Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2025 Rosé Seerose
Weingut
Strehn
Mittelburgenland

(CS/SY) Dezent rauchig, würzig, Himbeeren, Kirschen, Steinobst, saftige Frucht, feine Fülle, cremige Intension mit Druck, ausdrucksstark, einiger Tiefgang, liegt eng am Gaumen, gute Länge.

Roséwein
Cuvée Rot
€€€
Glassstöpsel

Weingut
Strehn
Mittelburgenland

Pia Strehn
7301 Deutschkreutz
Weinbergweg 1

Tel. +43 664 1636570
office@strehn.at
www.strehn.at

„La Vie en Rose“ – das Leben in Rosa – ist das Motto von Pia Strehn – unsere Queen of Rosé. Die Kreationen von Pia, die das Weingut in 4. Generation führt, findet man in den besten Häusern von London bis New York. Sie ist gern gesehener Gast in gewissen Talkshows, Podcasts oder in „Frühstück bei mir“. Hat den Rosé für die Salzburger Festspiele geliefert. Trotz all dem Ruhm, der ihr unzweifelhaft zusteht, ist Pia immer sie selbst geblieben. Bescheiden, zurückhaltend, doch sprachgewandt und stilsicher – nach dem Motto „Mode ist vergänglich, Stil niemals“. Ich habe vier formidable Rosé Weine verkostet – plus den Elefanten in der Rosé Verkostung im Heft – die mich absolut beeindruckt haben. 2025 Blaufränkisch Rosé – 2025 Seerose – 2023 Blaufränkisch Rosé Ried Goldberg und den 2023 Rosé Love Story, den ich zu den besten der Welt zähle. Diese Rosé Weine sind nie vordergründig oder Sommerweine. Es sind ernsthafte Gewächse, die lagern können und ganz einfach auf die Tafel gehören. Die Strehn Rosé gehen weit über das Klischeehafte hinaus. Solch ein Wein wie die Love Story hat etwas Philosophisches in sich. Das ist ein Seelenwärmer. Von majestätischem Format. Doch darf man nicht auf die anderen Weine dieses Hauses vergessen. So einen Chardonnay wie die 2024 Miss Waikiki findet man nicht so oft. Den Weissen Schotter 2025 habe ich – wie schon die Jahrgänge zuvor – zu meinem Fischwein erkoren. Hier findet man Finesse und Frische gepaart mit den salzigen Tönen des Deutschkreutzer Bodens. Die beiden Rotweine wie 2024 Ultra Violett und der 2024 Roter Schotter sind absolut eigenständige Kreszenzen, welche – vor allem der Rote Schotter – total unterschätzt sind. Wir Österreicher sollten uns vergegenwärtigen, dass das Weingut Strehn, welches Pia gemeinsam mit ihren zwei Brüdern führt, Weltklasse repräsentiert. Darauf sollten wir stolz sein.

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2025 Riesling 1000Eimerberg der goldene Hirsch
Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Honignoten, Propolis, goldgelb, feine Säure und mittlere Intensität, satter Gerbstoff, dunkle Würze, leicht nach Bittermandel, Flieder und weiße Blüten, Süße gut eingebaut.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Ing. Sighardt Donabaum
3620 Spitz
Zornberg 4

Am Fuße des beeindruckenden Zornbergs, eingebettet in eine einzigartige charaktervolle Landschaft, liegt das Weingut Sighardt Donabaum. Dieser Familienbetrieb blickt auf eine lange und tief verwurzelte Geschichte zurück und verbindet Tradition mit einer klaren, zukunftsorientierten Vision. Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Heute wird das Weingut in der 17. Generation von Sighardt Donabaum geführt. Sighardt Donabaum übernahm im Jahr 1995 die Verantwortung für das Weingut und bewirtschaftet es seit 1993 mit seinem ganz eigenen Stil. Seine Philosophie verbindet bewährte, klassische Weinherstellungsmethoden mit einem offenen Blick für Innovationen und die Herausforderungen moderner Weinproduktion. Dabei bleibt er stets seinen Prinzipien treu: Er verbindet traditionelles Können mit einem innovativen Geist, um Weine zu schaffen, die sowohl die Historie als auch die Zukunft repräsentieren. Der Winzer ist, wie seine tierischen Begleiter, die auf den Weinetiketten zu finden sind, ein wahrer „alter Hase“ im besten Sinne: erfahren, geerdet und tief verbunden mit der Natur. Diese Tiere symbolisieren seine Überzeugung, dass alles im Leben und im Wein mit dem natürlichen Kreislauf verbunden ist – Natur, Tier und Mensch stehen in einem empfindlichen, respektvollen Gleichgewicht. Dieses Verständnis bringt Donabaum dazu, seinen Weinen die nötige Zeit zu geben, um ihre volle Reife zu erreichen. Daher erscheinen die meisten seiner Weine erst im Herbst auf dem Markt. Die Vinifikation bei Donabaum folgt klassischen, bewährten Methoden, die mit viel Feingefühl und handwerklichem Geschick umgesetzt werden. Maischestandzeiten sorgen für eine gute Struktur, einen feinen Gerbstoff und angenehme Länge.

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2025 Grüner Veltliner Ried Hinter der Burg Federspiel
Weingut
Prager
Wachau

Elegant-grünwürzig, frisch gemähtes Gras, Zitrus, Anklänge von Pfefferoni und Estragon; kernig mit Zitrusfrucht, knochentrocken, viel Grip, pikanter Säurebiss mit Zug nach hinten.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Prager
Wachau

Robert Bodenstein MSc
3610 Weißenkirchen
Wachaustraße 48

Bei diesem hervorragenden Weingut in Weißenkirchen quasi im Herzen der Wachau darf man, ja muss man geradezu, die perfekte Vermählung von Tradition und Moderne feiern. Über rund dreieinhalb Dekaden fungierte Toni Bodenstein – tatkräftig unterstützt von seiner Frau Ilse –als Vorreiter und Entdecker für Gebiet, Ort und Weingut ebenso wie als Fels in der Brandung, wenn es um die respektvolle Bewahrung des historischen Erbes ging. Sind die beiden immer noch höchst aktiv, so steht im Weingut Prager nun schon seit einigen Jahren die von Dynamik und Enthusiasmus erfüllte neue Generation in Gestalt von Robert und Sophie-Helen Bodenstein im Rampenlicht. Im Weingut Prager wird konsequent auf die klassischen Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling gesetzt, wobei Letzerem besondere Wertschätzung zuteilwird, was sich auch in einem 60-prozentigem Rebanteil ausdrückt. Die vielfach mit alten bis uralten Reben bepflanzten Weingärten befinden sich in sehr guten bis herausragenden Lagen in und um Weißenkirchen. Das Veltliner Federspiel kommt aus der gut versorgten Ried Hinter der Burg am Fuß des Seibers mit relativ tiefgründigen Böden. Die südlich bis südwestlich ausgerichtete Ried Steinriegl mit Anteilen von Kalksilikatmarmor ist Ursprung des Riesling Federspiels. Die Smaragde stammen durchwegs aus den legendären Weißenkirchner Rieden Achleiten und Klaus sowie Zwerithaler (Kammergut), die durch sehr mineralische Böden geprägt sind – je nach Riede und Zone Gföhler Gneis, Migmatit-Amphibolit und Paragneis, teils mit Kalkanteilen. Unter „Wachstum Bodenstein“ firmieren ein Riesling aus extremer Höhenlage (460 Meter) sowie ein vor knapp 30 Jahren mit über 100 verschiedenen, auf diverse Unterlagsreben gepfropften Genotypen bepflanzter Weingarten mit Grünem Veltliner. Diese alten Rebbestände stellen eine wichtige Genreserve für die Zukunft dar. Als weitere Veltliner-Spezialität gibt es auch noch die mit uralten Reben bepflanzte Stockkultur Achleiten. Der Jahrgang 2025 war ausgesprochen herausfordernd, zudem zeigten sich gerade in diesem Jahr hinsichtlich Entwicklung und Reife zwei Pole in der Wachau: Hier und in Spitz hinkte man der östlichen Wachau deutlich hinterher. So wurde erst am 3. Oktober mit der Lese der Veltliner Steinfeder begonnen. In den Veltliner –Weingärten ging in der Folge die Reife zügig voran und es konnten hohe Qualitäten in guter Menge geerntet werden. Beim Riesling hingegen war es wesentlich schwieriger. Starkes vegetatives Wachstum, abfallende Trauben und Infektionen sorgten letztendlich für hohe Verluste – insbesondere, da man ausschließlich vollkommen gesundes Traubenmaterial verarbeitet; so gab es Verluste um die 50 Prozent. Dem kühlen und folglich relativ späten Jahrgang entsprechend präsentieren sich die 2025er elegant, teils filigran, dabei von kristallklarer Aromatik und rassiger Säurestruktur. Die Grüner-Veltliner-Palette reicht von einer delikaten Steinfeder (gibt es heuer erstmals nach vielen Jahren wieder!) über das straffe Federspiel bis zum stets von floralen Noten getragenen Smaragd, dessen Vertreter sich mineralisch und spannungsgeladen zeigen. An der Spitze stehen Wachstum Bodenstein, Stockkultur und das Zwerithaler Kammergut, wobei Letzterer als Topwein und wohl einer der besten Veltliner des Jahrgangs herausragt. Die jahrgangsbedingt etwas schlanker gehaltenen, sehr pointierten Rieslinge geben sich teils noch etwas verkapselt, wenn auch von betonter Sortentreue und vom Boden geprägt. Hier tut sich der Klaus besonders hervor.ps

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2023 Chardonnay
Bio-Weingut Kemetner
Kamptal

Hefig, Brotrinde, Zitrus, Orangenschalen, Steinobst, spielt mit Reduktion und Oxydation, mürber Apfel, Melone, buttrige Töne, am Gaumen voller Frucht, voluminös, vollmundig, füllig, ein Wein, der sich noch finden muss, doch der seinen Weg geht.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Naturkork

Bio-Weingut Kemetner
Kamptal

Simon Kemetner
3492 Etsdorf
Obere Marktstraße 2

Tel. +43 6604626818
weingut@kemetner.at
www.kemetner.at

Das Bio-Weingut Kemetner in Etsdorf im südlichen Kamptal gelegen wird seit 2019 in der 12. Generation von Simon Kemetner geführt. Dieses Gut gibt es seit über 375 Jahren. Seit dem Jahrgang 2011 ist es Bio zertifiziert. Die Lese erfolgt ausschließlich per Hand. Der sanfte Rebschnitt und die Ernte richten sich nach den Mondphasen. Mit Schwefel wird gespart. Trotz aller Unbillen ist der Jahrgang 2025 bei den Weißweinen hervorragend. So auch in diesem Weingut. Vor allem die Grünen Veltliner sind fantastisch. Beginnend mit dem Grüner Veltliner Gebietswein, sich steigernd zum Grüner Veltliner Grafenegg Ortswein über die Lagenweine der Ried Karl, wo vor allem die Alten Reben aus der Ried Karl brillieren. Ebenfalls sehr gut ist der 2025 Riesling Ried Karl. Ungemein süffig präsentiert sich der 2025 Roter Muskateller. Ich liebe den 2022 nofilter Grüner Veltliner – ein ungefilterter Natural Wine. Ein 2006 Grüner Veltliner Alte Reben zeugt von der Lagerfähigkeit der Kemetner Gewächse. Es sind überaus spannende, tiefgründige Weine.

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2025 Grüner Veltliner Der Fritz
Weingut
Rudolf Fritz
Kremstal

Herrlich reife Früchte, Orangenzesten, Apfelmus, aber auch Würziges, wie Süßmais, Kornfeld, Tabakblätter; mittelkräftig, extraktsüß, zeigt viele Schichten und vermittelt pure Trinkfreude auf hohem Niveau.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Rudolf Fritz
Kremstal

Rudolf Fritz
3506 Krems-Thallern
Fuchsleitenweg 1

Am gegenüberliegenden Ufer der Stadt Krems und zu Füßen des Göttweiger Bergs mit seinem berühmten Benediktiner Stift befindet sich die Südseite des Weinbaugebiets Kremstal. Hier ist Rudolf Fritz, Absolvent der Weinbauschule in Krems, mit seinem Betrieb zugange, wo er rund 12 Hektar Weingärten bewirtschaftet, hauptsächlich bepflanzt mit Grünem Veltliner und Riesling. Das Hauptaugenmerk bei seiner Arbeit in Weingarten und Keller legt der ambitionierte Kremser dabei vor allem auf ein gut funktionierendes Ökosystem, ganz nach der Devise „Weinqualität entsteht im Weingarten und nirgendwo anders“. Unterstützt wird er von seinen Eltern, wobei vor allem der Herr Papa – ebenfalls ein Rudolf – überall dort anpackt, wo Hilfe erforderlich ist. 2025 war für den Winzer ein mit wenigen Ausnahmen guter Jahrgang. Erntemenge und Traubenqualität waren mehr als zufriedenstellend, lediglich der Riesling hatte unter den im Herbst einsetzenden Regenfällen zu leiden. Penible Weingartenarbeit und strenge Selektion bescherten Rudolf Fritz aber auch hier ansehnliche Ergebnisse. Wie auch im Jahr zuvor kamen die Veltliner mit den Wetterbedingungen weitaus besser zurecht, die 2025er sind heuer um einiges höher einzuschätzen. Das zeigt sich bereits bei den frischen, klaren Einstiegsweinen aus den Rieden Herrentrost und Frauengrund, erreicht beim Der Fritz bereits einen bemerkenswert hohen Level und wird gekrönt von einem umwerfend stoffigen, finessereichen Schweren Zapfen. Ein weiterer Veltliner kann’s voraussichtlich noch besser – der heuer noch pubertär anmutende Brunnberg deutet mit seinem generösen Fruchtschmelz und viel Eleganz sein Potenzial an. Ein finales Urteil wird es freilich erst im kommenden Jahr geben, wenn dieses Prachtstück in den Verkauf kommt und wir es im Guide beschreiben dürfen.

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2025 Riesling Ried Steinberg
Weingut
Ernst
Wagram

Ruhige ausgeglichene Nase, Quitte, Marille, Zitronengras, lebendiger animierender Gaumen, schlank gebaut mit Ausdruck, geradlinige Fruchtaromen wie in der Nase, Blutorange und eine lebendige Säurestruktur bringen Schwung.

Rotwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Ernst
Wagram

Harald Ernst
3701 Großwiesendorf
34

Bei Harald Ernst zieht sich ein klarer roter Faden durch das Sortiment: Frische. Sie verbindet sich mit Eleganz, feiner Würze und einer präzisen, niemals überladenen Stilistik. Vergoren wird in großen Akazienfässern, in denen die Weine langsam reifen, bis sie ihren optimalen Ausdruck gefunden haben. Besonders prägend sind die Lagen Steinberg und Hohenberg. Während der von Löss und rotem Sandstein geprägte Steinberg Mineralität und Ausdruckskraft verleiht, steht der reine Lössboden des Hohenbergs für Finesse und Eleganz. Vor allem die Steinberg-Weine – etwa Grüner Veltliner Reserve, Roter Veltliner und dessen Reserve – überzeugen mit Tiefe, Spannung und großem Reifepotenzial. Mit rund 60 Prozent Rebflächenanteil ist Grüner Veltliner die wichtigste Sorte des Weinguts. Ergänzt wird das Sortiment durch Roten Veltliner, Riesling und Frühroten Veltliner, der sich längst als spannende Bereicherung etabliert hat. Harald Ernst bringt den Charakter des Wagrams mit viel Feingefühl authentisch ins Glas. Die Einstiegsweine des Jahrgangs 2025 zeigen sich lebendig und leichtfüßig, während die Lagenweine und Reserven aus 2024 und 2025 mit Substanz und Ausdruck überzeugen. 2024 präsentiert sich kraftvoll und dicht, 2025 hingegen elegant, fein und harmonisch. Ein besonderer Sommerfavorit ist der Frührote Veltliner 2025.

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2022 Grüner Veltliner Reserve Jakob
Weingut
Frotzler
Weinviertel

Strohgelb mit angenehmem Duft nach würzigem Pfeffer, gelben Äpfeln, Kräuter, Grapefruit, extraktreich und mineralisch, ausgewogen und lang im Nachgeschmack – gereifter Veltliner, der Freude macht.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Frotzler
Weinviertel

Lukas Frotzler
2073 Schrattenthal
10

„Winzer bin ich geworden, weil es mir Spaß macht, mit dem Rebstock zu arbeiten – zuerst im Weingarten, danach im Keller. Es ist etwas Faszinierendes, dabei zu sein und mit der eigenen Handschrift mitzuhelfen, wenn gute Weine entstehen“, so Lukas Frotzler. „Ich bin bestrebt, gute Weine zu machen, mit allem, was dazu gehört – fruchtige, zugängliche Qualitäten, für jeden verständlich, wunderbar trinkbar für alle Genießer.“ Das Weingut von Lukas Frotzler liegt in der kleinsten Weinstadt Österreichs, in Schrattenthal, in vierter Generation wird hier der Weinbau kultiviert. Beste Voraussetzungen für ansprechende Weine bieten die sandig-schottrigen Südlagen der Gebiete Kalvarienberg, Steinbreiten oder Äußere Bergen und das ausgewogene, trockene Klima. Besonderen Wert legt man auf die Hauptrebsorten Grüner Veltliner, Riesling, Zweigelt und Blauer Burgunder, bei denen man mit qualitätsorientiertem Rebschnitt und fachgerechtem Ausbau sortentypische, lebendige und fein-würzige Weißweine sowie fruchtbetonte, gaumenfreundliche, aromatische Rotweine in die Flaschen bringt. Das Angebot wird mit einem Sauvignon Blanc Schaumwein, einem Zweigelt Rosé Sekt und einem Grüner Veltliner Eiswein abgerundet. Gerade die Reserve-Weine liegen Lukas Frotzler am Herzen und werden in Zukunft forciert, da die Weine mit besserer Reife und längerer Haltbarkeit auch nach längerer Lagerzeit ihr volles Potenzial zur Geltung bringen sollen.

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2025 Gemischter Satz Kalkterrassen
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Würziges Bukett mit kühlen Kernobstnoten, Hirschbirnen, traubig, sehr klar, deutet Fülle an; straff, Zitronen und Zitronenzesten, saftige Mitte, salzige Noten, guter Gerbstoffeintrag, mittlere Länge.

Weißwein
Gemischter Satz
€€
Schraubverschluss

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2025 Gelber Muskateller Vom Feinsten
Weingut
Koller
Südsteiermark

Getrocknete Holunderblüten, Hauch Muskat, sonnengereifte Zitronen; aromatisches Dacapo, fein abgestimmt, zugänglich, sortentypisch bis in den mittellangen Abgang hinein.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€
Schraubverschluss

Weingut
Koller
Südsteiermark

Andreas Aldrian
8442 Kitzeck im Sausal
Greith 11

Das Weingut Koller blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1800 ist es in Familienbesitz. Hoch oben an der Sausaler Weinstraße bei Kitzeck gelegen, bietet sich ein atemberaubender Ausblick über die Hügel des südsteirischen Weinlandes. Die Böden der steilen Weinrieden bestehen aus verwittertem Schiefer. Angebaut werden die klassischen Sorten der Südsteiermark wie Welschriesling, Weißburgunder, Morillon oder Sauvignon Blanc. Einen weiteren Schwerpunkt bilden pilzwiderstandsfähige Rebsorten, also Piwis wie Muscaris oder Blüten Muskateller. Das Sortiment in Rot besteht aus Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent. Gelesen wird möglichst spät. Die Kellertechnik ist state of the art. Zum Weingut gehört ein Buschenschank mit urigem Sitzgarten und prachtvollem Fernblick bis zu den Slowenischen Karawanken. Für entspannten Urlaub in erholsamer Ruhe gibt es zwei Ferienwohnungen. Die ganze Serie ist fein gehalten, die Weine sind sortentypisch, fruchtbetont und bereiten Trink-spaß. Sie erheben Anspruch auf Wohlgefühl. Die kristallinen Böden geben ihnen eine fröhliche Leichtigkeit. Die Preisgestaltung ist ungewöhnlich fair.

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2025 Cabernet Blanc
Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Freundlich, Anklänge von gelbem und rotem Paprika, Pfirsiche, Prise Buchsbaum; auch am Gaumen sauvignonesk, angenehme Säure, Würze und Frucht verwoben, passende Substanz.

Weißwein
Cabernet Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Tschermonegg
Südsteiermark

Erwin und Franz-Josef Tschermonegg
8463 Leutschach an der Weinstraße
Glanz 50

Erwin Tschermonegg überträgt seinem Sohn Franz Josef zunehmend Verantwortung. Der ruhige und bedächtige Junior setzt seine eigenen Vorstellungen behutsam und mit Erfolg um. Für den Sauvignon Blanc Gebietswein zum Beispiel verwendet er knackige Trauben ebenso wie sehr reifes Material, was diesem Wein eine besondere Wertigkeit verleiht. Auch für den Traminer hat er eine frische, trinkanimierende Stilistik gefunden. Laute Weine sind so gar nicht sein Ding. Seine Handschrift zieht sich wie ein roter Faden durch die heuer präsentierte Serie. Die Weine sind präzise, wertig und feingliedrig. Die Riedencharakteristika wurden klar herausgearbeitet. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Lagenweine mit hochwertigen Naturkorken verschlossen. Die Ortsweine sind näher an Lagen- als an Gebietswein. Neu ist der So Rosé, ein Herzenswunsch von Sonja. Aus Platzgründen können wir nicht die ganze Produktpalette vorstellen. Die Weine lassen sich entspannt im Buschenschank verkosten, und modern eingerichtete Zimmer laden zu längerem Verweilen ein.

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2025 Neuburger der erdige Dachs
Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Frische saftige Birne, nussig, rauchig, Heu, Heublumen, kandierte Zitrusfrüchte, Holz gut eingebaut, Vanillewürze, leicht nach Bittermandel, mittlere Säure.

Weißwein
Neuburger
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Ing. Sighardt Donabaum
3620 Spitz
Zornberg 4

Am Fuße des beeindruckenden Zornbergs, eingebettet in eine einzigartige charaktervolle Landschaft, liegt das Weingut Sighardt Donabaum. Dieser Familienbetrieb blickt auf eine lange und tief verwurzelte Geschichte zurück und verbindet Tradition mit einer klaren, zukunftsorientierten Vision. Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Heute wird das Weingut in der 17. Generation von Sighardt Donabaum geführt. Sighardt Donabaum übernahm im Jahr 1995 die Verantwortung für das Weingut und bewirtschaftet es seit 1993 mit seinem ganz eigenen Stil. Seine Philosophie verbindet bewährte, klassische Weinherstellungsmethoden mit einem offenen Blick für Innovationen und die Herausforderungen moderner Weinproduktion. Dabei bleibt er stets seinen Prinzipien treu: Er verbindet traditionelles Können mit einem innovativen Geist, um Weine zu schaffen, die sowohl die Historie als auch die Zukunft repräsentieren. Der Winzer ist, wie seine tierischen Begleiter, die auf den Weinetiketten zu finden sind, ein wahrer „alter Hase“ im besten Sinne: erfahren, geerdet und tief verbunden mit der Natur. Diese Tiere symbolisieren seine Überzeugung, dass alles im Leben und im Wein mit dem natürlichen Kreislauf verbunden ist – Natur, Tier und Mensch stehen in einem empfindlichen, respektvollen Gleichgewicht. Dieses Verständnis bringt Donabaum dazu, seinen Weinen die nötige Zeit zu geben, um ihre volle Reife zu erreichen. Daher erscheinen die meisten seiner Weine erst im Herbst auf dem Markt. Die Vinifikation bei Donabaum folgt klassischen, bewährten Methoden, die mit viel Feingefühl und handwerklichem Geschick umgesetzt werden. Maischestandzeiten sorgen für eine gute Struktur, einen feinen Gerbstoff und angenehme Länge.

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2025 Grüner Veltliner Ried Achleiten Smaragd
Weingut
Prager
Wachau

Kühler Ausdruck, Frühlingswiese, alte Apfelsorten, recht gute Duftfülle, frische Kräuter, Thymian; mittelkräftig,gewisser Grip, Grapefruits, leicht grüntabakig, geradlinige Art, mittleres Spiel und Finish.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Prager
Wachau

Robert Bodenstein MSc
3610 Weißenkirchen
Wachaustraße 48

Bei diesem hervorragenden Weingut in Weißenkirchen quasi im Herzen der Wachau darf man, ja muss man geradezu, die perfekte Vermählung von Tradition und Moderne feiern. Über rund dreieinhalb Dekaden fungierte Toni Bodenstein – tatkräftig unterstützt von seiner Frau Ilse –als Vorreiter und Entdecker für Gebiet, Ort und Weingut ebenso wie als Fels in der Brandung, wenn es um die respektvolle Bewahrung des historischen Erbes ging. Sind die beiden immer noch höchst aktiv, so steht im Weingut Prager nun schon seit einigen Jahren die von Dynamik und Enthusiasmus erfüllte neue Generation in Gestalt von Robert und Sophie-Helen Bodenstein im Rampenlicht. Im Weingut Prager wird konsequent auf die klassischen Rebsorten Grüner Veltliner und Riesling gesetzt, wobei Letzerem besondere Wertschätzung zuteilwird, was sich auch in einem 60-prozentigem Rebanteil ausdrückt. Die vielfach mit alten bis uralten Reben bepflanzten Weingärten befinden sich in sehr guten bis herausragenden Lagen in und um Weißenkirchen. Das Veltliner Federspiel kommt aus der gut versorgten Ried Hinter der Burg am Fuß des Seibers mit relativ tiefgründigen Böden. Die südlich bis südwestlich ausgerichtete Ried Steinriegl mit Anteilen von Kalksilikatmarmor ist Ursprung des Riesling Federspiels. Die Smaragde stammen durchwegs aus den legendären Weißenkirchner Rieden Achleiten und Klaus sowie Zwerithaler (Kammergut), die durch sehr mineralische Böden geprägt sind – je nach Riede und Zone Gföhler Gneis, Migmatit-Amphibolit und Paragneis, teils mit Kalkanteilen. Unter „Wachstum Bodenstein“ firmieren ein Riesling aus extremer Höhenlage (460 Meter) sowie ein vor knapp 30 Jahren mit über 100 verschiedenen, auf diverse Unterlagsreben gepfropften Genotypen bepflanzter Weingarten mit Grünem Veltliner. Diese alten Rebbestände stellen eine wichtige Genreserve für die Zukunft dar. Als weitere Veltliner-Spezialität gibt es auch noch die mit uralten Reben bepflanzte Stockkultur Achleiten. Der Jahrgang 2025 war ausgesprochen herausfordernd, zudem zeigten sich gerade in diesem Jahr hinsichtlich Entwicklung und Reife zwei Pole in der Wachau: Hier und in Spitz hinkte man der östlichen Wachau deutlich hinterher. So wurde erst am 3. Oktober mit der Lese der Veltliner Steinfeder begonnen. In den Veltliner –Weingärten ging in der Folge die Reife zügig voran und es konnten hohe Qualitäten in guter Menge geerntet werden. Beim Riesling hingegen war es wesentlich schwieriger. Starkes vegetatives Wachstum, abfallende Trauben und Infektionen sorgten letztendlich für hohe Verluste – insbesondere, da man ausschließlich vollkommen gesundes Traubenmaterial verarbeitet; so gab es Verluste um die 50 Prozent. Dem kühlen und folglich relativ späten Jahrgang entsprechend präsentieren sich die 2025er elegant, teils filigran, dabei von kristallklarer Aromatik und rassiger Säurestruktur. Die Grüner-Veltliner-Palette reicht von einer delikaten Steinfeder (gibt es heuer erstmals nach vielen Jahren wieder!) über das straffe Federspiel bis zum stets von floralen Noten getragenen Smaragd, dessen Vertreter sich mineralisch und spannungsgeladen zeigen. An der Spitze stehen Wachstum Bodenstein, Stockkultur und das Zwerithaler Kammergut, wobei Letzterer als Topwein und wohl einer der besten Veltliner des Jahrgangs herausragt. Die jahrgangsbedingt etwas schlanker gehaltenen, sehr pointierten Rieslinge geben sich teils noch etwas verkapselt, wenn auch von betonter Sortentreue und vom Boden geprägt. Hier tut sich der Klaus besonders hervor.ps

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2025 Riesling Ried Steinbreiten
Weingut
Frotzler
Weinviertel

Strohgelb, typische Rieslingnase nach grünem Pfirsich, Apfel, Birne, Marille, animierende Säure, kühle Frische, ausgewogene Extrakte, zugänglich und lang im Abgang.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Frotzler
Weinviertel

Lukas Frotzler
2073 Schrattenthal
10

„Winzer bin ich geworden, weil es mir Spaß macht, mit dem Rebstock zu arbeiten – zuerst im Weingarten, danach im Keller. Es ist etwas Faszinierendes, dabei zu sein und mit der eigenen Handschrift mitzuhelfen, wenn gute Weine entstehen“, so Lukas Frotzler. „Ich bin bestrebt, gute Weine zu machen, mit allem, was dazu gehört – fruchtige, zugängliche Qualitäten, für jeden verständlich, wunderbar trinkbar für alle Genießer.“ Das Weingut von Lukas Frotzler liegt in der kleinsten Weinstadt Österreichs, in Schrattenthal, in vierter Generation wird hier der Weinbau kultiviert. Beste Voraussetzungen für ansprechende Weine bieten die sandig-schottrigen Südlagen der Gebiete Kalvarienberg, Steinbreiten oder Äußere Bergen und das ausgewogene, trockene Klima. Besonderen Wert legt man auf die Hauptrebsorten Grüner Veltliner, Riesling, Zweigelt und Blauer Burgunder, bei denen man mit qualitätsorientiertem Rebschnitt und fachgerechtem Ausbau sortentypische, lebendige und fein-würzige Weißweine sowie fruchtbetonte, gaumenfreundliche, aromatische Rotweine in die Flaschen bringt. Das Angebot wird mit einem Sauvignon Blanc Schaumwein, einem Zweigelt Rosé Sekt und einem Grüner Veltliner Eiswein abgerundet. Gerade die Reserve-Weine liegen Lukas Frotzler am Herzen und werden in Zukunft forciert, da die Weine mit besserer Reife und längerer Haltbarkeit auch nach längerer Lagerzeit ihr volles Potenzial zur Geltung bringen sollen.

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2025 Rosé de Vienne
Weingut
Edlmoser
Wien

(ZW/PN/SL) Rosa, frische Kirschen, rote Beeren-Himbeeren, Orangenschalen, Zitronenmelisse, Weichseln, ungemein kühl, frisch, lebendig, Säurebiss, filigran, elegant, feingliedrig, zarte Frucht, pikante Noten, trinkanimierend, einiger Tiefgang, tolle Länge. Zeugt von ganz feiner Klinge.

Roséwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Edlmoser
Wien

Michael Edlmoser
1230 Wien
Maurer Lange Gasse 123

Tel. +43 1 8898680
office@edlmoser.at
www.edlmoser.at

Michael Edlmoser – Jahrgang 1976 – wird also heuer 50 – ist ein Naturtalent in Wein. Immer sich hinterfragend, immer ehrgeizig, immer on fire. Ein Großer des Wiener Weinbaus. Neben der Arbeit in den Weingärten, im Keller, in der Vermarktung managt er auch einen der Besten Wiener Heurigen. Der Mann hat die Nase im Wind. Hat beste Kenntnisse über die Weine dieser Welt. Davon zeugen auch seine Weine. Es sind Gewächse, welche vom Boden geprägt sind. Oft in der Jugend verschlossen, doch sich nach einiger Reife prachtvoll präsentieren. Die Weine kommen überwiegend vom Maurerberg – ein Ausläufer der Kalkalpen –, also überwiegt der Kalk. Es ist das einzige Weinbaugebiet innerhalb der Grenzen einer Hauptstadt. Hier gibt es nur eine reine Handlese. Biologische Bewirtschaftung, so wie es sich die WIENWEIN Winzer – Edlmoser ist einer davon – auf ihre Fahnen geschrieben haben. Was ist über die aktuellen Weine zu berichten? Ein hinreißender 2025 Gelber Muskateller Ried Kadolzberg. Ein schlichtweg genialer 2025 Rosé de Vienne. Der 2024 Weissburgunder-Kalkstein-Ried Himmel ist von überzeugendem Ausdruck. Kraftvoll, tiefgründig, mit allen Attributen dieser Rebsorte gesegnet. Überragend: 2024 Riesling Kalkstein Ried Saetzen – vor Finesse nur so strotzend. Gehört mit Sicherheit zur Elite der Weltbesten dieser Varietät. Die Wiener Gemischten Sätze sind dann das Aushängeschild des Betriebes. Ob der 2025 Gebietswein, der 2025 Ortswein Maurerberg oder die beiden Lagenweine von den Rieden Himmel und Sätzen – es sind immer repräsentative Vertreter ihrer Herkunft. Vor allem die Ried Sätzen hat es mir angetan. Es gibt auch formidable Rotweine in diesem Haus. Wie den noch immer zu jungen 2022 Pinot Noir Kalkstein oder den noch viel zu jungen 2022 Vertigo. Beide haben die Klasse zu reifen.

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2025 Sauvignon Blanc Blattspiel
Weingut
Koller
Südsteiermark

Spontan einladend, Stachelbeeren, Rhabarber, Ribisel, Prise grünblättrige Würze; schließt nahtlos an, quicklebendig, passende Substanz, Trinkfluss, nie schwer.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Koller
Südsteiermark

Andreas Aldrian
8442 Kitzeck im Sausal
Greith 11

Das Weingut Koller blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1800 ist es in Familienbesitz. Hoch oben an der Sausaler Weinstraße bei Kitzeck gelegen, bietet sich ein atemberaubender Ausblick über die Hügel des südsteirischen Weinlandes. Die Böden der steilen Weinrieden bestehen aus verwittertem Schiefer. Angebaut werden die klassischen Sorten der Südsteiermark wie Welschriesling, Weißburgunder, Morillon oder Sauvignon Blanc. Einen weiteren Schwerpunkt bilden pilzwiderstandsfähige Rebsorten, also Piwis wie Muscaris oder Blüten Muskateller. Das Sortiment in Rot besteht aus Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent. Gelesen wird möglichst spät. Die Kellertechnik ist state of the art. Zum Weingut gehört ein Buschenschank mit urigem Sitzgarten und prachtvollem Fernblick bis zu den Slowenischen Karawanken. Für entspannten Urlaub in erholsamer Ruhe gibt es zwei Ferienwohnungen. Die ganze Serie ist fein gehalten, die Weine sind sortentypisch, fruchtbetont und bereiten Trink-spaß. Sie erheben Anspruch auf Wohlgefühl. Die kristallinen Böden geben ihnen eine fröhliche Leichtigkeit. Die Preisgestaltung ist ungewöhnlich fair.

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2025 Gewürztraminer auf der Maische die geheimnisvolle Eule
Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Ockerfarben, Exotik nach Litschi, Rosenblüten, kandierte Orangenschale, gute Würze, Nase etwas aufdringlicher als Gaumen, leichtes Bitterl, guter Grip, zarte Würze, feine Säure.

Weißwein
Gewürztraminer
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Sighardt Donabaum
Wachau

Ing. Sighardt Donabaum
3620 Spitz
Zornberg 4

Am Fuße des beeindruckenden Zornbergs, eingebettet in eine einzigartige charaktervolle Landschaft, liegt das Weingut Sighardt Donabaum. Dieser Familienbetrieb blickt auf eine lange und tief verwurzelte Geschichte zurück und verbindet Tradition mit einer klaren, zukunftsorientierten Vision. Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Heute wird das Weingut in der 17. Generation von Sighardt Donabaum geführt. Sighardt Donabaum übernahm im Jahr 1995 die Verantwortung für das Weingut und bewirtschaftet es seit 1993 mit seinem ganz eigenen Stil. Seine Philosophie verbindet bewährte, klassische Weinherstellungsmethoden mit einem offenen Blick für Innovationen und die Herausforderungen moderner Weinproduktion. Dabei bleibt er stets seinen Prinzipien treu: Er verbindet traditionelles Können mit einem innovativen Geist, um Weine zu schaffen, die sowohl die Historie als auch die Zukunft repräsentieren. Der Winzer ist, wie seine tierischen Begleiter, die auf den Weinetiketten zu finden sind, ein wahrer „alter Hase“ im besten Sinne: erfahren, geerdet und tief verbunden mit der Natur. Diese Tiere symbolisieren seine Überzeugung, dass alles im Leben und im Wein mit dem natürlichen Kreislauf verbunden ist – Natur, Tier und Mensch stehen in einem empfindlichen, respektvollen Gleichgewicht. Dieses Verständnis bringt Donabaum dazu, seinen Weinen die nötige Zeit zu geben, um ihre volle Reife zu erreichen. Daher erscheinen die meisten seiner Weine erst im Herbst auf dem Markt. Die Vinifikation bei Donabaum folgt klassischen, bewährten Methoden, die mit viel Feingefühl und handwerklichem Geschick umgesetzt werden. Maischestandzeiten sorgen für eine gute Struktur, einen feinen Gerbstoff und angenehme Länge.

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2025 Riesling Ried Steinhagen
Weingut
Rudolf Fritz
Kremstal

Dezente Nase, Ringlotten, frisches Steinobst, vor allem der rote Pfirsich; das straff taillierte Säurekorsett verleiht dem Wein sein kristallklares Gefüge; puristischer, fast ein wenig asketischer Riesling.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Rudolf Fritz
Kremstal

Rudolf Fritz
3506 Krems-Thallern
Fuchsleitenweg 1

Am gegenüberliegenden Ufer der Stadt Krems und zu Füßen des Göttweiger Bergs mit seinem berühmten Benediktiner Stift befindet sich die Südseite des Weinbaugebiets Kremstal. Hier ist Rudolf Fritz, Absolvent der Weinbauschule in Krems, mit seinem Betrieb zugange, wo er rund 12 Hektar Weingärten bewirtschaftet, hauptsächlich bepflanzt mit Grünem Veltliner und Riesling. Das Hauptaugenmerk bei seiner Arbeit in Weingarten und Keller legt der ambitionierte Kremser dabei vor allem auf ein gut funktionierendes Ökosystem, ganz nach der Devise „Weinqualität entsteht im Weingarten und nirgendwo anders“. Unterstützt wird er von seinen Eltern, wobei vor allem der Herr Papa – ebenfalls ein Rudolf – überall dort anpackt, wo Hilfe erforderlich ist. 2025 war für den Winzer ein mit wenigen Ausnahmen guter Jahrgang. Erntemenge und Traubenqualität waren mehr als zufriedenstellend, lediglich der Riesling hatte unter den im Herbst einsetzenden Regenfällen zu leiden. Penible Weingartenarbeit und strenge Selektion bescherten Rudolf Fritz aber auch hier ansehnliche Ergebnisse. Wie auch im Jahr zuvor kamen die Veltliner mit den Wetterbedingungen weitaus besser zurecht, die 2025er sind heuer um einiges höher einzuschätzen. Das zeigt sich bereits bei den frischen, klaren Einstiegsweinen aus den Rieden Herrentrost und Frauengrund, erreicht beim Der Fritz bereits einen bemerkenswert hohen Level und wird gekrönt von einem umwerfend stoffigen, finessereichen Schweren Zapfen. Ein weiterer Veltliner kann’s voraussichtlich noch besser – der heuer noch pubertär anmutende Brunnberg deutet mit seinem generösen Fruchtschmelz und viel Eleganz sein Potenzial an. Ein finales Urteil wird es freilich erst im kommenden Jahr geben, wenn dieses Prachtstück in den Verkauf kommt und wir es im Guide beschreiben dürfen.

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2025 Roter Veltliner Ruppersthal
Weingut
Michael Bauer
Wagram

Brombeere, Erdbeertee, Himbeerblatt, ohne Kitsch im Auftakt, saftiger Wein mit Currykraut, wunderbare Würze, Rhabarber, Gerbstoff vom Weißen Tee, Salzzitrone, dunkler kompakter Kern, vereint Eleganz und Trinkfreude.

Weißwein
Roter Veltliner
€€
Naturkork

Weingut
Michael Bauer
Wagram

Michael Bauer
3470 Kirchberg am Wagram
Mitterstockstall 27

Im Jahr 2017 übernahm Michael Bauer das Familienweingut in vierter Generation von seinem Vater – ein wichtiger Schritt, um seine eigene Handschrift konsequent umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen seither naturnaher, schonender Weinbau und das klare Ziel, Weine mit Tiefe, Präzision und unverwechselbarer Herkunft zu erzeugen. Ein zentrales Thema für Michael Bauer ist die Zeit. Seine Weine kommen bewusst später auf den Markt, nachdem sie mindestens zwei Monate Flaschenreife erhalten haben. Die Weine wirken dadurch harmonischer, geschlossener und gewinnen deutlich an Ausdruck. Alle Weine des Hauses sind vegan, und Nachhaltigkeit ist in allen Bereichen des Betriebs fest verankert. Vom klassischen Grünen Veltliner bis zu den Weinen aus alten Reben zieht sich ein roter Faden durch das gesamte Sortiment: Herkunft, Handwerk und das Vertrauen, jedem Wein die nötige Zeit zu geben. Mit einem neuen jahrgangsübergreifenden Non-Vintage-Wein rückt Michael Bauer zudem die Herkunft noch stärker in den Mittelpunkt – unabhängig von den Eigenheiten eines einzelnen Jahrgangs. Die Jahrgänge 2024 und insbesondere 2025 markieren einen weiteren Entwicklungsschritt. Die Weine wirken noch fokussierter, eleganter und präziser. Jede Riede zeigt ihren eigenen Charakter und bringt die Herkunft auf authentische Weise zum Ausdruck – getragen von der sensiblen Handschrift des Winzers. Mit dem Abschluss des Bio-Zertifikatslehrgangs hat er zudem ein weiteres klares Zeichen für die Zukunft gesetzt. Sein Ziel formuliert er treffend: Er möchte wieder mehr Bauer sein und noch stärker zu den eigenen Wurzeln zurückfinden. Nicht zu vergessen ist der stimmungsvolle Heurige, der mit seinem architektonisch beeindruckenden Holzbau begeistert. Kulinarisch reicht das Angebot vom hervorragenden Mangaliza-Schwein bis hin zu kreativen vegetarischen und veganen Gerichten.

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Weissburgunder Reserve
Weingut
Ernst
Wagram

Nashi-Birne, weiße Brioche, röstige Aromen beleben die Nase, Nougat, Mandelsplitter und eine gewisse Cremigkeit prägen den Gaumen, dicht und verwoben, druckvoller Abgang mit leichter Röstung und gewisser Frische.

Weißwein
Blauburger
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ernst
Wagram

Harald Ernst
3701 Großwiesendorf
34

Bei Harald Ernst zieht sich ein klarer roter Faden durch das Sortiment: Frische. Sie verbindet sich mit Eleganz, feiner Würze und einer präzisen, niemals überladenen Stilistik. Vergoren wird in großen Akazienfässern, in denen die Weine langsam reifen, bis sie ihren optimalen Ausdruck gefunden haben. Besonders prägend sind die Lagen Steinberg und Hohenberg. Während der von Löss und rotem Sandstein geprägte Steinberg Mineralität und Ausdruckskraft verleiht, steht der reine Lössboden des Hohenbergs für Finesse und Eleganz. Vor allem die Steinberg-Weine – etwa Grüner Veltliner Reserve, Roter Veltliner und dessen Reserve – überzeugen mit Tiefe, Spannung und großem Reifepotenzial. Mit rund 60 Prozent Rebflächenanteil ist Grüner Veltliner die wichtigste Sorte des Weinguts. Ergänzt wird das Sortiment durch Roten Veltliner, Riesling und Frühroten Veltliner, der sich längst als spannende Bereicherung etabliert hat. Harald Ernst bringt den Charakter des Wagrams mit viel Feingefühl authentisch ins Glas. Die Einstiegsweine des Jahrgangs 2025 zeigen sich lebendig und leichtfüßig, während die Lagenweine und Reserven aus 2024 und 2025 mit Substanz und Ausdruck überzeugen. 2024 präsentiert sich kraftvoll und dicht, 2025 hingegen elegant, fein und harmonisch. Ein besonderer Sommerfavorit ist der Frührote Veltliner 2025.

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2022 Sankt Laurent Ried Proschen
Weingut
Oberschil
Weinviertel

Himbeer-Zwetschkenmelange; reife Pikanz, fruchtsüß mit feinem Schmelz, Pinotfeeling, Hauch Leder, Tabak, kranebeerfruchtige Säure, elegant schokoladige Tannine, Preiselbeerkonfit im rotbeerigen Nachhall.

Rotwein
St. Laurent
€€
Schraubverschluss

Weingut
Oberschil
Weinviertel

Stefan Oberschil
2102 Hagenbrunn
Schloßgasse 17

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts steht das Weingut Oberschil für gelebte Weinbautradition und konsequente Qualitätsentwicklung. Die Familie Oberschil bewirtschaftet beste Lagen mit Lössböden, die unter dem pannonischen Klima für frische und elegante Weine sorgen. Im Fokus steht Grüner Veltliner in all seinen Facetten, ergänzt durch den Wiener Gemischten Satz DAC sowie Aromasorten wie Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc. Bedeutend ist die Toplage Ried Irgsten Gruben, die komplexe und langlebige Weine wie die Weinviertel DAC Große Reserve hervorbringt. Die Rotweine Zweigelt, St. Laurent und Pinot Noir zeigen Eleganz und Struktur. Nachhaltige Bewirtschaftung, vielfältige Begrünung und ein schonender Umgang mit Boden und Rebe ist die Passion der Familie Oberschil. Im Top-Heurigen werden neben exzellenten Weinen auch gekochtes Schulterscherzel, das Weinviertel DAC Beuschel sowie traditionelle Heurigenkost serviert.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -