Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2024 Grüner Veltliner Ried Steinberg
Weingut
Groiß
Wagram

Feine Reduktion im Auftakt, Lavendel, McIntosh Apfel, weißer Pfirsich, Buddhas Hand, Almkräuter, saftiger, fester, ruhiger Gaumen, super Gerbstoff und Säure bringen Lebendigkeit in den Wein, Verbene, Tee von der Apfelschale, mittlere Länge am Gaumen, sehr animierender Wein, der Spaß macht.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Groiß
Wagram

Karin und Herbert Groiß
3701 Großweikersdorf
Kleinwiesendorf 24

Karin und Herbert Groiß leben ihre Leidenschaft für Wein mit spürbarer Hingabe. Eng verbunden mit der Natur folgen sie ihren Rhythmen, greifen ihre Stärken auf und formen daraus Jahr für Jahr charakterstarke Weine – und ein Leben im Einklang mit dem Weingarten. In dritter Generation führen sie das Weingut, seit 2019 auch offiziell biologisch zertifiziert, wenngleich der Bio-Gedanke längst tief in der Familie verankert ist. Bewirtschaftet wird aus Überzeugung biologisch – mit dem Ziel eines lebendigen, widerstandsfähigen Weingartens, in dem Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen und Mensch im natürlichen Gleichgewicht stehen. Über Generationen gewachsenes Wissen trifft hier auf die sensible Hand des Winzers, die den Boden versteht und respektiert. Die eindrucksvolle Heimat der Weine ist eine bis zu 20 Meter hohe Geländestufe an den Ufern der einstigen Urdonau. Mächtiger Löss aus der Eiszeit trifft hier auf das pannonische Klima. Die Ried Steinberg, geprägt von Löss und Schotter und südwestlich ausgerichtet, beherbergt Reben im Alter von 20 bis 25 Jahren. Die alten Reben – im Schnitt rund 45 Jahre alt – werden separat gelesen und in 1.600-Liter-Fässern aus Manhartsberger Eiche ausgebaut. So entstehen Weine mit feiner Würze, cremiger Textur und unverwechselbarem Charakter. Jeder Wein trägt seine eigene Handschrift auch sichtbar am Etikett – und zeigt sie im Glas umso deutlicher. Die Serie des Jahrgangs 2025 präsentiert sich geradlinig und harmonisch, mit klarer Frucht, Spannung und einer wunderbar ausbalancierten Struktur aus Gerbstoff und Säure, die für animierenden Trinkfluss sorgt. Besonders die Weine der Ried Steinberg gewinnen mit Zeit und Luft deutlich an Tiefe. Im großen Glas oder in der Karaffe entfalten sie sich Schritt für Schritt, werden feiner, strukturierter und vielschichtiger. Auch die kreativen Etiketten spiegeln diese Vielfalt wider.

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2024 Gelber Traminer
Weingut
Martin Netzl
Carnuntum

(Ried Steinriegel, 1995 + 2003 gepflanzt) Tolle, dichte Nase, die einen sofort mitnimmt: Lychee, Holunder, Rosenblüten und viel mehr; orientalischer Gewürzmarkt gepaart mit einem ganzen Fruchtkorb, dicht und voll, dennoch immer elegant, langes Leben. So muss Traminer sein.

Weißwein
Traminer
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Martin Netzl
Carnuntum

Martin Netzl
2464 Göttlesbrunn
Rosenbergstraße 1

Tel. +43 676 9513160
weingut@netzl.net
www.netzl.net

Martin Netzl ist ein ruhiger und sinnierender Mensch, der zuhört und sich seine Gedanken macht. Er lässt lieber seine Weine sprechen – und diese reden laut! Zu Recht ist er stolz auf die lange Familientradition – sein Großvater hat bereits 1952 mit der Flaschenfüllung begonnen – und führt die entwickelten Marken wie Stoana, Hoadocka und Oida Schwoaza weiter, aber mit den heutigen Möglichkeiten. St. Laurent und Blau-fränkisch vom Spitzerberg haben hier Tradition, die gepflegt wird. Bei den Weißweinen sticht wiederum – wie seit vielen Jahren – der Gelbe Traminer 2024 hervor: vielschichtig und Komplex bei großer Eleganz. Bei den Lagen-Rotweinen reiht sich ein Highlight an das nächste. 2022 ist es für mich die Ried Rosenberg, die mit ihrer gelungenen Mischung aus Mineralität, Frucht und Struktur begeistert. Zu Recht gehört Martin Netzl zu den Spitzenwinzern im Carnuntum.

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2023 Riesling Eiswein
Bio-Weingut
Schwarz
Weinviertel

Liquid Gold – helles Bernstein; zarte Kühle in der Nase, Fruchtschmelz; hohe Eleganz, feingliedrig, noble Fruchtsüße, Marillenparfüm, sehr gute Balance.

Süßwein
Riesling
-
Glassstöpsel

Bio-Weingut
Schwarz
Weinviertel

Familie Schwarz
2172 Schrattenberg
Kleine Zeile 8

Tel. +43 2555 2544
Fax. -4
office@schwarzwines.com
www.schwarzwines.com

Anna-Maria und Alois Schwarz sind in Schrattenberg zu Hause, einer Rotweininsel im nördlichen Weinviertel. Entsprechend liegt der Schwerpunkt bei den roten Sorten, wenngleich man die Weißweine und – bei passender Witterung – die Süßweine nicht übersehen darf. Der Betrieb ist seit 2011 biologisch zertifiziert, denn der Grundstein für hohe Qualität werde im Weingarten gelegt. Der Keller ist in technischer Hinsicht State of the Art. Sohn Reinold verstärkt das Team und ist nach langen Jahren der Ausbildung, während derer er aber immer im Weingut mitgeholfen hat, nun fix da. Er kümmert sich stark um den Export, der immerhin 40 Prozent ausmacht. Wenn man sich die Kostnotizen der letzten Jahre ansieht, merkt man erst, wie breit das Programm ist. Von allen Sorten gibt es einen klassischen, eine Selection und einen Premium. Und jedes Jahr stechen ein paar andere Weine besonders hervor – weiß, rot, egal welche Kategorie. Familie Schwarz kann auf allen Tasten des Weinflügels groß aufspielen. Hervorheben möchte ich dieses Jahr den St. Laurent Premium 2023 mit seiner Casali-Note und den Fortified 2023, ein Portwein aus Blauer Portugieser.

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2024 XUR
Weingut
Werner Achs
Neusiedlersee

(BF/ZW/SL) Leuchtendes Kirschrot, feines Bukett, rote Kirschen, Heidelbeeren, Lebkuchen, Pfeffer, ein Hauch Vanille, Cassis, Brombeeren, Orangenzesten, Minze, da mischen auch rote Beeren à la Himbeeren und Hagebutten mit, eine Spur Tabak, Eiche gibt dem Weg Schwung, den gewissen Kick, kühl, viel Mineral, straffes Tannin, männliche Struktur, stoffig, dicht, entwickelt eine wunderbare Frucht, die in Eleganz mündet, noch in jugendlichem Überschwang behaftet. Das ist großer Stoff. Der geht seinen Weg. Dieser grandiose Rotwein lässt schon jetzt seinen Charme aufblitzen, dem wir alle dereinst verfallen werden.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Werner Achs
Neusiedlersee

Werner Achs
7122 Gols
Golberg 5

Also was soll man über einen Winzer berichten, der nur drei Rotweine produziert? Einen Zweigelt Goldberg, den XUR – eine Cuvée – und in großen Jahrgängen den WERNER ACHS Reserve, den es ausschließlich in Magnum Flaschen gibt. Doch könnte man über diese drei Produkte einen Roman schreiben. Der Zweigelt Goldberg – aktuell 2025 – ist – für mich – einer der besten des Landes zu einem überaus günstigen Preis. Der XUR – aus heimischen Rebsorten komponiert – ist immer eine Bank in jedem Jahrgang. So auch der aktuelle 2024er. Ein großartiger Golser Rotwein, der nie enttäuscht und viel Mineralität aufweist. WERNER ACHS Reserve – ein Blend aus Blaufränkisch und Merlot – immer in Magnum – ist ein großer Österreichischer Rotwein. Für mich zur Elite des Landes zählend. Beim Jahrgang 2023 dieses Weines, eine außergewöhnliche Qualität, wird man in der Tat zum Literaten oder Philosophen. Ein inspirierender Rotwein von überragender Feinheit und großer Eleganz. Hier zeigt Meister Achs seine feine Klinge. Jetzt höre ich auf zu schreiben, weil der Rest der Magnum auf mich wartet.

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2024 Gustav
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

(NB/CH) Prachtvolle Nase von Zitronat, gelben Trauben und Fenchelsaat, am Gaumen gut abgestimmtes Holz, jahrgangstypisch bei klarer Frucht und guter Fülle, aus einem Guss.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€
Naturkork

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2023 Caberntet Franc Gillesberg
Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Süßer Tabak, reichhaltig, tiefe Frucht, reife Erdbeeren und Sauerkirschen, ausgereift; Unmengen saftige Frucht, rote reife Beeren, Tiefgang, Power, griffig, herb, fest, recht lang.

Rotwein
Cabernet Franc
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Günter + Regina Triebaumer
7071 Rust
Neuegasse 18

Das Ruster Weingut G(ünter) + R(egina) Triebaumer steht für schillernde Vielfalt, deren Hauptmotiv von bodenständigster Ruster Tradition geprägt ist, bereichert durch vinophile Polyphonie klassischer Weinherkünfte aus aller Welt. Die Entstehungsgeschichte dieses Weinorchesters wurde selbststverständlich durch die Vorgeschichte von Regina und Günter – beide Weinakademiker – maßgeblich geprägt: Sie, einer Golser Winzerfamilie entstammend, gestaltete jahrelang mit in der Weinakademie Österreich, war danach viele Jahre bei einem US-Weinimporteur tätig und schließlich bei Alois Kracher, wo sie beim Aufbau dessen heute renommierten Weinhandels mitwirkte. Er, Sproß einer berühmten Ruster Weinbauerndynastie, die seit 1691 in der Freistadt residierte, machte schon frühzeitig Auslandspraktika, mit Südafrika als Höhepunkt, war danach Vortragender in der Weinakademie Österreich und zudem Mitarbeiter und letzlich Filialleiter bei Wein&Co. Nach ihren beruflichen Extravaganzen übernahmen die beiden 2004 das Familienweingut in Rust. Stolz auf die Ruster Kernkompetenz und zugleich „neugierige Nasen“, schufen sie ein, in seiner ampelographischen Vielfalt einzigartiges, Weinsortiment, in dem Heimat und Fremde ein Zuhause haben. Das Sortiment wurde restrukturiert und über die Jahre durch die Einführung vieler neuer Sorten und Weine bereichert. Dazu gab es einen qualitativen Höhenflug, der den Betrieb bereits vor langem in die burgenländische Elite katapultiert hat und der ungebrochen weiter besteht. Die Weingärten liegen fast zur Gänze in und um Rust – lediglich 1,3 Hektar mit Muskateller stehen in Reginas Heimatgemeinde Gols –, wobei sich die Rebflächen auf viele der Toprieden der Freistadt verteilen. Dazu zählen etwa Geyerumriss, Plachen, und Oberer Wald, aber auch die inzwischen als Monopol bestehende Lage Gillesberg. Im Weißweinbereich gibt es eine starke Präsenz von aromatischen Sorten – neben Muskateller und Sauvignon Blanc wird auch die historische Sorte Furmint kultiviert –, eine wichtige Rolle spielt auch Chardonnay. Im Rotweinsegment dominiert die klassische pannonische Sorte Blaufränkisch, die es in mehreren Kategorien gibt mit den Lagenweinen Oberer Wald und Plachen an der Spitze. Die Liebe zu romanischen – allen voran französischen Edelsorten – wird hier voll ausgelebt: An roten Bordeauxsorten gibt es Cabernet Sauvignon und Franc sowie Merlot, dazu Petit Verdot und Carménère, darüber hinaus Syrah und Tannat sowie Nebbiolo aus dem Piemont und Tempranillo aus Spanien. Die charaktervolle Rotweincuvée namens Weite Welt besteht aus rund zehn Sorten. Weißweinsorten französischer Provenienz gibt es in Gestalt von Viognier aus dem Rhônetal sowie Petit Manseng aus den Pyrenäen. Die Darsteller in diesem experimentellen ampelografischen Spielfeld laufen ab sofort unter Limited Edition. Im Gegensatz zum sehr frühen Jahr 2024, in dem Marillen und Mandeln in der dritten Februarwoche blühten, war 2025 um einen Monat später dran, was sich auch über die weitere Vegetationsperiode fortsetzte. Eine sehr gute Blüte sorgte für gute Erträge. ps

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2025 Riesling Vision Smaragd
Weingut
Högl
Wachau

Fruchtig kräuterige Nase, Ringlotten, Nektarinen, saftige Ananas, Melisse, Koriander; moderate Säure, daneben der weiche Extraktpolster; tolles Potenzial, muss noch zusammenwachsen.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut
Högl
Wachau

Josef & Georg Högl
3620 Spitz
Vießling 31

Der Spitzer Graben – ein in Richtung Waldviertel führendes Seitental der Donau – ist ein gutes Stück individuelle Wachau. Was dort, auf den bis knapp 500 Metern Seehöhe reichenden steilen Weinterrassen unter den Händen von Josef und Georg Högl heranwächst, darf sich nicht selten als Weltklasse bezeichnen. Vornehmlich sind es Grüne Veltliner und Rieslinge, die in dieser speziellen Cool Climate-Zone auf kargen Glimmerschiefer- und Gneisböden zu ihrer Hochform auflaufen. Die längere Verweildauer der Trauben am Rebstock bis zur physiologischen Reife bringt es mit sich, dass hier die Mineralität in den Weinen wesentlich deutlicher in den Vordergrund tritt. 2025 war für das Vater-Sohngespann ein zufriedenstellendes Jahr, wenngleich die Regenfälle im September speziell bei den Rieslingen viel penible Weingartenarbeit einforderten. Insgesamt ist ein Großteil der Weine leichter ausgefallen, mit etwas höheren Säurewerten. „Es war so wie in früheren Jahren“, meinte Georg, der Junior, und spielte damit auf die Zeit vor dem Klimawandel an. „In den höheren Lagen gab‘s von der Mitte aufwärts wesentlich mehr Federspiel-Weine, während die Smaragde vorwiegend aus den unteren, wärmeren Bereichen stammten.“ Neu im Sortiment ist, dass die Weine aus den Alten Parzellen ab heuer erst mit einem Jahr Verspätung in den Verkauf gelangen. Tipp: Der mit fünf Sternen als Topwein ausgezeichnete Grüne Veltliner aus 2024 ist nun erhältlich!

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2025 Roter Veltliner Ried Steinberg
Weingut
Groiß
Wagram

Ruhe und Gelassenheit, Himbeere, Rhabarber, Zitronenverbene, leichtfüßiger Gaumen, Ribisel, Grüner Tee, Himbeere, nie kitschig mit gewissem Druck, im Abgang eine stützende Säure mit schöner Sortentypizität.

Weißwein
Roter Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Groiß
Wagram

Karin und Herbert Groiß
3701 Großweikersdorf
Kleinwiesendorf 24

Karin und Herbert Groiß leben ihre Leidenschaft für Wein mit spürbarer Hingabe. Eng verbunden mit der Natur folgen sie ihren Rhythmen, greifen ihre Stärken auf und formen daraus Jahr für Jahr charakterstarke Weine – und ein Leben im Einklang mit dem Weingarten. In dritter Generation führen sie das Weingut, seit 2019 auch offiziell biologisch zertifiziert, wenngleich der Bio-Gedanke längst tief in der Familie verankert ist. Bewirtschaftet wird aus Überzeugung biologisch – mit dem Ziel eines lebendigen, widerstandsfähigen Weingartens, in dem Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen und Mensch im natürlichen Gleichgewicht stehen. Über Generationen gewachsenes Wissen trifft hier auf die sensible Hand des Winzers, die den Boden versteht und respektiert. Die eindrucksvolle Heimat der Weine ist eine bis zu 20 Meter hohe Geländestufe an den Ufern der einstigen Urdonau. Mächtiger Löss aus der Eiszeit trifft hier auf das pannonische Klima. Die Ried Steinberg, geprägt von Löss und Schotter und südwestlich ausgerichtet, beherbergt Reben im Alter von 20 bis 25 Jahren. Die alten Reben – im Schnitt rund 45 Jahre alt – werden separat gelesen und in 1.600-Liter-Fässern aus Manhartsberger Eiche ausgebaut. So entstehen Weine mit feiner Würze, cremiger Textur und unverwechselbarem Charakter. Jeder Wein trägt seine eigene Handschrift auch sichtbar am Etikett – und zeigt sie im Glas umso deutlicher. Die Serie des Jahrgangs 2025 präsentiert sich geradlinig und harmonisch, mit klarer Frucht, Spannung und einer wunderbar ausbalancierten Struktur aus Gerbstoff und Säure, die für animierenden Trinkfluss sorgt. Besonders die Weine der Ried Steinberg gewinnen mit Zeit und Luft deutlich an Tiefe. Im großen Glas oder in der Karaffe entfalten sie sich Schritt für Schritt, werden feiner, strukturierter und vielschichtiger. Auch die kreativen Etiketten spiegeln diese Vielfalt wider.

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2023 Fortified
Bio-Weingut
Schwarz
Weinviertel

(Ein Likörwein, 100 % Blauer Portugieser) Ein fortifizierter Wein im Stil eines Portweins. Pflaumen, Kirschen, Rumtopf, Schokolade, Alkohol, ähnlich einem Port, gute Annäherung. Süß, fruchtig, saftig, Struktur und Tiefgang. Ein Wein am Beginn seiner Entwicklung!

Rotwein
Blauer Portugieser
-
Naturkork

Bio-Weingut
Schwarz
Weinviertel

Familie Schwarz
2172 Schrattenberg
Kleine Zeile 8

Tel. +43 2555 2544
Fax. -4
office@schwarzwines.com
www.schwarzwines.com

Anna-Maria und Alois Schwarz sind in Schrattenberg zu Hause, einer Rotweininsel im nördlichen Weinviertel. Entsprechend liegt der Schwerpunkt bei den roten Sorten, wenngleich man die Weißweine und – bei passender Witterung – die Süßweine nicht übersehen darf. Der Betrieb ist seit 2011 biologisch zertifiziert, denn der Grundstein für hohe Qualität werde im Weingarten gelegt. Der Keller ist in technischer Hinsicht State of the Art. Sohn Reinold verstärkt das Team und ist nach langen Jahren der Ausbildung, während derer er aber immer im Weingut mitgeholfen hat, nun fix da. Er kümmert sich stark um den Export, der immerhin 40 Prozent ausmacht. Wenn man sich die Kostnotizen der letzten Jahre ansieht, merkt man erst, wie breit das Programm ist. Von allen Sorten gibt es einen klassischen, eine Selection und einen Premium. Und jedes Jahr stechen ein paar andere Weine besonders hervor – weiß, rot, egal welche Kategorie. Familie Schwarz kann auf allen Tasten des Weinflügels groß aufspielen. Hervorheben möchte ich dieses Jahr den St. Laurent Premium 2023 mit seiner Casali-Note und den Fortified 2023, ein Portwein aus Blauer Portugieser.

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2023 WERNER ACHS Reserve
Weingut
Werner Achs
Neusiedlersee

(BF/ME, MAGNUM, 1,5 l Fl.) Schwarze Farbe, das ist großer Rotwein, schon in der Aromatik erkennbar, ein distinguiertes Bukett voller Feinheit, zeugt von adeliger Herkunft, einer außergewöhnlichen Eleganz, zu diesem Wein gibt es keinen Widerspruch – da habe ich noch gar nicht verkostet, feinste Vanille, Johannisbeeren, Brombeeren, Kirschen, Nougat, ein hochfeiner Eichentouch, von männlich-sehniger Struktur, unglaublich tief ohne aufzufallen, da ist nichts zu viel und nichts zu wenig, festes seidiges Tannin, perfekte Säure, stilvolle Würze, der Wein hat 15 % Vol., die niemals erkennbar sind. Das ist wohl höchster Rotwein Adel, von majestätischem Glanz, einer betörenden Ausdruckskraft, einer bedeutenden Intensität und einem samtenen Händedruck. Hier hat man Philosophie im Glas und einen Wein von besonderem Intellekt. Hier waltete ein Meister seines Faches. Ein Künstler, der Wein nicht keltert, sondern malt.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Werner Achs
Neusiedlersee

Werner Achs
7122 Gols
Golberg 5

Also was soll man über einen Winzer berichten, der nur drei Rotweine produziert? Einen Zweigelt Goldberg, den XUR – eine Cuvée – und in großen Jahrgängen den WERNER ACHS Reserve, den es ausschließlich in Magnum Flaschen gibt. Doch könnte man über diese drei Produkte einen Roman schreiben. Der Zweigelt Goldberg – aktuell 2025 – ist – für mich – einer der besten des Landes zu einem überaus günstigen Preis. Der XUR – aus heimischen Rebsorten komponiert – ist immer eine Bank in jedem Jahrgang. So auch der aktuelle 2024er. Ein großartiger Golser Rotwein, der nie enttäuscht und viel Mineralität aufweist. WERNER ACHS Reserve – ein Blend aus Blaufränkisch und Merlot – immer in Magnum – ist ein großer Österreichischer Rotwein. Für mich zur Elite des Landes zählend. Beim Jahrgang 2023 dieses Weines, eine außergewöhnliche Qualität, wird man in der Tat zum Literaten oder Philosophen. Ein inspirierender Rotwein von überragender Feinheit und großer Eleganz. Hier zeigt Meister Achs seine feine Klinge. Jetzt höre ich auf zu schreiben, weil der Rest der Magnum auf mich wartet.

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2022 Solitaire
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

(BF/ME/CS) Vollreife Frucht trifft auf feine Holzstütze, Maulbeeren, Kirschen und Pfeffer, kraftvoll wie ausgewogen, seriöser blend mit Potenzial.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2024 Riesling Ried Heiligenstein 1ÖTW Reserve
Weingut
Steininger
Kamptal

Waldboden, Wildkräuter, rote Pfirsiche, auch Blutorangen und Maracuja; fließt mit kreidig mineralischen Facetten und großzügiger Frucht über den Gaumen; kristallklar, voll lässsiger Eleganz bis ins letzte Zehenspitzerl.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Steininger
Kamptal

Eva Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

Eva und Peter Steininger genießen mit ihrem Betrieb und dem sowohl bei Wein als auch bei Sekt überaus breit gestreuten Angebot eine österreichweite Sonderstellung – und das dank der qualitätsorientierten Bewirtschaftung von Karl Steininger, dem Senior, bereits seit vielen Jahren. Freilich setzt mittlerweile auch die nächste Generation ihre Spuren, denn trotz hohem Qualitätsstandard wird laufend weiter optimiert. Geleitet wird das Weingut heute von Tochter Eva und Schwiegersohn Peter, wobei Erstere sich hauptsächlich um die administrativen Belange und den Verkauf kümmert, während Peter – gelernter Kellermeister und Absolvent der Weinbauschule Krems – sein Zepter in Weingarten und Keller schwingt. Die besondere Liebe zum Wein und allen seinen Facetten und die Hinzunahme neuer Weingärten bringt es mit sich, dass es – entgegen eigener Bestrebungen, das Sortiment nicht noch weiter zu vergrößern – Jahr für Jahr doch ein bisschen mehr wird. „Wir finden es spannend, die Unterschiedlichkeiten der Lagen auch in unseren Weinen zu spüren“, wird uns einhellig beschieden. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling, wo die Reserven mit einem Jahr längerer Reifezeit auf den Markt kommen. Aber auch mit Randsorten wie Muskateller oder Rosé vom Cabernet Sauvignon konnte man bereits mehrfach österreichweite Erfolge erzielen. Neu präsentiert wurde uns heuer auch eine ebenso vielfältige Palette an Schaumweinen – insgesamt neun an der Zahl, und einer besser als der andere. Klar, dass die reinen Riedensekte da meistens die Nase vorn haben, dennoch versteht es auch ein ausgewiesener Sortensekt ohne Lagenklassifikation, in der Phalanx der besten mitzuspielen. Der Sauvignon Blanc begeistert heuer mit Tiefgang und Bilderbuchfrucht und kann mit der Klasse der drei Großen Reserven durchaus mithalten. Offensichtlich bleibt trotz allem damit verknüpften Aufwand noch Platz für weitere Ambitionen. Denn im Vorjahr wurden die Geschicke des Loisiums – der Langenloiser Erlebnis-Weinwelt – zur Gänze in die Hände der Familie gelegt. Die nunmehrige „Steininger Weinwelt“ wird von Lisa Steininger-Fonseca, der Jüngsten des „Dreimäderlhauses“ und Joao, ihrem Gatten geleitet, während sich Peter und Eva um die angeschlossene NÖ-Vinothek kümmern.

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2025 Grüner Veltliner Ried Hintere Point 1ÖTW
Weingut
Unger
Kremstal

Druckvoll, kalkig, elegante Frucht, wie aus einem Guss; schließt nahtlos an, feste Struktur, dabei Spiel und Feinheit, kraftvoll, kalkige Bodentöne im Abgang und im langen Nachhall.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Unger
Kremstal

Petra Unger
3511 Furth
Lindengasse 22

Tel. +43 676 848622822
Fax. +43 2732 76801
office@ungerwein.at
www.ungerwein.at

Der Chemiker Wolfgang Unger legte 1964 den Grundstein für das heutige Weingut. Weil er als Hobby Wein machen wollte, kaufte er die charaktervolle Ried Hinters Kirchl in Stein. Gemeinsam mit seiner Frau Veronika expandierte er den kleinen Betrieb. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1999 übernahm Petra Unger die Verantwortung für das elterliche Weingut. Die Absolventin der Universität für Bodenkultur in Wien verschaffte sich zuvor einen Überblick, was in der weiten Weinwelt so gemacht wird, unter anderem im Zuge eines Praktikums in Napa Valley. Sie ist Mitglied bei den Österreichischen Traditionsweingütern, kurz ÖTW. Seit 2010 gibt es eine Kooperation mit dem Weingut Josef Edlinger, um betriebswirtschaftliche Synergien zu nutzen. Die Weinbereitung ist getrennt. Die Rieden sind beidseits der Donau gelegen, der Großteil davon auf dem Hochplateau beim Göttweiger Berg, wo der Grüne Veltliner vorwiegend in tiefem Löss wurzelt, ausgenommen die mit vielen Steinen durchsetzte Ried Gottschelle. Die Böden der Rieden Gaisberg und Hinters Kirchl jenseits des großen Stromes bei Krems hingegen bestehen aus verwittertem kristallinem Gestein; hier steht der Riesling auf Terrassen mit Natursteinmauern. Die aktuelle Serie ist präzise, fein und trinkanimierend. Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse kommen klar zum Ausdruck. Die Preisgestaltung ist attraktiv.

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2022 Cabernet Franc
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Überbordende Noten von Preiselbeeren, Cassis und Schwarzbrotgewürz, satte Frucht am Gaumen, warme und pikante Eindrücke wechseln, perfektes Holz, viel Sortentypus, tolle Länge.

Rotwein
Cabernet Franc
€€€€€
Naturkork

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2021 Gewürztraminer Ried Hochwarth Große Lage Eruption
Weingut
Müller Klöch
Vulkanland Steiermark

Samtig, rauchig, sehr dunkle Würze, Wacholder, Efeu, tolle Fülle, fast ölig, aromatisch; kraftvoll und wuchtig, sehr lebhaft, supersaftig, vollmundig, gediegene Tanninbegleitung, sehr lang.

Weißwein
Traminer
€€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Müller Klöch
Vulkanland Steiermark

Stefan Müller
8493 Klöch
51

Seit langem Vorzeigeweingut und Leitbetrieb in der historischen Weinbaugemeinde Klöch, besteht das Familienweingut Müller seit gut einem halben Jahrhundert. 1973 von Walter Müller gegründet, wurde dieser später von seinem talentierten Sohn Stefan unterstützt, der inzwischen seit gut 10 Jahren das Weingut mit Partnerin Petra führt. Das Weingut ist Mitglied der renommierten Eruptionswinzer. 2019 wurde über dem in den Hang hineingebauten Keller eine schmucke Vinothek errichtet, wo man Wein verkostend auf der Terrasse einen herrlichen Weitblick genießt. Die Familie Müller verfügt über Weingärten in den Toplagen Hochwarth und Seindl, vielfach altem Rebmaterial bestückt. Beide Rieden weisen von Vulkanit – vorrangig Tuff und Basalt – geprägte Böden mit hohem Tonanteil und roter Farbe (Eisenoxid) auf, wobei die nördlich der Gemeinde gelegene Ried Hochwarth auch Schotteranteile besitzt. Auf der Ried Seindl wird neben Riesling, Chardonnay, Pinot und Sauvignon Blanc auch Gelber Traminer kultiviert, wohingegen die Ried Hochwarth als Top-Terroir für Gewürztraminer gilt. Die nach Gebiets-, Orts- und Riedenweinen gegliederte Palette ist relativ umfangreich und umfasst ein breites Spektrum an regional gängigen Sorten. Wichtigster Einzelwein ist der Weißburgunder Gebietswein. Bei Ortsweinen tragen die Vertreter vom Basalt das Gestein als Zusatzbezeichnung. Traminer in all seinen Spielarten und Varianten, von dem es mittlerweile vier Hektar gibt, stellt aber nach wie vor den ampelografischen Nukleus im Weingut dar. Im milden, eher ertragsarmen Jahr 2024 beschloss Stefan Müller, keine Riedenweine zu füllen. 2025 konnte dafür eine quantitativ höchst zufriedenstellende Ernte in hoher Qualität eingebracht werden.ps

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2023 Riesling Ried Kogelberg 1ÖTW Reserve
Weingut
Steininger
Kamptal

Duftet nach Orangenabrieb, Nadelwald und reifem Steinobst; am Gaumen kühle, profunde Frucht, rauchig mineralische Anklänge und ein Touch Eiche; offenherzig, trinkreif, voll hinreißendem Charme.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Steininger
Kamptal

Eva Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

Eva und Peter Steininger genießen mit ihrem Betrieb und dem sowohl bei Wein als auch bei Sekt überaus breit gestreuten Angebot eine österreichweite Sonderstellung – und das dank der qualitätsorientierten Bewirtschaftung von Karl Steininger, dem Senior, bereits seit vielen Jahren. Freilich setzt mittlerweile auch die nächste Generation ihre Spuren, denn trotz hohem Qualitätsstandard wird laufend weiter optimiert. Geleitet wird das Weingut heute von Tochter Eva und Schwiegersohn Peter, wobei Erstere sich hauptsächlich um die administrativen Belange und den Verkauf kümmert, während Peter – gelernter Kellermeister und Absolvent der Weinbauschule Krems – sein Zepter in Weingarten und Keller schwingt. Die besondere Liebe zum Wein und allen seinen Facetten und die Hinzunahme neuer Weingärten bringt es mit sich, dass es – entgegen eigener Bestrebungen, das Sortiment nicht noch weiter zu vergrößern – Jahr für Jahr doch ein bisschen mehr wird. „Wir finden es spannend, die Unterschiedlichkeiten der Lagen auch in unseren Weinen zu spüren“, wird uns einhellig beschieden. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling, wo die Reserven mit einem Jahr längerer Reifezeit auf den Markt kommen. Aber auch mit Randsorten wie Muskateller oder Rosé vom Cabernet Sauvignon konnte man bereits mehrfach österreichweite Erfolge erzielen. Neu präsentiert wurde uns heuer auch eine ebenso vielfältige Palette an Schaumweinen – insgesamt neun an der Zahl, und einer besser als der andere. Klar, dass die reinen Riedensekte da meistens die Nase vorn haben, dennoch versteht es auch ein ausgewiesener Sortensekt ohne Lagenklassifikation, in der Phalanx der besten mitzuspielen. Der Sauvignon Blanc begeistert heuer mit Tiefgang und Bilderbuchfrucht und kann mit der Klasse der drei Großen Reserven durchaus mithalten. Offensichtlich bleibt trotz allem damit verknüpften Aufwand noch Platz für weitere Ambitionen. Denn im Vorjahr wurden die Geschicke des Loisiums – der Langenloiser Erlebnis-Weinwelt – zur Gänze in die Hände der Familie gelegt. Die nunmehrige „Steininger Weinwelt“ wird von Lisa Steininger-Fonseca, der Jüngsten des „Dreimäderlhauses“ und Joao, ihrem Gatten geleitet, während sich Peter und Eva um die angeschlossene NÖ-Vinothek kümmern.

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2023 Chardonnay Ladies Edition
Weingut
AmSee Pirker-Preisinger
Neusiedlersee

Zwölf Monate im Barrique ausgebaut, burgundische Fülle, Holz spürbar, Vanillenoten mit etwas Würze, viel Oliven, bisschen Fenchel, Herrenpilze; am Gaumen saftig, exotische Fruchtfülle, gebratene Ananas, eingelegte Oliven, gut eingebundenes Holz, Vanillecreme,genügend Säurebiss, attraktive Länge.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Glassstöpsel

Weingut
AmSee Pirker-Preisinger
Neusiedlersee

Franz Pirker
7122 Gols
Neubaugasse 19

Tel. +43 664 75038676
office@wein-amsee.at
www.wein-amsee.at

Schmeißen Sie beim Weingut AmSee die Wein-Normalitäten über Bord. Bei Hobby- und Nebenerwerbswinzer Franz Pirker ist Zeit der Faktor, der den Wein macht. Seine Premiumweine kommen drei bis fünf Jahre nach der Ernte auf den Markt, frühestens. Manch Roter reift sogar für 86 Monate im Barrique. Fass und Reife ist Franz Pirker eben wichtig. 2012 hat Pirker als Quereinsteiger sein Weingutsabenteuer „AmSee“ begonnen. Winzerpartner, wo die Weine entstehen, ist der Golser Helmut Preisinger. Die beiden sind seit langem schon freundschaftlich verbunden. Von Anfang an wichtig war Pirker, nicht die gleiche Weinstilistik wie die Preisinger-Weine zu haben. Daher findet man im Weingut AmSee auch keine Rotweincuvée. Das Thema sei Preisinger überlassen. Was aber Pirker gern hat, neben dem langen Ausbau und der langen Reife der Weine im Keller, ist die Verwendung von kleinen Barriques, dabei fast immer mit einem deutlichem Neuholzanteil. Heuer hat Pirker neben seinem klassischen, jungen Every-Day-Chardonnay eine „Barrique-Schwester“ dazugesetzt – die Ladies Edition. Ein zwölf Monate, im kleinen Fass gereifter Burgunder aus der Lage Goldberg. Seinen Namen hat dieser Chardonnay, weil dieser Wein beim „Fass-Chargen-Aussuchen“ die mitkostenden Damen besonders begeistert hat. Und schon war der Name geboren. Das Pendant zum klassischen Chardonnay in Rot für den Every-Day-Genuss ist der Zweigelt 2024, praktisch ein Lagenwein, weil er vom Golser Goldberg kommt. Bei den Pirker-Premium-Roten ist jetzt der 2021er im Glas. Einerseits hält er hier einen wuchtig-eleganten Blaufränker V36 bereit, bedeutet 36 Monate im Barrique gereift. Andererseits einen gleich lang im Holzfass gelagerten Cabernet Sauvignon aus der Lage Alter Satz. Jüngstes – und zugleich ältestes Schmuckstück AmSee ist ein Blanc de Noir Jahrgangssekt aus 2012, den das Duo Pirker-Preisinger bis heuer auf der Feinhefe reifen gelassen hat und im Frühling 2026 degorgiert hat. Von dieser Schaumwein-Cuvée aus Pinot Noir und Syrah gibt es nur eine kleine, feine Menge, dafür ausschließlich in Magnums – prickelnder Genuss sozusagen gleich groß gedacht. Prädikat empfehlenswert.

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2022 Merlot
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Weichseln und dunkle Maulbeeren in der satten, nahezu undurchdringlichen Aromatik, am Gaumen von wertigem Holz gestützt, dabei feurig und fruchtsüß, vielversprechende Substanz.

Rotwein
Merlot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2024 Beerenauslese Cuvée
Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

(WR/PB/CH/GM – 172 g/l RZ) + Kühle Frucht, sehr duftig, lebhaft, rauchig, Blütenhonig, kandierte Mangos und Melonen, Birnen; ungemein saftig, sehr viel Frucht, mittlerer Körper, ganz frisch, lässig-rassiger Säurebiss, erfrischend, hinten eng, einige Länge. ÖSTERREICH

Süßwein
Cuvée Weiß
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Günter + Regina Triebaumer
7071 Rust
Neuegasse 18

Das Ruster Weingut G(ünter) + R(egina) Triebaumer steht für schillernde Vielfalt, deren Hauptmotiv von bodenständigster Ruster Tradition geprägt ist, bereichert durch vinophile Polyphonie klassischer Weinherkünfte aus aller Welt. Die Entstehungsgeschichte dieses Weinorchesters wurde selbststverständlich durch die Vorgeschichte von Regina und Günter – beide Weinakademiker – maßgeblich geprägt: Sie, einer Golser Winzerfamilie entstammend, gestaltete jahrelang mit in der Weinakademie Österreich, war danach viele Jahre bei einem US-Weinimporteur tätig und schließlich bei Alois Kracher, wo sie beim Aufbau dessen heute renommierten Weinhandels mitwirkte. Er, Sproß einer berühmten Ruster Weinbauerndynastie, die seit 1691 in der Freistadt residierte, machte schon frühzeitig Auslandspraktika, mit Südafrika als Höhepunkt, war danach Vortragender in der Weinakademie Österreich und zudem Mitarbeiter und letzlich Filialleiter bei Wein&Co. Nach ihren beruflichen Extravaganzen übernahmen die beiden 2004 das Familienweingut in Rust. Stolz auf die Ruster Kernkompetenz und zugleich „neugierige Nasen“, schufen sie ein, in seiner ampelographischen Vielfalt einzigartiges, Weinsortiment, in dem Heimat und Fremde ein Zuhause haben. Das Sortiment wurde restrukturiert und über die Jahre durch die Einführung vieler neuer Sorten und Weine bereichert. Dazu gab es einen qualitativen Höhenflug, der den Betrieb bereits vor langem in die burgenländische Elite katapultiert hat und der ungebrochen weiter besteht. Die Weingärten liegen fast zur Gänze in und um Rust – lediglich 1,3 Hektar mit Muskateller stehen in Reginas Heimatgemeinde Gols –, wobei sich die Rebflächen auf viele der Toprieden der Freistadt verteilen. Dazu zählen etwa Geyerumriss, Plachen, und Oberer Wald, aber auch die inzwischen als Monopol bestehende Lage Gillesberg. Im Weißweinbereich gibt es eine starke Präsenz von aromatischen Sorten – neben Muskateller und Sauvignon Blanc wird auch die historische Sorte Furmint kultiviert –, eine wichtige Rolle spielt auch Chardonnay. Im Rotweinsegment dominiert die klassische pannonische Sorte Blaufränkisch, die es in mehreren Kategorien gibt mit den Lagenweinen Oberer Wald und Plachen an der Spitze. Die Liebe zu romanischen – allen voran französischen Edelsorten – wird hier voll ausgelebt: An roten Bordeauxsorten gibt es Cabernet Sauvignon und Franc sowie Merlot, dazu Petit Verdot und Carménère, darüber hinaus Syrah und Tannat sowie Nebbiolo aus dem Piemont und Tempranillo aus Spanien. Die charaktervolle Rotweincuvée namens Weite Welt besteht aus rund zehn Sorten. Weißweinsorten französischer Provenienz gibt es in Gestalt von Viognier aus dem Rhônetal sowie Petit Manseng aus den Pyrenäen. Die Darsteller in diesem experimentellen ampelografischen Spielfeld laufen ab sofort unter Limited Edition. Im Gegensatz zum sehr frühen Jahr 2024, in dem Marillen und Mandeln in der dritten Februarwoche blühten, war 2025 um einen Monat später dran, was sich auch über die weitere Vegetationsperiode fortsetzte. Eine sehr gute Blüte sorgte für gute Erträge. ps

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2024 Sauvignon Blanc Ried Sernauberg
Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Elegant, Senfsaat, Einlegegewürze, subtile Frucht; auch im Geschmack so, strukturiert, zartes Säurenetz, Frucht und Würze eng verwoben, trinkanimierend bei guter Länge.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Naturkork

Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Roland Riegelnegg
8462 Gamlitz
Steinbach 62

Auf dem Weingut Riegelnegg Olwitschhof arbeiten zwei Generationen Hand in Hand. Die Formkurve zeigt stetig nach oben. Im Jahr 2017 hat Roland gemeinsam mit seiner Frau Martina den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Im Jahr 2021 wurde er mit dem 2018er Ried Sernauberg Exzellenz in der Kategorie oaked Weltmeister beim Concours Mondial du Sauvignon. Der junge Weinmacher über sich selbst: „Meine Leidenschaft ist der Ausbau von Weißweinen in Holzfässern, vorzugsweise Sauvignon und Chardonnay.“ Die steile Ried Sernauberg weist zum Teil merklich unterschiedliche Parzellen auf. Die Beschaffenheit des Untergrundes reicht von Sand über Lehm bis hin zu Muschelkalk. Großes Ansehen genießen die Parzellen mit blauem Opok, ein verfestigter Lehm mit hohem Tonanteil und niedrigem Kalkgehalt. Die Vegetationsperiode ist lang, die Nächte kühl. Das fördert die Aromatik. Die Familie besitzt auch Anteile an der renommierten Ried Welles, einer Kessellage mit einem kargen Boden aus felsigem Schotterkonglomerat und einer humosen Deckschicht. Die aktuelle Serie zeigt sortentypische Gebietsweine. Die preislich moderat darüber angesiedelten Ortsweine rechtfertigen diese geringe Differenz voll und ganz. Sie sind ungewöhnlich fein. Noch mehr gilt das für die Riedenweine. Den Sauvignon Blanc Ried Sernauberg Ollwitsch und den Chardonnay Exzellenz aus der gleichen Lage haben wir letztes Jahr schon vorgestellt. Die zusätzliche Flaschenreife ist ihnen sehr gut bekommen.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -