Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2024 Grüner Veltliner Harzenleiten Smaragd
Weingut
Roman Gritsch
Wachau

Blumenduftig-würziges Bukett, öffnet sich mit feinen Apfel-Kernobst-Noten, hellfruchtig, vollreif, klar strukturiert, kompakt, alles aus einem Guss, geradlinig und engmaschig, gute Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Roman Gritsch
Wachau

Roman Gritsch
3620 Spitz
Radlbach 11

Roman Gritsch betreibt am östlichsten Ausläufer der Ried Setzberg, der quasi als Hausberg der Familie Gritsch bezeichnet werden kann, einen sympathischen Winzerbetrieb. Angeschlossen ist ein beliebter Heurigenbetrieb, von wo sich ein überwältigender Ausblick auf die Spitzer Weingärten bis zur Ruine Hinterhaus öffnet. Die aktuelle Serie ist besonders beim Grünen Veltliner bravourös ausgefallen: Federspiel als auch die Smaragdvariante präsentieren sich in heller Fruchtigkeit und verfügen über eine feine Säurestruktur. Zusehends profitieren sie von der eleganteren Stilistik, die in den letzten Jahren zusehends forciert wird. Der Grüne Veltliner von der Ried Gasslreith, die eine steinige und terrassierte Subriede vom Steinborz ist, begeistert mit viel schiefigem Verve im gehobenen Federspielbereich. Vom Steinporz gibt es noch die Smaragdvariante, die ohne Bewässerung einen hocharomatischen Top-Veltliner hervorbringt, geprägt von Mineralität und Extraktdichte. Von den beiden Riesling Smaragden zeigt sich die Ried Tausendeimerberg jahrgangsbedingt mit etwas Botrytis, die Ried Setzberg liegt noch im Fass und wird erst im Herbst auf die Flasche kommen. Von den beiden traditionellen Burgundersorten, jeweils in der Kategorie Smaragd, ist der Neuburger wetterbedingt ausgefallen, sodass hier der Weißburgunder die Ehrenrettung übernimmt. Jahr für Jahr überzeugt dieser körperreiche Wein mit kühlem Charme, doch diesmal ist seine Fruchttransparenz unübertroffen. Der heuer sich wieder mehr pikant zeigende Muskateller ist im Hause Gritsch von Jahr zu Jahr ein idealtypischer Einstieg für ein herrliches Trinkvergnügen im Gastgarten.

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2025 Grüner Veltliner Smaragd Alte Reben
Urbanushof
Paul Stierschneider
Wachau

Pfeffer, Kräuter, Banane, exotische Töne, reifer Apfel, Steinobstnoten, gelbfruchtig, Tabak, kräftige Statur, ausdrucksstark, vollmundig, balanciert, sämige Frucht. Hervorragend!

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Urbanushof
Paul Stierschneider
Wachau

Paul Stierschneider
3601 Dürnstein
Oberloiben 17

„Ein sehr guter Jahrgang der 2025iger“, meinte Paul Stierschneider – eine Aussage, die bei der Verkostung bestätigt wurde. Es gab etwas Hagel in diesem Jahr in der Region. Doch fast ohne Schäden. Dadurch Ertragsreduzierung, was sich sogar als positiv herausgestellt hat. Leider gibt es weniger Riesling in diesem Jahrgang. Man arbeitet halt mit der Natur. Seit zirka 60 Jahren gibt es in diesem Haus einen Zweigelt Rosé. Immer mit Verve und höchster Güte. Herrliche Grüne Veltliner Federspiele. Vor allem der produced by Valentin vom Sohn des Hauses ragt heraus. Bei den Smaragd Weinen stechen die Gewächse vom Loibenberg hervor. Wie Riesling Terrassen Loibenberg oder der 351 Smaragd Riesling – die Seehöhe anzeigend. Der Riesling Loibenberg, welcher kein Smaragd ist, da 9,4 Gramm Restzucker: ganz einfach brillant. Ebenfalls der Grüner Veltliner Smaragd aus dieser großen Lage. Hinweisen möchte ich aber auch auf den Gelber Muskateller Federspiel Guglzipf.

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2024 V (Viognier)
Weingut
Hermann Moser
Kremstal

Reich bestücktes Aromengeflecht aus Nektarinen, Zuckermelonen, weißen Birnen, Apfelkuchen und Haselnüssen; geradezu verschwenderische Fruchtfülle bei flauschigweicher Säure; sehr fein, sehr gelungen.

Weißwein
Viognier
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Hermann Moser
Kremstal

Martin Moser
3495 Rohrendorf
Bahnstraße 36

Es ist – in Gestalt von Martin und Carmen Moser – die 23. Generation, die das auf eine rund 400-jährige Tradition zurückblickende Weingut in Rohrendorf bei Krems heute führt und dies auch ausgesprochen erfolgreich bewerkstelligt. Freilich hat man auch die erforderlichen Ressourcen zur Hand, insbesondere mit der Prachtlage Gebling, aus der sowohl Top-Veltliner als auch ein großartiger Riesling stammen. Das Weingut ist international bestens aufgestellt, rund 70 Prozent der jährlichen Produktionskapazität fließen in den Export. Naturnahe bewirtschaftet wird seit langem, ab dem Jahrgang 2024 ist man nun auch biozertifiziert. 2025 beschreibt der sympathische Winzer als Österreich-Jahrgang. „Alles ist angenehmer ausgefallen, die Alkoholwerte sind geringer, die Säure etwas höher, dafür reif und hochfein, und auch die Erntemengen lagen über denen des Vorjahrs“, wird uns beschieden – deutlich an den Grünen Veltlinern Karmeliter und Kaiserstiege nachzuvollziehen, die heuer zur Hochform auflaufen. Freilich kommen auch dieses Mal die Top-Weine wieder aus der Ried Gebling – neben den hervorragenden Veltliner-Reserven Der Löss und Hannah hat der grandiose Riesling Gebling Kellerterrassen das Nasenspitzerl sogar noch ein Stück weiter vorne. Von diesen drei Prachtweinen behält Martin Moser Jahr für Jahr ungefähr ein Drittel zurück, um sie nach jeweils zehn Jahren nochmals als gereifte Exemplare anzubieten. Für eine mittlere Sensation sorgte in diesem Jahr aber ein ganz anderer Wein. Der im kleinen Holz ausgebaute Grauburgunder erinnert in seiner Noblesse tatsächlich an einen großen Montrachet aus dem Burgund.

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2022 Sankt Laurent Reserve
Weingut
Josef Ehmoser
Wagram

Mit einer schwarzen Kirsche, roten Rüben und leicht rauchig schleicht sich dieser ruhige Wein an, eleganter Gaumen mit ausgereiftem seidigem Gerbstoff, dunkler Würze, rauchigen Röstaromen vom Holz, Weichsel, dunkle Schokolade, sehr homogener Wein mit Druck, Eleganz und Langlebigkeit.

Rotwein
St. Laurent
€€€
Naturkork

Weingut
Josef Ehmoser
Wagram

Josef Ehmoser
3701 Tiefenthal
9

Mit dem Jahrgang 2022 ist das Weingut von Josef Ehmoser offiziell biologisch zertifiziert. Diese konsequente Entscheidung passt perfekt zu einer Philosophie, die auf Natürlichkeit, Präzision und Geduld setzt. In den Weinen spiegeln sich Energie, Spannung und Herkunft auf besonders eindrucksvolle Weise wider – sie zeigen das Beste, was der Wagram zu bieten hat. Gemeinsam mit seiner Frau Martina erzeugt Josef Ehmoser Weine von großer Ruhe und innerer Kraft. Sie dürfen sowohl im Fass als auch in der Flasche die Zeit bekommen, die sie brauchen, um sich vollständig zu entfalten. Im Mittelpunkt steht der Grüne Veltliner, doch auch Riesling und Weißburgunder überzeugen Jahr für Jahr mit Ausdruck und Charakter. Bemerkenswert ist die kontinuierliche Entwicklung des Weinguts. Die Weine gewinnen zunehmend an Tiefe, Eleganz und Finesse. Gleichzeitig stehen die Weingärten in harmonischem Einklang mit der Natur. Rehe, Hasen, Rebhühner, zahlreiche Insekten und Vögel finden hier ebenso ihren Lebensraum wie Wiesenblumen und verschiedene Baumarten. „Wir wollen den Reichtum des Lebendigen durch unsere naturnahe und schonende Arbeitsweise mit viel Handarbeit erhalten und fördern“, sagt Josef Ehmoser. „Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit stehen für uns im Mittelpunkt.“ Der Grüne Veltliner aus der Ried Hohenberg, gewachsen auf klassischem Löss, beeindruckt mit kraftvoller Struktur und großer Komplexität. Der Grüne Veltliner aus der Ried Georgenberg – ruhig und gesetzt, zugleich voller innerer Spannung – wurzelt in einer faszinierenden Mischung aus Löss und Donaukies und bildet das Rückgrat des Weinguts. Die dem heiligen Georg gewidmete Lage trägt ihren Namen aufgrund der Kirche, die sich dort befindet. Beide Weine reifen zwei Winter lang in großen Holzfässern und gewinnen dadurch an Tiefe und Ausdruck. Schon die Basislinie zeigt eindrucksvoll die Handschrift des Hauses. Mit dem Wagram Terrassen Grüner Veltliner, dem Riesling und Weißburgunder demonstriert Josef Ehmoser, wie konsequent er auf Festigkeit, Eleganz und Herkunft setzt. Der Jahrgang 2025 präsentiert sich als hervorragender Vertreter der Region. Josef Ehmoser betont, dass die Lese unter idealen Bedingungen verlief: kühl, präzise und mit bester Säurestruktur. Für ihn stehen derzeit Kontinuität und bewährte Methoden klar im Vordergrund. Die Grünen Veltliner aus den Rieden Georgenberg und Hohenberg zeigen sich im Jahrgang 2024 ausdrucksstark und kraftvoll, ohne ihre elegante Balance zu verlieren. Ein fulminanter Schlusspunkt ist der Eiswein 2022 aus Gelbem Muskateller – mit betörender Frucht, feiner Würze und beeindruckender Komplexität.

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2025 Grüner Veltliner
Weingut
Muth
Wien

Frische Zitrusnase, ein Fruchtkorb mit Äpfeln und Birnen, strömt; feine Würze, Limette, saftiger, gelber Apfel, guter Zug. Macht Lust auf den nächsten Schluck.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Muth
Wien

Josef & Gerhard J. Lobner
1190 Wien
Probusgasse 10

1596 wurde die Familie Muth in der Heiligenstädter Probusgasse 10 zum ersten Mal als Bauern mit Wein, Acker und Holz erwähnt. Die Muthgasse im 19. Bezirk ist nach einem Vorfahren benannt, der dort Holzlagerplätze am Donaukanal hatte, Bürgermeister von Nußdorf und Landtagsabgeordneter war. Hans Muth ist die mittlerweile 8. Generation im Weinbau und konnte mir in unserem langen Gespräch viel aus seinem Leben erzählen: 1938 geboren, musste er schon mit 18 Jahren (da sein Vater früh starb) den Weinbau und den Heurigen übernehmen, zuerst noch mit seiner Mutter als Vormund, mit 21 Jahren dann alleine. Sofort – also 1956 – ließ er den Heurigen umbauen und modernisieren (Schank, Innenraum, WC-Anlagen etc.), und ein großer Teil dieses Umbaus macht heute noch den Charme des Heurigen aus. Von 06:00 bis 15:00 Uhr saß er am Traktor oder arbeitete im Weingarten, danach ging es im Heurigen weiter. Auf der Welser Messe verkaufte er 1958 in 10 Tagen 4.800 Liter Wein aus dem Doppler und machte damit den Wiener Wein und seinen Betrieb bekannter. Bald wurde auch begonnen, einen Teil der Produktion auf Flasche zu füllen. Der Heurige war immer ein Gemischter Satz aus der Oberen Schoß, dazu kam der Alte (der Wein aus dem Vorjahr) und der Spezi, ein spezieller Wein, der bei jedem Betrieb anders komponiert war, hier eine Cuvée aus Riesling und Weißburgunder. Ab dem Ende der 60er Jahre wurde Riesling auch reinsortig im Heurigen verkauft und auf Bouteille gefüllt. In den 70er Jahren bewirtschaftete Hans Muth sechs bis sieben Hektar, füllte 15.000 Flaschen pro Jahr ab und der Riesling wurde immer wichtiger. Die Gäste kamen wegen Obststrudel frisch vom Blech und dem legendären Liptauer zum Heurigen. In den 80ern wuchs der Weinbau auf 12 Hektar. 1997 kam der erste Einschnitt: Hans Muth hatte einen Herzinfarkt, den er gerade so überlebte. Im Weingarten holte er sich daraufhin Hilfe (dieser Mitarbeiter sollte 31 Jahre bleiben) und den Heurigen übergab er an seine Tochter. Nach einigen Irrungen und Wirrungen übernahm Michael Landrichter am 01.03.2020 den Heurigen und setzt die lange Tradition mit neuem Elan und einem jungen Team fort. Und das kann er ausgezeichnet, war er doch 26 Jahre lang Gutsverwalter beim Stift St. Peter in Hernals samt angeschlossener Buschenschank. Von 2007 bis 2025 war Gerhard Lobner als erfolgreicher Weingutsleiter der Wiener Weingüter „Mayer am Pfarrplatz“ und „Rotes Haus“ tätig. Jetzt ist er quasi einmal die Probusgasse hinaufgegangen und haucht nun – zusammen mit seinem Sohn Josef – ab dem Jahrgang 2025 dem altehrwürdigen Weingut Muth neues Leben ein. Der Start ist vielversprechend, konnte doch der Grüne Veltliner 2025 beim Wiener Weinpreis gleich einmal den Landessieger abräumen. Und am Heurigentisch sitzt der Hans Muth bei einem Glaserl Riesling und sieht den Jüngeren beim Arbeiten zu. Ich habe ihn gefragt, was für ihn im Leben das Wichtigste ist. Er antwortete: „Positives Denken!“

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2025 Nat’Cool Welschriesling
Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Duftet nach Wiesenkräutern, gelber Früchtecocktail mit viel Exotik à la Ananas, Maracuja, feine Würze, Zituszesten, engmaschig, straffe Mitte, pfeffrige Würze, druckvoll, gute Länge.

Weißwein
Welschriesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Heidi, Johannes & Georg Schröck
7071 Rust
Rathausplatz 8

Das Familienweingut Heidi Schröck & Söhne zählt zur höchsten Weinprominenz in Österreich. Nicht nur im süßen Segment des Ruster Ausbruchs, sondern auch im trockenen Bereich ist von den beiden Jungwinzern Johannes und Georg Schröck in den letzten Jahren ein spannendes Portefeuille mit einem vielfältigen Spektrum von traditionellen Rebsorten, die in unterschiedlichen Weinstilistiken ausgebaut werden, entwickelt worden. Das besondere Augenmerk gilt den traditionellen Sorten um Rust, die im trockenen Bereich vielfältig vertreten sind – vor allem durch die weißen Burgundersorten, die entweder reinsortig oder im Sortenverschnitt angeboten werden. Die Vinifizierung startet generell mit Spontangärung, Weiß wie Rot durchlaufen den biologischen Säureabbau und die anschließende Reifung erfolgt auf der Vollhefe alternativ im Edelstahl oder in großen Holzfässern. Große Aufmerksamkeit und Feingefühl werden den unterschiedlichen Bodenformationen gegeben, wie zum Beispiel der Furmint-Rebe aus der Ried Vogelsang, die auf dem Ruster Schotter (Schiefer, Quarz, Schotter) gedeiht. Die uneingeschränkten Klassiker im Hause Schröck sind die berühmten Süßwein-Varietäten. Auch hier wird das Fenster zu Neuinterpretationen geöffnet, wie die edelsüße Sortencuvée namens Anthologie zeigt. Diese ist als eine Art „Süßwein-Solera“ in Anlehnung an das Sherry-Solera-Modell zu sehen.

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2025 Sauvignon Blanc Ried Josefsberg
Weinhof
vlg. Ritter
Bergland

Spontan ansprechend, Hauch Mandarinen, Prise grünblättrige Würze; knackige Stachelbeeren und Ribisel, animierendes Säurespiel, im langen Nachhall grünfruchtige Aromen und Würze.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weinhof
vlg. Ritter
Bergland

Sabine David
9470 St. Paul
Loschental 8

Sabine David und ihr Mann, der auch Craft Beer braut, haben ihr Weingut im Jahr 2010 gegründet. Im klimatisch begünstigten Lavanttal bauen sie Wein im Nebenerwerb an. Das Sortiment ist mittlerweile beachtlich angewachsen. Kontinuierlich wird an der Stilistik gefeilt. Die Ried Steinbruch ist eine nach Süden ausgerichtete, kalkhaltige Kessellage. Die Vegetationsperiode beginnt sehr früh, die Trauben werden reif und aromatisch. Die terrassierte, sehr steile Lage Josefsberg liegt in der Nähe von St. Paul auf 450 Meter Seehöhe. Der Boden aus kristallinem Gestein begünstigt vielschichtige und feingliedrige Weine. Mit den ältesten Reben bestockt ist die Ried Weinberg, eine lehmige Lage. Kürzlich wurde ein PIWI-Weingarten angelegt. Seit 2023 werden die Weine in die USA exportiert, die Familie David kooperiert mit Archetyp Alpine Wines. Die aktuelle Serie ist ausnahmslos feingliedrig und auf der eleganten Seite. Der Boden kommt subtil zur Geltung. Die letztes Jahr schon vorgestellten Weine haben von der Flaschenlagerung merklich profitiert. Außergewöhnlich und völlig eigenständig präsentiert sich der kühle, feingliedrige Pinot Noir aus dem Jahr 2024. Gästen steht eine Ferienwohnung am Hof zur Verfügung, und im Sommer gibt es ein buntes Programm an Veranstaltungen, vom Hoffest über Floßfahrten mit Weinbegleitung bis zu Sommerabenden am Weinhof; die Termine finden sich auf der Homepage.

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2025 Hofwerk Grüner Veltliner
Weingut
Müller
Kremstal

Sorte klar, apfelfruchtig, frisch; schließt nahtlos an, Säurerückgrat, knackig, gute Substanz, selbsterklärend.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Müller
Kremstal

Müller
3508 Krustetten
Hollenburger Straße 12

Das Weingut Müller ist ein Familienbetrieb wie aus dem Bilderbuch. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind klar verteilt. „Jedes Detail liegt in den Händen der Familie. Von der Rebschule bis zu den Raritäten im Keller. Die Liebe zum Weinhandwerk treibt uns an, die Lust am Gestalten verbindet. Alle für den Wein!“, so die Müllers im O-Ton. Begonnen hat alles 1936 mit weniger als einem Hektar Weingärten. Die jetzigen Eigentümer, die Brüder Leopold und Stefan Müller, haben mit Fleiß und Zielstrebigkeit einen stattlichen Betrieb daraus geformt. Die historischen Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der Chef, der Herr im Haus, ist der Wein. Nicht von ungefähr findet sich das Siegel „VINUM EST DOMINUS“ auf den neu gestalteten Etiketten. Die leichteren Weine werden mit einem sandfarbenen Etikett ausgestattet, die schwereren Kaliber glänzen in Quarzblau. Die Zusatzbezeichnung „Hofwerk“ steht für Gebietsweine. Behutsam und konsequent wurde an der Weinstilistik gefeilt. Die aktuelle Serie ist spannend, keiner der Weine ist ermüdend oder vorlaut, die Riedencharakteristika wurden präzise herausgearbeitet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nach wie vor ausgesprochen attraktiv.

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2025 Grüner Veltliner Radlbrunn Ried Lehlen Der Geistliche Pröll
Weingut
Pröll
Weinviertel

Gelbfruchtig, exotische Töne, Pfefferl, Kräuter, Birne, Zitrus, Tabak, zarte Frucht, cremig, saftig, rauchig-würzig, elegant, voller Charme, harmonisch, angenehme Säure, traubige Fülle. Ausgewogen, feingliedrig, stilvoll, große Klasse.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Pröll
Weinviertel

Maximilian Pröll
3710 Ziersdorf
Radlbrunn 48

Maximilian Pröll hat ordentlich Gas gegeben. Die aktuelle Serie ist wohl die beste, seit ich diesen Betrieb kenne. Absolut überzeugend. Bei der Phalanx der Grünen Veltliner jagt ein Höhepunkt den andern. Grüner Veltliner Ried Galgenberg – das ist Weinviertel pur. Ried Lehlen – hervorragend. Ried Steiningen – ungemein verführerisch. Der Geistliche Pröll – Ried Lehlen – von außergewöhnlichem Ausdruck. Die Reserve 2023 Ried Kirchberg verwöhnt feinste Gaumen. Ein wunderbarer Frühroter Veltliner. Ein fordernder Sauvignon Blanc Ried Karln. Ein toller 2023 Chardonnay Reserve Ried Karln mit cremigem Ausdruck. Die beiden Rotweine – 2023 Zweigelt Reserve Ried Kirchberg und die Antonia 2023 – ein Bordeaux Blend – beeindrucken wohl auch verwöhnte internationale Gaumen. Ein hochwertiger Rosé Wein mit Statur, welcher weit mehr ist als ein Sommerwein. Gratuliere, Maximillan! Tradition und Leidenschaft sind das Motto der Familie Pröll seit über 300 Jahren. Hier denkt man in Generationen. Erwerben kann man diese Weine in diversen Vinotheken. Doch lohnt sich ein Besuch im Weingut, wo an jedem 1. Samstag im Monat von Mai bis September Open House bei den Prölls angesagt ist. Da kann man verkosten und mit dem Winzer plauschen.

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2025 Neuburger
Weingut
Drexler-Leeb
Thermenregion

Charakteristische Gewürznoten, Apfel mit Nelken, Renetten, dezent Nüsse, weiße Blüten; elegant-saftiges Fruchtentrée, knackig, Zitrusfrische, feiner Biss, mittleres Finish.

Weißwein
Neuburger
€€
Schraubverschluss

Weingut
Drexler-Leeb
Thermenregion

Johannes Leeb
2380 Perchtoldsdorf
Hochstraße 65

Der südlich an die Bundeshauptstadt Wien angrenzende Weinbauort Perchtoldsdorf verquickt vorstädtisches Feeling mit dem Charme traditioneller, dörflicher Heurigenkultur. In diesem Umfeld stechen engagierte Qualitätsbetriebe wie das Weingut Drexler-Leeb besonders hervor. Die Wurzeln dieser Perchtoldsdorfer Winzerfamilie reichen bis ins Jahr 1699 zurück. In der Hochstraße residiert man seit etwa 100 Jahren. Bis vor kurzem Herberge für Weingut und Heurigenlokal, wurde die Produktion im Jahr 2023 ausgelagert – als Teil eines Gemeinschaftsprojektes zählt die junge, oberhalb des Orts gelegene Weinkellerei zu den modernsten und ökologisch vorteilhaftesten der Region. Heute ist Johannes Leeb für die weinbaulichen und kellertechnischen Bereiche zuständig, seine Partnerin Sandra Dorr führt den Heurigen. Nach Abschluss der Höheren Bundeslehranstalt für Wein in Klosterneuburg stieg Hannes Leeb 2001 in den elterlichen Betrieb ein. In der Folge adaptierte und verfeinerte er die Weinstilistik und steigerte die Qualität, nahm alte Sorten wie Rotgipfler und St. Laurent wieder ins Sortiment auf und ergänzte dieses auch um PIWI-Sorten wie Muscaris und Donauveltliner. Zu den Kernsorten zählen hier auch Pinot Blanc und Riesling, zu Neuburger besteht eine spezielle Zuneigung. Neu gibt es einen kraftvollen aromatisierten Wein namens Sympatikus nach der Port-Methode. ps

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2023 Furmint Rocks & Acid
Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Glockenklares gelbfruchtiges Bukett, viel Quittenaromatik, Steinobst, mineralisch zupackend, perfekte Säureeinbindung, balanciert, stoffig, druckvoll, zarter Fruchtschmelz, feinste Gerbstoffstruktur, kompakt, bezaubernd.

Weißwein
Furmint
€€€€
Schraubverschluss

Weingut
Heidi Schröck & Söhne
Leithaberg, Rust & Rosalia

Heidi, Johannes & Georg Schröck
7071 Rust
Rathausplatz 8

Das Familienweingut Heidi Schröck & Söhne zählt zur höchsten Weinprominenz in Österreich. Nicht nur im süßen Segment des Ruster Ausbruchs, sondern auch im trockenen Bereich ist von den beiden Jungwinzern Johannes und Georg Schröck in den letzten Jahren ein spannendes Portefeuille mit einem vielfältigen Spektrum von traditionellen Rebsorten, die in unterschiedlichen Weinstilistiken ausgebaut werden, entwickelt worden. Das besondere Augenmerk gilt den traditionellen Sorten um Rust, die im trockenen Bereich vielfältig vertreten sind – vor allem durch die weißen Burgundersorten, die entweder reinsortig oder im Sortenverschnitt angeboten werden. Die Vinifizierung startet generell mit Spontangärung, Weiß wie Rot durchlaufen den biologischen Säureabbau und die anschließende Reifung erfolgt auf der Vollhefe alternativ im Edelstahl oder in großen Holzfässern. Große Aufmerksamkeit und Feingefühl werden den unterschiedlichen Bodenformationen gegeben, wie zum Beispiel der Furmint-Rebe aus der Ried Vogelsang, die auf dem Ruster Schotter (Schiefer, Quarz, Schotter) gedeiht. Die uneingeschränkten Klassiker im Hause Schröck sind die berühmten Süßwein-Varietäten. Auch hier wird das Fenster zu Neuinterpretationen geöffnet, wie die edelsüße Sortencuvée namens Anthologie zeigt. Diese ist als eine Art „Süßwein-Solera“ in Anlehnung an das Sherry-Solera-Modell zu sehen.

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2021 Roter Schiefer (BF/ME)
Weingut
Schiefer
Eisenberg

Kirsche, Johannisbeere, saftiges Fruchtspiel, zart rauchig umspielt, enge Maschen, elegant mit viel Trinkcharme, attraktive Terroirinterpretation, ein idealer Essensbegleiter.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€
Naturkork

Weingut
Schiefer
Eisenberg

Uwe Schiefer
7503 Welgersdorf
Angerstraße 14

Uwe Schiefer ist ein Garant für authentische Terroir-Interpretationen in seidig-mineralischer Stilistik. Seine Weine sind geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden und offenbaren jene unverkennbare Stilistik und Bekömmlichkeit in Vollendung, die im Einklang mit naturnahem Weinbau und seiner minimalinvasiven Ausbauweise steht. Das schiefer.pur Weinsortiment ist vielfältig und umspannt die Klassiklinie ebenso wie die hochgepriesenen Premiumweine in Weiß samt der maischevergorenen Sortencuvée m und den Varietäten in Rot. Mit der Marke Weißer Schiefer begründete Uwe Schiefer nicht nur die Welschriesling-Renaissance in Österreich, sondern setzte zugleich die Benchmark für diese hierzulande im trocken werdenden Klima zu höchsten Ehren gekommene Rebsorte. Heute sind von seinen Varietäten der komplexe Weißer Schiefer s und die maischevergorene Variante m gefragte Welschriesling-Klassiker. Entsprechend den Erfahrungswerten des Winzers wird den Welschriesling-Varietäten geringfügig nun Weißburgunder beigefügt, um etwas mehr an gerundeter Tiefe zu erhalten. Der klassische Weißer Schiefer als auch sein Premiumpartner s präsentieren sich in feinziselierter Struktur mit viel Mineralik, wobei Letzterer mit engmaschiger Dichte in perfekter Struktur erneut eine Benchmark für diese Sorte in Österreich darstellt. Die Basis für den in gebrauchten Barriques ausgebauten Schiefer s bildet eine 30-jährige Altanlage der Ried Hummelgraben (toniger Lehm), die unterhalb an die Ried Saybritz anschließt. Ein beeindruckendes Lebenszeichen gibt die maischevergorene Variante m im aktuell verfügbaren Jahrgang 2017, die durch ihre feinziselierte Spielart auch in diesem Segment die zukünftige Stilistik vorgeben wird. Im Bereich der klassischen Rotweinlinie widmet sich Uwe Schiefer erwartungsgemäß ausschließlich der Sorte Blaufränkisch. Diese überzeugt Jahr für Jahr im traditionellen Lagerholzfass-Ausbau in feinziselierter Fruchtstilistik und bereitet in perfekter Balance höchsten Trinkgenuss. Die Lagencuvée Vom blauen Schiefer ist als eine idealtypische Eisenberg-Interpretation von feinster Fruchttiefe im noblen Understatement zu bezeichnen. Die rote Premiumlinie vom Blaufränkisch Eisenberg präsentiert sich im Einzellagen-Ausbau unisono erwartungsgemäß in höchster Qualität. Innerhalb dieser Kollektion gilt Blaufränkisch Ried Szapary (karge Schieferverwitterungsböden) als die feingliedrigste Interpretation. Entsprechend dem Witterungsverlauf tritt der sonst mit filigraner Frucht gekennzeichnete Ried Szapary vom Jahrgang 2021 mit straffer Frucht und viel Extraktdichte auf. Komplementär dazu verhält sich die kräftige Blaufränkisch-Variante aus der Ried Reihburg (Grün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden), die international zur Benchmark für Top-Blaufränkische zu zählen ist. Das stilistisch komplementäre Meisterstück dazu bildet der Blaufränkische aus Uwe Schiefers Altbesitzungen im Mittelburgenland vom Lutzmannsburg V.V. (Vieille Vigne), der die saftige und fruchtcharmante Seite des Blaufränkisch verkörpert. Die betreffenden Weingärten wurden inzwischen aufgegeben, sodass diese Weine nur mehr aus historischen Jahrgängen erhältlich sind. Parallel dazu hat Uwe Schiefer den Grand Reserve Club als neue Linie ins Leben gerufen. Umwerfend, welch herrliche Stilperspektiven in höchster Perfektion und Qualität Uwe Schiefer von den Sorten Merlot und Pinot Noir am Eisenberg eröffnet hat. Merlot 2021 ist der würdige Nachfolger vom Jahrgang 2018, der diesen vermutlich durch sein mehr an Fruchtklarheit und Tiefe übertreffen wird, und der Pinot Noir 2023 schwebt puncto hellfruchtiger Finesse und Vielschichtigkeit in jenen Höhen, die ihn in die Liga der besten Pinots dieser Welt einordnen lassen.

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2023 Gelber Muskateller Ried Schlossberg
Weingut
Oberguess
Südsteiermark

Dichte Nase mit dunklen Gewürznoten, Striezel, dazu helle Exotik, samtig, kalter Rauch; kerniges Entrée mit kühler Frucht, schlanker Körper, straff, viel Biss.

Weißwein
Gelber Muskateller
€€€
Naturkork

Weingut
Oberguess
Südsteiermark

Christian Krampl & Birgit Koch
8463 Leutschach
Schlossberg 9

In spektakulärer Höhenlage auf 600 Metern Seehöhe ganz nahe der slowenischen Grenze gelegen, ist das bereits 1495 erstmals urkundlich erwähnte Gut oberGuess ein Schmuckstück in einer pittoresken Landschaft. Über Jahrhunderte wurde der Viereckhof als landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb geführt, ab den 1960er-Jahren wurde der Fokus immer stärker auf Weinbau gesetzt. Im Zuge der 2010 begonnenen umfassenden Revitalisierung und Umstrukturierung wurde das ehemalige Stall- und Wirtschaftsgebäude als bildhübscher Buschenschank samt Verkostungs- und Verkaufsräumlichkeiten und einer Kunst-galerie adaptiert. Mittlerweile gibt es auch eine geräumige Ferienwohnung. Christian Krampl ist Regisseur des Weinbaubetriebs, seine Frau Birgit Koch führt die Buschenschank. Aktuell sind rund 6,5 Hektar Rebfläche im Ertrag, die sich auf zwei in luftiger Lage zwischen 550 und 600 Meter Seehöhe liegenden Rieden aufteilen. In der Ried Schlossberg gibt es karge, kalkfreie Verwitterungsböden aus Sandstein und kristallinem Schiefer, in der Ried Am Walts befinden sich im oberen Hangbereich aufgewitterte Kalkmergel und Sandstein, im unteren Hangbereich kommen Sedimente aus verwittertem Sandstein, Schiefer sowie Konglomeraten vor. Sortenmäßig dominiert Sauvignon, dazu gibt es Chardonnay und ein wenig Muskateller. 2018 erfolgte die Umstellung auf biologisch-organische Bewirtschaftung der Weingärten. Späte Handlese und schonende Traubenverarbeitung sind selbstverständlich, bei der Weinwerdung vertraut man auf Spontangärung, viel Hefekontakt und Lagerung – alles im Holzfass. Die Weine sind durchwegs Charakterköpfe – profunde Weine mit Kraft und Eleganz und einer markanten mineralischen Würze. Im Fokus der aktuellen Palette steht der kühlere Jahrgang 2023, der relativ alkoholreiche, rassige und spannungsgeladene Vertreter mit Schneid und Mineralität erbracht hat. Vom Chardonnay gibt es 2023 nur eine Variante – Ried Am Walts.ps

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2025 Sauvignon Blanc Ried Steinbruch
Weinhof
vlg. Ritter
Bergland

Steinig, kompakt, kühle Frucht, Prise Zitronenzesten; aromatisches Dacapo, quicklebendig, Säurespiel ohne Aggressivität, präzise und noch ein wenig fordernd.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€
Schraubverschluss

Weinhof
vlg. Ritter
Bergland

Sabine David
9470 St. Paul
Loschental 8

Sabine David und ihr Mann, der auch Craft Beer braut, haben ihr Weingut im Jahr 2010 gegründet. Im klimatisch begünstigten Lavanttal bauen sie Wein im Nebenerwerb an. Das Sortiment ist mittlerweile beachtlich angewachsen. Kontinuierlich wird an der Stilistik gefeilt. Die Ried Steinbruch ist eine nach Süden ausgerichtete, kalkhaltige Kessellage. Die Vegetationsperiode beginnt sehr früh, die Trauben werden reif und aromatisch. Die terrassierte, sehr steile Lage Josefsberg liegt in der Nähe von St. Paul auf 450 Meter Seehöhe. Der Boden aus kristallinem Gestein begünstigt vielschichtige und feingliedrige Weine. Mit den ältesten Reben bestockt ist die Ried Weinberg, eine lehmige Lage. Kürzlich wurde ein PIWI-Weingarten angelegt. Seit 2023 werden die Weine in die USA exportiert, die Familie David kooperiert mit Archetyp Alpine Wines. Die aktuelle Serie ist ausnahmslos feingliedrig und auf der eleganten Seite. Der Boden kommt subtil zur Geltung. Die letztes Jahr schon vorgestellten Weine haben von der Flaschenlagerung merklich profitiert. Außergewöhnlich und völlig eigenständig präsentiert sich der kühle, feingliedrige Pinot Noir aus dem Jahr 2024. Gästen steht eine Ferienwohnung am Hof zur Verfügung, und im Sommer gibt es ein buntes Programm an Veranstaltungen, vom Hoffest über Floßfahrten mit Weinbegleitung bis zu Sommerabenden am Weinhof; die Termine finden sich auf der Homepage.

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2025 Grüner Veltliner Krustetten
Weingut
Müller
Kremstal

Zart nach gelben Äpfeln; quicklebendig, bisschen kreidig, Säurespiel, saftige Äpfel klingen lange nach, Trinkfluss.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut
Müller
Kremstal

Müller
3508 Krustetten
Hollenburger Straße 12

Das Weingut Müller ist ein Familienbetrieb wie aus dem Bilderbuch. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind klar verteilt. „Jedes Detail liegt in den Händen der Familie. Von der Rebschule bis zu den Raritäten im Keller. Die Liebe zum Weinhandwerk treibt uns an, die Lust am Gestalten verbindet. Alle für den Wein!“, so die Müllers im O-Ton. Begonnen hat alles 1936 mit weniger als einem Hektar Weingärten. Die jetzigen Eigentümer, die Brüder Leopold und Stefan Müller, haben mit Fleiß und Zielstrebigkeit einen stattlichen Betrieb daraus geformt. Die historischen Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Der Chef, der Herr im Haus, ist der Wein. Nicht von ungefähr findet sich das Siegel „VINUM EST DOMINUS“ auf den neu gestalteten Etiketten. Die leichteren Weine werden mit einem sandfarbenen Etikett ausgestattet, die schwereren Kaliber glänzen in Quarzblau. Die Zusatzbezeichnung „Hofwerk“ steht für Gebietsweine. Behutsam und konsequent wurde an der Weinstilistik gefeilt. Die aktuelle Serie ist spannend, keiner der Weine ist ermüdend oder vorlaut, die Riedencharakteristika wurden präzise herausgearbeitet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nach wie vor ausgesprochen attraktiv.

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2025 Sauvignon Blanc
Weingut
Hagn
Weinviertel

Hohe Viskosität und intensiv-würzige Nase nach grünen Blättern, Grapefruit, Cassis, Ribisel und frische Gräser, saftig-rassig, typisch, schlank, kühle Aromatik, aufregend-würziger Abgang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€
Schraubverschluss

Weingut
Hagn
Weinviertel

Wolfgang und Leopold Hagn
2024 Mailberg
154

Wolfgang Hagn und sein Cousin Leo haben aus dem Weingut eine moderne Weinerlebniswelt geschaffen – mit dem Weindomizil als Kulinarik-Hotspot samt Nächtigungsmöglichkeit. Kulinarik und Wein sind für Wolfgang Hagn etwas ganz Besonderes. Ihr umfangreiches Sortiment wird immer wieder mit nationalen und internationalen Auszeichnungen gewürdigt. Bereits sieben Mal gab es von der Niederösterreichischen Weingala eine Auszeichnung als „Weingut des Jahres“. Mit dem aktuellen Jahrgang ist Wolfgang sehr zufrieden, die Weine sind wieder gelungen, haben Finesse und Extrakte, machen viel Freude. „Wein ist ein Handwerk, wir leben Wein und Kulinarik sieben Tage, einen ganzen Monat, ein ganzes Jahr – und es macht uns große Freude“, so der Winzer, und empfiehlt auch einen Blick in seine Weinerlebniswelt, wo man neben moderner Architektur die gesamte Produktpalette verkosten kann. Im hauseigenen Weinkino wird einem der Weg des Weines von der Rebe bis in die Flasche gezeigt.

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2023 Chardonnay Reserve Radlbrunn Ried Karln
Weingut
Pröll
Weinviertel

Holz mit cremiger Ausprägung, Vanille, „süße“ Frucht, saftig, Pfeffer, reife Birne, Orangenzesten, Zitrusschale, Ringlotten, voller Harmonie, weich, von üppiger Eleganz.

Weißwein
Chardonnay
€€
Naturkork

Weingut
Pröll
Weinviertel

Maximilian Pröll
3710 Ziersdorf
Radlbrunn 48

Maximilian Pröll hat ordentlich Gas gegeben. Die aktuelle Serie ist wohl die beste, seit ich diesen Betrieb kenne. Absolut überzeugend. Bei der Phalanx der Grünen Veltliner jagt ein Höhepunkt den andern. Grüner Veltliner Ried Galgenberg – das ist Weinviertel pur. Ried Lehlen – hervorragend. Ried Steiningen – ungemein verführerisch. Der Geistliche Pröll – Ried Lehlen – von außergewöhnlichem Ausdruck. Die Reserve 2023 Ried Kirchberg verwöhnt feinste Gaumen. Ein wunderbarer Frühroter Veltliner. Ein fordernder Sauvignon Blanc Ried Karln. Ein toller 2023 Chardonnay Reserve Ried Karln mit cremigem Ausdruck. Die beiden Rotweine – 2023 Zweigelt Reserve Ried Kirchberg und die Antonia 2023 – ein Bordeaux Blend – beeindrucken wohl auch verwöhnte internationale Gaumen. Ein hochwertiger Rosé Wein mit Statur, welcher weit mehr ist als ein Sommerwein. Gratuliere, Maximillan! Tradition und Leidenschaft sind das Motto der Familie Pröll seit über 300 Jahren. Hier denkt man in Generationen. Erwerben kann man diese Weine in diversen Vinotheken. Doch lohnt sich ein Besuch im Weingut, wo an jedem 1. Samstag im Monat von Mai bis September Open House bei den Prölls angesagt ist. Da kann man verkosten und mit dem Winzer plauschen.

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2025 Rotgipfler Perchtoldsdorf
Weingut
Drexler-Leeb
Thermenregion

Gewürze, Anklänge von Striezel, kandierte Gelbfrucht, Zitrus, gelbe Ananas; ansprechender Fruchtauftakt, straff, Anklänge an Orange, guter Biss, anregend, mittellang.

Weißwein
Rotgipfler
€€
Schraubverschluss

Weingut
Drexler-Leeb
Thermenregion

Johannes Leeb
2380 Perchtoldsdorf
Hochstraße 65

Der südlich an die Bundeshauptstadt Wien angrenzende Weinbauort Perchtoldsdorf verquickt vorstädtisches Feeling mit dem Charme traditioneller, dörflicher Heurigenkultur. In diesem Umfeld stechen engagierte Qualitätsbetriebe wie das Weingut Drexler-Leeb besonders hervor. Die Wurzeln dieser Perchtoldsdorfer Winzerfamilie reichen bis ins Jahr 1699 zurück. In der Hochstraße residiert man seit etwa 100 Jahren. Bis vor kurzem Herberge für Weingut und Heurigenlokal, wurde die Produktion im Jahr 2023 ausgelagert – als Teil eines Gemeinschaftsprojektes zählt die junge, oberhalb des Orts gelegene Weinkellerei zu den modernsten und ökologisch vorteilhaftesten der Region. Heute ist Johannes Leeb für die weinbaulichen und kellertechnischen Bereiche zuständig, seine Partnerin Sandra Dorr führt den Heurigen. Nach Abschluss der Höheren Bundeslehranstalt für Wein in Klosterneuburg stieg Hannes Leeb 2001 in den elterlichen Betrieb ein. In der Folge adaptierte und verfeinerte er die Weinstilistik und steigerte die Qualität, nahm alte Sorten wie Rotgipfler und St. Laurent wieder ins Sortiment auf und ergänzte dieses auch um PIWI-Sorten wie Muscaris und Donauveltliner. Zu den Kernsorten zählen hier auch Pinot Blanc und Riesling, zu Neuburger besteht eine spezielle Zuneigung. Neu gibt es einen kraftvollen aromatisierten Wein namens Sympatikus nach der Port-Methode. ps

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2025 Wiener Gemischter Satz DAC
Weingut
Rotes Haus
Wien

(CH/GB/PB) Man atmet feinste Vanille – und das ohne Holz, es ist der einzige Wein des Hauses, welcher ausschließlich im Stahl ausgebaut wird. Frisch und elegant, feines Bukett, Mandeln, bisschen Pfirsich, immer gediegen, ein hervorragender Wein von höchster Qualität.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Rotes Haus
Wien

Thomas Podsednik
1190 Wien
Pfarrplatz 2

Das Weingut Rotes Haus ist seit 2001 im Besitz von Dipl. Kfm. Hans Schmid und wird aktuell von Betriebsleiter Thomas Podsednik im Verbund mit Kellermeister Dragos Pavelescu geführt. Es ist an sich als ein Burgunder Weingut zu bezeichnen. Hier gedeihen – natürlich am Nussberg – überwiegend Chardonnay, Weissburgunder, Grauburgunder, Neuburger, Traminer und einige andere. Diese Rebsorten werden zu großartigen Wiener Gemischten Sätzen veredelt oder auch zu reinsortigen Gewächsen. Es sind kompakte, ausdrucksstarke, von Burgundischer Stilistik geprägte Weine, die hervorragend lagern können. Ich möchte eigentlich keinen Wein hervorheben. Es ist jeder einzelne Wein charaktervoll mit strukturierter Ausprägung. Trotzdem möchte ich auf den 2024 Gemischter Satz von der Ried Langteufel hinweisen, und wenn ich schon dabei bin, auch auf den 2023 Chardonnay Ried Obere Schos. Übrigens, nur zur Erinnerung: Wien ist die einzige Metropole weltweit, wo nennenswert Wein gekeltert wird. Wien hat eine Rebfläche von 640 Hektar.

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2021 Blaufränkisch Vom blauen Schiefer
Weingut
Schiefer
Eisenberg

Glockenklare Fruchtnase, feiner Mix von Waldbeeren, Herzkirsche, Heidelbeere, präzise Fruchtführung, fein ziseliert, schiefrige Verve, ausgewogen, elegant, perfekt strukturiert, lang im Finish.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Naturkork

Weingut
Schiefer
Eisenberg

Uwe Schiefer
7503 Welgersdorf
Angerstraße 14

Uwe Schiefer ist ein Garant für authentische Terroir-Interpretationen in seidig-mineralischer Stilistik. Seine Weine sind geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden und offenbaren jene unverkennbare Stilistik und Bekömmlichkeit in Vollendung, die im Einklang mit naturnahem Weinbau und seiner minimalinvasiven Ausbauweise steht. Das schiefer.pur Weinsortiment ist vielfältig und umspannt die Klassiklinie ebenso wie die hochgepriesenen Premiumweine in Weiß samt der maischevergorenen Sortencuvée m und den Varietäten in Rot. Mit der Marke Weißer Schiefer begründete Uwe Schiefer nicht nur die Welschriesling-Renaissance in Österreich, sondern setzte zugleich die Benchmark für diese hierzulande im trocken werdenden Klima zu höchsten Ehren gekommene Rebsorte. Heute sind von seinen Varietäten der komplexe Weißer Schiefer s und die maischevergorene Variante m gefragte Welschriesling-Klassiker. Entsprechend den Erfahrungswerten des Winzers wird den Welschriesling-Varietäten geringfügig nun Weißburgunder beigefügt, um etwas mehr an gerundeter Tiefe zu erhalten. Der klassische Weißer Schiefer als auch sein Premiumpartner s präsentieren sich in feinziselierter Struktur mit viel Mineralik, wobei Letzterer mit engmaschiger Dichte in perfekter Struktur erneut eine Benchmark für diese Sorte in Österreich darstellt. Die Basis für den in gebrauchten Barriques ausgebauten Schiefer s bildet eine 30-jährige Altanlage der Ried Hummelgraben (toniger Lehm), die unterhalb an die Ried Saybritz anschließt. Ein beeindruckendes Lebenszeichen gibt die maischevergorene Variante m im aktuell verfügbaren Jahrgang 2017, die durch ihre feinziselierte Spielart auch in diesem Segment die zukünftige Stilistik vorgeben wird. Im Bereich der klassischen Rotweinlinie widmet sich Uwe Schiefer erwartungsgemäß ausschließlich der Sorte Blaufränkisch. Diese überzeugt Jahr für Jahr im traditionellen Lagerholzfass-Ausbau in feinziselierter Fruchtstilistik und bereitet in perfekter Balance höchsten Trinkgenuss. Die Lagencuvée Vom blauen Schiefer ist als eine idealtypische Eisenberg-Interpretation von feinster Fruchttiefe im noblen Understatement zu bezeichnen. Die rote Premiumlinie vom Blaufränkisch Eisenberg präsentiert sich im Einzellagen-Ausbau unisono erwartungsgemäß in höchster Qualität. Innerhalb dieser Kollektion gilt Blaufränkisch Ried Szapary (karge Schieferverwitterungsböden) als die feingliedrigste Interpretation. Entsprechend dem Witterungsverlauf tritt der sonst mit filigraner Frucht gekennzeichnete Ried Szapary vom Jahrgang 2021 mit straffer Frucht und viel Extraktdichte auf. Komplementär dazu verhält sich die kräftige Blaufränkisch-Variante aus der Ried Reihburg (Grün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden), die international zur Benchmark für Top-Blaufränkische zu zählen ist. Das stilistisch komplementäre Meisterstück dazu bildet der Blaufränkische aus Uwe Schiefers Altbesitzungen im Mittelburgenland vom Lutzmannsburg V.V. (Vieille Vigne), der die saftige und fruchtcharmante Seite des Blaufränkisch verkörpert. Die betreffenden Weingärten wurden inzwischen aufgegeben, sodass diese Weine nur mehr aus historischen Jahrgängen erhältlich sind. Parallel dazu hat Uwe Schiefer den Grand Reserve Club als neue Linie ins Leben gerufen. Umwerfend, welch herrliche Stilperspektiven in höchster Perfektion und Qualität Uwe Schiefer von den Sorten Merlot und Pinot Noir am Eisenberg eröffnet hat. Merlot 2021 ist der würdige Nachfolger vom Jahrgang 2018, der diesen vermutlich durch sein mehr an Fruchtklarheit und Tiefe übertreffen wird, und der Pinot Noir 2023 schwebt puncto hellfruchtiger Finesse und Vielschichtigkeit in jenen Höhen, die ihn in die Liga der besten Pinots dieser Welt einordnen lassen.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -