Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2022 Merlot
Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Kühl, dunkelfruchtig, Brombeeren, Schwarzkirschen, hauchzarte Gewürznote; schließt nahtlos an, zarter Tanningrip, Säurespiel gibt Leben, gute Länge, trinkanimierend, cool climate.

Rotwein
Merlot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Roland Riegelnegg
8462 Gamlitz
Steinbach 62

Auf dem Weingut Riegelnegg Olwitschhof arbeiten zwei Generationen Hand in Hand. Die Formkurve zeigt stetig nach oben. Im Jahr 2017 hat Roland gemeinsam mit seiner Frau Martina den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Im Jahr 2021 wurde er mit dem 2018er Ried Sernauberg Exzellenz in der Kategorie oaked Weltmeister beim Concours Mondial du Sauvignon. Der junge Weinmacher über sich selbst: „Meine Leidenschaft ist der Ausbau von Weißweinen in Holzfässern, vorzugsweise Sauvignon und Chardonnay.“ Die steile Ried Sernauberg weist zum Teil merklich unterschiedliche Parzellen auf. Die Beschaffenheit des Untergrundes reicht von Sand über Lehm bis hin zu Muschelkalk. Großes Ansehen genießen die Parzellen mit blauem Opok, ein verfestigter Lehm mit hohem Tonanteil und niedrigem Kalkgehalt. Die Vegetationsperiode ist lang, die Nächte kühl. Das fördert die Aromatik. Die Familie besitzt auch Anteile an der renommierten Ried Welles, einer Kessellage mit einem kargen Boden aus felsigem Schotterkonglomerat und einer humosen Deckschicht. Die aktuelle Serie zeigt sortentypische Gebietsweine. Die preislich moderat darüber angesiedelten Ortsweine rechtfertigen diese geringe Differenz voll und ganz. Sie sind ungewöhnlich fein. Noch mehr gilt das für die Riedenweine. Den Sauvignon Blanc Ried Sernauberg Ollwitsch und den Chardonnay Exzellenz aus der gleichen Lage haben wir letztes Jahr schon vorgestellt. Die zusätzliche Flaschenreife ist ihnen sehr gut bekommen.

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2025 Grüner Veltliner Eichenstaude
Weingut
Kurt Angerer
Kamptal

(Schotter/Kalk) Kräuterwürze, weißer Pfeffer, Tabak, reife Marille, tolle Würze, elegantes Volumen, angenehme Säure, filigrane Noten, feine Frucht, in sich harmonisch.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Kurt Angerer
Kamptal

Kurt Angerer
3552 Lengenfeld
Annagasse 101

Sieben Weine – 2025 Grüner Veltliner – siebenmal sich förmlich überschlagend mit Lob. Schon der wichtigste Wein des Hauses, der Kies – von diesem Wein gibt es die meisten Flaschen – performt perfekt. Höchst attraktiv, feinster Trinkfluss, da trinkt man gerne das eine oder andere Glas mehr. Mein persönlicher Herzenswein ist der Spies – ein Wein von hoher Mineralität. Beim Loam wird man fast melancholisch. Eine wahre Schönheit voller exotischer Früchte und betörendem Ausdruck. Demjenigen, den dieser Wein nicht schmeckt, ist wohl nicht zu helfen. Selbiges könnte man von der Eichenstaude behaupten. Ein wahrlich schöner Grüner Veltliner mit allen positiven Attributen dieser Sorte. An Dramatik nicht zu überbieten sind die beiden Grüner Veltliner – einmal unfiltriert, einmal White Granite –, welche wahre Weltklasse repräsentieren. Von einer unglaublichen Ausdrucksstärke, einer Eleganz und Struktur, die einen staunen lässt. Der Sekt kommt ebenfalls von dieser Varietät. Ein kompakter, knochentrockener Schaumwein von außergewöhnlicher Qualität. Bis zu 70 Jahre alte Grüner Veltliner Reben stehen in den Weingärten von Kurt Angerer. Durchschnittsalter 30-35 Jahre. Kurt Angerer ist der kompromissloseste Qualitätsfanatiker, den ich kenne. Vor allem bei sich selbst. Es gibt keinen kritischeren Winzer bei seinen Weinen wie eben ihn. Dabei ist er selbst absolut kritikfähig. Konsequent – unangepasst – polarisierend – all diese Dinge machen Kurt Angerer aus. Dass Kurt Angerer seine Nase im Wind trägt und sich für die Weine dieser Welt interessiert, zeugt der Umstand, dass er mit den verschiedensten internationalen Rebsorten in seinen Weingärten experimentiert.

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2023 Muskateller Sekt
Weingut
Steininger
Kamptal

Ansprechende Muskatnase, Trauben, Holunderbeeren; später auch wilde Malven, Tapenade; für alle, die ein bisschen „mehr“ schmecken wollen.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€€
Naturkork

Weingut
Steininger
Kamptal

Eva Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

Eva und Peter Steininger genießen mit ihrem Betrieb und dem sowohl bei Wein als auch bei Sekt überaus breit gestreuten Angebot eine österreichweite Sonderstellung – und das dank der qualitätsorientierten Bewirtschaftung von Karl Steininger, dem Senior, bereits seit vielen Jahren. Freilich setzt mittlerweile auch die nächste Generation ihre Spuren, denn trotz hohem Qualitätsstandard wird laufend weiter optimiert. Geleitet wird das Weingut heute von Tochter Eva und Schwiegersohn Peter, wobei Erstere sich hauptsächlich um die administrativen Belange und den Verkauf kümmert, während Peter – gelernter Kellermeister und Absolvent der Weinbauschule Krems – sein Zepter in Weingarten und Keller schwingt. Die besondere Liebe zum Wein und allen seinen Facetten und die Hinzunahme neuer Weingärten bringt es mit sich, dass es – entgegen eigener Bestrebungen, das Sortiment nicht noch weiter zu vergrößern – Jahr für Jahr doch ein bisschen mehr wird. „Wir finden es spannend, die Unterschiedlichkeiten der Lagen auch in unseren Weinen zu spüren“, wird uns einhellig beschieden. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling, wo die Reserven mit einem Jahr längerer Reifezeit auf den Markt kommen. Aber auch mit Randsorten wie Muskateller oder Rosé vom Cabernet Sauvignon konnte man bereits mehrfach österreichweite Erfolge erzielen. Neu präsentiert wurde uns heuer auch eine ebenso vielfältige Palette an Schaumweinen – insgesamt neun an der Zahl, und einer besser als der andere. Klar, dass die reinen Riedensekte da meistens die Nase vorn haben, dennoch versteht es auch ein ausgewiesener Sortensekt ohne Lagenklassifikation, in der Phalanx der besten mitzuspielen. Der Sauvignon Blanc begeistert heuer mit Tiefgang und Bilderbuchfrucht und kann mit der Klasse der drei Großen Reserven durchaus mithalten. Offensichtlich bleibt trotz allem damit verknüpften Aufwand noch Platz für weitere Ambitionen. Denn im Vorjahr wurden die Geschicke des Loisiums – der Langenloiser Erlebnis-Weinwelt – zur Gänze in die Hände der Familie gelegt. Die nunmehrige „Steininger Weinwelt“ wird von Lisa Steininger-Fonseca, der Jüngsten des „Dreimäderlhauses“ und Joao, ihrem Gatten geleitet, während sich Peter und Eva um die angeschlossene NÖ-Vinothek kümmern.

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2025 Gelber Muskateller Furth
Weingut
Unger
Kremstal

Unverkennbar, freundlich, Holunderblüten, gelbe Zitrusfrüchte, Muskatnuss; schließt so an, quicklebendig, hinten und im Abgang betont fruchtig, pfeift.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Unger
Kremstal

Petra Unger
3511 Furth
Lindengasse 22

Tel. +43 676 848622822
Fax. +43 2732 76801
office@ungerwein.at
www.ungerwein.at

Der Chemiker Wolfgang Unger legte 1964 den Grundstein für das heutige Weingut. Weil er als Hobby Wein machen wollte, kaufte er die charaktervolle Ried Hinters Kirchl in Stein. Gemeinsam mit seiner Frau Veronika expandierte er den kleinen Betrieb. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1999 übernahm Petra Unger die Verantwortung für das elterliche Weingut. Die Absolventin der Universität für Bodenkultur in Wien verschaffte sich zuvor einen Überblick, was in der weiten Weinwelt so gemacht wird, unter anderem im Zuge eines Praktikums in Napa Valley. Sie ist Mitglied bei den Österreichischen Traditionsweingütern, kurz ÖTW. Seit 2010 gibt es eine Kooperation mit dem Weingut Josef Edlinger, um betriebswirtschaftliche Synergien zu nutzen. Die Weinbereitung ist getrennt. Die Rieden sind beidseits der Donau gelegen, der Großteil davon auf dem Hochplateau beim Göttweiger Berg, wo der Grüne Veltliner vorwiegend in tiefem Löss wurzelt, ausgenommen die mit vielen Steinen durchsetzte Ried Gottschelle. Die Böden der Rieden Gaisberg und Hinters Kirchl jenseits des großen Stromes bei Krems hingegen bestehen aus verwittertem kristallinem Gestein; hier steht der Riesling auf Terrassen mit Natursteinmauern. Die aktuelle Serie ist präzise, fein und trinkanimierend. Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse kommen klar zum Ausdruck. Die Preisgestaltung ist attraktiv.

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2025 Riesling Gezwitscher Die Stieglitze
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Vornehme Aromatik, öffnet sich langsam, Steinobst; zarte Marillenfrucht, hochelegant, feine Säure, stoffig, die 25er Rieslinge brauchen Zeit.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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2022 Zweigelt vom kleinen Eichenfass
Bio-Weingut
H. u. M. Hofer
Weinviertel

Feinherb, Johannisbeere, ruhig; saftige Kirsche, Rumtopf, gute Länge, Trinkfreude!

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Bio-Weingut
H. u. M. Hofer
Weinviertel

Manfred Ottendorfer & Florian Hofer GesbR
2214 Auersthal
Neubaugasse 66

Hermann und Maria Hofer waren vor Jahrzehnten die Vorreiter für biologischen Weinbau nicht nur in diesem Gebiet, sondern in ganz Niederösterreich, und haben über die Jahre viele Winzer beeinflusst. Für die kontinuierliche Arbeit gab es 2022 die Auszeichnung als Österreichs bester BIO-Produzent bei der Berliner Wein Trophy. Seit 2022 ist der Schwiegersohn und Quereinsteiger Manfred Ottendorfer neu im Betrieb, steuert mit dem Grünen Veltliner Fred.dO seinen eigenen Wein bei, und bringt sich mittlerweile voll ein. Mit dem Jahrgang 2025 ist auch Sohn Florian Hofer eingecheckt, und bringt zusätzlich neuen Schwung. Ab der ersten Probe merkt man, dass auch 2025 der positive Trend anhält. Alle Weine sind pointiert, fruchtbetont und frisch. Hervorheben möchte ich die drei Grünen Veltliner aus dem Jahrgang 2025, die sowohl die Sorte, als auch die Region schön repräsentieren. Der Blütenmuskateller glänzt durch seine Würze, der Naturwein Origin durch sein Fruchtaroma, und beide bieten viel Trinkvergnügen. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß es hier auch feine, süffige Rotweine und viele PIWI (pilzwiderstandsfähige) Sorten gibt, mit welchen seit Jahren experimentiert wird, was man denn daraus Köstliches machen kann. Zwei alkoholfreie Schaumweine mit dem Namen Perlenspiel sowie ein köstlicher Verjus runden das Programm ab.

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2025 Gelber Muskateller
Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Duftiges Muskatbukett, hocharomatisch ohne Kitsch, Litschi, Holunder- und Rosenblüten, Limette, Zitronenmelisse, zügige Säure, Waldmeisterkraut, animierend mit Charme.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Schwarzböck
2102 Hagenbrunn
Hauptstraße 56–58

Anita und Rudolf Schwarzböck bewirtschaften 23 Hektar Rebfläche, welche sich im Weinviertel und in Wien befindet. Also Lagen, deren Terroir höchst unterschiedlich ist und damit die vielfältig ausdrucksstarken Weine des Familienweinguts Schwarzböck hervorbringen. Dem liegt auch zugrunde, dass Anita und Rudolf Schwarzböck den Weinbau seit Jahren nach biologisch-organischen Richtlinien betreiben. Für den dazu erforderlichen gesunde Boden und die optimale Betreuung der Rebstöcke sorgen beide mit viel Liebe. Dazu bringt eine gefühlvolle Behandlung der Trauben im Keller klare und vitale Weine mit hoher Sortentypizität hervor, verbunden mit dem Charakter ihrer Herkunft.

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2024 le H 2024 Hárslevelü
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Gelber Apfel, weiße Ribiseln, hefig-jugendlich, geschmacklich dezent nussig unterlegte Frucht, schlanke Mitte,typische Pikanz, guter Biss nach hinten.

Blauburger
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2025 Sauvignon Blanc St. Anna
Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Feine Reduktion, schotig, hell, Stachelbeeren, Zitrus, Hollerblüten; pikant, toller Biss, viel Frucht, feiner Gerbstoff, lang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Daniel Pfeifer
8354 St. Anna am Aigen
Plesch 43a

„Wir Leben für den Genuss“ lautet die Philosophie im Weingut Pfeifer, und an dieser lässt die Familie alle Weinfreunde und sonstigen Genussgäste teilnehmen. Das oberhalb der Gemeinde St. Anna in Höhenlage situierte Gut bietet einen atemberaubenden Panoramablick ins Vulkanland. Jüngst wurde ein reizvoller wie funktioneller Neubau eröffnet, der als Vinothek und Präsentationsraum fungiert, vor allem aber auch den flüssigen und festen Genussmomenten gewidmet ist. Hier kann man sich durch das vielgestaltige Sortiment an hochwertigen Weinen kosten und dazu köstliche Schmankerln inklusive verführerischer Süßspeisen von Daniel Pfeifers Lebenspartnerin und Diplomsommelière Lisa Krispel genießen, die 2023 Gault-Millau Patissière des Jahres war. Im Familienweingut Pfeifer werken zwei Generationen. Seit 2010 im Betrieb tätig, hat sich Daniel Pfeifer als Kellermeister mit Können und Fingerspitzengefühl schon längst etabliert, wobei er schon lange auf separaten Ausbau der einzelnen Parzellen setzt. Schon vor Jahren hat er sich dem sanften Rebschnitt verschrieben, der von Vater Alois und dem Weingartenteam perfekt umgesetzt wird. Das Sortiment an Charakterweinen ist nach dem hiesigen DAC-System in Gebiets-, Orts- und Riedenweine gegliedert. Herzstück des Betriebs ist die insgesamt 26 Hektar umfassende Ried Schemming, von der man gut ein Drittel bewirtschaftet. Die vielfältige Hanglage westlich von St. Anna am Aigen unterhalb des Hochstradner Kogels neigt sich von Südwest nach Osten und verfügt über vielfältige Bodenformationen. Das aktuelle Sortiment umfasst Gebietsweine aus 2025, einige 2025er Ortsweine kommen im Herbst, die restlichen sind aus 2024; die Riedenweine aus 2023 (Herbst) und 2022. ps

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2023 Cabernet Sauvignon Rosé Sekt
Weingut
Steininger
Kamptal

Exklusiv schon die roségoldende Farbe, duftet köstlich nach roten Erdbeeren, Biskuits, Kokosflocken und dunkler Karamellcreme; hat Esprit und Eleganz.

Blauburger
€€€€
Naturkork

Weingut
Steininger
Kamptal

Eva Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

Eva und Peter Steininger genießen mit ihrem Betrieb und dem sowohl bei Wein als auch bei Sekt überaus breit gestreuten Angebot eine österreichweite Sonderstellung – und das dank der qualitätsorientierten Bewirtschaftung von Karl Steininger, dem Senior, bereits seit vielen Jahren. Freilich setzt mittlerweile auch die nächste Generation ihre Spuren, denn trotz hohem Qualitätsstandard wird laufend weiter optimiert. Geleitet wird das Weingut heute von Tochter Eva und Schwiegersohn Peter, wobei Erstere sich hauptsächlich um die administrativen Belange und den Verkauf kümmert, während Peter – gelernter Kellermeister und Absolvent der Weinbauschule Krems – sein Zepter in Weingarten und Keller schwingt. Die besondere Liebe zum Wein und allen seinen Facetten und die Hinzunahme neuer Weingärten bringt es mit sich, dass es – entgegen eigener Bestrebungen, das Sortiment nicht noch weiter zu vergrößern – Jahr für Jahr doch ein bisschen mehr wird. „Wir finden es spannend, die Unterschiedlichkeiten der Lagen auch in unseren Weinen zu spüren“, wird uns einhellig beschieden. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling, wo die Reserven mit einem Jahr längerer Reifezeit auf den Markt kommen. Aber auch mit Randsorten wie Muskateller oder Rosé vom Cabernet Sauvignon konnte man bereits mehrfach österreichweite Erfolge erzielen. Neu präsentiert wurde uns heuer auch eine ebenso vielfältige Palette an Schaumweinen – insgesamt neun an der Zahl, und einer besser als der andere. Klar, dass die reinen Riedensekte da meistens die Nase vorn haben, dennoch versteht es auch ein ausgewiesener Sortensekt ohne Lagenklassifikation, in der Phalanx der besten mitzuspielen. Der Sauvignon Blanc begeistert heuer mit Tiefgang und Bilderbuchfrucht und kann mit der Klasse der drei Großen Reserven durchaus mithalten. Offensichtlich bleibt trotz allem damit verknüpften Aufwand noch Platz für weitere Ambitionen. Denn im Vorjahr wurden die Geschicke des Loisiums – der Langenloiser Erlebnis-Weinwelt – zur Gänze in die Hände der Familie gelegt. Die nunmehrige „Steininger Weinwelt“ wird von Lisa Steininger-Fonseca, der Jüngsten des „Dreimäderlhauses“ und Joao, ihrem Gatten geleitet, während sich Peter und Eva um die angeschlossene NÖ-Vinothek kümmern.

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2025 Sauvignon Blanc Furth
Weingut
Unger
Kremstal

Bilderbuch-Bukett, Stachelbeeren, Cassislaub, schwarze Johannisbeeren; auch auf dem Gaumen so, animierendes Säurespiel, mittleres Gewicht, Trinkfluss.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Unger
Kremstal

Petra Unger
3511 Furth
Lindengasse 22

Tel. +43 676 848622822
Fax. +43 2732 76801
office@ungerwein.at
www.ungerwein.at

Der Chemiker Wolfgang Unger legte 1964 den Grundstein für das heutige Weingut. Weil er als Hobby Wein machen wollte, kaufte er die charaktervolle Ried Hinters Kirchl in Stein. Gemeinsam mit seiner Frau Veronika expandierte er den kleinen Betrieb. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1999 übernahm Petra Unger die Verantwortung für das elterliche Weingut. Die Absolventin der Universität für Bodenkultur in Wien verschaffte sich zuvor einen Überblick, was in der weiten Weinwelt so gemacht wird, unter anderem im Zuge eines Praktikums in Napa Valley. Sie ist Mitglied bei den Österreichischen Traditionsweingütern, kurz ÖTW. Seit 2010 gibt es eine Kooperation mit dem Weingut Josef Edlinger, um betriebswirtschaftliche Synergien zu nutzen. Die Weinbereitung ist getrennt. Die Rieden sind beidseits der Donau gelegen, der Großteil davon auf dem Hochplateau beim Göttweiger Berg, wo der Grüne Veltliner vorwiegend in tiefem Löss wurzelt, ausgenommen die mit vielen Steinen durchsetzte Ried Gottschelle. Die Böden der Rieden Gaisberg und Hinters Kirchl jenseits des großen Stromes bei Krems hingegen bestehen aus verwittertem kristallinem Gestein; hier steht der Riesling auf Terrassen mit Natursteinmauern. Die aktuelle Serie ist präzise, fein und trinkanimierend. Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse kommen klar zum Ausdruck. Die Preisgestaltung ist attraktiv.

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2023 Grüner Veltliner Ried Brunnthal Reserve
Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Kandierte Mandeln, Hollunderblüte, Marillenconfit, ausdrucksstark und körperreich, geröstete Walnuss, Mostapfel, Honigwabe, Schwarztee, schwarzer Pfeffer, stützende Säure bringt Schwung in diesen Kaftlackl, der mit Luft feiner und strukturierter wird.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Horst & Gerhard Kolkmann
3481 Fels am Wagram
Kremserstraße 53

Tel. +43 2738 2436
office@kolkmann.at
www.kolkmann.at

Das Weingut Kolkmann ist ein echtes Familienprojekt, in dem vier Generationen mit viel Leidenschaft und Zusammenhalt zusammenarbeiten. In Fels am Wagram bewirtschaftet die Familie ihre Weingärten auf fruchtbaren Lössböden, die den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Seit 2021 wird der Betrieb organisch-biologisch geführt und trägt zudem das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“. Eine besondere Rolle spielen Grüner und Roter Veltliner, die mit viel Feingefühl ausgebaut werden. Gleichzeitig prägen Vielfalt und Individualität das Sortiment. Die Gebietsweine vermitteln die typische Frische und Trinkfreude des Wagram. In den Ortsweinen zeigt sich die Ausdruckskraft der Felser Lössböden, etwa im charaktervollen Felser Grünen Veltliner. Die Riedenweine stammen aus den besten Lagen des Hauses. In der Ried Brunnthal entstehen auf Lehm- und Lössböden eindrucksvolle Grüne und Rote Veltliner mit Tiefe und Eleganz. Der Riesling aus der Ried Fumberg überzeugt mit präziser Sortentypizität und viel Trinkfreude. Für den Grünen Veltliner Brunnthal Reserve kommen 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche zum Einsatz, die dem Wein zusätzliche Struktur und Finesse verleihen. Zu den besonderen Highlights zählen der Rote Veltliner Ried Scheiben Reserve sowie der Weißburgunder Fels, der im großen ungarischen Eichenfass ausgebaut wird und sich harmonisch und vielschichtig präsentiert. Der Jahrgang 2025 zeigt sich laut Horst Kolkmann komplett und regionaltypisch – frisch, elegant und mit moderatem Alkohol.

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2025 Sauvignon Blanc Der Schmetterling
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Dieser Sauvignon Blanc deckt das ganze Aromaspektrum ab, das man sich von dieser Sorte erwarten kann: gelber Paprika, Holunderblüten, Grapefruit, Cassis; fein und dicht gewoben, Aromaexplosion, guter Zug, das ist wirklich fein!

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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2025 Grüner Veltliner Ried Zellerndorfer Längen
Familienweingut
Honsig
Weinviertel

Fruchtig, würzig, delikates Pfefferl, angenehme Extrakte, Apfel und Birne, Zitronengras und Grapefruit, ausgewogener Körper und Säure, frischer jugendlicher Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Familienweingut
Honsig
Weinviertel

Thomas Honsig
2051 Platt
15

Es ist kein Leichtes, das Familienweingut Honsig zu beschreiben. Man muss es vielmehr spüren, denn es ist die Kombination aus übereiferndem Perfektionismus, einer pingeligen Liebe zum Detail und schier grenzenloser Aufopferungsbereitschaft, gepaart mit etwas Chaos, die eine ganz eigene, herzliche Sympathie erweckt. Das Familienweingut Honsig ist ein kleiner, aber mit voller Hingabe geführter, moderner Familienbetrieb im Retzer Land, im nordwestlichen Weinviertel. Auf 6,5 Hektar Rebfläche wird ein breites Rebsortenspektrum kultiviert und vinifiziert. Dabei ist es der Winzerfamilie besonders wichtig, den riedentypischen Charakter des Weines zu betonen und das Terroir der Region in die Flasche zu bringen. Den Schwerpunkt bildet der für die Region typische Grüne Veltliner. Doch auch Spezialitäten und Raritäten haben ihren Platz, wie der mehrfach prämierte Blaue Portugieser, der im Weingut einen hohen Stellenwert genießt. Das Herzstück des Betriebes ist die 2020 gegründete Premium-Linie JOIE (französisch für Freude) für Reserve-Lagenweine, besondere Qualitäten und außergewöhnliche Jahrgänge. Mit Jänner 2026 hat die junge Generation, die schon in den letzten Jahren viel neuen Schwung in den Betrieb gebracht hat, das Weingut übernommen. Die Ziele sind gleichgeblieben: Fokus auf Rieden und Terroir. Dazu kommen hundert Prozent Handlese, restriktive Ertragsregulierung sowie eine mit penibler Genauigkeit durchgeführte Laubarbeit, die den Betrieb auszeichnet. Durch eine umsichtige, nachhaltige Bewirtschaftung der Weingärten, deren Reben teils über 50 Jahre alt sind, werden die Grundlagen für hochwertige Weine geschaffen. Alle diese Arbeiten erfolgen in Eigenregie im Familienverband. Darauf darf man stolz sein und ist es auch.

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2023 Terroir de Pierre Tattendorf
Burgundermacher Weingut
Johann Gisperg
Thermenregion

(SL/ZW/CS/ME, kommt mit Jahresende) Rauchige Aromatik, schwarzpfeffrig, beschwingt, viel Heidelbeere; röstige Würze und Kräuterfrische, Ribisel, Walderdbeeren, kräuterwürziges Cassis, universeller Speisenbegleiter für rotes Fleisch und Braten.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Behandelter Presskork

Burgundermacher Weingut
Johann Gisperg
Thermenregion

Johann Gisperg
2524 Teesdorf
Hauptstraße 14

Gisperg aus Teesdorf gehört zu den Weingutsklassikern in der Thermenregion. Was Vater Johann Gisperg aufgebaut hat und dabei das Familienweingut zu einem der Leuchttürme des Gebiets gemacht hat, führt sein Sohn Johann junior seit einigen Jahren in dieser Weise fort. Die Gispergs gelten als Burgundermacher-Weingut, wobei Pinot Noir und St. Laurent immer die erste Geige gespielt haben – und weiter tun. Die roten Burgunder gibt es als Gebietsweine, als Ortsweine Tattendorf und als Lagen-Reserven aus der Tattendorfer Ried Holzspur. Neben seiner Burgunder-Qualitätspyramide in Rot hat der Teesdorfer Winzer über die vergangenen Jahre auch ein weiße Pyramide gebaut, an deren Spitze drei Burgunder aus der Teesdorfer Ried Gestein stehen – auf einem Schotterboden mit 80 Prozent Aktivkalk. Die Weißburgunder-, Grauburgunder- und Chardonnay-Reben wurden von den Gispergs in den 1980er-Jahren gepflanzt und sind damit auch schon alt und strotzen vor Kraft. Alle drei Gestein-Lagenweine werden gleich ausgebaut, in neuen und gebrauchten Barriques. Während es bei Weiß- oder Grauburgunder meist geschmacklich nach Vorlieben geht, leuchtet der Chardonnay als klarer Primus inter Pares heraus, auch diesmal beim 2023er-Jahrgang. Nebst der Burgunderliebe bietet Gisperg auch einen Geschmacksbogen an Sortenvielfalt, besonders in Rot. Wobei sich Gisperg Junior besonders als Zweigelt-Könner hervortut. Seine besten Zweigelt Stöcke stehen auch in der Holzspur – und diese Lagenreserve zählt Jahr für Jahr zu Gispergs Jahrgangsspitzen. Die sortenrein ausgebauten Cabernet Sauvignon und Merlot bieten viel Trinkvergnügen mit viel Niveau. Die beiden französischen Rebsorten drücken auch zwei weiteren Gisperg-Weinen ihren Stempel auf. Im Terroir de Pierre 2023 führt der Winzer St. Laurent und Zweigelt zusammen und würzt die Cuvée mit einem kräftigen Schuss Cabernet und Merlot. In der der anderen Vierer-Cuvée Kontrast übernehmen die beiden Bordeaux-Sorten die Hauptrolle; als Juniorpartner fungieren Rösler und St. Laurent. Mit seinem Kontrast ist der junge Gisperg zeitlebens verbunden. Es war sein erster Wein, den er eigenständig nach seinen Vorstellungen gemacht hat. Übrigens: Sein Erstling war der Jahrgang 2009. Der aktuelle Kontrast, Jahrgang 2022, wurde zwölf Monate in neuen und gebrauchten Barriques ausgebaut, um dann im großen Holz fertig zu reifen. Das Ergebnis, das ist ein Top-Pick!

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2025 Welschriesling
Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Saftige, einladende Frucht, grüner Pfirsich, gelbe Äpfel, weiße Blüten, würzig; lebhaft, viel Zitrusfrische, grüner Apfel, Sommerwein mit viel Frucht und super Säurepikanz.

Weißwein
Welschriesling
Schraubverschluss

Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Christine & Andreas Glück
7141 Podersdorf
P.A. Winklergasse 30

Im Weingut zur Dankbarkeit geht es steil bergauf: Andreas und Christine Glück überzeugen beim jungen Jahrgang 2025 mit frisch-fruchtigen Weinen mit herzhafter Säurestruktur. Egal ob Welschriesling, Muskat oder Grüner Veltliner – die Weine glänzen mit viel Trinkanimo und Sommerfrische. Das lässt sich am besten bei einem Besuch in Podersdorf in dem schmucken Buschenschank des Glücks kosten. Es gibt eine reichhaltige Weinpalette – die seit jeher im Weingut zur Dankbarkeit burgundisch geprägt ist. Die Burgunder in Weiß und Rot machen 45 Prozent aus. Ein Thema ist auch der Süßwein, ist doch Podersdorf das Tor in den Seewinkel. Winzer Andreas Glücks Anspruch im Weinmachen wächst von Jahr zu Jahr. Das gilt für den Grünen Veltliner, den er in einer leichten und einer kräftigen Version hochhält, beim Rotwein versucht er mit seiner Grande Cuvée das ganze Potenzial auszureizen. Es bleibt spannend in der Dankbarkeit!

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2024 Blaufränkisch
Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Helle Fruchtaromatik, Kirsche, Waldbeeren, feine Kräuterwürze, knackig, feste Struktur, vital, harmonisch in fruchtbetonter Stilistik, trinkanimierend, gute Länge, sehr gelungen.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Naturkork

Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rudolf Wagentristl
7051 Großhöflein
Rosengasse 2

Das Familienweingut Wagentristl ist ein Referenzbetrieb am Leithaberg, der, mitten in Großhöflein situiert, die unterschiedlichen Terroirs am südlichsten Leithagebirge meisterhaft interpretiert. Dies erfolgt sowohl im weißen wie im roten Segment, die Weine stellen mit feinfruchtiger Noblesse, ungeschminkt und mit viel Tiefe exemplarische Statements höchster Winzerkunst dar. Im Bereich der Gutsweine hat Rudi Wagentristl sein Sortiment nun final gestrafft, wobei hier der Pinot Noir aufgrund seiner Sorteninterpretation besonders hervorzuheben ist. In der Premiumlinie konzentriert sich Rudi Wagentristl ganz auf eine feingliedrige Stilistik mit betonten Terroirinerpretationen aus seinen Toplagen Kreidestein, Reisbühl, Point und Tatschler. Der Ausbau der Weine erfolgt in allen Spielvarianten in spontaner Vergärung, gefolgt vom biologischen Säureabbau und Fassreife auf der Vollhefe. Der Weinausbau läuft vorrangig in Tonneaus ab. Die Ausbauphilosophie in der Toplinie erfolgt, abgesehen von der Sortencuvée Heulichin, im reinsortigen Ausbau und umfasst die Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Blaufränkisch, Zweigelt und Pinot Noir. Extraktreiche wie vibrierende Weine vom (kalkigen) Schieferverwitterungsboden (Ried Tatschler) treffen in idealtypischer Vergleichsweise komplementär auf tiefgründige Weine vom kalkhaltigen Lehmboden (Ried Point) oder auf die feinziselierten Interpretationen aus der extrem kalkhältigen Ried Kreidestein, die dieses Profil modellhaft vorführen.

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2024 Weißburgunder St. Anna
Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Leicht rauchig, samtig, schöne Dichte, glockenklar, weiße Blüten, weißfleischige Melonen; griffig, feine Linien, viel Grapefruits, pikant, schöner Biss, gewisse Länge.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Pfeifer
Vulkanland Steiermark

Daniel Pfeifer
8354 St. Anna am Aigen
Plesch 43a

„Wir Leben für den Genuss“ lautet die Philosophie im Weingut Pfeifer, und an dieser lässt die Familie alle Weinfreunde und sonstigen Genussgäste teilnehmen. Das oberhalb der Gemeinde St. Anna in Höhenlage situierte Gut bietet einen atemberaubenden Panoramablick ins Vulkanland. Jüngst wurde ein reizvoller wie funktioneller Neubau eröffnet, der als Vinothek und Präsentationsraum fungiert, vor allem aber auch den flüssigen und festen Genussmomenten gewidmet ist. Hier kann man sich durch das vielgestaltige Sortiment an hochwertigen Weinen kosten und dazu köstliche Schmankerln inklusive verführerischer Süßspeisen von Daniel Pfeifers Lebenspartnerin und Diplomsommelière Lisa Krispel genießen, die 2023 Gault-Millau Patissière des Jahres war. Im Familienweingut Pfeifer werken zwei Generationen. Seit 2010 im Betrieb tätig, hat sich Daniel Pfeifer als Kellermeister mit Können und Fingerspitzengefühl schon längst etabliert, wobei er schon lange auf separaten Ausbau der einzelnen Parzellen setzt. Schon vor Jahren hat er sich dem sanften Rebschnitt verschrieben, der von Vater Alois und dem Weingartenteam perfekt umgesetzt wird. Das Sortiment an Charakterweinen ist nach dem hiesigen DAC-System in Gebiets-, Orts- und Riedenweine gegliedert. Herzstück des Betriebs ist die insgesamt 26 Hektar umfassende Ried Schemming, von der man gut ein Drittel bewirtschaftet. Die vielfältige Hanglage westlich von St. Anna am Aigen unterhalb des Hochstradner Kogels neigt sich von Südwest nach Osten und verfügt über vielfältige Bodenformationen. Das aktuelle Sortiment umfasst Gebietsweine aus 2025, einige 2025er Ortsweine kommen im Herbst, die restlichen sind aus 2024; die Riedenweine aus 2023 (Herbst) und 2022. ps

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2025 Gelber Muskateller Südsteiermark
Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Kräuterbetont, Wermut, Gartenkräuter, dunkle Blüten, kompakt; präsentiert sich auch auf dem Gaumen so, zugängliche Säure, ausgewogen, passende Substanz.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstraße
Pössnitz 48

Das Weingut von Erwin Sabathi blickt auf eine lange Tradition zurück. Anno 1650 kaufte Jerg Sabathi den Pilchenhof in Gamlitz. Seither hat die Familie nachweislich ununterbrochen Weinbau betrieben. 1914 übersiedelten die Vorfahren von Erwin Sabathi auf den Knappenhof am Sernauberg. Großvater Johann Sabathi verkaufte dieses Anwesen 1938 und erwarb den heutigen Stammsitz der Familie in Leutschach. Als junger Winzer übernahm Erwin Sabathi den Betrieb im Jahr 1992 und machte ihn gemeinsam mit seiner Frau Patrizia zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark. Sie sind sich bewusst, was die Vorfahren und wohl auch sie selbst geleistet haben: „Nichts Großes ist ohne harte Arbeit geschaffen worden. Es gibt keinen Ersatz für harte Arbeit. Ganzer Einsatz ist ganzer Erfolg.“ Das Weingut verfügt über eine Reihe renommierter Rieden, die sich hinsichtlich Kleinklima und Bodenverhältnisse zum Teil stark unterscheiden. Den Pössnitzberg zeichnet ein extrem hoher Anteil an pflanzenverfügbarem Kalk aus, er liegt bei 23 bis 24 Prozent. Hier liefern sowohl Sauvignon Blanc als auch Chardonnay besondere und eigenständige Qualitäten. Poharnig und Saffran sind Monopollagen des Weingutes. Von der Ried Poharnig kommt ein kühler, feingliedriger Sauvignon Blanc. Die tonhaltige Ried Saffran ist benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Von der Ried Kapelle gibt es auch eine Ausfertigung Kapelle I. Diese Differenzierung ist notwendig, weil die Parzellen nicht direkt aneinandergrenzen. Der Winzer legt größten Wert auf schmeckbare Herkunft. Die biologische Bewirtschaftung helfe dabei sehr. Auch bei den Korken setzt er auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Das Angebot gliedert sich in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi. Die für Ortswein vorgesehenen Parzellen eines Weingartens werden in einem einzigen Durchgang gelesen, analog wird bei Riedenweinen vorgegangen. Daraus resultiert eine bemerkenswerte Frische. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Die aktuelle Serie präsentiert sich gesetzt, ruhig und tiefgründig. Keiner der Weine ist plakativ. „Ich versuche, das Wesen, den Kern eines Weines herauszuarbeiten, ernsthaft zu sein“, so Erwin Sabathi im O-Ton. Insbesondere die Weine vom Pössnitzberg verlangen Zuwendung.

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2022 Grüner Veltliner Sekt Reserve
Weingut
Steininger
Kamptal

Klassische Veltlinernase, gelbe Äpfel, Baumblüten, Waldboden und eine Prise gepfefferter Orangen; milde Säure, dennoch quicklebendig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weingut
Steininger
Kamptal

Eva Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

Eva und Peter Steininger genießen mit ihrem Betrieb und dem sowohl bei Wein als auch bei Sekt überaus breit gestreuten Angebot eine österreichweite Sonderstellung – und das dank der qualitätsorientierten Bewirtschaftung von Karl Steininger, dem Senior, bereits seit vielen Jahren. Freilich setzt mittlerweile auch die nächste Generation ihre Spuren, denn trotz hohem Qualitätsstandard wird laufend weiter optimiert. Geleitet wird das Weingut heute von Tochter Eva und Schwiegersohn Peter, wobei Erstere sich hauptsächlich um die administrativen Belange und den Verkauf kümmert, während Peter – gelernter Kellermeister und Absolvent der Weinbauschule Krems – sein Zepter in Weingarten und Keller schwingt. Die besondere Liebe zum Wein und allen seinen Facetten und die Hinzunahme neuer Weingärten bringt es mit sich, dass es – entgegen eigener Bestrebungen, das Sortiment nicht noch weiter zu vergrößern – Jahr für Jahr doch ein bisschen mehr wird. „Wir finden es spannend, die Unterschiedlichkeiten der Lagen auch in unseren Weinen zu spüren“, wird uns einhellig beschieden. Der Schwerpunkt liegt auf Grünem Veltliner und Riesling, wo die Reserven mit einem Jahr längerer Reifezeit auf den Markt kommen. Aber auch mit Randsorten wie Muskateller oder Rosé vom Cabernet Sauvignon konnte man bereits mehrfach österreichweite Erfolge erzielen. Neu präsentiert wurde uns heuer auch eine ebenso vielfältige Palette an Schaumweinen – insgesamt neun an der Zahl, und einer besser als der andere. Klar, dass die reinen Riedensekte da meistens die Nase vorn haben, dennoch versteht es auch ein ausgewiesener Sortensekt ohne Lagenklassifikation, in der Phalanx der besten mitzuspielen. Der Sauvignon Blanc begeistert heuer mit Tiefgang und Bilderbuchfrucht und kann mit der Klasse der drei Großen Reserven durchaus mithalten. Offensichtlich bleibt trotz allem damit verknüpften Aufwand noch Platz für weitere Ambitionen. Denn im Vorjahr wurden die Geschicke des Loisiums – der Langenloiser Erlebnis-Weinwelt – zur Gänze in die Hände der Familie gelegt. Die nunmehrige „Steininger Weinwelt“ wird von Lisa Steininger-Fonseca, der Jüngsten des „Dreimäderlhauses“ und Joao, ihrem Gatten geleitet, während sich Peter und Eva um die angeschlossene NÖ-Vinothek kümmern.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -