeitlebens verbunden. Es war sein erster Wein, den er eigenständig nach seinen Vorstellungen gemacht hat. Übrigens: Sein Erstling war der Jahrgang 2009. Der aktuelle Kontrast, Jahrgang 2022, wurde zwölf Monate in neuen und gebrauchten Barriques ausgebaut, um dann im großen Holz fertig zu reifen. Das Ergebnis, das ist ein Top-Pick!

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2024 1STK Ried Poharnig Sauvignon Blanc
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Sanfter Druck, Bodentöne, reife Frucht, zarteste Würze unterlegt; schließt aromatisch an, gut eingebundene Säure, kraftvoll, eine Prise Gerbstoffe für die Struktur, gute Länge.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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2025 Jochinger Riesling Federspiel
Weingut
Josef Jamek
Wachau

Verhaltenes Bukett nach Steinobst, Pfirsich, würziger Hintergrund, frischfruchtig, vital und knackig, viel Steinobst, knackige Säure, balanciert.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Josef Jamek
Wachau

Herwig Jamek
3610 Joching
Josef-Jamek-Straße 45

Das Traditionsweingut Josef Jamek wird heute erfolgreich vom Ärzteehepaar Herwig und Julia Jamek entsprechend den naturnahen Prinzipien und im klassischen Ausbaustil geführt. Geschichtsträchtige Tradition und zukunftsorientierte Weitsicht gehen so Hand in Hand mit Natur und Kultur. Der aktuelle Jahrgang zeigt vorbildhaft die zukünftige Stoßrichtung, die den Stil von feinziselierten Gewächsen in klarem Fruchtbild forciert. Die Steinfeder-Kategorie vom Grünen Veltliner als auch der beliebte wie feingliedrig-würzige Gelbe Muskateller Vierblattl Federspiel zeigen dies eindrucksvoll. Das Aushängeschild des Haues Jamek sind selbstredend die Grünen Veltliner, besonders die Rieslinge aus der berühmten Ried Klaus. Tiefgründige Fruchttiefe mit strukturierter Klarheit samt dem spezifischen Terroir-Rauchnoten begründeten den Weltruhm des Hauses Jamek. Eindrucksvoll zeigt sich hier das Potenzial der etwas gereiften Klaus-Rieslinge Smaragde, wie es momentan die beiden Topjahrgänge 2019 und das Highlight vom 2021er Jahrgang offenbaren.

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2025 Grüner Veltliner handcrafted
Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

Hefetrüb, feines Bukett, Zitrusschale, Orangenzesten, Grapefruit, Apfel- und Birnennoten, bisschen Tabak, ungemein frisch, lebendig, schlank, elegant, super Säure, feine Exotik, herrlich trocken, voller Pikanz, straffe Struktur, der strahlt, ein unglaublich attraktiver Wein, der förmlich über den Gaumen fliegt. Fulminant!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

Martin und Anna Arndorfer
3491 Straß im Straßertale
Weinbergweg 16

Im Weingut Arndorfer wird unterschieden zwischen Weinhof Weinen, Charakterweinen und Naturweinen. In der Qualität gibt es keine Unterschiede. Es sind großartige, überaus authentische Kamptaler Weine, in denen man den Geschmack der Traube und der Lage erkennen kann. Es sind Weine, die nur so strotzen vor Leben. Absolut ungeschminkt. Voller Vitalität, Ausdruckskraft und immer von Frische durchzogen. Zumeist ohne Filtration, immer mit perfekten Säuren, strukturiert und tiefgründig. Weine, die sich nicht sofort öffnen. Weine, die Luft, Zeit und Geduld einfordern. Es sind Weine, vor denen ich nur warnen kann. Wer diese einmal probiert, ist ihnen verfallen. Nur ein Beispiel: 2024 Gemischter Satz Terrassen 1958 – eben im Jahr 1958 gepflanzt. Dies ist ein unfassbarer Wein, den man nicht erklären kann. Auch nicht sollte. Bei solch einem Wein bekommt man Einblick in höhere Sphären. Hier wandert man durch die Gezeiten. Man vergisst Zeit und Raum. Man ist für eine Bouteille Zeit in einer anderen Welt. In diese Kerbe schlägt ebenfalls der 23 Alte Reben rot, ein Zweigelt, welcher in internationalen Gewässern fischt. Erinnert mich an beste Bordeaux Weine, ohne diese zu kopieren. An diesem Beispiel erkennt man, wozu der Zweigelt fähig ist. Also, bitte nicht diese Weine probieren, da ihr danach nicht mehr dieselben seid.

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2025 Grüner Veltliner Ried Kremser Wolfsgraben
Weinbau
R. Walzer
Kremstal

Leicht reduktive Nase, Robinien, Bananen, kandierte Früchte; mit der erfrischenden Säure kommen grünfruchtige Motive zu Wort, wie Limetten, Zitronenäpfel; relativ leichtgewichtiger, schön trockener, appetitanregender Süffelwein, einladend und offenherzig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weinbau
R. Walzer
Kremstal

Richard Walzer
3500 Krems-Gneixendorf
Gneixendorfer Hauptstraße 28

Mit Richard Walzer Weine zu degustieren, ist immer ein besonderes Vergnügen. Kaum jemand sonst vertieft das Gespräch so weit bis in kleinste Details und hinterfragt nicht nur sich selbst und seine Arbeit, sondern auch jede Aussage unsererseits, wenn es um die Beschreibung und Bewertung seiner Weine geht. Dabei ist er einer, der ohnehin jede Traube dreimal umdreht, bevor sie zur Presse gelangt – so könnte man es zumindest augenzwinkernd formulieren, wenn man weiß, mit welcher Akribie der Kremser an seine Tätigkeiten im Weingarten und im Keller herangeht. Mit dem aktuellen Jahrgang ist er sehr zufrieden. Der feuchte September hätte ein wenig Botrytis verursacht, die allerdings beim Verkosten der aktuellen Weine kaum auffällt, meint er. „Generell sind sie heuer so geworden, wie wir uns das möglichst jedes Jahr wünschen – wir haben durchgehend ein halbes Prozent weniger Alkohol und ein bisschen mehr Säure, was dem Trinkvergnügen sehr zugute kommt!“ Ein paar Neuerungen hat der Kremser auch im Gepäck. Die wohl wichtigste betrifft den Top-Veltliner des Hauses, den Kapuzinerberg. „Heuer machen wir den Schritt und bringen ihn erst im kommenden Jahr in den Verkauf!“ Eine Entscheidung, die wir nur ausdrücklich begrüßen können, umso mehr, als wir den noch pubertären, jedoch unglaublich komplexen Jungwein als Fassprobe kosten durften und von seinen großartigen Anlagen begeistert waren. Neu im Sortiment ist auch ein Schaumwein mit dem pleonastischen Namen Sparkling Bubbles, und mit dem 2023er Wolfsblut kommt eine modern vinifizierte Rotwein-Cuvée, der wir trotz mehrjähriger Holzfass-Lagerung gern noch ein paar Jahre Flaschenreife gönnen würden. Richard Walzer ist ein Einzelkämpfer. „Ich bin mehr Weinbauer als Weingut“, sagt er in bescheidener Zurückhaltung, „Handwerkliches steht im Vordergrund!“. Das hat freilich zur Folge, dass er eher selten am eigenen Hof anzutreffen ist. Dabei freut er sich über jeden einzelnen Besuch, bittet aber explizit um vorherige Terminvereinbarung.

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2025 Burgunder vom Löss
Familienweingut
Kolkmann
Wagram

(CH/WB) Zitrisch, Mandelmilch, Orangenzeste, cremiger geschmeidiger Gaumen, Butterzopf, Zitronenverbenentee, Weißbrotrinde, bringt Zug, sehr kulinarisch, da harmonische Säure, Körper und Ausdruck in Balance sind.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€
Schraubverschluss

Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Horst & Gerhard Kolkmann
3481 Fels am Wagram
Kremserstraße 53

Tel. +43 2738 2436
office@kolkmann.at
www.kolkmann.at

Das Weingut Kolkmann ist ein echtes Familienprojekt, in dem vier Generationen mit viel Leidenschaft und Zusammenhalt zusammenarbeiten. In Fels am Wagram bewirtschaftet die Familie ihre Weingärten auf fruchtbaren Lössböden, die den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Seit 2021 wird der Betrieb organisch-biologisch geführt und trägt zudem das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“. Eine besondere Rolle spielen Grüner und Roter Veltliner, die mit viel Feingefühl ausgebaut werden. Gleichzeitig prägen Vielfalt und Individualität das Sortiment. Die Gebietsweine vermitteln die typische Frische und Trinkfreude des Wagram. In den Ortsweinen zeigt sich die Ausdruckskraft der Felser Lössböden, etwa im charaktervollen Felser Grünen Veltliner. Die Riedenweine stammen aus den besten Lagen des Hauses. In der Ried Brunnthal entstehen auf Lehm- und Lössböden eindrucksvolle Grüne und Rote Veltliner mit Tiefe und Eleganz. Der Riesling aus der Ried Fumberg überzeugt mit präziser Sortentypizität und viel Trinkfreude. Für den Grünen Veltliner Brunnthal Reserve kommen 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche zum Einsatz, die dem Wein zusätzliche Struktur und Finesse verleihen. Zu den besonderen Highlights zählen der Rote Veltliner Ried Scheiben Reserve sowie der Weißburgunder Fels, der im großen ungarischen Eichenfass ausgebaut wird und sich harmonisch und vielschichtig präsentiert. Der Jahrgang 2025 zeigt sich laut Horst Kolkmann komplett und regionaltypisch – frisch, elegant und mit moderatem Alkohol.

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2021 Pinot Noir Reserve Der Hirsch
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Zart, feingliedrig, gute Säure, Frucht noch verhalten; elegant, noch sehr jung, Sortencharakter lugt um die Ecke.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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2013 Riesling Süße Reserve Ried Aichleiten
Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Betörendes Marillenbukett; glockenklar, lebhafte Eleganz, Litschi, Marille, Honigblüten, nuancierte Zitrusaromen, rassige Säure, ausbalanciert, schmeichelnd fruchtsüß, Pfirsich-Marillenkonfit im langen Nachhall.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Schwarzböck
2102 Hagenbrunn
Hauptstraße 56–58

Anita und Rudolf Schwarzböck bewirtschaften 23 Hektar Rebfläche, welche sich im Weinviertel und in Wien befindet. Also Lagen, deren Terroir höchst unterschiedlich ist und damit die vielfältig ausdrucksstarken Weine des Familienweinguts Schwarzböck hervorbringen. Dem liegt auch zugrunde, dass Anita und Rudolf Schwarzböck den Weinbau seit Jahren nach biologisch-organischen Richtlinien betreiben. Für den dazu erforderlichen gesunde Boden und die optimale Betreuung der Rebstöcke sorgen beide mit viel Liebe. Dazu bringt eine gefühlvolle Behandlung der Trauben im Keller klare und vitale Weine mit hoher Sortentypizität hervor, verbunden mit dem Charakter ihrer Herkunft.

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2025 Muskat3
Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Holunderblüten, zitrushafte Kräuterfrische, wirkt leichtgewichtig; lebhafte Frucht, Holunder, Orangenzesten, knackige Säure, aromatischer Sommerwein mit Pfiff und Trinkanimo.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Christine & Andreas Glück
7141 Podersdorf
P.A. Winklergasse 30

Im Weingut zur Dankbarkeit geht es steil bergauf: Andreas und Christine Glück überzeugen beim jungen Jahrgang 2025 mit frisch-fruchtigen Weinen mit herzhafter Säurestruktur. Egal ob Welschriesling, Muskat oder Grüner Veltliner – die Weine glänzen mit viel Trinkanimo und Sommerfrische. Das lässt sich am besten bei einem Besuch in Podersdorf in dem schmucken Buschenschank des Glücks kosten. Es gibt eine reichhaltige Weinpalette – die seit jeher im Weingut zur Dankbarkeit burgundisch geprägt ist. Die Burgunder in Weiß und Rot machen 45 Prozent aus. Ein Thema ist auch der Süßwein, ist doch Podersdorf das Tor in den Seewinkel. Winzer Andreas Glücks Anspruch im Weinmachen wächst von Jahr zu Jahr. Das gilt für den Grünen Veltliner, den er in einer leichten und einer kräftigen Version hochhält, beim Rotwein versucht er mit seiner Grande Cuvée das ganze Potenzial auszureizen. Es bleibt spannend in der Dankbarkeit!

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2023 GSTK Ried Pössnitzberg Sauvignon Blanc
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Ruhig strömend, gelassen, feinkörnige Würze, kalkige Noten, kündigt Substanz an; in sich ruhend, Fruchtschmelz, Körper, sanft, Boden kommt im Abgang und im langen Nachhall durch, Reserven.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€
Naturkork

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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25 L-vsw 25 Vereinter Schatz
Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

(GV/RI) Hefenoten, Zitrus, Kräuterwürze, Steinobst, Ananas, frisch, rassig, feinwürzig, fordernd, Apfeltöne, unglaublich lebendig, ja erfrischend, unbändig süffig, vital, elegant, feingliedrig, leicht, perfekte Säure, da will man immer mehr.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

Martin und Anna Arndorfer
3491 Straß im Straßertale
Weinbergweg 16

Im Weingut Arndorfer wird unterschieden zwischen Weinhof Weinen, Charakterweinen und Naturweinen. In der Qualität gibt es keine Unterschiede. Es sind großartige, überaus authentische Kamptaler Weine, in denen man den Geschmack der Traube und der Lage erkennen kann. Es sind Weine, die nur so strotzen vor Leben. Absolut ungeschminkt. Voller Vitalität, Ausdruckskraft und immer von Frische durchzogen. Zumeist ohne Filtration, immer mit perfekten Säuren, strukturiert und tiefgründig. Weine, die sich nicht sofort öffnen. Weine, die Luft, Zeit und Geduld einfordern. Es sind Weine, vor denen ich nur warnen kann. Wer diese einmal probiert, ist ihnen verfallen. Nur ein Beispiel: 2024 Gemischter Satz Terrassen 1958 – eben im Jahr 1958 gepflanzt. Dies ist ein unfassbarer Wein, den man nicht erklären kann. Auch nicht sollte. Bei solch einem Wein bekommt man Einblick in höhere Sphären. Hier wandert man durch die Gezeiten. Man vergisst Zeit und Raum. Man ist für eine Bouteille Zeit in einer anderen Welt. In diese Kerbe schlägt ebenfalls der 23 Alte Reben rot, ein Zweigelt, welcher in internationalen Gewässern fischt. Erinnert mich an beste Bordeaux Weine, ohne diese zu kopieren. An diesem Beispiel erkennt man, wozu der Zweigelt fähig ist. Also, bitte nicht diese Weine probieren, da ihr danach nicht mehr dieselben seid.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -