Weinguide
Ausgabe 2026/27
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2023 Blaufränkisch hochberc
Weingut
Gesellmann
Mittelburgenland

Nobler Auftritt, Minze, ein Hauch Weihrauch, zarteste Gewürzaromen, dunkle Waldbeeren; großer Aromenbogen auch auf dem Gaumen, elegante Frucht, feingewobenes Gerbstoffnetz, zartes Säurespiel, hochpräzise, in keiner Phase laut oder grob, Finesse vor Wucht, langer Nachhall. So elegant war dieser Wein noch nie.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€

Weingut
Gesellmann
Mittelburgenland

Albert Gesellmann
7301 Deutschkreutz
Langegasse 65

Das Weingut der Familie Gesellmann kann auf eine jahrhundertealte Geschichte zurückblicken. Im Jahr 1719 findet sich die erste Erwähnung in einer Urkunde. Nicht ganz so alt sind die Reben in den Weingärten, aber manche bringen es auf das nahezu biblische Alter von mehr als 90 Jahren. „Die regulieren den Ertrag ohne mein Zutun“, erklärt Albert Gesellmann. Mit dem Jahr 2024 ist er sehr zufrieden. „Trotz der Trockenheit von Mitte Juli bis Mitte September zählt es zu den großen Jahren.“ Albert Gesellmann dreht mit viel Feingefühl an den Qualitätsschrauben. So zum Beispiel gärt der Sauvignon Blanc nur noch im gebrauchten Holz und durchläuft einen Biologischen Säureabbau. Den Chardonnay Ried Steinriegel baut er in Fässern mit dicken Dauben aus, was ihm mehr Reduktivität verleiht. Bei den Weißweinen sind einige Stunden Mazeration mit Stielen zur Reduktion der sensorischen Üppigkeit üblich. Bei den Rotweinen ist Holzeinsatz selbstverständlich. Es kommen überwiegend Fässer mit 500 Litern Inhalt zum Einsatz, die Eichenaromen sollen sich dem Wein unterordnen, der Wein selbst soll der Hauptdarsteller sein. Der Winzer setzt Fässer mit sehr dicken Dauben ein, um den Sauerstoffeintrag zu minimieren. Die Beeren werden nicht mehr gequetscht, die Gärung beginnt interzellulär. Das sorge für mehr Ruhe und ausgeglichene Frucht, begründet Albert Gesellmann diesen Schritt. Bei der Vinifikation wird Schwefel extrem sparsam eingesetzt, um den Weinen möglichst viel Freiraum zu lassen. Auch Zeit ist ein wichtiger Faktor. Dem G gönnt der Winzer vier bis fünf Jahre, bevor das Flaggschiff des Hauses in den Verkauf kommt. Sein Dasein verdankt er den ältesten Rebstöcken des Weingutes, er wird aus kleinbeerigen Blaufränkischtrauben und etwas St. Laurent gekeltert und rund 40 Monate in Barriques geschult. Ein weiteres Aushängeschild ist der Blaufränkisch hochberc, die Trauben stammen aus dem steilsten Filetstück der Ried Hochberg, der Unterboden aus Kalksandstein ist mit einem sehr dünnen Oberboden aus sandigem bis schwerem Lehm bedeckt. Die Reben für den hochberc weiß, ein Gemischer Satz, wurden im Jahr 1959 gepflanzt. Lagenrein wird auch der Pinot Noir ausgebaut, er stammt von der kalkreichen und nach Norden offenen Ried Siglos. Kühle Nächte und ein fast ununterbrochen blasender Wind sorgen für Finesse. Im Jahr 2019 wurde die neu gebaute Verarbeitungsstätte inklusive Gärkeller in Betrieb genommen. Dort gibt es keine Beeren- und Saftpumpen mehr, das erledigt die Schwerkraft in Verbindung mit mechanischen Hebeeinrichtungen. Für den Weißwein wurde eine gekühlte Presse installiert, welche die Mazeration der Trauben über Nacht erlaubt. Der Zeitpunkt der Flaschenfüllung richtet sich streng nach Mondphasen. Die aktuelle Serie vereint Ernsthaftigkeit, Tiefgang und Trinkfluss. So elegant wie die aktuelle Ausgabe des Blaufränkisch hochberc war dieser Wein noch nie. In sich ruhend und gleichsam zeitlos präsentiert sich der G.

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2021 Blaufränkisch Ried Windener Alter Berg
Weingut
Heinrich
Neusiedlersee

Leicht tabakig, torfige Noten, gewürzig, einige Tiefe, üppige Fruchtausformung, Pflaumen, einige Mineralität; straff, würziger herzhafter Blaufränkisch mit Heidelbeeren und Ribiseln, super Substanz, tolles Tannin und reifer Gerbstoff, super Länge, vollreifer Jungspund mit viel Zukunft. BURGENLAND

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Glassstöpsel

Weingut
Heinrich
Neusiedlersee

Gernot & Heike Heinrich
7122 Gols
Baumgarten 60

Gernot Heinrich gehört zu den Großen des österreichischen Weinbaus. Der Golser zieht dabei gemeinsam mit seiner Frau Heike seit 30 Jahren nachhaltig Spuren vom Abhang der Parndorfer Platte bis rüber zum benachbarten Leithaberg, wo die Heinrichs heute schon ein größeres Weingarten-Betätigungsfeld haben als zu Hause in Gols. Der Blaufränkisch ist dabei über die Jahre Heinrichs Königssorte geworden. Sie macht bereits fast die Hälfte aus. Die Sorte ist die erfrischend, würzige Basis für die kühler zu trinkenden Blaufränker – für den direkt gepressten White Blaufränkisch Into the Light, für den Roten Out of the Dark, aber auch für seinen Naked Rosé. Blaufränkisch pur gibt es mit dem trinkvergnüglichen Leithaberg DAC als hochkarätigem Einsteiger in diesen Mikrokosmos aus Sorte und Terroir. Was Heinrich dem Leithaberg und der Sorte an Finesse und Tiefgründigkeit abringen kann, zeigt er mit zwei eleganten herkunftsgeprägten Lagenweinen: dem Alter Berg in Winden auf Kalkstein und dem Edelgraben in Breitenbrunn auf Schiefer. Und natürlich drückt der Blaufränkisch auch den bekannten Heinrich-Cuvées seinen Stempel auf. Die Sorte prägt den Pannobile genauso wie die beiden Lagenweine Gabarinza und Salzberg. Diese Rotwein-Cuvées sind praktisch von Beginn an Heinrichs Wegbegleiter und Signature-Weine, die er bis heute auf Höchstniveau hätschelt und die nach wie vor zu den besten österreichischen Rotweinen zählen. Seit zwei Jahren ist bei den Heinrichs auch Sohn Laurenz an Bord, der seine jungen Ideen gleich in einen neuen Wein einfließen ließ: einer Burgundercuvée aus Chardonnay und Weißburgunder, dieser ist zugleich ein Lagenwein aus der Ried Edelgraben. Der neue Wein soll künftig „unser Top-Lagenweißwein werden, den wir bislang nicht hatten“, betonen die Heinrichs. Der neue Lagenburgunder in Weiß aus dem Jahr 2024 hat eingeschlagen. Ein ausdrucksstarker Wein, der im Holz und teilweise in der Amphore ausgebaut wurde. Tolle Kombi, toller Wein, sehr gelungen! Apropos neu und gelungen: Beim St. Laurent hat Heinrich jetzt von Rot auf Weiß gedreht: „Wir haben uns entschlossen, wegen der Klimaerwärmung St. Laurent nur noch Weiß zu pressen. Wenn man früh erntet, sind die Trauben perfekt gesund und man holt die Feinheiten raus“, erzählt Gernot Heinrich über seinen gleichgepressten 2025er Pet Nat Oh when the Saints. Gratulation: ein erfrischender Sommersprudel der Extraklasse, von dem man endlos viel trinken kann.

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2021 Cupido
Weingut
Silvia Heinrich
Mittelburgenland

(BF) Dezent rauchig, schwarzer und grüner Kardamom, dunkelfruchtig, Holz dezent, Kakaopulver, Orangen, kündigt eleganten Wein an; Tanningrip ohne übertriebene Härte, ungemein saftig und trinkanimierend, Tiefgang und Finesse, im Finish und im langen Abgang macht sich das Holz auf eine unaufdringliche Art bemerkbar. Große Reserven!

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Silvia Heinrich
Mittelburgenland

Silvia Heinrich
7301 Deutschkreutz
Karrnergasse 59

Schon im Jahr 1767 wurde das Weingut in einer Urkunde erwähnt. Johann Heinrich hat die Zeichen der Zeit erkannt, als unser Land in Richtung EU steuerte. „Wir müssen beste Qualität abliefern!“ Er schuf sich einen Namen über die Landesgrenzen hinaus. Seit dem Jahr 2010 führt Silvia Heinrich Regie auf dem Weingut, das zur Spitze im Mittelburgenland zählt. Längst hat sie ihren eigenen Stil gefunden und entwickelt diesen mit Fingerspitzengefühl weiter. Seit einigen Jahren hat sie begonnen, den Holzeinsatz zurückzunehmen. Dieser Prozess dauert noch immer an. Die Winzerin nahm sich auch vor, zu den Wurzeln zurückzukehren. Als äußeres Zeichen dieses Vorhabens schuf sie die Linie „Silvia Heinrich Edition“ aus alten Reben, die den Boden bekanntlich besonders gut transportieren können. Begonnen hat sie mit einem Blaufränkisch, dessen Trauben großteils aus den besten Parzellen der renommierten Ried Goldberg stammen, dann kam Pinot Noir, zuletzt Syrah. Blaufränkisch ist für die Familie Heinrich die wichtigste Rebsorte, sie nimmt mit 75 Prozent den größten Anteil ein. Gehätscheltes Liebkind ist der Pinot Noir. Das Weingut besitzt Anteile an einer Reihe renommierter Lagen. Dazu gehören im Alten Weingebirge mit seinem kalkhaltigen Lehmboden die Rieden Goldberg, Hochberg, Siglos, Fabian, Satz, Neuberg und Mitterberg. Die Ried Weißes Kreuz eignet sich mit ihrem kalkhaltigen und kargen Schotterboden besonders für Pinot Noir. Die heiße Ried Kart mit sandig-steinigem Untergrund ist mit Cabernet Sauvignon bestockt. Der wahre Boden allerdings, auf dem der Wein wachse, sei die Zeit, ist die engagierte Winzerin überzeugt. Der Jahrgang 2021 von Elegy und Cupido ist noch im Verkauf, da es für beide Weine noch keine Nachfolger gibt. Die aktuelle Serie zeigt sich bezüglich des Holzes zurückhaltend, was der Entfaltung der Frucht zugute kommt. Die Weine zeichnet eine elegante Stilistik aus.

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2019 Blaufränkisch C15
Weingut
Hans Igler
Mittelburgenland

Hochgradig elegant und feingliedrig, klare dunkle Frucht, noble Würze eingeflochten, kühler Touch; aromatisches Dacapo, eng gewobenes Netz aus reifen Gerbstoffen, Frucht von Würze unterlegt, präzise Struktur, zartes Säurespiel, in keiner Phase schwer, große Länge, Finesse pur.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Hans Igler
Mittelburgenland

Clemens Reisner
7301 Deutschkreutz
Schaflerhof 1

Im Jahr 2021 hat Clemens Reisner gemeinsam mit seiner Frau Anna das Weingut von seinen Eltern übernommen, nachdem er zuvor elf Jahre die Verantwortung für die Produktion innehatte. Gegründet hat es sein Großvater Hans Igler; er war schon früh als verlässlicher Produzent hochwertiger Rotweine bekannt. Clemens Reisner praktizierte in Frankreich und in Australien. Weil der ursprüngliche Betriebssitz aus allen Nähten platzte, wurde in den Schaflerhof übersiedelt, den altehrwürdigen Vierkanthof des unmittelbar daneben liegenden Schlosses Deutschkreutz. Die bauliche und technische Instandsetzung war aufwändig. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die wichtigsten Weingärten liegen im alten Weingebirge, wo die Böden viel Ton und Kalk aufweisen. Die Familie besitzt Anteile an so renommierten Rieden wie Hochberg, Fabian und Goldberg. Die feine und sichere Handschrift des Winzers zieht sich wie eine rote Linie durch die aktuelle Serie. Blendwerk oder Üppigkeit? Fehlanzeige! Wiederum Primus der Serie ist der hochgradig elegante, feingliedrige und kühle Blaufränkisch C 15, da ist nichts Schweres, alles ist fein. Überzeugend ist zudem die hohe Qualität im Basissegment. Der Schaflerhof bietet sich als Veranstaltungsort für Hochzeiten und Events aller Art wie Tagungen an. Das Ambiente im luftigen ersten Obergeschoss mit Blick auf das darunter liegende Barriquelager ist einzigartig, das ist Feiern über Weinfässern sozusagen.

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2024 Blaufränkisch Ried Leiten
Weingut & Heuriger
Niki Windisch
Weinviertel

(Ton & Kalk, steil, Burgundisches Holz, 50 % neu) Tiefgründige Nase, Veilchen, Brombeeren, Heidelbeeren; kühl, feinnervig, Kalk, Weichsel, vielschichtig, dicht gewoben, absolut sortentypisch, großer Wein.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Schraubverschluss

Weingut & Heuriger
Niki Windisch
Weinviertel

Niki Windisch
2212 Großengersdorf
Kurze Zeile 66

Tel. +43 699 12867471
Fax. +43 2245 882285
niki@weingut-windisch.at
www.weingut-windisch.at

Ich kenne Niki Windisch seit zirka 20 Jahren, als er bei Gerhard Markowitsch gearbeitet hat. Und ich sehe immer wieder Parallelen zwischen den Beiden – das überlegte Handeln, die Ruhe, der Schalk, der immer wieder aufblitzt. Nachdem Niki wieder nach Hause zurückgekommen ist, hat er zielstrebig das Weingut nach seinen Vorstellungen geformt und spielt heute in seiner eigenen Liga – fast unabhängig von Standort und Sorte. Widerspruch wird akzeptiert. Großengersdorf liegt im südlichen Weinviertel, östlich von Wolkersdorf. Hier dominiert das pannonische Klima. Im Ort stehen die Reben überwiegend auf Löß, doch ist Niki auch ein bißchen ausgewichen auf Lagen mit Kalkanteil. Natürlich lebt auch er vom Mikroklima und den alten Rebstöcken, aber dann kommt dieser Niki-Effekt dazu: Alle Sorten wachsen etwas über sich hinaus. Die Weine erhalten immense Fruchttiefe, balancierte Dichte und viel Potenzial. Unbedingt seinen Heurigen besuchen!

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2021 Blaufränkisch M 56 Ried Marienthal
Weingut
MAD
Leithaberg, Rust & Rosalia

Wärmendes Bukett nach vollreifen Beerenfrüchten, enorme Extraktdichte, viel Schwarzkirsche, Brombeere, vollmundige Fülle, würzig hinterlegt, viel Körper, Bitterschoko, vielschichtig, alles in Balance, kernige Mitte, vollreife Tannine, harmonisch, aus einem Guss, ganz groß mit gesicherter Zukunft.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
MAD
Leithaberg, Rust & Rosalia

Sebastian & Tobias Siess
7063 Oggau
Antonigasse 1

Tel. +43 2685 7207
Fax. -4
office@weingut-mad.at
www.weingut-mad.at

Das seit 1786 bestehende Familienweingut MAD wird heute von Sebastian und Tobias Siess in der 8. Generation geleitet. Der Anbau in den Weingärten erfolgt naturnah und das umfassende Weinsortiment folgt seit Jahren den Prämissen der Qualitätsproduktion. Die Ortswein-Kategorie in Weiß hat an Feinheit noch mehr gewonnen und die Cuvée Hochenperg ist seit Jahren ein Fixstarter in der Premiumliga. Im roten Topsegment beeindrucken die beiden Sortencuvées Furioso und der neu eingeführte Mad Royal-Blend, der mit viel Bordeauxfeeling im attraktiven Preissegment liegt. Die absolute Oberliga und zugleich das Herzstück des Hauses ist der Blaufränkisch Marienthal mit der Bezeichnung M 56, eine 1956 bepflanzte Rebanlage. Erstmalig ist von dieser Rarität eine Late Release Füllung verfügbar, die nach Jahren der Reife im gutseigenen Keller, mit dem von Unwettern geplagten, aber fulminaten Jahrgang 2016 abhebt.

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2022 Blaufränkisch Ried Jungenberg Jois
Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Reine Schieferlage. Feinwürziger, leicht ätherischer Duft, Tannenreisig, gewürzige Nelken, Pfefferkuchen, füllige, warme Frucht, Weichselnektar; enorm saftig, viel Brombeeren und Herzkirschen, Ribisel, vibrierende Frische, mineralisch geprägt, spannungsgeladener Blaufränker mit großer Zukunft! BURGENLAND

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Anita & Hans Nittnaus
Leithaberg, Rust & Rosalia

Anita & Hans Nittnaus
7122 Gols
Untere Hauptstraße 49

Alte Weinwerte mit neuem Weinstreben verbindet in perfekter Weise das Golser Weingut Anita & Hans Nittnaus. Seit den 1990er-Jahren steht das Flaggschiff des Hauses, der Comondor, als eine österreichische Rotweinikone mit internationalem Format. Mit der Marke Pannobile hat der Topwinzer Hans „John“ Nittnaus bereits vor 35 Jahren einen der ersten charismatischen burgenländischen Gebietsweine gemacht, wo er die heimischen Sorten Zweigelt und Blaufränkisch forcierte. Bis 2002 gab es bei Nittnaus auch ein weißes Pannobile-Pendant, damals aus Burgundersorten. Seinen Pannobile Weiß hat Nittnaus mit dem Jahrgang 2024 wieder aufleben lassen – jedoch komplett neu gedacht. Der innovative Winzer vereint dabei das großartige Terroir vom Leithaberg mit seinem jüngsten Steckenpferd, dem Furmint, den er als Juniorpartner mit Grüner Veltliner in diesem weißen Pannobile vermählt. Nittnaus‘ Furmint-Abenteuer hat 2018 begonnen – im Kleinen. Heute hat er schon zwei Hektar von dieser Traditionsweißweinsorte ausgesetzt. Neben dem Weißen Pannobile gibt es auch zwei reinsortige Furmint. Neu: der Ortswein Jois, ein gelungener und äußerst preiswerter Wein als Einstieg in die faszinierende Furmint-Welt. Was die Sorte im Premiumbereich leisten kann, zeigt Nittnaus mit seinem Lagenwein aus der Ried Tannenberg in Jois, 2024 ist der vierte Furmint-Jahrgang, es ist ein Powerwein mit Rieseneleganz, der sein Potenzial erst im großen Glas entfaltet. „Ich bin kein analytischer Koster“, sagt John Nittnaus, denn sein Credo lautet: „Mir geht es darum, welche Persönlichkeit hat der Wein.“ Und viel Persönlichkeit kommt vom Leithaberg. Darum hat Nittnaus schon vor Jahren seinen Aktionsradius von seiner Heimatstadt Gols auf den nahen Leithaberg ausgeweitet, um dort mit dem Blaufränkisch ein Weindenkmal zu setzen. Es ist seine Königssorte geworden – und: „Wir wollen den Blaufränkisch-Anteil in den nächsten Jahren weiter steigern“, sagt der Winzer, der am Leithaberg bereits vier unterschiedliche Lagenweine im Portfolio hat. Seine beiden Top-Blaufränkisch kommen aus Jois: aus der Ried Jungenberg, wo die Sorte auf einem Schieferboden steht, und aus der Ried Gritschenberg, einer kalkgeprägten Lage. Weiters gibt es noch in Jois den Blaufränker vom Altenberg und die Lange Ohn in Neusiedl. Beim Wein und daraus entstehenden neuen Ideen ist John Nittnaus immer jung geblieben – und ist damit auch den Low Intervention Weinen der Nittnaus-Jugend Martin, Andreas und Lydia aufgeschlossen. Hier hat sich die junge Generation schon seit einigen Jahren unter den Namen Manila und Elektra mit straffen spannungsgeladenen Natural Wines in Weiß und Rot in Szene gesetzt. Prädikat: unbedingt auch kosten!

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2023 Blaufränkisch Ried Goldberg
Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rauchig, tiefgründiges Bukett, Tintenblei, kühle Ader, Veilchen, Holler, glockenklar, wunderbar samtig, reichhaltig; am Gaumen superdicht, köstlich saftige Mitte, viel Tiefgang, Tintenblei, kernig, gediegene Kraft, lang.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Pionierweingut und Musterbetrieb, beruht der Erfolg der Winzerfamilie Prieler unter anderem auf den hier vermittelten glasklaren Botschaften– das gilt für Terroir, Herkunft und Sorte ebenso wie für die ureigene Prieler’sche Stilistik und die Charaktere sowie Kategorien der Einzelweine und dem sich dadurch ergebenden logischen Aufbau des hiesigen Sortiments. Beständigkeit und Topqualität sind hier prägende Attribute. Die für das Weingut ideale Ausrichtung wurde schon von Engelbert Prieler erkannt. Somit ging es nie darum, sich „neu zu erfinden“, sondern lediglich darum, das Qualitätspotenzial immer weiter auszureizen. Sich mit dem Erreichten nicht zufriedenzugeben, ist fraglos ein Kernpunkt des hiesigen Gedankenguts, denn „eh gut“ reiche einfach nicht, wie Georg Prieler lakonisch meint. Wesentliche Ingredienz des Erfolgs ist, dass man sich von Anfang an mit den Eigenschaften und Charakteristika der verschiedenen Terroirs intensiv beschäftigte und bei deren Vermählung mit bestimmten Rebsorten mit großem Einfühlungsvermögen und mit Umsicht vorging. Damit wurde ein Kerngedanke des heutigen Herkunftssystems hier schon früh umgesetzt. Im Schützner Weingut steht das dreiteilige System aus Gebiets-, Ort- und Lagenwein gänzlich umgesetzt, die Rieden und deren fixe Verbindung mit idealer Rebsorte stehen hier ganz klar im Rampenlicht. Doch auch der spezifische Ausdruck der einzelnen Sorten aus unterschiedlichen Böden wird hier mit einer Präzision dargestellt, die seinesgleichen sucht. Grundstock und Voraussetzung dafür ist das umfangreiche Inventar an Weingärten in etlichen der hervorragendsten Lagen in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip. Im Weißweinbereich dominiert Pinot Blanc, und bei dieser Sorte zählt man fraglos zu den besten Erzeugern weltweit. Einstieg in die Weißburgunder-Welt bietet der hochwertige Ortswein Schützen am Gebirge, der nach wie vor den jahrzehntelang genutzten Riedennamen Seeberg trägt. Als Herkunftsweine gibt es einen Leithaberg Alte Reben ohne Riedenbezeichnung, der von Kalk- und Schieferlagen stammt sowie den Ried Haidsatz vom Schiefer und den Ried Steinweingarten vom Kalk. Letzterer ist erst relativ jung im Sortiment, beweist aber jetzt schon beeindruckende Komplexität und Tiefe. Seit jeher fix im weißen Portfolio verankert sind Chardonnay und Welschriesling. Seit etlichen Jahren ist auch ein messerscharfer Gemischter Satz von Kalkterrassen Teil des Sortiments. Im Rotweinbereich hat Blaufränkisch herausragende Bedeutung, dennoch sollte man die hohe Güte von den Prieler’schen St. Laurent und Merlot nicht unterschätzen. Bei Blaufränkisch trägt der stets zu den allerbesten klassischen Sortenvertretern des Landes zählende Ortswein Oggau die über Dekaden verwendete Bezeichnung Johanneshöhe. Die Herkunft Leithaberg wir auch hier von drei Vertretern abgedeckt: Der Pratschweingarten stammt ebenso wie der Lagenwein aus der berühmten Ried Marienthal aus Oggau, wo Kalkböden den Charakter der Weine stark beeinflussen. Die von Schieferboden geprägte Ried Goldberg, auf der der Ruhm der Prielerschen Blaufränkisch begründet wurde, liegt wiederum in Schützen am Gebirge. Als saftiges Trinkvergnügen zählt der charaktervolle Rosé alljährlich zu den besten des Landes. Wurden dem Wohl der Reben aber auch den Böden im Hause Prieler immer schon große Aufmerksamkeit geschenkt, so vollzog man vor vielen Jahren auch den Wandel zur biologischen Bewirtschaftungweise; seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. Im Weingarten wird sukzessive von Strecker auf Zapfenschnitt umgestellt. Können und großes Geschick beweist Georg Prieler auch im Keller bei der Vinifikation und ganz besonders bei der Maturation der Weine. Je nach Sorte und Kategorie kommen Edelstahltanks, Eichenholzfässer von vorwiegend groß ab 1.200 Liter Volumen bis teils klein – etwa beim Schützner Stein – sowie Amphoren (mehrheitlich 750 Liter) zur Anwendung. Die aktuellen Einstiegsweine stammen aus dem Jahrgang 2025, die weißen Premiumweine aus 2024 und die Roten aus dem geschmeidigen Jahrgang 2023 – unter den Blaufränkisch sticht der Goldberg heraus. Als toll gereifte Verführung gibt es eine Jahrgangscuvée vom Merlot Schützner Stein aus den Jahrgängen 2012, 2015 und 2016 – sie ist für die Gastronomie vorgesehen und dort sollte man zugreifen.ps

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2023 Blaufränkisch Reserve Ried Ungerberg
Weingut
Martin Reinfeld
Leithaberg, Rust & Rosalia

Würzig, kühl, voller Frische, Kirschen, Brombeeren, ein ungemein feines Bukett, Nougat, zarte Frucht, feinstes Tannin, große Eleganz, feingliedrig, voller Finesse, unvergleichlicher Trinkfluss, Transparenz, leichtfüßig, fantastisch. BURGENLAND

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Schraubverschluss

Weingut
Martin Reinfeld
Leithaberg, Rust & Rosalia

Martin Reinfeld
7081 Schützen am Gebirge
Haupstraße 19

Martin Reinfeld, der mit dem Jahrgang 2025 seine 20. Ernte eingefahren hat, zählt zu den besten Winzern des Burgenlandes. Die heurige Serie bestätigte diesen Eindruck. Zwei feine Schmeckerte – Gelber Muskateller und Sauvignon Blanc – sind sehr gut. Solch präsente Grüner Veltliner, zum einen aus 2025, zum andern 2024 Ried Seeberg – davon träumt so mancher Niederösterreicher. Ein beschwingter 2025 Weissburgunder Ried Reckenschink begeistert mit Frische. Die Rotweine spielen in einer eigenen Liga. Ein traumhafter 2024 Blaufränkisch. Darüber steht die prachtvolle Blaufränkisch Reserve Ried Ungerberg. Ein nobler Syrah Ried Seeberg umspielt den Gaumen. Vier 2024 – 4 Sorten – 4 Lagen – 4mal vinifiziert – Blaufränkisch vom Ungerberg – Cabernet und Merlot vom Steinweingarten – Syrah vom Seeberg. Ein großartiger Rotwein um wohlfeile 11,30 Euro. 2022 Blaufränkisch Divine aus der Ried Satz aus bis zu 35 Jahre alten Reben: Er schmeckt so wie er heißt. Der Steinberg aus Cabernet und Merlot – französische Reben und immer Leithaberg. Lenschi – ein Pet Nat vom Muskateller – begeistert in seiner leichten und doch ernsthaften Art.

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2022 Blaufränkisch Eisenberg
Weingut
Krutzler
Eisenberg

Feinwürzig-mineralisches Bukett, dunkelbeerige Kirsche, kräuterwürzig, Thymian, viel Waldbeerenaromatik, enorme Dichte, druckvoll, viel Mineralik, ziseliert, großartige Fruchttiefe mit schiefriger Verve, vibrierende Finesse, alles in perfekter Balance, vielschichtig, pointierte Interpretation, groß mit enormen Reserven.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Krutzler
Eisenberg

Reinhold Krutzler
7474 Deutsch-Schützen
Untere Hauptstraße 6

Tel. +43 664 1431983
weingut@krutzler.at
www.krutzler.at

Das Weingut Krutzler ist eine Paradebetrieb am Eisenberg, dessen elegante Blaufränkisch-Varietäten in der Stilistik des „Perwolff“ Weltruf genießen. Reinhold Krutzler führt das Weingut in der fünften Generation, unterstützt von der nächsten Generation – von Sohn Clemens, der bereits in das Familienweingut eingeführt ist und einzelne Füllungen im Hause selbständig verantwortet. Die Krutzler’sche Weinphilosophie ist klar definiert: Es gilt, die Charaktere dieser Rebsorte herauszuarbeiten, deren Eigenständigkeit von den mineralisch geprägten, eisenhältigen Lehm- und Schieferböden samt Kleinklima bestimmt ist. Grundlage dazu bilden die allerbesten gutseigenen Rieden aus großteils über dreißigjährigem Rebbestand am nahen Eisenberg und in Deutsch Schützen. Das Entrée bildet der hochklassische Welschriesling 2023, der von Clemens Krutzler in Eigenverantwortung ausgebaut wird. Der Relaunch der Etiketten verfolgt das Ziel, auch den Ortsweinen in farbig-dezenter Varietät die Rebsorten- und Terroirunterschiede optisch sichtbar zu machen. Die Bezeichnung Ortswein ist für die Gewächse aus dem Hause Krutzler sinngemäß ein selbstredendes Understatement. Der Welschriesling Ried Ratschen stammt von der Nord-Ost ausgerichteten Lage am Deutsch-Schützener Berg (sandiger Lehm im Ober- und Sand und Kies im Unterboden), zeigt sich dazu stilistisch in konträrer Terroirinterpretation mit viel an Fruchtfülle und feiner Strukturtiefe, die im zartem Schmelz endet. Was für ein Statement für diese Rebsorte, die mit Vitalität und Frische strahlt! Der Blaufränkisch Deutsch Schützen repräsentiert die fruchtdichte Varietät mit Würze geprägtem Terroirfeeling. Stilistisch komplementär dazu zeigt sich der Blaufränkisch Eisenberg in klassischer, maskuliner Fruchttiefe und mineralischer Tiefe mit viel Fruchttransparenz. Die Blaufränkisch Reserve 2019 stammt aus der Ried Weinberg und zählt mit dem Perwolff zur absoluten Premiumlinie. Der Perwolff zählt als Wegbereiter und Archetyp des Südburgenlands, der nun reinsortig ausgebaut wird und als eine der Blaufränkisch-Ikonen Österreichs gilt. Saft und Kraft zeichnen diesen komplexen Blaufränkisch aus, der, wie alle Topweine des Hauses Krutzler, im Jungstadium das kräftige Tanningerüst des Blaufränkisch aufzeigt und mit zunehmender Flaschenreife zur Perfektion von fruchtig-würziger Aromatik samt feiner Mineralik findet. Last but not least verfügt das Weingut Krutzler mit dem reinsortigen Merlot über ein weiteres Aushängeschild. Seit der Ersternte 1997 ist dieser dem Geheimtippstatus entwachsen und hat sich mit viel saftigem und fruchtdichten Terroirfeeling als Eisenberger Juwel etabliert. Merlot kommt zu zwei Drittel von Deutsch Schützener-Lagen sowie vom Eisenberg und wird im Barrique mit einem geringen Anteil von Tonneau ausgebaut.

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2019 Blaufränkisch Ried Weinberg Reserve
Weingut
Krutzler
Eisenberg

Betörendes, feinwürziges und rotbeeriges Bukett, reife Fruchtaromatik, viel Frische, Waldbeeren, Himbeere, Erdbeere, perfekt balanciert, ausdrucksstark mit viel Finesse, mineralische Vitalität, druckvoll, viel Fruchttiefe, elegant, feine Würzeprägung im Finale, ein großer Wein mit beeindruckender Terroirinterpretation.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Krutzler
Eisenberg

Reinhold Krutzler
7474 Deutsch-Schützen
Untere Hauptstraße 6

Tel. +43 664 1431983
weingut@krutzler.at
www.krutzler.at

Das Weingut Krutzler ist eine Paradebetrieb am Eisenberg, dessen elegante Blaufränkisch-Varietäten in der Stilistik des „Perwolff“ Weltruf genießen. Reinhold Krutzler führt das Weingut in der fünften Generation, unterstützt von der nächsten Generation – von Sohn Clemens, der bereits in das Familienweingut eingeführt ist und einzelne Füllungen im Hause selbständig verantwortet. Die Krutzler’sche Weinphilosophie ist klar definiert: Es gilt, die Charaktere dieser Rebsorte herauszuarbeiten, deren Eigenständigkeit von den mineralisch geprägten, eisenhältigen Lehm- und Schieferböden samt Kleinklima bestimmt ist. Grundlage dazu bilden die allerbesten gutseigenen Rieden aus großteils über dreißigjährigem Rebbestand am nahen Eisenberg und in Deutsch Schützen. Das Entrée bildet der hochklassische Welschriesling 2023, der von Clemens Krutzler in Eigenverantwortung ausgebaut wird. Der Relaunch der Etiketten verfolgt das Ziel, auch den Ortsweinen in farbig-dezenter Varietät die Rebsorten- und Terroirunterschiede optisch sichtbar zu machen. Die Bezeichnung Ortswein ist für die Gewächse aus dem Hause Krutzler sinngemäß ein selbstredendes Understatement. Der Welschriesling Ried Ratschen stammt von der Nord-Ost ausgerichteten Lage am Deutsch-Schützener Berg (sandiger Lehm im Ober- und Sand und Kies im Unterboden), zeigt sich dazu stilistisch in konträrer Terroirinterpretation mit viel an Fruchtfülle und feiner Strukturtiefe, die im zartem Schmelz endet. Was für ein Statement für diese Rebsorte, die mit Vitalität und Frische strahlt! Der Blaufränkisch Deutsch Schützen repräsentiert die fruchtdichte Varietät mit Würze geprägtem Terroirfeeling. Stilistisch komplementär dazu zeigt sich der Blaufränkisch Eisenberg in klassischer, maskuliner Fruchttiefe und mineralischer Tiefe mit viel Fruchttransparenz. Die Blaufränkisch Reserve 2019 stammt aus der Ried Weinberg und zählt mit dem Perwolff zur absoluten Premiumlinie. Der Perwolff zählt als Wegbereiter und Archetyp des Südburgenlands, der nun reinsortig ausgebaut wird und als eine der Blaufränkisch-Ikonen Österreichs gilt. Saft und Kraft zeichnen diesen komplexen Blaufränkisch aus, der, wie alle Topweine des Hauses Krutzler, im Jungstadium das kräftige Tanningerüst des Blaufränkisch aufzeigt und mit zunehmender Flaschenreife zur Perfektion von fruchtig-würziger Aromatik samt feiner Mineralik findet. Last but not least verfügt das Weingut Krutzler mit dem reinsortigen Merlot über ein weiteres Aushängeschild. Seit der Ersternte 1997 ist dieser dem Geheimtippstatus entwachsen und hat sich mit viel saftigem und fruchtdichten Terroirfeeling als Eisenberger Juwel etabliert. Merlot kommt zu zwei Drittel von Deutsch Schützener-Lagen sowie vom Eisenberg und wird im Barrique mit einem geringen Anteil von Tonneau ausgebaut.

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2023 Perwolff
Weingut
Krutzler
Eisenberg

Verspieltes Bukett, hellfruchtiges Entrée, dunkelbeerige Fruchtaromatik, Herzkirsche, Orangenzeste, Gewürze, viel Extraktsüße, pointiert, linear, Bitterschokolade, würzig umspielt, mineralisch geprägt, schöner Säurebiss, kompakte Textur, komplex, zeigt viel Tiefe, tolle Tanninstruktur, äußerst delikat, ganz lang im Finale.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Krutzler
Eisenberg

Reinhold Krutzler
7474 Deutsch-Schützen
Untere Hauptstraße 6

Tel. +43 664 1431983
weingut@krutzler.at
www.krutzler.at

Das Weingut Krutzler ist eine Paradebetrieb am Eisenberg, dessen elegante Blaufränkisch-Varietäten in der Stilistik des „Perwolff“ Weltruf genießen. Reinhold Krutzler führt das Weingut in der fünften Generation, unterstützt von der nächsten Generation – von Sohn Clemens, der bereits in das Familienweingut eingeführt ist und einzelne Füllungen im Hause selbständig verantwortet. Die Krutzler’sche Weinphilosophie ist klar definiert: Es gilt, die Charaktere dieser Rebsorte herauszuarbeiten, deren Eigenständigkeit von den mineralisch geprägten, eisenhältigen Lehm- und Schieferböden samt Kleinklima bestimmt ist. Grundlage dazu bilden die allerbesten gutseigenen Rieden aus großteils über dreißigjährigem Rebbestand am nahen Eisenberg und in Deutsch Schützen. Das Entrée bildet der hochklassische Welschriesling 2023, der von Clemens Krutzler in Eigenverantwortung ausgebaut wird. Der Relaunch der Etiketten verfolgt das Ziel, auch den Ortsweinen in farbig-dezenter Varietät die Rebsorten- und Terroirunterschiede optisch sichtbar zu machen. Die Bezeichnung Ortswein ist für die Gewächse aus dem Hause Krutzler sinngemäß ein selbstredendes Understatement. Der Welschriesling Ried Ratschen stammt von der Nord-Ost ausgerichteten Lage am Deutsch-Schützener Berg (sandiger Lehm im Ober- und Sand und Kies im Unterboden), zeigt sich dazu stilistisch in konträrer Terroirinterpretation mit viel an Fruchtfülle und feiner Strukturtiefe, die im zartem Schmelz endet. Was für ein Statement für diese Rebsorte, die mit Vitalität und Frische strahlt! Der Blaufränkisch Deutsch Schützen repräsentiert die fruchtdichte Varietät mit Würze geprägtem Terroirfeeling. Stilistisch komplementär dazu zeigt sich der Blaufränkisch Eisenberg in klassischer, maskuliner Fruchttiefe und mineralischer Tiefe mit viel Fruchttransparenz. Die Blaufränkisch Reserve 2019 stammt aus der Ried Weinberg und zählt mit dem Perwolff zur absoluten Premiumlinie. Der Perwolff zählt als Wegbereiter und Archetyp des Südburgenlands, der nun reinsortig ausgebaut wird und als eine der Blaufränkisch-Ikonen Österreichs gilt. Saft und Kraft zeichnen diesen komplexen Blaufränkisch aus, der, wie alle Topweine des Hauses Krutzler, im Jungstadium das kräftige Tanningerüst des Blaufränkisch aufzeigt und mit zunehmender Flaschenreife zur Perfektion von fruchtig-würziger Aromatik samt feiner Mineralik findet. Last but not least verfügt das Weingut Krutzler mit dem reinsortigen Merlot über ein weiteres Aushängeschild. Seit der Ersternte 1997 ist dieser dem Geheimtippstatus entwachsen und hat sich mit viel saftigem und fruchtdichten Terroirfeeling als Eisenberger Juwel etabliert. Merlot kommt zu zwei Drittel von Deutsch Schützener-Lagen sowie vom Eisenberg und wird im Barrique mit einem geringen Anteil von Tonneau ausgebaut.

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2019 Blaufränkisch Lutzmannsburg V.V.
Weingut
Schiefer
Eisenberg

Präsente Kirsche-Schoko-Nase, Tabak, vollreif, rotbeerige Fruchtmelange, Waldbeeren, betörende Fruchtfülle in straffer Manier, engmaschig, druckvoll, kompakte Struktur, viel Finesse, feinkörniges Tannin, ein Bravourstück par excellence.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Schiefer
Eisenberg

Uwe Schiefer
7503 Welgersdorf
Angerstraße 14

Uwe Schiefer ist ein Garant für authentische Terroir-Interpretationen in seidig-mineralischer Stilistik. Seine Weine sind geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden und offenbaren jene unverkennbare Stilistik und Bekömmlichkeit in Vollendung, die im Einklang mit naturnahem Weinbau und seiner minimalinvasiven Ausbauweise steht. Das schiefer.pur Weinsortiment ist vielfältig und umspannt die Klassiklinie ebenso wie die hochgepriesenen Premiumweine in Weiß samt der maischevergorenen Sortencuvée m und den Varietäten in Rot. Mit der Marke Weißer Schiefer begründete Uwe Schiefer nicht nur die Welschriesling-Renaissance in Österreich, sondern setzte zugleich die Benchmark für diese hierzulande im trocken werdenden Klima zu höchsten Ehren gekommene Rebsorte. Heute sind von seinen Varietäten der komplexe Weißer Schiefer s und die maischevergorene Variante m gefragte Welschriesling-Klassiker. Entsprechend den Erfahrungswerten des Winzers wird den Welschriesling-Varietäten geringfügig nun Weißburgunder beigefügt, um etwas mehr an gerundeter Tiefe zu erhalten. Der klassische Weißer Schiefer als auch sein Premiumpartner s präsentieren sich in feinziselierter Struktur mit viel Mineralik, wobei Letzterer mit engmaschiger Dichte in perfekter Struktur erneut eine Benchmark für diese Sorte in Österreich darstellt. Die Basis für den in gebrauchten Barriques ausgebauten Schiefer s bildet eine 30-jährige Altanlage der Ried Hummelgraben (toniger Lehm), die unterhalb an die Ried Saybritz anschließt. Ein beeindruckendes Lebenszeichen gibt die maischevergorene Variante m im aktuell verfügbaren Jahrgang 2017, die durch ihre feinziselierte Spielart auch in diesem Segment die zukünftige Stilistik vorgeben wird. Im Bereich der klassischen Rotweinlinie widmet sich Uwe Schiefer erwartungsgemäß ausschließlich der Sorte Blaufränkisch. Diese überzeugt Jahr für Jahr im traditionellen Lagerholzfass-Ausbau in feinziselierter Fruchtstilistik und bereitet in perfekter Balance höchsten Trinkgenuss. Die Lagencuvée Vom blauen Schiefer ist als eine idealtypische Eisenberg-Interpretation von feinster Fruchttiefe im noblen Understatement zu bezeichnen. Die rote Premiumlinie vom Blaufränkisch Eisenberg präsentiert sich im Einzellagen-Ausbau unisono erwartungsgemäß in höchster Qualität. Innerhalb dieser Kollektion gilt Blaufränkisch Ried Szapary (karge Schieferverwitterungsböden) als die feingliedrigste Interpretation. Entsprechend dem Witterungsverlauf tritt der sonst mit filigraner Frucht gekennzeichnete Ried Szapary vom Jahrgang 2021 mit straffer Frucht und viel Extraktdichte auf. Komplementär dazu verhält sich die kräftige Blaufränkisch-Variante aus der Ried Reihburg (Grün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden), die international zur Benchmark für Top-Blaufränkische zu zählen ist. Das stilistisch komplementäre Meisterstück dazu bildet der Blaufränkische aus Uwe Schiefers Altbesitzungen im Mittelburgenland vom Lutzmannsburg V.V. (Vieille Vigne), der die saftige und fruchtcharmante Seite des Blaufränkisch verkörpert. Die betreffenden Weingärten wurden inzwischen aufgegeben, sodass diese Weine nur mehr aus historischen Jahrgängen erhältlich sind. Parallel dazu hat Uwe Schiefer den Grand Reserve Club als neue Linie ins Leben gerufen. Umwerfend, welch herrliche Stilperspektiven in höchster Perfektion und Qualität Uwe Schiefer von den Sorten Merlot und Pinot Noir am Eisenberg eröffnet hat. Merlot 2021 ist der würdige Nachfolger vom Jahrgang 2018, der diesen vermutlich durch sein mehr an Fruchtklarheit und Tiefe übertreffen wird, und der Pinot Noir 2023 schwebt puncto hellfruchtiger Finesse und Vielschichtigkeit in jenen Höhen, die ihn in die Liga der besten Pinots dieser Welt einordnen lassen.

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2021 Blaufränkisch Ried Reihburg
Weingut
Schiefer
Eisenberg

Feine Würze-
Waldlaub-Nase, herrliche Saftigkeit, dicht, Waldbeeren-Heidelbeere-Kirsche-Melange, druckvoll, enorme Fruchtaromatik mit viel Verve, vielschichtig mit viel Fruchtpräsenz, mineralische Frische, ausgewogen, zart rauchig, toller Spannungsbogen, alles aus einem Guss, pointiert, enormes Potenzial, großartige Lageninterpretation, modellhaft, jetzt schon eine Legende.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Schiefer
Eisenberg

Uwe Schiefer
7503 Welgersdorf
Angerstraße 14

Uwe Schiefer ist ein Garant für authentische Terroir-Interpretationen in seidig-mineralischer Stilistik. Seine Weine sind geprägt vom allgegenwärtigen Schieferboden und offenbaren jene unverkennbare Stilistik und Bekömmlichkeit in Vollendung, die im Einklang mit naturnahem Weinbau und seiner minimalinvasiven Ausbauweise steht. Das schiefer.pur Weinsortiment ist vielfältig und umspannt die Klassiklinie ebenso wie die hochgepriesenen Premiumweine in Weiß samt der maischevergorenen Sortencuvée m und den Varietäten in Rot. Mit der Marke Weißer Schiefer begründete Uwe Schiefer nicht nur die Welschriesling-Renaissance in Österreich, sondern setzte zugleich die Benchmark für diese hierzulande im trocken werdenden Klima zu höchsten Ehren gekommene Rebsorte. Heute sind von seinen Varietäten der komplexe Weißer Schiefer s und die maischevergorene Variante m gefragte Welschriesling-Klassiker. Entsprechend den Erfahrungswerten des Winzers wird den Welschriesling-Varietäten geringfügig nun Weißburgunder beigefügt, um etwas mehr an gerundeter Tiefe zu erhalten. Der klassische Weißer Schiefer als auch sein Premiumpartner s präsentieren sich in feinziselierter Struktur mit viel Mineralik, wobei Letzterer mit engmaschiger Dichte in perfekter Struktur erneut eine Benchmark für diese Sorte in Österreich darstellt. Die Basis für den in gebrauchten Barriques ausgebauten Schiefer s bildet eine 30-jährige Altanlage der Ried Hummelgraben (toniger Lehm), die unterhalb an die Ried Saybritz anschließt. Ein beeindruckendes Lebenszeichen gibt die maischevergorene Variante m im aktuell verfügbaren Jahrgang 2017, die durch ihre feinziselierte Spielart auch in diesem Segment die zukünftige Stilistik vorgeben wird. Im Bereich der klassischen Rotweinlinie widmet sich Uwe Schiefer erwartungsgemäß ausschließlich der Sorte Blaufränkisch. Diese überzeugt Jahr für Jahr im traditionellen Lagerholzfass-Ausbau in feinziselierter Fruchtstilistik und bereitet in perfekter Balance höchsten Trinkgenuss. Die Lagencuvée Vom blauen Schiefer ist als eine idealtypische Eisenberg-Interpretation von feinster Fruchttiefe im noblen Understatement zu bezeichnen. Die rote Premiumlinie vom Blaufränkisch Eisenberg präsentiert sich im Einzellagen-Ausbau unisono erwartungsgemäß in höchster Qualität. Innerhalb dieser Kollektion gilt Blaufränkisch Ried Szapary (karge Schieferverwitterungsböden) als die feingliedrigste Interpretation. Entsprechend dem Witterungsverlauf tritt der sonst mit filigraner Frucht gekennzeichnete Ried Szapary vom Jahrgang 2021 mit straffer Frucht und viel Extraktdichte auf. Komplementär dazu verhält sich die kräftige Blaufränkisch-Variante aus der Ried Reihburg (Grün- und Blauschiefer, tonige Lehmböden), die international zur Benchmark für Top-Blaufränkische zu zählen ist. Das stilistisch komplementäre Meisterstück dazu bildet der Blaufränkische aus Uwe Schiefers Altbesitzungen im Mittelburgenland vom Lutzmannsburg V.V. (Vieille Vigne), der die saftige und fruchtcharmante Seite des Blaufränkisch verkörpert. Die betreffenden Weingärten wurden inzwischen aufgegeben, sodass diese Weine nur mehr aus historischen Jahrgängen erhältlich sind. Parallel dazu hat Uwe Schiefer den Grand Reserve Club als neue Linie ins Leben gerufen. Umwerfend, welch herrliche Stilperspektiven in höchster Perfektion und Qualität Uwe Schiefer von den Sorten Merlot und Pinot Noir am Eisenberg eröffnet hat. Merlot 2021 ist der würdige Nachfolger vom Jahrgang 2018, der diesen vermutlich durch sein mehr an Fruchtklarheit und Tiefe übertreffen wird, und der Pinot Noir 2023 schwebt puncto hellfruchtiger Finesse und Vielschichtigkeit in jenen Höhen, die ihn in die Liga der besten Pinots dieser Welt einordnen lassen.

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2022 ALTE REBEN Blaufränkisch
Weingut
Sommer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kirschen im Bukett, Brombeeren, Himbeeren, rauchige Würze, Kalk und Schiefer sorgen für eine herausfordernde Spannung, die Erde steht im Vordergrund, viel Salz, am Gaumen mit steiniger Würze, Tiefe, Enge, Dichte, klebt förmlich am Gaumen, prägnantes Tannin mit griffiger Säure, hier steht der Boden über der Rebsorte und ist doch immer Blaufränkisch. Substanz für viele Jahre. BURGENLAND

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Sommer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Leo Sommer
7082 Donnerskirchen
Johannesstraße 26

Leo Sommer macht in seiner bescheidenen Art Weine von Weltformat. Diese neun verkosteten Weine sind von höchster Klasse. Die beiden Weine von der Ried Himmelreich und vom Purbacher Ried Halser – Grüne Veltliner – sind in ihrer Art unschlagbar. Ja, sie kommen vom Leithaberg – jene Menschen, die noch immer glauben, dass es im Burgenland keine großen Grünen Veltliner gibt, sollten hiermit ihren Gaumen aktualisieren. Hervorragend: 2025 Riesling Quarz und 2024 Chardonnay Kalkschicht. Außergewöhnlich: 2023 Chardonnay Ried Riefring Thal. Weltklassehandwerk – ob Welschriesling, Riesling oder Furmint – wobei letzterer mein Herz erobert hat. Dann die oben genannten Grünen Veltliner – das sind Gewächse, die sich jeder Beschreibung entziehen. Unfassbar groß! 2022 Alte Reben Leithaberg DAC Blaufränkisch – da wird es dramatisch – das ist Spannung und Prägnanz pur – hier hat man das Salz der Erde im Glas. Leo Sommer sieht sich als Weinhandwerker. Er steht in ständigem Dialog mit seinen Reben.

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2023 2023 Blaufränkisch Ried Mariental
Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Beginnt gewohnt kühl und tiefgängig, Maulbeeren, dunkle Weichseln, süß-harziger Unterton, am Gaumen leise, komplexes Fruchtbild, dunkle Aromen wechseln mit markanter Kühle, klar und konturiert, Potenzial für Jahrzehnte.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut
Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Das Weingut der Familie Triebaumer hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bäuerlich-philosophischen Gesamtkunstwerk entwickelt, hier verbinden sich Handarbeit, ein tiefes Verständnis für die Natur und ihre komplexen Zusammenhänge sowie klare menschliche Haltung. Vielfalt, Bodenständigkeit und nachvollziehbare Herkunftscharaktere bis hin zu hochgepriesenen Komplexitäten wie Blaufränkisch Mariental zeichnen das Sortiment des Ruster Paradebetriebs aus. Knackig und frisch kann Familie Triebaumer aber auch: Der gewohnt herzhafte Gelbe Muskateller markiert einen trinkwertigen Auftakt bei den Weißweinen. Sauvignon Blanc aus der Ried Vogelsang firmiert als sanft-aromatischer Vogel und der jugendliche Furmint Kristallin markiert eine sympathisch-individuelle Spielart dieser altehrwürdigen Sorte. Bei den Rotweinen gibt es Preis-Leistungs-Kracher wie die aktuelle Tridendron-Cuvée aus Blaufränkisch, Cabernet und Merlot, welche die Reife des Jahrgangs verlockend abbildet, oder den pikanten, sortentypischen Blaufränkisch Ried Gemärk. Das Dreigespann Blaufränkisch-Merlot-Cabernet findet sich in wertiger, dichter Verpackung auch in Form des Maulwurfs, die Trauben der jüngeren Mariental-Anlagen tragen hier zur archetypischen Fruchtausprägung maßgeblich bei, der Blend steht derzeit zwischen drei und vier Sternen. Blaufränkisch ist rote Kernkompetenz im Hause Triebaumer, ein Jahrgangsverschnitt aus 2017/2023/2024 verdeutlicht als Rusterberg den unkomplizierten wie individuellen Zugang der Sorte als Non-Vintage. Apropos Jahrgang: Hier steht im „10 Jahre später“-Programm der 2016er auf der Triebaumer-Weinkarte, ein sehr prägnanter Jahrgang in Rust, der in Form von Blaufränkisch Ried Oberer Wald und Ried Mariental zwei spannende Gewächse aufzuweisen hat. Aktuell überzeugt der 2023er im Premiumbereich mit drei sehr unterschiedlich herausgearbeiteten Blaufränkisch. Der von der Gneis-dominierten Plachen stammende Kristallin vereint die volle Reife von 2023 mit markanter Säurepikanz, Oberer Wald wiederum zeigt die kalkig-kühle Charakteristik der Lage in satte, reife Frucht eingebettet, selbstredend von noblem Tannin gestützt. Ein würdiger Nachfolger seiner selbst ist der Mariental 2023, kühl geprägte Frucht trifft hier auf gewohnt komplexes Würze-Tannin-Spiel und prägnante Säurerasse. Hier reift ein lagerfähiger Klassiker heran, der sich in die Reihe der großen Mariental einreihen dürfte. Es wäre nicht Rust, gäbe es nicht einen edelsüßen Abschluss, heuer als kecken wie tropisch-großzügigen 2024er Ausbruch, der sich zum Verkostungszeitpunkt bereits in Hochform befunden hat. Neu im Sortiment ist ein ambitionierter Brut Nature, aus 2023er Grundweinen nach über drei Jahren auf der Hefe präsentiert sich der klassische flaschenvergorene Sekt mit überzeugender Tiefe und feiner Perlage, mit Flaschenreife könnte er dem 3-Sterne-Niveau entwachsen.

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2022 Blaufränkisch Ried Ruster Oberer Wald
Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kraftvoll und dich subtil in der Nase, dunkle Rotbeerigkeit und kühle Pikanz, strukturiert bei reifer, nicht zu überbordender Frucht, typischer kühler Unterzug und markante Säurestütze, überzeugender Riedentypus mit Substanz für ein langes Leben.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das von Kurt Feiler und seiner Frau Katrin geleitete Familienweingut vermag regionstypisch mit einer beachtlichen Sortenvielfalt in Weiß, Rot und Süß zu überzeugen. Eine ruhige Handschrift und Stilsicherheit zeichnet die Weine des Hauses aus, im Fachhandel und der vinophilen Gastronomie sind sie verlässliche Fixstarter, dank vieler Stammkunden hat aber selbst das Ab-Hof Geschäft immer noch eine gewisse Relevanz. Bei den Weißweinen kommt man im Hause Feiler nicht um den Neuburger herum, der hier aus drei Weingärten in ebenso vielen Qualitäten abgebildet wird (und eine neue Neuburgeranlage kommt noch dazu). Exemplarisch sei hier der kraftvolle und dennoch strukturierte Neuburger Ried Umriss erwähnt, in Kombination mit gut 50 Prozent Chardonnay überzeugt die Sorte als Gustav, ein prachtvoller Blend, den es bereits seit 1993 gibt und der auch gut abgestimmtes neues Holz (gut 1/3) mit auf die Reise bekommt. Eine Reminiszenz an historische Sorten ist der als le H abgefüllte Hárslevelü, unfiltriert, pikant, direkt ansprechend. Bei den Rotweinen ist die Vielfalt an Komplementären in der Reserve-Liga bemerkenswert, der Solitaire liefert einen gewohnt hochseriöser Beitrag zum Thema Cuvée, Cabernet Franc zeigt sich mit Typizität und perfektem Holzeinsatz und auch der aktuelle Merlot des Hauses – saftig, druckvoll und lang anhaltend – kommt überzeugend ins Glas. Mit drei unterschiedlichen, nachvollziehbar herausgearbeiteten Lagen Blaufränkisch zeigt Kurt Feiler, wie weit fortgeschritten der Terroir-Anspruch im Weingut ist. Ruster Ludmaisch zeigt sich mit eindringlicher Würze und Kernigkeit, Oggauer Marienthal definiert sich mit jugendlicher Feurigkeit und Struktur, Ruster Oberer Wald glänzt mit eleganter Fruchtausprägung, markanter Säure und einem typisch kühlem Unterton aus dieser kalkgeprägten Lage, heuer der beste Rotwein im Feiler-Portfolio. Bei den süßen Spezialitäten des Hauses hat man die Qual der Wahl zwischen trinkanimierender Auslese in Form des Gelben Muskatellers oder den jugendlichen, lagerfähigen Ausbrüchen beziehungsweise Essenzen. Monolithisch herausragend ist die mit ihrer oxidativ ausgebauten, zeitlosen wie individuellen Art berührende Ruster Ausbruch Essenz vom Weißburgunder aus dem Jahr 2018.

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2022 Blaufränkisch Ried Kreidestein
Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Charmante Fruchtnase, Bitterschokolade, strömt ruhig, aber pointiert, kompakt, Blaubeeren, Schoko-Kirsche-Melange, viel Fruchtpräsenz, transparent, viel Eleganz, feinkörniges Tannin, lineare Stilistik, alles in Balance, aus einem Guss, vorzügliche Lageninterpretation, sehr lang im Finish.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Wagentristl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Rudolf Wagentristl
7051 Großhöflein
Rosengasse 2

Das Familienweingut Wagentristl ist ein Referenzbetrieb am Leithaberg, der, mitten in Großhöflein situiert, die unterschiedlichen Terroirs am südlichsten Leithagebirge meisterhaft interpretiert. Dies erfolgt sowohl im weißen wie im roten Segment, die Weine stellen mit feinfruchtiger Noblesse, ungeschminkt und mit viel Tiefe exemplarische Statements höchster Winzerkunst dar. Im Bereich der Gutsweine hat Rudi Wagentristl sein Sortiment nun final gestrafft, wobei hier der Pinot Noir aufgrund seiner Sorteninterpretation besonders hervorzuheben ist. In der Premiumlinie konzentriert sich Rudi Wagentristl ganz auf eine feingliedrige Stilistik mit betonten Terroirinerpretationen aus seinen Toplagen Kreidestein, Reisbühl, Point und Tatschler. Der Ausbau der Weine erfolgt in allen Spielvarianten in spontaner Vergärung, gefolgt vom biologischen Säureabbau und Fassreife auf der Vollhefe. Der Weinausbau läuft vorrangig in Tonneaus ab. Die Ausbauphilosophie in der Toplinie erfolgt, abgesehen von der Sortencuvée Heulichin, im reinsortigen Ausbau und umfasst die Sorten Weißburgunder, Chardonnay, Blaufränkisch, Zweigelt und Pinot Noir. Extraktreiche wie vibrierende Weine vom (kalkigen) Schieferverwitterungsboden (Ried Tatschler) treffen in idealtypischer Vergleichsweise komplementär auf tiefgründige Weine vom kalkhaltigen Lehmboden (Ried Point) oder auf die feinziselierten Interpretationen aus der extrem kalkhältigen Ried Kreidestein, die dieses Profil modellhaft vorführen.

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2022 Ried Schüttenberg 1ÖTW
Weingut
Familie Pimpel
Carnuntum

(100% BF) Und dann geht da noch einer drüber: frische Brombeeren; zart röstige Tannine, ein Hauch Blutorange, feingliedrige Säure, rauchiger Fruchtschmelz, dicht und komplex, elegant mit viel Zukunft! Großer Wein! NIEDERÖSTERREICH

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut
Familie Pimpel
Carnuntum

Gerhard und Maximilian Pimpel
2464 Göttlesbrunn
Kirchenstraße 19

Gerhard Pimpel mit Frau Angelika und Sohn Max sind für mich eine echte Entdeckung, und das nach mehr als 25 Jahren in der Branche. Die meisten der Weine, die ich dieses Jahr zum Kosten bekam, öffnen für mich ein Fenster in die Zukunft: viel Sortentypik, viel Tiefgründigkeit und immer mit einer großartigen Mineralik unterlegt, die die Weine fein ziseliert und elegant präsentiert. Der Fokus von Gerhard Pimpel lag immer im Weingarten. Dort soll die Basis gelegt werden für ausdrucksstarke Weine. Sohn Max ist frisch von der Weinbauschule zurück und präsentiert zum dritten Mal zwei eigene Weine, nämlich Göttlesbrunn weiß und Göttlesbrunn rot – und legt gleich mal ein Schipperl oben drauf. Der Göttlesbrunn rot brilliert mit unbändiger Mineralität. Die Rotweinstars sind diesmal der Zweigelt Bärnreiser, der Blaufränkisch Schüttenberg sowie der Merlot Optime – alle mit viel Mineralität und Klasse! Und zum Schluss gab es dann noch einen köstlichen Chardonnay Rosenberg 2024 von Martin Pimpel, das Gesellenstück vom jüngeren Sohn. Iuventus ad portas.

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2023 Blaufränkisch Ried Rosenberg
Weingut
Toni Hartl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Tolle Würze, Blaufränkisch pur, Brombeeren, Kräuter, schwarze Kirschen, tolle Frucht bei straffem Tannin, perfekte Säure, dicht, straff, mineralisch, langatmig. Absolute Klasse. Der geht in die Tiefe. THERMENREGION

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut
Toni Hartl
Leithaberg, Rust & Rosalia

Toni Hartl
2440 Reisenberg
Florianigasse 7

Läge Toni Hartls Weingut in Frankreich, dann wäre Toni weltbekannt; wir sind aber in Österreich. Da zählt der Prophet leider weniger. Es sind Weine, von denen man nur träumen kann. Absolute Klasse, authentisch, individuell und terroirgeprägt. Man bewirtschaftet die Weingärten seit 2005 biologisch, zertifiziert seit 2010, nach Demeter seit 2021. Übrigens fungieren englische Schafe in Toni Hartls Weingärten. Hier erfolgt die gesamte Lese händisch. Toni Hartl ist in zwei Weinbaugebieten tätig: Thermenregion, in seiner Heimat am Goldberg und Reysenperg und am Leithaberg in Purbach – dort befinden sich die Top-Lagen Thenau/Kalk und Eisner/Urgesteinsschiefer und Muschelkalk. Der Platz reicht nicht, um auf alle Weine einzugehen. Das würde den Rahmen sprengen. Doch darf ich auf den 2021Chardonnay Ried Thenau, der nicht von dieser Welt ist, auf den 2021 Blaufränkisch Ried Eisner und den 2021 Burgbach Syrah hinweisen. Es sind Weine, welche auch im internationalen Kontext beste Figur machen. Der Winzer hat auch eine hohe Schaumweinkompetenz.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -