Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2023 Chardonnay Ried Jägerberg 1STK
Weingut
Hannes Sabathi
Südsteiermark

Rauchig-würzig, zart nach frischen Birnen, feingliedrig; Holz etwas deutlicher, frische Frucht, fein strukturiert, vom sandigen Boden geprägt.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Glassstöpsel

Weingut
Hannes Sabathi
Südsteiermark

Hannes Sabathi
8462 Gamlitz
Sernau 48

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Kranachberg in Familienbesitz. Was einst eine gemischte Landwirtschaft war, hat Hannes Sabathi zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark ausgebaut. Seit 2013 ist er Mitglied der angesehenen Winzervereinigung STK. 2023 wurde das neue Betriebsgebäude in Betrieb genommen, dem ein Nachhaltigkeitskonzept mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpen zugrunde liegt. Die Untergründe, in denen die Reben wurzeln, sind unterschiedlich, sie reichen von Opok über Sand und Sandstein bis Schotter. Der charismatische Winzer ist bekannt für seine authentischen, erdverbundenen Weine. Sie strahlen Persönlichkeit aus. Hannes Sabathi ist überzeugt, dass die Qualität und der Charakter von Weinen im Boden steckt. Jedes Jahr aufs Neue bestehe die Herausforderung und Kunst darin, die ideale Synthese aus Bodencharakter und Sortentypizität zu finden und diese in die Flasche zu bringen, fasst er seine Sichtweise knapp zusammen. Unter dem Label FALTER EGO zeichnet Hannes Sabathi auch für die Grazer Stadtweine verantwortlich. Die gesamte Serie zeigt eine einheitliche Handschrift, die Lagencharakteristika wurden präzise herausgearbeitet. Nichts ist laut, nichts ist grob. Eine Sonderstellung nimmt der Sauvignon Blanc Alte Reben ein, der Wein strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.

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2024 Grüner Veltliner Ried Kammerner Lamm 1ÖTW
Weingut
Brandl
Kamptal

Gelbfruchtig, Nadelwald, Zitrus, Steinobst, Orangenfilets, Pfeffer, Kräuter, kompakter Körper, tief, würzig, wunderbare feine Frucht, saftig, kühle Noten, der Wein wird mit Luft frisch, spielt sich frei, voller Harmonie, eine stilvolle Würze, mineralisch, hochelegant, von Noblesse durchzogen. Eine Delikatesse. NIEDERÖSTERREICH

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Brandl
Kamptal

Günther Brandl
3561 Zöbing
Lauserkellergasse 1

Das Weingut Brandl ist quasi gebrandet durch den Heiligenstein und den Kogelberg. Der Heiligenstein ist weltberühmt mit seinem rötlichen Wüstensandstein-Konglomerat. Der Kogelberg steht im Schatten des Heiligensteins – Urgestein der böhmischen Masse, Gföhler Gneis, hoher Schieferanteil. Nicht zu vergessen die Ried Lamm, welche sich am Hangfuss des Heiligensteins befindet und eine der besten Lagen für Grüner Veltliner ist. Sie ist eine der wärmsten Lagen des Kamptals. Aus diesen drei hochwertigen Lagen kommen die besten Weine von Günther Brandl. Das Weingut wurde 1952 von Johann Brandl gegründet und ist bis dato ein reiner Familienbetrieb. Die Weine sind eine besondere Verbindung von Boden und Rebsorte. Von einer inneren Ruhe und Gelassenheit getragen. Immer charaktervoll. Schon der Gebietswein Grüner Veltliner Kamptal ist beeindruckend. Das ist ein Wein von Klasse. Die Steigerung kommt in Form der Zöbinger Terrassen – ob Grüner Veltliner oder Riesling – es sind fulminante, überaus hochwertige Weine. An Dramatik nicht zu überbieten sind die Weine vom Kogelberg – Grüner Veltliner und Riesling – immer Reserve Weine. Natürlich der Heiligenstein – ein ganz einfach zauberhafter Riesling – wo die Lage und Rebsorte eine wundersame Einheit bilden. Von der Ried Lamm kommt ein großartiger Grüner Veltliner 2024, der mit Sicherheit zu den besten seiner Zunft zu zählen ist. In dieses Szenario fügt sich nahtlos der 2025 Gelber Muskateller ein. Es sind Weine von besonderer Strahlkraft und einer Spannung.

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2020 Jassicaia Ried Schatzberg Große Reserve
Winzer
Jassek
Weinviertel

(ZW/ME/SY/CF) Vielschichtig Duft nach Cassis, Schwarzkirschen, Dörrobst, dunkle Gewürze, schwarzer Pfeffer, Wacholder und Salbei, schwarze Oliven, Bitterschokolade, Kaffee, delikate Extraktfülle, wuchtiger Körper, geballte Kraft, komplex und dicht, harmonisch, weiche Tannine, Finesse und Eleganz im großartig langen Finish – ein Schmeichler im Glas!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Winzer
Jassek
Weinviertel

Christian Jassek
2053 Ragelsdorf
16

Christian Jassek, ein spätberufener Winzer, übernahm nach 20 Jahren bei Wein & Co den Betrieb. Es ist einer, der weit über den Tellerrand hinausschaut. Er versteht Weinbereiten als Handwerk. So definiert Jassek seinen Beruf. Für ihn ein Traumberuf, wenn auch seine Arbeitsstätte kein Dach hat. Von 0,2 Hektar auf 7 aufgestockt, kultiviert er heute 10 Hektar mit seiner „Handwerkerei“. Die Qualität kommt vom Weingarten, im Keller wird nicht eingegriffen. Die Handschrift des Winzers ist sehr deutlich – Weine mit Finesse, Eleganz und Struktur. Seine Jahrgänge zeigen ihren Charakter recht eindrucksvoll – geradlinig ohne Schnick-Schnack. Christian Jassek lebt und liebt die Natur mit allen Herausforderungen der Winzerarbeit und produziert mit viel Herzblut besondere Weinqualitäten, die im Gedächtnis bleiben. Seinen Weißburgunder Cru Reserve 2024 bezeichnet er seiner Vollreife wegen als Ragelsdorfer Montrachet. Mit seinen Rotweinen bietet er eine Freak-Show und zeigt, was das Weinviertel auf diesem Sektor kann. Christian Jassek macht keine Rotwein-Geheimtipps mehr, er produziert Rotwein Plus Varianten mit seinem Jasseto, Jassicaia und Schatzberg Merlot 2016. Rotwein-Qualitäten von bemerkenswerter Tiefe, Eleganz, Aroma, Struktur, Finesse, Dichte und Harmonie. Der Jasseto beispielsweise ist eine Kreation aus seiner Lieblingsrebsorte Merlot, sozusagen sein Herzblatt mit rigoroser Ertragsreduktion, eine Selektion, die zehnmal durch die Hände geht, 18 Monate im kleinen Fass aus Burgund ausgebaut wird. Nach angemessener Flaschenreife wird er für den Genuss frei gegeben.

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2023 Merlot Reserve
Weingut
Alexander Egermann
Neusiedlersee

Schwarz-violett leuchtend, feines beeriges Aroma mit begleitenden Eichentönen, schwarzes Nougat, schwarze Beeren, schwarze Kirschen, Kaffee, Rösttöne, festes Tannin, straffe Struktur, dicht, eng, kompakt, Wahnsinns-Substanz.

Rotwein
Merlot
€€€
Naturkork

Weingut
Alexander Egermann
Neusiedlersee

Alexander Egermann
7142 Illmitz
Apetlonerstraße 30

Kompromisslos, authentisch – so liest man es auf der Website von Alexander Egermann. Diese Aussagen bestätigen sich bei der Verkostung der Weine. Es sind unverwechselbare Gewächse des Weinbaugebietes Neusiedlersee. Diese Gewächse kommen aus den verschiedensten Bodenformationen, welche sich oft schon in einer Parzelle zeigen. Sand, Schotter, Schwarzerde, auch Lehm. Salzige Mineralität findet man besonders in den Lacken und in Ufernähe des Neusiedlersees. Hier hat man die Quintessenz der Region im Glas. Ein 2024 Weißburgunder besticht durch Frische und Ernsthaftigkeit. Feingliedrig, komplex, ein ungemein pikanter Wein, welcher der Rebsorte alle Ehre macht. Der 2024 Chardonnay Reserve ist ein fülliger, molliger, doch auch eleganter Wein von weiblicher Feinheit. Ein wunderbar charmanter 2024 Zweigelt macht Spaß auf mehr. Dieses „Mehr“ kommt in Form des 2022 Zweigelt Reserve Ried Römerstein ins Glas. Ein Zweigelt voller Intensität und Ausdruckskraft. Hier regiert die Schwarzerde mit hohem Schotteranteil. Ein Langstreckenläufer mit enormer Zukunft. Diese Zukunft haben gleichermaßen die beiden Varietäten aus dem Bordelais: 2023 Merlot Reserve und 2024 Cabernet Sauvignon Reserve. Auch besticht neben den beiden Rebsorten das Terroir des Neusiedlersees. Beide Weine sind Seewinkel pur. Da steht die Region im Gleichklang neben der Rebsorte. Wenn dann die Trockenbeerenauslese – aktuell 2023 Vom Salz – sich im Glas spiegelt, vergisst man alles andere. Eine betörende Schönheit. Ich habe den folgenden Satz schon mehrmals geschrieben: Bei Weinen dieser besonderen Leseart gesunden Kranke und Gesunde werden nicht krank. Solche hochwertigen Weine gehören auf die E-Card.

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2019 LIEBE PUR
Weinmanufaktur
Follner
Leithaberg, Rust & Rosalia

(65 % CS / 30 % ME / 5 % CF) Feines Bukett nach Johannisbeeren, Schoko, Brombeeren, Kirschen, Tabak, der Cabernet dominiert, ganz feine Frucht mit festem Tannin, straffe Struktur, tief, enormer Stoff, zupackend, total eng, perfekte Säure, Potenzial für Jahrzehnte. Unbedingt zeitgerecht dekantieren – dann bekommt dieser herrliche Rotwein eine samtige Textur und Fülle. Geht enorm lang ab.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weinmanufaktur
Follner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Dagmar und Dr. Ludwig Follner
1140 Wien
Anzengruberstraße 77

Tel. +43 664 3019295
office@follner.com
www.follner.at

Wenn einem das Wein Virus erwischt, ist man rettungslos verloren. Dieses Schicksal ist den Follners widerfahren. Somit gründeten die beiden ihr Weingut im Jahr 2006, ihre Weinmanufaktur in Rust, und bewirtschaften biologisch Weingärten im Ruster Hügelland in reiner Handarbeit. Nach dem Motto: Große Weine entstehen im Weingarten und nicht im Keller. Wie recht sie haben. Wie soll man die Weine beschreiben? Es sind enorm standfeste, ausdrucksstarke, langlebige außergewöhnliche Gewächse, welche jahrzehntelang größtes Vergnügen bereiten. Als Beispiel möchte ich den 2022 PRIVAT Cabernet Franc heranziehen. Der hat gerade seine Reise in ein neues vinarisches Universum angetreten. Daneben stelle ich 2021 LEBENSLUST Merlot und den 2019 LIEBE PUR Cuvée. Es sind Weine, welche ein internationales Standing haben. Verblüfft hat mich der 2018 LEBENSLUST Merlot, der den heißen Jahrgang nicht verleugnet. Da dachte ich, dass dieser Wein nicht mehr lange durchhalten wird. Er hat mich eines Besseren belehrt. Der verengte sich nach Stunden in der Karaffe und ging ab wie eine Rakete. Die großen Rotweine dieser Weinmanufaktur sollten erst nach einigen Jahren Flaschenreife genossen oder eben zeitgerecht dekantiert werden.

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2023 Blaufränkisch Reserve Ried Fabian
Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Einladend, blaufruchtig à la Heidelbeeren, reife Schwarzkirschen und Brombeeren, sanfter Druck; schließt nahtlos an, feinkörnige Säure, dezente Würze unterlegt, quicklebendig, feines Gerbstoffnetz für präzise Struktur, null Fett, ungekünstelter Sortenvertreter.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Naturkork

Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Bernhard Ernst
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 21

Bernhard Ernst hat sein Profil über die Jahre behutsam und konsequent geschärft. Als junger Winzer hat er 2005 seine ersten Weine in der Garage seiner Eltern vinifiziert. Schon früh legte er größten Wert auf Herkunft und Ernsthaftigkeit. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia baute er den kleinen Familienbetrieb zu einem modernen Weingut um. „Gesund müssen die Böden sein“, lautet sein Credo. Mittlerweile ist der Betrieb bio-zertifiziert. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch, wenngleich andere Rebsorten wie zum Beispiel Cabernet Sauvignon mit der gleichen Hingabe kultiviert und erfolgreich vinifiziert werden. Die renommierte Ried Hochberg mit ihren alten Reben, sandigem Lehmboden und hohem Kalkgehalt begünstigt Blaufränkisch mit klarer, kühler Frucht. Auch der bekannte Goldberg ist kalkhaltig, die schwere Lehmschicht ist bis zu zwei Meter dick. Die Reben der Ried Fabian auf dem Deutschkreutzer Hochplateau wurden 1949 ausgepflanzt. Hier weht meist ein kühler Wind, was trotz des üppigen Untergrundes aus Lehm Weine mit frischer, klarer Frucht ermöglicht. Die Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, davor teilweise im Stahltank. Für die Topweine kommt auch neues Holz zum Einsatz, Gebinde mit 500 Litern Inhalt ebenso wie Barriques. Für den Zion und den La Mission verwendet der Winzer ausschließlich kleine Eichenfässer. Die Weine der Linie Sideways stellen rigorose Selektionen aus den einzelnen Rieden dar. Es gibt sie nur in sehr guten Jahren. Ein bemerkenswert eleganter und präziser Wein im aktuellen Portfolio ist der 2023 Zion Weiß, der ein Jahr auf der Vollhefe ausgebaut und wöchentlich umgerührt wurde. Die heuer vorgestellte Serie zeigt klar die Handschrift von Bernhard Ernst. Da ist nichts Schweres, Feinheit steht vor Wucht, die Herkunft ist klar definiert.

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2023 Chardonnay Ried Graf Woracziczky
Weingut
Hannes Sabathi
Südsteiermark

Druckvoll, Fenchelsaat, kalkig, Frucht blitzt durch; schließt aromatisch an, frische Frucht dominiert, feinfühliger Holzeinsatz, Tiefgang, präzise, langer Nachhall mit feinen Gewürzen.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Glassstöpsel

Weingut
Hannes Sabathi
Südsteiermark

Hannes Sabathi
8462 Gamlitz
Sernau 48

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Kranachberg in Familienbesitz. Was einst eine gemischte Landwirtschaft war, hat Hannes Sabathi zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark ausgebaut. Seit 2013 ist er Mitglied der angesehenen Winzervereinigung STK. 2023 wurde das neue Betriebsgebäude in Betrieb genommen, dem ein Nachhaltigkeitskonzept mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpen zugrunde liegt. Die Untergründe, in denen die Reben wurzeln, sind unterschiedlich, sie reichen von Opok über Sand und Sandstein bis Schotter. Der charismatische Winzer ist bekannt für seine authentischen, erdverbundenen Weine. Sie strahlen Persönlichkeit aus. Hannes Sabathi ist überzeugt, dass die Qualität und der Charakter von Weinen im Boden steckt. Jedes Jahr aufs Neue bestehe die Herausforderung und Kunst darin, die ideale Synthese aus Bodencharakter und Sortentypizität zu finden und diese in die Flasche zu bringen, fasst er seine Sichtweise knapp zusammen. Unter dem Label FALTER EGO zeichnet Hannes Sabathi auch für die Grazer Stadtweine verantwortlich. Die gesamte Serie zeigt eine einheitliche Handschrift, die Lagencharakteristika wurden präzise herausgearbeitet. Nichts ist laut, nichts ist grob. Eine Sonderstellung nimmt der Sauvignon Blanc Alte Reben ein, der Wein strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.

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2021 Cabernet Sauvignon Privat
Weingut
Krug
Thermenregion

Saftige reife Cassisnoten mit dezenter Würze, viel Charme in der Nase, sehr typisch, enorme Fülle und Tiefe; gewürzig, eingelegte Weichseln, Ribiseln, gut integriertes Tannin, Holz präsent, aber elegant eingebunden, noch immer jugendlich frisch, Langstreckenläufer. ÖSTERREICH

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€€€
Naturkork

Weingut
Krug
Thermenregion

Gustav Krug
2352 Gumpoldskirchen
Kirchenplatz 1

Tel. +43 676 845666100
office@krug.at
www.krug.at

Gleich unterhalb der Kirche gelegen, ist Krug eine Institution. Und wäre man nicht in einem Weinort, wäre das Alte Zechhaus der Familie Krug so etwas wie der Kirchenwirt. Der Krug-Heurige ist eine beliebte Anlaufstelle für saisonelles bodenständiges Essen. Winzer Gustav Krug, der den Betrieb schrittweise an seine Tochter und den Schwiegersohn übergibt, fungiert nach wie vor als Gastgeber, der sich um den Wein kümmert – und hier ist ihm wichtig, dass Krug ein „Gutsweingut“ ist, das heißt, nur Weine aus seinen 30 Hektar keltert. Bei Krugs Weinen merkt man eine kleine Kurskorrektur – sie sind leichter geworden: „Wir sind generell mit dem Alkohol etwas runter gegangen“, sagt Gustav Krug. Geschafft habe er das durch eine zeitigere Ernte. Weiters schaut Krug seit jeher, dass alle Weine, egal ob im Stahltank oder Holz ausgebaut, von der ersten Minute an Trinkvergnügen bieten. Die gesamte Weinpalette kann man gemütlich im Alten Zechhaus kosten.

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2018 LEBENSLUST Merlot
Weinmanufaktur
Follner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Der heiße Jahrgang ist nicht zu übersehen, Crème Catalan, Schoko, exotische Töne, Pfeffer, Tomatenblatt, enorme Fruchtfülle, wunderbares Tannin, Fülle, Tiefe, Wärme, voluminös, tolle Säure, stoffig, tief, lang, ein Blockbuster, der sich der Eleganz nicht verschließt. Nach längerem Verweilen in der Karaffe entwickelt dieser Wein eine feine Würze und verengt sich im Abgang. Ein Zeichen für die Standfestigkeit dieses Rotweines.

Rotwein
Merlot
€€€€€€
Naturkork

Weinmanufaktur
Follner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Dagmar und Dr. Ludwig Follner
1140 Wien
Anzengruberstraße 77

Tel. +43 664 3019295
office@follner.com
www.follner.at

Wenn einem das Wein Virus erwischt, ist man rettungslos verloren. Dieses Schicksal ist den Follners widerfahren. Somit gründeten die beiden ihr Weingut im Jahr 2006, ihre Weinmanufaktur in Rust, und bewirtschaften biologisch Weingärten im Ruster Hügelland in reiner Handarbeit. Nach dem Motto: Große Weine entstehen im Weingarten und nicht im Keller. Wie recht sie haben. Wie soll man die Weine beschreiben? Es sind enorm standfeste, ausdrucksstarke, langlebige außergewöhnliche Gewächse, welche jahrzehntelang größtes Vergnügen bereiten. Als Beispiel möchte ich den 2022 PRIVAT Cabernet Franc heranziehen. Der hat gerade seine Reise in ein neues vinarisches Universum angetreten. Daneben stelle ich 2021 LEBENSLUST Merlot und den 2019 LIEBE PUR Cuvée. Es sind Weine, welche ein internationales Standing haben. Verblüfft hat mich der 2018 LEBENSLUST Merlot, der den heißen Jahrgang nicht verleugnet. Da dachte ich, dass dieser Wein nicht mehr lange durchhalten wird. Er hat mich eines Besseren belehrt. Der verengte sich nach Stunden in der Karaffe und ging ab wie eine Rakete. Die großen Rotweine dieser Weinmanufaktur sollten erst nach einigen Jahren Flaschenreife genossen oder eben zeitgerecht dekantiert werden.

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2023 Blaufränkisch Reserve Ried Hochberg
Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Nobel, sortenaffin, feinkörnige Würze, klare Frucht; aromatisches und charakterliches Dacapo, zartes Gerbstoffnetz, elegantes Säurespiel, feinfühliger Holzeinsatz, Finesse vor Wucht.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Naturkork

Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Bernhard Ernst
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 21

Bernhard Ernst hat sein Profil über die Jahre behutsam und konsequent geschärft. Als junger Winzer hat er 2005 seine ersten Weine in der Garage seiner Eltern vinifiziert. Schon früh legte er größten Wert auf Herkunft und Ernsthaftigkeit. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia baute er den kleinen Familienbetrieb zu einem modernen Weingut um. „Gesund müssen die Böden sein“, lautet sein Credo. Mittlerweile ist der Betrieb bio-zertifiziert. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch, wenngleich andere Rebsorten wie zum Beispiel Cabernet Sauvignon mit der gleichen Hingabe kultiviert und erfolgreich vinifiziert werden. Die renommierte Ried Hochberg mit ihren alten Reben, sandigem Lehmboden und hohem Kalkgehalt begünstigt Blaufränkisch mit klarer, kühler Frucht. Auch der bekannte Goldberg ist kalkhaltig, die schwere Lehmschicht ist bis zu zwei Meter dick. Die Reben der Ried Fabian auf dem Deutschkreutzer Hochplateau wurden 1949 ausgepflanzt. Hier weht meist ein kühler Wind, was trotz des üppigen Untergrundes aus Lehm Weine mit frischer, klarer Frucht ermöglicht. Die Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, davor teilweise im Stahltank. Für die Topweine kommt auch neues Holz zum Einsatz, Gebinde mit 500 Litern Inhalt ebenso wie Barriques. Für den Zion und den La Mission verwendet der Winzer ausschließlich kleine Eichenfässer. Die Weine der Linie Sideways stellen rigorose Selektionen aus den einzelnen Rieden dar. Es gibt sie nur in sehr guten Jahren. Ein bemerkenswert eleganter und präziser Wein im aktuellen Portfolio ist der 2023 Zion Weiß, der ein Jahr auf der Vollhefe ausgebaut und wöchentlich umgerührt wurde. Die heuer vorgestellte Serie zeigt klar die Handschrift von Bernhard Ernst. Da ist nichts Schweres, Feinheit steht vor Wucht, die Herkunft ist klar definiert.

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2019 Sauvignon Blanc Alte Reben
Weingut
Hannes Sabathi
Südsteiermark

Gediegen, ruhig, vielschichtig, elegante Würze und reife Frucht innig verwoben; schließt nahtlos an, viel reife Frucht, Schmelz, Tiefgang, sanfte Säure, Körper, große Länge und Harmonie, in sich ruhend, zeitlos.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Glassstöpsel

Weingut
Hannes Sabathi
Südsteiermark

Hannes Sabathi
8462 Gamlitz
Sernau 48

Seit dem 18. Jahrhundert ist der Kranachberg in Familienbesitz. Was einst eine gemischte Landwirtschaft war, hat Hannes Sabathi zu einem Leitbetrieb der Südsteiermark ausgebaut. Seit 2013 ist er Mitglied der angesehenen Winzervereinigung STK. 2023 wurde das neue Betriebsgebäude in Betrieb genommen, dem ein Nachhaltigkeitskonzept mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpen zugrunde liegt. Die Untergründe, in denen die Reben wurzeln, sind unterschiedlich, sie reichen von Opok über Sand und Sandstein bis Schotter. Der charismatische Winzer ist bekannt für seine authentischen, erdverbundenen Weine. Sie strahlen Persönlichkeit aus. Hannes Sabathi ist überzeugt, dass die Qualität und der Charakter von Weinen im Boden steckt. Jedes Jahr aufs Neue bestehe die Herausforderung und Kunst darin, die ideale Synthese aus Bodencharakter und Sortentypizität zu finden und diese in die Flasche zu bringen, fasst er seine Sichtweise knapp zusammen. Unter dem Label FALTER EGO zeichnet Hannes Sabathi auch für die Grazer Stadtweine verantwortlich. Die gesamte Serie zeigt eine einheitliche Handschrift, die Lagencharakteristika wurden präzise herausgearbeitet. Nichts ist laut, nichts ist grob. Eine Sonderstellung nimmt der Sauvignon Blanc Alte Reben ein, der Wein strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.

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2021 Cabernet Sauvignon Grande Reserve
Weinmanufaktur
Wandraschek
Kremstal

Cassis, Brombeeren, Tomatenblatt, fest strukturiert, straffes Tannin, röstige Töne, griffig, dicht, wunderbare Fülle, tolle Länge, toller Ausdruck. Unbedingt belüften. Potenzial!

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€€€
Naturkork

Weinmanufaktur
Wandraschek
Kremstal

Gregor Wandraschek
3500 Krems
Landersdorfer Straße 67

Ein Boutique Weingut mit gerade mal 2,5 Hektar Rebfläche. Die Wandrascheks machen Weine, die so richtig gut sind. In Weiß und vor allem in Rot. Schon im Jahr 1995 wurde Cabernet Sauvignon – damals in Krems vor dem Klimawandel ein wagemutiges Unterfangen – gepflanzt. Heute hat das Weingut ein Standing in Rotweinkompetenz wie kaum ein anderes in dieser Region. Beginnen tut es jedoch mit Weiß: Der Grüner Veltliner Wachtberg stellt sich blendend dar. Ernsthaft wird es mit 2024: Grüner Veltliner Reserve Ried Kögl, Riesling Reserve Ried Rohrendorfer Windleithen und neu Weissburgunder Reserve Ried Wachtberg. Zwei schöne Rosés: 2025 Cuvée und 2022 Selection. Bei den Roten regiert der Jahrgang 2021: Ich liebe den Pinot Noir, ich schätze die Cuvée Les Trois, die beiden Varietäten Merlot und Cabernet Sauvignon verblüffen in ihrer Art, gesteigert vom Cabernet Sauvignon Grande Reserve. Dann gibt es noch die 2021 Grande Cuvée Nr 1 – Syrah und Merlot – die sich im Herbst von seiner besten Seite zeigen wird. Ein charaktervoller 2020 Sekt Extra Brut Blanc de Noir gehört unbedingt auf die Tafel. .

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2025 Grüner Veltliner Ried Eisenhut
Weingut
Mantler31
Wagram

Kräuterwürzig und ruhig zeigt sich dieser Veltliner, Petersilienwurzel, Eisenkraut, Birnenschale, der Gaumen hat eine kompakte Struktur, gelbfruchtig, Salzzitrone im Abgang, weißer Pfirsich, saftig und kompakt, mit einer Eleganz bleibt dieser Wein am Gaumen und zeigt seine freundliche salzige Komponente im Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Mantler31
Wagram

Andrea & Christian Mantler
3471 Großriedenthal
Hauptstraße 31

Das Weingut Mantler in Großriedenthal liegt im Herzen des Wagram und bewirtschaftet Lagen wie Diebsnest, Spielberg, Goldberg, Eisenhut sowie Fumberg und Gesang. Jede Flasche trägt das Familienwappen, das bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Seit 2015 führt Christian Mantler den Familienbetrieb in achter Generation, gemeinsam mit seiner Frau Andrea, die als Winzerin und Sommelière auch Marketing und Auftritt verantwortet. Der Name „Mantler31“ verweist auf Hausnummer und Initialen des Duos. Seit drei Jahren ist das Weingut nachhaltig zertifiziert. Im Keller zeigt sich eine klare Handschrift: Roter Veltliner reift im großen Akazienfass, Rosé vom Zweigelt wird als Ganztraubenpressung ausgebaut, der Zweigelt im Barrique. Die Lagen unterscheiden sich deutlich in Mikroklima und Vegetation, was den Weinen zusätzliche Vielfalt verleiht. Besonders die Ried Hinterberg bringt auf 320 Metern Höhe kraftvolle, würzige und präzise Weine hervor. Christian Mantlers Philosophie setzt auf Kontinuität statt auf ständige Veränderung – Qualität steht im Vordergrund. Der Jahrgang 2025 zeigt sich harmonisch, saftig und klar strukturiert. Alle Weine verbindet ein roter Faden aus Ruhe, innerer Festigkeit und einem salzig-mineralischen Abgang mit langem Nachhall.

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2025 Ried Hagelsberg Grüner Veltliner
Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

(kommt nur in Top-Jahren) Reife Grapefruit, Limetten, Zitronen aus Sorrent; feinwürzige Grüner Veltliner-Noten, vielfältige Zitrusaromen, absolut ansprechend, langer Abgang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Naturkork

Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

Ing. Johannes Pitnauer
2464 Göttlesbrunn
Weinbergstraße 4

Mit Johannes Pitnauer leitet seit 2018 die junge Generation das traditionelle Familienweingut. Zielsicher im Wissen der großen Tradition des Hauses führt der Jungwinzer den Betrieb in die neue Zukunft und wird dabei von seiner Lebensgefährtin Romana Bauer tatkräftig unterstützt. Der Grüne Veltliner Classic repräsentiert die fruchtbetonte Linie. Er gedeiht in der Riede Hagelsberg, die auf kalkhaltigen Braunerdeböden und mit den kühlen Winden an den oberen Hügelkappen das spezielle Mikroklima widerspiegeln. Von dort kommt auch der Top-Grüne Veltliner, der im Jahrgang 2025 mit viel Tiefgang und Länge aufwarten kann. Der Gelbe Muskateller war schon bei Vater Hans in den 90er Jahren immer gut, und die alten Reben bringen heute noch ein bißchen mehr Aromavielfalt und Dichte. Die großen Klassiker im Haus Pitnauer sind die Rotweine, wie die seit 1986 ausgebaute Zweigelt-Marke Bienenfresser und die Großen Reserven, die jeweils reinsortig von französischen Sorten stammen. Seit Jahrzehnten bereitet es mir Freude, Merlot, Syrah, Cabernet Franc und die Cuvée Franz Josef zu verkosten, und die feinen Unterschiede pro Jahrgang herauszuarbeiten.

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2023 Grüner Veltliner Reserve Alte Reben
Weingut
Jordan
Weinviertel

Zeigt hohe Viskosität und reife Äpfel und Birnen, exotische Früchte, deutliches Pfefferl, Eleganz und Harmonie mit angenehmem Fruchtschmelz im langen Finish. Ein Wein für besondere Momente.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Jordan
Weinviertel

Simone & Johannes Hiller-Jordan
3741 Pulkau
Groß-Reipersdorf 12

„Weingüter entstehen nicht von heute auf morgen, sie werden von Generationen zu dem gemacht, was sie heute sind“, sagt Simone Hiller-Jordan. Besucht man diesen innovativen, modernen Betrieb, erlebt man Tradition und Moderne in allen Einzelheiten. Nach dem Umbau des Nebengebäudes ist ein richtiges Schmuckstück entstanden, das zu einem angenehmen Blickfang fürs Auge geworden ist. So wächst das Weingut zu einem Weinbaubetrieb für alle Sinne. Nach einem erfrischenden Willkommensglas Riesling Brut Große Reserve darf ich mit Simone den neu umgebauten und renovierten Keller anschauen. Das sogenannte Presshaus ziert eine beeindruckende Spindel-Baumpresse aus früherer Zeit mit dem Originalstein aus 1858. Dahinter ist die dicke, schwere, grüne Kellertür, die ins Reich der Weine führt. Es war wie früher zu Weihnachten: Die schwere, etwas knarrende Tür ging auf, und ein raffiniert mit Licht und Kerzen beleuchteter Gewölbekeller präsentierte mit stillem Stolz die dort gelagerten Weine. Ein ausgeklügeltes Regalsystem mit gezielter Beleuchtung setzt jede Flasche ins richtige Licht. In der Mitte befindet sich ein berühmtes „Böhmisches Platzl“, wo sich die Gewölbe aus allen Richtungen vereinen. Auf dem Fass an diesem speziellen Platz durfte ich mit der Weinkönigin ihren Hochzeitswein Zweigelt Rubin Reserve 2014 verkosten – 12 Jahre Zweigelt perfekt gereift, mit immer noch jugendlicher Frische, aromatischem Duft und gaumenfreundlichem Geschmack. Es war ein besonderer Moment in einzigartiger Umgebung, wo Wein und Romantik zum Fest des Augenblicks wurden.

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2023 Trockenbeerenauslese Vom Salz
Weingut
Alexander Egermann
Neusiedlersee

(0,375l Fl., 8,5 % Vol., WR/SÄ) Frischer Apfel, Litschi, Orangen, Holunderblüten, getrocknete Marille, immer kühl, elegant, leichtfüßig, Honig, Ananas, Mango, Melone, betörende Süße, saftig, ungemein reichhaltig, opulent ohne zu belasten, enorm lang abgehend. Ein großer Prädikatswein mit den salzigen Anklängen des Neusiedlerbodens, feinster Frucht und enormer Ausdruckskraft. Illmitz at it’s Best!

Süßwein
Cuvée Weiß
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Alexander Egermann
Neusiedlersee

Alexander Egermann
7142 Illmitz
Apetlonerstraße 30

Kompromisslos, authentisch – so liest man es auf der Website von Alexander Egermann. Diese Aussagen bestätigen sich bei der Verkostung der Weine. Es sind unverwechselbare Gewächse des Weinbaugebietes Neusiedlersee. Diese Gewächse kommen aus den verschiedensten Bodenformationen, welche sich oft schon in einer Parzelle zeigen. Sand, Schotter, Schwarzerde, auch Lehm. Salzige Mineralität findet man besonders in den Lacken und in Ufernähe des Neusiedlersees. Hier hat man die Quintessenz der Region im Glas. Ein 2024 Weißburgunder besticht durch Frische und Ernsthaftigkeit. Feingliedrig, komplex, ein ungemein pikanter Wein, welcher der Rebsorte alle Ehre macht. Der 2024 Chardonnay Reserve ist ein fülliger, molliger, doch auch eleganter Wein von weiblicher Feinheit. Ein wunderbar charmanter 2024 Zweigelt macht Spaß auf mehr. Dieses „Mehr“ kommt in Form des 2022 Zweigelt Reserve Ried Römerstein ins Glas. Ein Zweigelt voller Intensität und Ausdruckskraft. Hier regiert die Schwarzerde mit hohem Schotteranteil. Ein Langstreckenläufer mit enormer Zukunft. Diese Zukunft haben gleichermaßen die beiden Varietäten aus dem Bordelais: 2023 Merlot Reserve und 2024 Cabernet Sauvignon Reserve. Auch besticht neben den beiden Rebsorten das Terroir des Neusiedlersees. Beide Weine sind Seewinkel pur. Da steht die Region im Gleichklang neben der Rebsorte. Wenn dann die Trockenbeerenauslese – aktuell 2023 Vom Salz – sich im Glas spiegelt, vergisst man alles andere. Eine betörende Schönheit. Ich habe den folgenden Satz schon mehrmals geschrieben: Bei Weinen dieser besonderen Leseart gesunden Kranke und Gesunde werden nicht krank. Solche hochwertigen Weine gehören auf die E-Card.

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2023 Zion
Weingut
Ernst
Mittelburgenland

(BF/ZW/CS/ME) Ausgewogen, elegante Würze, dunkelfruchtig ebenso wie rotbeerig; saftig, bemerkenswerter Trinkfluss, balanciert, zarte Frucht von feingliedrigen Gerbstoffen unterlegt, feine Klinge.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Bernhard Ernst
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 21

Bernhard Ernst hat sein Profil über die Jahre behutsam und konsequent geschärft. Als junger Winzer hat er 2005 seine ersten Weine in der Garage seiner Eltern vinifiziert. Schon früh legte er größten Wert auf Herkunft und Ernsthaftigkeit. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia baute er den kleinen Familienbetrieb zu einem modernen Weingut um. „Gesund müssen die Böden sein“, lautet sein Credo. Mittlerweile ist der Betrieb bio-zertifiziert. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch, wenngleich andere Rebsorten wie zum Beispiel Cabernet Sauvignon mit der gleichen Hingabe kultiviert und erfolgreich vinifiziert werden. Die renommierte Ried Hochberg mit ihren alten Reben, sandigem Lehmboden und hohem Kalkgehalt begünstigt Blaufränkisch mit klarer, kühler Frucht. Auch der bekannte Goldberg ist kalkhaltig, die schwere Lehmschicht ist bis zu zwei Meter dick. Die Reben der Ried Fabian auf dem Deutschkreutzer Hochplateau wurden 1949 ausgepflanzt. Hier weht meist ein kühler Wind, was trotz des üppigen Untergrundes aus Lehm Weine mit frischer, klarer Frucht ermöglicht. Die Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, davor teilweise im Stahltank. Für die Topweine kommt auch neues Holz zum Einsatz, Gebinde mit 500 Litern Inhalt ebenso wie Barriques. Für den Zion und den La Mission verwendet der Winzer ausschließlich kleine Eichenfässer. Die Weine der Linie Sideways stellen rigorose Selektionen aus den einzelnen Rieden dar. Es gibt sie nur in sehr guten Jahren. Ein bemerkenswert eleganter und präziser Wein im aktuellen Portfolio ist der 2023 Zion Weiß, der ein Jahr auf der Vollhefe ausgebaut und wöchentlich umgerührt wurde. Die heuer vorgestellte Serie zeigt klar die Handschrift von Bernhard Ernst. Da ist nichts Schweres, Feinheit steht vor Wucht, die Herkunft ist klar definiert.

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2024 Riesling Ried Loibenberg Smaragd
Weingut
Knoll
Wachau

Helle Würze, reife Quitten, Marillen, Pfirsiche, ein Hauch von Limette, reif, Kampfer; knackig, kernig, mittelkräftig Steinobst, auch viel Zitrus, schöner Biss, strukturiertet, feinherb, mittellang.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut
Knoll
Wachau

Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
weingut@knoll.at

Nirgendwo in Österreich wird Weintradition authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen hierzulande schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben – regional und national. Folglich hat man zum Image der Herkunft Wachau als einzigartiges, qualitativ herausragendes Gebiet maßgeblich beigetragen. Im Weingut Knoll wird seit vielen Generationen Weinbau betrieben. Erste Bouteillen wurden hier schon vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert gefüllt. Familienbetrieb im besten Sinne, wird das Weingut Knoll von zwei Generationen repräsentiert: Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne August und Emmerich H. Knoll – Letzterer ist zudem seit 2012 Obmann des traditionsreichen Winzervereins Vinea Wachau. Die Familie bewirtschaftet etwa 18 Hektar Rebfläche, von denen rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von Wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des heiligen Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Das Lagenportfolio liest sich wie ein „Who is Who“ der besten Loibner und Dürnsteiner Rieden: Dazu zählen Loibenberg und Kellerberg sowie die Knoll’sche Paradelage Schütt (Loibner und Dürnsteiner), darüber hinaus Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Spitzenriede Pfaffenberg. Obwohl das Sortiment von den regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling dominiert wird, bekennt man sich bei Knoll auch zur ampelografischen Vielfalt. So sind Komplementärsorten wie Muskateller, Gelber Traminer, Chardonnay & Co. seit jeher unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Palette. In der ungemein vielfältigen Weinpalette findet man selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur aus beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling je nach Jahr auch noch aus mehreren Lagen. In geeigneten Jahren gibt es auch noch oft herausragende Prädikatsweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. In der aktuellen Palette steht bei Steinfeder und Federspiel der jüngste Jahrgang 2025 im Fokus, der aufgrund eines etwas verzögerten Starts und kühler Phasen im Mai und Juli später in der Entwicklung war. Das drückt sich in alkoholleichteren Weinen mit eleganter Frucht und viel Säurepikanz aus. Besonders hervorzuheben als modellahfter Vertreter ist das Riesling Federspiel aus der Ried Loibenberg. Die Smaragdpalette, die aus dem sehr warmen und reifen, im Herbst durch massive Regenfälle gekennzeichneten Jahrgang 2024 stammt, wurde durch einen Loibner Grüner Veltliner ohne Riedenbezeichnung bereichert. Die 2024er-Smaragd-Palette strotzt vor beeindruckenden Weinen, wobei Grüner Veltliner Vinothek sowie Riesling Ried Pfaffenberg Selection derzeit besonders herausstechen. Tolles Potenzial für die Zukunft weisen aber auch die anderen Smaragde aus den klassischen Rieden auf, insbesondere Loibenberg, Kellerberg und Schütt.ps

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2023 La Mission
Weingut
Ernst
Mittelburgenland

(60 % CS / ME) Bemerkenswert feingliedrig und elegant, Himbeeren, Cassis, Moosbeeren, Efeu, unaufdringliche Würze; aromatisches Dacapo, frisch, perfekt abgestimmt bezüglich Frucht, Säure, Gerbstoff und Holzeinsatz, Understatement, seidige Eleganz, braucht viel Luft.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Bernhard Ernst
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 21

Bernhard Ernst hat sein Profil über die Jahre behutsam und konsequent geschärft. Als junger Winzer hat er 2005 seine ersten Weine in der Garage seiner Eltern vinifiziert. Schon früh legte er größten Wert auf Herkunft und Ernsthaftigkeit. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia baute er den kleinen Familienbetrieb zu einem modernen Weingut um. „Gesund müssen die Böden sein“, lautet sein Credo. Mittlerweile ist der Betrieb bio-zertifiziert. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch, wenngleich andere Rebsorten wie zum Beispiel Cabernet Sauvignon mit der gleichen Hingabe kultiviert und erfolgreich vinifiziert werden. Die renommierte Ried Hochberg mit ihren alten Reben, sandigem Lehmboden und hohem Kalkgehalt begünstigt Blaufränkisch mit klarer, kühler Frucht. Auch der bekannte Goldberg ist kalkhaltig, die schwere Lehmschicht ist bis zu zwei Meter dick. Die Reben der Ried Fabian auf dem Deutschkreutzer Hochplateau wurden 1949 ausgepflanzt. Hier weht meist ein kühler Wind, was trotz des üppigen Untergrundes aus Lehm Weine mit frischer, klarer Frucht ermöglicht. Die Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, davor teilweise im Stahltank. Für die Topweine kommt auch neues Holz zum Einsatz, Gebinde mit 500 Litern Inhalt ebenso wie Barriques. Für den Zion und den La Mission verwendet der Winzer ausschließlich kleine Eichenfässer. Die Weine der Linie Sideways stellen rigorose Selektionen aus den einzelnen Rieden dar. Es gibt sie nur in sehr guten Jahren. Ein bemerkenswert eleganter und präziser Wein im aktuellen Portfolio ist der 2023 Zion Weiß, der ein Jahr auf der Vollhefe ausgebaut und wöchentlich umgerührt wurde. Die heuer vorgestellte Serie zeigt klar die Handschrift von Bernhard Ernst. Da ist nichts Schweres, Feinheit steht vor Wucht, die Herkunft ist klar definiert.

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2024 Riesling Ried Kellerberg Smaragd
Weingut
Knoll
Wachau

Reichhaltig und dicht, tolle Fülle, Ananas und rote Pfirsiche, opulent, samtig, dabei feine Linien, glockenklar, Lindenblütenhauch; voller Saft und Kraft, vielfältige Fruchtaromen, Steinobst mit tropischem Einschlag, auch Maracuja, kernig, strukturiert, endet sehr kompakt, kraftvoll und lang.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weingut
Knoll
Wachau

Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
weingut@knoll.at

Nirgendwo in Österreich wird Weintradition authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen hierzulande schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben – regional und national. Folglich hat man zum Image der Herkunft Wachau als einzigartiges, qualitativ herausragendes Gebiet maßgeblich beigetragen. Im Weingut Knoll wird seit vielen Generationen Weinbau betrieben. Erste Bouteillen wurden hier schon vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert gefüllt. Familienbetrieb im besten Sinne, wird das Weingut Knoll von zwei Generationen repräsentiert: Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne August und Emmerich H. Knoll – Letzterer ist zudem seit 2012 Obmann des traditionsreichen Winzervereins Vinea Wachau. Die Familie bewirtschaftet etwa 18 Hektar Rebfläche, von denen rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von Wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des heiligen Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Das Lagenportfolio liest sich wie ein „Who is Who“ der besten Loibner und Dürnsteiner Rieden: Dazu zählen Loibenberg und Kellerberg sowie die Knoll’sche Paradelage Schütt (Loibner und Dürnsteiner), darüber hinaus Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Spitzenriede Pfaffenberg. Obwohl das Sortiment von den regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling dominiert wird, bekennt man sich bei Knoll auch zur ampelografischen Vielfalt. So sind Komplementärsorten wie Muskateller, Gelber Traminer, Chardonnay & Co. seit jeher unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Palette. In der ungemein vielfältigen Weinpalette findet man selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur aus beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling je nach Jahr auch noch aus mehreren Lagen. In geeigneten Jahren gibt es auch noch oft herausragende Prädikatsweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. In der aktuellen Palette steht bei Steinfeder und Federspiel der jüngste Jahrgang 2025 im Fokus, der aufgrund eines etwas verzögerten Starts und kühler Phasen im Mai und Juli später in der Entwicklung war. Das drückt sich in alkoholleichteren Weinen mit eleganter Frucht und viel Säurepikanz aus. Besonders hervorzuheben als modellahfter Vertreter ist das Riesling Federspiel aus der Ried Loibenberg. Die Smaragdpalette, die aus dem sehr warmen und reifen, im Herbst durch massive Regenfälle gekennzeichneten Jahrgang 2024 stammt, wurde durch einen Loibner Grüner Veltliner ohne Riedenbezeichnung bereichert. Die 2024er-Smaragd-Palette strotzt vor beeindruckenden Weinen, wobei Grüner Veltliner Vinothek sowie Riesling Ried Pfaffenberg Selection derzeit besonders herausstechen. Tolles Potenzial für die Zukunft weisen aber auch die anderen Smaragde aus den klassischen Rieden auf, insbesondere Loibenberg, Kellerberg und Schütt.ps

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -