Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Wiener Gemischter Satz Maurerberg
Weingut
Edlmoser
Wien

Zitrus, Kernobst, Ananas, frische Kräuter, voller Kühle, frisch-fruchtig mit Biss, einige Mineralität mitbringend, unbändig frisch, kernige Struktur, kompakt, einiger Tiefgang, gute Länge.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Edlmoser
Wien

Michael Edlmoser
1230 Wien
Maurer Lange Gasse 123

Tel. +43 1 8898680
office@edlmoser.at
www.edlmoser.at

Michael Edlmoser – Jahrgang 1976 – wird also heuer 50 – ist ein Naturtalent in Wein. Immer sich hinterfragend, immer ehrgeizig, immer on fire. Ein Großer des Wiener Weinbaus. Neben der Arbeit in den Weingärten, im Keller, in der Vermarktung managt er auch einen der Besten Wiener Heurigen. Der Mann hat die Nase im Wind. Hat beste Kenntnisse über die Weine dieser Welt. Davon zeugen auch seine Weine. Es sind Gewächse, welche vom Boden geprägt sind. Oft in der Jugend verschlossen, doch sich nach einiger Reife prachtvoll präsentieren. Die Weine kommen überwiegend vom Maurerberg – ein Ausläufer der Kalkalpen –, also überwiegt der Kalk. Es ist das einzige Weinbaugebiet innerhalb der Grenzen einer Hauptstadt. Hier gibt es nur eine reine Handlese. Biologische Bewirtschaftung, so wie es sich die WIENWEIN Winzer – Edlmoser ist einer davon – auf ihre Fahnen geschrieben haben. Was ist über die aktuellen Weine zu berichten? Ein hinreißender 2025 Gelber Muskateller Ried Kadolzberg. Ein schlichtweg genialer 2025 Rosé de Vienne. Der 2024 Weissburgunder-Kalkstein-Ried Himmel ist von überzeugendem Ausdruck. Kraftvoll, tiefgründig, mit allen Attributen dieser Rebsorte gesegnet. Überragend: 2024 Riesling Kalkstein Ried Saetzen – vor Finesse nur so strotzend. Gehört mit Sicherheit zur Elite der Weltbesten dieser Varietät. Die Wiener Gemischten Sätze sind dann das Aushängeschild des Betriebes. Ob der 2025 Gebietswein, der 2025 Ortswein Maurerberg oder die beiden Lagenweine von den Rieden Himmel und Sätzen – es sind immer repräsentative Vertreter ihrer Herkunft. Vor allem die Ried Sätzen hat es mir angetan. Es gibt auch formidable Rotweine in diesem Haus. Wie den noch immer zu jungen 2022 Pinot Noir Kalkstein oder den noch viel zu jungen 2022 Vertigo. Beide haben die Klasse zu reifen.

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2018 Welschriesling TBA Siddhartha
Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

(RZ: 242 g/l) Gereifte kandierte Früchte, Honigmet, üppige, weiche Fülle; Honig, rosinierte, tropische Früchte, mit Belüftung straffer, gute Länge.

Süßwein
Welschriesling
€€€
Naturkork

Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Rot-Weiß-Süß – so gestaltet sich das Programm bei Johannes Münzenrieder. Dabei tut sich ein Weingenuss-Reigen von 30 verschiedenen Weinen auf, die neben Trinkvergnügen auch als klare Preis-Leistungs-Garanten eingestuft werden können. Somit wundert es nicht, dass Münzenrieders Weine in der Gastronomie und im Handel gut aufgestellt sind – und auch im Ausland sind seine Kreszenzen beliebt, was 60 Prozent Exportquote verdeutlicht. Im roten Premiumbereich zeigt der Winzer mit seiner Grande Reserve vom Merlot sowie seiner Cuvée Zweiglas besonders auf. Ziemlich lässig!

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2024 Pinot Blanc Alte Reben
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Samtig, Paraffin, reif und dicht, schöne Fülle, viel kandierte Früchte, kreidige Noten, ausgereift; supersaftig, jede Menge Frucht, Orangen, griffig, strukturiert, guter Biss, hinten leicht speckig, recht lang, knapp am 4. Stern.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€
Naturkork

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2024 Equinox 365
Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

(BF/ME/ZW) Feines, kühles Bukett, würzig, Pfefferminze, Weichseln, Himbeeren, Brombeeren, Schokohauch, frisch und feingliedrig bei kompakter Struktur, einiger Tiefgang, straffes Tannin, guter Rückhalt, von faszinierender Kühle und Eleganz.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Josef und Maria Reumann
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 39

Es ist ein wahres Kleinodium, dieses Weingut in Deutschkreutz. 96 Prozent Rotweinanteil – überwiegend Blaufränkisch und Zweigelt, Merlot, Cabernet in Sauvignon und Franc, St. Laurent und fantastische Donaurieslinge. Ich verkostete die Jahrgänge dieser PIWI Varietät aus 2025: sehr gut mit einigem Potenzial; 2024: reif mit viel Charakter und Tiefe; 2022: rieslinghaft-frisch und großartig. Man verkoste den 2024 Equinox, welcher vor Kühle und Finesse nur so strotzt. Ein hervorragender Blaufränkisch Ortswein Deutschkreutz von einer Qualität, die einen staunen lässt. Der 2023 Phoenix Nr. 28 – einer der verlässlichsten Weine. In diesem Jahrgang exzellent. Ein gereifter 2018 Blaufränkisch Ried Fabian präsentiert sich im Moment fast perfekt. Blaufränkisch Reserve Altes Weingebirge aus den Jahrgängen 2021: absolut groß und zukunftsreich; 2015: sechs Jahre reifer, ein Wein, der durch diese Reife an Anmut, Eleganz und Reichtum gewonnen hat. Dann kommt ein 2018 Merlot, der wunderbar reif ist und viel Potenzial hat.

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2025 Grauburgunder Leutschach
Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Sanfter Druck, fruchtbetont, rotbeerige Akzente, reife Birnen, Kletzen, Hauch Malz, tief im Glas rote Zitrusfrüchte; überraschend frisch, quicklebendig, null Schwere, Aromen vom Bukett kommen wieder.

Weißwein
Pinot Gris (Grauburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Erwin und Franz-Josef Tschermonegg
8463 Leutschach an der Weinstraße
Glanz 50

Erwin Tschermonegg überträgt seinem Sohn Franz Josef zunehmend Verantwortung. Der ruhige und bedächtige Junior setzt seine eigenen Vorstellungen behutsam und mit Erfolg um. Für den Sauvignon Blanc Gebietswein zum Beispiel verwendet er knackige Trauben ebenso wie sehr reifes Material, was diesem Wein eine besondere Wertigkeit verleiht. Auch für den Traminer hat er eine frische, trinkanimierende Stilistik gefunden. Laute Weine sind so gar nicht sein Ding. Seine Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch die heuer präsentierte Serie. Die Weine sind präzise, wertig und feingliedrig. Die Riedencharakteristika wurden klar herausgearbeitet. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Lagenweine mit hochwertigen Naturkorken verschlossen. Die Ortsweine sind näher an Lagen- als an Gebietswein. Neu ist der So Rosé, ein Herzenswunsch von Sonja. Aus Platzgründen können wir nicht die ganze Produktpalette vorstellen. Die Weine lassen sich entspannt im Buschenschank verkosten, und modern eingerichtete Zimmer laden zu längerem Verweilen ein.

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2025 Chardonnay
Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Süße milchschokoladige Textur, fein cremige Frucht, bisschen Kernobst, sanft und gediegen; weiche schokoladige Noten, gut gewobenes Toasting, helle Würze, samtig, rund, zart burgundischer Ansatz.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Johann Donabaum
3620 Spitz
Laaben 15

Fährt man von der Donau etwa zwei Kilometer den Spitzer Graben hinauf, kommt man nach Laaben und zu Johann Donabaum, einem der Paradewinzer von Spitz. Seit nunmehr 30 Jahren macht Donabaum bereits Wein – 1996 hat er, blutjung, als Zwanzigjähriger das Weingut in fünfter Generation übernommen und hat es schnell an die Wachauer Spitze gebracht. Zehn Hektar bewirtschaftet er, hauptsächlich im Spitzer Graben. Der Einstieg in die Genusswelt sind zwei Wachauer Federspiel-Gebietsweine, einmal als Grüner Veltliner und einmal als Riesling, beides die Haus- und Hof-Sorten Donaubaums und der Wachau. Das dritte und exklusivere Federspiel vereint die Peunt Trauben aus dem Spitzer Graben und aus Wösendorf. „Die Federspiele aus dem Jahrgang 2025 wirken generell alkoholschlanker. Aber sie zeigen sich sehr schön, weil sie ein bisschen mehr Säure aufweisen“, sagt der Winzer. Alle Jahre viel Spannung bieten Donabaums Smaragd-Weine, wo er bei beiden Sorten herkunftstypische Lagenweine macht. Beim Veltliner ist der Zornberg im Spitzer Graben die kühlste Lage, klassisch Urgestein geprägt. Der Kirchweg in Wösendorf dagegen bringt den wärmsten und würzigsten Veltliner hervor, die Riede zieht sich nah der Donau entlang und ist lössgeprägt. Die Spitzer Point ist immer Donabaums Top-Lagenklassiker unweit vom Weingut. Die Reben stehen dabei auf einem tiefgründigeren, schweren Boden, der dem Wein viel exotische Fruchtfrische und Würze gibt. Bei den Smaragd-Rieslingen hält der Winzer ein benachbartes Rieden-Trio aus dem Graben bereit: die Vogelleithen als kühlste und sehr mineralische Lage, Richtung Spitz hinunter schließt der Offenberg an, jener Riesling, der immer am schnellsten antrinkbar ist. Und der Setzberg als Landmarke zwischen dem Graben und Spitz ist zumeist der straffste Riesling-Smaragd mit viel Herkunftscharakter durch seine salzige Mineralität. Alle Smaragde bringt Donabaum immer ab September, quasi ein Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Über seine Lagen stellt Donaubaum seine Limitierte Edition, meist eine Rieden übergreifende Komposition aus den ältesten Parzellen und reifsten Trauben des Jahrgangs. 2025 ist die Limitierte Edition vom Grünen Veltliner nahezu ausschließlich von der Spitzer Point und von Reben, die schon 60 bis 70 Jahre alt sind. Sehr gelungen. Auf der Riesling-Seite musste Donabaum auf die Produktion einer Limitierten Edition verzichten, weil es der Jahrgang 2025 nicht hergab, die Qualitätsanforderungen, die Donabaum bei diesem Wein hat, zu erreichen. Für alle Wachau-Fans, die abseits Veltliner- und Riesling-Klassiker Interessantes Anderes suchen. Donabaum, der auch gern Burgunder trinkt, macht hier mit einem Neuburger und einem Chardonnay interessante Weine.

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2025 Riesling Feuersbrunn
Weingut
Florian Bauer
Wagram

Ausdrucksstarker Auftakt, Blutpfirsich, Orangenverbene, Nashi-Birne, trinkfreudiger saftiger Gaumen, Pfirsich, Grapefruit an der Säure, Papaya, Brennesseltee, vom Anfang bis zum Ende ein einladender freundlicher Wein mit sehr guter Sorten- und Herkunftstypizität.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Florian Bauer
Wagram

Florian Bauer
3483 Feuersbrunn
Neufang 52

Das Rebsortenspektrum des Weinguts Bauer ist vielseitig. Mit 50 Prozent bildet Grüner Veltliner das Herzstück des Sortiments, ergänzt durch Riesling, Weißburgunder, Roten Veltliner sowie Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Die Familie setzt verstärkt auf die Umstellung zum organisch-biologischen. Im Keller verbindet das Weingut klassische Präzision mit experimenteller Offenheit. Neben der Vergärung im Stahltank kommen zunehmend Spontangärungen in Holzfässern und Keramikgefäßen zum Einsatz, die den Weinen zusätzliche Tiefe und Individualität verleihen. Besonders beeindruckend ist das hohe Niveau der Ortsweine. Ob Weißburgunder, Riesling, Grüner oder Roter Veltliner – alle zeigen Eleganz, Präzision und eine klare Handschrift. Der Grüne Veltliner Ried Rosenberg zählt dabei zweifellos zur Spitze, während der Riesling Ried Losling mit mineralischer Tiefe und komplexer Struktur überzeugt. Die Ortsweine des Jahrgangs 2025 bringen die Herkunft Feuersbrunn klar zum Ausdruck. Sie verbinden Dichte, Eleganz und Charakter. Besonders in Erinnerung bleibt der Grüne Veltliner Spiegel 2024, der mit Ruhe, Präzision und feiner Tiefe beeindruckt.

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2023 Grüner Veltliner Ried Scheiben Reserve
Weingut
Wimmer Wagramkeller
Wagram

Dunkelwürziger Auftakt, noch etwas vom Holz geprägt, Honigwabe, rote Beeren, Cayennepfeffer; saftiger Gaumen, Creme Brûlée, Orangenconfit, weißer Pfirsich, gestützt vom Holzgerbstoff, im Abgang wunderbar cremig mit schwarzem Pfeffer, wird mit Flaschenreife sicher noch gewinnen.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut
Wimmer Wagramkeller
Wagram

Robert Wimmer
3481 Fels am Wagram
Wienerstraße 9

Seit 2005 bildet die in den Hang gebaute Betriebshalle das Herzstück des Weinguts. Hier trifft Handwerk auf Präzision, und genau dieser Geist prägt die gesamte Arbeit im Betrieb. Die Reben wachsen in zwei besonderen Lagen. In der Ried Schillingsberg, geprägt von Schotter und Löss, entstehen feinmineralische, klare Weine mit kühler Eleganz. Die Reserve-Weine stammen aus tiefgründigem Löss – einem spannenden Mix aus Lehm, Sand und Kalk, der als wertvollster Bodenschatz des Weinguts gilt. Die ältesten Reben sind ein Grüner Veltliner aus dem Jahr 1980 und ein Riesling aus 1991. Im Keller setzt man auf kontrollierte Vergärung im Edelstahltank, gefolgt von einer Reife in Akazien- oder Eichenfässern – stets abgestimmt auf Rebsorte und gewünschte Stilistik. Robert junior bringt seit 2016 frische Impulse ein. Seit 2018 trägt er die Hauptverantwortung für die Weine und ist überzeugt: Qualität entsteht im Weingarten. Sein Vater Robert senior hat den Betrieb konsequent zu einem Qualitätsweingut weiterentwickelt. Seine große Leidenschaft gilt dem Keller. Elfriede, die gute Seele des Hauses, hält im Hintergrund alle Fäden zusammen. Der jüngste Sohn Stefan besucht die HTL für Maschinenbau in St. Pölten. Der Weinbau ist nicht sein Weg – dafür schlägt sein Herz umso mehr für Traktor, Technik und alles Mechanische. Die Ried Schillingsberg auf 190 bis 230 Metern Seehöhe zeigt sich als warme, zugleich mineralische Lage mit Terrassen aus Löss und Schotter – ideal für Riesling und Grünen Veltliner. Die höher gelegene Ried Scheiben mit über 20 Metern Lössauflage bietet ein einzigartiges Mikroklima für Grünen und Roten Veltliner. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich durchgehend leichtfüßig, mit moderatem Alkohol und viel Trinkfluss. Trotz der Leichtigkeit besitzen die Weine Ausdruck, Spannung und Lebendigkeit. Mein persönliches Highlight ist der Grüne Veltliner Schillingsberg.

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2025 Grüner Veltliner Ried Hofmauer
Weingut
Oberschil
Weinviertel

Fruchtig-würziger Duft; samtiger Einstieg, Granny Smith, Quitte, charmante Grapefruitsäure, vegetabile Nuancen, bisschen grüner Pfeffer, straffe Würze, Hauch Tropenfrucht im Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Oberschil
Weinviertel

Stefan Oberschil
2102 Hagenbrunn
Schloßgasse 17

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts steht das Weingut Oberschil für gelebte Weinbautradition und konsequente Qualitätsentwicklung. Die Familie Oberschil bewirtschaftet beste Lagen mit Lössböden, die unter dem pannonischen Klima für frische und elegante Weine sorgen. Im Fokus steht Grüner Veltliner in all seinen Facetten, ergänzt durch den Wiener Gemischten Satz DAC sowie Aromasorten wie Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc. Bedeutend ist die Toplage Ried Irgsten Gruben, die komplexe und langlebige Weine wie die Weinviertel DAC Große Reserve hervorbringt. Die Rotweine Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir zeigen Eleganz und Struktur. Nachhaltige Bewirtschaftung, vielfältige Begrünung und ein schonender Umgang mit Boden und Rebe ist die Passion der Familie Oberschil. Im Top-Heurigen werden neben exzellenten Weinen auch gekochtes Schulterscherzel, das Weinviertel DAC Beuschel sowie traditionelle Heurigenkost serviert.

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2023 Blaufränkisch Deutschkreutz
Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Kirschen, schwarze Beeren, Kaffee, mürbes Tannin, saftig, fruchtig, elegant, strukturiert, geht in Tiefe und Länge, zeigt Charakter, ist in seiner ersten Reifephase, ungemein würzig, mineralische Aspekte.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Schraubverschluss

Weingut
J. u. M. Reumann
Mittelburgenland

Josef und Maria Reumann
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 39

Es ist ein wahres Kleinodium, dieses Weingut in Deutschkreutz. 96 Prozent Rotweinanteil – überwiegend Blaufränkisch und Zweigelt, Merlot, Cabernet in Sauvignon und Franc, St. Laurent und fantastische Donaurieslinge. Ich verkostete die Jahrgänge dieser PIWI Varietät aus 2025: sehr gut mit einigem Potenzial; 2024: reif mit viel Charakter und Tiefe; 2022: rieslinghaft-frisch und großartig. Man verkoste den 2024 Equinox, welcher vor Kühle und Finesse nur so strotzt. Ein hervorragender Blaufränkisch Ortswein Deutschkreutz von einer Qualität, die einen staunen lässt. Der 2023 Phoenix Nr. 28 – einer der verlässlichsten Weine. In diesem Jahrgang exzellent. Ein gereifter 2018 Blaufränkisch Ried Fabian präsentiert sich im Moment fast perfekt. Blaufränkisch Reserve Altes Weingebirge aus den Jahrgängen 2021: absolut groß und zukunftsreich; 2015: sechs Jahre reifer, ein Wein, der durch diese Reife an Anmut, Eleganz und Reichtum gewonnen hat. Dann kommt ein 2018 Merlot, der wunderbar reif ist und viel Potenzial hat.

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2025 Gelber Muskateller Gamlitz
Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Gelassen, angenehm dezent, Kräuter und Zitrusfrüchte, zartest nach hellem Steinobst; auch im Geschmack so, feines Säurenetz, Prise Gerbstoffe für die Struktur, ausgewogen, ernsthaft, gelungen.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Erwin und Franz-Josef Tschermonegg
8463 Leutschach an der Weinstraße
Glanz 50

Erwin Tschermonegg überträgt seinem Sohn Franz Josef zunehmend Verantwortung. Der ruhige und bedächtige Junior setzt seine eigenen Vorstellungen behutsam und mit Erfolg um. Für den Sauvignon Blanc Gebietswein zum Beispiel verwendet er knackige Trauben ebenso wie sehr reifes Material, was diesem Wein eine besondere Wertigkeit verleiht. Auch für den Traminer hat er eine frische, trinkanimierende Stilistik gefunden. Laute Weine sind so gar nicht sein Ding. Seine Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch die heuer präsentierte Serie. Die Weine sind präzise, wertig und feingliedrig. Die Riedencharakteristika wurden klar herausgearbeitet. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Lagenweine mit hochwertigen Naturkorken verschlossen. Die Ortsweine sind näher an Lagen- als an Gebietswein. Neu ist der So Rosé, ein Herzenswunsch von Sonja. Aus Platzgründen können wir nicht die ganze Produktpalette vorstellen. Die Weine lassen sich entspannt im Buschenschank verkosten, und modern eingerichtete Zimmer laden zu längerem Verweilen ein.

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2025 Grüner Veltliner der Fuchs
Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Saftig, zitrisch, zarte gute Säure, grüner Apfel, dunkle Würze, Heublumen, feine Akazie, balanciert, guter Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Ing. Sighardt Donabaum
3620 Spitz
Zornberg 4

Am Fuße des beeindruckenden Zornbergs, eingebettet in eine einzigartige charaktervolle Landschaft, liegt das Weingut Sighardt Donabaum. Dieser Familienbetrieb blickt auf eine lange und tief verwurzelte Geschichte zurück und verbindet Tradition mit einer klaren, zukunftsorientierten Vision. Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Heute wird das Weingut in der 17. Generation von Sighardt Donabaum geführt. Sighardt Donabaum übernahm im Jahr 1995 die Verantwortung für das Weingut und bewirtschaftet es seit 1993 mit seinem ganz eigenen Stil. Seine Philosophie verbindet bewährte, klassische Weinherstellungsmethoden mit einem offenen Blick für Innovationen und die Herausforderungen moderner Weinproduktion. Dabei bleibt er stets seinen Prinzipien treu: Er verbindet traditionelles Können mit einem innovativen Geist, um Weine zu schaffen, die sowohl die Historie als auch die Zukunft repräsentieren. Der Winzer ist, wie seine tierischen Begleiter, die auf den Weinetiketten zu finden sind, ein wahrer „alter Hase“ im besten Sinne: erfahren, geerdet und tief verbunden mit der Natur. Diese Tiere symbolisieren seine Überzeugung, dass alles im Leben und im Wein mit dem natürlichen Kreislauf verbunden ist – Natur, Tier und Mensch stehen in einem empfindlichen, respektvollen Gleichgewicht. Dieses Verständnis bringt Donabaum dazu, seinen Weinen die nötige Zeit zu geben, um ihre volle Reife zu erreichen. Daher erscheinen die meisten seiner Weine erst im Herbst auf dem Markt. Die Vinifikation bei Donabaum folgt klassischen, bewährten Methoden, die mit viel Feingefühl und handwerklichem Geschick umgesetzt werden. Maischestandzeiten sorgen für eine gute Struktur, einen feinen Gerbstoff und angenehme Länge.

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2025 Grüner Veltliner Grafenegg
Bio-Weingut Kemetner
Kamptal

Frischer Apfel, super Exotik, Zitrus, Mango, Ananas, Pfeffer, saftig, fruchtig, elegant, feine Fülle, cremige Anklänge, in sich harmonisch, zarte Würze, ein besonderer Ortswein mit einiger Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Bio-Weingut Kemetner
Kamptal

Simon Kemetner
3492 Etsdorf
Obere Marktstraße 2

Tel. +43 6604626818
weingut@kemetner.at
www.kemetner.at

Das Bio-Weingut Kemetner in Etsdorf im südlichen Kamptal gelegen wird seit 2019 in der 12. Generation von Simon Kemetner geführt. Dieses Gut gibt es seit über 375 Jahren. Seit dem Jahrgang 2011 ist es Bio zertifiziert. Die Lese erfolgt ausschließlich per Hand. Der sanfte Rebschnitt und die Ernte richten sich nach den Mondphasen. Mit Schwefel wird gespart. Trotz aller Unbillen ist der Jahrgang 2025 bei den Weißweinen hervorragend. So auch in diesem Weingut. Vor allem die Grünen Veltliner sind fantastisch. Beginnend mit dem Grüner Veltliner Gebietswein, sich steigernd zum Grüner Veltliner Grafenegg Ortswein über die Lagenweine der Ried Karl, wo vor allem die Alten Reben aus der Ried Karl brillieren. Ebenfalls sehr gut ist der 2025 Riesling Ried Karl. Ungemein süffig präsentiert sich der 2025 Roter Muskateller. Ich liebe den 2022 nofilter Grüner Veltliner – ein ungefilterter Natural Wine. Ein 2006 Grüner Veltliner Alte Reben zeugt von der Lagerfähigkeit der Kemetner Gewächse. Es sind überaus spannende, tiefgründige Weine.

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2024 Riesling Ried Losling
Weingut
Florian Bauer
Wagram

Kräuterwürziger Auftakt, Minze, Salbei, Marille, leise Töne, auch der Gaumen zeigt eine natürliche schöne Rieslingfrucht, Pfirsich, Kumquat, aber wieder mit Kräutern und einem leichtem Gerbstoffgerüst, elegante Struktur mit straffer Säure.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Florian Bauer
Wagram

Florian Bauer
3483 Feuersbrunn
Neufang 52

Das Rebsortenspektrum des Weinguts Bauer ist vielseitig. Mit 50 Prozent bildet Grüner Veltliner das Herzstück des Sortiments, ergänzt durch Riesling, Weißburgunder, Roten Veltliner sowie Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Die Familie setzt verstärkt auf die Umstellung zum organisch-biologischen. Im Keller verbindet das Weingut klassische Präzision mit experimenteller Offenheit. Neben der Vergärung im Stahltank kommen zunehmend Spontangärungen in Holzfässern und Keramikgefäßen zum Einsatz, die den Weinen zusätzliche Tiefe und Individualität verleihen. Besonders beeindruckend ist das hohe Niveau der Ortsweine. Ob Weißburgunder, Riesling, Grüner oder Roter Veltliner – alle zeigen Eleganz, Präzision und eine klare Handschrift. Der Grüne Veltliner Ried Rosenberg zählt dabei zweifellos zur Spitze, während der Riesling Ried Losling mit mineralischer Tiefe und komplexer Struktur überzeugt. Die Ortsweine des Jahrgangs 2025 bringen die Herkunft Feuersbrunn klar zum Ausdruck. Sie verbinden Dichte, Eleganz und Charakter. Besonders in Erinnerung bleibt der Grüne Veltliner Spiegel 2024, der mit Ruhe, Präzision und feiner Tiefe beeindruckt.

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2025 Roter Veltliner Ried Scheiben
Weingut
Wimmer Wagramkeller
Wagram

Litschi, Stachelbeere, Johannisbeerenblatt, ausdrucksstarke Nase, kräftiger, leicht ausladender Gaumen mit viel Muskeln, Papaya, Ananassaft, Honigmelone, unterlegt von dunkler Würze, zeigt seine Kraft vom ersten Schluck an.

Weißwein
Roter Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Wimmer Wagramkeller
Wagram

Robert Wimmer
3481 Fels am Wagram
Wienerstraße 9

Seit 2005 bildet die in den Hang gebaute Betriebshalle das Herzstück des Weinguts. Hier trifft Handwerk auf Präzision, und genau dieser Geist prägt die gesamte Arbeit im Betrieb. Die Reben wachsen in zwei besonderen Lagen. In der Ried Schillingsberg, geprägt von Schotter und Löss, entstehen feinmineralische, klare Weine mit kühler Eleganz. Die Reserve-Weine stammen aus tiefgründigem Löss – einem spannenden Mix aus Lehm, Sand und Kalk, der als wertvollster Bodenschatz des Weinguts gilt. Die ältesten Reben sind ein Grüner Veltliner aus dem Jahr 1980 und ein Riesling aus 1991. Im Keller setzt man auf kontrollierte Vergärung im Edelstahltank, gefolgt von einer Reife in Akazien- oder Eichenfässern – stets abgestimmt auf Rebsorte und gewünschte Stilistik. Robert junior bringt seit 2016 frische Impulse ein. Seit 2018 trägt er die Hauptverantwortung für die Weine und ist überzeugt: Qualität entsteht im Weingarten. Sein Vater Robert senior hat den Betrieb konsequent zu einem Qualitätsweingut weiterentwickelt. Seine große Leidenschaft gilt dem Keller. Elfriede, die gute Seele des Hauses, hält im Hintergrund alle Fäden zusammen. Der jüngste Sohn Stefan besucht die HTL für Maschinenbau in St. Pölten. Der Weinbau ist nicht sein Weg – dafür schlägt sein Herz umso mehr für Traktor, Technik und alles Mechanische. Die Ried Schillingsberg auf 190 bis 230 Metern Seehöhe zeigt sich als warme, zugleich mineralische Lage mit Terrassen aus Löss und Schotter – ideal für Riesling und Grünen Veltliner. Die höher gelegene Ried Scheiben mit über 20 Metern Lössauflage bietet ein einzigartiges Mikroklima für Grünen und Roten Veltliner. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich durchgehend leichtfüßig, mit moderatem Alkohol und viel Trinkfluss. Trotz der Leichtigkeit besitzen die Weine Ausdruck, Spannung und Lebendigkeit. Mein persönliches Highlight ist der Grüne Veltliner Schillingsberg.

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2024 Zweigelt Herrnbaumgarten
Weingut
Frank
Weinviertel

(30-40 Jahre alte Reben, Altenbergen, Kalk, Mergel) Kompakte Kirschfrucht, Cassis dazu; feine Herbe, Fruchtexplosion, ein Maul voll Wein!

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Weingut
Frank
Weinviertel

Katrin Frank, Harald Frank
2171 Herrnbaumgarten
Kellergasse 5

Gemeinsam mit seiner Cousine Katrin ist Harald Frank Inhaber und Geschäftsführer des Weinguts wenige Kilometer nordöstlich von Poysdorf, seine Frau Daniela ist für Vermarktung und Verkauf der Weine zuständig, Tante Johanna schupft das Büro. Viele Weingüter in Österreich können sich auf eine lange Tradition berufen, aber nur in wenigen ist die Geschichte so gut erforscht und kurzweilig dargelegt. Auch wegen der Liechtensteiner und ihren Weingärten in Herrnbaumgarten gibt es alte Aufzeichnungen. Die Riede Druxenbergen und der Weinzehent darauf werden 1285 in einer Urkunde beschrieben. Auch wenn die Franks sicher schon vorher im Ort gelebt haben, erscheint 1724 dann das erste Herrnbaumgartner Grundbuch: Hier finden wir die erste Eintragung eines Weinkellers im Besitz des Vorfahren Thomas Frank. Seit 1821 ist der Weingarten im Johannesbergen durchgehend im Familienbesitz. Die Vorfahren stellten Dorfrichter und Bürgermeister, erlebten ihre Hochs und Tiefs. Auf all dem wird heute aufgebaut und konsequent weiterentwickelt. Die Böden in Herrnbaumgarten sind vielfältig und interessant. Im Verkostraum der Franks finden sich viele kleine Gläser mit den verschiedenen Bodenformationen, akribisch beschriftet und mit der Erklärung, wie sie sich auf die Weine auswirken – hochinformativ und wirklich perfekt aufbereitet. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der tollen Weinauswahl lohnt sich ein Besuch in diesem Weingut.

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2025 Grüner Veltliner Ried Irgsten Gruben
Weingut
Oberschil
Weinviertel

Kompakt fruchtiges Bukett; gelbe Fruchtnuancen, samtiger Extrakt, Orangensorbet, helle Beeren, glasklar und vital, kräuterwürzig, bisschen grüne Schote, pikante Säure, zart salzig im terroirgeprägten Nachhall.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Oberschil
Weinviertel

Stefan Oberschil
2102 Hagenbrunn
Schloßgasse 17

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts steht das Weingut Oberschil für gelebte Weinbautradition und konsequente Qualitätsentwicklung. Die Familie Oberschil bewirtschaftet beste Lagen mit Lössböden, die unter dem pannonischen Klima für frische und elegante Weine sorgen. Im Fokus steht Grüner Veltliner in all seinen Facetten, ergänzt durch den Wiener Gemischten Satz DAC sowie Aromasorten wie Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc. Bedeutend ist die Toplage Ried Irgsten Gruben, die komplexe und langlebige Weine wie die Weinviertel DAC Große Reserve hervorbringt. Die Rotweine Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir zeigen Eleganz und Struktur. Nachhaltige Bewirtschaftung, vielfältige Begrünung und ein schonender Umgang mit Boden und Rebe ist die Passion der Familie Oberschil. Im Top-Heurigen werden neben exzellenten Weinen auch gekochtes Schulterscherzel, das Weinviertel DAC Beuschel sowie traditionelle Heurigenkost serviert.

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2025 Neuburger Gumpoldskirchen vom Berg
Weingut
Alphart
Thermenregion

Tropische Fruchtnuancen; Birne, Mandelkuchen, Steinobst-Orangenmix, bisschen Kräuterwürze, saftiger Biss, muntere Säure, trinkfreudiges Finale.

Weißwein
Neuburger
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Alphart
Thermenregion

Florian und Claudia Alphart
2514 Traiskirchen
Wienerstraße 46

Tel. +43 2252 52328
weingut@alphart.com
www.alphart.com

Seit 1762 werden am Weingut hochwertige Weine gekeltert und die Erfahrung an die nächste Generation weitergegeben. Wie auch Karl Alphart inzwischen das Weingut in die Hände von Claudia und Florian gelegt hat. Kellermeister Florian spürt die Eigenheiten des jeweiligen Jahrgangs, um die Weine entsprechend den Guts-, Orts- und Lagenweinen optimal auszubauen. In Verbindung mit dem Terroir ergibt dies jedes Jahr klare, mineralische Weine, welche den Charakter der Region perfekt repräsentieren. Davon kann sich der Weinfreund gerne im stimmigen Verkostungsraum überzeugen. Und wer Wert auf gute Küche legt, dem kann man den TOP-Heurigen, den Elisabeth und Karl Alphart engagiert führen, nur bestens empfehlen.

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2024 Chardonnay Ried Neubruch
Weingut
PMC Münzenrieder
Neusiedlersee

Rauchige Würze, geschmeidige Cremigkeit, Marzipan; am Gaumen frisch, Maracuja-Ananas-Frucht mit salzigem Unterbau, fast mineralisch, straff, feiner Schliff, saftig, einiges an Birnen, viel Säurebiss, mittellang.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
PMC Münzenrieder
Neusiedlersee

Christoph Münzenrieder
7143 Apetlon
Triftgasse 31

Das Weingut PMC Münzenrieder – das PMC steht für die Brüder Peter und Christoph Münzenrieder – liegt in Apetlon, mitten im Seewinkel und im Nationalpark Neusiedler See. Das besondere Terroir im und rund um den Nationalpark ist auch die Kraftquelle der Reben, die zwischen den Salzlacken wachsen. Diese Salzigkeit der Böden verleihen den PMC-Weinen generell viel Frische und Trinkvergnügen. Der Mix besteht zur Hälfte aus Rotweinen, zu etwa 35 Prozent Weißwein und 15 Prozent machen die Süßweine aus. Das Herzstück der PMC-Weingärten liegt in der Ried Neubruch, am halben Weg von Apetlon nach Podersdorf. 14 Hektar bestellen die Münzenrieders dort – jedoch nur ein Filetstück von vier Hektar wird für die reinsortigen Neubruch-Lagenweine herangezogen, deren Reben zumindest 25 Jahre alt sind. Das Besondere der Lage beschreibt Kellermeister Christoph Münzenrieder: „Neubruch ist zwischen den kleinen Salzlacken. Der Unterboden ist karg mit viel rotem Schotter, gemischt mit Eisen und Magnesium, sowie kalkhaltig. Die Auflage ist Schwarzerde. Und dann gibt es noch die Salzigkeit der Böden durch die Nähe zu den Lacken, die den Weinen eine einzigartige Frische verleihen.“ Seine Premiumweine lässt Münzenrieder 18 bis 24 Monate in leicht getoasteten französischen 500er-Eichenfässern reifen. Der Holzausbau ist ihm wichtig, doch der Winzer fährt den Holzanteil sowie das Toasting bewusst zurück, um der Frucht mehr Raum zu geben. Bei Münzenrieders Blaufränkisch von Glimmerschiefer & Kalk wechselt er das Terroir – die Trauben stammen vom Leithaberg mit seinem Verwitterungsboden. Der Blaufränker, der aktuelle Jahrgang ist aus 2023, wird auch zu 100 Prozent in 500er Barriques ausgebaut. Genauso atmet die PMC-Topcuvée Tschernosem & Salz, ein Blend aus Merlot und Cabernet Franc, 100 Prozent aus dem Holz. Tschernosem & Salz verrät die Herkunft des Seewinkels genauso wie zuvor Glimmerschiefer & Kalk auf den Leithaberg-Typus hinweisen – beides zwei herkunftsstarke Weine. Im Süßweinbereich liegt Münzenrieders Fokus vor allem auf aromatischen Sorten im High-End-Bereich, den Trockenbeerenauslesen. Und das Süße ist bei PMC immer ein Trinkgenuss.

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2025 Grüner Veltliner Zornberg der Bär
Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Strahlende gelbe Frucht, frischer Apfel, feine Würze, Propolis, geröstete Mandel, grasig, reife Ringlotte, zarte ausgewogene Säure, strahlend klarer Wein, guter Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Ing. Sighardt Donabaum
3620 Spitz
Zornberg 4

Am Fuße des beeindruckenden Zornbergs, eingebettet in eine einzigartige charaktervolle Landschaft, liegt das Weingut Sighardt Donabaum. Dieser Familienbetrieb blickt auf eine lange und tief verwurzelte Geschichte zurück und verbindet Tradition mit einer klaren, zukunftsorientierten Vision. Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Heute wird das Weingut in der 17. Generation von Sighardt Donabaum geführt. Sighardt Donabaum übernahm im Jahr 1995 die Verantwortung für das Weingut und bewirtschaftet es seit 1993 mit seinem ganz eigenen Stil. Seine Philosophie verbindet bewährte, klassische Weinherstellungsmethoden mit einem offenen Blick für Innovationen und die Herausforderungen moderner Weinproduktion. Dabei bleibt er stets seinen Prinzipien treu: Er verbindet traditionelles Können mit einem innovativen Geist, um Weine zu schaffen, die sowohl die Historie als auch die Zukunft repräsentieren. Der Winzer ist, wie seine tierischen Begleiter, die auf den Weinetiketten zu finden sind, ein wahrer „alter Hase“ im besten Sinne: erfahren, geerdet und tief verbunden mit der Natur. Diese Tiere symbolisieren seine Überzeugung, dass alles im Leben und im Wein mit dem natürlichen Kreislauf verbunden ist – Natur, Tier und Mensch stehen in einem empfindlichen, respektvollen Gleichgewicht. Dieses Verständnis bringt Donabaum dazu, seinen Weinen die nötige Zeit zu geben, um ihre volle Reife zu erreichen. Daher erscheinen die meisten seiner Weine erst im Herbst auf dem Markt. Die Vinifikation bei Donabaum folgt klassischen, bewährten Methoden, die mit viel Feingefühl und handwerklichem Geschick umgesetzt werden. Maischestandzeiten sorgen für eine gute Struktur, einen feinen Gerbstoff und angenehme Länge.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -