Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2024 Grüner Veltliner Ried Kirchgraben
Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Zartes Bukett, zurückhaltend, Kernobst, feine Frucht, Kräuter, elegant, schlank und frisch, mineralische Noten, feine Würze, geradlinig, spielt am Gaumen seine Klasse aus.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Andreas Schmid
3550 Gobelsburg
Schlossstraße 56

Tel. +43 664 2204384
trink@schmidwein.at
www.schmidwein.at

Gegründet im Jahr 1940 wird dieses Weingut heute in 3. Generation von Andreas und Alexandra Schmid geführt. Tochter Verena ist voll im Betrieb integriert. Sie ist auch Teil der Gerd A. Hoffmann Akademie und wird von Dr. Gabriela Straka unterstützt. Nachhaltige Bewirtschaftung ist Normalität. VEGAN und nachhaltig Austria. Auf Herbizide und Insektizide wird verzichtet. Statt synthetischem Dünger wird Kompost ausgebracht. Spontangärung wird angestrebt, doch nicht um jeden Preis. Diesem reinen Familienbetrieb ist auch ein TOP Heuriger angeschlossen. Die Winzerin produziert alles selbst, auch Brot und Gebäck. Was hat mir bei den Weinen besonders gefallen: natürlich die Grünen Veltliner, mit 56 Prozent die wichtigste Rebsorte des Hauses. 2025 Löss, 2025 Grüner Veltliner Gobelsburg, 2024 Riesling Gobelsburg, 2023 Grüner Veltliner Reserve Ried Spiegel. Natürlich der 2024 Weißer Burgunder Gobelsburg. Bei welchem Gewächs schlägt mein Herz lauter: 2022 Sekt Austria Blanc de Blancs: ein bezwingender Schaumwein von unvergleichlicher Leichtigkeit und Transparenz sowie verlockender Frische. Nicht zu verachten sind die Rotweine. 2023 Pinot Noir Tradition wäre eine Empfehlung.

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2025 Grüner Veltliner Ried Hausberg
Weingut
Familie Proidl
Kremstal

Cremig-hefige Fülle, Biskuit, gute Pfefferwürze, Hülsenfrüchte, Grapefruits; am Gaumen rassig, relativ saftig, fruchtsüß, weiche Mitte, mittlere Struktur, zartherb.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Familie Proidl
Kremstal

Patrick Proidl
3541 Senftenberg
Oberer Markt 5

Tel. +43 2719 2458
weingut@proidl.com
www.proidl.com

Seit zehn Generationen in Senftenberg ansässig, hat sich die Familie Proidl mit Leib und Seele ihrem Berufsstand verschrieben – Bergweinbauern mit Verständnis und Einfühlungsvermögen für die sie umgebende Landschaft, die stets nach handwerklicher Perfektion streben. Das Weingut liegt in Senftenberg an der nördlichen Grenze des Weinbaugebietes Kremstal im felsigen Taleinschnitt des namensgebenden Flusses oberhalb der Bezirkshauptstadt Krems. Das kompromisslose Streben nach Topqualität wurde bereits in den Neunzigerjahren unter Führung des ebenso impulsiven wie kreativen Franz Proidl und seiner Frau Andrea praktiziert. Diesem Weg hat sich Sohn sowie Weinbau- und Kellermeister Patrick Proidl – 10. Familiengeneration in Senftenberg – ebenso gänzlich verschrieben, wobei er Klarheit, Präzision und Finesse der Weine ebenso große Aufmerksamkeit widmet wie dem unverfälschten Ausdruck der verschiedenen Rieden. Kraft und Energie tankt der engagierte Senftenberger in der Familie bei seiner Frau Isabella, die als Weinakademikerin auch über hohe fachliche Kompetenz verfügt, sowie den beiden Kindern Frida und Luis. Neben den klassischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling, die in zahlreichen Varianten ausgebaut werden, gibt es auch Chardonnay sowie Muskateller und Traminer, dazu auch einige Rotweine sowie Rosé. Neben trockenen Weißweinen gibt es hier auch regelmäßig Süßweine der Spitzenklasse – von Auslesen bis zu TBAs. Seit ein paar Jahren werden auch immer wieder anregende PetNats erzeugt, etwa aus Riesling und Chardonnay; dazu gibt es auch Frizzante. Die Weingärten liegen in und um Senftenberg – zu einem guten Teil in bis zu 60 Grad steilen Hanglagen mit steinigen, kargen Böden. Vitikulturelles Herzstück des Betriebes ist die direkt unterhalb der Burgruine Senftenberg situierte Toplage Ehrenfels mit Riesling und Veltliner, weitere Spitzencrus sind Pfeningberg und Hochäcker (Riesling) sowie Pellingen. Ihrer Herkunft entsprechend sind Veltliner und Riesling tendenziell mit prägnanten Säurewerten versehen; die Zuckerreife kommt in den sonnengeküssten Lagen Senftenbergs aber auch nicht zu kurz – und so entstehen hier kraftvolle, extraktreiche Weißwein-Klassiker mit mineralischer Würze und transparenter Frucht; das große Potenzial beweisen vor allem die Lagenweine immer wieder in Altweinverkostungen. Neben den Gebiets-, Orts- und Lagenweinen aus den klassischen Sorten finden sich auch zahlreiche Komplementärsorten und Weintypen wie Chardonnay sowie Gelber Muskateller und Traminer. Dunkler werdend gibt es den verlockenden Mercaz Rosé sowie Syrah Rosé von Isabelle, dazu Zweigelt und Cuvée in Rot. Im Prädikatsweinbereich hat man sich schon längst unter „Austria’s Best“ eingereiht und auch das Schaumweinsegment ist gut besetzt. Darüber hinaus pflegt Patrick Proidl seine eigene Premiumlinie unter der Bezeichnung Generation X – neben Grüner Veltliner und Riesling gibt es hier auch Chardonnay, Letzeren unter anderem als PetNat. 2025 war für Patrick Proidl ein wesentlich einfacherer Jahrgang als 2024. Das Jahr war „viel, viel später“ und es war „punktuell zu viel drauf“, aber der Selektionsaufwand war in Senftenberg normal und einem allfälligen Überbehang konterte man mit Traubenteilung. Im Keller wars dann problemlos. Dem kühleren Jahrgang entsprechend präsentieren sich die Weine elegant und fruchtbetont mit pikanter bis rassiger Säure.ps

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2025 Riesling
Weingut
Meinrad Markowitsch
Carnuntum

Rauchig, Steinobst, Tiefgang, feine Reife, mineralisch; elegant, ziseliert, zarte Marille, feine Säure, Zitrusnoten, vielschichtig, ein Riesling mit Charakter und individueller Note.

Weißwein
Riesling
€€
Schraubverschluss

Weingut
Meinrad Markowitsch
Carnuntum

Meinrad Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 18

Meinrad Markowitsch ist einer der Winzer im Carnuntum, die beweisen, dass es hier gleichermaßen um tolle Weißweine UND tolle Rotweine geht. Das Dreigestirn aus Grüner Veltliner, Chardonnay und Riesling legt sofort los. Der Grüne Veltliner glänzt mit üppigem Fruchtcharme, der Chardonnay mit animierender, einladender Säure. Der Riesling bietet mineralische Marillennoten und feine Kräuterwürze, die man so nicht erwarten würde, wenn Meinrad dieses Steckenpferd nicht schon seit Jahren reiten würde. Der Perlwein aus Pinot Noir glänzt mit saftigen und floralen Noten und wird manchen Nachmittag verschönern. Und dann kommen die Rotweine: Der Rubin Carnuntum ist auch dieses Jahr ein reinsortiger Zweigelt und setzt ein State-ment für Rubin! Der Merlot 2024 ist ein engmaschiger Wein mit viel Potenzial. Die Highlights sind einerseits der Blaufränkisch aus der Lage Haidacker und andererseits die Cuvée Purple X-TREME. Nicht nur bei seinem großartigen Blaufränkisch kommt man darüber ins Grübeln, ob die Zukunft des Rotweins im Carnuntum – auch angesichts der Klimaerwärmung – nicht mehr beim Blaufränkisch liegen wird, als beim Zweigelt. Alle, die hedonistische Weine schätzen, sind jedenfalls beim Blaufränkisch Haidacker gut aufgehoben. Der Purple X-TREME ist der üppigere, vollmundigere Typus. Die Top-Rotweine sind jüngst zugänglicher geworden sind, ohne an Dichte oder Potenzial einzubüßen.

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2025 Grüner Veltliner Reserve vom Granit
Weingut
Schneider Röschitz
Weinviertel

Im großen Holzfass gereift, hohe Viskosität, geschmeidiger Duft nach reifen Äpfeln, Birnen, zarte Exotik, feines Pfefferl, würzig, ausgewogen, cremige Extrakte, kraftvoll, langer, angenehmer Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schneider Röschitz
Weinviertel

Gerald Schneider
3743 Röschitz
Granitz 9

Gerald Schneider ist einer der sogenannten Aufsteiger-Winzer von Röschitz. Dieser Weinort im westlichen Weinviertel hat sich zusammen mit seinen Winzern zu einer Veltliner-Hochburg entwickelt. Gerald Schneider hat den Betrieb 2017 übernommen, durfte schon in jungen Jahren 2003 erstmals entscheidend am Jahrgang mitarbeiten. „Am liebsten bin ich im Weingarten und bin bestrebt, klare, feingliedrige Weine mit angenehmem Trinkfluss zu produzieren – es sollte das Terroir deutlich zu erkennen sein, eben ein Röschitzer sein“, sagt er voller Begeisterung. Er ist ins Weingut richtig hineingewachsen und sein Beruf ist ihm zum Hobby geworden. Weine wie seine Grünen Veltliner Alte Reben oder Galgenberg trinkt er selbst sehr gerne, zählt aber auch auf Vielfältigkeit und Abwechslung bei anderen Rebsorten. 85 Prozent seiner Produktion bestehen aber aus Grünem Veltliner. 2023 hat er seinen Keller umfassend modernisiert und die Produktion damit von der Kellergasse ins zeitgemäße Weingut verlegt. Er freut sich über trinkfreudige, sortentypische Weine des aktuellen Jahrgangs. Auch die alljährigen neuen Erfahrungen, die der Weinbau mit sich bringt, sind für Gerald Schneider sehr wichtig und mitentscheidend für die Qualität in den Flaschen und Gläsern.

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2024 Sauvignon Blanc Ried Stradener Rosenberg 1STK
Weingut
Frauwallner Straden
Vulkanland Steiermark

Samtig, vollreife Frucht, ausgewogen und einnehmend, Holunderblüten, ein Hauch von süßen Kräutern, grünfleischige Melonen, Karambolfrucht; mittelgewichtig, saftig, viel Frucht, ausgewogen, dezente Säure, gesetztes Finish.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Frauwallner Straden
Vulkanland Steiermark

Frauwallner Straden
8345 Straden
Karbach 7

Walter Frauwallner übernahm bereits 2002 im Alter von 21 Jahren die Verantwortung für den Weinkeller im bäuerlichen Mischbetrieb seiner Eltern Willi und Emmi Frauwallner, die bis heute stark im Betrieb engagiert sind. 2008 wurde ein neuer, funktioneller Keller mitten in der Ried Buch errichtet. Unterstützt von seiner Frau Petra, einer diplomierten Krankenschwester, die nebenbei aus Liebe zu Wein und zu Walter auch eine Ausbildung zur Diplomsommelière machte, bewirtschaftet Frauwallner etwas über 30 Hektar Rebfläche in und um Straden. Sohn Felix ist derzeit in der Weinbauschule Silberberg, die Nachfolge scheint also auch gesichert. Das Sortiment baut auf dem Herkunftskonzept der Steiermark auf. So gibt es klassisch im Stahltank ausgebaute, gänzlich auf Frucht, Frische und Eleganz ausgelegte Gebietsweine, die je nach Sorte unter der Herkunft Steiermark oder Vulkanland Steiermark laufen. Der Kategorie Ortswein wird hier in Gestalt der vier wichtigsten Sorten Respekt gezollt: Weißburgunder, Morillon und Grauburgunder sowie Sauvignon Blanc stellen in Sachen Substanz und Tiefgang wie auch Ausbau das Bindeglied zwischen Klassik und Riedenwein dar, wobei Letzterer rein im Edelstahl ausgebaut wird, die Burgundersorten zu unterschiedlichen Anteilen im 500-Liter-Holzfass. Bei den Riedenweinen herrscht im Hause Frauwallner eine betriebsinterne Hierarchie, die auch in der STK-Klassifizierung Niederschlag findet. So ist die Ried Steintal, eine steile nach Süden ausgerichtete Kessellage bis 360 Meter Seehöhe mit steinigem, leicht kalkhaltigem Boden mit Tertiärsedimenten, in dem Zweigelt und Sauvignon sich wohlfühlen ebenso als STK Ried klassifiziert wie der jüngste Lagenzuwachs im Weingut in Gestalt des bis 400 Meter Seehöhe reichenden, östlich ausgerichteten Ried Altes Steinkreuz am Stradener Kogel, wo Sauvignon und Weißburgunder stehen. Die 1. STK Ried Stradener Rosenberg ist eine Südlage am Stradener Kogel, die bis 475 Meter Seehöhe reicht und mit kalkhaltigen Böden mit tertiären Sedimenten und vulkanischen Einzügen versehen ist. Sie ist mit Sauvignon Blanc und Traminer sowie Grauburgunder bestockt. Als Signature-Lage im Weingut gilt die als Große STK Lage klassifizierte, nur sechs Hektar große, geschützte Ried Buch mit tiefgründigen basalthaltigen Böden. Sie blickt nach Süd und Südwest und erbringt in Gestalt von Weißburgunder, Morillon und Sauvignon Blanc vielfach die Spitzenweine des Weinguts. Mit dem kühleren Jahrgang 2025 ist Walter Frauwallner sehr zufrieden. Die Jahrgangsweine seien eher feingliedrig, relativ alkoholleicht, nie überbordend, dafür von hoher Präzision und Qualität. Das zeigt sich insbesondere bei den Gebiets- und Ortsweinen, die knackig und anregend sowie von ausgeprägter Sortentypizität sind. Wesentlich körperreicher zeigt sich der reife, warme Jahrgang 2024, der sich extrem gut ausbalanciert präsentiert. Hervorragend sind in diesem Jahr Welschriesling und Traminer aus der Ried Rosenberg sowie Weißburgunder Ried Altes Steinkreuz. Der Jahrgang 2023 war im Vergleich kühler und kerniger bei etwas niedrigerem Alkohol. Die Lagenweine von der Ried Buch präsentieren sich betont saftig und elegant, bei guter Struktur und Druck. An der Spitze der Palette steht jedoch der mächtige Sauvignon Blanc Privat aus dem reifen Jahr 2022, der schon jetzt beeindruckt, aber dank seines Riesenpotenzials noch einer gloriosen Zukunft entgegenblickt.ps

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2021 Ehrenhausen Grauburgunder
Weingut
Polz
Südsteiermark

Braucht etwas Luft, dann Cerealien, helles Steinobst, weißfleischige Birnen, überraschend frisch; saftig, quicklebendig, Frucht und Bodentöne, Säurespiel, Trinkfluss, lang, wertig.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Polz
Südsteiermark

Erich Polz jun.
8472 Straß in Steiermark
Am Grassnitzberg 39

Im Jahr 1912 legte Johann Polz den Grundstein für das Weingut am Grassnitzberg. Der Sohn des Gründers, Reinhold Polz, stellte ab 1957 die Landwirtschaft auf Weinbau um. Seine Söhne Erich und Walter setzten neue Maßstäbe und machten Polz zu einem Leitbetrieb. 2011 wurde Christoph, dem Sohn von Erich, die Verantwortung für den Keller übertragen. Seit 2020 liegt die Gesamtleitung in den Händen von Erich jun. Um nachfolgenden Generationen buchstäblich den Boden zu bereiten, werden die Weingärten auf biologisch-organische Bewirtschaftung umgestellt. Die Familie besitzt Anteile an renommierten Rieden mit unterschiedlichen Böden und kleinklimatischen Verhältnissen. Der bedächtig agierende Christoph Polz legt großen Wert darauf, die Herkunft seiner Weine erkennbar zu machen. Um das Profil der Rieden vom Sausal mit ihrem kristallinen Untergrund zu schärfen, erzieht er diese Weine ausschließlich im Stahltank. Für die anderen Lagen bevorzugt er den Ausbau im Holz. Gerne experimentiert er auch mit alten Rebstöcken, die in einer kleinen, extrem kalkhaltigen Parzelle auf dem Hochgrassnitzberg stehen. Die Linie &ZEIT steht für längeres Lager auf der Feinhefe und späte Füllung. Die aktuelle Serie präsentiert sich fein und völlig frei von lauten Tönen. Die Ortsweine werden ihrer Bestimmung gerecht, sie stehen merklich über den Gebietsweinen. Die Riedenweine zeigen Lagencharakter.

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2025 Grüner Veltliner Steinfeder Stab
Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Expressive wie frische Frucht nach Äpfeln, Kronprinz Rudolf, duftig, glockenklar, pikanter Würzehauch; lebhaft, leichtgewichtig, tänzelnd, erfrischend.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Die Erfolgsgeschichte dieses noch relativ jungen Wösendorfer Weinguts mag beinahe märchenhaft anmuten, und doch wieder nicht, lernt man die dafür verantwortlichen Persönlichkeiten kennen. Mathias und Hanna Hirtzberger haben ihre Weinhofmeisterei nach steilem Aufstieg innerhalb weniger Jahre in die Spitzengruppe der Wachauer Erzeuger geführt. Das Geburtsjahr der Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger lässt sich mit 2014 festmachen, handelt es sich doch um jenes Jahr, in dem die ersten Weine aus ihren Wösendorfer Weingärten vinifiziert wurden. In den ersten Jahren diente die ehemalige "Weingartenhofmeisterei" des Stiftes St. Florian in Oberösterreich als Stammhaus, wo auch seit damals Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber das exzellente Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger führen. Seit 2019 steht ein modernes, nur wenige 100 Meter vom Stammhaus entferntes Weingut für die gesamte Produktion zur Verfügung. Das Erfolgspärchen Mathias und Hanna Hirtzberger ergänzt sich ideal. Auf der einen Seite arbeiten sie mit Genauigkeit und Akribie, andererseits legen sie aber auch eine kreative Lockerheit an den Tag. Das spiegelt sich auch irgendwie in ihren Weinen wider, die eigenständig und charaktervoll sind und die in den jüngsten Jahren in Sachen Eleganz weiter zugelegt haben. 2025 bezeichnet Mathias Hirtzberger als „superschönes, klassisches Jahr“ mit tollen Säurewerten und „sehr guter Konzentration ohne hohe Zuckerwerte“. Das Jahr war durch einen späten Austrieb und späte Blüte gekennzeichnet, der eher moderate Sommer erlaubte ein gemächliches Voranschreiten der Reife. Etwas Wetterunbill gab es mit einigen Regenfällen im warmen September. Die Lese wurde am 6. Oktober mit einer Teilmenge der Steinfeder eingeläutet und am 30. Oktober beendet. Beim Grünen Veltliner gab es keine Probleme, beim Riesling musste man dafür auf der Hut sein, denn Botrytisinfektionen erfolgten sehr rasch. Die notwendige Selektion veringerte die Menge an Riesling drastisch, aber es hat sich wirklich ausgezahlt. Grüner Veltliner (70 %) und Riesling (30 %) dominieren die gutseigenen Rebflächen, zudem gibt es eine winzige Menge an Muskateller. Erfreulicherweise wird in der Weinhofmeisterei alljährlich der Steinfeder gehuldigt und diese bietet in Gestalt des Stab aus Grüner Veltliner einen vergnügten Einstieg in die Serie. Das Traubenmaterial für das Veltliner Federspiel Treu stellt einen Querschnitt der verschiedenen Lagen in der Ortschaft dar: Die Trauben stammen 2025 zu je einem Drittel aus höher gelegenen Weingärten, Hanglagen und der Ebene. Den Einstieg in die Welt der Veltliner-Smaragde bietet der würzig-fruchtige Greif, der gänzlich aus Hang- und Terrassenlagen aus Postaller, Gaisberg und Kollmütz kommt. Der herzhafte Spitaler Smaragd stammt von den ersten Terrassen am Hangfuß des Ried Kollmitz, wo reiner ockerfarbener Lössboden vorherrscht. In der betriebsinternen Hierarchie an der Spitze steht der wieder sehr präzise, heuer etwas eleganter gebaute Vertreter von der Ried Kollmütz, wo eine Auflage von etwas braunem Löss auf sandigem Boden mit vielen Steinen auf Urgestein (Gneis) besteht. Eleganter Auftakt der Rieslinge ist das filigrane Federspiel Zier, das aus verschiedenen Weingärten in Weißenkirchen stammt. Von den Riesling-Smaragden stellt sich bereits der früher nach der Subriede Bach benannte Vertreter vom Gaisberg aufgrund seiner puristischen Frucht und Rasse als Kleinkunstwerk dar. Übertroffen wird er jedoch von dem aus der höher gelegenen, exponierten Ried Kollmitz mit relativ kargem Boden stammenden Smaragd, der von herausragender Finesse ist.ps

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2025 Perlwein
Weingut
Meinrad Markowitsch
Carnuntum

(PN) Zarte Erdbeere, feinherb abgerundet, lädt ein; Flieder, florale Noten, elegante, herbe Fruchtnoten, trinkanimierend, nicht zu süß im Abgang. Ein Sprudel für heiße Sommertage!

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Meinrad Markowitsch
Carnuntum

Meinrad Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 18

Meinrad Markowitsch ist einer der Winzer im Carnuntum, die beweisen, dass es hier gleichermaßen um tolle Weißweine UND tolle Rotweine geht. Das Dreigestirn aus Grüner Veltliner, Chardonnay und Riesling legt sofort los. Der Grüne Veltliner glänzt mit üppigem Fruchtcharme, der Chardonnay mit animierender, einladender Säure. Der Riesling bietet mineralische Marillennoten und feine Kräuterwürze, die man so nicht erwarten würde, wenn Meinrad dieses Steckenpferd nicht schon seit Jahren reiten würde. Der Perlwein aus Pinot Noir glänzt mit saftigen und floralen Noten und wird manchen Nachmittag verschönern. Und dann kommen die Rotweine: Der Rubin Carnuntum ist auch dieses Jahr ein reinsortiger Zweigelt und setzt ein State-ment für Rubin! Der Merlot 2024 ist ein engmaschiger Wein mit viel Potenzial. Die Highlights sind einerseits der Blaufränkisch aus der Lage Haidacker und andererseits die Cuvée Purple X-TREME. Nicht nur bei seinem großartigen Blaufränkisch kommt man darüber ins Grübeln, ob die Zukunft des Rotweins im Carnuntum – auch angesichts der Klimaerwärmung – nicht mehr beim Blaufränkisch liegen wird, als beim Zweigelt. Alle, die hedonistische Weine schätzen, sind jedenfalls beim Blaufränkisch Haidacker gut aufgehoben. Der Purple X-TREME ist der üppigere, vollmundigere Typus. Die Top-Rotweine sind jüngst zugänglicher geworden sind, ohne an Dichte oder Potenzial einzubüßen.

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2023 Grüner Veltliner Reserve Ried Kirchengraben
Weingut
Schneider Röschitz
Weinviertel

Kräftiges Strohgelb, gelbe Äpfel, Kräuterwürze, Orangenzesten, weißer Pfeffer, sehr kraftvoll, süßliche Extrakte, harmonisch, elegant, langer, aromatischer Nachgeschmack. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Schneider Röschitz
Weinviertel

Gerald Schneider
3743 Röschitz
Granitz 9

Gerald Schneider ist einer der sogenannten Aufsteiger-Winzer von Röschitz. Dieser Weinort im westlichen Weinviertel hat sich zusammen mit seinen Winzern zu einer Veltliner-Hochburg entwickelt. Gerald Schneider hat den Betrieb 2017 übernommen, durfte schon in jungen Jahren 2003 erstmals entscheidend am Jahrgang mitarbeiten. „Am liebsten bin ich im Weingarten und bin bestrebt, klare, feingliedrige Weine mit angenehmem Trinkfluss zu produzieren – es sollte das Terroir deutlich zu erkennen sein, eben ein Röschitzer sein“, sagt er voller Begeisterung. Er ist ins Weingut richtig hineingewachsen und sein Beruf ist ihm zum Hobby geworden. Weine wie seine Grünen Veltliner Alte Reben oder Galgenberg trinkt er selbst sehr gerne, zählt aber auch auf Vielfältigkeit und Abwechslung bei anderen Rebsorten. 85 Prozent seiner Produktion bestehen aber aus Grünem Veltliner. 2023 hat er seinen Keller umfassend modernisiert und die Produktion damit von der Kellergasse ins zeitgemäße Weingut verlegt. Er freut sich über trinkfreudige, sortentypische Weine des aktuellen Jahrgangs. Auch die alljährigen neuen Erfahrungen, die der Weinbau mit sich bringt, sind für Gerald Schneider sehr wichtig und mitentscheidend für die Qualität in den Flaschen und Gläsern.

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2025 Gelber Muskateller Ried Greiner
Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Sehr duftig und einnehmend, kernige Textur bei klarer Frucht, präzise gezeichneter Apéro-Stil.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€
Glassstöpsel

Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Das Weingut der Familie Triebaumer hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bäuerlich-philosophischen Gesamtkunstwerk entwickelt, hier verbinden sich Handarbeit, ein tiefes Verständnis für die Natur und ihre komplexen Zusammenhänge sowie klare menschliche Haltung. Vielfalt, Bodenständigkeit und nachvollziehbare Herkunftscharaktere bis hin zu hochgepriesenen Komplexitäten wie Blaufränkisch Mariental zeichnen das Sortiment des Ruster Paradebetriebs aus. Knackig und frisch kann Familie Triebaumer aber auch: Der gewohnt herzhafte Gelbe Muskateller markiert einen trinkwertigen Auftakt bei den Weißweinen. Sauvignon Blanc aus der Ried Vogelsang firmiert als sanft-aromatischer Vogel und der jugendliche Furmint Kristallin markiert eine sympathisch-individuelle Spielart dieser altehrwürdigen Sorte. Bei den Rotweinen gibt es Preis-Leistungs-Kracher wie die aktuelle Tridendron-Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet und Merlot, welche die Reife des Jahrgangs verlockend abbildet, oder den pikanten, sortentypischen Blaufränkisch Ried Gemärk. Das Dreigespann Blaufränkisch-Merlot-Cabernet findet sich in wertiger, dichter Verpackung auch in Form des Maulwurfs, die Trauben der jüngeren Mariental-Anlagen tragen hier zur archetypischen Fruchtausprägung maßgeblich bei, der Blend steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Blaufränkisch ist rote Kernkompetenz im Hause Triebaumer, ein Jahrgangsverschnitt aus 2017/2023/2024 verdeutlicht als Rusterberg den unkomplizierten wie individuellen Zugang der Sorte als Non-Vintage. Apropos Jahrgang: Hier steht im „10 Jahre später“-Programm der 2016er auf der Triebaumer-Weinkarte, ein sehr prägnanter Jahrgang in Rust, der in Form von Blaufränkisch Ried Oberer Wald und Ried Mariental zwei spannende Gewächse aufzuweisen hat. Aktuell überzeugt der 2023er im Premiumbereich mit drei sehr unterschiedlich herausgearbeiteten Blaufränkisch. Der von der Gneis-dominierten Plachen stammende Kristallin vereint die volle Reife von 2023 mit markanter Säurepikanz, Oberer Wald wiederum zeigt die kalkig-kühle Charakteristik der Lage in satte, reife Frucht eingebettet, selbstredend von noblem Tannin gestützt. Ein würdiger Nachfolger seiner selbst ist der Mariental 2023, kühl geprägte Frucht trifft hier auf gewohnt komplexes Würze-Tannin-Spiel und prägnante Säurerasse. Hier reift ein lagerfähiger Klassiker heran, der sich in die Reihe der großen Mariental einreihen dürfte. Es wäre nicht Rust, gäbe es nicht einen edelsüßen Abschluss, heuer als kecken wie tropisch-großzügigen 2024er Ausbruch, der sich zum Verkostungszeitpunkt bereits in Hochform befunden hat. Neu im Sortiment ist ein ambitionierter Brut Nature, aus 2023er Grundweinen nach über drei Jahren auf der Hefe präsentiert sich der klassische flaschenvergorene Sekt mit überzeugender Tiefe und feiner Perlage, mit Flaschenreife könnte er dem 3-Sterne-Niveau entwachsen.

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2024 Ehrenhausen Sauvignon Blanc
Weingut
Polz
Südsteiermark

Getragen, gelbfruchtig, elegante Würze, sanfter Druck; schließt aromatisch an, belebendes Säurespiel ohne Aggressivität, ausgewogen, schon jetzt Trinkvergnügen.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Polz
Südsteiermark

Erich Polz jun.
8472 Straß in Steiermark
Am Grassnitzberg 39

Im Jahr 1912 legte Johann Polz den Grundstein für das Weingut am Grassnitzberg. Der Sohn des Gründers, Reinhold Polz, stellte ab 1957 die Landwirtschaft auf Weinbau um. Seine Söhne Erich und Walter setzten neue Maßstäbe und machten Polz zu einem Leitbetrieb. 2011 wurde Christoph, dem Sohn von Erich, die Verantwortung für den Keller übertragen. Seit 2020 liegt die Gesamtleitung in den Händen von Erich jun. Um nachfolgenden Generationen buchstäblich den Boden zu bereiten, werden die Weingärten auf biologisch-organische Bewirtschaftung umgestellt. Die Familie besitzt Anteile an renommierten Rieden mit unterschiedlichen Böden und kleinklimatischen Verhältnissen. Der bedächtig agierende Christoph Polz legt großen Wert darauf, die Herkunft seiner Weine erkennbar zu machen. Um das Profil der Rieden vom Sausal mit ihrem kristallinen Untergrund zu schärfen, erzieht er diese Weine ausschließlich im Stahltank. Für die anderen Lagen bevorzugt er den Ausbau im Holz. Gerne experimentiert er auch mit alten Rebstöcken, die in einer kleinen, extrem kalkhaltigen Parzelle auf dem Hochgrassnitzberg stehen. Die Linie &ZEIT steht für längeres Lager auf der Feinhefe und späte Füllung. Die aktuelle Serie präsentiert sich fein und völlig frei von lauten Tönen. Die Ortsweine werden ihrer Bestimmung gerecht, sie stehen merklich über den Gebietsweinen. Die Riedenweine zeigen Lagencharakter.

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2025 Grüner Veltliner Treu Federspiel
Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Kühle Frucht, etwas Birnen, eleganter Ausdruck, puristisch, Hauch von Marzipan, Zuckerguss; kernig, mittelgewichtig, feiner Biss, Zitronenzesten, schön trocken, zartherb, griffig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Die Erfolgsgeschichte dieses noch relativ jungen Wösendorfer Weinguts mag beinahe märchenhaft anmuten, und doch wieder nicht, lernt man die dafür verantwortlichen Persönlichkeiten kennen. Mathias und Hanna Hirtzberger haben ihre Weinhofmeisterei nach steilem Aufstieg innerhalb weniger Jahre in die Spitzengruppe der Wachauer Erzeuger geführt. Das Geburtsjahr der Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger lässt sich mit 2014 festmachen, handelt es sich doch um jenes Jahr, in dem die ersten Weine aus ihren Wösendorfer Weingärten vinifiziert wurden. In den ersten Jahren diente die ehemalige "Weingartenhofmeisterei" des Stiftes St. Florian in Oberösterreich als Stammhaus, wo auch seit damals Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber das exzellente Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger führen. Seit 2019 steht ein modernes, nur wenige 100 Meter vom Stammhaus entferntes Weingut für die gesamte Produktion zur Verfügung. Das Erfolgspärchen Mathias und Hanna Hirtzberger ergänzt sich ideal. Auf der einen Seite arbeiten sie mit Genauigkeit und Akribie, andererseits legen sie aber auch eine kreative Lockerheit an den Tag. Das spiegelt sich auch irgendwie in ihren Weinen wider, die eigenständig und charaktervoll sind und die in den jüngsten Jahren in Sachen Eleganz weiter zugelegt haben. 2025 bezeichnet Mathias Hirtzberger als „superschönes, klassisches Jahr“ mit tollen Säurewerten und „sehr guter Konzentration ohne hohe Zuckerwerte“. Das Jahr war durch einen späten Austrieb und späte Blüte gekennzeichnet, der eher moderate Sommer erlaubte ein gemächliches Voranschreiten der Reife. Etwas Wetterunbill gab es mit einigen Regenfällen im warmen September. Die Lese wurde am 6. Oktober mit einer Teilmenge der Steinfeder eingeläutet und am 30. Oktober beendet. Beim Grünen Veltliner gab es keine Probleme, beim Riesling musste man dafür auf der Hut sein, denn Botrytisinfektionen erfolgten sehr rasch. Die notwendige Selektion veringerte die Menge an Riesling drastisch, aber es hat sich wirklich ausgezahlt. Grüner Veltliner (70 %) und Riesling (30 %) dominieren die gutseigenen Rebflächen, zudem gibt es eine winzige Menge an Muskateller. Erfreulicherweise wird in der Weinhofmeisterei alljährlich der Steinfeder gehuldigt und diese bietet in Gestalt des Stab aus Grüner Veltliner einen vergnügten Einstieg in die Serie. Das Traubenmaterial für das Veltliner Federspiel Treu stellt einen Querschnitt der verschiedenen Lagen in der Ortschaft dar: Die Trauben stammen 2025 zu je einem Drittel aus höher gelegenen Weingärten, Hanglagen und der Ebene. Den Einstieg in die Welt der Veltliner-Smaragde bietet der würzig-fruchtige Greif, der gänzlich aus Hang- und Terrassenlagen aus Postaller, Gaisberg und Kollmütz kommt. Der herzhafte Spitaler Smaragd stammt von den ersten Terrassen am Hangfuß des Ried Kollmitz, wo reiner ockerfarbener Lössboden vorherrscht. In der betriebsinternen Hierarchie an der Spitze steht der wieder sehr präzise, heuer etwas eleganter gebaute Vertreter von der Ried Kollmütz, wo eine Auflage von etwas braunem Löss auf sandigem Boden mit vielen Steinen auf Urgestein (Gneis) besteht. Eleganter Auftakt der Rieslinge ist das filigrane Federspiel Zier, das aus verschiedenen Weingärten in Weißenkirchen stammt. Von den Riesling-Smaragden stellt sich bereits der früher nach der Subriede Bach benannte Vertreter vom Gaisberg aufgrund seiner puristischen Frucht und Rasse als Kleinkunstwerk dar. Übertroffen wird er jedoch von dem aus der höher gelegenen, exponierten Ried Kollmitz mit relativ kargem Boden stammenden Smaragd, der von herausragender Finesse ist.ps

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2024 Riesling Ried Haid
Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Ananas, Marillen, Zitrusschale, Orangen, herzhaft, rassige Säure, der gibt Gas, fordernd und nervt den Gaumen, präsent, straff, Riesling pur.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Andreas Schmid
3550 Gobelsburg
Schlossstraße 56

Tel. +43 664 2204384
trink@schmidwein.at
www.schmidwein.at

Gegründet im Jahr 1940 wird dieses Weingut heute in 3. Generation von Andreas und Alexandra Schmid geführt. Tochter Verena ist voll im Betrieb integriert. Sie ist auch Teil der Gerd A. Hoffmann Akademie und wird von Dr. Gabriela Straka unterstützt. Nachhaltige Bewirtschaftung ist Normalität. VEGAN und nachhaltig Austria. Auf Herbizide und Insektizide wird verzichtet. Statt synthetischem Dünger wird Kompost ausgebracht. Spontangärung wird angestrebt, doch nicht um jeden Preis. Diesem reinen Familienbetrieb ist auch ein TOP Heuriger angeschlossen. Die Winzerin produziert alles selbst, auch Brot und Gebäck. Was hat mir bei den Weinen besonders gefallen: natürlich die Grünen Veltliner, mit 56 Prozent die wichtigste Rebsorte des Hauses. 2025 Löss, 2025 Grüner Veltliner Gobelsburg, 2024 Riesling Gobelsburg, 2023 Grüner Veltliner Reserve Ried Spiegel. Natürlich der 2024 Weißer Burgunder Gobelsburg. Bei welchem Gewächs schlägt mein Herz lauter: 2022 Sekt Austria Blanc de Blancs: ein bezwingender Schaumwein von unvergleichlicher Leichtigkeit und Transparenz sowie verlockender Frische. Nicht zu verachten sind die Rotweine. 2023 Pinot Noir Tradition wäre eine Empfehlung.

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2023 Riesling Großweikersdorf Ried Schafberg
Weingut
Josef Fritz
Wagram

Vom roten Schotter stammt diese lebhafte Melange von rotem Pfirsich, Ringlotten und eingelegten Zitronen, fast teutonische Machart mit präsenter Säure und glockenklarem Fruchtbogen bis ins pikante Finale.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut
Josef Fritz
Wagram

Josef Fritz
3701 Zaußenberg am Wagram
Ortsstraße 3

Mit sechs unterschiedlichen Roten Veltlinern versteht sich das qualitative Zugpferd am Wagram als seriöser Botschafter dieser autochthonen Sorte, glänzt aber ebenso mit den heimischen Klassikern Grüner Veltliner und Riesling sowie burgundischen Komplementären in Weiß und Rot, dazu gibt es schäumende Kreszenzen und gelungene Ausflüge ins alternative, sprich länger maischevergorene Fach, gerne auch einmal mit Betonei-Ausbau. Was die Weine der Familie Fritz trotz des breit gefächerten Portfolios eint, ist die Präzision in Verbindung mit klarer Fruchtausprägung und Trinkfreude bei den Leicht- und Mittelgewichten sowie beachtliches Entwicklungspotenzial bei den Reserven. Von der Roten Veltliner Parade sticht neben solidem Einstieg in Form des Wagramer Terrassen der überaus trinkanimierende wie pointierte Steinberg Hahn Kreuz heuer besonders hervor. Mordthal zeigt sich von seiner klaren, kühl-anregenden Seite und ist ein modellhafter Jahrgangsvertreter, Ruppersthal glänzt mit filigraner Textur und beachtlicher Tiefe, ein Paradewein für die Sorte und Kategorie! Mit sehr gutem Entwicklungspotenzial punktet Ried Steinberg Privat, wohingegen Josef vs Johannes zeigt, wie elegant sich diese individuelle Vater-Sohn-Melange mittlerweile stilistisch etabliert hat, ein Topwein mit Potenzial. Auf 4-Sterne-Niveau hat sich der aktuelle 2023 Riesling Schafberg analog zur letztjährigen Bewertung präsentiert. Beim Thema Raw gibt es nicht nur den markanten und hochwertigen Roten Veltliner Gondwana, sondern in Form des kecken, an deutsche Kabinette erinnernden Schaf Berg Ei auch einen solchen Riesling und den herzhaften Roten Traminer Tertiär T. Grüner Veltliner beherrscht Familie Fritz notabene, der aktuelle Schlossberg zeigt bei erstaunlich moderatem Alkohol, wie trinkfreudig eine Wagramer Lage sein kann und strahlt schon etwas über das 3-Sterne-Niveau hinaus. Als 4-Sterner ist der Himmelreich Höhle bereits solide positioniert, er stammt aus den höchstgelegenen Parzellen dieser Riede und glänzt mit fleischiger Frucht und feiner Säure. Von den 2024er Großen Reserven hat uns der Chardonnay besonders überzeugt, eine lebhafte wie elegante Sorteninterpretation mit toller Substanz. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die wertigen Schaumweine des Hauses, es gibt immer zwei Große Reserven. Aktuell stehen ein sanfter, jugendlicher Blanc de Noir sowie ein gediegener, fruchtpräsenter Pinot Noir Rosé zur Wahl, beide Prickler zeichnen sich bei aller Frucht durch moderaten Alkohol und feine Perlage aus.

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2023 Chardonnay Bandkräften
Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Verlockende Noten von reifen Agrumen, Sanddorn und Mürbteig, gute Tiefe am Gaumen, balanciert bei druckvoller Frucht, trocken-animierendes Finish.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€
Naturkork

Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Das Weingut der Familie Triebaumer hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bäuerlich-philosophischen Gesamtkunstwerk entwickelt, hier verbinden sich Handarbeit, ein tiefes Verständnis für die Natur und ihre komplexen Zusammenhänge sowie klare menschliche Haltung. Vielfalt, Bodenständigkeit und nachvollziehbare Herkunftscharaktere bis hin zu hochgepriesenen Komplexitäten wie Blaufränkisch Mariental zeichnen das Sortiment des Ruster Paradebetriebs aus. Knackig und frisch kann Familie Triebaumer aber auch: Der gewohnt herzhafte Gelbe Muskateller markiert einen trinkwertigen Auftakt bei den Weißweinen. Sauvignon Blanc aus der Ried Vogelsang firmiert als sanft-aromatischer Vogel und der jugendliche Furmint Kristallin markiert eine sympathisch-individuelle Spielart dieser altehrwürdigen Sorte. Bei den Rotweinen gibt es Preis-Leistungs-Kracher wie die aktuelle Tridendron-Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet und Merlot, welche die Reife des Jahrgangs verlockend abbildet, oder den pikanten, sortentypischen Blaufränkisch Ried Gemärk. Das Dreigespann Blaufränkisch-Merlot-Cabernet findet sich in wertiger, dichter Verpackung auch in Form des Maulwurfs, die Trauben der jüngeren Mariental-Anlagen tragen hier zur archetypischen Fruchtausprägung maßgeblich bei, der Blend steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Blaufränkisch ist rote Kernkompetenz im Hause Triebaumer, ein Jahrgangsverschnitt aus 2017/2023/2024 verdeutlicht als Rusterberg den unkomplizierten wie individuellen Zugang der Sorte als Non-Vintage. Apropos Jahrgang: Hier steht im „10 Jahre später“-Programm der 2016er auf der Triebaumer-Weinkarte, ein sehr prägnanter Jahrgang in Rust, der in Form von Blaufränkisch Ried Oberer Wald und Ried Mariental zwei spannende Gewächse aufzuweisen hat. Aktuell überzeugt der 2023er im Premiumbereich mit drei sehr unterschiedlich herausgearbeiteten Blaufränkisch. Der von der Gneis-dominierten Plachen stammende Kristallin vereint die volle Reife von 2023 mit markanter Säurepikanz, Oberer Wald wiederum zeigt die kalkig-kühle Charakteristik der Lage in satte, reife Frucht eingebettet, selbstredend von noblem Tannin gestützt. Ein würdiger Nachfolger seiner selbst ist der Mariental 2023, kühl geprägte Frucht trifft hier auf gewohnt komplexes Würze-Tannin-Spiel und prägnante Säurerasse. Hier reift ein lagerfähiger Klassiker heran, der sich in die Reihe der großen Mariental einreihen dürfte. Es wäre nicht Rust, gäbe es nicht einen edelsüßen Abschluss, heuer als kecken wie tropisch-großzügigen 2024er Ausbruch, der sich zum Verkostungszeitpunkt bereits in Hochform befunden hat. Neu im Sortiment ist ein ambitionierter Brut Nature, aus 2023er Grundweinen nach über drei Jahren auf der Hefe präsentiert sich der klassische flaschenvergorene Sekt mit überzeugender Tiefe und feiner Perlage, mit Flaschenreife könnte er dem 3-Sterne-Niveau entwachsen.

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2025 Grüner Veltliner Greif Smaragd
Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Elegantes Bukett aus gelben Äpfeln, Cox Orange, hell, Wiesenblüten, leicht nussige Würze; knackig, mittelgewichtig, kernig, Kohlensäure, schöne Grapefruitfrucht, pikanter Biss.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei
Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Die Erfolgsgeschichte dieses noch relativ jungen Wösendorfer Weinguts mag beinahe märchenhaft anmuten, und doch wieder nicht, lernt man die dafür verantwortlichen Persönlichkeiten kennen. Mathias und Hanna Hirtzberger haben ihre Weinhofmeisterei nach steilem Aufstieg innerhalb weniger Jahre in die Spitzengruppe der Wachauer Erzeuger geführt. Das Geburtsjahr der Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger lässt sich mit 2014 festmachen, handelt es sich doch um jenes Jahr, in dem die ersten Weine aus ihren Wösendorfer Weingärten vinifiziert wurden. In den ersten Jahren diente die ehemalige "Weingartenhofmeisterei" des Stiftes St. Florian in Oberösterreich als Stammhaus, wo auch seit damals Hartmuth Rameder und Erwin Windhaber das exzellente Restaurant Hofmeisterei Hirtzberger führen. Seit 2019 steht ein modernes, nur wenige 100 Meter vom Stammhaus entferntes Weingut für die gesamte Produktion zur Verfügung. Das Erfolgspärchen Mathias und Hanna Hirtzberger ergänzt sich ideal. Auf der einen Seite arbeiten sie mit Genauigkeit und Akribie, andererseits legen sie aber auch eine kreative Lockerheit an den Tag. Das spiegelt sich auch irgendwie in ihren Weinen wider, die eigenständig und charaktervoll sind und die in den jüngsten Jahren in Sachen Eleganz weiter zugelegt haben. 2025 bezeichnet Mathias Hirtzberger als „superschönes, klassisches Jahr“ mit tollen Säurewerten und „sehr guter Konzentration ohne hohe Zuckerwerte“. Das Jahr war durch einen späten Austrieb und späte Blüte gekennzeichnet, der eher moderate Sommer erlaubte ein gemächliches Voranschreiten der Reife. Etwas Wetterunbill gab es mit einigen Regenfällen im warmen September. Die Lese wurde am 6. Oktober mit einer Teilmenge der Steinfeder eingeläutet und am 30. Oktober beendet. Beim Grünen Veltliner gab es keine Probleme, beim Riesling musste man dafür auf der Hut sein, denn Botrytisinfektionen erfolgten sehr rasch. Die notwendige Selektion veringerte die Menge an Riesling drastisch, aber es hat sich wirklich ausgezahlt. Grüner Veltliner (70 %) und Riesling (30 %) dominieren die gutseigenen Rebflächen, zudem gibt es eine winzige Menge an Muskateller. Erfreulicherweise wird in der Weinhofmeisterei alljährlich der Steinfeder gehuldigt und diese bietet in Gestalt des Stab aus Grüner Veltliner einen vergnügten Einstieg in die Serie. Das Traubenmaterial für das Veltliner Federspiel Treu stellt einen Querschnitt der verschiedenen Lagen in der Ortschaft dar: Die Trauben stammen 2025 zu je einem Drittel aus höher gelegenen Weingärten, Hanglagen und der Ebene. Den Einstieg in die Welt der Veltliner-Smaragde bietet der würzig-fruchtige Greif, der gänzlich aus Hang- und Terrassenlagen aus Postaller, Gaisberg und Kollmütz kommt. Der herzhafte Spitaler Smaragd stammt von den ersten Terrassen am Hangfuß des Ried Kollmitz, wo reiner ockerfarbener Lössboden vorherrscht. In der betriebsinternen Hierarchie an der Spitze steht der wieder sehr präzise, heuer etwas eleganter gebaute Vertreter von der Ried Kollmütz, wo eine Auflage von etwas braunem Löss auf sandigem Boden mit vielen Steinen auf Urgestein (Gneis) besteht. Eleganter Auftakt der Rieslinge ist das filigrane Federspiel Zier, das aus verschiedenen Weingärten in Weißenkirchen stammt. Von den Riesling-Smaragden stellt sich bereits der früher nach der Subriede Bach benannte Vertreter vom Gaisberg aufgrund seiner puristischen Frucht und Rasse als Kleinkunstwerk dar. Übertroffen wird er jedoch von dem aus der höher gelegenen, exponierten Ried Kollmitz mit relativ kargem Boden stammenden Smaragd, der von herausragender Finesse ist.ps

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2025 Grüner Veltliner Kamptal
Weingärtnerei
Maximilian Aichinger
Kamptal

Zartes Hellgelb mit Silberreflexen, einnehmendes und würziges Bukett nach Weingartenpfirsich und Kräutern, am Gaumen viel Frucht nach Weingartenpfirsich, Golden Delicious, auch Ringlotte, feine Kräuter, würzig, gute Gaumenhaftung mit graziler Stoffigkeit, elegant und fein ziseliert, frisch, saftig, vitales Säurespiel, salzig-mineralische Anmutung, guter Abgang. Schöner gebietstypischer Klassiker.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingärtnerei
Maximilian Aichinger
Kamptal

Maximilian Aichinger
3562 Schönberg am Kamp
Hauptstraße 15

Eine beachtliche Bandbreite an Sorten profitiert von unterschiedlichen Bodenarten, und zwar vornehmlich Gneis, Sandstein, Kies und Löss. Die erste Geige spielen Grüner Veltliner und Riesling in diversen Spielarten, aber auch auf erlesene Formate aus Weißburgunder und Traminer ist der Winzer spezialisiert. Immer wieder überrascht Maximilian Aichinger, der ein vielseitig begabter und experimentierfreudiger Weinmacher ist, mit Novitäten. Über die probaten Klassik- und Premiumformate hinaus werden auch alternative Möglichkeiten ausgelotet. Naturnahe Bewirtschaftung ist gelebte Praxis im Betrieb, behutsame Kellerwirtschaft ist Standard. Der Nachhaltigkeitsgedanke hat im Weingut beachtliche Tradition. Bereits der Großvater des heutigen Betriebsinhabers, der ein Pionier der Begrünung war, hatte den Stellenwert der Biodiversität im Weingarten erkannt und ein Portfolio aus Pflanzen mit den verschiedensten positiven Eigenschaften zusammengestellt. Maximilian Aichinger, der ein einschlägiges Studium absolvierte und international reichlich Erfahrungen sammelte, ist seit 2019 für die Geschicke im Weingut verantwortlich.

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2023 Riesling Ried Loiserberg
Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Grapefruit, Limette, reife Ananas, Marille, Orangenschalen, Apfel, rassig, tief, fordernd, straffe Struktur, der Boden schlägt durch. Der Wein ist momentan im Umbruch, ist zerfahren, doch genügend Stoff, genügend Substanz. Der geht seinen Weg.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut
Andreas Schmid
Kamptal

Andreas Schmid
3550 Gobelsburg
Schlossstraße 56

Tel. +43 664 2204384
trink@schmidwein.at
www.schmidwein.at

Gegründet im Jahr 1940 wird dieses Weingut heute in 3. Generation von Andreas und Alexandra Schmid geführt. Tochter Verena ist voll im Betrieb integriert. Sie ist auch Teil der Gerd A. Hoffmann Akademie und wird von Dr. Gabriela Straka unterstützt. Nachhaltige Bewirtschaftung ist Normalität. VEGAN und nachhaltig Austria. Auf Herbizide und Insektizide wird verzichtet. Statt synthetischem Dünger wird Kompost ausgebracht. Spontangärung wird angestrebt, doch nicht um jeden Preis. Diesem reinen Familienbetrieb ist auch ein TOP Heuriger angeschlossen. Die Winzerin produziert alles selbst, auch Brot und Gebäck. Was hat mir bei den Weinen besonders gefallen: natürlich die Grünen Veltliner, mit 56 Prozent die wichtigste Rebsorte des Hauses. 2025 Löss, 2025 Grüner Veltliner Gobelsburg, 2024 Riesling Gobelsburg, 2023 Grüner Veltliner Reserve Ried Spiegel. Natürlich der 2024 Weißer Burgunder Gobelsburg. Bei welchem Gewächs schlägt mein Herz lauter: 2022 Sekt Austria Blanc de Blancs: ein bezwingender Schaumwein von unvergleichlicher Leichtigkeit und Transparenz sowie verlockender Frische. Nicht zu verachten sind die Rotweine. 2023 Pinot Noir Tradition wäre eine Empfehlung.

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2025 Riesling Steilheit Senftenberg
Weingut
Familie Proidl
Kremstal

Tiefe Gelbfrucht, exotische Noten, wirkt ausgereift, kandierte Zitronen; supersaftig am Gaumen, geht über vor Steinobst, Nektarine, Melone, kernig, viel Biss, pikant, mittellang, Genuss.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Familie Proidl
Kremstal

Patrick Proidl
3541 Senftenberg
Oberer Markt 5

Tel. +43 2719 2458
weingut@proidl.com
www.proidl.com

Seit zehn Generationen in Senftenberg ansässig, hat sich die Familie Proidl mit Leib und Seele ihrem Berufsstand verschrieben – Bergweinbauern mit Verständnis und Einfühlungsvermögen für die sie umgebende Landschaft, die stets nach handwerklicher Perfektion streben. Das Weingut liegt in Senftenberg an der nördlichen Grenze des Weinbaugebietes Kremstal im felsigen Taleinschnitt des namensgebenden Flusses oberhalb der Bezirkshauptstadt Krems. Das kompromisslose Streben nach Topqualität wurde bereits in den Neunzigerjahren unter Führung des ebenso impulsiven wie kreativen Franz Proidl und seiner Frau Andrea praktiziert. Diesem Weg hat sich Sohn sowie Weinbau- und Kellermeister Patrick Proidl – 10. Familiengeneration in Senftenberg – ebenso gänzlich verschrieben, wobei er Klarheit, Präzision und Finesse der Weine ebenso große Aufmerksamkeit widmet wie dem unverfälschten Ausdruck der verschiedenen Rieden. Kraft und Energie tankt der engagierte Senftenberger in der Familie bei seiner Frau Isabella, die als Weinakademikerin auch über hohe fachliche Kompetenz verfügt, sowie den beiden Kindern Frida und Luis. Neben den klassischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling, die in zahlreichen Varianten ausgebaut werden, gibt es auch Chardonnay sowie Muskateller und Traminer, dazu auch einige Rotweine sowie Rosé. Neben trockenen Weißweinen gibt es hier auch regelmäßig Süßweine der Spitzenklasse – von Auslesen bis zu TBAs. Seit ein paar Jahren werden auch immer wieder anregende PetNats erzeugt, etwa aus Riesling und Chardonnay; dazu gibt es auch Frizzante. Die Weingärten liegen in und um Senftenberg – zu einem guten Teil in bis zu 60 Grad steilen Hanglagen mit steinigen, kargen Böden. Vitikulturelles Herzstück des Betriebes ist die direkt unterhalb der Burgruine Senftenberg situierte Toplage Ehrenfels mit Riesling und Veltliner, weitere Spitzencrus sind Pfeningberg und Hochäcker (Riesling) sowie Pellingen. Ihrer Herkunft entsprechend sind Veltliner und Riesling tendenziell mit prägnanten Säurewerten versehen; die Zuckerreife kommt in den sonnengeküssten Lagen Senftenbergs aber auch nicht zu kurz – und so entstehen hier kraftvolle, extraktreiche Weißwein-Klassiker mit mineralischer Würze und transparenter Frucht; das große Potenzial beweisen vor allem die Lagenweine immer wieder in Altweinverkostungen. Neben den Gebiets-, Orts- und Lagenweinen aus den klassischen Sorten finden sich auch zahlreiche Komplementärsorten und Weintypen wie Chardonnay sowie Gelber Muskateller und Traminer. Dunkler werdend gibt es den verlockenden Mercaz Rosé sowie Syrah Rosé von Isabelle, dazu Zweigelt und Cuvée in Rot. Im Prädikatsweinbereich hat man sich schon längst unter „Austria’s Best“ eingereiht und auch das Schaumweinsegment ist gut besetzt. Darüber hinaus pflegt Patrick Proidl seine eigene Premiumlinie unter der Bezeichnung Generation X – neben Grüner Veltliner und Riesling gibt es hier auch Chardonnay, Letzeren unter anderem als PetNat. 2025 war für Patrick Proidl ein wesentlich einfacherer Jahrgang als 2024. Das Jahr war „viel, viel später“ und es war „punktuell zu viel drauf“, aber der Selektionsaufwand war in Senftenberg normal und einem allfälligen Überbehang konterte man mit Traubenteilung. Im Keller wars dann problemlos. Dem kühleren Jahrgang entsprechend präsentieren sich die Weine elegant und fruchtbetont mit pikanter bis rassiger Säure.ps

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2024 Weißburgunder Großweikersdorf Große Reserve
Weingut
Josef Fritz
Wagram

Nussige Noten wechseln mit reifen Agrumen, zarten Mandelanklängen und weißen Blüten, zart rauchig unterlegt, noch jugendlich-kompakt, vielversprechend.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€
Naturkork

Weingut
Josef Fritz
Wagram

Josef Fritz
3701 Zaußenberg am Wagram
Ortsstraße 3

Mit sechs unterschiedlichen Roten Veltlinern versteht sich das qualitative Zugpferd am Wagram als seriöser Botschafter dieser autochthonen Sorte, glänzt aber ebenso mit den heimischen Klassikern Grüner Veltliner und Riesling sowie burgundischen Komplementären in Weiß und Rot, dazu gibt es schäumende Kreszenzen und gelungene Ausflüge ins alternative, sprich länger maischevergorene Fach, gerne auch einmal mit Betonei-Ausbau. Was die Weine der Familie Fritz trotz des breit gefächerten Portfolios eint, ist die Präzision in Verbindung mit klarer Fruchtausprägung und Trinkfreude bei den Leicht- und Mittelgewichten sowie beachtliches Entwicklungspotenzial bei den Reserven. Von der Roten Veltliner Parade sticht neben solidem Einstieg in Form des Wagramer Terrassen der überaus trinkanimierende wie pointierte Steinberg Hahn Kreuz heuer besonders hervor. Mordthal zeigt sich von seiner klaren, kühl-anregenden Seite und ist ein modellhafter Jahrgangsvertreter, Ruppersthal glänzt mit filigraner Textur und beachtlicher Tiefe, ein Paradewein für die Sorte und Kategorie! Mit sehr gutem Entwicklungspotenzial punktet Ried Steinberg Privat, wohingegen Josef vs Johannes zeigt, wie elegant sich diese individuelle Vater-Sohn-Melange mittlerweile stilistisch etabliert hat, ein Topwein mit Potenzial. Auf 4-Sterne-Niveau hat sich der aktuelle 2023 Riesling Schafberg analog zur letztjährigen Bewertung präsentiert. Beim Thema Raw gibt es nicht nur den markanten und hochwertigen Roten Veltliner Gondwana, sondern in Form des kecken, an deutsche Kabinette erinnernden Schaf Berg Ei auch einen solchen Riesling und den herzhaften Roten Traminer Tertiär T. Grüner Veltliner beherrscht Familie Fritz notabene, der aktuelle Schlossberg zeigt bei erstaunlich moderatem Alkohol, wie trinkfreudig eine Wagramer Lage sein kann und strahlt schon etwas über das 3-Sterne-Niveau hinaus. Als 4-Sterner ist der Himmelreich Höhle bereits solide positioniert, er stammt aus den höchstgelegenen Parzellen dieser Riede und glänzt mit fleischiger Frucht und feiner Säure. Von den 2024er Großen Reserven hat uns der Chardonnay besonders überzeugt, eine lebhafte wie elegante Sorteninterpretation mit toller Substanz. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die wertigen Schaumweine des Hauses, es gibt immer zwei Große Reserven. Aktuell stehen ein sanfter, jugendlicher Blanc de Noir sowie ein gediegener, fruchtpräsenter Pinot Noir Rosé zur Wahl, beide Prickler zeichnen sich bei aller Frucht durch moderaten Alkohol und feine Perlage aus.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -