Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2023 In Signo Sagittarii
Kellerei In Signo Leonis
Heribert Bayer
Mittelburgenland

(BF) Elegantes Sortenbukett mit kühlem Touch, Frucht und feinkörnige Gewürzaromen; schließt aromatisch und charakterlich nahtlos an, präzise strukturiert, viel kühle Frucht à la Kirschen, feinmaschiges Gerbstoffnetz, null Schwere, im langen Abgang kommen die Aromen vom Bukett wieder.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Kellerei In Signo Leonis
Heribert Bayer
Mittelburgenland

Heribert Bayer
7311 Neckenmarkt
Wirtschaftspark 5

Tel. +43 2610 42644
Fax. -4
bayer@weinfreund.at
www.weinfreund.at

Heribert Bayer hatte sich als Negociant und Berater aufstrebender burgenländischer Rotweinwinzer einen Namen gemacht. Auf der Suche nach Trauben für seinen eigenen Wein wurde er am Neckenmarkter Hochberg fündig. Man schrieb das Jahr 1997, als die Cuvée im Zeichen des Löwen – In Signo Leonis – das Licht der Welt erblickte und aus dem Stand heraus reüssierte. Es folgten weitere Weine, die nach Sternzeichen benannt wurden, wie In Signo Tauri oder In Signo Sagittarii. 2002 wurde die moderne Kellerei in Neckenmarkt gebaut, 2004 erweitert. Heute führt sein Sohn Patrick mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein den Betrieb. Die Basis des Sortiments bildet die Serie Zeitlos, gefolgt von EX-QUI-SIT, an der Spitze der Pyramide stehen die Signo-Weine, die Sternzeichen. Abgerundet wird das Angebot durch Sekte und einen Rosé. In ausgesucht guten Jahren gibt es zusätzlich den Chardonnay Albatros und die rote Cuvée Herzblut, deren nunmehr siebte Ausgabe, Jahrgang 2019, in den Verkauf kommt, nachdem der Wein 48 Monate in Holzfässern ausgebaut wurde und dann in der Flasche weiter reifen durfte. Neu ist die Cuvée Zeitlos, ein wertiger und gut verständlicher Rotwein mit fair kalkuliertem Preis. Alle Rotweine werden in Neckenmarkt vinifiziert, die Weißweine ausnahmslos in Rust. Dank des großzügigen Flaschenlagers sind auch ältere Jahrgänge erhältlich. Im Rahmen des Projektes ZERONIMO werden alkoholfreie Weine hergestellt.

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2023 GSTK Ried Pössnitzberg Alte Reben Chardonnay
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Kündigt schon im Bukett Tiefgang und sehnige Substanz an, zarteste Gewürzaromen angedeutet, vom Boden geprägt; schließt nahtlos an, feinmaschiges Säurenetz, subtiles Spiel mit dem Holz, welches sich erst im langen Abgang dezent bemerkbar macht, elegante Frucht hinten auf dem Gaumen und im langen Nachhall, in sich ruhend, völlig unplakativ.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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2024 2024 Gemischter Satz Terrassen 1958
Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

(NB/RI/GV) hier spürt man die Erde des Weingartens, reife Aromen, Zitrus, Marillen, Mango, Ananas, Birnen, Pfeffer, Kräuter, Nüsse, feinstes Karamell, dezent rauchig, klirrende Säure, der zieht unheimlich am Gaumen, immer mit Kühle, immer mit dem gewissen Etwas, druckvoll, straff, faszinierend. Ein unfassbar grandioser Wein voller Spannkraft.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€€€
Naturkork

Weingut
Martin und Anna Arndorfer
Kamptal

Martin und Anna Arndorfer
3491 Straß im Straßertale
Weinbergweg 16

Im Weingut Arndorfer wird unterschieden zwischen Weinhof Weinen, Charakterweinen und Naturweinen. In der Qualität gibt es keine Unterschiede. Es sind großartige, überaus authentische Kamptaler Weine, in denen man den Geschmack der Traube und der Lage erkennen kann. Es sind Weine, die nur so strotzen vor Leben. Absolut ungeschminkt. Voller Vitalität, Ausdruckskraft und immer von Frische durchzogen. Zumeist ohne Filtration, immer mit perfekten Säuren, strukturiert und tiefgründig. Weine, die sich nicht sofort öffnen. Weine, die Luft, Zeit und Geduld einfordern. Es sind Weine, vor denen ich nur warnen kann. Wer diese einmal probiert, ist ihnen verfallen. Nur ein Beispiel: 2024 Gemischter Satz Terrassen 1958 – eben im Jahr 1958 gepflanzt. Dies ist ein unfassbarer Wein, den man nicht erklären kann. Auch nicht sollte. Bei solch einem Wein bekommt man Einblick in höhere Sphären. Hier wandert man durch die Gezeiten. Man vergisst Zeit und Raum. Man ist für eine Bouteille Zeit in einer anderen Welt. In diese Kerbe schlägt ebenfalls der 23 Alte Reben rot, ein Zweigelt, welcher in internationalen Gewässern fischt. Erinnert mich an beste Bordeaux Weine, ohne diese zu kopieren. An diesem Beispiel erkennt man, wozu der Zweigelt fähig ist. Also, bitte nicht diese Weine probieren, da ihr danach nicht mehr dieselben seid.

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2025 Grüner Veltliner Ried Käferberg
Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Sanft, kündigt Substanz an, leise Bodentöne, sortentypische Würze, dezente Apfelnote; schließt fruchtbetont an, Schmelz, noble Würze, zartes Säurenetz, im langen Abgang und im Nachhall macht sich der Boden bemerkbar.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Manfred Steinschaden
3553 Schiltern
Obere Straße 32

„Wein ist mehr als ein Produkt, es ist eine Familientradition“, lautet das klare Bekenntnis der Familie Steinschaden, die seit Generationen hier verwurzelt ist. Aktuell führt Manfred Steinschaden Regie, unterstützt von seiner Frau Sabine und den Eltern Hermine und Johann. Alle ziehen an einem Strang. Mit den Söhnen Alexander und Simon steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern. Großen Wert legt die Familie auf nachhaltige Bewirtschaftung. Die warme und windgeschützte Ried Käferberg ist prädestiniert für Grünen Veltliner. Auf engstem Raum finden sich kristalline Gesteine wie Amphibolit, Gneis und Schiefer, Tonmergel und Kies. In der Ried Fahnberg wurzeln die Reben in verwitterten Gesteinen der Böhmischen Masse wie Gneis, Quarzit, Amphibolit und Serpentinit. Der Boden ist trocken und sandig mit hohem Grobanteil. Stellenweise ist auch Löss anzutreffen. In der Ried Dechant herrscht Löss vor. Die aktuelle Serie ist ausnahmslos sorten- und herkunftstypisch. Dabei sind die Weine ausgesprochen preiswert. Dem letztes Jahr schon vorgestellten Grünen Veltliner Ried Dechant ist die zusätzliche Flaschenreife merklich bekommen.

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2024 Grüner Veltliner Ried Brunnthal 1ÖTW
Weingut
Leth
Wagram

Florale Nase, Lavendel, Wiesenkräuter, Rubinette Apfel, klar strukturierter Gaumen, kompakt und elegant, Spannung durch schwarzen Pfeffer, Schwarzbrotrinde, Mostapfel, ein kerniger Wein mit Druck, Struktur und perfektem Ausdruck der Herkunft, mit viel Gefühl.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Leth
Wagram

Franz Leth
3481 Fels am Wagram
Kirchengasse 6

Mitten im Wagram, dieser sanft abfallenden Lösslandschaft von bis zu 20 Metern Mächtigkeit, arbeitet die Familie seit drei Generationen mit viel Leidenschaft, Idealismus und Innovationsgeist im Weinbau. Der fruchtbare Löss, entstanden aus eiszeitlichen Winden auf dem Urgestein der Donau, versorgt die Reben tief aus dem Boden mit Wasser und Nährstoffen. Gemeinsam mit dem pannonischen Klima entstehen so charaktervolle, terroirgeprägte Weine mit Würze, Eleganz und feiner Cremigkeit – vom Grünen bis zum traditionellen Roten Veltliner. Seit 2006 ist Franz Junior fixer Bestandteil des Betriebs und verantwortet Keller und Weingärten. Vater Franz Senior bringt weiterhin Erfahrung, Exportwissen und tatkräftige Unterstützung ein – und gemeinsam wird regelmäßig verkostet, denn gute Weine entstehen im Team. Der Wagram ist ihre Heimat und ihr Profil: rund 60 Prozent Grüner Veltliner, 15 Prozent Roter Veltliner, ergänzt durch Riesling, Sankt Laurent, Pinot Noir und Zweigelt. Die Ortsweine aus Fels erscheinen erst ab Ende Jänner und zeigen viel Ruhe und Reife. Vergoren wird im Edelstahltank, die besten Partien reifen spontan in großen Akazienholzfässern vom Manhartsberg. Seit dem Jahrgang 2021 ist das Weingut biologisch zertifiziert, alle Weine sind zudem vegan. Der höchste Punkt, der Schafflerberg, steht für mineralische Finesse, während Brunnthal mit seiner Mischung aus Kalk und Löss elegante Rieslinge sowie charaktervolle Rotweine hervorbringt – etwa den Sankt Laurent Reserve 2023 und den Zweigelt Gigama 2023. Beide werden teils mit ganzen Trauben vergoren und reifen rund 10 bis 14 Tage auf der Maische in 600-Liter-Fässern, was ihnen Tiefe und Konzentration verleiht. Besonders spannend zeigt sich der Jahrgang 2025: ein jugendlicher Grüner Veltliner vom Schafflerberg, ein balancierter Roter Veltliner aus der Ried Fumberg und erstmals der Riesling Schillingsberg 2025, der mit Ruhe und Vielschichtigkeit viel Trinkfreude bereitet. Die Weine reifen generell ein Jahr im großen Holz und zeigen dabei klar Herkunft, Stil und Struktur. Gelesen wird ausschließlich von Hand – aus Überzeugung und Qualitätsanspruch. Rund 80 Prozent der Produktion gehen in den Export. Ein besonderes Herzensprojekt ist der „Garten“ von Franz Leth Senior: Vor 30 Jahren begann er, nahezu vergessene Rebsorten zu sammeln. Heute wachsen dort über 250 Sorten aus Österreich, Europa und Übersee – liebevoll gepflegt und dokumentiert. Die gesamte Kollektion zieht sich wie ein roter Faden durch: ruhig, klar, zurückhaltend und doch mit innerer Festigkeit. Eine Handschrift, die Lust auf mehr macht.

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2023 Ried Rosenberg 1ÖTW
Weingut
Familie Pimpel
Carnuntum

(90% ZW / 10% ME, 
2000 gepflanzt) Zweigelt und Merlot wurden miteinander gelesen (quasi ein Gemischter Satz), feine Paradeisernote, elegant, mineralisch, kühle Kirsch-Cassis-Nase; getrocknete Kräuter, feingliedrig, feminin, immer kühl unterlegt, viel Stil, viel Charakter. Gute Zukunft!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Familie Pimpel
Carnuntum

Gerhard und Maximilian Pimpel
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 19

Gerhard Pimpel mit Frau Angelika und Sohn Max sind für mich eine echte Entdeckung, und das nach mehr als 25 Jahren in der Branche. Die meisten der Weine, die ich dieses Jahr zum Kosten bekam, öffnen für mich ein Fenster in die Zukunft: viel Sortentypik, viel Tiefgründigkeit und immer mit einer großartigen Mineralik unterlegt, die die Weine fein ziseliert und elegant präsentiert. Der Fokus von Gerhard Pimpel lag immer im Weingarten. Dort soll die Basis gelegt werden für ausdrucksstarke Weine. Sohn Max ist frisch von der Weinbauschule zurück und präsentiert zum dritten Mal zwei eigene Weine, nämlich Göttlesbrunn weiß und Göttlesbrunn rot – und legt gleich mal ein Schipperl oben drauf. Der Göttlesbrunn rot brilliert mit unbändiger Mineralität. Die Rotweinstars sind diesmal der Zweigelt Bärnreiser, der Blaufränkisch Schüttenberg sowie der Merlot Optime – alle mit viel Mineralität und Klasse! Und zum Schluss gab es dann noch einen köstlichen Chardonnay Rosenberg 2024 von Martin Pimpel, das Gesellenstück vom jüngeren Sohn. Iuventus ad portas.

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2023 GSTK Ried Pössnitzberger Kapelle I Chardonnay
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Betont kalkig, präzise, fokussiert, hauchzarte Gewürzaromen und elegante Frucht; aromatisches Dacapo, feingliedrig, Tiefgang, zarte Säure und ein Hauch Gerbstoff geben Struktur, große Länge, beachtliche Reserven, steht erst am Anfang.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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2024 Grüner Veltliner Ried Scheiben 1ÖTW
Weingut
Leth
Wagram

Bezaubernder Ausdruck in der Nase, Heublumen, gelbe Birne, Mandarine, Pomelo, einladender Gaumen, weißer Pfirsich, langer Pfeffer, gelber Apfel, Propolis, wachsig, Tannin vom Weißen Tee, ruhiger, trotzdem ausdrucksstarker Wein, der sich mit Luft öffnet, würziger ausgewogener Abgang mit gewissem Druck und Strahlkraft.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Leth
Wagram

Franz Leth
3481 Fels am Wagram
Kirchengasse 6

Mitten im Wagram, dieser sanft abfallenden Lösslandschaft von bis zu 20 Metern Mächtigkeit, arbeitet die Familie seit drei Generationen mit viel Leidenschaft, Idealismus und Innovationsgeist im Weinbau. Der fruchtbare Löss, entstanden aus eiszeitlichen Winden auf dem Urgestein der Donau, versorgt die Reben tief aus dem Boden mit Wasser und Nährstoffen. Gemeinsam mit dem pannonischen Klima entstehen so charaktervolle, terroirgeprägte Weine mit Würze, Eleganz und feiner Cremigkeit – vom Grünen bis zum traditionellen Roten Veltliner. Seit 2006 ist Franz Junior fixer Bestandteil des Betriebs und verantwortet Keller und Weingärten. Vater Franz Senior bringt weiterhin Erfahrung, Exportwissen und tatkräftige Unterstützung ein – und gemeinsam wird regelmäßig verkostet, denn gute Weine entstehen im Team. Der Wagram ist ihre Heimat und ihr Profil: rund 60 Prozent Grüner Veltliner, 15 Prozent Roter Veltliner, ergänzt durch Riesling, Sankt Laurent, Pinot Noir und Zweigelt. Die Ortsweine aus Fels erscheinen erst ab Ende Jänner und zeigen viel Ruhe und Reife. Vergoren wird im Edelstahltank, die besten Partien reifen spontan in großen Akazienholzfässern vom Manhartsberg. Seit dem Jahrgang 2021 ist das Weingut biologisch zertifiziert, alle Weine sind zudem vegan. Der höchste Punkt, der Schafflerberg, steht für mineralische Finesse, während Brunnthal mit seiner Mischung aus Kalk und Löss elegante Rieslinge sowie charaktervolle Rotweine hervorbringt – etwa den Sankt Laurent Reserve 2023 und den Zweigelt Gigama 2023. Beide werden teils mit ganzen Trauben vergoren und reifen rund 10 bis 14 Tage auf der Maische in 600-Liter-Fässern, was ihnen Tiefe und Konzentration verleiht. Besonders spannend zeigt sich der Jahrgang 2025: ein jugendlicher Grüner Veltliner vom Schafflerberg, ein balancierter Roter Veltliner aus der Ried Fumberg und erstmals der Riesling Schillingsberg 2025, der mit Ruhe und Vielschichtigkeit viel Trinkfreude bereitet. Die Weine reifen generell ein Jahr im großen Holz und zeigen dabei klar Herkunft, Stil und Struktur. Gelesen wird ausschließlich von Hand – aus Überzeugung und Qualitätsanspruch. Rund 80 Prozent der Produktion gehen in den Export. Ein besonderes Herzensprojekt ist der „Garten“ von Franz Leth Senior: Vor 30 Jahren begann er, nahezu vergessene Rebsorten zu sammeln. Heute wachsen dort über 250 Sorten aus Österreich, Europa und Übersee – liebevoll gepflegt und dokumentiert. Die gesamte Kollektion zieht sich wie ein roter Faden durch: ruhig, klar, zurückhaltend und doch mit innerer Festigkeit. Eine Handschrift, die Lust auf mehr macht.

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2024 Weißburgunder Cru Reserve Best of Jassek
Winzer
Jassek
Weinviertel

Aufregend aromatisches Bukett nach gerösteten Mandeln und Vanille, Birnenkompott, Kräuter, Walnüsse, reife Mango, Mandarinenzesten, süße Extrakte, Kraft und Volumen, cremig, Finesse, unvergleichliche Eleganz im langen Abgang.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Winzer
Jassek
Weinviertel

Christian Jassek
2053 Ragelsdorf
16

Christian Jassek, ein spätberufener Winzer, übernahm nach 20 Jahren bei Wein & Co den Betrieb. Es ist einer, der weit über den Tellerrand hinausschaut. Er versteht Weinbereiten als Handwerk. So definiert Jassek seinen Beruf. Für ihn ein Traumberuf, wenn auch seine Arbeitsstätte kein Dach hat. Von 0,2 Hektar auf 7 aufgestockt, kultiviert er heute 10 Hektar mit seiner „Handwerkerei“. Die Qualität kommt vom Weingarten, im Keller wird nicht eingegriffen. Die Handschrift des Winzers ist sehr deutlich – Weine mit Finesse, Eleganz und Struktur. Seine Jahrgänge zeigen ihren Charakter recht eindrucksvoll – geradlinig ohne Schnick-Schnack. Christian Jassek lebt und liebt die Natur mit allen Herausforderungen der Winzerarbeit und produziert mit viel Herzblut besondere Weinqualitäten, die im Gedächtnis bleiben. Seinen Weißburgunder Cru Reserve 2024 bezeichnet er seiner Vollreife wegen als Ragelsdorfer Montrachet. Mit seinen Rotweinen bietet er eine Freak-Show und zeigt, was das Weinviertel auf diesem Sektor kann. Christian Jassek macht keine Rotwein-Geheimtipps mehr, er produziert Rotwein Plus Varianten mit seinem Jasseto, Jassicaia und Schatzberg Merlot 2016. Rotwein-Qualitäten von bemerkenswerter Tiefe, Eleganz, Aroma, Struktur, Finesse, Dichte und Harmonie. Der Jasseto beispielsweise ist eine Kreation aus seiner Lieblingsrebsorte Merlot, sozusagen sein Herzblatt mit rigoroser Ertragsreduktion, eine Selektion, die zehnmal durch die Hände geht, 18 Monate im kleinen Fass aus Burgund ausgebaut wird. Nach angemessener Flaschenreife wird er für den Genuss frei gegeben.

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2024 Roter Veltliner Ried Kreimelberg
Weingut
Setzer
Weinviertel

Glockenklares komplexes Bukett orange-gelber Früchte; wohlig am Gaumen, mit eleganter Kraft, Vielfalt im kühlen Aromaspektrum, pikante Tropenfrüchte und Marille, Kriecherl und bisschen Klementinengelee, geschmeidig und doch diszipliniert, feingliedrig und vital, Mandelbiskuit, die fruchtige Säure und die feine Mineralität geben freudigen Trinkfluss, ein grandioser Sortenvertreter mit endlosem Nachhall.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut
Setzer
Weinviertel

Familie Setzer
3472 Hohenwarth
Hauptstraße 64

Das Familienweingut Setzer wird seit 320 Jahren von der Familie bewirtschaftet und das erworbene Wissen stets an die Nachkommen weitergegeben. Auch heute arbeiten die kompetenten Kinder von Hans und Uli Setzer – Marie-Theres und Eugen – erfolgreich daran, Tradition mit Fortschritt zu verbinden. Die konsequent naturnahe Bewirtschaftung führte zur Zertifizierung als„Nachhaltig Austria“-Betrieb sowie als „European Vegetarian“-Betrieb. Die heute wichtig gewordene Höhenlage der Weingärten auf 400 Metern sorgt für spürbare Temperaturunterschiede, die ein ausgeprägtes Fruchtaroma der Trauben fördern und zudem vor Spätfrost schützen. Die über 60 Jahre alten Rebstöcke versorgen die Trauben mit Mineralstoffen und Wasser aus den schottrigen Braunerdeböden. Dieses einzigartige Terroir ist wie geschaffen für Grünen und Roten Veltliner. Deshalb werden diese Sorten sowohl beschwingt trinkfreudig als auch zu komplexen Top-Lagenweinen ausgebaut, wie der heuer wieder besonders gelungene 2024 Grüne Veltliner Weinviertel DAC der 1ÖTW Ried Laa 8000 und der 2024 Roter Veltliner Ried Kreimelberg eindrucksvoll beweisen.

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2023 Rote Trilogie
Weingut
Grenzhof – Fiedler
Leithaberg, Rust & Rosalia

(ZW/BF/CS) Viel Waldbeerenaromatik, Brombeere, Cassis, Schwarzkirsche, vollmundig, dicht, viel Fruchtcharme, pfeffrige Würze, kernig, ausgewogen, Blutorange, reifes Tannin, samtig im langen Nachhall.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Grenzhof – Fiedler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Bernhard Fiedler
7072 Mörbisch am See
Weinzeile 2

Bernhard Fiedler ist ein erfahrener Winzer, der den goldenen Mittelweg eines traditionell gemäßigten modernen Ausbaustils perfekt beherrscht. Als Vortragender an der Weinakademie und aktiver wie kristischer Wein-Blogger beweist er Jahr für Jahr in seinen Weingärten eine sichere Hand, die Sortenspezifität in Verbindung mit den jeweiligen Terroirbesonderheiten um Mörbisch pointiert herauszuarbeiten. Die diversen Weißweine der Burgundersorten begeistern in der klassischen Ausbauweise mit vitaler Fruchtfrische. Der Pinot Blanc von der Toplage Wieser überzeugt mit mineralischer Strahlkraft und Verve, die vom Schieferboden samt Quarz-Gneis-Einschlüsse stammt. Bei den beiden Chardonnay Varietäten zeigt der Duett ein mehr an Ziselierung, die Reserve präsentiert sich mit viel Fruchttiefe mit feiner Cremigkeit im Finish. Die Ortsweine vom Zweigelt und Blaufränkisch präsentieren sich mit feiner Frucht und Trinkigkeit. Die Top-Blaufränkisch Reserve zeigt sich in sortentypischer Fruchttiefe mit feiner Würze und die Rote Trilogie ist von Jahr zu Jahr eine sichere Bank eines vorbildhaften Sortenblends mit harmonischem Fruchtschmelz und kerniger Mitte. Dies alles mit einem vorbildhaften Preis-Qualitätsverhältnis. Als süsses Juwel sei hier die Sorte Traminer vorgehoben, die in sortentypischer Dichte mit viel Säurefrische höchstes Trinkvergnügen garantiert.

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2019 Herzblut
Kellerei In Signo Leonis
Heribert Bayer
Mittelburgenland

(70 % BF / 20 % ME / 5 % ZW / CS) Dezent rauchig, viel dunkle Frucht, ruhig strömend und gelassen, Schwarzkirschen, Zwetschken, hochreife Cassisbeeren, feinkörnige Gewürzaromen dahinter; schließt mit dieser vielschichtigen Aromatik nahtlos an, Tiefgang, feingewobenes Gerbstoffnetz, zartes Säurespiel sorgt für Leben und Trinkfluss, Holz perfekt integriert, präzise, im langen Nachhall Frucht, Würze und feine Adstringenz.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Kellerei In Signo Leonis
Heribert Bayer
Mittelburgenland

Heribert Bayer
7311 Neckenmarkt
Wirtschaftspark 5

Tel. +43 2610 42644
Fax. -4
bayer@weinfreund.at
www.weinfreund.at

Heribert Bayer hatte sich als Negociant und Berater aufstrebender burgenländischer Rotweinwinzer einen Namen gemacht. Auf der Suche nach Trauben für seinen eigenen Wein wurde er am Neckenmarkter Hochberg fündig. Man schrieb das Jahr 1997, als die Cuvée im Zeichen des Löwen – In Signo Leonis – das Licht der Welt erblickte und aus dem Stand heraus reüssierte. Es folgten weitere Weine, die nach Sternzeichen benannt wurden, wie In Signo Tauri oder In Signo Sagittarii. 2002 wurde die moderne Kellerei in Neckenmarkt gebaut, 2004 erweitert. Heute führt sein Sohn Patrick mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein den Betrieb. Die Basis des Sortiments bildet die Serie Zeitlos, gefolgt von EX-QUI-SIT, an der Spitze der Pyramide stehen die Signo-Weine, die Sternzeichen. Abgerundet wird das Angebot durch Sekte und einen Rosé. In ausgesucht guten Jahren gibt es zusätzlich den Chardonnay Albatros und die rote Cuvée Herzblut, deren nunmehr siebte Ausgabe, Jahrgang 2019, in den Verkauf kommt, nachdem der Wein 48 Monate in Holzfässern ausgebaut wurde und dann in der Flasche weiter reifen durfte. Neu ist die Cuvée Zeitlos, ein wertiger und gut verständlicher Rotwein mit fair kalkuliertem Preis. Alle Rotweine werden in Neckenmarkt vinifiziert, die Weißweine ausnahmslos in Rust. Dank des großzügigen Flaschenlagers sind auch ältere Jahrgänge erhältlich. Im Rahmen des Projektes ZERONIMO werden alkoholfreie Weine hergestellt.

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2024 Riesling Reserve Ried Rohrendorfer Windleithen
Weinmanufaktur
Wandraschek
Kremstal

Zitrus, Orangen, Mango, Marille, Pfirsich, Blütenhonig, saftig, seidig, fruchtig, frisch, Finesse, schwungvoll, sehr elegant, perfekte Säure. Ein Riesling mit Trinklust und Klasse.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weinmanufaktur
Wandraschek
Kremstal

Gregor Wandraschek
3500 Krems
Landersdorfer Straße 67

Ein Boutique Weingut mit gerade mal 2,5 Hektar Rebfläche. Die Wandrascheks machen Weine, die so richtig gut sind. In Weiß und vor allem in Rot. Schon im Jahr 1995 wurde Cabernet Sauvignon – damals in Krems vor dem Klimawandel ein wagemutiges Unterfangen – gepflanzt. Heute hat das Weingut ein Standing in Rotweinkompetenz wie kaum ein anderes in dieser Region. Beginnen tut es jedoch mit Weiß: Der Grüner Veltliner Wachtberg stellt sich blendend dar. Ernsthaft wird es mit 2024: Grüner Veltliner Reserve Ried Kögl, Riesling Reserve Ried Rohrendorfer Windleithen und neu Weissburgunder Reserve Ried Wachtberg. Zwei schöne Rosés: 2025 Cuvée und 2022 Selection. Bei den Roten regiert der Jahrgang 2021: Ich liebe den Pinot Noir, ich schätze die Cuvée Les Trois, die beiden Varietäten Merlot und Cabernet Sauvignon verblüffen in ihrer Art, gesteigert vom Cabernet Sauvignon Grande Reserve. Dann gibt es noch die 2021 Grande Cuvée Nr 1 – Syrah und Merlot – die sich im Herbst von seiner besten Seite zeigen wird. Ein charaktervoller 2020 Sekt Extra Brut Blanc de Noir gehört unbedingt auf die Tafel. .

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2024 Chardonnay Grande Reserve
Weingut
Krug
Thermenregion

Frisch, gute Tiefe, schon erwartungsvoll; sehr würzig, pikante Säure, grüne Olivenpaste, exotische Fruchtrichtung, Mandarinen, wirkt trotz seiner Jugend recht ausgewogen, braucht großes Glas und Belüftung, mittellang bis lang, Potenzial.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Krug
Thermenregion

Gustav Krug
2352 Gumpoldskirchen
Kirchenplatz 1

Tel. +43 676 845666100
office@krug.at
www.krug.at

Gleich unterhalb der Kirche gelegen, ist Krug eine Institution. Und wäre man nicht in einem Weinort, wäre das Alte Zechhaus der Familie Krug so etwas wie der Kirchenwirt. Der Krug-Heurige ist eine beliebte Anlaufstelle für saisonelles bodenständiges Essen. Winzer Gustav Krug, der den Betrieb schrittweise an seine Tochter und den Schwiegersohn übergibt, fungiert nach wie vor als Gastgeber, der sich um den Wein kümmert – und hier ist ihm wichtig, dass Krug ein „Gutsweingut“ ist, das heißt, nur Weine aus seinen 30 Hektar keltert. Bei Krugs Weinen merkt man eine kleine Kurskorrektur – sie sind leichter geworden: „Wir sind generell mit dem Alkohol etwas runter gegangen“, sagt Gustav Krug. Geschafft habe er das durch eine zeitigere Ernte. Weiters schaut Krug seit jeher, dass alle Weine, egal ob im Stahltank oder Holz ausgebaut, von der ersten Minute an Trinkvergnügen bieten. Die gesamte Weinpalette kann man gemütlich im Alten Zechhaus kosten.

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2023 Dankbarkeit Grande Cuvée
Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

(CS/ME/CF) Würzige, junge Bordeaux-Sortencuvée, Cassis, dunkle Schokolade, viel Holz-Würze; süßfruchtige Art, Herzkirschen, Brombeeren, Ribiseln, Linzer Torte, saftig und relativ ausgewogen, gute Länge. Potenzial!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Christine & Andreas Glück
7141 Podersdorf
P.A. Winklergasse 30

Im Weingut zur Dankbarkeit geht es steil bergauf: Andreas und Christine Glück überzeugen beim jungen Jahrgang 2025 mit frisch-fruchtigen Weinen mit herzhafter Säurestruktur. Egal ob Welschriesling, Muskat oder Grüner Veltliner – die Weine glänzen mit viel Trinkanimo und Sommerfrische. Das lässt sich am besten bei einem Besuch in Podersdorf in dem schmucken Buschenschank des Glücks kosten. Es gibt eine reichhaltige Weinpalette – die seit jeher im Weingut zur Dankbarkeit burgundisch geprägt ist. Die Burgunder in Weiß und Rot machen 45 Prozent aus. Ein Thema ist auch der Süßwein, ist doch Podersdorf das Tor in den Seewinkel. Winzer Andreas Glücks Anspruch im Weinmachen wächst von Jahr zu Jahr. Das gilt für den Grünen Veltliner, den er in einer leichten und einer kräftigen Version hochhält, beim Rotwein versucht er mit seiner Grande Cuvée das ganze Potenzial auszureizen. Es bleibt spannend in der Dankbarkeit!

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2023 Blaufränkisch Reserve Ried Goldberg
Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Herkunft unverkennbar, elegante Melange aus dunkler Frucht und Würze, Zirbe; schließt nahtlos an, zartes Säurespiel, feingewobenes Gerbstoffnetz, Finesse und Balance, Trinkanimo, ernsthaft ohne Schwere.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Naturkork

Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Bernhard Ernst
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 21

Bernhard Ernst hat sein Profil über die Jahre behutsam und konsequent geschärft. Als junger Winzer hat er 2005 seine ersten Weine in der Garage seiner Eltern vinifiziert. Schon früh legte er größten Wert auf Herkunft und Ernsthaftigkeit. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia baute er den kleinen Familienbetrieb zu einem modernen Weingut um. „Gesund müssen die Böden sein“, lautet sein Credo. Mittlerweile ist der Betrieb bio-zertifiziert. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch, wenngleich andere Rebsorten wie zum Beispiel Cabernet Sauvignon mit der gleichen Hingabe kultiviert und erfolgreich vinifiziert werden. Die renommierte Ried Hochberg mit ihren alten Reben, sandigem Lehmboden und hohem Kalkgehalt begünstigt Blaufränkisch mit klarer, kühler Frucht. Auch der bekannte Goldberg ist kalkhaltig, die schwere Lehmschicht ist bis zu zwei Meter dick. Die Reben der Ried Fabian auf dem Deutschkreutzer Hochplateau wurden 1949 ausgepflanzt. Hier weht meist ein kühler Wind, was trotz des üppigen Untergrundes aus Lehm Weine mit frischer, klarer Frucht ermöglicht. Die Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, davor teilweise im Stahltank. Für die Topweine kommt auch neues Holz zum Einsatz, Gebinde mit 500 Litern Inhalt ebenso wie Barriques. Für den Zion und den La Mission verwendet der Winzer ausschließlich kleine Eichenfässer. Die Weine der Linie Sideways stellen rigorose Selektionen aus den einzelnen Rieden dar. Es gibt sie nur in sehr guten Jahren. Ein bemerkenswert eleganter und präziser Wein im aktuellen Portfolio ist der 2023 Zion Weiß, der ein Jahr auf der Vollhefe ausgebaut und wöchentlich umgerührt wurde. Die heuer vorgestellte Serie zeigt klar die Handschrift von Bernhard Ernst. Da ist nichts Schweres, Feinheit steht vor Wucht, die Herkunft ist klar definiert.

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2025 Riesling Ried Fahnberg
Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Nobel, helles Steinobst, feingliedrig, zarte Bodentöne; schließt aromatisch und charakterlich nahtlos an, feinkörnige Säure, präzise strukturiert, zarter Schmelz, ohne jegliche Üppigkeit, vom Boden geprägt, super Trinkfluss. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Manfred Steinschaden
3553 Schiltern
Obere Straße 32

„Wein ist mehr als ein Produkt, es ist eine Familientradition“, lautet das klare Bekenntnis der Familie Steinschaden, die seit Generationen hier verwurzelt ist. Aktuell führt Manfred Steinschaden Regie, unterstützt von seiner Frau Sabine und den Eltern Hermine und Johann. Alle ziehen an einem Strang. Mit den Söhnen Alexander und Simon steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern. Großen Wert legt die Familie auf nachhaltige Bewirtschaftung. Die warme und windgeschützte Ried Käferberg ist prädestiniert für Grünen Veltliner. Auf engstem Raum finden sich kristalline Gesteine wie Amphibolit, Gneis und Schiefer, Tonmergel und Kies. In der Ried Fahnberg wurzeln die Reben in verwitterten Gesteinen der Böhmischen Masse wie Gneis, Quarzit, Amphibolit und Serpentinit. Der Boden ist trocken und sandig mit hohem Grobanteil. Stellenweise ist auch Löss anzutreffen. In der Ried Dechant herrscht Löss vor. Die aktuelle Serie ist ausnahmslos sorten- und herkunftstypisch. Dabei sind die Weine ausgesprochen preiswert. Dem letztes Jahr schon vorgestellten Grünen Veltliner Ried Dechant ist die zusätzliche Flaschenreife merklich bekommen.

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2024 Roter Veltliner Ried Felser Scheiben 1ÖTW
Weingut
Leth
Wagram

Kletzenbrot, Hagebuttentee umschmeicheln die Nase, druckvoller Gaumen, Honigwabe, Salzkaramell, kandierte Nüsse und Grapefruit, der Wein bleibt trotzdem fest zusammen und bringt mit einer Vielschichtigkeit viel Druck, im Abgang kommt eine feine Limette, die einen Kick bringt.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Leth
Wagram

Franz Leth
3481 Fels am Wagram
Kirchengasse 6

Mitten im Wagram, dieser sanft abfallenden Lösslandschaft von bis zu 20 Metern Mächtigkeit, arbeitet die Familie seit drei Generationen mit viel Leidenschaft, Idealismus und Innovationsgeist im Weinbau. Der fruchtbare Löss, entstanden aus eiszeitlichen Winden auf dem Urgestein der Donau, versorgt die Reben tief aus dem Boden mit Wasser und Nährstoffen. Gemeinsam mit dem pannonischen Klima entstehen so charaktervolle, terroirgeprägte Weine mit Würze, Eleganz und feiner Cremigkeit – vom Grünen bis zum traditionellen Roten Veltliner. Seit 2006 ist Franz Junior fixer Bestandteil des Betriebs und verantwortet Keller und Weingärten. Vater Franz Senior bringt weiterhin Erfahrung, Exportwissen und tatkräftige Unterstützung ein – und gemeinsam wird regelmäßig verkostet, denn gute Weine entstehen im Team. Der Wagram ist ihre Heimat und ihr Profil: rund 60 Prozent Grüner Veltliner, 15 Prozent Roter Veltliner, ergänzt durch Riesling, Sankt Laurent, Pinot Noir und Zweigelt. Die Ortsweine aus Fels erscheinen erst ab Ende Jänner und zeigen viel Ruhe und Reife. Vergoren wird im Edelstahltank, die besten Partien reifen spontan in großen Akazienholzfässern vom Manhartsberg. Seit dem Jahrgang 2021 ist das Weingut biologisch zertifiziert, alle Weine sind zudem vegan. Der höchste Punkt, der Schafflerberg, steht für mineralische Finesse, während Brunnthal mit seiner Mischung aus Kalk und Löss elegante Rieslinge sowie charaktervolle Rotweine hervorbringt – etwa den Sankt Laurent Reserve 2023 und den Zweigelt Gigama 2023. Beide werden teils mit ganzen Trauben vergoren und reifen rund 10 bis 14 Tage auf der Maische in 600-Liter-Fässern, was ihnen Tiefe und Konzentration verleiht. Besonders spannend zeigt sich der Jahrgang 2025: ein jugendlicher Grüner Veltliner vom Schafflerberg, ein balancierter Roter Veltliner aus der Ried Fumberg und erstmals der Riesling Schillingsberg 2025, der mit Ruhe und Vielschichtigkeit viel Trinkfreude bereitet. Die Weine reifen generell ein Jahr im großen Holz und zeigen dabei klar Herkunft, Stil und Struktur. Gelesen wird ausschließlich von Hand – aus Überzeugung und Qualitätsanspruch. Rund 80 Prozent der Produktion gehen in den Export. Ein besonderes Herzensprojekt ist der „Garten“ von Franz Leth Senior: Vor 30 Jahren begann er, nahezu vergessene Rebsorten zu sammeln. Heute wachsen dort über 250 Sorten aus Österreich, Europa und Übersee – liebevoll gepflegt und dokumentiert. Die gesamte Kollektion zieht sich wie ein roter Faden durch: ruhig, klar, zurückhaltend und doch mit innerer Festigkeit. Eine Handschrift, die Lust auf mehr macht.

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2022 Zierfandler Grande Reserve
Weingut
Krug
Thermenregion

Zartes Nougat, rauchig-würzig, Speckfisolen, knackige Frische; exotische Frucht, zart fruchtsüß, Mango, Quitten, Blutorangen, jugendlich mit noch vorlautem Toasting, rauchig, hinten cremige Vanille, Kakao- und Kaffeenoten, Blütenhonig.

Weißwein
Zierfandler
€€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Krug
Thermenregion

Gustav Krug
2352 Gumpoldskirchen
Kirchenplatz 1

Tel. +43 676 845666100
office@krug.at
www.krug.at

Gleich unterhalb der Kirche gelegen, ist Krug eine Institution. Und wäre man nicht in einem Weinort, wäre das Alte Zechhaus der Familie Krug so etwas wie der Kirchenwirt. Der Krug-Heurige ist eine beliebte Anlaufstelle für saisonelles bodenständiges Essen. Winzer Gustav Krug, der den Betrieb schrittweise an seine Tochter und den Schwiegersohn übergibt, fungiert nach wie vor als Gastgeber, der sich um den Wein kümmert – und hier ist ihm wichtig, dass Krug ein „Gutsweingut“ ist, das heißt, nur Weine aus seinen 30 Hektar keltert. Bei Krugs Weinen merkt man eine kleine Kurskorrektur – sie sind leichter geworden: „Wir sind generell mit dem Alkohol etwas runter gegangen“, sagt Gustav Krug. Geschafft habe er das durch eine zeitigere Ernte. Weiters schaut Krug seit jeher, dass alle Weine, egal ob im Stahltank oder Holz ausgebaut, von der ersten Minute an Trinkvergnügen bieten. Die gesamte Weinpalette kann man gemütlich im Alten Zechhaus kosten.

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2022 PRIVAT Cabernet Franc
Weinmanufaktur
Follner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Das ist enorm Tannin betonter Rotwein, unglaublicher Stoff, rauchig, tiefgründig, straffe Struktur, viel Boden, total eng, präsente Säure, rot-und schwarzbeerig, Himbeeren, Brombeeren, schwarze Kirschen, Johannisbeeren, Veilchen, Pfeffer, salzig, enorme Struktur, ewig lang abgehend. Potenzial für die nächsten 20 Jahre. Ungemein standfest! Geht mit Luft so richtig auf.

Rotwein
Cabernet Franc
€€€€€€
Naturkork

Weinmanufaktur
Follner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Dagmar und Dr. Ludwig Follner
1140 Wien
Anzengruberstraße 77

Tel. +43 664 3019295
office@follner.com
www.follner.at

Wenn einem das Wein Virus erwischt, ist man rettungslos verloren. Dieses Schicksal ist den Follners widerfahren. Somit gründeten die beiden ihr Weingut im Jahr 2006, ihre Weinmanufaktur in Rust, und bewirtschaften biologisch Weingärten im Ruster Hügelland in reiner Handarbeit. Nach dem Motto: Große Weine entstehen im Weingarten und nicht im Keller. Wie recht sie haben. Wie soll man die Weine beschreiben? Es sind enorm standfeste, ausdrucksstarke, langlebige außergewöhnliche Gewächse, welche jahrzehntelang größtes Vergnügen bereiten. Als Beispiel möchte ich den 2022 PRIVAT Cabernet Franc heranziehen. Der hat gerade seine Reise in ein neues vinarisches Universum angetreten. Daneben stelle ich 2021 LEBENSLUST Merlot und den 2019 LIEBE PUR Cuvée. Es sind Weine, welche ein internationales Standing haben. Verblüfft hat mich der 2018 LEBENSLUST Merlot, der den heißen Jahrgang nicht verleugnet. Da dachte ich, dass dieser Wein nicht mehr lange durchhalten wird. Er hat mich eines Besseren belehrt. Der verengte sich nach Stunden in der Karaffe und ging ab wie eine Rakete. Die großen Rotweine dieser Weinmanufaktur sollten erst nach einigen Jahren Flaschenreife genossen oder eben zeitgerecht dekantiert werden.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -