Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Gelber Muskateller
Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Aperitiv-Muskateller: feinnervig, Zimtnoten, einladend; gute Struktur, Mandarine und Melisse im Mund, hochfein, krispe Säure.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Jahner
Carnuntum

Leo Jahner
2403 Wildungsmauer
Feldgasse 35

Tel. +43 664 1803920
weingut@jahner.at
www.jahner.at

Leo Jahner, dessen Betrieb die Umstellung auf biologischen Weinbau abgeschlossen hat, ist auch sonst bemüht, die Weingärten möglichst schonend zu bearbeiten und bei der Vinifikation ohne gröbere Eingriffe auszukommen. So werden die Weißweine ohne Aufzuckerung und Säurekorrektur ausgebaut und mithilfe des ersten gewonnenen Mostes möglichst spontan vergoren. Bei den stets mittels Naturhefe vergorenen Rotweinen wird auch auf den Saftentzug verzichtet. Durch das relativ neue DAC-System ist es nötig, die Linien neu aufzustellen. So gesellt sich im Weißweinsegment ein neuer Höflein weiß aus der Ried Steinäcker dazu, bei den Rotweinen kommt zum vierten Mal der Blaufränkisch Prellenkirchen vom Spitzerberg und zum dritten Mal der Blaufränkisch aus der 1. Lage Aubühl. Wie zielorientiert Leo Jahner arbeitet, erkennt man daran, dass sein Grüner Veltliner aus einer Knoll-Selektion stammt, und die Blaufränkisch Setzlinge vor 17 Jahren aus dem Mariental von ET genommen wurden. Dieses Jahr ist die komplette Kostreihe wieder großartig: Die Weißweine brillieren mit Typizität und Fruchttiefe, die Rotweine begeistern mit Würze und einer dichten Kernigkeit. Abschließend gab es die letzte Füllung vom Wild Wall 2019, der noch immer zu jung, wahrlich ein großer Wein und jeden Cent wert ist. Da Leo immer für einen Sager gut ist und seine Rotweine immer eleganter werden: „Guter Rotwein braucht kein neues Barrique. Du gehst ja im Sommer auch nicht in den Pool und ziehst dir einen Skianzug an!“

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2025 Riesling
Weinbau
Barbach
Thermenregion

Anfangs etwas schüchtern, dann Geleefrucht, süße Orangen, etwas Pfirsich, Weißbrot; recht saftiger Start, kreidiger Hauch, Zitrus à la Limette, hinten fester, zartherb, mittleres Finish.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weinbau
Barbach
Thermenregion

Katharina Prüfert-Barbach & Wilhelm Prüfert
2380 Perchtoldsdorf
Rudolfgasse 8

Familienbetrieb in dritter Generation ist der Weinbaubetrieb der Familie Barbach in einem charmanten Hof mit Heurigenlokal und Garten in der Rudolfgasse oberhalb des Perchtoldsdorfer Marktplatzes. Den Grundstein für den Betrieb legten Großeltern und Eltern, unter Klosterneuburg-Absolventin Kathy Prüfert-Barbach und ihrem Mann Wilhelm Prüfert gelang dann der Aufstieg an die Spitze der Winzer aus der bekannten Gemeinde an der Grenze zu Wien. Dabei war Willi Prüfert als HTL-Absolvent der Sparte Mess- und Regeltechnik ursprünglich für einen Ingenieursberuf prädestiniert, doch schwenkte er der Liebe wegen auf eine Laufbahn als Winzer um, absolvierte alle Kurse bis hin zum Meister und verschrieb sich ab dann mit Herz und Seele dem Weinbau. Über viele Jahre führte man höchst erfolgreich einen ständig wachsenden Heurigenbetrieb mit Garten, in dem man letztendlich bis zu 200 Personen versorgte. Irgendwann beschloss man leiser zu treten. Nun wird nur mehr einmal pro Jahr für neun Tage in wesentlich kleinerem Rahmen mit bodenständigen Speisen und den gutseigenen Weinen ausgesteckt. Als Zusatzprojekt gibt es ein kleines Lokal mit Vinothek namens Weinrat am Marktplatz, wo die Barbachs abwechselnd mit ein paar Gastwinzern aus dem Ort von Mittwoch bis Samstag Wein und kleine Häppchen servieren. In Sachen Weinbau stehen 3,5 Hektar Rebfläche zur Verfügung, die seit 2020 zertifiziert biologisch bewirtschaftet werden. Das Sortiment ist durchaus umfangreich, wobei Weißweinsorten mit fast 85 Prozent Anteil dominieren, dennoch ist dem Rotwein auch ein Fixplatz sicher. Das Sortiment teilt sich in junge Klassiker sowie Selektionsweine auf. Frucht und Reintönigkeit prägen die Weine, die ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen. ps

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2025 Welschriesling Terra unfiltriert
Weingut
Arkadenhof Mandl-Brunner
Eisenberg

Weiße Blüten, hellfruchtige Noten, Wiesenkräuter, vital, zartherbe Würze, kompaktes Fruchtspiel, Steinobst, Quitte, viel Zitrus, fokussiert, präsente Säure, strukturgebender Gerbstoff, sehr animierend.

Weißwein
Welschriesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Arkadenhof Mandl-Brunner
Eisenberg

Helga & Erhard Brunner
7471 Rechnitz
Lindengasse 7

Der Arkadenhof Mandl-Brunner hat eine lange Tradition und wird als mustergültiger Familienbetrieb samt angeschlossenem Heurigenbetrieb geführt. Helga Brunner ist mit Unterstützung ihrer Eltern mit großer Leidenschaft im Weingarten tätig, Ehemann Erhard ist für die Vinifizierung verantwortlich und wird von Sohn Martin unterstützt, der mit seiner namentlich neu kreierten Pétillant Naturel Linie seine Meisterschaft vorbildhaft unter Beweis stellt. Die Weine des Weinhofs sind allesamt feinsinnig gemacht, zeigen viel Mineralität und repräsentieren eindrucksvoll das wertvolle, gebietstypische Terroir.

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2025 Sauvignon Blanc Styria
Weingut
Muster.Gamlitz
Südsteiermark

Klassische Prägung, Stachelbeeren, weiße und rote Johannisbeeren, Prise grüner Paprika und Cassislaub; schließt nahtlos an, belebendes Säurespiel ohne Härte, ausgewogen, im Finish und im Nachhall auch sanfte gelbe Fruchtaromen.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Muster.Gamlitz
Südsteiermark

Reinhard Muster
8462 Gamlitz
Steinbach 35

Bereits als junger Mann durfte Reinhard Muster die Verantwortung für den Keller des elterlichen Weinguts im Ortsteil Grubtal bei Gamlitz übernehmen, bald auch für den gesamten Betrieb. Große Erfolge stellten sich ein, so dass der Betrieb sukzessive aus allen Nähten platzte. In Kooperation mit der Domaine 1196 entstand in Steinbach bei Gamlitz mitten auf der grünen Wiese ein bemerkenswerter und beeindruckender Keller, dessen mehrere Etagen unterirdisch angeordnet sind. Die Einrichtung entspricht dem neuesten Stand der Technik, die großzügigen Platzverhältnisse erlauben ein entspanntes Arbeiten. Dennoch bleibt Reinhard Muster seinem Credo treu, keine technischen Weine zu machen. Sie sollen auch in Zukunft so ruhig und gelassen sein wie er selbst. Die Basislinie Styria ist ihm sehr wichtig. Hier soll unverfälscht der traditionelle Charakter der steirischen Gewächse zum Ausdruck kommen. Diese Weine kennzeichnet ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Ebene darüber nennt sich Ilyr, die Spitze der Qualitätspyramide besteht aus den Weinen der Ried Grubthal. Auch hier dreht er im Interesse der Authentizität behutsam an den Stellschrauben. In Zukunft soll es vermehrt Schaumwein geben. Großen Stellenwert hat sein Team, in dem ein amikaler und wertschätzender Umgang gepflegt wird. Den Fokus richtet er primär auf die Weingärten, denn dort liege das größte Potenzial, sagt er. Richtig bekannt geworden ist er mit seinen Flaggschiffen aus der Monopollage Grubthal. Den Weinen aus dieser Top-Riede kann man bedenkenlos Terroir attestieren. Es gibt einen Chardonnay und einen Sauvignon Blanc sowie mit dem Jahrgang 2023 erstmals eine Burgundercuvée mit vielversprechenden Ansätzen; nächstes Jahr werden wir sie im Detail vorstellen. Naturnahes Arbeiten ist dem Winzer sehr wichtig. So zum Beispiel minimiert er beim Pflanzenschutz die Ausbringung von Kupfer. Mehr als 500 Gramm pro Hektar und Jahr sollen es nicht sein, was für diese Klimazone sehr wenig ist.

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2022 Blaufränkisch
Weingut
Chesa Druschauna
Bergland

Kirschen, knackige Brombeeren, feine Gewürznote vom Holz; straff, Aromen vom Bukett kommen wieder, Frucht gibt den Ton an, unaufdringliches Holz, Säurespiel, feine Gerbstoffe, voller Leben, trinkanimierend.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Naturkork

Weingut
Chesa Druschauna
Bergland

Gert Markowski
6811 Göfis
Hofnerstraße 19

Gert Markowski ist Obmann von Vorarlberg Wein. Sein kleines Weingut führt er im Nebenerwerb. Die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung ist abgeschlossen, der Betrieb ist seit dem Jahrgang 2023 Bio-zertifiziert. Die Reben profitieren vom warmen Föhnwind, der in der Reifeperiode über das Saminatal aus der Bündner Herrschaft herüberweht. Das Jahr 2024 war sehr schwierig hinsichtlich Falschem und Echtem Mehltau. 2025 hat noch eins draufgesetzt. Im Juli gab es 25 Regentage, und das war zu viel des Guten. Nur Chardonnay und Roesler haben die Attacken von Peronospora und Oidium überlebt, bei den anderen Rebsorten war ein Totalausfall zu verzeichnen, der zweite in Folge nach 2024. „Ich hoffe sehr, dass wir wieder einmal ein normales Jahr erleben“, sagt der Winzer anlässlich meines Besuches im Frühling. Nicht ohne Stolz erzählt er, dass sein Pinot Noir Lucius auf der Weinkarte eines haubendekorierten, in Vorarlberg hoch angesehenen Restaurants gelistet ist. Alle in diesem Jahr im Verkauf befindlichen Weine sind sehnig und frei von Opulenz. Sie wurden ausnahmslos in kleinen Eichenfässern ausgebaut. Wo es der Extrakt zuließ, kam neues Holz zum Einsatz. Vordergründig sind die Eichenaromen in keinem Fall. Als eleganter Sortenvertreter präsentiert sich der Pinot Noir Lucius, ein sortentypischer Wein mit Kühle und Finesse. Der mehrfach verkostete Roesler aus 2020 ist nun erwachsen geworden. Er besitzt Tanningrip und Säure, was seiner Lagerfähigkeit zugute kommt.

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2021 Pinot Noir Reserve Edition Alexandra IV
Weingut
Ecker – Eckhof
Wagram

Rotfruchtig, eingelegte Sauerkirsche, gekochte Erdbeeren, kalter Rauch, getrocknete Kräuter, feines Tannin, das gut eingebunden ist, dennoch guten Grip hat, Säure fein, langer Abgang.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€
Naturkork

Weingut
Ecker – Eckhof
Wagram

Bernhard Ecker
3470 Kirchberg am Wagram
Mitterstockstall 25

Tel. +43 676 69 66000
weingut@eckhof.at
www.eckhof.at

Bei einem Besuch wird deutlich, wie tief die Tradition hier verwurzelt ist, doch gleichzeitig ist die Offenheit für Neues jederzeit spürbar. Moderne Elemente und innovative Ansätze sind hier willkommen und werden mit Begeisterung integriert, ohne dabei den Blick auf die Vergangenheit und die bewährten Traditionen zu verlieren. Bernhard hat das Weingut im Jahr 2006 von seinen Eltern übernommen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2022 hat er den Betrieb auf biologische Bewirtschaftung umgestellt, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und eine noch nachhaltigere Weinproduktion zu ermöglichen. Das Weingut wird in der dritten Generation bewirtschaftet. Heute gehört es zu den führenden Betrieben des Wagram, einer Region, die für ihre hochwertigen Weine bekannt ist. Die Gastfreundschaft auf dem Weingut wird hier großgeschrieben. Neben dem Weinbau gibt es einen liebevoll gepflegten Garten, in dem sich der hauseigene Heurige befindet. Das Weingut widmet sich einer breiten Palette an Rebsorten, wodurch eine große Vielfalt an Weinen entsteht. Nicht zu unterschätzen sind die Rotweine des Hauses, die heuer nicht in der Verkostung waren. Die wahren Steckenpferde des Hauses sind jedoch die Roten Veltliner. Sie nehmen rund sieben Hektar der Anbaufläche ein und überzeugen durch Vielfalt. Angefangen vom Roter Veltliner Wagram, der ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, bis hin zur Steinberg Große Reserve. Letzterer beeindruckt durch seine Komplexität, vielschichtige Struktur und den langen Abgang, was den Wein zu einem besonderen Erlebnis macht.

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2025 Eiswein
Weingut
Prechtl
Weinviertel

(0,375 l Fl.) Noch embryonal, enormer Stoff, intensiv, toller Gerbstoff, Tabak, feine Exotik, Litschi, Ananas, Harz, tolle Säure, gar nicht so süß voller Pikanz, enorm konzentriert, endloser Abgang.

Süßwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Prechtl
Weinviertel

Franz Prechtl
2051 Zellerndorf
12

Tel. +43 2945 2297
weingut@prechtl.at
www.prechtl.at

Im Weingut Prechtl gibt es einen neuen, sehr interessanten Wein – Jahrgang 2025 – eine sogenannte Jungfernlese mit einem momentanen Ertrag von 500 Litern auf einem halben Hektar. Die Reben stehen auf der Ried Maulavern. Noch gibt es keinen Namen für diesen Wein. Angedacht ist Mater Veltliner – es handelt sich um die sogenannte St. Georgener Rebe, Mutter des Grünen Veltliners – der Vater ist der Traminer. Er Ein süffiger, eleganter Wein mit feiner Säure, schlank, doch mit guter Struktur, Zitrusnoten, Orangenschalen, angenehmer Gerbstoff. Bestens gefielen mir auch die Grünen Veltliner, darin ist Franz Prechtl ein Meister. Schon der 2025 Grüner Veltliner Classic macht Lust auf mehr. Dazu gibt es den vielleicht bisher besten Grüner Veltliner Ried Längen. Beeindruckend präsentiert sich der 2025 Ortswein Zellerndorf. Im Gegensatz zum Vorjahr ist der 25er Grüner Veltliner Ried Altenberg keine Reserve. Doch mit dessen Charakter. Von machtvoller Präsenz zeigt sich der 2024 Grüner Veltliner Reserve Ried Äußere Bergen. Ein monumentaler Wein für die nächsten Jahrzehnte. Es gibt im Jahr 2024 keinen Grüner Veltliner Leitstall – welche eine Subriede der Längen ist. Doch durfte ich den 2023er nachverkosten, den ich schon im Vorjahr für groß empfunden habe. Er hat noch zugelegt. Vergessen sollte man nicht auf den 2025 Gelber Muskateller Ried Maulavern. Trotz der Probleme, die der 2025er Riesling bereitet hat, ist der Ried Wartberg vom Urgestein formidabel ausgefallen. Auch einen hervorragenden Eiswein gibt es wieder aus diesem ÖTW-Weingut. Petra Prechtl betreibt weiterhin ihren Sommerladen und ihr Café und lädt zu Weinverkostungen von März bis Weihnachten an jedem Samstag.

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2025 Grüner Veltliner Grinzing
Weingut
Mayer am Pfarrplatz
Wien

Gelbfruchtiger Wein von einer außergewöhnlichen Eleganz, fast seidige Frucht, noble Struktur, feines Säurespiel, dezente Pfefferwürze, Kernobst, Quitten, ungemein pikant.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Mayer am Pfarrplatz
Wien

Thomas Podsednik
1190 Wien
Pfarrplatz 2

Es ist das vielleicht wichtigste Wiener Weingut und prägender Heuriger am Pfarrplatz in Heiligenstadt. Seit 1683 wird hier Weinkultur großgeschrieben. Die Weingärten befinden sich überwiegend in Döbling und auf der Hernalser Ried Alsegg. Hier residierte schon im Jahr 1817 Ludwig van Beethoven und schrieb an seiner 9. Symphonie und an seinem Heiligenstädter Testament. Die Weine sind herrliche Wiener Gewächse. Immer von Hellfruchtigkeit und Eleganz durchzogen. Das Tandem Thomas Podsednik, Betriebsleiter, und Dragos Pavelescu, Kellermeister, funktioniert perfekt. Das Weingut ist im Besitz von Hans Schmid, welcher es dereinst vom legendären Franz Mayer übernommen hat. Ich empfehle, den Heurigen Mayer am Pfarrplatz aufzusuchen. Dort führt man eine ausgezeichnete Küche und es gibt alle Weine, möglicherweise mit Ausnahme des raren Riesling Weißer Marmor. Der angesprochene Weißer Marmor – gewachsen am Nussberg Ried Obere Schoß – zählt mit Sicherheit zu den besten in Österreich und international. Leider streng limitiert. Jedoch hat er Konkurrenz im eigenen Haus bekommen. Der 2025 Riesling vom Nussberg Ried Langteufel – brandneu im Programm – ist verdammt gut.

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2025 Gelber Muskateller Styria
Weingut
Muster.Gamlitz
Südsteiermark

Sorte unverkennbar, gelbe Zitrusfrüchte und deren Zesten, Holunderblüten, Hauch Muskat; Zitrus gibt den Ton an, bisschen Limettenzesten, belebendes Säurespiel, wirkt trocken, trinkanimierend.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Muster.Gamlitz
Südsteiermark

Reinhard Muster
8462 Gamlitz
Steinbach 35

Bereits als junger Mann durfte Reinhard Muster die Verantwortung für den Keller des elterlichen Weinguts im Ortsteil Grubtal bei Gamlitz übernehmen, bald auch für den gesamten Betrieb. Große Erfolge stellten sich ein, so dass der Betrieb sukzessive aus allen Nähten platzte. In Kooperation mit der Domaine 1196 entstand in Steinbach bei Gamlitz mitten auf der grünen Wiese ein bemerkenswerter und beeindruckender Keller, dessen mehrere Etagen unterirdisch angeordnet sind. Die Einrichtung entspricht dem neuesten Stand der Technik, die großzügigen Platzverhältnisse erlauben ein entspanntes Arbeiten. Dennoch bleibt Reinhard Muster seinem Credo treu, keine technischen Weine zu machen. Sie sollen auch in Zukunft so ruhig und gelassen sein wie er selbst. Die Basislinie Styria ist ihm sehr wichtig. Hier soll unverfälscht der traditionelle Charakter der steirischen Gewächse zum Ausdruck kommen. Diese Weine kennzeichnet ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Ebene darüber nennt sich Ilyr, die Spitze der Qualitätspyramide besteht aus den Weinen der Ried Grubthal. Auch hier dreht er im Interesse der Authentizität behutsam an den Stellschrauben. In Zukunft soll es vermehrt Schaumwein geben. Großen Stellenwert hat sein Team, in dem ein amikaler und wertschätzender Umgang gepflegt wird. Den Fokus richtet er primär auf die Weingärten, denn dort liege das größte Potenzial, sagt er. Richtig bekannt geworden ist er mit seinen Flaggschiffen aus der Monopollage Grubthal. Den Weinen aus dieser Top-Riede kann man bedenkenlos Terroir attestieren. Es gibt einen Chardonnay und einen Sauvignon Blanc sowie mit dem Jahrgang 2023 erstmals eine Burgundercuvée mit vielversprechenden Ansätzen; nächstes Jahr werden wir sie im Detail vorstellen. Naturnahes Arbeiten ist dem Winzer sehr wichtig. So zum Beispiel minimiert er beim Pflanzenschutz die Ausbringung von Kupfer. Mehr als 500 Gramm pro Hektar und Jahr sollen es nicht sein, was für diese Klimazone sehr wenig ist.

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2020 Roesler
Weingut
Chesa Druschauna
Bergland

Tiefdunkle Farbe; satte Frucht, reife Heidelbeeren, Schwarzkirschen, Gewürzaromen à la Lorbeerblätter und gemörserte Wacholderbeeren, mit Luft Bitterschokolade, druckvoll, wie ein Amarone; sehnig-kraftvoll, Tanningrip ohne Härte, Säurespiel, viel Frucht und Würze, lang, große Reserven.

Rotwein
Roesler
€€€
Naturkork

Weingut
Chesa Druschauna
Bergland

Gert Markowski
6811 Göfis
Hofnerstraße 19

Gert Markowski ist Obmann von Vorarlberg Wein. Sein kleines Weingut führt er im Nebenerwerb. Die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung ist abgeschlossen, der Betrieb ist seit dem Jahrgang 2023 Bio-zertifiziert. Die Reben profitieren vom warmen Föhnwind, der in der Reifeperiode über das Saminatal aus der Bündner Herrschaft herüberweht. Das Jahr 2024 war sehr schwierig hinsichtlich Falschem und Echtem Mehltau. 2025 hat noch eins draufgesetzt. Im Juli gab es 25 Regentage, und das war zu viel des Guten. Nur Chardonnay und Roesler haben die Attacken von Peronospora und Oidium überlebt, bei den anderen Rebsorten war ein Totalausfall zu verzeichnen, der zweite in Folge nach 2024. „Ich hoffe sehr, dass wir wieder einmal ein normales Jahr erleben“, sagt der Winzer anlässlich meines Besuches im Frühling. Nicht ohne Stolz erzählt er, dass sein Pinot Noir Lucius auf der Weinkarte eines haubendekorierten, in Vorarlberg hoch angesehenen Restaurants gelistet ist. Alle in diesem Jahr im Verkauf befindlichen Weine sind sehnig und frei von Opulenz. Sie wurden ausnahmslos in kleinen Eichenfässern ausgebaut. Wo es der Extrakt zuließ, kam neues Holz zum Einsatz. Vordergründig sind die Eichenaromen in keinem Fall. Als eleganter Sortenvertreter präsentiert sich der Pinot Noir Lucius, ein sortentypischer Wein mit Kühle und Finesse. Der mehrfach verkostete Roesler aus 2020 ist nun erwachsen geworden. Er besitzt Tanningrip und Säure, was seiner Lagerfähigkeit zugute kommt.

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2025 Grüner Veltliner Wagram Terrassen
Weingut
Josef Ehmoser
Wagram

Feingliedrige, würzige Nase, Williamsbirne, Rosmarin, Mandarine, Buddhas Hand, geradlinig kompakter Gaumen, Zitronenzeste, Grapefruit, weiße Blüten, ganz feiner Gerbstoff mit einer stützenden Säurestruktur, mundwässernd, im Abgang Salzzitrone, Spaß im Glas.

Weißwein
Grüner Veltliner
Schraubverschluss

Weingut
Josef Ehmoser
Wagram

Josef Ehmoser
3701 Tiefenthal
9

Mit dem Jahrgang 2022 ist das Weingut von Josef Ehmoser offiziell biologisch zertifiziert. Diese konsequente Entscheidung passt perfekt zu einer Philosophie, die auf Natürlichkeit, Präzision und Geduld setzt. In den Weinen spiegeln sich Energie, Spannung und Herkunft auf besonders eindrucksvolle Weise wider – sie zeigen das Beste, was der Wagram zu bieten hat. Gemeinsam mit seiner Frau Martina erzeugt Josef Ehmoser Weine von großer Ruhe und innerer Kraft. Sie dürfen sowohl im Fass als auch in der Flasche die Zeit bekommen, die sie brauchen, um sich vollständig zu entfalten. Im Mittelpunkt steht der Grüne Veltliner, doch auch Riesling und Weißburgunder überzeugen Jahr für Jahr mit Ausdruck und Charakter. Bemerkenswert ist die kontinuierliche Entwicklung des Weinguts. Die Weine gewinnen zunehmend an Tiefe, Eleganz und Finesse. Gleichzeitig stehen die Weingärten in harmonischem Einklang mit der Natur. Rehe, Hasen, Rebhühner, zahlreiche Insekten und Vögel finden hier ebenso ihren Lebensraum wie Wiesenblumen und verschiedene Baumarten. „Wir wollen den Reichtum des Lebendigen durch unsere naturnahe und schonende Arbeitsweise mit viel Handarbeit erhalten und fördern“, sagt Josef Ehmoser. „Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit stehen für uns im Mittelpunkt.“ Der Grüne Veltliner aus der Ried Hohenberg, gewachsen auf klassischem Löss, beeindruckt mit kraftvoller Struktur und großer Komplexität. Der Grüne Veltliner aus der Ried Georgenberg – ruhig und gesetzt, zugleich voller innerer Spannung – wurzelt in einer faszinierenden Mischung aus Löss und Donaukies und bildet das Rückgrat des Weinguts. Die dem heiligen Georg gewidmete Lage trägt ihren Namen aufgrund der Kirche, die sich dort befindet. Beide Weine reifen zwei Winter lang in großen Holzfässern und gewinnen dadurch an Tiefe und Ausdruck. Schon die Basislinie zeigt eindrucksvoll die Handschrift des Hauses. Mit dem Wagram Terrassen Grüner Veltliner, dem Riesling und Weißburgunder demonstriert Josef Ehmoser, wie konsequent er auf Festigkeit, Eleganz und Herkunft setzt. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich als hervorragender Vertreter der Region. Josef Ehmoser betont, dass die Lese unter idealen Bedingungen verlief: kühl, präzise und mit bester Säurestruktur. Für ihn stehen derzeit Kontinuität und bewährte Methoden klar im Vordergrund. Die Grünen Veltliner aus den Rieden Georgenberg und Hohenberg zeigen sich im Jahrgang 2024 ausdrucksstark und kraftvoll, ohne ihre elegante Balance zu verlieren. Ein fulminanter Schlusspunkt ist der Eiswein 2022 aus Gelbem Muskateller – mit betörender Frucht, feiner Würze und beeindruckender Komplexität.

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2024 Grüner Veltliner Ried Schenkenberg/Grinzing 1ÖTW
Weingut
Mayer am Pfarrplatz
Wien

Rauchig, Tabak, Birnen, Mango, Ananas, Physalis, elegante Fülle, tolle Länge. Eigenständig, reichhaltig, in sich harmonisch, kraftvoll, doch nie überbordernd.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Mayer am Pfarrplatz
Wien

Thomas Podsednik
1190 Wien
Pfarrplatz 2

Es ist das vielleicht wichtigste Wiener Weingut und prägender Heuriger am Pfarrplatz in Heiligenstadt. Seit 1683 wird hier Weinkultur großgeschrieben. Die Weingärten befinden sich überwiegend in Döbling und auf der Hernalser Ried Alsegg. Hier residierte schon im Jahr 1817 Ludwig van Beethoven und schrieb an seiner 9. Symphonie und an seinem Heiligenstädter Testament. Die Weine sind herrliche Wiener Gewächse. Immer von Hellfruchtigkeit und Eleganz durchzogen. Das Tandem Thomas Podsednik, Betriebsleiter, und Dragos Pavelescu, Kellermeister, funktioniert perfekt. Das Weingut ist im Besitz von Hans Schmid, welcher es dereinst vom legendären Franz Mayer übernommen hat. Ich empfehle, den Heurigen Mayer am Pfarrplatz aufzusuchen. Dort führt man eine ausgezeichnete Küche und es gibt alle Weine, möglicherweise mit Ausnahme des raren Riesling Weißer Marmor. Der angesprochene Weißer Marmor – gewachsen am Nussberg Ried Obere Schoß – zählt mit Sicherheit zu den besten in Österreich und international. Leider streng limitiert. Jedoch hat er Konkurrenz im eigenen Haus bekommen. Der 2025 Riesling vom Nussberg Ried Langteufel – brandneu im Programm – ist verdammt gut.

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2025 Weissburgunder
Bioweingut
Schreiner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kühl, Mandelblüten, hübscher Ausdruck, Birnen, duftig, Frühlingswiese; kernig, viel Biss, elegant, frische Zitrusnoten, anregend, feiner Biss, verspielt.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
Schraubverschluss

Bioweingut
Schreiner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Victoria & Gernot Schreiner
7071 Rust
Hauptstraße 4

Das Bio-Weingut Schreiner zählt fraglos zu den empfehlenswertesten Weinadressen in Rust. In vinophilen Belangen wird hier der Vielfalt gefrönt: So werden leichte bis kräftige trockene Weißweine und Rosés mit Fruchtbetonung geboten, ergänzt durch eine kompakte Palette klassischer Rotweine von vielfach beachtlicher Qualität, darüber hinaus gibt’s auch perlende Süffigkeiten sowie – wenn es das Jahr erlaubt – auch Prädikate von Spätlesen bis zu raren Ausbrüchen. Ein denkmalgeschützter Vierseithof mit weitläufigem Innenhof aus dem 16. Jahrhundert beherbergt das Weingut, das im Zentrum der Freistadt Rust liegt. Das von der Hauptstraße wie der parallel dazu verlaufenden Kirchengasse zugängliche Ensemble dient als Verkostungsort für Weinliebhaber, bietet hin und wieder aber auch den Rahmen für kleine Kulturevents und ist Standort für Marktstände bei Veranstaltungen in Rust. Die Schreiners bewirtschaften rund sieben Hektar Rebfläche in Rust, wobei sich die Weingärten auf klassische Rieden mit klingenden Namen wie Vogelsang, Geier Umriss, Bandkräftn, Gemärk, Oberer Wald und andere verteilen. Der enge Bezug zur Natur drückt sich in der biologischen Bewirtschaftung aus, für die man bereits seit 2012 die Zertifizierung erhielt. Seit etlichen Jahren beschäftigt sich Gernot Schreiner intensiv mit pilzwiderstandsfähigen Sorten (PiWis), die für alle Neuauspflanzungen herangezogen werden. Nach dem warmen, eher frühreifen Vorjahr kam 2025 die Reife etwas später; dennoch wurde die Lese bereits Ende August mit Blütenmuskateller begonnen. Das wechselhafte Wetter im September erforderte einen hohen Selektionsaufwand, der sich gelohnt hat, denn die 2025er-Weißweine präsentieren sich reintönig, knackig und feinfruchtig. Die eigenständigen Roten stammen aus den Jahren 2024 und 2023. ps

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2023 Pinot Noir Rechnitz
Weingut
Arkadenhof Mandl-Brunner
Eisenberg

Duftiges Bukett nach Kirsche, reiches Fruchtspiel nach Weichsel, Brombeere, feingliedrig, vital, öffnet sich zusehends mit viel rotbeerigen Aromen, Waldbeeren, Kornelkirsche, rauchig unterlegt, mineralische Pointiertheit, seidige Textur, elegant, tolle Sorteninterpretation, gute Länge.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Arkadenhof Mandl-Brunner
Eisenberg

Helga & Erhard Brunner
7471 Rechnitz
Lindengasse 7

Der Arkadenhof Mandl-Brunner hat eine lange Tradition und wird als mustergültiger Familienbetrieb samt angeschlossenem Heurigenbetrieb geführt. Helga Brunner ist mit Unterstützung ihrer Eltern mit großer Leidenschaft im Weingarten tätig, Ehemann Erhard ist für die Vinifizierung verantwortlich und wird von Sohn Martin unterstützt, der mit seiner namentlich neu kreierten Pétillant Naturel Linie seine Meisterschaft vorbildhaft unter Beweis stellt. Die Weine des Weinhofs sind allesamt feinsinnig gemacht, zeigen viel Mineralität und repräsentieren eindrucksvoll das wertvolle, gebietstypische Terroir.

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2025 Grauburgunder Styria
Weingut
Muster.Gamlitz
Südsteiermark

Einladendes Sortenbukett, rotbackige Birnen, tief im Glas auch frische Äpfel und Apfelkompott, Quittengelee; schließt aromatisch an, für diese Rebsorte ungewöhnlich agil, Säurespiel, null Fett, gute Länge, Trinkfluss.

Weißwein
Pinot Gris (Grauburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Muster.Gamlitz
Südsteiermark

Reinhard Muster
8462 Gamlitz
Steinbach 35

Bereits als junger Mann durfte Reinhard Muster die Verantwortung für den Keller des elterlichen Weinguts im Ortsteil Grubtal bei Gamlitz übernehmen, bald auch für den gesamten Betrieb. Große Erfolge stellten sich ein, so dass der Betrieb sukzessive aus allen Nähten platzte. In Kooperation mit der Domaine 1196 entstand in Steinbach bei Gamlitz mitten auf der grünen Wiese ein bemerkenswerter und beeindruckender Keller, dessen mehrere Etagen unterirdisch angeordnet sind. Die Einrichtung entspricht dem neuesten Stand der Technik, die großzügigen Platzverhältnisse erlauben ein entspanntes Arbeiten. Dennoch bleibt Reinhard Muster seinem Credo treu, keine technischen Weine zu machen. Sie sollen auch in Zukunft so ruhig und gelassen sein wie er selbst. Die Basislinie Styria ist ihm sehr wichtig. Hier soll unverfälscht der traditionelle Charakter der steirischen Gewächse zum Ausdruck kommen. Diese Weine kennzeichnet ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Ebene darüber nennt sich Ilyr, die Spitze der Qualitätspyramide besteht aus den Weinen der Ried Grubthal. Auch hier dreht er im Interesse der Authentizität behutsam an den Stellschrauben. In Zukunft soll es vermehrt Schaumwein geben. Großen Stellenwert hat sein Team, in dem ein amikaler und wertschätzender Umgang gepflegt wird. Den Fokus richtet er primär auf die Weingärten, denn dort liege das größte Potenzial, sagt er. Richtig bekannt geworden ist er mit seinen Flaggschiffen aus der Monopollage Grubthal. Den Weinen aus dieser Top-Riede kann man bedenkenlos Terroir attestieren. Es gibt einen Chardonnay und einen Sauvignon Blanc sowie mit dem Jahrgang 2023 erstmals eine Burgundercuvée mit vielversprechenden Ansätzen; nächstes Jahr werden wir sie im Detail vorstellen. Naturnahes Arbeiten ist dem Winzer sehr wichtig. So zum Beispiel minimiert er beim Pflanzenschutz die Ausbringung von Kupfer. Mehr als 500 Gramm pro Hektar und Jahr sollen es nicht sein, was für diese Klimazone sehr wenig ist.

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2025 Gut gegen Nordwind
Weingut
Barbara Öhlzelt
Kamptal

Würzig, frisch, reifes Zitrus; am Gaumen zitrusdominiert, fruchtfülliger, straffer, dunkelwürziger, viel Birnen, lässige Säure, ausgewogen, trinkig.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Barbara Öhlzelt
Kamptal

Barbara Öhlzelt
3561 Zöbing
Eichelbergstraße 32

„Ich mag Riesling sehr gern“, sagt Winzerin Barbara Öhlzelt aus Zöbing, dem Ort, von dem sich der berühmte Heiligenstein erhebt, einer Parade-Rieslinglage, die zu den besten Österreichs zählt. Mit mehr als 35 Prozent nimmt die Rieslingtraube in Öhlzelts Weingärten eine führende Position ein – und ist damit fast annähernd so bedeutend wie der Grüne Veltliner. Die Zöbinger Winzerin gilt dabei als eine leidenschaftliche Riesling-Könnerin. Als kleines, feines Weingut mit 7,5 Hektar macht Öhlzelt vier unterschiedliche Rieslinge. Der Einsteiger in ihre Riesling-Welt ist der Zöbinger-Ortswein, der Jahr für Jahr eine Empfehlung als Preis-Leistungsschlager ist. Darauf setzt die Winzerin drei Lagenweine aus den Rieden Blauenstein, Kogelberg und Heiligenstein – allesamt mit der Herkunft Zöbing. „Einfach war es 2025 nicht mit den Rieslingen“, erzählt Öhlzelt. Denn viel sei im Vorjahr durch die Witterungsverhältnisse gefault. „Wir mussten viele Trauben auf den Boden schneiden.“ Der Arbeitsaufwand hat sich gelohnt, die Lagenrieslinge strahlen mit Eleganz und bieten schon jetzt viel Trinkvergnügen. Beim Grünen Veltliner startet Öhlzelt mit ihrem Gebietswein Kellerweingarten den Verkostungsreigen. Ihr Zöbinger Veltliner-Ortswein ist das Bindeglied zu den Lagenweinen Blauenstein und Lamm. Letzterer ist nicht nur Öhlzelts Premium-Veltliner, den sie im 225er Barrique ausbaut und dann ins große Holz legt, sondern er ist auch ein Augenschmaus mit dem pfiffigsten und wahrscheinlich dem schönsten Lamm-Weinetikett. Generell sind die 2025er Weine alkoholleichter ausgefallen, qualitativ gibt es jedoch kaum Abschläge. Weingenießer dürfen sich freuen …

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2025 Grüner Veltliner Kaiserstiege
Weingut
Hermann Moser
Kremstal

Fruchtexotik, grüne Ananas, Orangenabrieb; legt sich substanziell auf den Gaumen und vermittelt eine nahezu cremige Textur; mittelkräftiger Unterbau, ausdrucksstark, ausgewogen, sehr gediegen.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Hermann Moser
Kremstal

Martin Moser
3495 Rohrendorf
Bahnstraße 36

Es ist – in Gestalt von Martin und Carmen Moser – die 23. Generation, die das auf eine rund 400-jährige Tradition zurückblickende Weingut in Rohrendorf bei Krems heute führt und dies auch ausgesprochen erfolgreich bewerkstelligt. Freilich hat man auch die erforderlichen Ressourcen zur Hand, insbesondere mit der Prachtlage Gebling, aus der sowohl Top-Veltliner als auch ein großartiger Riesling stammen. Das Weingut ist international bestens aufgestellt, rund 70 Prozent der jährlichen Produktionskapazität fließen in den Export. Naturnahe bewirtschaftet wird seit langem, ab dem Jahrgang 2024 ist man nun auch biozertifiziert. 2025 beschreibt der sympathische Winzer als Österreich-Jahrgang. „Alles ist angenehmer ausgefallen, die Alkoholwerte sind geringer, die Säure etwas höher, dafür reif und hochfein, und auch die Erntemengen lagen über denen des Vorjahrs“, wird uns beschieden – deutlich an den Grünen Veltlinern Karmeliter und Kaiserstiege nachzuvollziehen, die heuer zur Hochform auflaufen. Freilich kommen auch dieses Mal die Top-Weine wieder aus der Ried Gebling – neben den hervorragenden Veltliner-Reserven Der Löss und Hannah hat der grandiose Riesling Gebling Kellerterrassen das Nasenspitzerl sogar noch ein Stück weiter vorne. Von diesen drei Prachtweinen behält Martin Moser Jahr für Jahr ungefähr ein Drittel zurück, um sie nach jeweils zehn Jahren nochmals als gereifte Exemplare anzubieten. Für eine mittlere Sensation sorgte in diesem Jahr aber ein ganz anderer Wein. Der im kleinen Holz ausgebaute Grauburgunder erinnert in seiner Noblesse tatsächlich an einen großen Montrachet aus dem Burgund.

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2025 Chardonnay
Weingut
Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Duftig, kühler Ausdruck, viel Frucht, Kernobst, grüne Melonen, Zitrusnoten saftiger Beginn, schöner Zitrusmix, Limette, Biskuit, lebhaft, anregend, Fenchelhauch, knackig.

Weißwein
Chardonnay
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Gerhard Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Pfarrgasse 6

Der in Göttlesbrunn im Herzen der Herkunft Carnuntum beheimatete Weinbaubetrieb von Gerhard und Christine Markowitsch wird sehr oft als Spitzenweingut und Quelle begehrter Kultweine ins Rampenlicht gestellt. Vollkommen zu Recht, dennoch wird diese Darstellung dem Wirken der Familie Markowitsch nicht gerecht. Das nämlich, was für den Erfolg dieses Weinguts noch wesentlich wichtiger ist, ist die Tatsache, dass man hier bereits seit Jahrzehnten eine Palette vorgesetzt bekommt, die vom kleinsten, günstigsten Wein bis zu den limitierten Topweinen in jeder Kategorie hervorragende Qualität bietet. Im Weingut werken mittlerweile vier Familienmitglieder: Christine und Gerhard werden tatkräftig von ihren beiden Töchtern unterstützt. Johanna absolvierte Praxisaufenthalte in Südafrika und Deutschland und kehrte nach dreijähriger Tätigkeit bei Wein&Co. im Marketingbereich schon vor etlichen Jahren ins familiäre Weingut zurück. Inzwischen ist ihre jüngere Schwester Helene, die an der Fachhochschule Krems das Bachelorstudium International Wine Business abgeschlossen und Praktika in renommierten Betrieben absolviert hat, auch voll im Betrieb integriert. Das vitikulturelle Kerngebiet des Weinguts erstreckt sich über Göttlesbrunn und Höflein, wo Toplagen wie Rosenberg und Schüttenberg sowie Aubühl, Scheibner, Bärnreiser und Kirchweingarten zur Verfügung stehen. Seit einigen Jahren werden auch Weine aus dem Osten der Herkunft, vom Spitzerberg unter eigenem Etikett als Ortsweine in Weiß und Rot vermarktet. Mit dem Jahrgang 2023 wurde die Zertifizierungsphase für Bio-Produktion abgeschlossen, seit 2024 sind auch alle Lieferanten auf Bio umgestiegen, somit 100 Prozent Bio. Das Sortiment im Hause Gerhard Markowitsch ist klar strukturiert. Es teilt sich einerseits in die Herkunftsweine der Stufen Gebiets-, Orts- sowie Lagenweine, andererseits in die Kategorie Sortenvielfalt auf. Letztere tragen die Herkunftsbezeichnung Niederösterreich. Eine eigene Kategorie gibt es für Johanna Markowitsch‘ JOMA-Weine, die PetNats sowie Weine namens Halligalli und Spektakel umfassen. Zusätzlich gibt es noch den Rosé Mardonna. Bei der Verarbeitung wird sehr sanft agiert, diverse Eingriffe werden im Lauf der Jahre reduziert. Die Weißen werden nun überwiegend als ganze Trauben – teils angequetscht – gepresst, zur Klärung setzt man auf natürliche Sedimentation. Bei den Rotweinen geht man in Sachen Extraktion tendenziell zurück. Spontanvergärung kommt mittlerweile bei den meisten Weinen zum Tragen, eine malolaktische Gärung ist bei den Roten selbstverständlich Standard, bei den Weißen wird sie je nach Stufe und Charakter eingesetzt. Für die Lagerung werden neben Edelstahl und Holz teils auch Betoneier eingesetzt. Im Weißweinbereich haben Chardonnay und Grüner Veltliner die größte Bedeutung – beide gibt es in einer klassischen Variante sowie als Premiumwein. Bei zweiterer Sorte ist das der Alte Reben, der ein Modellbeispiel für Veltliner aus Carnuntum darstellt. Seit einigen Jahren pflegt der Winzer auch eine heimliche Liebe zu Pinot Blanc, der wie Chardonnay bei den Ortsweinen eine wesentliche Rolle spielt. Besonders beeindruckt der reinsortige Pinot Blanc Ortswein aus Prellenkirchen, der auch 2024 den gelungenen Chardonnay Göttlesbrunn noch überflügelt. Top im Weißweinsegment ist heuer jedoch der Chardonnay Ries Schüttenberg. Der Rotweinsektor wird durch einen abwechslungsreichen wie hochwertigen Mix aus sortenreinen Weinen – Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir – und Cuvées abgedeckt. Bereits im Einstiegbereich und im mittleren Segment sind alle Weine hervorragende Vertreter ihrer Kategorie. Ein tolles Händchen hat man hier auch für Pinot Noir, den es in zwei Varianten gibt. Der Zweigelt Ried Kirchweingarten zählt auch heuer fraglos zu den absolut besten Sortenvertretern des Landes. Als Topwein konnte sich heuer die Cuvée Rosenberg 2024 etablieren, Blaufränkisch Ried Bärnreiser sowie der M1 2023 gaben sich noch relativ verschlossen und brauchen Zeit um ihre wahre Größe zu zeigen. ps

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2025 Gelber Muskateller
Weingut
Hannes Dachauer
Thermenregion

Einladender Muskatduft, klar und traubig; frische Limette, Zitronenmelisse, animierende Säure, ziselierte Struktur, baut Spannung auf, helle Beeren, Marille mit Marzipan, florale Noten, elegant straffer Trinkfluss.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Hannes Dachauer
Thermenregion

Johannes Dachauer
2523 Tattendorf
Raiffeisenplatz 9

Das Weingut von Hannes Dachauer findet man im Heurigenort Tattendorf im Weinbaugebiet Thermenregion. Hier werden besonders markante und gebietstypische Weine gekeltert, wie man auch an jenen des Kellermeisters Hannes Dachauer gut nachvollziehen kann. In seinem zertifizierten biologischen Betrieb wird besonderes Augenmerk auf den St.Laurent, Pinot Noir und den autochtonen Rotgipfler gelegt. Auch im Weingarten zeigt sich sein hoher Respekt vor Natur und Umwelt, und es ist für Hannes Dachauer selbstverständlich, sorgfältig und liebevoll mit diesen edlen natürlichen Gütern umzugehen. Der Lohn seiner gefühlvollen Arbeit in Weingarten und Keller ist das Entstehen von gebietstypischen Weinen mit Charakter. Zu verkosten sind diese am besten bei einem Besuch in seinem gemütlichen Heurigenlokal, wo bis zu 80 Gäste Platz finden und wo man auch mit schmackhafter Hausmannskost verwöhnt wird.

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2025 Illmitzer Spätlese
Weingut
Angerhof Tschida
Neusiedlersee

(100 g/l RZ) Wirkt etwas milder als die Spätlese-Cuvée, zeigt jedoch mehr Fruchttiefe und Aromatik, tropische Fruchtfrische, Kiwi, rosa Grapefruits; zart mineralischer Ansatz, feine Linien, viel gelber Pfirsich, trinkig.

Süßwein
Scheurebe (Sämling 88)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Angerhof Tschida
Neusiedlersee

Angerhof Tschida
7142 Illmitz
Angergasse 5

Hans Tschida vom Angerhof in Illmitz gehört zu den besten Sweet Winemaker der Welt – was zahlreiche internationale Auszeichnungen bekunden. Sein Süßweinspektrum ist breit – es reicht von Spät- und Auslesen über Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen bis zu Besonderheiten wie Eiswein und Schilfwein. Wann immer man glaubt, man hat in diesem Facettenreichtum und dieser terroirgeprägten Eleganz schon alles gekostet, wird von Hans Tschida einmal mehr überrascht – mit einem außergewöhnlichen Schilfwein, einer Sonderedition, wie der Winzer zu seinem Grüner Veltliner Late Release Schilfwein sagt. Das Besondere: Der Süßwein kommt aus dem Jahr 2013, war bis heuer im Tank gelagert und wurde jetzt abgefüllt, erzählt Tschida über diese Veltliner-Essenz: „Es war ein Top-Traubenmaterial mit 31,5 Grad KMW. Ich wollte das ausreizen. Doch ich habe nicht länger abwarten wollen.“ So kam der 2013er Schilfwein nach 13 Jahren jetzt in den Verkauf. Dieser Schilfwein ist ein enorm würziges, nektarhaftes Fruchtbündel (Südfrüchte) mit viel Sortencharakter. Der jugendlich wirkende Wein ist jetzt für eine halbe Ewigkeit freigegeben. Denn der elegante, vielschichtige Wein könnte Jahrzehnte erfreuen, doch er präsentiert sich schon jetzt perfekt zum Genießen. Auf der „jungen“ Weinseite bringt der Sweet Winemaker heuer als Ergänzung zum White Sparkling und Rosé Sparkling, beide brut nature, erstmals einen Sweet Sparkling, eine Schaumwein-Cuvée mit zugesetzter Kohlensäure. „Wir finden das cool“, sagt Hans Tschida. Wir, das sind Tschidas Frau Lisa und seine Tochter Daniela Salzl-Tschida, die seit 2018 dabei ist und den Verkauf macht, aber auch bei der Ernte und der Produktion dabei ist. Im Angerhof-Verkauf stehen rund 25 Süßweine mit beeindruckender Jahrgangstiefe bei den Hochprädikaten, teilweise zurück bis zum Jahrgang 2017. Bei der höchsten Stufe, den Trockenbeerenauslesen, gibt es bei der Sämling TBA aus der Ried Domkapitel eine Seewinkel-Reserve und einem Leuchtturmwein von Tschida – die aktuellen jungen Jahrgänge 2024 und 2023 sowie auch verfügbar 2017. Der Sämling ist mengenmäßig Tschidas Toprebsorte, dann kommen Muskat Ottonel und der Welschriesling – denn der Winzer liebt die aromatischen Sorten, die er von A bis Z im Stahltank ausbaut. Jedoch gilt das für alle Weine, denn Tschida fokussiert auf Frucht; Holzfassausbau würde etwas von der Frucht nehmen – und das will er nicht. „Ich will frische, fruchtaromatische Weine haben.“ Tschidas Weine tragen alle eine Salzigkeit in sich – und das macht sie unverkennbar. „Das ist sehr typisch für unser Terroir; das sind unsere Böden rund um die Salzlacken, die mit einer Salzschicht bedeckt sind und diese Salzigkeit spürt man im Wein.“

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -