Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2024 Chardonnay Ried Bockfuss 1ÖTW Baden
Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Viel Frische, feine Balance zwischen Holzeinsatz und Frucht, tropische Früchte, Maracuja, zart-rauchig, gewürzig; attraktive Holznote gut eingebunden auch am Gaumen, saftig, viel Blutorange, gute Länge.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Leo Aumann
2512 Tribuswinkel
Oberwaltersdorfer Straße 105

Tel. +43 2252 80502
office@aumann.at
www.aumann.at

Wer bei Winzer Leo Aumann einkehrt, denkt zu allererst an Rotwein und im Besonderen an den Harterberg – sein Signature Wein aus Merlot, Cabernet Sauvignon und einem Schuss Zweigelt. Die Prise Zweigelt ist dem Winzer wichtig und rundet die Cuvée mit den klassischen Bordeaux-Rebsorten samtig ab. Schon seit dem Jahr 1997 macht Aumann sein Aushängeschild. Seit langer Zeit gibt es aus der Großlage in der Nähe von Baden bei Wien auch einen Harterberg Merlot. Beide Harterberg Weine, aktuell ist der Jahrgang 2023, baut der Winzer in neuen 225-Liter-Barriques aus, wodurch die Weine in ihrer Jugend noch ein bisschen ruppig wirken. Das verfliegt aber mit ausreichend Belüftung vorm Genießen und zunehmender Flaschenreife. Bei seinen Premium Rotweinen mag Aumann das Spiel mit dem Holz. Daher lässt er auch seine Riedenweine im neuen Fass reifen, wenngleich er für seine Burgunder 1ÖTW-Lagen, den Pinot Noir Bockfuss und den St. Laurent Ronald 500-Liter-Gebinde mit leichtem Toasting verwendet. Auch Aumanns sortenreinen Roten Reserven gönnt er das Atmen im 500er-Fass. Abseits von Aumanns roten Spitzen sollte man nicht vergessen: Rund die Hälfte seiner Weingärten und seines Weinprogramms sind Weiß geprägt – und diese Weißen sollte man nicht außer Acht lassen. Aumann hat dabei eine attraktive Palette aus den Thermenregion-Sortenspezialitäten Rotgipfler und Zierfandler, die durch den Chardonnay ergänzt wird. Beim Chardonnay reicht das Angebot vom Badener Berg über die Reserve bis zur Ersten Lage aus der Ried Bockfuss. Den Rotgipfler vinifiziert Aumann von drei unterschiedlichen Ersten Lagen: Der Rotgipfler aus der Ried Flamming 2025 in Baden ist Großteils im Stahltank ausgebaut und der kernigste, trockenste. Der Wein aus der Ried Rodauner in Gumpoldskirchen wirkt etwas fülliger und geschmeidiger. Der Rotgipfler aus der Badener Ried Wiege hat schon ein Jahr Vorsprung, ist aus 2024 und in 500er-Liter neuen Fässern ausgebaut. Eine attraktive Fülle zeigen auch die beiden Zierfandler von Aumann – aus der Hofbreite in Gumpoldskirchen und aus der Ersten Lage Bockfuss in Baden. Egal wie man es dreht und wendet: Bei Aumann in Tribuswinkel ist man in Rot-Weiß-Rot gut aufgehoben.

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2025 Riesling Ried Steinberg/Grinzing 1ÖTW
Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Straffe Struktur, fordernd, dicht, unbändig salzig, Pfirsich, Zitrus, mineralisch bis zum Anschlag, voller Spannkraft, gnadenlos trocken, der schnalzt so richtig, sehr präzise, Substanz für Jahre. Ein großer Grinzinger.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Ing. Fritz Wieninger
1190 Wien
Grinzinger Straße 86

Es gibt Neuigkeiten in diesem Weingut. Eine neue Flaschenausstattung – ein neues einladendes Outfit. Ein Chenin Blanc: Reben aus der Loire/Saumur, gewachsen in Stammersdorfer Erde, ausgebaut im 600-Liter-Eichenfass, ebenfalls aus der Loire, 2018 gepflanzt. Das sind die Eckdaten dieses neuen Weines von Fritz Wieninger, dem Eigentümer von Hajszan Neumann. Ich habe mich spontan in diesen Wein verliebt. Der Name steht noch nicht zu 100 Prozent fest, weil vielleicht markenrechtlich geschützt. Da hat Schani Strauß möglicherweise etwas dagegen. „An der schönen blauen Donau“ im Glas und im CD-Player – was kann es Besseres geben? Die beiden Weine vom Grinzinger Steinberg – Grüner Veltliner und Riesling – zählen zum Spannendsten, was ich jemals getrunken habe. Grinzing vom Besten! Natural Wines – das ist hier die Spielwiese für Fritz Wieninger – da kann er experimentieren nach Lust und Laune. Diese Kreszenzen haben Stil und Gewicht. Vor allem der Natural Cabernet Franc hat es mir angetan. Dann noch der Hinweis auf den 2025 Wiener Gemischter Satz Ried Weisleiten – Eleganz in bestechender Form. Dass man in diesem Weingut der biodynamischen Bewirtschaftung der Weingärten frönt – genauso wie im Stammhaus in Stammersdorf – hat sich schon lange herumgesprochen. Diese besonderen Wiener Weine kann man beim Heurigen am Nussberg – betrieben von Fritz Wieninger – genießen.

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2023 Blaufränkisch Ried Lehmgrube
Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Präsentes Schwarzkirsche-Bukett, Nougat, viel Fruchtsüße, enorm saftig, kompakte Struktur, Waldbeeren, stoffige Textur, Herzkirsche, feiner Würzehintergund, kompakte Struktur, mineralische Anklänge, feinkörnige Textur, eingebundene Holzkomponenten, gute Länge.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Franz Schindler
7072 Mörbisch am See
Neustiftgasse 6

Mit der kräftigen Rotweinstilistik in Bordeaux-Referenz und markanter Holzprägung zählt Ferry Schindler weit über die Grenzen zu den anerkanntesten Adressen im Lande. Die bordelaiser Vorliebe ist bereits im weißen Bereich eindeutig feststellbar. Die auf Chardonnay basierende Topcuvée d’Argent zeigt sich in saftiger Fruchtentfaltung in kräftiger Stilistik und dosiertem Holzeinsatz, ohne jedoch die Fruchtbalance außer Acht zu lassen. Das Hauptaugenmerk und die Passion wird auf die Rotweinlinie gelegt. Hier wird verstärkt auf den sortenreinen Ausbau Wert gelegt, was sich in der Klassiklinie von Zweigelt und Blaufränkisch vorzüglich artikuliert. Die Blaufränkisch Selection zeigt sich sortentypisch in dunkler Fruchtklarheit und Würzepikanz, der Zweigelt Ried Satz betont die fruchtcharmanten Vorzüge dieser Rebsorte mit viel vitaler Fruchtfrische in samtiger Fülle. Ein Fixstarter in der Premiumlinie mit höchstem Trinkgenuss ist der Blaufränkisch von der Ried Lehmgrube. Entsprechend des Terroirnamens ist dieses stets kraftvolle Weinmonument in seiner Stilistik in den letzten Jahren mit mehr feinen Nuancen ausgestattet worden. Dies harmonisiert den Wein, der stets eine markante Fruchtfülle besitzt, zu der die unterlegte Holzprägung einen sehr ausgewogenen und feineren Gesamtausdruck beiträgt. Als Fixstarter für höchste Auszeichnungen ist in den letzten Jahren der Merlot als eine sichere Bank einzustufen. Der Hitzejahrgang 2022 hat diesem vom Osthang mit schottrigen Boden stammenden Merlot eine optimale Fruchtreife ermöglicht, sodass die aktuelle Version mit viel Fruchtfülle und Tiefe als ein großes Gewächs zu bezeichnen ist. Der Primus inter Pares ist die hochdekorierte Bordeaux-Cuvée Grand Cuvée d’Or. Die genaue Sortenzusammenstellung dieser Cuvée wird diesmal nicht preisgegeben, doch zeigt diese im juvenilem Stadium mit bester Strukturierung und mit viel schwarzer Fruchtpräsenz, Kraft und Fülle bereits ihre Vorzüge, die sie zu einem vorzüglichen Vin de Garde heranreifen lassen wird.

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2023 Merlot Reserve
Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Sortenaffin, dunkle Beeren, Cranberrys, Efeu, Bitterschokolade, frisch; saftige Frucht, Tanningrip, lebhaft, sehnig-kraftvoll, langer Nachhall, so macht die Sorte Spaß.

Rotwein
Merlot
€€€€
Naturkork

Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Juliana Wieder
7311 Neckenmarkt
Lange Zeile 76

Juliana Wieder hat das Weingut mit großer Konsequenz, Weitsicht und harter Arbeit aufgebaut. Aus einer gemischten Landwirtschaft wurde 1986, dem Todesjahr ihres Mannes, ein reiner Weinbaubetrieb mit bescheidenen vier Hektar Anbaufläche; heute sind es zehnmal so viel. Ihre Kinder Georg und Burgi waren bereits in jungen Jahren voll im Betrieb engagiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Georg ist nach eigener Definition passionierter Winzer. Mit den Böden seiner Rieden beschäftigt er sich intensiv. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat erdige Hände. Seine Schwester Burgi ist am liebsten draußen in den Weingärten oder im Weinkeller. Die Familie verfügt über Anteile an renommierten Rieden. Die schweren, tiefgründigen Lehmböden speichern Wasser und sind ideal für Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot. Es gibt auch Parzellen mit Orthogneis, Glimmerschiefer und Muschelkalk. Diese Untergründe prägen den Blaufränkisch, sie sorgen für eine filigrane Struktur und mineralisch-salzige Noten. Großen Wert legt man hier auf betagte Reben, die zum Teil bis zu 80 Jahre alt sind. Georg Wieder lässt seinen Weinen viel Zeit, bis er sie in den Verkauf bringt. Die heuer vorgestellten Weine sind wertig und ehrlich, Blendwerk ist ihnen fremd. Der Winzer hat erneut bewiesen, dass er den Charakter der einzelnen Lagen in die Flasche bringen kann.

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2024 Chardonnay Ried Rothenberg
Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Dezent, zart rauchig, sehr kreidig, Biskuit, kühle Frucht, Hauch Bananenchips, ausgewogen; ungemein saftig, eleganter Schliff, Biss, getrocknete Ananasscheiben, kernig, guter Gerbstoffstütze, griffig, lebhaft, recht lang.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Naturkork

Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Philipp Grassl
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 4

Die Herkunft Carnuntum verfügt über eine beachtliche Dichte an ausgezeichneten Weingütern, darunter sind auch ein paar der besten Betriebe Österreichs – wie jenes von Philipp und Angelika Grassel. In der Selbstbeschreibung „ein mittelkleiner Familienbetrieb in dritter Generation … inmitten von Göttlesbrunn“ – „einem ganz unaufgeregten Ort in einer unaufgeregten Gegend“, handelt es sich tatsächlich um einen Musterbetrieb, der nicht nur über beeindruckende Rotweinkompetenz verfügt, sondern auch Weißweine von beeindruckender Qualität macht. Das Rezept ist denkbar einfach : Ein konstant hohes Qualitätslevel über Jahrzehnte sowie durch alle Kategorien. Darüber hinaus sind die Grassl’schen Weine trefflicher Beweis dafür, dass Komplexität und Hedonismus bestens in vinophiler Kohabitation leben können. Obwohl die Weine aus Weingut ihre Herkunft stets vorbildlich vermitteln, bestechen sie doch durch eine eigenständige Stilistik: Bemerkenswert ist die in diesem sonnenverwöhnten Gebiet nicht überall selbstverständliche Eleganz und Transparenz der hiesigen Weine, die darüber hinaus über tolle Balance und unprätentiöses Auftreten sowie ausgeprägter Sorten- und Bodencharakter verfügen. Das Weinsortiment gliedert sich in Gebiets-, Orts- und Lagenweine – das gilt für alle jene Weine, die sortenmäßig in die DAC Carnuntum hineinpassen. Jene Sorten bzw. Cuvées, die dort nicht inkludiert sind, finden sich in der Gruppe Superweine – ein Sammelsurium an Sorten und Kategorien reichend von Aromatikern und Alte-Reben-Welschriesling über pinke und burgundische Delikatessen bis hin zum Kultwein Reserve (ehemals Bärnreiser Reserve). Bei der Verarbeitung setzt Philipp Grassl ganz auf Ganztraubenpressung, unter anderem, um Gerbstoffeinträge zu vermeiden, die in Zeiten des Klimawandels an Aktualität gewinnen. Es wird spontan vergoren und auf Zusätze wie Enzyme verzichtet, die Schwefelwerte sind sehr niedrig angesetzt. Es wird bereits seit Jahren überwiegend nach biologischen und biodynamischen Grundsätzen gearbeitet, auch die letzten Umstellungsflächen sollen in den nächsten zwei Jahren biologisch zertifiziert sein. Handlese ist selbstverständlich, im etwas späteren Jahr 2025 startete man mit der Lese am 4. September, die Top-Rotweintrauben wurden im Oktober hereingebracht. Die Traubenqualität wird streng überwacht: Neben der visuellen Selektion bei der Ernte kommt auch eine optische Sortieranlage zum Einsatz. Obwohl mengenmäßig in der Minderheit, wird den weißen Sorten ebenso viel Aufmerksamkeit gewidmet wie den roten: Die preiswerten Klassikweine präsentieren sich stets als glockenklare Sortenvertreter mit Trinkanimo. Mit dem Einzellagen-Chardonnay vom Rothenberg hat Grassl einen vielschichtigen, mineralischen Vertreter ins Sortiment aufgenommen. Seit einigen Jahren gibt es einen Charakterwein in Weiß in Gestalt des Welschriesling Alte Reben aus der Riede Neuberg mit tonig-fettem Boden. Dieser zählt alljährlich nicht nur zu den herausragendsten Sortenvertretern, sondern zu den Top-Weißweinen Österreichs – wobei der aktuelle 2024er etwas cremiger und schmelziger als der Vorgänger ist. Bei den Rotweinen dominiert der Lokalmatador Zweigelt, gefolgt von der Charaktersorte St. Laurent. Neben eleganten, fruchtbetonten Varianten mit wohldosiertem Gerbstoffgerüst gibt es von den Rotweinklassikern auch Premiumweine in Gestalt der St. Laurent Reserve und des Lagen-Zweigelt aus der Riede Schüttenberg. Blau-fränkisch ist reinsortig durch den Ortswein Prellenkirchen vertreten. Besonderen Status haben die Rotweincuvées im Hause Grassl: Der Ortswein Neuberg Göttlesbrunn zählt zu den herausragenden Rotweinen im mittleren Preissegment. Die aktuelle Lagen-Cuvée Bärnreiser aus 2024 braucht noch Zeit, hat aber tolle Anlagen und der 5. Stern dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Die herausragende Reserve stammt aus 2023. ps

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2022 CUVÉE CHURCH HILL
Bio-Weingut
Pollerhof
Weinviertel

(ZW/CS/SY) Brombeerfarbig bis schwarz, dichtes, komplexes Bukett nach Brombeeren, schwarze Kirschen, schwarze Johannisbeeren, Wacholder, Bitterschokolade, dunkle Gewürze, Holler, Kaffee, Rebholz, Dörrpflaumen, kompakt, kraftvoll, enormer Körper, schwarzer Pfeffer, ausdrucksstark, vollmundig; konzentrierter, genussvoller Nachgeschmack.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Bio-Weingut
Pollerhof
Weinviertel

Erwin Poller
3743 Röschitz
Winzerstraße 48

Tel. +43 676 6289612
weingut@pollerhof.at
www.pollerhof.at

„Als Winzer verstehe ich es als Ehre, den pfeffrigen Weinviertel DAC in meinem Sortiment führen zu können. Ich sehe es aber auch als Verpflichtung, dem Grünen Veltliner in all seinen Spielformen gerecht zu werden“, sagt Erwin Poller. In manchen Lagen rund um Röschitz spielt´s deutlich mehr als nur Grüner Veltliner. Löss- und Urgesteinsböden geben auch anderen Rebsorten die Möglichkeit, zu ansprechenden Weinen zu werden. Der Rote Veltliner wurde schon zu Zeiten der Römer kultiviert und bringt Weine mit absolutem Kultpotenzial hervor. Der Hof wurde liebevoll renoviert, die Weingärten umfassen heute 20 Hektar, im Keller stehen moderne Anlagen und der Betrieb wurde BIO-zertifiziert. Seine Projekte rund um den Wein – vom Hendl im Weingarten über den Lössboden auf den Flaschen bis zur legendären Frau Mayer zeigen seine Freude am Experimentieren. Diese Vielfalt an Ideen eröffnet ihm ständig neue Möglichkeiten und macht seine Arbeit lebendiger und besser. Der Keller ist seine Weinwerkstatt. Dort herrscht absolute Ruhe, dort soll das Luxusgut Wein optimal vorbereitet werden für die Genießer, um ihnen jenes Glücksgefühl zu vermitteln, das sie bei einem guten Glas Wein aus Erwin Pollers Hand so sehr schätzen. Ganz besonders freut sich Erwin Poller über gut gelungene Weine aus Grüner Veltliner, Muskateller, Traminer und Roter Veltliner. Als zugänglicher Familienmensch legt Erwin Poller großen Wert auf einen herzlichen Umgang mit seinen Mitarbeitern – und den beherrscht er bestens. Die familiäre Atmosphäre schafft ein Umfeld, in dem sich alle wohlfühlen und viele Jahre im Betrieb verankert bleiben. Auf sein liebevoll geschaffenes Gästerefugium „Romeo und Julia“ im Stil der 1950er Jahre ist er besonders stolz, seine Gäste dürfen sich auf etwas Besonderes freuen.

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2025 An der schönen blauen Donau
Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Ein Chenin Blanc aus Stammersdorf, Reben aus Saumur/Loire, Ausbau im 600-Liter-Eichenfass. Tolle Würze, Apfel, Birne, Quitte, Zitrusfrüchte, weiße Blüten, Orangen, Grapefruit, Mandeln, Blütenhonig, Bienenwachs, ungemein vielschichtig und präzise, feines Säurespiel, tief und lang. Dezent animierender Gerbstoff.

Blauburger
€€€€€
Naturkork

Weingut
Hajszan Neumann
Wien

Ing. Fritz Wieninger
1190 Wien
Grinzinger Straße 86

Es gibt Neuigkeiten in diesem Weingut. Eine neue Flaschenausstattung – ein neues einladendes Outfit. Ein Chenin Blanc: Reben aus der Loire/Saumur, gewachsen in Stammersdorfer Erde, ausgebaut im 600-Liter-Eichenfass, ebenfalls aus der Loire, 2018 gepflanzt. Das sind die Eckdaten dieses neuen Weines von Fritz Wieninger, dem Eigentümer von Hajszan Neumann. Ich habe mich spontan in diesen Wein verliebt. Der Name steht noch nicht zu 100 Prozent fest, weil vielleicht markenrechtlich geschützt. Da hat Schani Strauß möglicherweise etwas dagegen. „An der schönen blauen Donau“ im Glas und im CD-Player – was kann es Besseres geben? Die beiden Weine vom Grinzinger Steinberg – Grüner Veltliner und Riesling – zählen zum Spannendsten, was ich jemals getrunken habe. Grinzing vom Besten! Natural Wines – das ist hier die Spielwiese für Fritz Wieninger – da kann er experimentieren nach Lust und Laune. Diese Kreszenzen haben Stil und Gewicht. Vor allem der Natural Cabernet Franc hat es mir angetan. Dann noch der Hinweis auf den 2025 Wiener Gemischter Satz Ried Weisleiten – Eleganz in bestechender Form. Dass man in diesem Weingut der biodynamischen Bewirtschaftung der Weingärten frönt – genauso wie im Stammhaus in Stammersdorf – hat sich schon lange herumgesprochen. Diese besonderen Wiener Weine kann man beim Heurigen am Nussberg – betrieben von Fritz Wieninger – genießen.

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2022 Merlot Ried Wieser
Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Feinwürziges Bukett, Paradeisblatt, betörende Fruchtaromatik im rotbeerigen Aromenspiel, gehaltvoll, ungemein viel Extraktdichte, dabei straff strukturiert, engmaschig, spielt zwischen den Texturen von seidig und gehaltvoll, feinkörniges Tannin, viel Verve im Finish, ein schlafender Riese, ganz groß!

Rotwein
Merlot
€€€€
Naturkork

Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Franz Schindler
7072 Mörbisch am See
Neustiftgasse 6

Mit der kräftigen Rotweinstilistik in Bordeaux-Referenz und markanter Holzprägung zählt Ferry Schindler weit über die Grenzen zu den anerkanntesten Adressen im Lande. Die bordelaiser Vorliebe ist bereits im weißen Bereich eindeutig feststellbar. Die auf Chardonnay basierende Topcuvée d’Argent zeigt sich in saftiger Fruchtentfaltung in kräftiger Stilistik und dosiertem Holzeinsatz, ohne jedoch die Fruchtbalance außer Acht zu lassen. Das Hauptaugenmerk und die Passion wird auf die Rotweinlinie gelegt. Hier wird verstärkt auf den sortenreinen Ausbau Wert gelegt, was sich in der Klassiklinie von Zweigelt und Blaufränkisch vorzüglich artikuliert. Die Blaufränkisch Selection zeigt sich sortentypisch in dunkler Fruchtklarheit und Würzepikanz, der Zweigelt Ried Satz betont die fruchtcharmanten Vorzüge dieser Rebsorte mit viel vitaler Fruchtfrische in samtiger Fülle. Ein Fixstarter in der Premiumlinie mit höchstem Trinkgenuss ist der Blaufränkisch von der Ried Lehmgrube. Entsprechend des Terroirnamens ist dieses stets kraftvolle Weinmonument in seiner Stilistik in den letzten Jahren mit mehr feinen Nuancen ausgestattet worden. Dies harmonisiert den Wein, der stets eine markante Fruchtfülle besitzt, zu der die unterlegte Holzprägung einen sehr ausgewogenen und feineren Gesamtausdruck beiträgt. Als Fixstarter für höchste Auszeichnungen ist in den letzten Jahren der Merlot als eine sichere Bank einzustufen. Der Hitzejahrgang 2022 hat diesem vom Osthang mit schottrigen Boden stammenden Merlot eine optimale Fruchtreife ermöglicht, sodass die aktuelle Version mit viel Fruchtfülle und Tiefe als ein großes Gewächs zu bezeichnen ist. Der Primus inter Pares ist die hochdekorierte Bordeaux-Cuvée Grand Cuvée d’Or. Die genaue Sortenzusammenstellung dieser Cuvée wird diesmal nicht preisgegeben, doch zeigt diese im juvenilem Stadium mit bester Strukturierung und mit viel schwarzer Fruchtpräsenz, Kraft und Fülle bereits ihre Vorzüge, die sie zu einem vorzüglichen Vin de Garde heranreifen lassen wird.

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2021 Cuvée Sempre
Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

(CS/ME/BF) Viel dunkle Frucht, Cassis, Heidelbeeren und gemahlener Kaffee, zarteste Würze; aromatisches Dacapo, hinten schwarzer Kardamom, Gerbstoffnetz, strukturiert, quicklebendig, gekonnter Holzeinsatz, lang, Reserven.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Juliana Wieder
Mittelburgenland

Juliana Wieder
7311 Neckenmarkt
Lange Zeile 76

Juliana Wieder hat das Weingut mit großer Konsequenz, Weitsicht und harter Arbeit aufgebaut. Aus einer gemischten Landwirtschaft wurde 1986, dem Todesjahr ihres Mannes, ein reiner Weinbaubetrieb mit bescheidenen vier Hektar Anbaufläche; heute sind es zehnmal so viel. Ihre Kinder Georg und Burgi waren bereits in jungen Jahren voll im Betrieb engagiert. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Georg ist nach eigener Definition passionierter Winzer. Mit den Böden seiner Rieden beschäftigt er sich intensiv. Wer ihn kennt, weiß: Dieser Mann hat erdige Hände. Seine Schwester Burgi ist am liebsten draußen in den Weingärten oder im Weinkeller. Die Familie verfügt über Anteile an renommierten Rieden. Die schweren, tiefgründigen Lehmböden speichern Wasser und sind ideal für Blaufränkisch, Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot. Es gibt auch Parzellen mit Orthogneis, Glimmerschiefer und Muschelkalk. Diese Untergründe prägen den Blaufränkisch, sie sorgen für eine filigrane Struktur und mineralisch-salzige Noten. Großen Wert legt man hier auf betagte Reben, die zum Teil bis zu 80 Jahre alt sind. Georg Wieder lässt seinen Weinen viel Zeit, bis er sie in den Verkauf bringt. Die heuer vorgestellten Weine sind wertig und ehrlich, Blendwerk ist ihnen fremd. Der Winzer hat erneut bewiesen, dass er den Charakter der einzelnen Lagen in die Flasche bringen kann.

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2025 Grüner Veltliner Ried Klaus Weißenkirchen Federspiel
Weingut
Schmelz
Wachau

Sehr mineralisch, aromatisch, saftige Birnen, viel Mandarinen und Orangen, fruchtfüllig; vibrierende Mineralität, salzige Frische, tropische Frucht, gute Länge, lässiges, verlässliches Top-Federspiel mit Herkunft!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Schmelz
Wachau

Schmelz
3610 Joching
Weinbergstraße 14

Thomas Schmelz aus Joching zählt zu den besten Winzern in Österreich. Sein besonderes Geschick und seine große Erfahrung beweist Schmelz vor allem beim Umgang mit Österreichs Paraderebsorte Grüner Veltliner, wo der Wachauer zu den heimischen Großmeistern zählt und das reichhaltig mit zehn Veltlinern zeigt: Fünf verschiedene Federspiele und fünf unterschiedliche Smaragdweine zieht Schmelz aus seinen Wachauer Weingärten, die von Wösendorf über Joching und Weißenkirchen bis nach Loiben reichen; allesamt Lagenweine mit starker Betonung auf die Herkunft. Ein Liebkind des Winzers ist die Ried Pichl Point zuhause bei ihm in Joching. Die Lage gehört seit mehr als 40 Jahren zum Weingut. Dort hat Schmelz eine drei Hektar große Spielwiese für je ein charaktervolles Federspiel und Smaragd – und es ist eine besondere Lage, einer „Lössinsel“ inmitten der Urgesteinswachau. Pichl-Point-Weine sind immer sehr charaktervolle füllig-würzige Veltliner. Der Top-Pick im Federspiel-Weingarten ist immer der Klaus-Veltliner: ein Champions-Wein, mit dem Schmelz schon Vinaria-Dreifachsieger der Jahrgangsverkostung der besten Veltliner mit 12,5 Prozent ist. Auch die 2025er Klaus schickt sich schon an, vorne wieder mitzuspielen. Bei den Veltliner Smaragden haben das Steinertal und der Best Of die Nase vorn. Das Steinertal ist der Zauberberg in Unterloiben, mit dem der Winzer seit Jahren ein Topwein-Abo hat. Vom Best Of gibt es neben dem Veltliner auch einen Riesling. Bei beiden Weinen greift Schmelz bestens gereifte Trauben aus speziellen Weingarten-Parzellen ab. Das reichhaltige Veltliner-Segment macht 70 Prozent von Schmelz‘ Betätigungsfeld aus. Einen starken Akzent setzt der Winzer dann noch mit dem Riesling und rundet die zwei Wachau-Starrebsorten mit einem Sauvignon Blanc und Gelben Muskateller ab.

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2021 Grand Cuvée d’Or
Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Präsentes Bukett nach reifen schwarzen Früchten, Leder, betörende Fruchtopulenz von Schwarzbeeren, Waldbeeren, Kräuterwürze, druckvoll, ungemein saftig, viel animierende Würze, verwoben mit feinen Röstnoten, perfekt strukturiert, ausgewogene Tanninstruktur, engmaschig, Finesse im harmonischen Fruchtbild, Cuvée der Spitzenklasse mit großer Zukunft.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Franz Schindler
7072 Mörbisch am See
Neustiftgasse 6

Mit der kräftigen Rotweinstilistik in Bordeaux-Referenz und markanter Holzprägung zählt Ferry Schindler weit über die Grenzen zu den anerkanntesten Adressen im Lande. Die bordelaiser Vorliebe ist bereits im weißen Bereich eindeutig feststellbar. Die auf Chardonnay basierende Topcuvée d’Argent zeigt sich in saftiger Fruchtentfaltung in kräftiger Stilistik und dosiertem Holzeinsatz, ohne jedoch die Fruchtbalance außer Acht zu lassen. Das Hauptaugenmerk und die Passion wird auf die Rotweinlinie gelegt. Hier wird verstärkt auf den sortenreinen Ausbau Wert gelegt, was sich in der Klassiklinie von Zweigelt und Blaufränkisch vorzüglich artikuliert. Die Blaufränkisch Selection zeigt sich sortentypisch in dunkler Fruchtklarheit und Würzepikanz, der Zweigelt Ried Satz betont die fruchtcharmanten Vorzüge dieser Rebsorte mit viel vitaler Fruchtfrische in samtiger Fülle. Ein Fixstarter in der Premiumlinie mit höchstem Trinkgenuss ist der Blaufränkisch von der Ried Lehmgrube. Entsprechend des Terroirnamens ist dieses stets kraftvolle Weinmonument in seiner Stilistik in den letzten Jahren mit mehr feinen Nuancen ausgestattet worden. Dies harmonisiert den Wein, der stets eine markante Fruchtfülle besitzt, zu der die unterlegte Holzprägung einen sehr ausgewogenen und feineren Gesamtausdruck beiträgt. Als Fixstarter für höchste Auszeichnungen ist in den letzten Jahren der Merlot als eine sichere Bank einzustufen. Der Hitzejahrgang 2022 hat diesem vom Osthang mit schottrigen Boden stammenden Merlot eine optimale Fruchtreife ermöglicht, sodass die aktuelle Version mit viel Fruchtfülle und Tiefe als ein großes Gewächs zu bezeichnen ist. Der Primus inter Pares ist die hochdekorierte Bordeaux-Cuvée Grand Cuvée d’Or. Die genaue Sortenzusammenstellung dieser Cuvée wird diesmal nicht preisgegeben, doch zeigt diese im juvenilem Stadium mit bester Strukturierung und mit viel schwarzer Fruchtpräsenz, Kraft und Fülle bereits ihre Vorzüge, die sie zu einem vorzüglichen Vin de Garde heranreifen lassen wird.

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2022 Blaufränkisch Fasching Reserve
Weingut
Jalits
Eisenberg

Rotbeerige Noten, Herzkirsche, Waldbeeren, saftige Fülle, dicht, mineralisch, gehaltvoll mit viel Fruchtcharme, feine Würzenoten, engmaschig, Kräuterwürze, viel Präsenz und lang im Finish.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Jalits
Eisenberg

Mathias Jalits
7512 Badersdorf
Untere Dorfstraße 16

Tel. +43 664 3303827
office@jalits.at
www.jalits.at

Das Weingut Jalits ist am Eisenberg eine fixe Größe und hat unter Mathias Jalists zu internationalem Renommée geführt. Sein Erfolg fußt auf der soliden Basis seiner Weinbauphilosophie, die sich aus der Trias von Bodenständigkeit, handwerklicher Könnerschaft und Authentizität zusammensetzt. Eine der wesentlichsten Grundlagen dafür bilden die allerbesten Lagen vom Eisenberg, über die die Familie verfügt: Dazu zählen die Toplagen Fasching, Reihburg sowie Saybritz und Szapary. Wenn man nach einem Weinstil des Hauses bei all diesen Blaufränkisch-Varietäten fragt, so wäre das mit einer kräftigen wie tiefgründigen Charakteristik zu beantworten, die entsprechend der verschiedenen Lagen von hell- bis dunkelfruchtiger Rotbeerigkeit reichen. Unisono strahlen sie alle in variierend würzig-mineralischer Stilistik. Ried Reihburg verkörpert puristisch das große Terroir vom eisenhältigen blau-grünen Tonschiefer mit fruchtbetonter Dichte und Fülle. Komplementär dazu verhält sich die Nachbarlage Ried Fasching mit mehr sandig-tonigen Böden, was eine ziseliertere Fruchtdichte befördert. Die Böden der struktureleganten Weine Saybritz und Szapary weisen vornehmlich Grünschiefer mit Quarz und Glimmer-Einschlüssen auf. Abgerundet werden diese riedenrein ausgebauten Blaufränkisch-Varietäten mit einer Riedencuvée namens Diabas. Es ist dies ein kompositorisches Best-of von ausgewählten Fässern und umfasst die Rieden Fasching, Saybritz und Reihburg. Diese Cuvée zeigt sich in vollrunder Struktur mit dunkelbeeriger Fruchtfülle und besitzt etwas mehr Holzeinfluss. Ein besonders gutes Händchen zeigt der Winzer mit den reinsortig ausgebauten Bordeauxsorten. Cabernet Sauvignon Reserve aus dem Jahr 2021 strahlt in vollendeter Struktur und in dunkelbeeriger Fruchtklarheit.

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2024 Pinot Noir Anning Gumpoldskirchen
Weingut
Loimer
Kamptal

Aus zwei Weingärten in Gumpoldskirchen, rauchige Würze, würzige Frucht mit gut integriertem Toasting, jugendlicher Wein mit kühler Himbeerfrucht und feinen Kreidenoten.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Loimer
Kamptal

Fred Loimer
3550 Langenlois
Haindorfer Vögerlweg 23

Tel. +43 2734 22390
weingut@loimer.at
www.loimer.at

Schaut man in die Weinlandschaft und den Weinkeller vom Langenloiser Top-Winzer Fred Loimer, so schmeckt das in drei Richtungen: Da geht es um den Fokus auf die Ersten Lagen im heimatlichen Kamptal, dann das immer größer und bedeutender werdende Sektsegment sowie um die kleine Spielerei um den Pinot Noir. Allen Betätigungsfeldern gemeinsam ist der behutsame Ausbau der Weine und Schaumweine. Bei seinen herkunftstypischen DAC-Weinen wartet der biodynamische Winzer mit seinen 1ÖTW-Lagenweinen bereits seit einiger Zeit zwei Jahre nach der Ernte, bis sie Loimer auf den Markt bringt. Bei seinen Ortsweinen wird Loimer auch noch einen Schritt zurückgehen und mit dem Verkauf zuwarten. Seine Langenloiser Ortsweine werden nicht schon im Frühling, sondern künftig ein Jahr nach der Ernte, erst mit September, präsent sein. Damit will Loimer seine Ortsweine weiter aufwerten, die alle Cuvées aus seinen Ersten Lagen sind. Somit gehört das Frühjahr allein den jungen Gebietsweinen vom Veltliner und Riesling. Dass Veltliner mit Riesling auch zusammen in einem Wein funktionieren, zeigt Loimer mit seinem Lagenwein vom Loiserberg, wo er die beiden Sorten von Alten Reben gemeinsam erntet, vergärt und im Holzgebinde reift. „Diese Komposition habe ich mit dem Jahrgang 2023 begonnen“, erzählt der Winzer, weil ihm dieses Thema wichtig bezüglich Vielfalt und Biodiversität sei. Seit einigen Jahren wird Fred Loimer auch als bedeutender Sektspezialist wahrgenommen. Dabei war Loimer schon in den 1990er Jahren einer der ersten, der sich mit Winzersekten beschäftigte. Heute ist das Thema und Schaumwein-Portfolio breit und hochqualitativ angelegt – und fast jährlich kommt irgendein spannender Schaumwein in der Reserve oder Großen Reserve-Kategorie dazu. Dabei alles aus einer Hand, jeder Arbeitsschritt bis zum fertigen Sekt passiert in Loimers Kellerwelt. Dass manche Sekte 40 bis 50 Monate auf der Hefe reifen, ist nicht die Ausnahme, sondern oft Winzergesetz. Den Schäumern tut das gut – Loimers Sekte gehören zum Besten, was man in diesem Bereich am Schaumweinsektor findet – international eingeschlossen! Wenn ein niederösterreichischer Weißweinwinzer an Roten Stillweinen gefallen findet, bedeutet das meist Cool Climate Pinot Noir. So auch bei Fred Loimer: Seine Burgunder sind leicht im Alkohol, mit lebhafter Frische, aber kräftig im Ausdruck.

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2023 Göttlesbrunn Neuberg
Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

(ZW/BF/ME) Sehr fruchtbetont, Kirschlikör, dunkles Beerengelee, zart rauchig, Marzipan; mittelkräftig, sehr saftiger Beginn, Korb voller Waldbeeren, dazu Schlehen, lebhaft, lang, hat zugelegt!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Philipp Grassl
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 4

Die Herkunft Carnuntum verfügt über eine beachtliche Dichte an ausgezeichneten Weingütern, darunter sind auch ein paar der besten Betriebe Österreichs – wie jenes von Philipp und Angelika Grassel. In der Selbstbeschreibung „ein mittelkleiner Familienbetrieb in dritter Generation … inmitten von Göttlesbrunn“ – „einem ganz unaufgeregten Ort in einer unaufgeregten Gegend“, handelt es sich tatsächlich um einen Musterbetrieb, der nicht nur über beeindruckende Rotweinkompetenz verfügt, sondern auch Weißweine von beeindruckender Qualität macht. Das Rezept ist denkbar einfach : Ein konstant hohes Qualitätslevel über Jahrzehnte sowie durch alle Kategorien. Darüber hinaus sind die Grassl’schen Weine trefflicher Beweis dafür, dass Komplexität und Hedonismus bestens in vinophiler Kohabitation leben können. Obwohl die Weine aus Weingut ihre Herkunft stets vorbildlich vermitteln, bestechen sie doch durch eine eigenständige Stilistik: Bemerkenswert ist die in diesem sonnenverwöhnten Gebiet nicht überall selbstverständliche Eleganz und Transparenz der hiesigen Weine, die darüber hinaus über tolle Balance und unprätentiöses Auftreten sowie ausgeprägter Sorten- und Bodencharakter verfügen. Das Weinsortiment gliedert sich in Gebiets-, Orts- und Lagenweine – das gilt für alle jene Weine, die sortenmäßig in die DAC Carnuntum hineinpassen. Jene Sorten bzw. Cuvées, die dort nicht inkludiert sind, finden sich in der Gruppe Superweine – ein Sammelsurium an Sorten und Kategorien reichend von Aromatikern und Alte-Reben-Welschriesling über pinke und burgundische Delikatessen bis hin zum Kultwein Reserve (ehemals Bärnreiser Reserve). Bei der Verarbeitung setzt Philipp Grassl ganz auf Ganztraubenpressung, unter anderem, um Gerbstoffeinträge zu vermeiden, die in Zeiten des Klimawandels an Aktualität gewinnen. Es wird spontan vergoren und auf Zusätze wie Enzyme verzichtet, die Schwefelwerte sind sehr niedrig angesetzt. Es wird bereits seit Jahren überwiegend nach biologischen und biodynamischen Grundsätzen gearbeitet, auch die letzten Umstellungsflächen sollen in den nächsten zwei Jahren biologisch zertifiziert sein. Handlese ist selbstverständlich, im etwas späteren Jahr 2025 startete man mit der Lese am 4. September, die Top-Rotweintrauben wurden im Oktober hereingebracht. Die Traubenqualität wird streng überwacht: Neben der visuellen Selektion bei der Ernte kommt auch eine optische Sortieranlage zum Einsatz. Obwohl mengenmäßig in der Minderheit, wird den weißen Sorten ebenso viel Aufmerksamkeit gewidmet wie den roten: Die preiswerten Klassikweine präsentieren sich stets als glockenklare Sortenvertreter mit Trinkanimo. Mit dem Einzellagen-Chardonnay vom Rothenberg hat Grassl einen vielschichtigen, mineralischen Vertreter ins Sortiment aufgenommen. Seit einigen Jahren gibt es einen Charakterwein in Weiß in Gestalt des Welschriesling Alte Reben aus der Riede Neuberg mit tonig-fettem Boden. Dieser zählt alljährlich nicht nur zu den herausragendsten Sortenvertretern, sondern zu den Top-Weißweinen Österreichs – wobei der aktuelle 2024er etwas cremiger und schmelziger als der Vorgänger ist. Bei den Rotweinen dominiert der Lokalmatador Zweigelt, gefolgt von der Charaktersorte St. Laurent. Neben eleganten, fruchtbetonten Varianten mit wohldosiertem Gerbstoffgerüst gibt es von den Rotweinklassikern auch Premiumweine in Gestalt der St. Laurent Reserve und des Lagen-Zweigelt aus der Riede Schüttenberg. Blau-fränkisch ist reinsortig durch den Ortswein Prellenkirchen vertreten. Besonderen Status haben die Rotweincuvées im Hause Grassl: Der Ortswein Neuberg Göttlesbrunn zählt zu den herausragenden Rotweinen im mittleren Preissegment. Die aktuelle Lagen-Cuvée Bärnreiser aus 2024 braucht noch Zeit, hat aber tolle Anlagen und der 5. Stern dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Die herausragende Reserve stammt aus 2023. ps

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2025 Rotgipfler Ried Flamming 1ÖTW Baden
Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Tabakige Würze, rauchig, Speckfisolen, erdige Noten; lebhaft mit frischer, saftiger Frucht, Steinobst, Grapefruits, kräuterwürzig, schotig, hinten einiger Gerbstoff, rassige Säure, leicht salzig, betont trocken, super trinkig.

Weißwein
Rotgipfler
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Leo Aumann
Thermenregion

Leo Aumann
2512 Tribuswinkel
Oberwaltersdorfer Straße 105

Tel. +43 2252 80502
office@aumann.at
www.aumann.at

Wer bei Winzer Leo Aumann einkehrt, denkt zu allererst an Rotwein und im Besonderen an den Harterberg – sein Signature Wein aus Merlot, Cabernet Sauvignon und einem Schuss Zweigelt. Die Prise Zweigelt ist dem Winzer wichtig und rundet die Cuvée mit den klassischen Bordeaux-Rebsorten samtig ab. Schon seit dem Jahr 1997 macht Aumann sein Aushängeschild. Seit langer Zeit gibt es aus der Großlage in der Nähe von Baden bei Wien auch einen Harterberg Merlot. Beide Harterberg Weine, aktuell ist der Jahrgang 2023, baut der Winzer in neuen 225-Liter-Barriques aus, wodurch die Weine in ihrer Jugend noch ein bisschen ruppig wirken. Das verfliegt aber mit ausreichend Belüftung vorm Genießen und zunehmender Flaschenreife. Bei seinen Premium Rotweinen mag Aumann das Spiel mit dem Holz. Daher lässt er auch seine Riedenweine im neuen Fass reifen, wenngleich er für seine Burgunder 1ÖTW-Lagen, den Pinot Noir Bockfuss und den St. Laurent Ronald 500-Liter-Gebinde mit leichtem Toasting verwendet. Auch Aumanns sortenreinen Roten Reserven gönnt er das Atmen im 500er-Fass. Abseits von Aumanns roten Spitzen sollte man nicht vergessen: Rund die Hälfte seiner Weingärten und seines Weinprogramms sind Weiß geprägt – und diese Weißen sollte man nicht außer Acht lassen. Aumann hat dabei eine attraktive Palette aus den Thermenregion-Sortenspezialitäten Rotgipfler und Zierfandler, die durch den Chardonnay ergänzt wird. Beim Chardonnay reicht das Angebot vom Badener Berg über die Reserve bis zur Ersten Lage aus der Ried Bockfuss. Den Rotgipfler vinifiziert Aumann von drei unterschiedlichen Ersten Lagen: Der Rotgipfler aus der Ried Flamming 2025 in Baden ist Großteils im Stahltank ausgebaut und der kernigste, trockenste. Der Wein aus der Ried Rodauner in Gumpoldskirchen wirkt etwas fülliger und geschmeidiger. Der Rotgipfler aus der Badener Ried Wiege hat schon ein Jahr Vorsprung, ist aus 2024 und in 500er-Liter neuen Fässern ausgebaut. Eine attraktive Fülle zeigen auch die beiden Zierfandler von Aumann – aus der Hofbreite in Gumpoldskirchen und aus der Ersten Lage Bockfuss in Baden. Egal wie man es dreht und wendet: Bei Aumann in Tribuswinkel ist man in Rot-Weiß-Rot gut aufgehoben.

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2022 Blaufränkisch Ried Szapary Reserve
Weingut
Jalits
Eisenberg

Feinduftiges wie eindringliches Bukett nach Kornelkirsche, Waldbeere, Elsbeere, enorm viel rotbeerige Prägung, saftige Dichte, fokussiert, feine Würze, rauchig, engmaschig, fordernde Mitte, vielschichtig, kühle Eleganz, viel Potenzial, modellhafte Terroirinterpretation.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Naturkork

Weingut
Jalits
Eisenberg

Mathias Jalits
7512 Badersdorf
Untere Dorfstraße 16

Tel. +43 664 3303827
office@jalits.at
www.jalits.at

Das Weingut Jalits ist am Eisenberg eine fixe Größe und hat unter Mathias Jalists zu internationalem Renommée geführt. Sein Erfolg fußt auf der soliden Basis seiner Weinbauphilosophie, die sich aus der Trias von Bodenständigkeit, handwerklicher Könnerschaft und Authentizität zusammensetzt. Eine der wesentlichsten Grundlagen dafür bilden die allerbesten Lagen vom Eisenberg, über die die Familie verfügt: Dazu zählen die Toplagen Fasching, Reihburg sowie Saybritz und Szapary. Wenn man nach einem Weinstil des Hauses bei all diesen Blaufränkisch-Varietäten fragt, so wäre das mit einer kräftigen wie tiefgründigen Charakteristik zu beantworten, die entsprechend der verschiedenen Lagen von hell- bis dunkelfruchtiger Rotbeerigkeit reichen. Unisono strahlen sie alle in variierend würzig-mineralischer Stilistik. Ried Reihburg verkörpert puristisch das große Terroir vom eisenhältigen blau-grünen Tonschiefer mit fruchtbetonter Dichte und Fülle. Komplementär dazu verhält sich die Nachbarlage Ried Fasching mit mehr sandig-tonigen Böden, was eine ziseliertere Fruchtdichte befördert. Die Böden der struktureleganten Weine Saybritz und Szapary weisen vornehmlich Grünschiefer mit Quarz und Glimmer-Einschlüssen auf. Abgerundet werden diese riedenrein ausgebauten Blaufränkisch-Varietäten mit einer Riedencuvée namens Diabas. Es ist dies ein kompositorisches Best-of von ausgewählten Fässern und umfasst die Rieden Fasching, Saybritz und Reihburg. Diese Cuvée zeigt sich in vollrunder Struktur mit dunkelbeeriger Fruchtfülle und besitzt etwas mehr Holzeinfluss. Ein besonders gutes Händchen zeigt der Winzer mit den reinsortig ausgebauten Bordeauxsorten. Cabernet Sauvignon Reserve aus dem Jahr 2021 strahlt in vollendeter Struktur und in dunkelbeeriger Fruchtklarheit.

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2025 Grüner Veltliner Smaragd
Weingut
Graben Gritsch
Wachau

Pointierte Fruchtnase, reifer Apfel, helle Würzung, saftig, vollreif mit feinziselierten Noten, Zitruszesten, vielschichtig, tolle Struktur, leichtfüssige Eleganz, großartig.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Graben Gritsch
Wachau

Josef Gritsch
3620 Spitz
Vießling 21

Am Ende des Spitzer Grabens liegt im oberen Bergabschnitt das Familienweingut Graben- Gritsch, das über die ausgezeichneten Paradelagen Bruck, Schön und Schaffenfeld verfügt. Die heurige Serie ist unisono beeindruckend und setzt einen Paukenschlag: Die Weine präsentieren sich mit einer komplett neuartigen Handschrift, weg von fülliger Fruchttiefe hin zu fein ziselierten Weinen mit noch stärkerer Terroirbetonung. Josef Gritsch und sein seit vielen Jahren bereits im Weingut tätige Sohn Andreas zeichnen gemeinsam für dieses Facelifting verantwortlich. Ab nun gibt es zwei Kategorien: die Spitzer Graben – Serie umfasst die Leitsorten Grüner Veltliner und Riesling und entsprechend der von der Vinea Wachau festgelegten Kategorisierung Steinfeder, Federspiel, Smaragd. Die Weine kommen großteils aus Toplagen, darunter jüngere Rebanlagen, und werden meist als Lagencuvée ausgebaut. Um zartere Aromen zu erhalten wird mitunter auf die kühleren Lagen (Ried Setzäcker) wie beim Riesling Federspiel (mit Ried Schön und Bruck vermählt) zurückgegriffen. Die zweite Kategorie ist als Premiumlinie angelegt, die Weine werden ausschließlich als reine Lagenweine ausgebaut. In Summe vereint beide Kategorien eine feine Fruchtfrische in ziselierter Ausprägung mit viel Mineralität. Die bis dato im Hause Gritsch nicht gewohnte filigrange Fruchtstruktur ist nun zum Markenzeichen geworden. Besonders die als Einzellagen bezeichnete Toplinie des Hauses besitzt viel mehr Fruchttiefe und Transparenz, was sie in die höchste Kategorie der Spitzer Graben Weine hebt. Die neue Stillinie des Hauses Graben-Gritsch ist vollauf gelungen.

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2024 Pinot Noir Langenlois Ried Dechant
Weingut
Loimer
Kamptal

Rauchige Würze, Kumquats, Pumpernickel, dunkle Himbeeren, deutlich kühler wirkend als der Anning; am Gaumen dadurch straffer, elegante rotbeerige Frucht, gute Substanz mit viel Spannung, Gerbstoff super eingebunden, lebhafter Burgunder.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€€
Naturkork

Weingut
Loimer
Kamptal

Fred Loimer
3550 Langenlois
Haindorfer Vögerlweg 23

Tel. +43 2734 22390
weingut@loimer.at
www.loimer.at

Schaut man in die Weinlandschaft und den Weinkeller vom Langenloiser Top-Winzer Fred Loimer, so schmeckt das in drei Richtungen: Da geht es um den Fokus auf die Ersten Lagen im heimatlichen Kamptal, dann das immer größer und bedeutender werdende Sektsegment sowie um die kleine Spielerei um den Pinot Noir. Allen Betätigungsfeldern gemeinsam ist der behutsame Ausbau der Weine und Schaumweine. Bei seinen herkunftstypischen DAC-Weinen wartet der biodynamische Winzer mit seinen 1ÖTW-Lagenweinen bereits seit einiger Zeit zwei Jahre nach der Ernte, bis sie Loimer auf den Markt bringt. Bei seinen Ortsweinen wird Loimer auch noch einen Schritt zurückgehen und mit dem Verkauf zuwarten. Seine Langenloiser Ortsweine werden nicht schon im Frühling, sondern künftig ein Jahr nach der Ernte, erst mit September, präsent sein. Damit will Loimer seine Ortsweine weiter aufwerten, die alle Cuvées aus seinen Ersten Lagen sind. Somit gehört das Frühjahr allein den jungen Gebietsweinen vom Veltliner und Riesling. Dass Veltliner mit Riesling auch zusammen in einem Wein funktionieren, zeigt Loimer mit seinem Lagenwein vom Loiserberg, wo er die beiden Sorten von Alten Reben gemeinsam erntet, vergärt und im Holzgebinde reift. „Diese Komposition habe ich mit dem Jahrgang 2023 begonnen“, erzählt der Winzer, weil ihm dieses Thema wichtig bezüglich Vielfalt und Biodiversität sei. Seit einigen Jahren wird Fred Loimer auch als bedeutender Sektspezialist wahrgenommen. Dabei war Loimer schon in den 1990er Jahren einer der ersten, der sich mit Winzersekten beschäftigte. Heute ist das Thema und Schaumwein-Portfolio breit und hochqualitativ angelegt – und fast jährlich kommt irgendein spannender Schaumwein in der Reserve oder Großen Reserve-Kategorie dazu. Dabei alles aus einer Hand, jeder Arbeitsschritt bis zum fertigen Sekt passiert in Loimers Kellerwelt. Dass manche Sekte 40 bis 50 Monate auf der Hefe reifen, ist nicht die Ausnahme, sondern oft Winzergesetz. Den Schäumern tut das gut – Loimers Sekte gehören zum Besten, was man in diesem Bereich am Schaumweinsektor findet – international eingeschlossen! Wenn ein niederösterreichischer Weißweinwinzer an Roten Stillweinen gefallen findet, bedeutet das meist Cool Climate Pinot Noir. So auch bei Fred Loimer: Seine Burgunder sind leicht im Alkohol, mit lebhafter Frische, aber kräftig im Ausdruck.

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2025 Grüner Veltliner Ried Schweren Zapfen Reserve
Weinhof
Maier
Kremstal

Prachtvoller, facettenreicher Aromenfächer aus Kräutern, Waldboden, Melonen, Apfelmus, edlem Havanna-Tabak und reifen Limonen; fließt kühlwürzig, satt und sanft über den Gaumen, vollgepackt mit Extraktsüße und geschmeidiger Säure –Finesse und Eleganz inbegriffen; schöne Länge, tolles Potenzial!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weinhof
Maier
Kremstal

Mario Maier
3506 Krems-Angern
Dorfstraße 17

Wenn andere bereits nach zwei oder drei Jahrzehnten von „langer Tradition“ reden, kostet das Mario Maier – junger, umtriebiger Winzer im zwischen der Donau und dem alles überragenden Göttweigerberg gelegenen Örtchen Angern – ein mildes Lächeln. Denn die Historie des Weinhofs reicht in Sachen Landwirtschaft und Weinbau mehr als zwei Jahrhunderte zurück, genau genommen bis 1789. Auch die Namen der gutseigenen Weingärten, die sich entlang des Göttweigers bis nach Tiefenfucha und Krustetten erstrecken, atmen Geschichte. Wolfsberg, Frauengrund, Schweren Zapfen oder Goldbühel heißen einige von ihnen und liefern überwiegend Grüne Veltliner, gefolgt von Riesling, Gelbem Muskateller, Sauvignon Blanc und Chardonnay. Und mit dem Zweigelt kommt auch Rotwein nicht zu kurz. Seit 2023 ist der Betrieb „Nachhaltig Austria“ zertifiziert. Die Weine aus dem aktuellen Jahrgang sind etwas leichter geraten als im Vorjahr, glänzen mit erfrischender Säure und hohem Trinkanimo. Mit den Veltlinern aus den Rieden Hütersteig und Schweren Zapfen sind jedoch auch zwei substanziellere Varianten neu hinzugekommen; Letztere konnte auf Anhieb vier Sterne einheimsen. Viel Trinkfreude offerieren auch beide Rieslinge, der Holzäcker bereits zugänglich, der Sortenkollege Reserve noch in den Startlöchern, aber mit Potenzial für den vierten Stern. Für Weinreisende ein Geheimtipp – das schmucke Gästehaus der Familie, das nach einer ausgiebigen Weinkost für Ruhe und Entspannung sorgt.

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2023 Ried Schüttenberg Zweigelt
Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Herrlich samtige Dunkelbeerenfrucht, Veilchen, ausgereift, Gesteinsmehl; griffig, viel Biss, lebhaft, erfrischend, gediegene Saftigkeit, kernig, hinten engmaschig und lang, einer der allerbesten Zweigelt 2023.

Rotwein
Zweigelt
€€€€
Naturkork

Weingut
Philipp Grassl
Carnuntum

Philipp Grassl
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 4

Die Herkunft Carnuntum verfügt über eine beachtliche Dichte an ausgezeichneten Weingütern, darunter sind auch ein paar der besten Betriebe Österreichs – wie jenes von Philipp und Angelika Grassel. In der Selbstbeschreibung „ein mittelkleiner Familienbetrieb in dritter Generation … inmitten von Göttlesbrunn“ – „einem ganz unaufgeregten Ort in einer unaufgeregten Gegend“, handelt es sich tatsächlich um einen Musterbetrieb, der nicht nur über beeindruckende Rotweinkompetenz verfügt, sondern auch Weißweine von beeindruckender Qualität macht. Das Rezept ist denkbar einfach : Ein konstant hohes Qualitätslevel über Jahrzehnte sowie durch alle Kategorien. Darüber hinaus sind die Grassl’schen Weine trefflicher Beweis dafür, dass Komplexität und Hedonismus bestens in vinophiler Kohabitation leben können. Obwohl die Weine aus Weingut ihre Herkunft stets vorbildlich vermitteln, bestechen sie doch durch eine eigenständige Stilistik: Bemerkenswert ist die in diesem sonnenverwöhnten Gebiet nicht überall selbstverständliche Eleganz und Transparenz der hiesigen Weine, die darüber hinaus über tolle Balance und unprätentiöses Auftreten sowie ausgeprägter Sorten- und Bodencharakter verfügen. Das Weinsortiment gliedert sich in Gebiets-, Orts- und Lagenweine – das gilt für alle jene Weine, die sortenmäßig in die DAC Carnuntum hineinpassen. Jene Sorten bzw. Cuvées, die dort nicht inkludiert sind, finden sich in der Gruppe Superweine – ein Sammelsurium an Sorten und Kategorien reichend von Aromatikern und Alte-Reben-Welschriesling über pinke und burgundische Delikatessen bis hin zum Kultwein Reserve (ehemals Bärnreiser Reserve). Bei der Verarbeitung setzt Philipp Grassl ganz auf Ganztraubenpressung, unter anderem, um Gerbstoffeinträge zu vermeiden, die in Zeiten des Klimawandels an Aktualität gewinnen. Es wird spontan vergoren und auf Zusätze wie Enzyme verzichtet, die Schwefelwerte sind sehr niedrig angesetzt. Es wird bereits seit Jahren überwiegend nach biologischen und biodynamischen Grundsätzen gearbeitet, auch die letzten Umstellungsflächen sollen in den nächsten zwei Jahren biologisch zertifiziert sein. Handlese ist selbstverständlich, im etwas späteren Jahr 2025 startete man mit der Lese am 4. September, die Top-Rotweintrauben wurden im Oktober hereingebracht. Die Traubenqualität wird streng überwacht: Neben der visuellen Selektion bei der Ernte kommt auch eine optische Sortieranlage zum Einsatz. Obwohl mengenmäßig in der Minderheit, wird den weißen Sorten ebenso viel Aufmerksamkeit gewidmet wie den roten: Die preiswerten Klassikweine präsentieren sich stets als glockenklare Sortenvertreter mit Trinkanimo. Mit dem Einzellagen-Chardonnay vom Rothenberg hat Grassl einen vielschichtigen, mineralischen Vertreter ins Sortiment aufgenommen. Seit einigen Jahren gibt es einen Charakterwein in Weiß in Gestalt des Welschriesling Alte Reben aus der Riede Neuberg mit tonig-fettem Boden. Dieser zählt alljährlich nicht nur zu den herausragendsten Sortenvertretern, sondern zu den Top-Weißweinen Österreichs – wobei der aktuelle 2024er etwas cremiger und schmelziger als der Vorgänger ist. Bei den Rotweinen dominiert der Lokalmatador Zweigelt, gefolgt von der Charaktersorte St. Laurent. Neben eleganten, fruchtbetonten Varianten mit wohldosiertem Gerbstoffgerüst gibt es von den Rotweinklassikern auch Premiumweine in Gestalt der St. Laurent Reserve und des Lagen-Zweigelt aus der Riede Schüttenberg. Blau-fränkisch ist reinsortig durch den Ortswein Prellenkirchen vertreten. Besonderen Status haben die Rotweincuvées im Hause Grassl: Der Ortswein Neuberg Göttlesbrunn zählt zu den herausragenden Rotweinen im mittleren Preissegment. Die aktuelle Lagen-Cuvée Bärnreiser aus 2024 braucht noch Zeit, hat aber tolle Anlagen und der 5. Stern dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Die herausragende Reserve stammt aus 2023. ps

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -