Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2020 Ried Haidacker Weißburgunder Reserve
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

(35 Jahre alte Reben. Ausgebaut zu 50 % in kaukasischer Eiche von Seguin Moreau ohne Toasting, der Rest im Stahltank) Zitrus, reifer Apfel, Vanille, nussig; vielschichtige Wiesenkräuter, fein und elegant, sehr lange, wird jedes Jahr besser.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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2024 Weinviertel DAC Reserve Ried Aichleiten Hagenbrunn
Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Einladend gelbfruchtig; nuancenreich, Kriecherl, Apfelmus, Orangen und Exotik, edle Würze, mit eleganter Kraft, Spur Artischocke, gelbe Fisole, kompakte Säure, nussig-malziger Schmelz, feine Kreidespur im tollen Nachhall. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schwarzböck
Weinviertel

Schwarzböck
2102 Hagenbrunn
Hauptstraße 56–58

Anita und Rudolf Schwarzböck bewirtschaften 23 Hektar Rebfläche, welche sich im Weinviertel und in Wien befindet. Also Lagen, deren Terroir höchst unterschiedlich ist und damit die vielfältig ausdrucksstarken Weine des Familienweinguts Schwarzböck hervorbringen. Dem liegt auch zugrunde, dass Anita und Rudolf Schwarzböck den Weinbau seit Jahren nach biologisch-organischen Richtlinien betreiben. Für den dazu erforderlichen gesunde Boden und die optimale Betreuung der Rebstöcke sorgen beide mit viel Liebe. Dazu bringt eine gefühlvolle Behandlung der Trauben im Keller klare und vitale Weine mit hoher Sortentypizität hervor, verbunden mit dem Charakter ihrer Herkunft.

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2023 Sauvignon Blanc Ried Welles
Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Sehr feingliedrig, hauchzarte Gewürzaromen, noble Frucht, Boden kommt durch; aromatisches Dacapo, balanciert, sanfte Säure, präzise, bemerkenswerte Finesse und Trinkfluss, Feinheit vor Wucht.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€
Naturkork

Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Roland Riegelnegg
8462 Gamlitz
Steinbach 62

Auf dem Weingut Riegelnegg Olwitschhof arbeiten zwei Generationen Hand in Hand. Die Formkurve zeigt stetig nach oben. Im Jahr 2017 hat Roland gemeinsam mit seiner Frau Martina den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Im Jahr 2021 wurde er mit dem 2018er Ried Sernauberg Exzellenz in der Kategorie oaked Weltmeister beim Concours Mondial du Sauvignon. Der junge Weinmacher über sich selbst: „Meine Leidenschaft ist der Ausbau von Weißweinen in Holzfässern, vorzugsweise Sauvignon und Chardonnay.“ Die steile Ried Sernauberg weist zum Teil merklich unterschiedliche Parzellen auf. Die Beschaffenheit des Untergrundes reicht von Sand über Lehm bis hin zu Muschelkalk. Großes Ansehen genießen die Parzellen mit blauem Opok, ein verfestigter Lehm mit hohem Tonanteil und niedrigem Kalkgehalt. Die Vegetationsperiode ist lang, die Nächte kühl. Das fördert die Aromatik. Die Familie besitzt auch Anteile an der renommierten Ried Welles, einer Kessellage mit einem kargen Boden aus felsigem Schotterkonglomerat und einer humosen Deckschicht. Die aktuelle Serie zeigt sortentypische Gebietsweine. Die preislich moderat darüber angesiedelten Ortsweine rechtfertigen diese geringe Differenz voll und ganz. Sie sind ungewöhnlich fein. Noch mehr gilt das für die Riedenweine. Den Sauvignon Blanc Ried Sernauberg Ollwitsch und den Chardonnay Exzellenz aus der gleichen Lage haben wir letztes Jahr schon vorgestellt. Die zusätzliche Flaschenreife ist ihnen sehr gut bekommen.

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2023 Chardonnay Tattendorfer Ried Gestein
Burgundermacher Weingut
Johann Gisperg
Thermenregion

Leichte Reduktion, kreidig und kalkig, Feuerstein, junge, schroffe Frucht, tropischer Fruchtmix, Maracuja und Litschi; guter Holz-Schliff, Vanille-Aromatik, hinten salzig, Grapefruits, Zitronenzesten, guter Grip und Säurebiss.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Behandelter Presskork

Burgundermacher Weingut
Johann Gisperg
Thermenregion

Johann Gisperg
2524 Teesdorf
Hauptstraße 14

Gisperg aus Teesdorf gehört zu den Weingutsklassikern in der Thermenregion. Was Vater Johann Gisperg aufgebaut hat und dabei das Familienweingut zu einem der Leuchttürme des Gebiets gemacht hat, führt sein Sohn Johann junior seit einigen Jahren in dieser Weise fort. Die Gispergs gelten als Burgundermacher-Weingut, wobei Pinot Noir und St. Laurent immer die erste Geige gespielt haben – und weiter tun. Die roten Burgunder gibt es als Gebietsweine, als Ortsweine Tattendorf und als Lagen-Reserven aus der Tattendorfer Ried Holzspur. Neben seiner Burgunder-Qualitätspyramide in Rot hat der Teesdorfer Winzer über die vergangenen Jahre auch ein weiße Pyramide gebaut, an deren Spitze drei Burgunder aus der Teesdorfer Ried Gestein stehen – auf einem Schotterboden mit 80 Prozent Aktivkalk. Die Weißburgunder-, Grauburgunder- und Chardonnay-Reben wurden von den Gispergs in den 1980er-Jahren gepflanzt und sind damit auch schon alt und strotzen vor Kraft. Alle drei Gestein-Lagenweine werden gleich ausgebaut, in neuen und gebrauchten Barriques. Während es bei Weiß- oder Grauburgunder meist geschmacklich nach Vorlieben geht, leuchtet der Chardonnay als klarer Primus inter Pares heraus, auch diesmal beim 2023er-Jahrgang. Nebst der Burgunderliebe bietet Gisperg auch einen Geschmacksbogen an Sortenvielfalt, besonders in Rot. Wobei sich Gisperg Junior besonders als Zweigelt-Könner hervortut. Seine besten Zweigelt Stöcke stehen auch in der Holzspur – und diese Lagenreserve zählt Jahr für Jahr zu Gispergs Jahrgangsspitzen. Die sortenrein ausgebauten Cabernet Sauvignon und Merlot bieten viel Trinkvergnügen mit viel Niveau. Die beiden französischen Rebsorten drücken auch zwei weiteren Gisperg-Weinen ihren Stempel auf. Im Terroir de Pierre 2023 führt der Winzer St. Laurent und Zweigelt zusammen und würzt die Cuvée mit einem kräftigen Schuss Cabernet und Merlot. In der der anderen Vierer-Cuvée Kontrast übernehmen die beiden Bordeaux-Sorten die Hauptrolle; als Juniorpartner fungieren Rösler und St. Laurent. Mit seinem Kontrast ist der junge Gisperg zeitlebens verbunden. Es war sein erster Wein, den er eigenständig nach seinen Vorstellungen gemacht hat. Übrigens: Sein Erstling war der Jahrgang 2009. Der aktuelle Kontrast, Jahrgang 2022, wurde zwölf Monate in neuen und gebrauchten Barriques ausgebaut, um dann im großen Holz fertig zu reifen. Das Ergebnis, das ist ein Top-Pick!

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2021 Blaufränkisch V36
Weingut
AmSee Pirker-Preisinger
Neusiedlersee

Mächtiger Wein, schon in der Nase mit viel Tiefe, reife eingelegte Früchte, Beerenkompott, ätherisch, viel Fruchtfülle, Zwetschken, bisschen Amarone Stilistik; am Gaumen auch füllig, saftige Preiselbeeren, viel Extraktfülle, würzig, Meditationswein mit Länge.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Glassstöpsel

Weingut
AmSee Pirker-Preisinger
Neusiedlersee

Franz Pirker
7122 Gols
Neubaugasse 19

Tel. +43 664 75038676
office@wein-amsee.at
www.wein-amsee.at

Schmeißen Sie beim Weingut AmSee die Wein-Normalitäten über Bord. Bei Hobby- und Nebenerwerbswinzer Franz Pirker ist Zeit der Faktor, der den Wein macht. Seine Premiumweine kommen drei bis fünf Jahre nach der Ernte auf den Markt, frühestens. Manch Roter reift sogar für 86 Monate im Barrique. Fass und Reife ist Franz Pirker eben wichtig. 2012 hat Pirker als Quereinsteiger sein Weingutsabenteuer „AmSee“ begonnen. Winzerpartner, wo die Weine entstehen, ist der Golser Helmut Preisinger. Die beiden sind seit langem schon freundschaftlich verbunden. Von Anfang an wichtig war Pirker, nicht die gleiche Weinstilistik wie die Preisinger-Weine zu haben. Daher findet man im Weingut AmSee auch keine Rotweincuvée. Das Thema sei Preisinger überlassen. Was aber Pirker gern hat, neben dem langen Ausbau und der langen Reife der Weine im Keller, ist die Verwendung von kleinen Barriques, dabei fast immer mit einem deutlichem Neuholzanteil. Heuer hat Pirker neben seinem klassischen, jungen Every-Day-Chardonnay eine „Barrique-Schwester“ dazugesetzt – die Ladies Edition. Ein zwölf Monate, im kleinen Fass gereifter Burgunder aus der Lage Goldberg. Seinen Namen hat dieser Chardonnay, weil dieser Wein beim „Fass-Chargen-Aussuchen“ die mitkostenden Damen besonders begeistert hat. Und schon war der Name geboren. Das Pendant zum klassischen Chardonnay in Rot für den Every-Day-Genuss ist der Zweigelt 2024, praktisch ein Lagenwein, weil er vom Golser Goldberg kommt. Bei den Pirker-Premium-Roten ist jetzt der 2021er im Glas. Einerseits hält er hier einen wuchtig-eleganten Blaufränker V36 bereit, bedeutet 36 Monate im Barrique gereift. Andererseits einen gleich lang im Holzfass gelagerten Cabernet Sauvignon aus der Lage Alter Satz. Jüngstes – und zugleich ältestes Schmuckstück AmSee ist ein Blanc de Noir Jahrgangssekt aus 2012, den das Duo Pirker-Preisinger bis heuer auf der Feinhefe reifen gelassen hat und im Frühling 2026 degorgiert hat. Von dieser Schaumwein-Cuvée aus Pinot Noir und Syrah gibt es nur eine kleine, feine Menge, dafür ausschließlich in Magnums – prickelnder Genuss sozusagen gleich groß gedacht. Prädikat empfehlenswert.

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2022 Gelber Muskateller Ruster Ausbruch
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Verlockende Nase, Mango, Agrumen, heller Nougat, Lorbeer, prachtvoller Gaumen mit viel Exotik, jugendlich, sehr gelungen.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2024 Tanngens Limited Edition
Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Erstaunliches Volumen, dunkles Traubengelee, reichhaltig, dunkle Waldbeeren, Tabakwürze, Lakritze; kernig, tolle tiefe Dunkelfrucht, sehr schöne Säure, nach hinten saftig, recht lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Günter + Regina Triebaumer
7071 Rust
Neuegasse 18

Das Ruster Weingut G(ünter) + R(egina) Triebaumer steht für schillernde Vielfalt, deren Hauptmotiv von bodenständigster Ruster Tradition geprägt ist, bereichert durch vinophile Polyphonie klassischer Weinherkünfte aus aller Welt. Die Entstehungsgeschichte dieses Weinorchesters wurde selbststverständlich durch die Vorgeschichte von Regina und Günter – beide Weinakademiker – maßgeblich geprägt: Sie, einer Golser Winzerfamilie entstammend, gestaltete jahrelang mit in der Weinakademie Österreich, war danach viele Jahre bei einem US-Weinimporteur tätig und schließlich bei Alois Kracher, wo sie beim Aufbau dessen heute renommierten Weinhandels mitwirkte. Er, Sproß einer berühmten Ruster Weinbauerndynastie, die seit 1691 in der Freistadt residierte, machte schon frühzeitig Auslandspraktika, mit Südafrika als Höhepunkt, war danach Vortragender in der Weinakademie Österreich und zudem Mitarbeiter und letzlich Filialleiter bei Wein&Co. Nach ihren beruflichen Extravaganzen übernahmen die beiden 2004 das Familienweingut in Rust. Stolz auf die Ruster Kernkompetenz und zugleich „neugierige Nasen“, schufen sie ein, in seiner ampelographischen Vielfalt einzigartiges, Weinsortiment, in dem Heimat und Fremde ein Zuhause haben. Das Sortiment wurde restrukturiert und über die Jahre durch die Einführung vieler neuer Sorten und Weine bereichert. Dazu gab es einen qualitativen Höhenflug, der den Betrieb bereits vor langem in die burgenländische Elite katapultiert hat und der ungebrochen weiter besteht. Die Weingärten liegen fast zur Gänze in und um Rust – lediglich 1,3 Hektar mit Muskateller stehen in Reginas Heimatgemeinde Gols –, wobei sich die Rebflächen auf viele der Toprieden der Freistadt verteilen. Dazu zählen etwa Geyerumriss, Plachen, und Oberer Wald, aber auch die inzwischen als Monopol bestehende Lage Gillesberg. Im Weißweinbereich gibt es eine starke Präsenz von aromatischen Sorten – neben Muskateller und Sauvignon Blanc wird auch die historische Sorte Furmint kultiviert –, eine wichtige Rolle spielt auch Chardonnay. Im Rotweinsegment dominiert die klassische pannonische Sorte Blaufränkisch, die es in mehreren Kategorien gibt mit den Lagenweinen Oberer Wald und Plachen an der Spitze. Die Liebe zu romanischen – allen voran französischen Edelsorten – wird hier voll ausgelebt: An roten Bordeauxsorten gibt es Cabernet Sauvignon und Franc sowie Merlot, dazu Petit Verdot und Carménère, darüber hinaus Syrah und Tannat sowie Nebbiolo aus dem Piemont und Tempranillo aus Spanien. Die charaktervolle Rotweincuvée namens Weite Welt besteht aus rund zehn Sorten. Weißweinsorten französischer Provenienz gibt es in Gestalt von Viognier aus dem Rhônetal sowie Petit Manseng aus den Pyrenäen. Die Darsteller in diesem experimentellen ampelografischen Spielfeld laufen ab sofort unter Limited Edition. Im Gegensatz zum sehr frühen Jahr 2024, in dem Marillen und Mandeln in der dritten Februarwoche blühten, war 2025 um einen Monat später dran, was sich auch über die weitere Vegetationsperiode fortsetzte. Eine sehr gute Blüte sorgte für gute Erträge. ps

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2022 Sauvignon Blanc Ried Sernauberg Ollwitsch
Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Gediegen, ruhig strömend, sanfter Druck, noble Würze, Frucht blitzt durch; Frucht präsenter, feinfühliger Holzeinsatz, engmaschiges Säurenetz, strukturiert, Substanz ohne Opulenz, im langen Nachhall Bodentöne, Gewürze und kühle Frucht.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Roland Riegelnegg
8462 Gamlitz
Steinbach 62

Auf dem Weingut Riegelnegg Olwitschhof arbeiten zwei Generationen Hand in Hand. Die Formkurve zeigt stetig nach oben. Im Jahr 2017 hat Roland gemeinsam mit seiner Frau Martina den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Im Jahr 2021 wurde er mit dem 2018er Ried Sernauberg Exzellenz in der Kategorie oaked Weltmeister beim Concours Mondial du Sauvignon. Der junge Weinmacher über sich selbst: „Meine Leidenschaft ist der Ausbau von Weißweinen in Holzfässern, vorzugsweise Sauvignon und Chardonnay.“ Die steile Ried Sernauberg weist zum Teil merklich unterschiedliche Parzellen auf. Die Beschaffenheit des Untergrundes reicht von Sand über Lehm bis hin zu Muschelkalk. Großes Ansehen genießen die Parzellen mit blauem Opok, ein verfestigter Lehm mit hohem Tonanteil und niedrigem Kalkgehalt. Die Vegetationsperiode ist lang, die Nächte kühl. Das fördert die Aromatik. Die Familie besitzt auch Anteile an der renommierten Ried Welles, einer Kessellage mit einem kargen Boden aus felsigem Schotterkonglomerat und einer humosen Deckschicht. Die aktuelle Serie zeigt sortentypische Gebietsweine. Die preislich moderat darüber angesiedelten Ortsweine rechtfertigen diese geringe Differenz voll und ganz. Sie sind ungewöhnlich fein. Noch mehr gilt das für die Riedenweine. Den Sauvignon Blanc Ried Sernauberg Ollwitsch und den Chardonnay Exzellenz aus der gleichen Lage haben wir letztes Jahr schon vorgestellt. Die zusätzliche Flaschenreife ist ihnen sehr gut bekommen.

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2025 Grüner Veltliner Spies
Weingut
Kurt Angerer
Kamptal

(Gföhler Gneis / Granit) Aber hallo, ein wunderbarer, vom Boden geprägter, dunkel getönter Grüner Veltliner, rauchig, Tabaknoten, viel salzige Mineralität, Marille, Limette, Ananas, Williamsbirne, Kräuterwürze, Pfeffer, herrliche Frucht, perfekte Säure, wird lang und länger. Ungemein charaktervoll.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Kurt Angerer
Kamptal

Kurt Angerer
3552 Lengenfeld
Annagasse 101

Sieben Weine – 2025 Grüner Veltliner – siebenmal sich förmlich überschlagend mit Lob. Schon der wichtigste Wein des Hauses, der Kies – von diesem Wein gibt es die meisten Flaschen – performt perfekt. Höchst attraktiv, feinster Trinkfluss, da trinkt man gerne das eine oder andere Glas mehr. Mein persönlicher Herzenswein ist der Spies – ein Wein von hoher Mineralität. Beim Loam wird man fast melancholisch. Eine wahre Schönheit voller exotischer Früchte und betörendem Ausdruck. Demjenigen, den dieser Wein nicht schmeckt, ist wohl nicht zu helfen. Selbiges könnte man von der Eichenstaude behaupten. Ein wahrlich schöner Grüner Veltliner mit allen positiven Attributen dieser Sorte. An Dramatik nicht zu überbieten sind die beiden Grüner Veltliner – einmal unfiltriert, einmal White Granite –, welche wahre Weltklasse repräsentieren. Von einer unglaublichen Ausdrucksstärke, einer Eleganz und Struktur, die einen staunen lässt. Der Sekt kommt ebenfalls von dieser Varietät. Ein kompakter, knochentrockener Schaumwein von außergewöhnlicher Qualität. Bis zu 70 Jahre alte Grüner Veltliner Reben stehen in den Weingärten von Kurt Angerer. Durchschnittsalter 30-35 Jahre. Kurt Angerer ist der kompromissloseste Qualitätsfanatiker, den ich kenne. Vor allem bei sich selbst. Es gibt keinen kritischeren Winzer bei seinen Weinen wie eben ihn. Dabei ist er selbst absolut kritikfähig. Konsequent – unangepasst – polarisierend – all diese Dinge machen Kurt Angerer aus. Dass Kurt Angerer seine Nase im Wind trägt und sich für die Weine dieser Welt interessiert, zeugt der Umstand, dass er mit den verschiedensten internationalen Rebsorten in seinen Weingärten experimentiert.

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2025 Riesling Ried Gaisberg 1ÖTW
Weingut
Unger
Kremstal

Elegant, kristalliner Boden unverkennbar, Pfirsiche, Hauch Limetten und deren Zesten; schließt nahtlos an, präzise und feingliedrig strukturiert, geradezu tänzerisch, null Schwere, Finesse vor Wucht, super Trinkfluss.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Unger
Kremstal

Petra Unger
3511 Furth
Lindengasse 22

Tel. +43 676 848622822
Fax. +43 2732 76801
office@ungerwein.at
www.ungerwein.at

Der Chemiker Wolfgang Unger legte 1964 den Grundstein für das heutige Weingut. Weil er als Hobby Wein machen wollte, kaufte er die charaktervolle Ried Hinters Kirchl in Stein. Gemeinsam mit seiner Frau Veronika expandierte er den kleinen Betrieb. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1999 übernahm Petra Unger die Verantwortung für das elterliche Weingut. Die Absolventin der Universität für Bodenkultur in Wien verschaffte sich zuvor einen Überblick, was in der weiten Weinwelt so gemacht wird, unter anderem im Zuge eines Praktikums in Napa Valley. Sie ist Mitglied bei den Österreichischen Traditionsweingütern, kurz ÖTW. Seit 2010 gibt es eine Kooperation mit dem Weingut Josef Edlinger, um betriebswirtschaftliche Synergien zu nutzen. Die Weinbereitung ist getrennt. Die Rieden sind beidseits der Donau gelegen, der Großteil davon auf dem Hochplateau beim Göttweiger Berg, wo der Grüne Veltliner vorwiegend in tiefem Löss wurzelt, ausgenommen die mit vielen Steinen durchsetzte Ried Gottschelle. Die Böden der Rieden Gaisberg und Hinters Kirchl jenseits des großen Stromes bei Krems hingegen bestehen aus verwittertem kristallinem Gestein; hier steht der Riesling auf Terrassen mit Natursteinmauern. Die aktuelle Serie ist präzise, fein und trinkanimierend. Die unterschiedlichen Bodenverhältnisse kommen klar zum Ausdruck. Die Preisgestaltung ist attraktiv.

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2022 Ried Haidacker 1ÖTW
Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

(ZW, 35 Jahre alte Reben) Dichtes Bukett, schwarze Beeren, Kirschen, zarter Holztouch; dicht, schwarzbeerig, mineralische Anklänge, langer Abgang, archetypisch. Ein hochwertiger Zweigelt aus bester Lage mit vielschichtigem Ausdruck.

Rotwein
Zweigelt
€€€
Naturkork

Weingut
Oppelmayer
Carnuntum

Franz Oppelmayer
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 9

Es tut sich etwas im Hause Oppelmayer: Sohn Ale-xander ist mit 31 Jahren in das heimische Weingut zurückgekehrt. Mitgeholfen hat er schon immer, aber jetzt ist die Zeit gekommen, die Staffelübergabe vorzubereiten. Nicht so schwer, denn das Feld ist gut bestellt von Vater Franz. Sowohl bei Weiß- als auch Rotweinen versteht es der Winzer spielerisch leicht, Eleganz und Vielschichtigkeit selbst aus schwierigeren Jahren herauszuholen, und die Weine auf eine lange Reise zu schicken. Faszinierend! Jeder Weißwein des Hauses steht qualitativ über den Dingen und besticht mit fairen Preisen. Genau das zeigt sich auch im Jahrgang 2025. Die Zweigelt Serie ist beeindruckend: ausgehend vom typischen Rotrock, über den gut strukturierten Rubin Carnuntum, bis zum hochwertigen Haidacker und dem großen Schüttenberg, Jahrgang 2017! Der aktuelle Jahrgang schlummert noch im Keller. Das Flaggschiff des Hauses, der Matador 2022, ist neu da und schließt in seiner Klasse unmittelbar an den großartigen 21er an! Darf es ein toller Merlot sein? Ja bitte, heißt ja schon Mythos! Und der 17er Reserve läuft und läuft und läuft – und ist immer noch zu jung …

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2020 Weißburgunder Ruster Ausbruch Essenz
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kraftvoll wie puristisch, jugendlich-straff am Gaumen, gedörrte Südfrüchte, perfektes Süße-Säure-Spiel, trocken und lange ausklingend.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2021 Chardonnay Ried Sernauberg Exzellenz
Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Zarte Melange aus Würze und klarer Frucht, Clementinen, Anklänge von Birnen, Kardamom und Piment; schließt nahtlos an, präzise und fein strukturiert, Tiefgang, Säure perfekt integriert, Substanz ohne Schwere, fast verspielt, gekonnter Holzeinsatz, langer Nachhall, Clementinen kommen wieder.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€
Naturkork

Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Roland Riegelnegg
8462 Gamlitz
Steinbach 62

Auf dem Weingut Riegelnegg Olwitschhof arbeiten zwei Generationen Hand in Hand. Die Formkurve zeigt stetig nach oben. Im Jahr 2017 hat Roland gemeinsam mit seiner Frau Martina den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Im Jahr 2021 wurde er mit dem 2018er Ried Sernauberg Exzellenz in der Kategorie oaked Weltmeister beim Concours Mondial du Sauvignon. Der junge Weinmacher über sich selbst: „Meine Leidenschaft ist der Ausbau von Weißweinen in Holzfässern, vorzugsweise Sauvignon und Chardonnay.“ Die steile Ried Sernauberg weist zum Teil merklich unterschiedliche Parzellen auf. Die Beschaffenheit des Untergrundes reicht von Sand über Lehm bis hin zu Muschelkalk. Großes Ansehen genießen die Parzellen mit blauem Opok, ein verfestigter Lehm mit hohem Tonanteil und niedrigem Kalkgehalt. Die Vegetationsperiode ist lang, die Nächte kühl. Das fördert die Aromatik. Die Familie besitzt auch Anteile an der renommierten Ried Welles, einer Kessellage mit einem kargen Boden aus felsigem Schotterkonglomerat und einer humosen Deckschicht. Die aktuelle Serie zeigt sortentypische Gebietsweine. Die preislich moderat darüber angesiedelten Ortsweine rechtfertigen diese geringe Differenz voll und ganz. Sie sind ungewöhnlich fein. Noch mehr gilt das für die Riedenweine. Den Sauvignon Blanc Ried Sernauberg Ollwitsch und den Chardonnay Exzellenz aus der gleichen Lage haben wir letztes Jahr schon vorgestellt. Die zusätzliche Flaschenreife ist ihnen sehr gut bekommen.

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2025 Grüner Veltliner Weissenkirchen Ried Achleiten Federspiel
Weingut
Josef Jamek
Wachau

Betörendes Entrée von floral-würzigen Noten, saftig mit viel kompakter Mitte, mineralisches Fruchtspiel, viel Tiefe, elegant, feine Würzekomponenten im langen Finish.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Josef Jamek
Wachau

Herwig Jamek
3610 Joching
Josef-Jamek-Straße 45

Das Traditionsweingut Josef Jamek wird heute erfolgreich vom Ärzteehepaar Herwig und Julia Jamek entsprechend den naturnahen Prinzipien und im klassischen Ausbaustil geführt. Geschichtsträchtige Tradition und zukunftsorientierte Weitsicht gehen so Hand in Hand mit Natur und Kultur. Der aktuelle Jahrgang zeigt vorbildhaft die zukünftige Stoßrichtung, die den Stil von feinziselierten Gewächsen in klarem Fruchtbild forciert. Die Steinfeder-Kategorie vom Grünen Veltliner als auch der beliebte wie feingliedrig-würzige Gelbe Muskateller Vierblattl Federspiel zeigen dies eindrucksvoll. Das Aushängeschild des Haues Jamek sind selbstredend die Grünen Veltliner, besonders die Rieslinge aus der berühmten Ried Klaus. Tiefgründige Fruchttiefe mit strukturierter Klarheit samt dem spezifischen Terroir-Rauchnoten begründeten den Weltruhm des Hauses Jamek. Eindrucksvoll zeigt sich hier das Potenzial der etwas gereiften Klaus-Rieslinge Smaragde, wie es momentan die beiden Topjahrgänge 2019 und das Highlight vom 2021er Jahrgang offenbaren.

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2025 Grüner Veltliner Ried Liebenberg Smaragd
Weingut
Josef Jamek
Wachau

Duftet fein nach Wiesenkräuter, dezente Würze, präsente Gelbfrucht, substanzvoll, klar strukturiert, feine rauchige Noten, pointierte Stilistik, feine Verve im Finish, alles in Balance.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut
Josef Jamek
Wachau

Herwig Jamek
3610 Joching
Josef-Jamek-Straße 45

Das Traditionsweingut Josef Jamek wird heute erfolgreich vom Ärzteehepaar Herwig und Julia Jamek entsprechend den naturnahen Prinzipien und im klassischen Ausbaustil geführt. Geschichtsträchtige Tradition und zukunftsorientierte Weitsicht gehen so Hand in Hand mit Natur und Kultur. Der aktuelle Jahrgang zeigt vorbildhaft die zukünftige Stoßrichtung, die den Stil von feinziselierten Gewächsen in klarem Fruchtbild forciert. Die Steinfeder-Kategorie vom Grünen Veltliner als auch der beliebte wie feingliedrig-würzige Gelbe Muskateller Vierblattl Federspiel zeigen dies eindrucksvoll. Das Aushängeschild des Haues Jamek sind selbstredend die Grünen Veltliner, besonders die Rieslinge aus der berühmten Ried Klaus. Tiefgründige Fruchttiefe mit strukturierter Klarheit samt dem spezifischen Terroir-Rauchnoten begründeten den Weltruhm des Hauses Jamek. Eindrucksvoll zeigt sich hier das Potenzial der etwas gereiften Klaus-Rieslinge Smaragde, wie es momentan die beiden Topjahrgänge 2019 und das Highlight vom 2021er Jahrgang offenbaren.

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2025 Grüner Veltliner Ried Brunnthal
Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Würziger, fruchtbetonter Auftakt, Litschi, Honigmelone, langer Pfeffer, saftiger ausdrucksstarker Gaumen, Birnenkompott, Grüner Tee, vielschichtig und anspruchsvoll, ohne überladen zu sein, der Abgang elegant und strukturiert.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Familienweingut
Kolkmann
Wagram

Horst & Gerhard Kolkmann
3481 Fels am Wagram
Kremserstraße 53

Tel. +43 2738 2436
office@kolkmann.at
www.kolkmann.at

Das Weingut Kolkmann ist ein echtes Familienprojekt, in dem vier Generationen mit viel Leidenschaft und Zusammenhalt zusammenarbeiten. In Fels am Wagram bewirtschaftet die Familie ihre Weingärten auf fruchtbaren Lössböden, die den Weinen ihren unverwechselbaren Charakter verleihen. Seit 2021 wird der Betrieb organisch-biologisch geführt und trägt zudem das Gütesiegel „Nachhaltig Austria“. Eine besondere Rolle spielen Grüner und Roter Veltliner, die mit viel Feingefühl ausgebaut werden. Gleichzeitig prägen Vielfalt und Individualität das Sortiment. Die Gebietsweine vermitteln die typische Frische und Trinkfreude des Wagram. In den Ortsweinen zeigt sich die Ausdruckskraft der Felser Lössböden, etwa im charaktervollen Felser Grünen Veltliner. Die Riedenweine stammen aus den besten Lagen des Hauses. In der Ried Brunnthal entstehen auf Lehm- und Lössböden eindrucksvolle Grüne und Rote Veltliner mit Tiefe und Eleganz. Der Riesling aus der Ried Fumberg überzeugt mit präziser Sortentypizität und viel Trinkfreude. Für den Grünen Veltliner Brunnthal Reserve kommen 500-Liter-Fässer aus französischer Eiche zum Einsatz, die dem Wein zusätzliche Struktur und Finesse verleihen. Zu den besonderen Highlights zählen der Rote Veltliner Ried Scheiben Reserve sowie der Weißburgunder Fels, der im großen ungarischen Eichenfass ausgebaut wird und sich harmonisch und vielschichtig präsentiert. Der Jahrgang 2025 zeigt sich laut Horst Kolkmann komplett und regionaltypisch – frisch, elegant und mit moderatem Alkohol.

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2023 Trockenbeerenauslese Reserve
Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

(WR/PG, 210 g/l RZ) Fleischig, würziger Pfirsich, süßes Apfelkompott, dezent Waldhonig, süßer Lebkuchen, süßapfelig, eingelegte Birnen, gute Säurefrische, salzige Pikanz, harmonisch, gute Länge. BURGENLAND

Süßwein
Cuvée Weiß
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Zur Dankbarkeit
Neusiedlersee

Christine & Andreas Glück
7141 Podersdorf
P.A. Winklergasse 30

Im Weingut zur Dankbarkeit geht es steil bergauf: Andreas und Christine Glück überzeugen beim jungen Jahrgang 2025 mit frisch-fruchtigen Weinen mit herzhafter Säurestruktur. Egal ob Welschriesling, Muskat oder Grüner Veltliner – die Weine glänzen mit viel Trinkanimo und Sommerfrische. Das lässt sich am besten bei einem Besuch in Podersdorf in dem schmucken Buschenschank des Glücks kosten. Es gibt eine reichhaltige Weinpalette – die seit jeher im Weingut zur Dankbarkeit burgundisch geprägt ist. Die Burgunder in Weiß und Rot machen 45 Prozent aus. Ein Thema ist auch der Süßwein, ist doch Podersdorf das Tor in den Seewinkel. Winzer Andreas Glücks Anspruch im Weinmachen wächst von Jahr zu Jahr. Das gilt für den Grünen Veltliner, den er in einer leichten und einer kräftigen Version hochhält, beim Rotwein versucht er mit seiner Grande Cuvée das ganze Potenzial auszureizen. Es bleibt spannend in der Dankbarkeit!

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2024 Weißburgunder Ried Kreidestein
Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Feinwürziges Bukett, grüne Walnuss, viel Quittenaromatik, Zitruszeste, Exotik, straffe Struktur, Finesse pur, mineralische Noblesse, lineare Stilistik, viel Tiefe, ungemein lang im Finish, ein Klassiker, großartig.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€
Naturkork

Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rudolf Wagentristl
7051 Großhöflein
Rosengasse 2

Das Familienweingut Wagentristl ist ein Referenzbetrieb am Leithaberg, der, mitten in Großhöflein situiert, die unterschiedlichen Terroirs am südlichsten Leithagebirge meisterhaft interpretiert. Dies erfolgt sowohl im weißen wie im roten Segment, die Weine stellen mit feinfruchtiger Noblesse, ungeschminkt und mit viel Tiefe exemplarische Statements höchster Winzerkunst dar. Im Bereich der Gutsweine hat Rudi Wagentristl sein Sortiment nun final gestrafft, wobei hier der Pinot Noir aufgrund seiner Sorteninterpretation besonders hervorzuheben ist. In der Premiumlinie konzentriert sich Rudi Wagentristl ganz auf eine feingliedrige Stilistik mit betonten Terroirinerpretationen aus seinen Toplagen Kreidestein, Reisbühl, Point und Tatschler. Der Ausbau der Weine erfolgt in allen Spielvarianten in spontaner Vergärung, gefolgt vom biologischen Säureabbau und Fassreife auf der Vollhefe. Der Weinausbau läuft vorrangig in Tonneaus ab. Die Ausbauphilosophie in der Toplinie erfolgt, abgesehen von der Sortencuvée Heulichin, im reinsortigen Ausbau und umfasst die Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Blaufränkisch, Zweigelt und Pinot Noir. Extraktreiche wie vibrierende Weine vom (kalkigen) Schieferverwitterungsboden (Ried Tatschler) treffen in idealtypischer Vergleichsweise komplementär auf tiefgründige Weine vom kalkhaltigen Lehmboden (Ried Point) oder auf die feinziselierten Interpretationen aus der extrem kalkhältigen Ried Kreidestein, die dieses Profil modellhaft vorführen.

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2025 Chardonnay Trockenbeerenauslese
Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

(0,375 l) Getrocknete Marillen, Marillennektar, Aranzini; aromatisches Dacapo, Säure balanciert Restzucker perfekt aus, Prise Gerbstoffe gibt Struktur, mineralisch, für eine TBA ungewohnt trinkanimierend, Trockenfrüchte klingen lange nach.

Süßwein
Chardonnay
€€€€
Naturkork

Weingut
Riegelnegg Olwitschhof
Südsteiermark

Roland Riegelnegg
8462 Gamlitz
Steinbach 62

Auf dem Weingut Riegelnegg Olwitschhof arbeiten zwei Generationen Hand in Hand. Die Formkurve zeigt stetig nach oben. Im Jahr 2017 hat Roland gemeinsam mit seiner Frau Martina den Betrieb von seinen Eltern übernommen. Im Jahr 2021 wurde er mit dem 2018er Ried Sernauberg Exzellenz in der Kategorie oaked Weltmeister beim Concours Mondial du Sauvignon. Der junge Weinmacher über sich selbst: „Meine Leidenschaft ist der Ausbau von Weißweinen in Holzfässern, vorzugsweise Sauvignon und Chardonnay.“ Die steile Ried Sernauberg weist zum Teil merklich unterschiedliche Parzellen auf. Die Beschaffenheit des Untergrundes reicht von Sand über Lehm bis hin zu Muschelkalk. Großes Ansehen genießen die Parzellen mit blauem Opok, ein verfestigter Lehm mit hohem Tonanteil und niedrigem Kalkgehalt. Die Vegetationsperiode ist lang, die Nächte kühl. Das fördert die Aromatik. Die Familie besitzt auch Anteile an der renommierten Ried Welles, einer Kessellage mit einem kargen Boden aus felsigem Schotterkonglomerat und einer humosen Deckschicht. Die aktuelle Serie zeigt sortentypische Gebietsweine. Die preislich moderat darüber angesiedelten Ortsweine rechtfertigen diese geringe Differenz voll und ganz. Sie sind ungewöhnlich fein. Noch mehr gilt das für die Riedenweine. Den Sauvignon Blanc Ried Sernauberg Ollwitsch und den Chardonnay Exzellenz aus der gleichen Lage haben wir letztes Jahr schon vorgestellt. Die zusätzliche Flaschenreife ist ihnen sehr gut bekommen.

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2025 Grüner Veltliner unfiltriert
Weingut
Kurt Angerer
Kamptal

(Ausbau in Alliereiche-Zweitbefüllung) Ungemein strukturiert, gelbfruchtig, strotzt vor salziger Mineralität, Limette, Mango & Co., Marille, Grapefruit, stoffig, dicht, engmaschig, griffig, da wächst Großes heran. Ich denke mal, die nächsten 30 Jahre sind gesichert.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Kurt Angerer
Kamptal

Kurt Angerer
3552 Lengenfeld
Annagasse 101

Sieben Weine – 2025 Grüner Veltliner – siebenmal sich förmlich überschlagend mit Lob. Schon der wichtigste Wein des Hauses, der Kies – von diesem Wein gibt es die meisten Flaschen – performt perfekt. Höchst attraktiv, feinster Trinkfluss, da trinkt man gerne das eine oder andere Glas mehr. Mein persönlicher Herzenswein ist der Spies – ein Wein von hoher Mineralität. Beim Loam wird man fast melancholisch. Eine wahre Schönheit voller exotischer Früchte und betörendem Ausdruck. Demjenigen, den dieser Wein nicht schmeckt, ist wohl nicht zu helfen. Selbiges könnte man von der Eichenstaude behaupten. Ein wahrlich schöner Grüner Veltliner mit allen positiven Attributen dieser Sorte. An Dramatik nicht zu überbieten sind die beiden Grüner Veltliner – einmal unfiltriert, einmal White Granite –, welche wahre Weltklasse repräsentieren. Von einer unglaublichen Ausdrucksstärke, einer Eleganz und Struktur, die einen staunen lässt. Der Sekt kommt ebenfalls von dieser Varietät. Ein kompakter, knochentrockener Schaumwein von außergewöhnlicher Qualität. Bis zu 70 Jahre alte Grüner Veltliner Reben stehen in den Weingärten von Kurt Angerer. Durchschnittsalter 30-35 Jahre. Kurt Angerer ist der kompromissloseste Qualitätsfanatiker, den ich kenne. Vor allem bei sich selbst. Es gibt keinen kritischeren Winzer bei seinen Weinen wie eben ihn. Dabei ist er selbst absolut kritikfähig. Konsequent – unangepasst – polarisierend – all diese Dinge machen Kurt Angerer aus. Dass Kurt Angerer seine Nase im Wind trägt und sich für die Weine dieser Welt interessiert, zeugt der Umstand, dass er mit den verschiedensten internationalen Rebsorten in seinen Weingärten experimentiert.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -