Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2023 Sauvignon Blanc Ried Wiesberg
Weingut
Hirschmugl
Südsteiermark

Elegant, sortentypisch, kühle Frucht, feine Würze; auch im Geschmack so, hinten und im Nachhall grünblättrige Noten, fein gewobenes Säurenetz, Feinheit vor Wucht.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Glassstöpsel

Weingut
Hirschmugl
Südsteiermark

Anton Hirschmugl jun.
8430 Leibnitz
Am Plöckelberg 6

Auf der Domaine am Seggauberg wird im Einklang mit der Natur gearbeitet. Am 28. April 2007 haben Anton und Astrid Hirschchmugl ihre ersten Rebstöcke gepflanzt. Das war damals der erste Piwi-Weingarten in der Steiermark. Die Rebflächen erstrecken sich vom Sausal über Seggauberg und den Kreuzberg in Eichberg-Trautenburg bis zur Ried Obegg in Spielfeld. Kellermeister und Querdenker Alexander Scherübl zu seiner Arbeit: „Demut und Liebe, Leidenschaft und Hingabe, wachsame Aufmerksamkeit und ständige Sorgfalt um Boden, Rebstock und Traube.“ Nachhaltigkeit war das Motto beim neuen Design – von den wiederverwendbaren Flaschen aus Leichtglas über die Verschlüsse, den schlichten Etiketten bis zu den Kartons ist alles Made in Austria. Die Basisweine firmieren unter der Bezeichnung Linie Trinkvergnügen, die im Holz erzogenen Terroirweine kommen als Linie Nobilis in den Verkauf, daneben gibt es für besondere Ausbauformen die Kategorie Spezialitäten, die Spitze stellt die Linie Aurum dar. Diese Weine sind limitiert und lagern mehrere Jahre in Holzfässern. Terroir3 steht für drei Rieden und drei Böden. Die aktuelle Serie präsentiert sich feingliedrig und sortentypisch. Die Handschrift von Alexander Scherübl ist klar zu erkennen. Ein eleganter Festsaal, eine Gartenanlage und der historische Gewölbekeller bieten ein exklusives Ambiente für Seminare, Hochzeiten und andere Feiern, übernachten kann man in vier stilvollen Appartements.

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2025 Gelber Muskateller Südsteiermark
Weingut
TRUNK Obegg
Südsteiermark

Eigenständig, sortenaffin, Kräuter à la frischer Wermut, dahinter frische Holunderblüten und Zesten von gelben Zitrusfrüchten; präsentiert sich auch auf dem Gaumen so, belebendes Säurespiel, trocken, mittleres Gewicht, Grapefruits im Abgang, als Sorte selbsterklärend.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
TRUNK Obegg
Südsteiermark

Inh. Ferdinand Teschl
8472 Obegg
Am Obegg 2

Tel. +43 3134 2207
wein@trunk.at
www.trunk.at

Das Weingut Trunk wurde im 19. Jahrhundert vom Urgroßvater der jetzigen Akteure in jungen Jahren gegründet, nun führt die vierte Generation Regie. Die Familie und Kellermeister Walter Neubauer haben ihr ganzes Herzblut in dieses Projekt gesteckt, wie Gabriela Schäfer, die Schwester von Eigentümer Ferdinand Teschl, betont. Das Gut soll im alten Stil erhalten werden. „Wenn wir etwas erneuern, dann sehr behutsam und zum traditionellen Charakter passend, das ist uns sehr wichtig“, so Frau Schäfer im O-Ton. Das Weingut inklusive aller Weingärten befindet sich auf der renommierten Riede Obegg, deren Untergrund aus reinstem Muschelkalk besteht. Dieser Boden drückt den Weinen seinen Stempel auf. Die Rieden sind nach Ost bis Südwest ausgerichtet. Viele der Rebstöcke sind betagt, mehr als 60 Jahre alt, ein weiterer Terroirfaktor. Ausgebaut werden die Weine großteils in Stahltanks, ein kleiner Teil wird in Holzfässern vergoren, wenn die Qualität der Trauben den Vorstellungen des Teams entspricht. Riesling wird in geringer Menge in der Tonamphore auf der Maische vergoren und bis zu 24 Monate in diesem Gebinde ausgebaut. In der stilvoll renovierten alten Buschenschenke werden mehrmals im Jahr Weinverkostungen und Kellerführungen angeboten, auf Anfrage sind dort Geburtstagsfeiern, Firmenseminare und dergleichen möglich. Einmal jährlich findet im Sommer ein Konzert statt. Die gesamte Serie zeichnet sich durch Klarheit und Trinkfluss aus. Keiner der Weine ist laut. Der Chardonnay Ried Obegg zeigt Lagencharakter. Der Riesling aus der Amphore ist überraschend fein, die Preisgestaltung ausgesprochen fair.

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2022 Chardonnay Alte Reben Grande Reserve
Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

Rauchig, Rooibos Tee, dezente Frucht, markante Holzwürze; tropische Frucht, Banane, salzige Oliven, burgundisch, Holz gut eingebunden, dunkle Schokonoten, Potenzial.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Johannes Münzenrieder
Neusiedlersee

Johannes Münzenrieder
7143 Apetlon
Wallernerstraße 27

Rot-Weiß-Süß – so gestaltet sich das Programm bei Johannes Münzenrieder. Dabei tut sich ein Weingenuss-Reigen von 30 verschiedenen Weinen auf, die neben Trinkvergnügen auch als klare Preis-Leistungs-Garanten eingestuft werden können. Somit wundert es nicht, dass Münzenrieders Weine in der Gastronomie und im Handel gut aufgestellt sind – und auch im Ausland sind seine Kreszenzen beliebt, was 60 Prozent Exportquote verdeutlicht. Im roten Premiumbereich zeigt der Winzer mit seiner Grande Reserve vom Merlot sowie seiner Cuvée Zweiglas besonders auf. Ziemlich lässig!

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2024 Pannobile Weiß
Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

(GV/FU) Salzig, würziges Bukett, Quitten, gewürzige Birnen, Nelken, Zimt, viel Leben; am Gaumen straff, salzige Oliven, Furmint kommt stark, exotische Frucht, Litschi und Papaya, zugänglich, saftig, mineralisch, salziger Abgang, viel Animo.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€
Naturkork

Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Anita & Hans Nittnaus
7122 Gols
Untere Hauptstraße 49

Alte Weinwerte mit neuem Weinstreben verbindet in perfekter Weise das Golser Weingut Anita & Hans Nittnaus. Seit den 1990er-Jahren steht das Flaggschiff des Hauses, der Comondor, als eine österreichische Rotweinikone mit internationalem Format. Mit der Marke Pannobile hat der Topwinzer Hans „John“ Nittnaus bereits vor 35 Jahren einen der ersten charismatischen burgenländischen Gebietsweine gemacht, wo er die heimischen Sorten Zweigelt und Blaufränkisch forcierte. Bis 2002 gab es bei Nittnaus auch ein weißes Pannobile-Pendant, damals aus Burgundersorten. Seinen Pannobile Weiß hat Nittnaus mit dem Jahrgang 2024 wieder aufleben lassen – jedoch komplett neu gedacht. Der innovative Winzer vereint dabei das großartige Terroir vom Leithaberg mit seinem jüngsten Steckenpferd, dem Furmint, den er als Juniorpartner mit Grüner Veltliner in diesem weißen Pannobile vermählt. Nittnaus‘ Furmint-Abenteuer hat 2018 begonnen – im Kleinen. Heute hat er schon zwei Hektar von dieser Traditionsweißweinsorte ausgesetzt. Neben dem Weißen Pannobile gibt es auch zwei reinsortige Furmint. Neu: der Ortswein Jois, ein gelungener und äußerst preiswerter Wein als Einstieg in die faszinierende Furmint-Welt. Was die Sorte im Premiumbereich leisten kann, zeigt Nittnaus mit seinem Lagenwein aus der Ried Tannenberg in Jois, 2024 ist der vierte Furmint-Jahrgang, es ist ein Powerwein mit Rieseneleganz, der sein Potenzial erst im großen Glas entfaltet. „Ich bin kein analytischer Koster“, sagt John Nittnaus, denn sein Credo lautet: „Mir geht es darum, welche Persönlichkeit hat der Wein.“ Und viel Persönlichkeit kommt vom Leithaberg. Darum hat Nittnaus schon vor Jahren seinen Aktionsradius von seiner Heimatstadt Gols auf den nahen Leithaberg ausgeweitet, um dort mit dem Blaufränkisch ein Weindenkmal zu setzen. Es ist seine Königssorte geworden – und: „Wir wollen den Blaufränkisch-Anteil in den nächsten Jahren weiter steigern“, sagt der Winzer, der am Leithaberg bereits vier unterschiedliche Lagenweine im Portfolio hat. Seine beiden Top-Blaufränkisch kommen aus Jois: aus der Ried Jungenberg, wo die Sorte auf einem Schieferboden steht, und aus der Ried Gritschenberg, einer kalkgeprägten Lage. Weiters gibt es noch in Jois den Blaufränker vom Altenberg und die Lange Ohn in Neusiedl. Beim Wein und daraus entstehenden neuen Ideen ist John Nittnaus immer jung geblieben – und ist damit auch den Low Intervention Weinen der Nittnaus-Jugend Martin, Andreas und Lydia aufgeschlossen. Hier hat sich die junge Generation schon seit einigen Jahren unter den Namen Manila und Elektra mit straffen spannungsgeladenen Natural Wines in Weiß und Rot in Szene gesetzt. Prädikat: unbedingt auch kosten!

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2025 Blaufränkisch VITKULT
Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

Klassische Prägung auf wertigem Niveau, ruhig, reife Brombeeren, bisschen Kirschen; saftig, viel Frucht, hauchzarte Tannine und Säure, selbsterklärend.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Naturkork

Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

Familie Prickler
7361 Lutzmannsburg
Birkenhain 1

Herbert Prickler hat das Weingut gemeinsam mit seiner Frau Elfi in den 1980er Jahren gegründet, praktisch aus dem Nichts, wie er sagt. Mittlerweile führt die zweite Generation Regie. Kellermeister Christian wird vom Senior unterstützt, Christina obliegen das Marketing, die Kundenbetreuung und das Büro. Mit Tochter Valentina wächst die dritte Generation heran. René Prickler ist immer da, wenn man ihn braucht. Elfi Prickler ist die Hüterin der Rebstöcke, zu denen sie ein inniges Verhältnis hat. Die Reben stehen auf dem Lutzmannsburger Hochplateau, wo sie unter günstigen mikroklimatischen Bedingungen ihre Wurzeln in einen Boden aus Lehm, Tonmergel, Tegel und Quarzsanden treiben. Die Familie hat hier Blaufränkisch, Zweigelt, Merlot, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Welschriesling ausgepflanzt. „Wir sind ein echter Familienbetrieb und legen höchsten Wert auf Qualität zu einem fairen Preis“, erklärt Christina Prickler. Verkaufsschlager sei der Merlot, von dem es immer zu wenig gebe. Der Betrieb ist nach dem Stand der Technik ausgerüstet. Im Jahr 2021 wurde ein neuer, lichtdurchfluteter Verkostungsraum in Betrieb genommen, der auch für Veranstaltungen und Präsentationen zur Verfügung steht. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine feine Handschrift aus, da ist nichts Vordergründiges oder Lautes, die Gerbstoffe sind präsent und strukturgebend, aber nie hart. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen attraktiv.

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2024 Muscaris
Weingut
Hirschmugl
Südsteiermark

Druckvoll, Holunderblüten, Tropenfrüchte, Grapefruitzesten, Kräuter, Muskat; schließt so an, trotz merklicher Substanz trinkanimierend, Säurespiel, Aromen vom Bukett klingen lange nach.

Blauburger
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Hirschmugl
Südsteiermark

Anton Hirschmugl jun.
8430 Leibnitz
Am Plöckelberg 6

Auf der Domaine am Seggauberg wird im Einklang mit der Natur gearbeitet. Am 28. April 2007 haben Anton und Astrid Hirschchmugl ihre ersten Rebstöcke gepflanzt. Das war damals der erste Piwi-Weingarten in der Steiermark. Die Rebflächen erstrecken sich vom Sausal über Seggauberg und den Kreuzberg in Eichberg-Trautenburg bis zur Ried Obegg in Spielfeld. Kellermeister und Querdenker Alexander Scherübl zu seiner Arbeit: „Demut und Liebe, Leidenschaft und Hingabe, wachsame Aufmerksamkeit und ständige Sorgfalt um Boden, Rebstock und Traube.“ Nachhaltigkeit war das Motto beim neuen Design – von den wiederverwendbaren Flaschen aus Leichtglas über die Verschlüsse, den schlichten Etiketten bis zu den Kartons ist alles Made in Austria. Die Basisweine firmieren unter der Bezeichnung Linie Trinkvergnügen, die im Holz erzogenen Terroirweine kommen als Linie Nobilis in den Verkauf, daneben gibt es für besondere Ausbauformen die Kategorie Spezialitäten, die Spitze stellt die Linie Aurum dar. Diese Weine sind limitiert und lagern mehrere Jahre in Holzfässern. Terroir3 steht für drei Rieden und drei Böden. Die aktuelle Serie präsentiert sich feingliedrig und sortentypisch. Die Handschrift von Alexander Scherübl ist klar zu erkennen. Ein eleganter Festsaal, eine Gartenanlage und der historische Gewölbekeller bieten ein exklusives Ambiente für Seminare, Hochzeiten und andere Feiern, übernachten kann man in vier stilvollen Appartements.

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2025 Sauvignon Blanc Südsteiermark
Weingut
TRUNK Obegg
Südsteiermark

Dezent, angenehm unplakativ, klassische Prägung mit grünblättriger Würze, Stachelbeeren und Johannisbeeren; klar und frisch auch im Geschmack, saftig, angenehme Säure, Trinkfluss.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
TRUNK Obegg
Südsteiermark

Inh. Ferdinand Teschl
8472 Obegg
Am Obegg 2

Tel. +43 3134 2207
wein@trunk.at
www.trunk.at

Das Weingut Trunk wurde im 19. Jahrhundert vom Urgroßvater der jetzigen Akteure in jungen Jahren gegründet, nun führt die vierte Generation Regie. Die Familie und Kellermeister Walter Neubauer haben ihr ganzes Herzblut in dieses Projekt gesteckt, wie Gabriela Schäfer, die Schwester von Eigentümer Ferdinand Teschl, betont. Das Gut soll im alten Stil erhalten werden. „Wenn wir etwas erneuern, dann sehr behutsam und zum traditionellen Charakter passend, das ist uns sehr wichtig“, so Frau Schäfer im O-Ton. Das Weingut inklusive aller Weingärten befindet sich auf der renommierten Riede Obegg, deren Untergrund aus reinstem Muschelkalk besteht. Dieser Boden drückt den Weinen seinen Stempel auf. Die Rieden sind nach Ost bis Südwest ausgerichtet. Viele der Rebstöcke sind betagt, mehr als 60 Jahre alt, ein weiterer Terroirfaktor. Ausgebaut werden die Weine großteils in Stahltanks, ein kleiner Teil wird in Holzfässern vergoren, wenn die Qualität der Trauben den Vorstellungen des Teams entspricht. Riesling wird in geringer Menge in der Tonamphore auf der Maische vergoren und bis zu 24 Monate in diesem Gebinde ausgebaut. In der stilvoll renovierten alten Buschenschenke werden mehrmals im Jahr Weinverkostungen und Kellerführungen angeboten, auf Anfrage sind dort Geburtstagsfeiern, Firmenseminare und dergleichen möglich. Einmal jährlich findet im Sommer ein Konzert statt. Die gesamte Serie zeichnet sich durch Klarheit und Trinkfluss aus. Keiner der Weine ist laut. Der Chardonnay Ried Obegg zeigt Lagencharakter. Der Riesling aus der Amphore ist überraschend fein, die Preisgestaltung ausgesprochen fair.

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2025 Grüner Veltliner Peunt Federspiel
Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Dunkler Pfeffer, viel Kernobst, süße Äpfel, würzige Birne; schon stoffig, saftiges Federspiel mit exotischer Fruchtfülle, grüne Ananas, schwarzer Pfeffer, kühle Mineralität, mittellang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Johann Donabaum
3620 Spitz
Laaben 15

Fährt man von der Donau etwa zwei Kilometer den Spitzer Graben hinauf, kommt man nach Laaben und zu Johann Donabaum, einem der Paradewinzer von Spitz. Seit nunmehr 30 Jahren macht Donabaum bereits Wein – 1996 hat er, blutjung, als Zwanzigjähriger das Weingut in fünfter Generation übernommen und hat es schnell an die Wachauer Spitze gebracht. Zehn Hektar bewirtschaftet er, hauptsächlich im Spitzer Graben. Der Einstieg in die Genusswelt sind zwei Wachauer Federspiel-Gebietsweine, einmal als Grüner Veltliner und einmal als Riesling, beides die Haus- und Hof-Sorten Donaubaums und der Wachau. Das dritte und exklusivere Federspiel vereint die Peunt Trauben aus dem Spitzer Graben und aus Wösendorf. „Die Federspiele aus dem Jahrgang 2025 wirken generell alkoholschlanker. Aber sie zeigen sich sehr schön, weil sie ein bisschen mehr Säure aufweisen“, sagt der Winzer. Alle Jahre viel Spannung bieten Donabaums Smaragd-Weine, wo er bei beiden Sorten herkunftstypische Lagenweine macht. Beim Veltliner ist der Zornberg im Spitzer Graben die kühlste Lage, klassisch Urgestein geprägt. Der Kirchweg in Wösendorf dagegen bringt den wärmsten und würzigsten Veltliner hervor, die Riede zieht sich nah der Donau entlang und ist lössgeprägt. Die Spitzer Point ist immer Donabaums Top-Lagenklassiker unweit vom Weingut. Die Reben stehen dabei auf einem tiefgründigeren, schweren Boden, der dem Wein viel exotische Fruchtfrische und Würze gibt. Bei den Smaragd-Rieslingen hält der Winzer ein benachbartes Rieden-Trio aus dem Graben bereit: die Vogelleithen als kühlste und sehr mineralische Lage, Richtung Spitz hinunter schließt der Offenberg an, jener Riesling, der immer am schnellsten antrinkbar ist. Und der Setzberg als Landmarke zwischen dem Graben und Spitz ist zumeist der straffste Riesling-Smaragd mit viel Herkunftscharakter durch seine salzige Mineralität. Alle Smaragde bringt Donabaum immer ab September, quasi ein Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Über seine Lagen stellt Donaubaum seine Limitierte Edition, meist eine Rieden übergreifende Komposition aus den ältesten Parzellen und reifsten Trauben des Jahrgangs. 2025 ist die Limitierte Edition vom Grünen Veltliner nahezu ausschließlich von der Spitzer Point und von Reben, die schon 60 bis 70 Jahre alt sind. Sehr gelungen. Auf der Riesling-Seite musste Donabaum auf die Produktion einer Limitierten Edition verzichten, weil es der Jahrgang 2025 nicht hergab, die Qualitätsanforderungen, die Donabaum bei diesem Wein hat, zu erreichen. Für alle Wachau-Fans, die abseits Veltliner- und Riesling-Klassiker Interessantes Anderes suchen. Donabaum, der auch gern Burgunder trinkt, macht hier mit einem Neuburger und einem Chardonnay interessante Weine.

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2025 Sauvignon Blanc
Weingut
Forstreiter
Kremstal

Archetypisch, Kräuter, Buchsbaum, Stachelbeeren, Cassis; saftig, Frucht dominiert, zartes Säurespiel, super Trinkfluss, reife Stachelbeeren im Nachhall.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Forstreiter
Kremstal

Forstreiter
3506 Krems-Hollenburg
Obere Hollenburger Hauptstraße 36

Das Weingut von Meinhard Forstreiter und seiner Frau Isabella hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung genommen. Äußeres Zeichen ist das moderne Betriebsgebäude über dem Ufer der Donau. Neben der Arbeit in den Weingärten ermöglicht der Keller nach dem Stand der Technik die hohe Qualität der Weine. Sohn Daniel wurde zunehmend Verantwortung übertragen, viele der Weine entstehen unter seiner Regie. Den Schwerpunkt im Portfolio der weißen Varietäten bildet Grüner Veltliner, gefolgt von Riesling. Komplementärsorten werden mit der gleichen Sorgfalt vinifizert. Auch die Rotweine können sich sehen lassen, sie repräsentieren „cool climate“ im besten Sinne. Der Winzer erwartet nicht, dass man vor seinen Weinen niederkniet: „Ich mache die Weine für mich. Nur die Weine, die mir schmecken, kann ich auch verkaufen.“ Die heuer verkosteten Weine vereinen Frucht, Klarheit, Trinkfluss und Feinheit. Keiner der Weine ist laut oder üppig. Der Riedencharakter wurde präzise herausgearbeitet. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen fair.

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2023 Roter Veltliner Urig
Bioweingut
Familie Bauer
Wagram

McIntosh Apfel, Rhabarber, Orangenkonfitüre und Grafit im Auftakt, alles verspielt, gute Balance von Gerbstoff und Frische, leichtes Karamell mit Williamsbirne, Hagebutte, Papaya, Herzkirschen, unterlegt mit Zitronenverbene, der Gerbstoff packt den Wein vom Antrunk bis zum Abgang, Grapefruit an der Säurestruktur bringt Frische mit.

Weißwein
Roter Veltliner
€€
Naturkork

Bioweingut
Familie Bauer
Wagram

Josef Bauer
3471 Großriedenthal
Hauptstraße 68

Das Bioweingut der Familie Bauer ist seit 2012 zertifiziert und verbindet biologische Bewirtschaftung mit Neugier und Innovationsgeist. Neben Klassikern wie Grüner Veltliner, Roter Veltliner und Riesling prägen auch PIWI-Sorten wie Donauriesling, Donauveltliner und Blütenmuskateller das Sortiment. Es entstehen auch charakterstarke Naturweine wie Bärig und URIG. Der URIG aus Rotem Veltliner reift teils im Stahltank, teils im Eichenfass, bleibt lange auf der Maische und wird ohne Schwefel gefüllt – kompromisslos und authentisch. Ergänzt wird das Sortiment durch einen lebendigen Pet Nat aus Grünem Veltliner, Rotem Veltliner und Riesling, der unkomplizierte Sommerstimmung ins Glas bringt. Auch die klassischen Vitis-vinifera-Weine zeigen klare Herkunft und Präzision. Die Riedenweine aus Hinterberg und Goldberg werden spontan vergoren und bis zu einem Jahr auf der Vollhefe ausgebaut, was ihnen Struktur und Spannung verleiht. Grüner und Roter Veltliner wachsen auf Löss, der Riesling auf Löss- und Schotterböden. Die Jahrgänge spiegeln jeweils ihren eigenen Charakter wider: Der URIG 2023 zeigt sich kraftvoll und vielschichtig, 2024 geradlinig und fokussiert, während 2025 besonders harmonisch, spannungsvoll und ausgewogen wirkt.

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2025 Grüner Veltliner Ried Hochrain Engelmannsbrunn
Weingut
Gerald Waltner
Wagram

Ruhige kräuterwürzige Nase, Orangenverbene, rosa Pfeffer, Pomelo, McIntosh Apfel, fester Gaumen, der durchgehend würzig bleibt, langer Pfeffer, Schale vom roten Apfel, Weißer Tee, schöne Länge, die von Salz und Zitrone gestützt wird.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Gerald Waltner
Wagram

Gerald Waltner
3470 Engelmannsbrunn
Am Berg 18

Im Jahr 2003 übernahm Gerald Waltner die Verantwortung für das elterliche Weingut in Engelmannsbrunn – der Startschuss für eine beeindruckende Entwicklung, die den Betrieb Schritt für Schritt an die Spitze geführt hat. Von Anfang an stand der Grüne Veltliner im Zentrum seiner Arbeit und prägt bis heute die Handschrift des Hauses. Gemeinsam mit seiner Frau Theresa bewirtschaftet Gerald Waltner rund elf Hektar in besten Lagen von Engelmannsbrunn und Gösing, wobei etwa 65 Prozent der Rebfläche dem Grünen Veltliner gewidmet sind. Heute zählt Waltner zu den prägendsten Winzern der Region. Für ihn ist Wein weit mehr als ein Produkt – er ist Ausdruck von Persönlichkeit, Herkunft und Haltung. „Es fasziniert mich, dem Wein meine eigene Sprache zu geben – die Sprache von Duft und Geschmack. Es wird nie grün gelesen, sondern nur vollreife Trauben“, beschreibt er seine Philosophie. Die Weinberge des Guts, darunter Rieden wie Engelmannsbrunner Hochrain, Gösinger Steinberg, Gösinger Dorner und Gösinger Mittersteig, profitieren von den typischen Lössböden des Wagrams, teils durchzogen von schottrigem Gestein und böhmischem Gneis. Neben Grüner Veltliner gedeihen hier auch Gelber Muskateller, Riesling, Chardonnay, Weißburgunder und Zweigelt – eine vielfältige Basis für ausdrucksstarke, charaktervolle Weine. Im Keller setzt Waltner auf eine klare, geradlinige Vinifikation. Die Riedenweine reifen lange auf der Feinhefe und entwickeln dadurch beeindruckende Struktur, Tiefe und Ruhe. Seine Weine wirken schnörkellos, präzise und klar gezeichnet – immer mit einer deutlichen Handschrift. Besonders hervorzuheben sind die beiden Weißburgunder, die eindrucksvoll zeigen, welches Potenzial der Wagram für diese Rebsorte bereithält. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich insgesamt sehr homogen und elegant. Er transportiert Herkunft und Rebsorte mit großer Klarheit, jede Riede spricht ihre eigene Sprache und fügt sich dennoch in ein stimmiges Gesamtbild. Die Weine zeigen Festigkeit, elegante Frucht und eine feine salzige Note im Abgang – ein Jahrgang mit großem Potenzial, der sowohl jung Freude bereitet als auch mit Reife deutlich gewinnt. Ab 2026 können die Weine zudem über den neu gestalteten Webshop auf der Homepage bezogen werden.

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2024 Rosé
Weingut
Fein
Weinviertel

(ZW/RÖ) Elegantes Kirsch-Himbeerbukett; Hauch Weichsel und rosa Grapefruits, mit samtigen Kirschnoten, würzige Zitronenmelisse, lebendige Struktur, pikante Fruchtsäure, zart salzige Mineralspur im animierenden Finish.

Roséwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Fein
Weinviertel

Bernhard Fein
2102 Hagenbrunn
Schlossgasse 40

Tel. +43 669 19069196
office@fein-wein.at
www.fein-wein.at

Unternimmt man einen Spaziergang entlang des Hagenbrunner Weinwanderwegs, sind es nur noch wenige Schritte zum Weingut Bernhard Fein in der Schloßgasse 40. Dort erwartet den Weinliebhaber ein liebevoll gestalteter Ab-Hof-Laden, wo alle naturbewusst erzeugten landwirtschaftlichen Produkte des Familienbetriebs appetitlich präsentiert werden. Wie zu erwarten, liegt das Schwergewicht auf den gebietstypischen, knackig-frischen Weinen des südlichen Weinviertels. Die Passion von Kellermeister Bernhard Fein ist, die Weine mit viel Liebe und Gefühl im Einklang mit der Natur zu gestalten, also Weine für echte Liebhaber von ehrlichen bodenständigen Produkten zu produzieren. Jeder „Fein Wein“ hat seinen eigenen Charakter und präsentiert sich am Gaumen facettenreich, elegant und spannend. Bernhard Fein keltert Weine, die hauptsächlich vom Terroir des Bisambergs geprägt sind.

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2025 Sauvignon Blanc Urdonau-Schotter
Weingut
Zuschmann – Schöfmann
Weinviertel

Apfeltöne, Cassis, reife Stachelbeeren, Zitrusschale, ein Hauch Holunder, reife Trauben, eng, salzig, elegant, toller Körper, niemals aufdringlich, viel Mineral transportierend, hintergründig, feingliedrig, höchst individuell.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Zuschmann – Schöfmann
Weinviertel

Schöfmann
2223 Martinsdorf
Winzerstraße 52

Dieses außergewöhnliche Weingut im Weinviertel macht sehr gute Weine, wie etwa den 2021 Weisser Burgunder Selektion. Doch die überragenden Schaumweine von hier spielen auf internationalem Niveau. Versektet wird zu 100 Prozent in Eigenregie. Ein ungemein pfiffiger Sekt aus Sauvignon Blanc – Jahrgang 2023 – macht auf Weiteres neugierig. Etwa die zwei Rosé-Schaumweine 2023 und 2019. Dann kommen zwei – 2023 und 2021 – Grüner Veltliner. Beide sind von innerer Harmonie durchzogen. Es wird dramatisch – zweimal 2021 – Riesling und Chardonnay – zweimal große Klasse. In der Weinlodge & Greisslerei kann man diese großartigen Gewächse probieren.

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2025 Grüner Veltliner Grinzing
Weingut
Wien Cobenzl
Wien

Gelbes Kernobst, Zitrus, Nüsse, Pfeffer, feine Würze, Blütenhonig, zarte Frucht, sehr elegant, toller Trinkfluss, ungemein pikant, balanciert, aus einem Guss.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Wien Cobenzl
Wien

Ing. Georg Königsbauer
1190 Wien
Am Cobenzl 96

Dieses Weingut steht unter der Leitung der MA 49 (Land- und Forstwirtschaft Wien). Ein sehr wichtiges Weingut für Wien. Es befindet sich seit über 115 Jahren im Besitz der Stadt Wien. Das Weingut ist Mitglied von WienWein und den Österreichischen Traditionsweingütern. Man verfügt über einige 1ÖTW Lagen in Grinzing wie Ried Steinberg, Ried Seidenhaus, Ried Reisenberg und der Ried Preussen am Nussberg. Es sind immer ungemein authentische Döblinger Weine – ob die Gemischten Sätze oder die sortenreinen Weine. Grüne Veltliner – der Ortswein Grinzing schließt an die große Tradition dieses Weinortes an. Da möchte der Sieveringer Grüne Veltliner aus der Ried Pfeffer nicht nachstehen. Bei den Weinen der Varietät Weissburgunder regiert die Wiener Noblesse, der Wiener Charme. Wer sich die beiden Weine dieser Sorte aus den Grinzinger Rieden Reisenberg und Seidenhaus zu Gemüte führt, verfällt unwillkürlich in eine herrlich rührselige Melancholie. Ein sehr guter 2021 Schaumwein aus Grinzing ist ein hochwertiger Begleiter zu vielen Wiener Gerichten. Dass auch die Rotwein-Freunde hier zu ihrem Recht kommen, ist dem 2021 Pinot Noir Ried Bellevue-Sievering zu verdanken.

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2025 Furmint Jois
Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Viel Frische und Würze, straffe Frucht, zart Holunder, mineralische Note, Spargel; viel Spiel und gute Spannung, saftige Zitrusnoten, Zitronencreme, super Säurepikanz, straff ziseliert, erfrischend, lässiger Every-Day-Wein.

Weißwein
Furmint
€€€
Naturkork

Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Anita & Hans Nittnaus
7122 Gols
Untere Hauptstraße 49

Alte Weinwerte mit neuem Weinstreben verbindet in perfekter Weise das Golser Weingut Anita & Hans Nittnaus. Seit den 1990er-Jahren steht das Flaggschiff des Hauses, der Comondor, als eine österreichische Rotweinikone mit internationalem Format. Mit der Marke Pannobile hat der Topwinzer Hans „John“ Nittnaus bereits vor 35 Jahren einen der ersten charismatischen burgenländischen Gebietsweine gemacht, wo er die heimischen Sorten Zweigelt und Blaufränkisch forcierte. Bis 2002 gab es bei Nittnaus auch ein weißes Pannobile-Pendant, damals aus Burgundersorten. Seinen Pannobile Weiß hat Nittnaus mit dem Jahrgang 2024 wieder aufleben lassen – jedoch komplett neu gedacht. Der innovative Winzer vereint dabei das großartige Terroir vom Leithaberg mit seinem jüngsten Steckenpferd, dem Furmint, den er als Juniorpartner mit Grüner Veltliner in diesem weißen Pannobile vermählt. Nittnaus‘ Furmint-Abenteuer hat 2018 begonnen – im Kleinen. Heute hat er schon zwei Hektar von dieser Traditionsweißweinsorte ausgesetzt. Neben dem Weißen Pannobile gibt es auch zwei reinsortige Furmint. Neu: der Ortswein Jois, ein gelungener und äußerst preiswerter Wein als Einstieg in die faszinierende Furmint-Welt. Was die Sorte im Premiumbereich leisten kann, zeigt Nittnaus mit seinem Lagenwein aus der Ried Tannenberg in Jois, 2024 ist der vierte Furmint-Jahrgang, es ist ein Powerwein mit Rieseneleganz, der sein Potenzial erst im großen Glas entfaltet. „Ich bin kein analytischer Koster“, sagt John Nittnaus, denn sein Credo lautet: „Mir geht es darum, welche Persönlichkeit hat der Wein.“ Und viel Persönlichkeit kommt vom Leithaberg. Darum hat Nittnaus schon vor Jahren seinen Aktionsradius von seiner Heimatstadt Gols auf den nahen Leithaberg ausgeweitet, um dort mit dem Blaufränkisch ein Weindenkmal zu setzen. Es ist seine Königssorte geworden – und: „Wir wollen den Blaufränkisch-Anteil in den nächsten Jahren weiter steigern“, sagt der Winzer, der am Leithaberg bereits vier unterschiedliche Lagenweine im Portfolio hat. Seine beiden Top-Blaufränkisch kommen aus Jois: aus der Ried Jungenberg, wo die Sorte auf einem Schieferboden steht, und aus der Ried Gritschenberg, einer kalkgeprägten Lage. Weiters gibt es noch in Jois den Blaufränker vom Altenberg und die Lange Ohn in Neusiedl. Beim Wein und daraus entstehenden neuen Ideen ist John Nittnaus immer jung geblieben – und ist damit auch den Low Intervention Weinen der Nittnaus-Jugend Martin, Andreas und Lydia aufgeschlossen. Hier hat sich die junge Generation schon seit einigen Jahren unter den Namen Manila und Elektra mit straffen spannungsgeladenen Natural Wines in Weiß und Rot in Szene gesetzt. Prädikat: unbedingt auch kosten!

mehr
2024 Merlot
Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

Präzise, Kräuterwürze, unplakative dunkle Frucht; aromatisches Dacapo, feiner Tanningrip, voller Leben, gute Länge, im Nachhall elegante Gewürzaromen, so macht Merlot Spaß.

Rotwein
Merlot
€€€
Naturkork

Rotweingut
Prickler
Mittelburgenland

Familie Prickler
7361 Lutzmannsburg
Birkenhain 1

Herbert Prickler hat das Weingut gemeinsam mit seiner Frau Elfi in den 1980er Jahren gegründet, praktisch aus dem Nichts, wie er sagt. Mittlerweile führt die zweite Generation Regie. Kellermeister Christian wird vom Senior unterstützt, Christina obliegen das Marketing, die Kundenbetreuung und das Büro. Mit Tochter Valentina wächst die dritte Generation heran. René Prickler ist immer da, wenn man ihn braucht. Elfi Prickler ist die Hüterin der Rebstöcke, zu denen sie ein inniges Verhältnis hat. Die Reben stehen auf dem Lutzmannsburger Hochplateau, wo sie unter günstigen mikroklimatischen Bedingungen ihre Wurzeln in einen Boden aus Lehm, Tonmergel, Tegel und Quarzsanden treiben. Die Familie hat hier Blaufränkisch, Zweigelt, Merlot, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und Welschriesling ausgepflanzt. „Wir sind ein echter Familienbetrieb und legen höchsten Wert auf Qualität zu einem fairen Preis“, erklärt Christina Prickler. Verkaufsschlager sei der Merlot, von dem es immer zu wenig gebe. Der Betrieb ist nach dem Stand der Technik ausgerüstet. Im Jahr 2021 wurde ein neuer, lichtdurchfluteter Verkostungsraum in Betrieb genommen, der auch für Veranstaltungen und Präsentationen zur Verfügung steht. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine feine Handschrift aus, da ist nichts Vordergründiges oder Lautes, die Gerbstoffe sind präsent und strukturgebend, aber nie hart. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen attraktiv.

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2025 Grüner Veltliner Ried Zornberg Spitz Smaragd
Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Kühle Graben-Aromatik, reife Äpfel, guter Sortencharakter; viel schwarzer Pfeffer, Zitrusfrüchte, Mandarinen, Bitterorange, mineralisch guter Säurebiss, mittellang bis lang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Johann Donabaum
Wachau

Johann Donabaum
3620 Spitz
Laaben 15

Fährt man von der Donau etwa zwei Kilometer den Spitzer Graben hinauf, kommt man nach Laaben und zu Johann Donabaum, einem der Paradewinzer von Spitz. Seit nunmehr 30 Jahren macht Donabaum bereits Wein – 1996 hat er, blutjung, als Zwanzigjähriger das Weingut in fünfter Generation übernommen und hat es schnell an die Wachauer Spitze gebracht. Zehn Hektar bewirtschaftet er, hauptsächlich im Spitzer Graben. Der Einstieg in die Genusswelt sind zwei Wachauer Federspiel-Gebietsweine, einmal als Grüner Veltliner und einmal als Riesling, beides die Haus- und Hof-Sorten Donaubaums und der Wachau. Das dritte und exklusivere Federspiel vereint die Peunt Trauben aus dem Spitzer Graben und aus Wösendorf. „Die Federspiele aus dem Jahrgang 2025 wirken generell alkoholschlanker. Aber sie zeigen sich sehr schön, weil sie ein bisschen mehr Säure aufweisen“, sagt der Winzer. Alle Jahre viel Spannung bieten Donabaums Smaragd-Weine, wo er bei beiden Sorten herkunftstypische Lagenweine macht. Beim Veltliner ist der Zornberg im Spitzer Graben die kühlste Lage, klassisch Urgestein geprägt. Der Kirchweg in Wösendorf dagegen bringt den wärmsten und würzigsten Veltliner hervor, die Riede zieht sich nah der Donau entlang und ist lössgeprägt. Die Spitzer Point ist immer Donabaums Top-Lagenklassiker unweit vom Weingut. Die Reben stehen dabei auf einem tiefgründigeren, schweren Boden, der dem Wein viel exotische Fruchtfrische und Würze gibt. Bei den Smaragd-Rieslingen hält der Winzer ein benachbartes Rieden-Trio aus dem Graben bereit: die Vogelleithen als kühlste und sehr mineralische Lage, Richtung Spitz hinunter schließt der Offenberg an, jener Riesling, der immer am schnellsten antrinkbar ist. Und der Setzberg als Landmarke zwischen dem Graben und Spitz ist zumeist der straffste Riesling-Smaragd mit viel Herkunftscharakter durch seine salzige Mineralität. Alle Smaragde bringt Donabaum immer ab September, quasi ein Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Über seine Lagen stellt Donaubaum seine Limitierte Edition, meist eine Rieden übergreifende Komposition aus den ältesten Parzellen und reifsten Trauben des Jahrgangs. 2025 ist die Limitierte Edition vom Grünen Veltliner nahezu ausschließlich von der Spitzer Point und von Reben, die schon 60 bis 70 Jahre alt sind. Sehr gelungen. Auf der Riesling-Seite musste Donabaum auf die Produktion einer Limitierten Edition verzichten, weil es der Jahrgang 2025 nicht hergab, die Qualitätsanforderungen, die Donabaum bei diesem Wein hat, zu erreichen. Für alle Wachau-Fans, die abseits Veltliner- und Riesling-Klassiker Interessantes Anderes suchen. Donabaum, der auch gern Burgunder trinkt, macht hier mit einem Neuburger und einem Chardonnay interessante Weine.

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2025 Riesling Langenloiser Urgestein
Weingut
Hiedler
Kamptal

Viel Steinobstnoten, saftige Marillen, knackige Frische, sehr einnehmend; am Gaumen kühle aromatische Frucht, Pfirsiche, reifes Zitrus, knackige Säure, Wein mit Biss, macht Spass, mittellang.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Hiedler
Kamptal

Dietmar & Ludwig Hiedler
3550 Langenlois
Am Rosenhügel 13

Tel. +43 2734 2468
office@hiedler.at
www.hiedler.at

Das Weingut Hiedler zählt zu den besten Weißweinbetrieben in Österreich. Das war schon in den 1990er Jahren so, als Ludwig Hiedler Senior, Gründungsmitglied der 1ÖTW-Traditionsweingüter, den Takt vorgab. Und das setzt sich auch mit den Söhnen Ludwig Junior und Dietmar Hiedler so fort. Das Brüder-Gespann leitet seit drei Jahren das schmucke Langenloiser Gut, wo man immer das Gefühl hat, dass dort neben dem guten Wein auch viel Freude wohnt. Hiedler steht für Grüner Veltliner und Riesling, hauptsächlich. Diese beiden Kamptaler DAC-Sorten werden auch Jahr für Jahr facettenreich über drei Jahrgänge präsentiert. Die Jungspunde sind die Gebiets- und Ortsweine, die die Süffigkeit des jungen Jahrgangs, aktuell 2025, aufzeigen. Sie glänzen mit sortentypischer Frucht und einer verlockenden Säurepikanz, die für viel Trinkanimo sorgt. Aus dem Jahr 2025 mitgenommen wird auch der Lagenveltliner Thal, als Vorbote der Riedenweine und als einer der sentimental wichtigsten Weine der Hiedlers, denn einige Parzellen aus Thal sind schon seit 170 Jahren in ihrem Besitz. Die jungen Riedenweine erstrecken sich über zwei Jahrgänge. Die 1ÖTW-Lagen kommen immer zwei Jahre nach der Ernte auf den Markt, somit sind beim Veltliner die 2024er Kittmannsberg und Schenkenbichl jetzt angesagt. Einzig der Grüne Veltliner vom Käferberg darf, so wie die Maximum-Weine der Hiedlers, ein weiteres Jahr im Keller reifen. Ausschlaggebend dafür ist das spezielle Käferberg-Terroir: Über dem Untergrund der Böhmischen Masse liegt ein drainagierter Boden aus Kies, Schotter und Kristallingestein, auf dem 85 Jahre alte Veltliner-Reben stehen – die ältesten Stöcke des Weinguts. Ausgebaut wird der Käferberg dann für 18 Monate im Fass und kommt auch noch für ein halbes Jahr im Tank auf die Feinhefe, bevor es nach drei Jahren in den Verkauf geht. Enorm trittsicher bewegen sich die Hiedlers bei den Lagen-Rieslingen. Der Steinhaus ist nicht nur „Door Opener“, sondern auch ein Preis-Leistungs-Hit, der oft – und zu Unrecht – etwas übersehen wird, weil Heiligenstein und Gaisberg in der Rieslingwelt besonders glänzen. Abgerundet wird das Riesling und Veltliner-Programm der Hiedlers seit jeher mit einer feinen Burgunderkomponente – Weißburgunder, Chardonnay und Pinot Noir. Sollte man auch nicht versäumen! Toasted & Unfiltered …

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2025 Weißburgunder
Weingut
Forstreiter
Kremstal

Sortentypisch, geriebene Haselnüsse, Kernobst, Weißbrot; dezente Frucht, Schmelz, sanfte Säure, Substanz, ruhig.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Forstreiter
Kremstal

Forstreiter
3506 Krems-Hollenburg
Obere Hollenburger Hauptstraße 36

Das Weingut von Meinhard Forstreiter und seiner Frau Isabella hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Aufschwung genommen. Äußeres Zeichen ist das moderne Betriebsgebäude über dem Ufer der Donau. Neben der Arbeit in den Weingärten ermöglicht der Keller nach dem Stand der Technik die hohe Qualität der Weine. Sohn Daniel wurde zunehmend Verantwortung übertragen, viele der Weine entstehen unter seiner Regie. Den Schwerpunkt im Portfolio der weißen Varietäten bildet Grüner Veltliner, gefolgt von Riesling. Komplementärsorten werden mit der gleichen Sorgfalt vinifizert. Auch die Rotweine können sich sehen lassen, sie repräsentieren „cool climate“ im besten Sinne. Der Winzer erwartet nicht, dass man vor seinen Weinen niederkniet: „Ich mache die Weine für mich. Nur die Weine, die mir schmecken, kann ich auch verkaufen.“ Die heuer verkosteten Weine vereinen Frucht, Klarheit, Trinkfluss und Feinheit. Keiner der Weine ist laut oder üppig. Der Riedencharakter wurde präzise herausgearbeitet. Die Preisgestaltung ist ausgesprochen fair.

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2025 Donauriesling
Bioweingut
Familie Bauer
Wagram

Pfirsich, Orangenverbene, Hollunder, Heublumen, freundliche fruchtige Nase, schmeichelnder Gaumen, Quitte, frische Zitronenzesten, Kiwi, Mango, saftig, mit einem kulinarischen Fruchtspiel, Kräutertee und Pomelo zeigen sich im Abgang.

Weißwein
Donauriesling
€€
Schraubverschluss

Bioweingut
Familie Bauer
Wagram

Josef Bauer
3471 Großriedenthal
Hauptstraße 68

Das Bioweingut der Familie Bauer ist seit 2012 zertifiziert und verbindet biologische Bewirtschaftung mit Neugier und Innovationsgeist. Neben Klassikern wie Grüner Veltliner, Roter Veltliner und Riesling prägen auch PIWI-Sorten wie Donauriesling, Donauveltliner und Blütenmuskateller das Sortiment. Es entstehen auch charakterstarke Naturweine wie Bärig und URIG. Der URIG aus Rotem Veltliner reift teils im Stahltank, teils im Eichenfass, bleibt lange auf der Maische und wird ohne Schwefel gefüllt – kompromisslos und authentisch. Ergänzt wird das Sortiment durch einen lebendigen Pet Nat aus Grünem Veltliner, Rotem Veltliner und Riesling, der unkomplizierte Sommerstimmung ins Glas bringt. Auch die klassischen Vitis-vinifera-Weine zeigen klare Herkunft und Präzision. Die Riedenweine aus Hinterberg und Goldberg werden spontan vergoren und bis zu einem Jahr auf der Vollhefe ausgebaut, was ihnen Struktur und Spannung verleiht. Grüner und Roter Veltliner wachsen auf Löss, der Riesling auf Löss- und Schotterböden. Die Jahrgänge spiegeln jeweils ihren eigenen Charakter wider: Der URIG 2023 zeigt sich kraftvoll und vielschichtig, 2024 geradlinig und fokussiert, während 2025 besonders harmonisch, spannungsvoll und ausgewogen wirkt.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -