Weinguide
Ausgabe 2026/27
Filtern nach:
Sortieren nach:
2020 Blanc de Blancs Grosse Reserve Brut
Weingut
Familie Schuster
Wagram

(RI\GV\SB) Jugendlich elegante Nase, leichte Brioche, rote Paprika, Stachelbeeren, eine noch ungestüme Perlage, fruchtbetonter Gaumen, Weingartenpfirsich, Kräutertee Auszug, schwarzer Teegerbstoff, zurzeit noch etwas ungezügelt, mit Ruhe und Reife wird der Sekt noch angenehmer.

Schaumwein
Cuvée Weiß
€€€
Naturkork

Weingut
Familie Schuster
Wagram

Thomas Schuster
3471 Großriedenthal
Hauptstraße 61

Tel. +43 2279 7203
Fax. -4
www.weingut-schuster.at

Was sich Thomas Schuster vornimmt, setzt er mit Konsequenz, Präzision und einem feinen Gespür für Herkunft um. Seit 2024 ist auch seine Frau Carina offiziell Teil des Weinguts und bringt zusätzliche Energie in den Familienbetrieb. Im selben Jahr wurde das Weingut in den Kreis der österreichischen Traditionsweingüter (ÖTW) aufgenommen – ein bedeutender Meilenstein und eine verdiente Anerkennung für die kontinuierliche Qualitätsarbeit. Die Weine von Thomas Schuster stehen für Eleganz, Struktur und eine klare, geradlinige Stilistik. Seit 2016 wird biologisch gearbeitet. Die Rebflächen liegen auf typischen Wagramer Böden in rund 337 Metern Seehöhe, geprägt von tiefgründigem Löss mit einem Hauch Kalk – ideale Voraussetzungen für charaktervolle und präzise Weine. Die Sortenverteilung ist ausgewogen: Je rund ein Drittel entfallen auf Grünen und Roten Veltliner. Ergänzt wird das Sortiment durch Pinot Noir, der in den kühleren Lagen besonders fein und ausdrucksstark gelingt. Lange Lagerung auf der Vollhefe, minimaler Eingriff und ein kompromissloser Qualitätsanspruch prägen die Handschrift des Hauses. So entstehen ruhige, straffe und zugleich tiefgründige Weine, die ihre Herkunft unverfälscht widerspiegeln. Besonders spannend zeigt sich der Rote Veltliner Ried Berg Eisenhut 2024. In 500-Liter-Akazienfässern auf der Vollhefe ausgebaut, gewinnt er über ein Jahr hinweg an Tiefe, Eleganz und Ausdruck und demonstriert eindrucksvoll das Potenzial dieser Sorte am Wagram. Auch der Grüne Veltliner Ried Eisenhut 2024 reift in 500-Liter- und großen Eichenfässern und überzeugt mit Struktur und Finesse. Mit dem Jahrgang 2025 ist Thomas Schuster eine beeindruckend stimmige Kollektion gelungen. Wie ein roter Faden ziehen sich Eleganz, Kompaktheit und Frische durch das gesamte Sortiment. Besonders die Wagram-Weine aus Grünem und Rotem Veltliner zeigen beispielhaft, wie präzise und authentisch diese Rebsorten ihre Herkunft zum Ausdruck bringen können. Mein persönliches Highlight ist der Grüne Veltliner Großriedenthal Alte Reben 2025. Ein Wein von bemerkenswerter Größe, der nie laut wird, sondern mit feinen Nuancen und stiller Tiefe nachhaltig beeindruckt. Auch der hauseigene Sekt überzeugt erneut. Aus Grünem Veltliner, Riesling und Sauvignon Blanc von Löss- und Schotterböden rund um Großriedenthal entsteht durch Handlese, Ganztraubenpressung und traditionelle Flaschengärung ein jugendlicher, animierender Schaumwein, der erstmals als Große Reserve auf den Markt kommt und sofort Lust auf den nächsten Schluck macht. Ein besonders schönes Projekt ist zudem der Rote Veltliner aus der Ried Goldberg, der 2025 wieder zugunsten eines karitativen Zwecks vinifiziert wird – ein Wein mit Charakter und zugleich mit einer guten Sache verbunden.

mehr
2023 Zweigelt Every Days
Weingut
Keringer
Neusiedlersee

Voller Charme, Mandelnoten, Kirschen, Zwetschken, Himbeeren, kernige Frucht, straffe Struktur, dicht, tolle Säure, festes Tannin, druckvoll, tief und lang.

Rotwein
Zweigelt
€€
Schraubverschluss

Weingut
Keringer
Neusiedlersee

Ing. Robert Keringer
7123 Mönchhof
Wiener Straße 22

Tel. +43 2173 80380
Fax. -40
weingut@keringer.at
www.keringer.at

Nach Verkostung der Keringer-Weine bin ich zufrieden und entspannt. Sie haben mich glücklich gemacht, manche sogar begeistert. Dieses Weingut wurde völlig zu Recht mit Preisen und Prämierungen überhäuft. Außerdem – und das freut mich als Fußballfan – ist dieses Weingut eine Kooperation mit dem SCR Altach und dem ÖFB (Österreichischer Fußballbund) eingegangen. Neu in diesem Haus ein sehr guter on ice – chilled red wine.

mehr
2023 Blaufränkisch Leithakalk
Weingut
Kollwentz
Leithaberg, Rust & Rosalia

Saftige Fruchtfrische, kompakt, engmaschig, Waldbeeren, Kirsche, nuanciert, zart rauchig, ausgewogen, klar strukturiert, ausgewogen, sehr animierend.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Kollwentz
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kollwentz
7051 Großhöflein
Hauptstraße 120

Das Weingut Kollwentz genießt über Österreichs Grenzen hinaus Weltruf und das in allen Kategorien von Weiß, Rot und, nur ganz wenigen bekannt, auch in der Kategorie Süßwein. Die Spitzenweine des sehr sympathischen Familienweinguts gelten als Botschafter für hochelegante Terroirweine vom Leithaberg. Starke Persönlichkeiten haben das Weingut seit jeher geprägt, und heute zeichnet ein perfekt eingespieltes und Generationen übergreifendes Teamwork für die Erfolgsgeschichte des Weinguts verantwortlich. Die drei Töchter von den beiden Betriebsleitern Heidi und Andi Kollwentz sind alle erfolgreich im Weingut tätig. Eva Maria und Barbara Kollwentz verantworten das Backoffice und die Kundenbetreuung, Christina ist gemeinsam mit Andy für das Weingartenmanagement und die Vinifikation mitverantwortlich. Den Auftakt zur aktuellen Serie in Weiß bilden die beiden Sauvignon Blanc-Varietäten, die besonders den kargen Feuersteinboden der Ried Steinmühle mit viel feinziselierter Mineralität widerspiegeln. Beide Varietäten, die klassische Steinmühle und die Methusalemreben glänzen in klarer wie eleganter Fruchtstringenz, wobei die letztgenannte Variante von alten Rebstöcken eine kraftvollere Version darstellt. Der Name Kollwentz ist inzwischen international eine Fixgröße für exzellente Chardonnays, und das noch dazu in einer vielfältigen Terroirinterpretation, die von Kalk bis Schiefer reicht. Der Jahrgang 2024 ermöglichte großartige wie hochreife Varietäten mit klassischer Frucht und tollen Säurewerten. Ried Neusatz ergänzt nun die bisherige Trias an Mineralität, Feinheit und Frucht einzigartigen Top-Chardonnays des Hauses. In punkto Präzision, Finesse und Dichte ist der hohe Qualitätslabel bei den Chardonnays der Familie Kollwentz atemberaubend: Die Terroirinterpretation wird gezielt forciert, Ried Tatschler ist erneut finessig mit viel mineralischer Fruchtpräsenz geworden, Ried Katterstein liefert erneut eine tolle mineralisch-vibrierende Interpretation von Schiefer und Kalk, und die Chardonnay Gloria (Ried Glagsatz) Jahrgang 2023 ist in hellfruchtiger Eleganz und Tiefe das non plus Ultra eines hocheleganten Weines. Gloria 2023 wird sich mit ihrer unübertrefflichen Stilistik von klarer Frucht, Eleganz samt feiner Säurestruktur in die Reihe der ganz großen und vergleichbaren Jahrgänge 2013 und 2020 einreihen. Den Reigen der Top-Rotweinvarietäten eröffnet der Pinot Noir 2024 aus der Ried Dürr. Diese von Wald umsäumte Höhenlage (etwa 280 Meter) schließt unterhalb der Ried Glagsatz (Gloria) an und ist geradezu prädestiniert für diese sensible Rebsorte: Die Nächte sind kühl, der Boden ist karg mit einem extrem hohen Kalkgehalt (bis 80 Prozent), was eine lange Vegetationsphase garantiert. Das „Match“ zwischen den Blaufränkisch-Highlights aus der Ried Setz und der Ried Point findet mit dem Jahrgang 2023 nicht statt. Ausnahmsweise hat die gesamte Ernte von der Ried Setz für den Steinzeiler Verwendung gefunden. Blaufränkisch Ried Point überzeugt wie eine sichere Bank jedes Jahr mit feiner Fruchttiefe in dunkler Aromatik. Der Cabernet Sauvignon ist kurz gesagt in stilistischerer Perfektion von linearer Struktur und in perfekter Fruchtbalance entstanden, er weist ein vielversprechendes Potenzial für Jahrzehnte auf. Das Aushängeschild im Hause Kollwentz ist die Blaufränkisch geprägte Topcuvée Steinzeiler, die von Jahr zu Jahr als sichere Bank in vollendeter Harmonie von Kraft, Tiefe und Balance glänzt, und als schlafender Riese zurzeit das enorme Potenzial nur erahnen lässt. Mit dem sogenannten Hitzejahrgang 2022 steht ein weiteres Steinzeiler-Monument bereit, das sich durch Feinheit, Dichte und Harmonie zu einem Jahrhundertjahrgang entwickeln wird.

mehr
2025 Sauvignon Blanc Gamlitz Bio
Domäne Kranachberg
Peter Skoff
Südsteiermark

Eigenständig, fruchtbetont, fast rieslinghaft; schließt so an, hinten zarte Würze, angenehmes Säurespiel, im Abgang und im Nachhall Zitrus.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Domäne Kranachberg
Peter Skoff
Südsteiermark

Peter Skoff
8462 Gamlitz
Kranachberg 50

Die Anfänge der Domäne Kranachberg gehen auf das Jahr 1833 zurück. Die Weingärten sind steil, vergleichsweise hoch gelegen und erfordern viel Handarbeit. Im Zuge der aktuellen Riedenabgrenzung wurden historische oder geographische Zusatzbezeichnungen aufgenommen, um das Riedenprofil zu schärfen. Auf alte Reben legt die Familie Skoff großen Wert. Interessierte Kunden können in einer großen Jahrgangstiefe bedient werden, insbesondere ab Hof. Die Weine können im hauseigenen Buschenschank getrunken werden und übernachten kann man in geschmackvoll gestalteten Gästezimmern. Zum Betrieb gehört das Gut Kaspar, das sich der Bio-Linie verschrieben hat und Naturalweine im Sortiment hat. Die heuer vorgestellten Gebietsweine sind ungewöhnlich fein gehalten. Noch mehr trifft das für die Ortsweine zu. Die Riedenweine besitzen Lagencharakter, sie kommen nun später in den Verkauf, weil sie von längerer Flaschenreife profitieren. Auch sie zeigen eine Handschrift, die Wert auf Eleganz legt und laute Töne vermeidet.

mehr
2023 Incredible
Weingut
Ludwig Ehn
Kamptal

(GV/CH) Füllige Eindrücke von Agrumen und weißem Spargel im ausladenden Duftspiel, am Gaumen fokussierte Reife mit kandierten Noten, gewürzig und kraftvoll um die Mitte, herzhaft-trocken im Finale, ein Klassiker des Hauses.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ludwig Ehn
Kamptal

Ludwig Ehn
3550 Langenlois
Bahnstraße 3

Tel. +43 2734 2236
Fax. -4
weingut.ehn@ehnwein.at
www.ehnwein.at

Die Eigenbezeichnung als Weinmanufaktur beschreibt die Grundphilosophie dieses Langenloiser Familienbetriebs gut. Hier liegen die Weingärten und das Weinwerden in der Hand von Ludwig Ehn und Schwester Michaela, sie verantworten ein für die Region sehr typisches Portfolio bezüglich Sortenspiegel und Rieden. Stilistisch sind die Weine durch sehr klassische Kamptaler Herkünfte geprägt, die Weine aus dem Ehn-Portfolio weisen zudem eine einprägsame Pikanz auf. Die erste Geige spielt der Grüne Veltliner, gefolgt von Riesling und Komplementären wie Sauvignon Blanc, den es schon seit langem gibt. Veltliner vermag bereits in den Einstiegsqualitäten zu überzeugen, was der Langenlois Löss fleischig-trinkfreudig ins Glas bringt. Der Panzaun zeigt mit viel Würze und Sortentypus den Stil des Hauses in feingliedriger Manier, hingegen bringt Spiegel die „Ehn-Pikanz“ in sehr wertiger Definition mit schöner Frucht-Säure-Balance auf den Punkt. In machtvollerer Ausprägung kommen Trauben vom Spiegel dann in Form des Titan ins Glas, ein von Vollreife, feiner Botrytis und passendem Holzeinsatz geprägter Reservewein, trotz hohem Alkohol sehr trinkanimierend. Riesling findet sich im Hause Ehn als unkomplizierte, pointierte Variante in Form des Urgestein sowie als lagerfähige Reserve vom Heiligenstein: Aktuell im Verkauf ist der sehr typische 2024er mit sanfter Säureausprägung, jugendlich-kompaktem Auftreten und guter Länge. Wer die kraftvoll-burgundische Machart bevorzugt, sollte die Cuvée Incredible in Erwägung ziehen, die bei Stammkunden einen gewissen Kult-Status erlangt hat, der aktuelle 2023er steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Last but not least sei auf die individuelle wie trinkfreudige Beerenauslese vom Chardonnay hingewiesen, für diese zeichnet bereits Kilian, der Junior von Ludwig Ehn verantwortlich.

mehr
2024 Riesling Gedersdorfer Spiegel
Weingut & Gästehaus
Berger
Kremstal

Offeriert zunächst vegetabile Noten, Gartenkräuter, Rhabarber, ergänzt um herbfruchtige, an Hagebutten und Stachelbeeren erinnernde Nuancen; feingliedrige Mitte, sanftes Säurespiel, balanciert und vollkommen trocken.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut & Gästehaus
Berger
Kremstal

Erich und Michaela Berger
3494 Gedersdorf
Weinbergstraße 2

Das Gedersdorfer Vater-und-Sohn-Duo, Erich und Maximilian Berger, hat heuer einige leichtere Weine im Programm, „was uns und unserer Philosophie voll entgegenkommt“, wie der Senior anmerkt. Grund für die niedrigeren Alkoholwerte war in erster Linie eine bereits Ende September erreichte physiologische Traubenreife und damit verbunden auch eine entsprechend frühere Lese. Somit ergibt sich für die Bergers in diesem Jahr ein besonders stimmiges Angebotsbild aus leichtfüßigen, spritzigen, trinkanimierenden Gewächsen des aktuellen Jahrgangs einerseits und den kräftigeren Lagenweinen aus 2023 und 2024 andererseits, die erst heuer auf den Markt kommen. Die große Überraschung ist dieses Mal freilich ein grandioser Schaumwein: eine Große Reserve Brut Nature aus 100 Prozent Weißburgunder aus der Toplage Moosburgerin, in Flaschen vergoren, ein Jahr im Holzfass gereift und nach dreijähriger Verweildauer auf der Hefe im Vorjahr degorgiert. Wer „Champagner“ aus heimischer Provenienz kennenlernen will, sollte unbedingt zugreifen. Bei den Weinen wollen wir heuer zwei besonders gut gelungene Exemplare herausgreifen, zum einen den würzigen und überaus komplexen Grünen Veltliner Moosburgerin aus 2023, zum anderen den mineralisch dunkelfruchtigen Riesling 2024 vom Steiner Pfaffenberg.

mehr
2025 Riesling Terrassen
Weingut
Markus Huber
Traisental

Feine Steinobstfrucht, Marillen, leichte Mineralität; Marillenfrucht setzt sich am Gaumen fort, Zitrusnoten, kühle Würze, straffe, kreidige Art, toller Gebietsriesling mit super Frucht und Säurebiss, betont trocken.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Markus Huber
Traisental

Markus Huber
3134 Reichersdorf
Weinriedenweg 13

Tel. +43 2783 82999
office@huber.wine
www.huber.wine

„Das Schöne am Jahrgang 2025 ist die Saftigkeit und die Trinkigkeit“, sagt Markus Huber, Top-Winzer aus Reichersdorf im Traisental. „Die Trauben waren super reif und gesund. Es war ein Jahr, wie ich es mir wünsche, mit später Haupternte und kühlen Nächten.“ Markus Huber ist nicht nur Gallionsfigur im Traisental, sondern zählt auch zu den besten Winzerpersönlichkeiten in Österreich. Seine Grünen Veltliner und Rieslinge sind international bekannt. Seit fast 20 Jahren arbeitet der Winzer biologisch. Hubers Spielwiese ist vor allem gespickt mit Grüner Veltliner und Riesling. Der Einstieg in die reichhaltige Weinwelt sind die Terrassen-Weine – sie sind gut gemachte Every-Day-Weine. Viel Spannung verbreiten Hubers Reichersdorf-Ortsweine, deren Trauben er von bestimmten Parzellen mit Alten Rebstöcken nimmt. Durch die Alten Reben sind diese Weine bereits sehr tiefgründig und versprühen mit ihrer kühlen Frucht und straffen Kreidigkeit viel Traisental-Charme. Hubers Weinschätze bilden die Ersten Lagen. Beim Grünen Veltliner, der seine klare Hauptrebsorte ist, spielt er auf vier Lagen. Der Ausbau der Weine passiert grundsätzlich gleich – nur beim Berg-Veltliner macht Huber ein paar Stunden Maischestandzeit und bei ein paar Chargen Ganztraubenpressung. Alle Lagenveltliner reifen im großen Holzfass und kommen ein Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Den Unterschied machen der Boden, Ausrichtung und Bearbeitung. Bestimmendes Thema bei praktisch allen Rieden ist das kalkige Konglomeratgestein im Unterbau. Oben drauf in der Ried Alte Setzen in Reichersdorf liegt eine etwa zwei Meter mächtige kalkreiche Lössdecke, wodurch dieser Veltliner immer sehr würzig ist. Ähnlich gelagert ist die Bodenformation in der Ried Hochschopf in Nussdorf, wobei dort auch Graniteinschlüsse sind. Der Hochschopf ist Hubers jüngste Erste Lage, die er erst zum zweiten Mal im Portfolio hat. Der Zwirch in Inzersdorf ist eine kalkreiche Hochlage und Jahr für Jahr der Lagenveltliner, der am meisten fordert. In der Jugend ist dieser Wein oft lange unnahbar durch seine Straffheit und Kargheit. Aber der Zwirch ist ein wahres Energiebündel und heuer, beim Jahrgang 2025, dem Berg-Veltliner, der immer klar Hubers Premium-Veltliner ist, nahezu ebenbürtig. Markus Hubers Berg in Getzersdorf ist sowieso eine eigene Erfolgsgeschichte, die der Reichersdorfer Winzer mit Grünem Veltliner als auch mit Riesling schreibt. Beide Lagenweine sind nachhaltige Garanten für die Auszeichnung als Top-Weine.

mehr
2025 Grüner Veltliner Ried Sätzen
Weinbau
Stadler
Wagram

Gewisser Druck schon in der Nase, Quittenmousse, Steinobst, Fencheltee, der Gaumen zieht die Saftigkeit mit Litschi weiter, Ananassaft, Druck kommt von Grapefruit und Melisse, der Wein zeigt sich von einer Vielschichtigkeit, Länge, Kräuterwürze und Dichte.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weinbau
Stadler
Wagram

Stefan Stadler
3701 Großwiesendorf
15

Der Weinbau hat in der Familie Stadler seit Generationen seinen festen Platz. Der Familienbetrieb liegt in einer klimatisch besonders begünstigten Lage am Wagram, wo windgeschützte Hänge und mächtige Lössböden ideale Bedingungen für charaktervolle Weine schaffen. Die Weingärten profitieren von der besonderen Kraft des Lösses: Seit der letzten Eiszeit bedeckt eine bis zu 25 Meter hohe Lössschicht die Stufen des Wagrams – eine der mächtigsten Europas. Vor allem der hohe Kalkanteil und die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern und in Trockenperioden an die Reben abzugeben, sorgen für beste Voraussetzungen im Weinbau. Die Familie Stadler bewirtschaftet rund 10 Hektar in den Rieden Sätzen, Hohenberg und Steinberg. Seit 2022 führt Stefan Stadler den Betrieb in neuer Generation weiter. Gemeinsam mit Ferdinand meistert er die Arbeit im Weingarten, Keller und Vertrieb, während seine Lebensgefährtin Karin das Büro sowie zahlreiche Weinpräsentationen unterstützt. Als echter Familienbetrieb ziehen hier alle an einem Strang. Tradition und Moderne gehen dabei Hand in Hand: Das historische Kellergewölbe stammt aus dem Jahr 1828, ebenso reichen die Wurzeln des Presshauses weit zurück. Mit dem modernen Zubau von 2011 wurde gleichzeitig der Grundstein für zeitgemäße Kellertechnik gelegt. Auf rund 400 Quadratmeter werden die Trauben verarbeitet, die Weine kontrolliert vergoren und optimal gelagert – dank der natürlichen Kühlung durch den in den Löss gebauten Keller ganz ohne zusätzliche Raumkühlung. Die Weine der Familie Stadler zeigen klare Struktur, viel Frucht und animierende Trinkfreude. Besonders spannend: Die Holzfässer für den Ausbau des Chardonnays stammen aus den eigenen Eichenwäldern.

mehr
2025 Rotgipfler Gumpoldskirchen
Weingut
Stadlmann
Thermenregion

Volle Fruchtaromen, Zuckerguss, gelbfruchtig, Trockenfrüchte, auch Wiesenblüten, Lokum, fein-samtig; mittelgewichtig, dezent cremige Textur, elegante Fruchtrundung, dezente Gerbstoffstütze, fest, mittellang.

Weißwein
Rotgipfler
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Stadlmann
Thermenregion

Mag. Bernhard Stadlmann MBA
2514 Traiskirchen
Wiener Straße 41

Das Weingut Stadlmann in Traiskirchen fungiert seit Jahrzehnten als Leitbetrieb der Thermenregion, der durch eine Palette an eigenständigen, charakterstarken Weinen mit besonderer Betonung der hiesigen Sortenraritäten maßgeblich zum hohen Ansehen des Gebiets beigetragen hat. Johann Stadlmann war über Jahrzehnte Topwinzer und Botschafter für diese ehemals berühmteste Herkunft Niederösterreichs mit ihrer einzigartigen Melange aus autochthonen und klassischen Sorten. Sohn Bernhard Stadlmann kam über Umwege in den Betrieb, studierte zuerst Wirtschaftswissenschaften bevor er sich für den Weinbau entschied. Seinen diesbezüglichen Wissensdurst stillte er ebenfalls durch universitäre Ausbildung, u.a. in Kalifornien bevor er schließlich ins elterliche Weingut zurückkehrte. Ein Mensch der leisen Worte, verbindet der Traiskirchner eine sehr spezielle Mischung aus fundiertem, durch mittlerweile lange Erfahrung bereichertem vitikulturellen wie oenologischen Wissen und einer ausgeprägten Empathie für die Vorgänge und Abläufe in der Natur. Das spiegelt sich auch in den hiesigen Weinen wider, die sich subtil und hintergründig geben. Das Sortenspektrum in Weiß umfasst die autochthonen Rebsorten Rotgipfler und Zierfandler ebenso wie Weißburgunder sowie Grüner Veltliner, Riesling und Muskateller, dazu werden auch rote Sorten wie St. Laurent und Pinot Noir kultiviert. Größtes Augenmerk wird hier der idealen Verbindung von Rebsorte und Terroir geschenkt. Das Weingut ist seit 2007 bio-zertifiziert, teils wird auch nach biodynamischen Richtlinien gearbeitet. Seit 2022 ist Stadlmann Mitglied der Traditionsweingüter Österreich. Die Trauben werden als ganze Trauben sehr langsam gepresst. Vergoren wird vielfach in großen Holzfässern, selten in Edelstahl, wobei Letztere Weine ebenfalls eine Reifung im Holzfass erfahren. Das im Vergleich zu den letzten eher kühle Jahr 2025 hat pikante und pointierte Klassiker hervorgebracht. Die Lagenweine stammen aus dem warmen, durch Frost und Herbstregen geprägtem 2024er. ps

mehr
2023 Eichkogel CR
Weingut
Kollwentz
Leithaberg, Rust & Rosalia

(80 % BF / ZW) Feine Kirschnase, würzig unterlegt, viel Waldbeerenaromatik, fruchtbetonte, elegante Stilistik, stoffige Mitte, kräftige Textur, aus einem Guss, ein Genusswein.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Kollwentz
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kollwentz
7051 Großhöflein
Hauptstraße 120

Das Weingut Kollwentz genießt über Österreichs Grenzen hinaus Weltruf und das in allen Kategorien von Weiß, Rot und, nur ganz wenigen bekannt, auch in der Kategorie Süßwein. Die Spitzenweine des sehr sympathischen Familienweinguts gelten als Botschafter für hochelegante Terroirweine vom Leithaberg. Starke Persönlichkeiten haben das Weingut seit jeher geprägt, und heute zeichnet ein perfekt eingespieltes und Generationen übergreifendes Teamwork für die Erfolgsgeschichte des Weinguts verantwortlich. Die drei Töchter von den beiden Betriebsleitern Heidi und Andi Kollwentz sind alle erfolgreich im Weingut tätig. Eva Maria und Barbara Kollwentz verantworten das Backoffice und die Kundenbetreuung, Christina ist gemeinsam mit Andy für das Weingartenmanagement und die Vinifikation mitverantwortlich. Den Auftakt zur aktuellen Serie in Weiß bilden die beiden Sauvignon Blanc-Varietäten, die besonders den kargen Feuersteinboden der Ried Steinmühle mit viel feinziselierter Mineralität widerspiegeln. Beide Varietäten, die klassische Steinmühle und die Methusalemreben glänzen in klarer wie eleganter Fruchtstringenz, wobei die letztgenannte Variante von alten Rebstöcken eine kraftvollere Version darstellt. Der Name Kollwentz ist inzwischen international eine Fixgröße für exzellente Chardonnays, und das noch dazu in einer vielfältigen Terroirinterpretation, die von Kalk bis Schiefer reicht. Der Jahrgang 2024 ermöglichte großartige wie hochreife Varietäten mit klassischer Frucht und tollen Säurewerten. Ried Neusatz ergänzt nun die bisherige Trias an Mineralität, Feinheit und Frucht einzigartigen Top-Chardonnays des Hauses. In punkto Präzision, Finesse und Dichte ist der hohe Qualitätslabel bei den Chardonnays der Familie Kollwentz atemberaubend: Die Terroirinterpretation wird gezielt forciert, Ried Tatschler ist erneut finessig mit viel mineralischer Fruchtpräsenz geworden, Ried Katterstein liefert erneut eine tolle mineralisch-vibrierende Interpretation von Schiefer und Kalk, und die Chardonnay Gloria (Ried Glagsatz) Jahrgang 2023 ist in hellfruchtiger Eleganz und Tiefe das non plus Ultra eines hocheleganten Weines. Gloria 2023 wird sich mit ihrer unübertrefflichen Stilistik von klarer Frucht, Eleganz samt feiner Säurestruktur in die Reihe der ganz großen und vergleichbaren Jahrgänge 2013 und 2020 einreihen. Den Reigen der Top-Rotweinvarietäten eröffnet der Pinot Noir 2024 aus der Ried Dürr. Diese von Wald umsäumte Höhenlage (etwa 280 Meter) schließt unterhalb der Ried Glagsatz (Gloria) an und ist geradezu prädestiniert für diese sensible Rebsorte: Die Nächte sind kühl, der Boden ist karg mit einem extrem hohen Kalkgehalt (bis 80 Prozent), was eine lange Vegetationsphase garantiert. Das „Match“ zwischen den Blaufränkisch-Highlights aus der Ried Setz und der Ried Point findet mit dem Jahrgang 2023 nicht statt. Ausnahmsweise hat die gesamte Ernte von der Ried Setz für den Steinzeiler Verwendung gefunden. Blaufränkisch Ried Point überzeugt wie eine sichere Bank jedes Jahr mit feiner Fruchttiefe in dunkler Aromatik. Der Cabernet Sauvignon ist kurz gesagt in stilistischerer Perfektion von linearer Struktur und in perfekter Fruchtbalance entstanden, er weist ein vielversprechendes Potenzial für Jahrzehnte auf. Das Aushängeschild im Hause Kollwentz ist die Blaufränkisch geprägte Topcuvée Steinzeiler, die von Jahr zu Jahr als sichere Bank in vollendeter Harmonie von Kraft, Tiefe und Balance glänzt, und als schlafender Riese zurzeit das enorme Potenzial nur erahnen lässt. Mit dem sogenannten Hitzejahrgang 2022 steht ein weiteres Steinzeiler-Monument bereit, das sich durch Feinheit, Dichte und Harmonie zu einem Jahrhundertjahrgang entwickeln wird.

mehr
2023 Blaufränkisch
Weingut
Kerschbaum
Mittelburgenland

Klassisch gehaltenes Sortenbukett, frische Brombeeren, Kirschen, Prise Würze; schließt so an, präsente Gerbstoffe ohne Härte, Säurespiel, lebendig, klar, gute Länge, ehrlicher Blaufränkisch.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Schraubverschluss

Weingut
Kerschbaum
Mittelburgenland

Michael Kerschbaum
7312 Horitschon
Hauptstraße 111

Paul Kerschbaum hat vor vielen Jahren die Messlatte für Rotwein aus dem Mittelburgenland gelegt. Er hat das von seinem Vater übernommene Weingut zu einem Leitbetrieb gemacht. Schon vor einigen Jahren hat er seinem Sohn Michael die Regie übertragen. Der junge Winzer dreht mit Bedacht und Gefühl an den Stellschrauben. Seine Devise: „Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein!“ Er befasst sich auch mit Weißwein, einem Chardonnay und einem Grünen Veltliner. Ausgesprochen gut angenommen wurde die rote Cuvée Opera, eine Melange aus Blaufränkisch und Merlot. Dieser Wein schließt qualitativ und preislich die Lücke zwischen der Basislinie und den Lagenweinen. Die Familie besitzt Anteile an so renommierten Rieden wie Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Die Lage Dürrau mit ihrem eisenhaltigen Untergrund ist prädestiniert für tiefgründigen Blaufränkisch mit eleganter Struktur und unverkennbaren Bodentönen. Hochäcker kennzeichnet ein Gemisch aus Lehm und Löss, was in feuchten Jahren von großem Vorteil ist. Die hier ausgepflanzten Blaufränkisch-Klone besitzen eine pfeffrige Würze. Michael lässt seinen Weinen Zeit. Mit dem Jahrgang 2019 hat er begonnen, nennenswerte Mengen von Weinen auf Lager zu legen, um in einigen Jahren gereifte Rotweine anbieten zu können. Die Nachfrage nach solchen Produkten sei zunehmend. Die heuer vorgestellte Serie zeigt die gewohnt präzise Handschrift des Hauses. Die Weine sind frei von Opulenz, sie erzeugen Spannung, Blendwerk ist ihnen fremd. Die Cuvée Paul Kerschbaum ist unangefochtener Primus, ein eleganter und in sich ruhender Wein.

mehr
2023 Gewürztraminer Gamlitz
Domäne Kranachberg
Peter Skoff
Südsteiermark

Auf eine feine und frische Art sortentypisch, Litschi, Rosen, Rosenholz, zarteste Bodentöne; aromatisches Dacapo, lebendig, sympathische Gerbstoffe geben Struktur.

Weißwein
Traminer
€€€
Schraubverschluss

Domäne Kranachberg
Peter Skoff
Südsteiermark

Peter Skoff
8462 Gamlitz
Kranachberg 50

Die Anfänge der Domäne Kranachberg gehen auf das Jahr 1833 zurück. Die Weingärten sind steil, vergleichsweise hoch gelegen und erfordern viel Handarbeit. Im Zuge der aktuellen Riedenabgrenzung wurden historische oder geographische Zusatzbezeichnungen aufgenommen, um das Riedenprofil zu schärfen. Auf alte Reben legt die Familie Skoff großen Wert. Interessierte Kunden können in einer großen Jahrgangstiefe bedient werden, insbesondere ab Hof. Die Weine können im hauseigenen Buschenschank getrunken werden und übernachten kann man in geschmackvoll gestalteten Gästezimmern. Zum Betrieb gehört das Gut Kaspar, das sich der Bio-Linie verschrieben hat und Naturalweine im Sortiment hat. Die heuer vorgestellten Gebietsweine sind ungewöhnlich fein gehalten. Noch mehr trifft das für die Ortsweine zu. Die Riedenweine besitzen Lagencharakter, sie kommen nun später in den Verkauf, weil sie von längerer Flaschenreife profitieren. Auch sie zeigen eine Handschrift, die Wert auf Eleganz legt und laute Töne vermeidet.

mehr
2025 Chardonnay Beerenauslese
Weingut
Ludwig Ehn
Kamptal

Kren, Agrumen und weißer Pfeffer im individuellen Duft, am Gaumen gute Süße-Säure-Balance, pfiffiger, trinkanimierender Stil, gelungen. KAMPTAL

Süßwein
Chardonnay
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ludwig Ehn
Kamptal

Ludwig Ehn
3550 Langenlois
Bahnstraße 3

Tel. +43 2734 2236
Fax. -4
weingut.ehn@ehnwein.at
www.ehnwein.at

Die Eigenbezeichnung als Weinmanufaktur beschreibt die Grundphilosophie dieses Langenloiser Familienbetriebs gut. Hier liegen die Weingärten und das Weinwerden in der Hand von Ludwig Ehn und Schwester Michaela, sie verantworten ein für die Region sehr typisches Portfolio bezüglich Sortenspiegel und Rieden. Stilistisch sind die Weine durch sehr klassische Kamptaler Herkünfte geprägt, die Weine aus dem Ehn-Portfolio weisen zudem eine einprägsame Pikanz auf. Die erste Geige spielt der Grüne Veltliner, gefolgt von Riesling und Komplementären wie Sauvignon Blanc, den es schon seit langem gibt. Veltliner vermag bereits in den Einstiegsqualitäten zu überzeugen, was der Langenlois Löss fleischig-trinkfreudig ins Glas bringt. Der Panzaun zeigt mit viel Würze und Sortentypus den Stil des Hauses in feingliedriger Manier, hingegen bringt Spiegel die „Ehn-Pikanz“ in sehr wertiger Definition mit schöner Frucht-Säure-Balance auf den Punkt. In machtvollerer Ausprägung kommen Trauben vom Spiegel dann in Form des Titan ins Glas, ein von Vollreife, feiner Botrytis und passendem Holzeinsatz geprägter Reservewein, trotz hohem Alkohol sehr trinkanimierend. Riesling findet sich im Hause Ehn als unkomplizierte, pointierte Variante in Form des Urgestein sowie als lagerfähige Reserve vom Heiligenstein: Aktuell im Verkauf ist der sehr typische 2024er mit sanfter Säureausprägung, jugendlich-kompaktem Auftreten und guter Länge. Wer die kraftvoll-burgundische Machart bevorzugt, sollte die Cuvée Incredible in Erwägung ziehen, die bei Stammkunden einen gewissen Kult-Status erlangt hat, der aktuelle 2023er steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Last but not least sei auf die individuelle wie trinkfreudige Beerenauslese vom Chardonnay hingewiesen, für diese zeichnet bereits Kilian, der Junior von Ludwig Ehn verantwortlich.

mehr
2025 Grüner Veltliner Stoa
Weingut
Ludwig Neumayer
Traisental

Wirkt straff, weißer Pfeffer, viel Zitrusfrische, Maracuja, einiges an Williamsbirnen; am Gaumen viel Birne und Grapefruits, mittellang, lebhafter Einsteiger in Neumayers Veltliner-Welt.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Ludwig Neumayer
Traisental

Ludwig Neumayer
3131 Inzersdorf ob der Traisen
Dorfstraße 37

Ludwig Neumayer aus Inzersdorf ist ein Könner vom Kalk. Der Top-Winzer macht schnörkellose terroirgeprägte Weine ohne Kompromisse. Alle Weine werden im Stahltank ausgebaut, „denn Stahl ist präzise“, sagt Neumayer. Die Lese ist selektiv. Schon im Weingarten putzt der Winzer Botrytisbeeren raus, so sie da sind. Vergoren wird spontan. Neben dem Kalk des Taisentals ist der Stein das zentrale Element bei Ludwig Neumayer. Im Stein bündelt Neumayer das Beste vom Wein – beim Grünen Veltliner, beim Riesling und beim Weißburgunder. „Der Wein vom Stein ist ein klassischer Terroirwein und die Spitze der Rieden“, erzählt der Winzer und rät: „Den Wein von Stein muss man bisschen reifen lassen, am besten ein Jahr.“ Seit 40 Jahren besteht die Beziehung Ludwig Neumayer und ‚Der Wein vom Stein‘. Der erste Stein-Wein war 1986 der Weißburgunder. 1990 ist der erste Riesling vom Stein gekommen. Dann der Grüne Veltliner. Über dem Stein-Wein ist kein Platz. Er bildet Jahr für Jahr die Spitze des Neumayer-Portfolios – außer in Jahren mit überbordender Reife. Dann gibt es zwei Ausnahme-Weine: Den Grünen Veltliner IKON und den Riesling Steinkapelle. In solchen üppigen Jahren laufen aus speziellen Parzellen die reifsten Trauben in diese Weine. Den IKON als Wein gibt es schon länger, die Steinkapelle erst das zweite Mal – nach 2022 jetzt mit dem Jahrgang 2025. Etwa 70 Prozent seines Schaffens macht bei Neumayer der Grüne Veltliner aus. Acht verschiedene Facetten vom Veltliner kann man beim Inzersdorfer Winzer kosten – darunter mit Zwirch und Rothenbart zwei Erste-1ÖTW-Lagen. Vom Rothenbart gibt es auch einen Riesling-Lagenwein – und daneben noch vier weitere Riesling-Facetten, die alle auf Kalk und Stein gebaut sind – womit sich der Kreis zu Ludwig Neumayer schließt.

mehr
2025 2025 Grüner Veltliner Ried Hohenberg
Weinbau
Stadler
Wagram

Ruhiger rotfruchtiger Auftakt mit McIntosh Apfel, Mandelsplitter unterlegt, zarte frische Nuancen von Birnenkompott, Erdbeertee, Zitronenverbene, gewisser Druck am Gaumen mit lebendiger Säurestruktur.

Weißwein
Grüner Veltliner
Schraubverschluss

Weinbau
Stadler
Wagram

Stefan Stadler
3701 Großwiesendorf
15

Der Weinbau hat in der Familie Stadler seit Generationen seinen festen Platz. Der Familienbetrieb liegt in einer klimatisch besonders begünstigten Lage am Wagram, wo windgeschützte Hänge und mächtige Lössböden ideale Bedingungen für charaktervolle Weine schaffen. Die Weingärten profitieren von der besonderen Kraft des Lösses: Seit der letzten Eiszeit bedeckt eine bis zu 25 Meter hohe Lössschicht die Stufen des Wagrams – eine der mächtigsten Europas. Vor allem der hohe Kalkanteil und die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern und in Trockenperioden an die Reben abzugeben, sorgen für beste Voraussetzungen im Weinbau. Die Familie Stadler bewirtschaftet rund 10 Hektar in den Rieden Sätzen, Hohenberg und Steinberg. Seit 2022 führt Stefan Stadler den Betrieb in neuer Generation weiter. Gemeinsam mit Ferdinand meistert er die Arbeit im Weingarten, Keller und Vertrieb, während seine Lebensgefährtin Karin das Büro sowie zahlreiche Weinpräsentationen unterstützt. Als echter Familienbetrieb ziehen hier alle an einem Strang. Tradition und Moderne gehen dabei Hand in Hand: Das historische Kellergewölbe stammt aus dem Jahr 1828, ebenso reichen die Wurzeln des Presshauses weit zurück. Mit dem modernen Zubau von 2011 wurde gleichzeitig der Grundstein für zeitgemäße Kellertechnik gelegt. Auf rund 400 Quadratmeter werden die Trauben verarbeitet, die Weine kontrolliert vergoren und optimal gelagert – dank der natürlichen Kühlung durch den in den Löss gebauten Keller ganz ohne zusätzliche Raumkühlung. Die Weine der Familie Stadler zeigen klare Struktur, viel Frucht und animierende Trinkfreude. Besonders spannend: Die Holzfässer für den Ausbau des Chardonnays stammen aus den eigenen Eichenwäldern.

mehr
2023 Blaufränkisch Ried Hochäcker
Weingut
Kerschbaum
Mittelburgenland

Auf eine wertige Art klassisch, dunkle Frucht, Prise schwarzer Pfeffer, ruhig; schließt so an, feine Gerbstoffe und Säurespiel geben Struktur und Leben, Holz sensorisch kein Thema, sehnig, null Fett, Trinkanimo.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Kerschbaum
Mittelburgenland

Michael Kerschbaum
7312 Horitschon
Hauptstraße 111

Paul Kerschbaum hat vor vielen Jahren die Messlatte für Rotwein aus dem Mittelburgenland gelegt. Er hat das von seinem Vater übernommene Weingut zu einem Leitbetrieb gemacht. Schon vor einigen Jahren hat er seinem Sohn Michael die Regie übertragen. Der junge Winzer dreht mit Bedacht und Gefühl an den Stellschrauben. Seine Devise: „Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein!“ Er befasst sich auch mit Weißwein, einem Chardonnay und einem Grünen Veltliner. Ausgesprochen gut angenommen wurde die rote Cuvée Opera, eine Melange aus Blaufränkisch und Merlot. Dieser Wein schließt qualitativ und preislich die Lücke zwischen der Basislinie und den Lagenweinen. Die Familie besitzt Anteile an so renommierten Rieden wie Dürrau, Hochäcker und Kirchholz. Die Lage Dürrau mit ihrem eisenhaltigen Untergrund ist prädestiniert für tiefgründigen Blaufränkisch mit eleganter Struktur und unverkennbaren Bodentönen. Hochäcker kennzeichnet ein Gemisch aus Lehm und Löss, was in feuchten Jahren von großem Vorteil ist. Die hier ausgepflanzten Blaufränkisch-Klone besitzen eine pfeffrige Würze. Michael lässt seinen Weinen Zeit. Mit dem Jahrgang 2019 hat er begonnen, nennenswerte Mengen von Weinen auf Lager zu legen, um in einigen Jahren gereifte Rotweine anbieten zu können. Die Nachfrage nach solchen Produkten sei zunehmend. Die heuer vorgestellte Serie zeigt die gewohnt präzise Handschrift des Hauses. Die Weine sind frei von Opulenz, sie erzeugen Spannung, Blendwerk ist ihnen fremd. Die Cuvée Paul Kerschbaum ist unangefochtener Primus, ein eleganter und in sich ruhender Wein.

mehr
2025 Sauvignon Blanc Ried Jungfernhang
Domäne Kranachberg
Peter Skoff
Südsteiermark

Einladend, Anklänge von frischen Tropenfrüchten, sandiger Boden; saftige Frucht, feine Würze unterlegt, zugängliches Säurespiel, gute Länge, Lagencharakter.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Domäne Kranachberg
Peter Skoff
Südsteiermark

Peter Skoff
8462 Gamlitz
Kranachberg 50

Die Anfänge der Domäne Kranachberg gehen auf das Jahr 1833 zurück. Die Weingärten sind steil, vergleichsweise hoch gelegen und erfordern viel Handarbeit. Im Zuge der aktuellen Riedenabgrenzung wurden historische oder geographische Zusatzbezeichnungen aufgenommen, um das Riedenprofil zu schärfen. Auf alte Reben legt die Familie Skoff großen Wert. Interessierte Kunden können in einer großen Jahrgangstiefe bedient werden, insbesondere ab Hof. Die Weine können im hauseigenen Buschenschank getrunken werden und übernachten kann man in geschmackvoll gestalteten Gästezimmern. Zum Betrieb gehört das Gut Kaspar, das sich der Bio-Linie verschrieben hat und Naturalweine im Sortiment hat. Die heuer vorgestellten Gebietsweine sind ungewöhnlich fein gehalten. Noch mehr trifft das für die Ortsweine zu. Die Riedenweine besitzen Lagencharakter, sie kommen nun später in den Verkauf, weil sie von längerer Flaschenreife profitieren. Auch sie zeigen eine Handschrift, die Wert auf Eleganz legt und laute Töne vermeidet.

mehr
2024 TO HELL AND BACK
Domäne 
Roland Chan
Wachau

(ZW gleichgepresst) Helles Rosa, Kirschen, Flieder, straffe Eleganz, animierende Herbe, gute Struktur, zarte Frucht, wirkt fast zerbrechlich, filigran, entwickelt Druck und Länge.

Rotwein
Zweigelt
€€€€
Naturkork

Domäne 
Roland Chan
Wachau

Roland Müksch
3610 Wösendorf
Kellergasse 102

Dieses Weingut wurde im Jahr 2017 von Dipl. Ing. Roland Müksch mit seiner Frau Dr. Sharon Chan ins Leben gerufen. Verantwortlich für die Weine zeichnet der Winzer Christoph Donabaum in enger Abstimmung mit Roland Mücksch. Hier wird Handarbeit hochgehalten, niedrige Erträge, selektive Lese, Förderung der Biodiversität und minimale Eingriffe in die Weine. Die Weine werden spontan vergoren, reifen lange auf der Feinhefe in großen, neutralen Holzfässern und werden unfiltriert abgefüllt. Die Weine kommen immer erst im zweiten Jahr nach der Ernte in den Verkauf. Also aktuell die 2024er. Es sind Weine, welche für eine lange Lagerung geschult werden. Die Verkostung der Weine – eben der Jahrgang 2024 – bestätigte diese Philosophie. Es sind ausdrucksstarke Gewächse mit durch die Bank außergewöhnlichem Potenzial. Davon zeugt schon das Grüner Veltliner Federspiel Ried Bach Alte Reben. Dieses Federspiel hat eine tolle Statur und steht noch lange seinen Mann. Der Grüner Veltliner Smaragd Ried Bach Alte Reben präsentiert sich als großer Wein, der mir fast über die Grüner Veltliner Smaragd Ried Achleiten-Himmelreich geht. Es ist ein Kopf an Kopf Rennen. Ebenfalls grandios ist der Riesling Smaragd Ried Bach, hier aber übertroffen von der Ried Achleiten, welcher ein wahrer TOP Wein ist und höchster Wachauer Adel. Ein sehr schöner Weissburgunder Smaragd unterstreicht das Ganze. Leider gibt es im 2024er Jahrgang keinen Riesling Ried Klaus. Da hat die Natur nicht mitgespielt. Es sind Weine, welche absolut zur Elite der Wachau zu zählen sind.

mehr
Schretenperg Cuvée brut Sekt
Sekthaus
Christian Madl
Weinviertel

(L-Deg7.5.26-35, 23/24/22, hpts. GV + WR/RI) Fruchterfülltes Bukett, grünfleischige Melonen, weiße Blüten; lebhaft und frisch, noch etwas forsch, pikante Säure, fruchtig, mittleres Spiel und Länge, trinkig.

Schaumwein
Cuvée Weiß
€€€
Naturkork

Sekthaus
Christian Madl
Weinviertel

Christian Madl
2172 Schrattenberg
Hauptstraße 57

Tel. +43 664 4225142
office@madlsekt.at
www.madlsekt.at

In Kennerkreisen wohlbekannt, kommen aus dem nordöstlichen Weinviertel einige der besten Sekte Österreichs. Sektspezialist Christian Madl aus Schrattenberg verbindet profunde Kenntnisse über schaumweinrelevante Themenbereiche mit großer Erfahrung und reichlich Fingerspitzengefühl in Sachen Sekterzeugung. Die Trauben stammen aus Weingärten in und um Schrattenberg und sind dafür geeignet, optimales Traubenmaterial für die Schaumweinerzeugung zu liefern. Weingartenberarbeitung und Rebpflege richten sich ausschließlich darauf aus, bestmögliche Grundweine für die Sekterzeugung zu liefern. Hauptsorten in Weiß sind Welschriesling, Grüner Veltliner und ein wenig Riesling sowie Chardonnay und Weißburgunder; an blauen Sorten werden Zweigelt und Pinot Noir verwendet. Die Ernte erfolgt ausschließlich per Hand in 50-Liter Kisten bei zirka 15°-16°KMW und zirka 9 Gramm pro Liter Säure. Ausschließlich gesundes Traubenmaterial wird einer Ganztraubenpressung unterzogen, wobei nur die ersten 50 Prozent Saft herangezogen werden, die Lagerung erfolgt im Stahltank. Der sehenswerte Madl-Keller gibt im Inneren ungeahnte Dimensionen frei: Gleich drei Gewölbekeller wurden hier von Christian Madl und seinem Vater in Eigenregie innerhalb von fünf Jahren verbunden. Hier liegen tausende Flaschen „sur latte“ auf der Hefe und warten darauf, nach meist mehreren Jahren Lagerung degorgiert zu werden. Das Sektsortiment besteht aus zwei Linien: Als Einstieg gibt es die Schretenperg-Linie. Die Madl-Premiumsekte mit drei bis sechs und mehr Jahren Hefelagerung laufen unter der Bezeichnung Signature Collection. Unter Oenothek laufen rare Topsekte mit extrem langer Hefelagerung. ps

mehr
2025 Grüner Veltliner Ried Johannesberg
ExclusivWeine
Rudi Woditschka
Weinviertel

Klares hellgelb; reifer roter Apfel, Zuckermelone, mineralisch; knackig, frech am Gaumen, weiße Ribisel, kalkiger Schliff, gute Substanz, tanzt im Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

ExclusivWeine
Rudi Woditschka
Weinviertel

Rudi Woditschka
2171 Herrnbaumgarten
Hauptstraße 131

1786 ist das Weingut Woditschka erstmals urkundlich erwähnt. Rudi Woditschka ist ein Original, der mit Wortwitz und gelegentlichem Jammern trefflich zu unterhalten versteht, und mit dem man stundenlang plaudern kann – nicht nur über Wein! Aber bleiben wir buchbedingt beim Wein: Interessante Kreszenzen hat Rudi schon vor 20 Jahren gemacht – anders, eigenständig, auffallend, neugierig machend. Daran hat sich bis heute nichts geändert, außer vielleicht, daß sie geschmeidiger geworden sind. Jede Sorte des breiten Spektrums wird mit viel Feingefühl im Weingarten vorbereitet und im Keller treffsicher herausgearbeitet – Hochachtung! Nachdem er private Rückschläge einstecken musste, es mit der Gesundheit nicht mehr ganz so klappt und sich die beiden Söhne wahrscheinlich nicht für den Weinbau entscheiden werden, ergibt sich die Frage, wie lange es diesen tollen Betrieb mit der (fast) One-Man-Show noch geben wird? Ich würde ihn vermissen. Daher: Ernten Sie, was er gesät hat, solange es noch geht! Dieses Jahr stechen der Sauvignon und der Muskateller Selektion 2025 sowie der Traminer Premium 2025 hervor.

mehr
schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -