Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2023 Rote Versuchung
Weingut
Krug
Thermenregion

(CS/ME) Feine kräuterwürzige Frucht, leichte Cassisnoten, kühle Aromatik; straffe rotbeerige Frucht mit Würze und Charme, Kümmel, gut integrierter Gerbstoff, jugendlicher Wein mit Potenzial und solider Länge.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut
Krug
Thermenregion

Gustav Krug
2352 Gumpoldskirchen
Kirchenplatz 1

Tel. +43 676 845666100
office@krug.at
www.krug.at

Gleich unterhalb der Kirche gelegen, ist Krug eine Institution. Und wäre man nicht in einem Weinort, wäre das Alte Zechhaus der Familie Krug so etwas wie der Kirchenwirt. Der Krug-Heurige ist eine beliebte Anlaufstelle für saisonelles bodenständiges Essen. Winzer Gustav Krug, der den Betrieb schrittweise an seine Tochter und den Schwiegersohn übergibt, fungiert nach wie vor als Gastgeber, der sich um den Wein kümmert – und hier ist ihm wichtig, dass Krug ein „Gutsweingut“ ist, das heißt, nur Weine aus seinen 30 Hektar keltert. Bei Krugs Weinen merkt man eine kleine Kurskorrektur – sie sind leichter geworden: „Wir sind generell mit dem Alkohol etwas runter gegangen“, sagt Gustav Krug. Geschafft habe er das durch eine zeitigere Ernte. Weiters schaut Krug seit jeher, dass alle Weine, egal ob im Stahltank oder Holz ausgebaut, von der ersten Minute an Trinkvergnügen bieten. Die gesamte Weinpalette kann man gemütlich im Alten Zechhaus kosten.

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2024 Chardonnay Reserve
Weingut
Alexander Egermann
Neusiedlersee

Gelbe Farbe, dezente Eichentöne, Mocca, Karamell, mürber Apfel, Ananas, Zitrus, Mango, Honiganklänge, am Gaumen mollig, feminin, voller Pikanz, elegant, weiche Frucht, feine Würze, harmonisch, wunderbare Säure, zeigt Frische, trinkfreudig auf hohem Niveau.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Naturkork

Weingut
Alexander Egermann
Neusiedlersee

Alexander Egermann
7142 Illmitz
Apetlonerstraße 30

Kompromisslos, authentisch – so liest man es auf der Website von Alexander Egermann. Diese Aussagen bestätigen sich bei der Verkostung der Weine. Es sind unverwechselbare Gewächse des Weinbaugebietes Neusiedlersee. Diese Gewächse kommen aus den verschiedensten Bodenformationen, welche sich oft schon in einer Parzelle zeigen. Sand, Schotter, Schwarzerde, auch Lehm. Salzige Mineralität findet man besonders in den Lacken und in Ufernähe des Neusiedlersees. Hier hat man die Quintessenz der Region im Glas. Ein 2024 Weißburgunder besticht durch Frische und Ernsthaftigkeit. Feingliedrig, komplex, ein ungemein pikanter Wein, welcher der Rebsorte alle Ehre macht. Der 2024 Chardonnay Reserve ist ein fülliger, molliger, doch auch eleganter Wein von weiblicher Feinheit. Ein wunderbar charmanter 2024 Zweigelt macht Spaß auf mehr. Dieses „Mehr“ kommt in Form des 2022 Zweigelt Reserve Ried Römerstein ins Glas. Ein Zweigelt voller Intensität und Ausdruckskraft. Hier regiert die Schwarzerde mit hohem Schotteranteil. Ein Langstreckenläufer mit enormer Zukunft. Diese Zukunft haben gleichermaßen die beiden Varietäten aus dem Bordelais: 2023 Merlot Reserve und 2024 Cabernet Sauvignon Reserve. Auch besticht neben den beiden Rebsorten das Terroir des Neusiedlersees. Beide Weine sind Seewinkel pur. Da steht die Region im Gleichklang neben der Rebsorte. Wenn dann die Trockenbeerenauslese – aktuell 2023 Vom Salz – sich im Glas spiegelt, vergisst man alles andere. Eine betörende Schönheit. Ich habe den folgenden Satz schon mehrmals geschrieben: Bei Weinen dieser besonderen Leseart gesunden Kranke und Gesunde werden nicht krank. Solche hochwertigen Weine gehören auf die E-Card.

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2024 Blaufränkisch Deutschkreutz
Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Brombeeren, Kirschen, dezent erdige Bodentöne; ordentlich Tanningrip, dunkle Frucht, Würze und Säurespiel, Trinkfluss, Sorte und Herkunft.

Rotwein
Blaufränkisch
€€
Schraubverschluss

Weingut
Ernst
Mittelburgenland

Bernhard Ernst
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 21

Bernhard Ernst hat sein Profil über die Jahre behutsam und konsequent geschärft. Als junger Winzer hat er 2005 seine ersten Weine in der Garage seiner Eltern vinifiziert. Schon früh legte er größten Wert auf Herkunft und Ernsthaftigkeit. Gemeinsam mit seiner Frau Sylvia baute er den kleinen Familienbetrieb zu einem modernen Weingut um. „Gesund müssen die Böden sein“, lautet sein Credo. Mittlerweile ist der Betrieb bio-zertifiziert. Der Fokus liegt auf Blaufränkisch, wenngleich andere Rebsorten wie zum Beispiel Cabernet Sauvignon mit der gleichen Hingabe kultiviert und erfolgreich vinifiziert werden. Die renommierte Ried Hochberg mit ihren alten Reben, sandigem Lehmboden und hohem Kalkgehalt begünstigt Blaufränkisch mit klarer, kühler Frucht. Auch der bekannte Goldberg ist kalkhaltig, die schwere Lehmschicht ist bis zu zwei Meter dick. Die Reben der Ried Fabian auf dem Deutschkreutzer Hochplateau wurden 1949 ausgepflanzt. Hier weht meist ein kühler Wind, was trotz des üppigen Untergrundes aus Lehm Weine mit frischer, klarer Frucht ermöglicht. Die Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, davor teilweise im Stahltank. Für die Topweine kommt auch neues Holz zum Einsatz, Gebinde mit 500 Litern Inhalt ebenso wie Barriques. Für den Zion und den La Mission verwendet der Winzer ausschließlich kleine Eichenfässer. Die Weine der Linie Sideways stellen rigorose Selektionen aus den einzelnen Rieden dar. Es gibt sie nur in sehr guten Jahren. Ein bemerkenswert eleganter und präziser Wein im aktuellen Portfolio ist der 2023 Zion Weiß, der ein Jahr auf der Vollhefe ausgebaut und wöchentlich umgerührt wurde. Die heuer vorgestellte Serie zeigt klar die Handschrift von Bernhard Ernst. Da ist nichts Schweres, Feinheit steht vor Wucht, die Herkunft ist klar definiert.

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2025 Taste of Styria
Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

(70 % WR / SB) Spontan einladend, Äpfel, Hauch grünblättrige Würze und grünfruchtige Elemente; auch auf dem Gaumen gibt der Welschriesling den Ton an, angenehmes Säurespiel, glockenklar, ausgewogen, betont fruchtig. Wow!

Weißwein
Cuvée Weiß
€€
Schraubverschluss

Weinhof
Platzer
Vulkanland Steiermark

Robert Platzer
8355 Tieschen
Pichla 25

Tel. +43 3475 2331
platzer@weinhof-platzer.at

Die Familie Platzer betreibt ihr Weingut im steirischen Vulkanland seit vielen Generationen. „Die Grundlage für guten Wein ist langjährige Erfahrung und tiefes Verständnis für die Natur“, umreißt Robert Platzer das Geheimnis seiner Erfolge. Er verfügt über Anteile an renommierten Rieden wie Königsberg, Klöchberg, Stradner Rosenberg und Aunberg. Letztere genießt besonders hohes Ansehen, der Boden besteht aus kalkigem Tonmergel, von hier kommen jedes Jahr die reifsten Trauben. Der Untergrund am Klöchberg ist kalkfrei und aus Basaltschlacke entstanden. Am Stradner Rosenberg dominieren kalkhaltige, feine Sedimente, zum Teil sind auch vulkanisch geprägte Anteile anzutreffen. Charakteristisch für die tiefgründige Ried Königsberg ist verwitterter Schlackenbasalt, der Oberboden ist schwach kalkhaltig. Die klassische Linie ist heuer ohne Ausnahme einladend, trinkanimierend und sortentypisch. Wiederum ein Schnäppchen ist der Chardonnay TAU. Von den drei Weinen aus der Privat-Linie weiß jeder zu überzeugen. Das Glanzlicht ist der elegante und vielschichtige Sauvignon Blanc Ried Aunberg Privat. Die gesamte Serie zeichnet sich durch eine sehr attraktive Preisgestaltung aus.

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2025 Sauvignon Blanc
Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Freundlich, Sorte klar definiert, Anklänge von Buchsbaum und gelber Frucht; schließt nahtlos an, zartes Säurerückgrat, gute Substanz, ausgewogen, Schmelz, Länge.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Manfred Steinschaden
3553 Schiltern
Obere Straße 32

„Wein ist mehr als ein Produkt, es ist eine Familientradition“, lautet das klare Bekenntnis der Familie Steinschaden, die seit Generationen hier verwurzelt ist. Aktuell führt Manfred Steinschaden Regie, unterstützt von seiner Frau Sabine und den Eltern Hermine und Johann. Alle ziehen an einem Strang. Mit den Söhnen Alexander und Simon steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern. Großen Wert legt die Familie auf nachhaltige Bewirtschaftung. Die warme und windgeschützte Ried Käferberg ist prädestiniert für Grünen Veltliner. Auf engstem Raum finden sich kristalline Gesteine wie Amphibolit, Gneis und Schiefer, Tonmergel und Kies. In der Ried Fahnberg wurzeln die Reben in verwitterten Gesteinen der Böhmischen Masse wie Gneis, Quarzit, Amphibolit und Serpentinit. Der Boden ist trocken und sandig mit hohem Grobanteil. Stellenweise ist auch Löss anzutreffen. In der Ried Dechant herrscht Löss vor. Die aktuelle Serie ist ausnahmslos sorten- und herkunftstypisch. Dabei sind die Weine ausgesprochen preiswert. Dem letztes Jahr schon vorgestellten Grünen Veltliner Ried Dechant ist die zusätzliche Flaschenreife merklich bekommen.

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2021 Cabernet Sauvignon
Weinmanufaktur
Wandraschek
Kremstal

Johannisbeeren, zartes Bukett, feine Tanninstruktur, elegant, subtil, dezente Rösttöne, wird straffer und seidiger, feine Klinge, ungemein charmant.

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€
Naturkork

Weinmanufaktur
Wandraschek
Kremstal

Gregor Wandraschek
3500 Krems
Landersdorfer Straße 67

Ein Boutique Weingut mit gerade mal 2,5 Hektar Rebfläche. Die Wandrascheks machen Weine, die so richtig gut sind. In Weiß und vor allem in Rot. Schon im Jahr 1995 wurde Cabernet Sauvignon – damals in Krems vor dem Klimawandel ein wagemutiges Unterfangen – gepflanzt. Heute hat das Weingut ein Standing in Rotweinkompetenz wie kaum ein anderes in dieser Region. Beginnen tut es jedoch mit Weiß: Der Grüner Veltliner Wachtberg stellt sich blendend dar. Ernsthaft wird es mit 2024: Grüner Veltliner Reserve Ried Kögl, Riesling Reserve Ried Rohrendorfer Windleithen und neu Weissburgunder Reserve Ried Wachtberg. Zwei schöne Rosés: 2025 Cuvée und 2022 Selection. Bei den Roten regiert der Jahrgang 2021: Ich liebe den Pinot Noir, ich schätze die Cuvée Les Trois, die beiden Varietäten Merlot und Cabernet Sauvignon verblüffen in ihrer Art, gesteigert vom Cabernet Sauvignon Grande Reserve. Dann gibt es noch die 2021 Grande Cuvée Nr 1 – Syrah und Merlot – die sich im Herbst von seiner besten Seite zeigen wird. Ein charaktervoller 2020 Sekt Extra Brut Blanc de Noir gehört unbedingt auf die Tafel. .

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2025 Grüner Veltliner Classic
Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

Animierende Säure, reifes Kernobst, Orange; saftiger Fruchtmix, Kräuterwürze, zart mineralisch, mittelkräftig, salzig im Abgang, einladend.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

Ing. Johannes Pitnauer
2464 Göttlesbrunn
Weinbergstraße 4

Mit Johannes Pitnauer leitet seit 2018 die junge Generation das traditionelle Familienweingut. Zielsicher im Wissen der großen Tradition des Hauses führt der Jungwinzer den Betrieb in die neue Zukunft und wird dabei von seiner Lebensgefährtin Romana Bauer tatkräftig unterstützt. Der Grüne Veltliner Classic repräsentiert die fruchtbetonte Linie. Er gedeiht in der Riede Hagelsberg, die auf kalkhaltigen Braunerdeböden und mit den kühlen Winden an den oberen Hügelkappen das spezielle Mikroklima widerspiegeln. Von dort kommt auch der Top-Grüne Veltliner, der im Jahrgang 2025 mit viel Tiefgang und Länge aufwarten kann. Der Gelbe Muskateller war schon bei Vater Hans in den 90er Jahren immer gut, und die alten Reben bringen heute noch ein bißchen mehr Aromavielfalt und Dichte. Die großen Klassiker im Haus Pitnauer sind die Rotweine, wie die seit 1986 ausgebaute Zweigelt-Marke Bienenfresser und die Großen Reserven, die jeweils reinsortig von französischen Sorten stammen. Seit Jahrzehnten bereitet es mir Freude, Merlot, Syrah, Cabernet Franc und die Cuvée Franz Josef zu verkosten, und die feinen Unterschiede pro Jahrgang herauszuarbeiten.

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2025 Gemischter Satz Sommergewitter
Weingut
spusu Wein
Weinviertel

(GV/SB/MU/MO/RI) Muskatig, Holunder, Zitrus, Pfirsich, Orange, charmante Säure; vielschichtige Aromen im Mund: Mandarine, Waldmeisterkraut, ein Hauch Piment, passt perfekt, der Sommer kann kommen!

Weißwein
Gemischter Satz
€€
Schraubverschluss

Weingut
spusu Wein
Weinviertel

Veronika Pichler
2223 Hohenruppersdorf
Markplatz 11

Tel. +43 670 6708010
weininfo@spusu.at
www.weinguthahn.at

Das Weingut der Familie Hahn blickt auf eine lange Geschichte zurück; gegründet wurde es 1638. Paul Hahn Junior übernahm 1995 in 13. Generation die Verantwortung. Die Übergabe an Tochter Melanie hat nicht geklappt, und so eröffnete sich eine neue Möglichkeit: Seit Februar 2026 bilden das Traditionsweingut Familie Hahn & spusu Wein gemeinsam einen Betrieb, wobei die Familie Pichler mit spusu Wein das Weingut Hahn offiziell übernommen hat. Dabei stützt sich das Weingut auf unterschiedliche Persönlichkeiten: die Geschäftsführerin Veronika Pichler, den erfahrenen Paul Hahn und den jungen, engagierten Kellermeister Mario Vock. Durch die Zusammenführung der beiden Weingüter werden zwei eigenständige Marken unter einem Dach vereint. spusu Wein bewirtschaftete acht Hektar Rebfläche in Mistelbach und Kettlasbrunn im Bezirk Mistelbach nach biologischen Richtlinien. Die Vinifizierung der Weine erfolgte im Keller des Weinguts Faber-Köchl in Eibesthal. Die Produktpalette ist breit gefächert. Das Hauptaugenmerk dem Pfeffer des Weinviertels, dem Grünen Veltliner. Daneben gibt es mit der neuen Linie The Spusecco Bio Schaumweine in Weiß und Rosé. Hervorzuheben ist der Gemischte Satz Sommergewitter 2025 und der Pinot Blanc 2025 hervorheben, die beide bei der Vinaria Sommerweinverkostung ausgezeichnet abgeschnitten haben. Dank des warmen, pannonisch geprägten Klimas werden auch Rotweine wie Syrah, Merlot oder Cabernet Sauvignon gekeltert. Das Team achtet auf schonenden Rebschnitt, legt Wert auf natürliche Weingartenbegrünung, händische Ertragsreduzierung und Traubenselektion. Auf Herbizide, Insektizide und Düngemittel wird verzichtet. Das Wichtigste seien gesunde Weingärten. Die Hauptaufgabe im Weinkeller bestehe lediglich darin, Sorte und Terroir zu unterstreichen, meint Paul Hahn

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2023 Merlot Reserve
Weingut
Krug
Thermenregion

Warmes würziges Entrée, klassische kräuterwürzige Sorte, Weihrauch, frische Kräuter; saftig, leichte Kräuterwürze, Wacholder, reifer Gerbstoff, gut eingebundenes Tannin, ausreichend Länge, saftig und trinkig.

Rotwein
Merlot
€€€
Behandelter Presskork

Weingut
Krug
Thermenregion

Gustav Krug
2352 Gumpoldskirchen
Kirchenplatz 1

Tel. +43 676 845666100
office@krug.at
www.krug.at

Gleich unterhalb der Kirche gelegen, ist Krug eine Institution. Und wäre man nicht in einem Weinort, wäre das Alte Zechhaus der Familie Krug so etwas wie der Kirchenwirt. Der Krug-Heurige ist eine beliebte Anlaufstelle für saisonelles bodenständiges Essen. Winzer Gustav Krug, der den Betrieb schrittweise an seine Tochter und den Schwiegersohn übergibt, fungiert nach wie vor als Gastgeber, der sich um den Wein kümmert – und hier ist ihm wichtig, dass Krug ein „Gutsweingut“ ist, das heißt, nur Weine aus seinen 30 Hektar keltert. Bei Krugs Weinen merkt man eine kleine Kurskorrektur – sie sind leichter geworden: „Wir sind generell mit dem Alkohol etwas runter gegangen“, sagt Gustav Krug. Geschafft habe er das durch eine zeitigere Ernte. Weiters schaut Krug seit jeher, dass alle Weine, egal ob im Stahltank oder Holz ausgebaut, von der ersten Minute an Trinkvergnügen bieten. Die gesamte Weinpalette kann man gemütlich im Alten Zechhaus kosten.

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2025 Riesling Ried Loibenberg Federspiel
Weingut
Knoll
Wachau

Wirkt schön ausgereift, gelbe Steinobstfrucht, relativ samtig; ungemein saftig, superfrisch, knackig und lebhaft, viel Limette mit Steinobst verwoben, feine packende Länge, toller Biss, fast 4 Sterne.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weingut
Knoll
Wachau

Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
weingut@knoll.at

Nirgendwo in Österreich wird Weintradition authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen hierzulande schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben – regional und national. Folglich hat man zum Image der Herkunft Wachau als einzigartiges, qualitativ herausragendes Gebiet maßgeblich beigetragen. Im Weingut Knoll wird seit vielen Generationen Weinbau betrieben. Erste Bouteillen wurden hier schon vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert gefüllt. Familienbetrieb im besten Sinne, wird das Weingut Knoll von zwei Generationen repräsentiert: Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne August und Emmerich H. Knoll – Letzterer ist zudem seit 2012 Obmann des traditionsreichen Winzervereins Vinea Wachau. Die Familie bewirtschaftet etwa 18 Hektar Rebfläche, von denen rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von Wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des heiligen Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Das Lagenportfolio liest sich wie ein „Who is Who“ der besten Loibner und Dürnsteiner Rieden: Dazu zählen Loibenberg und Kellerberg sowie die Knoll’sche Paradelage Schütt (Loibner und Dürnsteiner), darüber hinaus Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Spitzenriede Pfaffenberg. Obwohl das Sortiment von den regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling dominiert wird, bekennt man sich bei Knoll auch zur ampelografischen Vielfalt. So sind Komplementärsorten wie Muskateller, Gelber Traminer, Chardonnay & Co. seit jeher unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Palette. In der ungemein vielfältigen Weinpalette findet man selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur aus beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling je nach Jahr auch noch aus mehreren Lagen. In geeigneten Jahren gibt es auch noch oft herausragende Prädikatsweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. In der aktuellen Palette steht bei Steinfeder und Federspiel der jüngste Jahrgang 2025 im Fokus, der aufgrund eines etwas verzögerten Starts und kühler Phasen im Mai und Juli später in der Entwicklung war. Das drückt sich in alkoholleichteren Weinen mit eleganter Frucht und viel Säurepikanz aus. Besonders hervorzuheben als modellahfter Vertreter ist das Riesling Federspiel aus der Ried Loibenberg. Die Smaragdpalette, die aus dem sehr warmen und reifen, im Herbst durch massive Regenfälle gekennzeichneten Jahrgang 2024 stammt, wurde durch einen Loibner Grüner Veltliner ohne Riedenbezeichnung bereichert. Die 2024er-Smaragd-Palette strotzt vor beeindruckenden Weinen, wobei Grüner Veltliner Vinothek sowie Riesling Ried Pfaffenberg Selection derzeit besonders herausstechen. Tolles Potenzial für die Zukunft weisen aber auch die anderen Smaragde aus den klassischen Rieden auf, insbesondere Loibenberg, Kellerberg und Schütt.ps

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2021 Cuvée Les Trois
Weinmanufaktur
Wandraschek
Kremstal

(CS/ME/ZW) Rauchig-würzig, Schokonoten, Rösttöne, Cassis, Tomaten, Beerenfrüchte, strukturiert, tiefgründig, feine Fruchtwürze, weiches Tannin, gute Länge, benötigt viel Luft.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weinmanufaktur
Wandraschek
Kremstal

Gregor Wandraschek
3500 Krems
Landersdorfer Straße 67

Ein Boutique Weingut mit gerade mal 2,5 Hektar Rebfläche. Die Wandrascheks machen Weine, die so richtig gut sind. In Weiß und vor allem in Rot. Schon im Jahr 1995 wurde Cabernet Sauvignon – damals in Krems vor dem Klimawandel ein wagemutiges Unterfangen – gepflanzt. Heute hat das Weingut ein Standing in Rotweinkompetenz wie kaum ein anderes in dieser Region. Beginnen tut es jedoch mit Weiß: Der Grüner Veltliner Wachtberg stellt sich blendend dar. Ernsthaft wird es mit 2024: Grüner Veltliner Reserve Ried Kögl, Riesling Reserve Ried Rohrendorfer Windleithen und neu Weissburgunder Reserve Ried Wachtberg. Zwei schöne Rosés: 2025 Cuvée und 2022 Selection. Bei den Roten regiert der Jahrgang 2021: Ich liebe den Pinot Noir, ich schätze die Cuvée Les Trois, die beiden Varietäten Merlot und Cabernet Sauvignon verblüffen in ihrer Art, gesteigert vom Cabernet Sauvignon Grande Reserve. Dann gibt es noch die 2021 Grande Cuvée Nr 1 – Syrah und Merlot – die sich im Herbst von seiner besten Seite zeigen wird. Ein charaktervoller 2020 Sekt Extra Brut Blanc de Noir gehört unbedingt auf die Tafel. .

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2024 Ried Kräften Chardonnay Selektion
Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

Ein Korb an feinen Fruchtaromen, Eukalyptus, frische Säure, elegant, dicht; nussig, würzig, Akazienhonig, fruchtig, kompakt, einiges an Tiefgang, klingt stoffig und lebendig aus.

Weißwein
Chardonnay
€€€
Naturkork

Weingut
Familie Pitnauer
Carnuntum

Ing. Johannes Pitnauer
2464 Göttlesbrunn
Weinbergstraße 4

Mit Johannes Pitnauer leitet seit 2018 die junge Generation das traditionelle Familienweingut. Zielsicher im Wissen der großen Tradition des Hauses führt der Jungwinzer den Betrieb in die neue Zukunft und wird dabei von seiner Lebensgefährtin Romana Bauer tatkräftig unterstützt. Der Grüne Veltliner Classic repräsentiert die fruchtbetonte Linie. Er gedeiht in der Riede Hagelsberg, die auf kalkhaltigen Braunerdeböden und mit den kühlen Winden an den oberen Hügelkappen das spezielle Mikroklima widerspiegeln. Von dort kommt auch der Top-Grüne Veltliner, der im Jahrgang 2025 mit viel Tiefgang und Länge aufwarten kann. Der Gelbe Muskateller war schon bei Vater Hans in den 90er Jahren immer gut, und die alten Reben bringen heute noch ein bißchen mehr Aromavielfalt und Dichte. Die großen Klassiker im Haus Pitnauer sind die Rotweine, wie die seit 1986 ausgebaute Zweigelt-Marke Bienenfresser und die Großen Reserven, die jeweils reinsortig von französischen Sorten stammen. Seit Jahrzehnten bereitet es mir Freude, Merlot, Syrah, Cabernet Franc und die Cuvée Franz Josef zu verkosten, und die feinen Unterschiede pro Jahrgang herauszuarbeiten.

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2025 Grüner Veltliner Pulkau
Weingut
Jordan
Weinviertel

Jugendlich-frischer Duft nach Birnen, grünem Apfel, Würze, deutlichem Pfefferl, saftig-frisch und traubig am Gaumen, unkompliziert und trinkfreudig im Nachgeschmack.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Jordan
Weinviertel

Simone & Johannes Hiller-Jordan
3741 Pulkau
Groß-Reipersdorf 12

„Weingüter entstehen nicht von heute auf morgen, sie werden von Generationen zu dem gemacht, was sie heute sind“, sagt Simone Hiller-Jordan. Besucht man diesen innovativen, modernen Betrieb, erlebt man Tradition und Moderne in allen Einzelheiten. Nach dem Umbau des Nebengebäudes ist ein richtiges Schmuckstück entstanden, das zu einem angenehmen Blickfang fürs Auge geworden ist. So wächst das Weingut zu einem Weinbaubetrieb für alle Sinne. Nach einem erfrischenden Willkommensglas Riesling Brut Große Reserve darf ich mit Simone den neu umgebauten und renovierten Keller anschauen. Das sogenannte Presshaus ziert eine beeindruckende Spindel-Baumpresse aus früherer Zeit mit dem Originalstein aus 1858. Dahinter ist die dicke, schwere, grüne Kellertür, die ins Reich der Weine führt. Es war wie früher zu Weihnachten: Die schwere, etwas knarrende Tür ging auf, und ein raffiniert mit Licht und Kerzen beleuchteter Gewölbekeller präsentierte mit stillem Stolz die dort gelagerten Weine. Ein ausgeklügeltes Regalsystem mit gezielter Beleuchtung setzt jede Flasche ins richtige Licht. In der Mitte befindet sich ein berühmtes „Böhmisches Platzl“, wo sich die Gewölbe aus allen Richtungen vereinen. Auf dem Fass an diesem speziellen Platz durfte ich mit der Weinkönigin ihren Hochzeitswein Zweigelt Rubin Reserve 2014 verkosten – 12 Jahre Zweigelt perfekt gereift, mit immer noch jugendlicher Frische, aromatischem Duft und gaumenfreundlichem Geschmack. Es war ein besonderer Moment in einzigartiger Umgebung, wo Wein und Romantik zum Fest des Augenblicks wurden.

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2025 Pinot Blanc
Weingut
spusu Wein
Weinviertel

Kühle, seidige Nase, Steinobst, Kernobst, Mandel, transparente Struktur; Zitrusflair, pikante, orangige Säure, vielschichtige Aromen, nussig, stoffig, dicht, kühl, zeigt Klasse, gute Länge!

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
spusu Wein
Weinviertel

Veronika Pichler
2223 Hohenruppersdorf
Markplatz 11

Tel. +43 670 6708010
weininfo@spusu.at
www.weinguthahn.at

Das Weingut der Familie Hahn blickt auf eine lange Geschichte zurück; gegründet wurde es 1638. Paul Hahn Junior übernahm 1995 in 13. Generation die Verantwortung. Die Übergabe an Tochter Melanie hat nicht geklappt, und so eröffnete sich eine neue Möglichkeit: Seit Februar 2026 bilden das Traditionsweingut Familie Hahn & spusu Wein gemeinsam einen Betrieb, wobei die Familie Pichler mit spusu Wein das Weingut Hahn offiziell übernommen hat. Dabei stützt sich das Weingut auf unterschiedliche Persönlichkeiten: die Geschäftsführerin Veronika Pichler, den erfahrenen Paul Hahn und den jungen, engagierten Kellermeister Mario Vock. Durch die Zusammenführung der beiden Weingüter werden zwei eigenständige Marken unter einem Dach vereint. spusu Wein bewirtschaftete acht Hektar Rebfläche in Mistelbach und Kettlasbrunn im Bezirk Mistelbach nach biologischen Richtlinien. Die Vinifizierung der Weine erfolgte im Keller des Weinguts Faber-Köchl in Eibesthal. Die Produktpalette ist breit gefächert. Das Hauptaugenmerk dem Pfeffer des Weinviertels, dem Grünen Veltliner. Daneben gibt es mit der neuen Linie The Spusecco Bio Schaumweine in Weiß und Rosé. Hervorzuheben ist der Gemischte Satz Sommergewitter 2025 und der Pinot Blanc 2025 hervorheben, die beide bei der Vinaria Sommerweinverkostung ausgezeichnet abgeschnitten haben. Dank des warmen, pannonisch geprägten Klimas werden auch Rotweine wie Syrah, Merlot oder Cabernet Sauvignon gekeltert. Das Team achtet auf schonenden Rebschnitt, legt Wert auf natürliche Weingartenbegrünung, händische Ertragsreduzierung und Traubenselektion. Auf Herbizide, Insektizide und Düngemittel wird verzichtet. Das Wichtigste seien gesunde Weingärten. Die Hauptaufgabe im Weinkeller bestehe lediglich darin, Sorte und Terroir zu unterstreichen, meint Paul Hahn

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2024 Cabernet Sauvignon Reserve
Weingut
Alexander Egermann
Neusiedlersee

Schwarz-violett leuchtend, Johannisbeeren, feinste Vanille, Nougat, Lavendel, Pfeffer, Kirschen, feiner, fest strukturierter Cabernet mit straffem Tannin, fordert, voller Intensität, tolle Säure, langatmig. Zukunft!

Rotwein
Cabernet Sauvignon
€€€
Naturkork

Weingut
Alexander Egermann
Neusiedlersee

Alexander Egermann
7142 Illmitz
Apetlonerstraße 30

Kompromisslos, authentisch – so liest man es auf der Website von Alexander Egermann. Diese Aussagen bestätigen sich bei der Verkostung der Weine. Es sind unverwechselbare Gewächse des Weinbaugebietes Neusiedlersee. Diese Gewächse kommen aus den verschiedensten Bodenformationen, welche sich oft schon in einer Parzelle zeigen. Sand, Schotter, Schwarzerde, auch Lehm. Salzige Mineralität findet man besonders in den Lacken und in Ufernähe des Neusiedlersees. Hier hat man die Quintessenz der Region im Glas. Ein 2024 Weißburgunder besticht durch Frische und Ernsthaftigkeit. Feingliedrig, komplex, ein ungemein pikanter Wein, welcher der Rebsorte alle Ehre macht. Der 2024 Chardonnay Reserve ist ein fülliger, molliger, doch auch eleganter Wein von weiblicher Feinheit. Ein wunderbar charmanter 2024 Zweigelt macht Spaß auf mehr. Dieses „Mehr“ kommt in Form des 2022 Zweigelt Reserve Ried Römerstein ins Glas. Ein Zweigelt voller Intensität und Ausdruckskraft. Hier regiert die Schwarzerde mit hohem Schotteranteil. Ein Langstreckenläufer mit enormer Zukunft. Diese Zukunft haben gleichermaßen die beiden Varietäten aus dem Bordelais: 2023 Merlot Reserve und 2024 Cabernet Sauvignon Reserve. Auch besticht neben den beiden Rebsorten das Terroir des Neusiedlersees. Beide Weine sind Seewinkel pur. Da steht die Region im Gleichklang neben der Rebsorte. Wenn dann die Trockenbeerenauslese – aktuell 2023 Vom Salz – sich im Glas spiegelt, vergisst man alles andere. Eine betörende Schönheit. Ich habe den folgenden Satz schon mehrmals geschrieben: Bei Weinen dieser besonderen Leseart gesunden Kranke und Gesunde werden nicht krank. Solche hochwertigen Weine gehören auf die E-Card.

mehr
2025 Weißburgunder Südsteiermark
Weingut
Albrecher
Südsteiermark

Feingliedriger Sortenausdruck, Äpfel, weißfleischige Birnen, dezent floral; schließt so an, zartes Säurespiel, Frucht, mittleres Gewicht, sehr fein.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€
Schraubverschluss

Weingut
Albrecher
Südsteiermark

Albrecher
8463 Leutschach an der Weinstraße
Schlossberg 24

Das Weingut Albrecher ist seit 1931 im Besitz der Familie. Aktuell führen Herbert und Rita in dritter Generation Regie, Sohn Matthias ist bereits voll integriert. Sein Vater Herbert ist hauptverantwortlich für die Weingärten und gefragte Edelbrände, die Mutter kümmert sich um den Buschenschank und die Winzerzimmer. Der Keller ist das Reich von Matthias, auch die Weinverkostungen stehen unter seiner Ägide. Die Weingärten sind im Umkreis von fünf Kilometern um den Betrieb situiert, die Bodenverhältnisse sind abwechslungsreich – von Opok über Lehm bis Schotter. Die wichtigste Lage ist die im Ortsteil Schlossberg gelegene Ried Schmiernberg. Vor 40 Jahren wurde neu ausgepflanzt. Der Boden besteht aus einem Gemisch aus Opok, Schiefer und Ranker, ein kristalliner Untergrund aus Granit, Quarz oder Sandstein. Dieser Boden prägt neben dem kühlen Mikroklima die Weine. Bei den Gebietsweinen setzt die Familie auf den Ausbau im Edelstahltank, um Frische, Frucht und Sortentypizität zu betonen. Die Ortsweine werden teils im Holzfass, teils im Stahltank vinifiziert. Sorte, Frucht und Herkunftscharakter stehen dabei im Fokus. Sie reifen mindestens acht Monate in der Flasche und heben sich auch damit von den Gebietsweinen ab. Riedenweine werden nur dann gekeltert, wenn es die Witterungsbedingungen zulassen. Ausgebaut werden die spontan vergorenen Weine für mindestens 18 Monate in gebrauchten Eichenfässern. Angestrebt wird ein Lagerpotenzial von mindestens zehn Jahren. Die heuer vorgestellten Weine sind bemerkenswert feingliedrig und ausgewogen. Wie ein roter Faden zieht sich die einheitliche Handschrift durch die ganze Serie.

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2024 Loibner Riesling Smaragd
Weingut
Knoll
Wachau

Kühle Würze, Zitronenmelisse, pikant, Steinobst mit etwas Quitte; am Gaumen mittlerer Körper und Spiel, lebhaft, viel Zitrus, endet zartherb und trocken.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut
Knoll
Wachau

Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
weingut@knoll.at

Nirgendwo in Österreich wird Weintradition authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen hierzulande schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben – regional und national. Folglich hat man zum Image der Herkunft Wachau als einzigartiges, qualitativ herausragendes Gebiet maßgeblich beigetragen. Im Weingut Knoll wird seit vielen Generationen Weinbau betrieben. Erste Bouteillen wurden hier schon vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert gefüllt. Familienbetrieb im besten Sinne, wird das Weingut Knoll von zwei Generationen repräsentiert: Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne August und Emmerich H. Knoll – Letzterer ist zudem seit 2012 Obmann des traditionsreichen Winzervereins Vinea Wachau. Die Familie bewirtschaftet etwa 18 Hektar Rebfläche, von denen rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von Wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des heiligen Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Das Lagenportfolio liest sich wie ein „Who is Who“ der besten Loibner und Dürnsteiner Rieden: Dazu zählen Loibenberg und Kellerberg sowie die Knoll’sche Paradelage Schütt (Loibner und Dürnsteiner), darüber hinaus Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Spitzenriede Pfaffenberg. Obwohl das Sortiment von den regionaltypischen Sorten Grüner Veltliner und Riesling dominiert wird, bekennt man sich bei Knoll auch zur ampelografischen Vielfalt. So sind Komplementärsorten wie Muskateller, Gelber Traminer, Chardonnay & Co. seit jeher unverzichtbarer Bestandteil der hiesigen Palette. In der ungemein vielfältigen Weinpalette findet man selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur aus beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling je nach Jahr auch noch aus mehreren Lagen. In geeigneten Jahren gibt es auch noch oft herausragende Prädikatsweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. In der aktuellen Palette steht bei Steinfeder und Federspiel der jüngste Jahrgang 2025 im Fokus, der aufgrund eines etwas verzögerten Starts und kühler Phasen im Mai und Juli später in der Entwicklung war. Das drückt sich in alkoholleichteren Weinen mit eleganter Frucht und viel Säurepikanz aus. Besonders hervorzuheben als modellahfter Vertreter ist das Riesling Federspiel aus der Ried Loibenberg. Die Smaragdpalette, die aus dem sehr warmen und reifen, im Herbst durch massive Regenfälle gekennzeichneten Jahrgang 2024 stammt, wurde durch einen Loibner Grüner Veltliner ohne Riedenbezeichnung bereichert. Die 2024er-Smaragd-Palette strotzt vor beeindruckenden Weinen, wobei Grüner Veltliner Vinothek sowie Riesling Ried Pfaffenberg Selection derzeit besonders herausstechen. Tolles Potenzial für die Zukunft weisen aber auch die anderen Smaragde aus den klassischen Rieden auf, insbesondere Loibenberg, Kellerberg und Schütt.ps

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2025 Grüner Veltliner Kamptal Terrassen
Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Kühle Frucht, viel frisches Kernobst, grüne und rote Äpfel, Basilikumhauch; leichtgewichtig, dezentes Kernobst, ein Hauch von Zitrus, auch Zesten, hinten Biss.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Bründlmayer
Kamptal

Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Hervorragend in vielerlei Hinsicht, ist das Langenloiser Weingut Bründlmayer fast so etwas wie ein vinophiler Leuchtturm, dessen Schein nicht nur ganz Österreich erfasst, sondern selbst in die fernsten Ecken der Welt reicht. Und das ohne Übertreibung, denn in Sachen internationaler Ruf und Renomée ist Bründlmayer hierzulande unübertroffen. Das ist wohl begründet, denn seit Jahrzehnten wird hier demonstriert, wie man Klasse in ansehnlicher Menge und großer Vielfalt quer durch alle Weinkategorien und -klassen erzeugt. Der überaus hohe Standard konnte und kann nur dank ständiger und wohldurchdachter Weiterentwicklungen und Adaptierungen im Großen wie im Kleinen gehalten werden. Heute wird der Fortschritt im Weingut von einem Quartett an ebenso kompetenten wie kreativen und innovativen Personen verwaltet: Willi Bründlmayer – Vinaria Lebenswerk Preisträger, Gründungsmitglied der Österreichischen Traditionsweingüter und Verwalter eines riesigen Reservoirs an höchsten Auszeichnungen aus aller Welt – führt das Familienweingut bereits seit 1980 zusammen mit seiner Frau Edwige, mehr als zwei Jahrzehnt(e) ist Thomas Klinger Marketing- und Vertriebsleiter an Bord und 2016 übernahm Master of Wine Andreas Wickhoff die operative Leitung. Das Weingartenportfolio liest sich wie ein Who is Who der herausragendsten Rieden in und um Langenlois. Besonderes Augenmerk wird der idealen Verbindung von Lage und Sorte geschenkt, und in Sachen Erziehungsformen und Weingartenpraxis zählte man schon lang zu den Pionieren. Beim Weingut Bründlmayer von einer Spezialisierung zu reden, ist fehl am Platz, denn es scheint keine Kategorie zu geben, in der man nicht herausragt. Das gilt traditionell für die trockenen Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Blanc und Gris sowie weiteren Komplementärsorten ebenso wie für die bereits seit vielen Jahrzehnten kultivierten Rotweine, allen voran Pinot Noir, ergänzt durch St. Laurent und Zweigelt bis hin zu Spezailitäten wie Cabernet Franc & Co. Seit 1989 wird hier Sekt erzeugt und inzwischen hat man ein beeindruckendes Portfolio an schäumenden Delikatessen von höchstem internationalem Niveau. Dazu gibt es immer wieder köstlichste Prädikatsweine. Jüngsten Trends entsprechend gibt es schließlich auch noch eine Palette an wohlschmeckenden alkoholfreien Verlockungen, vom klassischen Traubensaft über Verjus und diverse Proxies, still und prickelnd. Die aktuelle Serie an trockenen Weißweinen ist erwartungsgemäß von durchgehend hoher Qualität. Im Bereich der aus dem Jahrgang 2024 stammenden Lagenweinen ragen beim Veltliner Vincents Spiegel und Lamm heraus – beide brauchen noch etwas Lagerzeit, um ihre wahre Klasse zu zeigen. Beim Riesling betören nicht nur die beiden Heiligenstein-Varianten aus 2024, sondern auch der köstliche Steinmassl 2025. Der ungemein präzise Chardonnay Steinberg 2024 wiederum ist ein Meilenstein für diese Sorte im Weingut. Im Rotweinbereich erfreut der klassische Pinot, die Reservevariante ist noch etwas verschlossen, dafür steht eine pikante Zweigelt-Reserve aus 2021 zur Verfügung. Die aktuelle Sektserie ist zum Niederknien, wobei wir aus Platzgründen nur vier davon vorstellen. Herausragend sind die beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Blanc de Blancs-Varianten, die zeigen, wie profund österreichischer Sekt sein kann.ps

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2022 Fred Barrique
Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

(ZW/BF) Erdig, dunkelfruchtig, Würze, gesetzt; schließt so an, frischer und präziser als erwartet, feines Gerbstoffnetz, klar, Säurespiel, unaufdringliches Holz.

Rotwein
Cuvée Rot
€€
Schraubverschluss

Weingut
Manfred Steinschaden
Kamptal

Manfred Steinschaden
3553 Schiltern
Obere Straße 32

„Wein ist mehr als ein Produkt, es ist eine Familientradition“, lautet das klare Bekenntnis der Familie Steinschaden, die seit Generationen hier verwurzelt ist. Aktuell führt Manfred Steinschaden Regie, unterstützt von seiner Frau Sabine und den Eltern Hermine und Johann. Alle ziehen an einem Strang. Mit den Söhnen Alexander und Simon steht der Nachwuchs bereits in den Startlöchern. Großen Wert legt die Familie auf nachhaltige Bewirtschaftung. Die warme und windgeschützte Ried Käferberg ist prädestiniert für Grünen Veltliner. Auf engstem Raum finden sich kristalline Gesteine wie Amphibolit, Gneis und Schiefer, Tonmergel und Kies. In der Ried Fahnberg wurzeln die Reben in verwitterten Gesteinen der Böhmischen Masse wie Gneis, Quarzit, Amphibolit und Serpentinit. Der Boden ist trocken und sandig mit hohem Grobanteil. Stellenweise ist auch Löss anzutreffen. In der Ried Dechant herrscht Löss vor. Die aktuelle Serie ist ausnahmslos sorten- und herkunftstypisch. Dabei sind die Weine ausgesprochen preiswert. Dem letztes Jahr schon vorgestellten Grünen Veltliner Ried Dechant ist die zusätzliche Flaschenreife merklich bekommen.

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2025 Gemischter Satz the first
Weingut
spusu Wein
Weinviertel

(GV/PB/RI) Ruhig und ernsthaft, Weißburgunder-Nase; stoffig, dicht, guter Druck, trocken, am Beginn seiner Entwicklung.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
spusu Wein
Weinviertel

Veronika Pichler
2223 Hohenruppersdorf
Markplatz 11

Tel. +43 670 6708010
weininfo@spusu.at
www.weinguthahn.at

Das Weingut der Familie Hahn blickt auf eine lange Geschichte zurück; gegründet wurde es 1638. Paul Hahn Junior übernahm 1995 in 13. Generation die Verantwortung. Die Übergabe an Tochter Melanie hat nicht geklappt, und so eröffnete sich eine neue Möglichkeit: Seit Februar 2026 bilden das Traditionsweingut Familie Hahn & spusu Wein gemeinsam einen Betrieb, wobei die Familie Pichler mit spusu Wein das Weingut Hahn offiziell übernommen hat. Dabei stützt sich das Weingut auf unterschiedliche Persönlichkeiten: die Geschäftsführerin Veronika Pichler, den erfahrenen Paul Hahn und den jungen, engagierten Kellermeister Mario Vock. Durch die Zusammenführung der beiden Weingüter werden zwei eigenständige Marken unter einem Dach vereint. spusu Wein bewirtschaftete acht Hektar Rebfläche in Mistelbach und Kettlasbrunn im Bezirk Mistelbach nach biologischen Richtlinien. Die Vinifizierung der Weine erfolgte im Keller des Weinguts Faber-Köchl in Eibesthal. Die Produktpalette ist breit gefächert. Das Hauptaugenmerk dem Pfeffer des Weinviertels, dem Grünen Veltliner. Daneben gibt es mit der neuen Linie The Spusecco Bio Schaumweine in Weiß und Rosé. Hervorzuheben ist der Gemischte Satz Sommergewitter 2025 und der Pinot Blanc 2025 hervorheben, die beide bei der Vinaria Sommerweinverkostung ausgezeichnet abgeschnitten haben. Dank des warmen, pannonisch geprägten Klimas werden auch Rotweine wie Syrah, Merlot oder Cabernet Sauvignon gekeltert. Das Team achtet auf schonenden Rebschnitt, legt Wert auf natürliche Weingartenbegrünung, händische Ertragsreduzierung und Traubenselektion. Auf Herbizide, Insektizide und Düngemittel wird verzichtet. Das Wichtigste seien gesunde Weingärten. Die Hauptaufgabe im Weinkeller bestehe lediglich darin, Sorte und Terroir zu unterstreichen, meint Paul Hahn

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -