Weinguide
Ausgabe 2021/22
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2020 Riesling Seeberg 1 ÖTW Reserve
Weingut Steininger
Kamptal

Marillenmark, Nektarinen, Orangenkuchen; fruchtsüß und schmelzig; kristalline Struktur, ausgewogen, stoffig, hochelegant, mit glanzvollem Finale.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut Steininger
Kamptal

Familie Steininger
3550 Langenlois
Walterstraße 2

Karl Steininger hat sich vor allem mit seinen Schaumweinen einen Namen gemacht. Kaum jemand sonst versteht es, eine derart unglaubliche Vielzahl von sortenreinen Weinen zu versekten, und das mit einem Qualitätslevel, den man nur als vorbildlich bezeichnen kann. „Guter Sekt kann nur von guten Weinen kommen“, meint er. Dieses lapidar klingende Statement wird im Weingut freilich konsequent und mit großer Ernsthaftigkeit umgesetzt. Mittlerweile tut man das nicht nur in Form sortentypischer Sekte, sondern bildet mit den lagenspezifischen „Großen Reserven“ auch das Terroir präzise ab. Dabei ist es längst kein Geheimnis mehr, dass das Weingut auch mit seinen Stillweinen einen Erfolg nach dem anderen einfährt, wie z.B. im Vorjahr, als sowohl Grüner Veltliner Kogelberg als auch Riesling Seeberg jeweils unter die Top 5 gereiht wurden. Unterstützt wird er von seiner Familie, von Brigitta, der liebenswürdigen Gattin, Tochter Eva, die sich im Betrieb vorwiegend um administrative Belange kümmert, gemeinsam mit Peter, dem hauptsächlich für Weingarten und Keller verantwortlichen Schwiegersohn.

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2019 Riesling Ried Preussen 1 ÖTW
Weingut Fuhrgassl-Huber
Wien

Präzise Frucht, Weingartenpfirsich, Mango, etwas rote Beeren, feine kalkige Noten, positiv vom Boden geprägt, zeigt unheimlich viel Finesse, Komplexität bereits im Duft erkennbar; fruchtsüß, sehr gute Fülle, bleibt dabei hochelegant, große Aromavielfalt, strukturiert, viel Biss, ganz großer Trinkgenuss auf hohem Niveau, langer Abgang, vielversprechendes Potenzial.

Weißwein
Riesling
€€€
Schraubverschluss

Weingut Fuhrgassl-Huber
Wien

Thomas Huber
1190 Wien
Neustift am Walde 68

Das Weingut Fuhrgassl-Huber hat sich bereits in der Vergangenheit vielen Rebsorten gewidmet. Seit Thomas Huber den Betrieb übernommen hat, gibt es fast jedes Jahr neue Ideen und innovative Produkte, der Qualitätsanspruch steht dabei natürlich an oberster Stelle. Mit den beiden jüngsten Jahrgängen wurde das Potenzial bestens ausgeschöpft. Besonders dürfen wir uns auf die 1 ÖTW Weine 2019 aus den Rieden Gollin, Preussen und Schenkenberg freuen. Einen Wein möchte ich noch hervorheben, der liebliche Traminer vom Nussberg aus dem Jahre 2017 ist jetzt im Verkauf und aktuell auf dem Punkt.

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2018 Harterberg
Weingut Leo Aumann
Thermenregion

(ME/CS/ZW) Super kräuterwürzig, röstig, kühle Johannisbeerfrucht, Bordeaux-haft; deutlich vom Merlot geprägt, Kraft und Eleganz zugleich, kräuterwürziges Cassis, superlang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Leo Aumann
Thermenregion

Leopold Aumann
2512 Tribuswinkel
Oberwaltersdorfer Straße 105

Tel. +43 2252 80502
Fax. -50
office@aumann.at
www.aumann.at

Die Bandbreite der Weine ist bei Leo Aumann, der in Tribuswinkel in der Mitte der roten und weißen Thermenregion zu Hause ist, groß. Und genauso ist bei ihm das Mengenverhältnis: halb-halb zwischen Rot- und Weißwein. Bekannter ist Aumann für Rotwein, wobei seine Cuvée Harterberg seit mehr als 20 Jahren zu den besten Roten Österreichs zählt. Auch der 2018er Harterberg, den es ab Herbst gibt, reiht sich in die Riege der Top-Weine ein. In den vergangenen zehn Jahren hat Aumann aber mit seinem Harterberg Merlot und Badenerberg zwei weiter Premium-Weine ins Blickfeld gerückt. Und mit seinem noch jungen Zweigelt Oberkirchen in Gainfarn scheint er den nächsten roten Kapazunder schon nachzuschieben. Enorm viel tut sich aber auf der weißen Aumann-Seite, auf der er neben seinen klassischen Heurigenweine vor allem beim Rotgipfler, von dem er schon drei Lagenweine bietet, und beim Zierfandler Spannendes in die Flasche bringt. Und was Aumann in Rot und Weiß perfekt kann, ist der Umgang mit Holz – da ist er ein richtiger Barrique-Flüsterer.

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2018 Admiral
Weingut Pöckl
Neusiedlersee

(ZW/ME/CS/CF) Würziger Fruchtmix, Kirschen, Ribisel, dahinter feine Cassis-Noten, dunkle Schokolade, super Schliff und Tiefe; Fruchtschmelz, stoffiges Tannin, unvergleichlicher Pöckl-Röstigkeit, Kaffee und Kakao, elegant und lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut Pöckl
Neusiedlersee

René & Eva Pöckl
7123 Mönchhof
Zwergäcker 1

Tel. +43 2173 80258
Fax. -44
info@poeckl.at
www.poeckl.at

„Unsere wichtigsten Partner in der Weinproduktion sind die Böden und das Wetter“, sagt René Pöckl. Seine Böden rund um Mönchhof kennt der Winzer ganz genau – und weiß, wo welche Sorte am besten gedeiht. Dass die Lagen alle im nahen Umkreis von Weingut sind, ist Pöckl auch wichtig, denn wenn das Wetter Kapriolen schlägt, müsse man schnell reagieren können. 2018, dessen Weine bei Pöckl gerade in der Auslage stehen, sei von der Reife ein sehr frühes Jahr gewesen. Pöckl spricht von einem Jahrgang, „den es bis dato so noch nicht gegeben hat“. Die Alkoholwerte sind quasi explodiert. Pöckl hat dennoch in seiner unvergleichlichen Stilistik sehr harmonische und strukturierte Rotweine in die Flasche gebracht. Gerade im heißen 2018er-Jahr hat Pöckl mit seiner Weingartenpflege, bei der er auf lockerbeerige, kleine Trauben fokussiert und seinem ausgesprochen straffen Holzmanagement im Keller einen gelungenen Konterpart gesetzt. Alle Pöckl-Premium-Weine werden für 18 Monate zu 0 Prozent im Holz ausgebaut – und zwar in französischen 225-Liter-Barriques, Medium Toasting. Auch beim Verschluss gilt Pöckl, der seit 2002 Kellermeister ist, als Mann der alten Schule: Alle Weine, das gilt ab der „Classique“, werden mit Naturkork verschlossen. Große Klasse beweist Pöckl, der das Weingut in vierter Generation mit seiner Frau Eva führt, einmal mehr bei seinen Top-Weinen. Mit seinem Admiral und seinem Rosso e Nero hat Pöckl quasi ein Bordelaiser System geschaffen – mit Erstwein und Zweitwein, beides sind Zweigelt-geprägte Cuvées und reflektieren am besten das Weingut. Und dann gibt es noch den „internationalen Pöckl“ mit seinem Rêve de Jeunesse, wobei Cabernet Sauvignon und Merlot die Zugmaschinen sind. Ein Rêve, der auffällt, und ein Wein, der in keiner Bordeaux-Verkostung abfällt. Es gibt erstmals eine Zweigelt DAC Neusiedlersee-Reserve von Pöckl – ebenfalls aus dem Jahr 2018, ebenfalls hochgradig kräftig, ebenfalls typisch Pöckl-Style, ebenfalls top – und eine Rarität: Pöckl hat nur vier kleine Fässer gemacht, von diesem Zweigelt-Monument, das im Frühling 2021 die Vinaria Neusiedlersee-DAC-Verkostung gewonnen hat.

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2020 Riesling Ried Singerriedel Smaragd
Weingut Franz Hirtzberger
Wachau

Super Fruchttiefe, fleischiger Pfirsich, reife Ananas, dunkle Würze, straffe Mineralität; leichtfüßig, weißer Pfirsich, super Mineralität, feinstrahlig-elegant, Top-Singerriedel!

Weißwein
Riesling
€€€€€€
Naturkork

Weingut Franz Hirtzberger
Wachau

Franz Hirtzberger
3620 Spitz
Kremser Straße 8

Tel. +43 2713 2209
Fax. -20
weingut@hirtzberger.com
www.hirtzberger.com

Franz Hirtzberger gilt als renommiertester Winzer von Österreich – mit seinem Riesling Singerriedel und seinem Veltliner Honivogl hat er zwei international bekannte Wein-Ikonen geschaffen. Hirtzberger Weine gehören generell zum Besten, was Österreich zu bieten hat. Vom Jahrgang 2020 wird vieles schmerzlich fehlen. Denn ein Hagelunwetter hat vergangenen August in Spitz für einen massiven Einschnitt gesorgt. „Der Herrgott hat uns viel Zeit gegeben, um mit den verbliebenen Trauben viel Zeit zu verbringen“, sagt Franz Hirtzberger junior über die aufwendige Lese, bei der um jede gesunde Beere gerungen wurde. Es gibt nur eine Mini-Menge vom Singerriedel, Honivogl und Axpoint waren ein Totalausfall, genauso wie die Riesling-Lagen Setzberg, Hochrain und Steinporz. Was diesen Weingärten abgerungen werden konnte, fand sich im Roten Tor Smaragd und ergab den neuen Riesling Steinterrassen Smaragd – beide Smaragde sind große Klasse, die nur von der grandiosen Singerriedel-Extremselektion getoppt werden. Wann immer Sie eine dieser Hirtzberger-Weinraritäten auf einer Weinkarte finden, schlagen Sie zu! Generell ist den Hirtzbergers dieser verhagelte, etwas leichtgewichtigere, straffe Jahrgang super gelungen. Ein Highlight, abseits von Riesling und Veltliner, ist heuer der Chardonnay – feingliedrig und frisch-frech mit viel salzig-mineralischer Wachau-Typizität. Unabhängig von den kleinen Erntemengen bauen die Hirtzbergers an der Weinzukunft. Gleich hinter dem Stammhaus entsteht gerade ein ultramodernes, zweigeschoßiges Kellergebäude, das die neue Ernte schon schlucken soll und die derzeit beengten Platzverhältnisse auflösen wird. „Wir werden in der Produktion nicht größer“, betont Hirtzberger junior, „sondern wir werden bei dem, was wir bewirtschaften, einen Qualitätssprung machen“. Die Vorfreude wächst …

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2018 Rêve de Jeunesse 39
Weingut Pöckl
Neusiedlersee

(CS/ME/ZW/SY) Reife Johannisbeeren, Dörrfrüchte, Pflaumen, viel Würze, üppig; reife Kirschen und Cassis-Aromen, trotz des Riesenvolumens wirkt der Wein durch sein festes Tannin enorm straff, Kräuterwürze, druckvoll, beeindruckende Länge.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut Pöckl
Neusiedlersee

René & Eva Pöckl
7123 Mönchhof
Zwergäcker 1

Tel. +43 2173 80258
Fax. -44
info@poeckl.at
www.poeckl.at

„Unsere wichtigsten Partner in der Weinproduktion sind die Böden und das Wetter“, sagt René Pöckl. Seine Böden rund um Mönchhof kennt der Winzer ganz genau – und weiß, wo welche Sorte am besten gedeiht. Dass die Lagen alle im nahen Umkreis von Weingut sind, ist Pöckl auch wichtig, denn wenn das Wetter Kapriolen schlägt, müsse man schnell reagieren können. 2018, dessen Weine bei Pöckl gerade in der Auslage stehen, sei von der Reife ein sehr frühes Jahr gewesen. Pöckl spricht von einem Jahrgang, „den es bis dato so noch nicht gegeben hat“. Die Alkoholwerte sind quasi explodiert. Pöckl hat dennoch in seiner unvergleichlichen Stilistik sehr harmonische und strukturierte Rotweine in die Flasche gebracht. Gerade im heißen 2018er-Jahr hat Pöckl mit seiner Weingartenpflege, bei der er auf lockerbeerige, kleine Trauben fokussiert und seinem ausgesprochen straffen Holzmanagement im Keller einen gelungenen Konterpart gesetzt. Alle Pöckl-Premium-Weine werden für 18 Monate zu 0 Prozent im Holz ausgebaut – und zwar in französischen 225-Liter-Barriques, Medium Toasting. Auch beim Verschluss gilt Pöckl, der seit 2002 Kellermeister ist, als Mann der alten Schule: Alle Weine, das gilt ab der „Classique“, werden mit Naturkork verschlossen. Große Klasse beweist Pöckl, der das Weingut in vierter Generation mit seiner Frau Eva führt, einmal mehr bei seinen Top-Weinen. Mit seinem Admiral und seinem Rosso e Nero hat Pöckl quasi ein Bordelaiser System geschaffen – mit Erstwein und Zweitwein, beides sind Zweigelt-geprägte Cuvées und reflektieren am besten das Weingut. Und dann gibt es noch den „internationalen Pöckl“ mit seinem Rêve de Jeunesse, wobei Cabernet Sauvignon und Merlot die Zugmaschinen sind. Ein Rêve, der auffällt, und ein Wein, der in keiner Bordeaux-Verkostung abfällt. Es gibt erstmals eine Zweigelt DAC Neusiedlersee-Reserve von Pöckl – ebenfalls aus dem Jahr 2018, ebenfalls hochgradig kräftig, ebenfalls typisch Pöckl-Style, ebenfalls top – und eine Rarität: Pöckl hat nur vier kleine Fässer gemacht, von diesem Zweigelt-Monument, das im Frühling 2021 die Vinaria Neusiedlersee-DAC-Verkostung gewonnen hat.

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2019 Pinot Blanc Ried Haidsatz
Weingut Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Dezent, rauchig-cremige Fülle, kühle Exotik, Guave, kandierte weiße Ananas, Kokoshauch, seidige Fülle, Weihrauch; kernig, erfrischend, elegante Frucht, pikanter Biss, lebhaft, ungemein saftige Mitte, sehr gutes Gerbstoffrückgrat, straff.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€
Naturkork

Weingut Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Das Familienweingut Prieler in Schützen ist schon seit Jahrzehnten Quelle für Charakterweine von höchster Güte. Wesentlichster Grund dafür ist, dass Terroir und Rebsorte hier immer im Mittelpunkt standen und bei der Vermählung von Rebe und Boden stets mit Einfühlungsvermögen und Umsicht vorgegangen wurde. Die Weine aus dem Hause Prieler sind dementsprechend treffliche Botschafter ihres Terroirs, zeigen aber auch eine ausgeprägte Typizität der jeweiligen klassischen Sorte – und zwar in Weiß wie Rot. An der Spitze des bereits von Engelbert und Irmgard Prieler zu hohem Renommee geführten Familienweinguts steht nun schon seit etlichen Jahren Georg Prieler – ein ebenso engagierter wie talentierter Weinmacher, der die Weine mit einer Extraportion Finesse und Balance versehen hat. Echte Bodenschätze stellen die Weingärten in hervorragenden Lagen dar, die sich mehrheitlich in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip befinden. Im Weißwein-Bereich ist Pinot Blanc Platzhirsch, sekundiert von Chardonnay und Welschriesling, auf dem roten Sektor dominiert Blaufränkisch, dazu gibt es Pinot Noir und heuer erstmals wieder St. Laurent sowie die Bordeaux-Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot. Seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. In den vergangenen Jahren hat sich Georg Prieler intensiv mit Weinbehältnissen aus verschiedenen Materialien und Größen beschäftigt. Neben Eichenholzfässern von klein bis groß sind mittlerweile auch Amphoren750l) Fixbestandteil im Reifungskeller. Die aktuelle Serie umfasst Weißweine aus den Jahrgängen 2020 und 2019 sowie Rotweine aus dem heißen Jahrgang 2018. Im Weißwein-Bereich stehen die beiden Pinot Blancs vom Leithaberg an der Spitze, beim Rotwein ist der Goldberg Primus inter Pares.

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2018 Blaufränkisch Ried Goldberg
Weingut Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Sehr würzig und rauchig, viel Dunkelfrucht und Veilchen, ausgereift, schwarzer Tabak, Pfeffer, getrocknete Morcheln, Efeu; saftige Fruchtfülle, geschmeidig und doch auch strukturiert, recht kernig, gewisser Biss, festes Tannin, langes Finish.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut Prieler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Georg Prieler
7081 Schützen am Gebirge
Hauptstraße 181

Tel. +43 2684 2229
Fax. -4
weingut@prieler.at
www.prieler.at

Das Familienweingut Prieler in Schützen ist schon seit Jahrzehnten Quelle für Charakterweine von höchster Güte. Wesentlichster Grund dafür ist, dass Terroir und Rebsorte hier immer im Mittelpunkt standen und bei der Vermählung von Rebe und Boden stets mit Einfühlungsvermögen und Umsicht vorgegangen wurde. Die Weine aus dem Hause Prieler sind dementsprechend treffliche Botschafter ihres Terroirs, zeigen aber auch eine ausgeprägte Typizität der jeweiligen klassischen Sorte – und zwar in Weiß wie Rot. An der Spitze des bereits von Engelbert und Irmgard Prieler zu hohem Renommee geführten Familienweinguts steht nun schon seit etlichen Jahren Georg Prieler – ein ebenso engagierter wie talentierter Weinmacher, der die Weine mit einer Extraportion Finesse und Balance versehen hat. Echte Bodenschätze stellen die Weingärten in hervorragenden Lagen dar, die sich mehrheitlich in Schützen sowie den angrenzenden Gemeinden Oggau und Oslip befinden. Im Weißwein-Bereich ist Pinot Blanc Platzhirsch, sekundiert von Chardonnay und Welschriesling, auf dem roten Sektor dominiert Blaufränkisch, dazu gibt es Pinot Noir und heuer erstmals wieder St. Laurent sowie die Bordeaux-Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot. Seit der Ernte 2018 ist der Betrieb bio-zertifiziert. In den vergangenen Jahren hat sich Georg Prieler intensiv mit Weinbehältnissen aus verschiedenen Materialien und Größen beschäftigt. Neben Eichenholzfässern von klein bis groß sind mittlerweile auch Amphoren750l) Fixbestandteil im Reifungskeller. Die aktuelle Serie umfasst Weißweine aus den Jahrgängen 2020 und 2019 sowie Rotweine aus dem heißen Jahrgang 2018. Im Weißwein-Bereich stehen die beiden Pinot Blancs vom Leithaberg an der Spitze, beim Rotwein ist der Goldberg Primus inter Pares.

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2020 Riesling Ried Kollmitz Smaragd
Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger
Wachau

Füllige Pfirsich- und Nektarinenfrucht, straff-mineralisch, viel Typizität und Terroir; Marillen pur, enorm extraktreich, elegant und verspielt, Riesenlänge.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Naturkork

Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger
Wachau

Mathias Hirtzberger
3610 Wösendorf
Hauptstraße 142

Mathias Hirtzberger, der jüngere der beiden Hirtzberger-Brüder, macht seit 2014 seinen eigenen Gutswein und hat sich in dieser kurzen Zeit zum vinophilen Fixstern in der Wachau entwickelt, dessen Strahlkraft weit über die Region hinausgeht. Mathias Hirtzbergers Weinhofmeisterei, die er mit seiner Frau Hanna führt, ist mittlerweile auf zehn Hektar gewachsen. Seinen Fokus hat der Winzer auf Grüner Veltliner und Riesling gelegt. Die Trauben wachsen rund um Wösendorf und somit in Weingärten, die Hirtzberger quasi von seinem schmucken Weingut aus im Blickfeld hat. Traditionen sind dem jungen Winzer wichtig. So verkorkt Hirtzberger ausnahmslos alle seine Weine. Und so kultiviert er aus Überzeugung Jahr für Jahr eine Steinfeder vom Grünen Veltliner, die das erste und immer ein sehr gelungenes Abbild des Jahrgangs ist. Hirtzbergers zwei Federspiel-Weine sind ob ihrer engen Herkunft Ortsweine – aus Weißenkirchen, wo der Ortsteil Wösendorf dazugehört – und beides verlässliche Empfehlungen. Mit seinen Veltlinern Greif und Spitaler schickt Hirtzberger immer den ersten Smaragd-Gruß an die Weinwelt. Seinen Lagenweinen gönnt der Winzer aber künftig mehr Zeit – denn sie kommen jetzt erst ab September in den Verkauf. Auf diese Weine darf man sich heuer freuen: Mit dem Smaragd aus der Lage Kollmütz hat Hirtzberger einen würzigen Parade-Veltliner mit viel Biss im Haus. Die Post geht bei den Smaragd-Rieslingen ab: Denn auf der einen Seite bildet einmal mehr der Riesling Kollmitz das Nonplusultra und zählt zu den allerbesten Weinen, die die Wachau heuer hat. Und immer interessanter wird der Riesling Ried Bach, eine Terrassenlage genau zwischen Kollmitz und Kollmütz.

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2020 Wiener Gemischter Satz Ried Hackenberg
Weingut & Buschenschank Kroiss
Wien

Hochreif ohne jegliche Botrytis, dicht, gelber Paprika, eingelegter Pfefferoni, tiefgründiges Fruchtkonzentrat, Cassis, etwas Williamsbirne, saftiger Pfirsich, zeigt viele Facetten; schmelzig, pürierte Früchte, bleibt immer elegant, strukturiert, vielschichtig, gedörrte Marille, wunderschöne Extraktsüße, pointierte Zitrusnoten, langer Abgang, sehr gutes Reife- und Entwicklungspotenzial.

Weißwein
Gemischter Satz
€€€€
Naturkork

Weingut & Buschenschank Kroiss
Wien

Roland & Erika Kroiss
1190 Wien
Sieveringer Straße 108

Mit den Weinen des Jahrgangs 2020 wurde das hohe Niveau des Vorjahres noch einmal übertroffen. Die vier Wiener Gemischten Sätze haben das Thema in jeder Gewichtsklasse getroffen. Besonders hervorzuheben ist der Wiener Gemischte Satz der Paradelage auf dem Hackenberg, ein Ausnahmewein, der in diesem Jahr die qualitative Spitze anführt. Neu im Programm ist ein reinsortiger Sauvignon Blanc, der viel Sortentypizität zeigt und richtig gut gelungen ist. Der Chardonnay Ried Hackenberg 2019 von Tochter Julia ist wieder ausgezeichnet geworden, die gefühlvolle Vinifikation mit angenehmer, eingebundener Holzdosis verspricht bereits in diesem frühzeitigen Stadium sehr viel.

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2019 Stuhlwerker 1ÖTW
Weingut Böheim
Carnuntum

(ZW/ME/BF) Zeigt mehr Holz als die anderen, Blaufränkisch bringt die Spitze, das Strahlende, das Knackige, aber auch Brombeeren, vom Zweigelt stammen Farbe, Sauerkirschen und die ätherische Würze; Holz und Merlot steuern Mokkanoten, Röstaromen, Zimt, Nelken bei, vielfältige Erscheinung, minzige Kühle, sehr lang, schon animierender Trinkfluss mit einigen Kanten.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut Böheim
Carnuntum

Stefanie & Johann Böheim
2464 Arbesthal
Hauptstraße 38

„Die letzten beiden Ernten waren fast wie Urlaub“, fasst Johann Böheim seine Eindrücke zusammen. Gerade 2020 „war nicht viel zum Falschmachen, da hat alles gepasst“. Der Hausherr war „tiefenentspannt“. Veltliner & Friends ist der weiße Markenwein, wer Geschmack daran gefunden hat, kann jedes Jahr zugreifen, der passt immer. „Chardonnay passt ins Gebiet, wird immer reif, das können wir“ – und wie! Aus dem Stahl mit teilweisem BSA kommt eine Bilderbuchdarstellung von klassischem Chardonnay. Gefällt die gefährlich süffige Veltliner Reserve schon mit ihrer Apfelvielfalt, so bietet der Privat von allem mehr. Vater und Tochter Böheim haben ihn zu 80% im Stahl vergoren und gegen Ende der Gärung „ins kleine gebrauchte Fassl rutschen lassen“. Nicht einmal die Hälfte eines normalen Jahrgangs wurde für den Weißburgunder gelesen und zeigt, noch auf der Hefe liegend, hohes Niveau. Der Sauvignon gefällt in seiner klassischen Sortendarstellung. Selbiges gilt für den Blaufränkisch, der gerne auch etwas kühler genossen werden kann. Der Merlot ist (noch) kein Faserschmeichler, Johann Böheim will sich aber auch nicht verbiegen, weil er seine Weine selbst gerne genauso trinkt. Deutlich mehr Holz beim Stuhlwerker lässt den Cuvée-Partnern trotzdem viel Raum zur freien Entfaltung.

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2019 Riesling Ried Zöbinger Heiligenstein 1ÖTW
Weingut Johann Topf
Kamptal

Exotische Frucht, beeindruckende Mineralität, viel Pfirsich, vibrierend; fleischiger Pfirsich, super Substanz und Mineralität, tolle Balance und Länge, verspielter Heiligenstein.

Weißwein
Riesling
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Johann Topf
Kamptal

Johann Topf
3491 Straß im Straßertale
Talstraße 162

Tel. +43 2735 2491
Fax. +43 2735 2491
office@weingut-topf.at
www.weingut-topf.at

Im Weingut Topf tut sich viel: Dass Weingutschef Hans Topf immer mehr von seinen beiden Söhnen Hans-Peter und Maximilian unterstützt wird und Aufgaben sukzessive zur Jugend wandert, haben wir schon berichtet. „Wir befinden uns auch in Umstellung auf Bio“ sagt der Winzer. Das war ein logischer Schritt und bedingt nicht allzu viel Veränderung, denn die naturnahe und -schonende Bewirtschaftung wird schon dauerhaft praktiziert, auf Insektizide und Herbizide wird längst verzichtet. Das zertifizierte „Bio“ sei aber fällig geworden, weil „der Markt danach fordert und viele Händler umstellen“, sagt Topf, der sich heuer über die vierte Vinaria Krone freuen darf. Auf 52 Hektar hat sich Topf im Kamptal ausgebreitet – sind alles Gutsweingärten, kein Traubenzukauf, somit hat Topf die Qualität von A bis Z selbst in der Hand. Seine besten Weine entstehen auf dem Gaisberg und auf dem Heiligenstein – abseits der dort wachsenden Rieslinge und Veltliner pocht sein Herz für den Chardonnay und Sauvignon Blanc, die er mit sicherer Hand im kleinen Holz ausbaut. Der Sauvignon ist eine „Spielerei“, der Chardonnay seit 30 Jahren eine „Herzensangelegenheit“.

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2020 Riesling Ried Bruck Smaragd
Weingut Högl
Wachau

Grüne Weingartenpfirsiche, Ringlotten, Ananas; elegantes Spiel aus Extrakt-
süße und Säure, tief mineralisch, engmaschig; Sorte und Lage präzis definiert, tiefschürfend, extralanges Finish.

Weißwein
Riesling
€€€€
Naturkork

Weingut Högl
Wachau

Josef & Georg Högl
3620 Spitz
Vießling 31

Tel. +43 2713 8458
Fax. -4
office@weingut-hoegl.at
www.weingut-hoegl.at

Im Norden des malerischen Wachau-Städtchens Spitz zieht sich der Spitzer Graben – ein Seitental neben der Donau – hinauf Richtung Waldviertel, 
direkt an die Anbaugrenze von Wein. Es sind schroffe, 
steinige und schwierig zu bearbeitende Steillagen, deren Weingärten bis in 480 Meter Seehöhe hinaufreichen. Die mittels Trockensteinmauern angelegten Weinbergterrassen, 57 z.B. allein in der Ried Schön, bringen hier auf Glimmerschiefer- und Gneis-Böden finessenreiche Grüne Veltliner und Rieslinge hervor. In den heißen Jahren wirken sich die kühlen Luft-
massen des Waldviertels besonders positiv aus, denn die Reben benötigen zur physiologischen Traubenreife etwas länger, sind dem Wechselspiel zwischen warmen Tagen und kalten Nächten länger ausgesetzt. Dies führt zu einer erhöhten Anreicherung mit 
Aromastoffen und in der Folge zu feingliedrigeren, eleganteren Weinen. Josef Högl und Georg, sein Sohn, versuchen Jahr für Jahr, diese Bedingungen in ihren Weinen möglichst explizit einzufangen. Dass ihnen das ganz hervor-
ragend gelingt, davon zeugen großartige kühl-
würzige Veltliner und finessenbetonte Rieslinge, wie sie anderswo kaum entstehen können. Grüner 
Veltliner Schön und Riesling Bruck existieren heuer „nur“ als Federspiel und Smaragd, ohne die Auslese aus den Alten Parzellen – „dafür hatten wir zu wenig 
passendes Traubengut“, wird uns beschieden. Neu sind heuer dafür die beiden im kleinen Holz vinifizierten Sortenvertreter von Sauvignon Blanc und 
Chardonnay, beides Kraftlackel von Format mit 
enormem Reifepotenzial.

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2017 Grand Cuvée d’Or
Weingut Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Elegante Fruchtnase, vollreife, ja opulente wie vielfältige Fruchtaromatik, Schwarzkirsche, Zwetschke, Bitterschoko, umspielt von blättriger Würze, helle Tabakwürze, kräftig gebaut, druckvoll, noch ganz jugendlich, feinkörniges Tannin, gediegene, in sich ruhende Größe, perfekte Holzeinbindung öffnet sich langsam zu einem samtig wie kompakten Gesamtkunstwerk, viel Entwicklungspotenzial, sehr lang auf dem Gaumen, ein Klassiker!

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut Franz Schindler
Leithaberg, Rust & Rosalia

Franz Schindler
7072 Mörbisch
Neustiftgasse 6

Die Weine der Familie Schindler sind mit ihrer kräftigen Rotwein-Stilistik im internationalen Zuschnitt weit über die Grenzen bekannt und geschätzt. Bereits die weiße Sortencuvée d’Argent zeigt unverkennbar die von Ferry Schindler präferierte Stilistik im Premium-Bereich: kräftig, dicht, mit präsentem Holzeinsatz im Medium-Toasting. Fruchtfülle, Kraft und Dichte sind bei den Premium-Rotweinen das Markenzeichen im Hause Schindler. Der Blaufränkisch von den 70-jährigen Reben aus der Ried Lehmgrube strotzt förmlich mit dunkelfruchtiger und dichter Fruchtführung. Straffer und vielschichtiger strukturiert zeigen sich der Blaufränkisch Goldberg und die Sorten-Blends der „Cuvée d’Or“-Linie: Besticht die kleinere Schwester mit vielschichtiger Fruchtfülle, so ist die preisgekrönte Flaggschiff des Hauses „Grande Cuvée d’Or“, die nur in Top-Jahren gefüllt wird, in Dichte und Konzentration unübertroffen. Erfreulicherweise geht die Tendenz der roten Gutsweine mehr in Richtung Fruchtfrische, was der Sortenspezifität wie der Trinkfreude beim Blaufränkisch sehr willkommen ist.

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2019 2019 Ried Obegg GSTK Morillon
Weingut Polz
Südsteiermark

Feingliedrig, Mandeln, exotisch, Maracuja, Kumquats, Prise Petersilie, kalkig; elegant, feinfühliger Holzeinsatz, Walnüsse, Mandeln, animierende Säure, Einlegegewürze und Kletzen, feine Holznote im langen Nachhall.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€€
Naturkork

Weingut Polz
Südsteiermark

Erich Polz
8472 Strass in Steiermark
Am Grassnitzberg 39

Tel. +43 3453 2301
Fax. -6
weingut@weingutpolz.at
www.weingutpolz.at

Auf dem Weingut Polz hat sich einiges geändert. Die beiden Seniorchefs Erich und Walter Polz haben sich zurückgezogen, die Gesamtleitung liegt nun in den Händen von Erich jun. Kellermeister ist nach wie vor sein Bruder Christoph Polz, der seinen eigenen Stil gefunden hat und diesen mit viel Fingerspitzengefühl optimiert. Auch der Rest der Mannschaft ist unverändert. Für das Hotel am Pössnitzberg und die Vinofaktur sind die beiden Brüder nicht zuständig, was zusätzliche Freiheiten schaffe und die Fokussierung auf den Wein erleichtere, erklärt Erich. Das Weingut ist „nachhaltig Austria“-zertifiziert, die Umstellung auf biologische Bewirtschaftung wurde bereits in die Wege geleitet. Christoph Polz legt großen Wert darauf, die Herkunft seiner Weine erkennbar zu machen. Um das Profil der Rieden vom Sausal mit ihrem kristallinen Untergrund zu schärfen, erzieht er diese Weine ausschließlich im Stahltank. Für die anderen Lagen bevorzugt er den Ausbau im Holz, die sensorisch wahrnehmbare Dosis hat er in den vergangenen Jahren merklich zurückgenommen. Gerne experimentiert er auch mit alten Rebstöcken, die in einer kleinen, extrem kalkhaltigen Parzelle auf dem Hochgrassnitzberg stehen. Die Gebietsweine von 2020 sind saftig, trink-
animierend und fein gehalten, die um ein Jahr älteren Ortsweine bringen ihre Herkunft von den kalkhaltigen Böden präzise zum Ausdruck. Eine Klasse für sich sind der Sauvignon Blanc vom Hochgrassnitzberg und der Morillon von der Ried Obegg; beiden drückt der extrem kalkhaltige Untergrund seinen Stempel auf.

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2019 Ried Bärnreiser
Weingut Philipp Grassl
Carnuntum

Samtige Fülle, tintig, jede Menge Heidelbeeren und Boysenbeeren, auch Zwetschken; schmelzig, großzügige Fülle ausgereift, wunderbare Fruchttiefe, herrlich saftig, jugendlich, Biss nach hinten, lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€
Naturkork

Weingut Philipp Grassl
Carnuntum

Philipp Grassl
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 4

Das Göttlesbrunner Weingut von Philipp und Angelika Grassl zählt seit Jahren zu den Spitzenerzeugern in Österreich. Aufgrund der bemerkenswerten Konstanz im Topbereich erhielt das Weingut vor wenigen Jahren die fünfte Krone und damit die Höchstwertung im Vinaria Guide. Obwohl die Weine aus diesem Musterbetrieb echte Carnunteser sind, bestechen sie doch durch eine eigenständige Stilistik: Beachtenswert sind die in diesem sonnenverwöhnten Gebiet nicht selbstverständliche Eleganz und Transparenz fast aller Weine, dazu kommen makellose Balance und unprätentiöses Auftreten sowie ausgeprägter Sorten- und Bodencharakter. Wird Philipp Grassl für seine exzellenten Rotweine besonders geschätzt, so sollte man die Weißen hier auch keinesfalls unterschätzen: Im Klassikbereich von 2020 findet man bildhübsche Sortenweine mit verlockendem Trinkanimo. Mit dem Einzellagen-Chardonnay vom Rothenberg hat Grassl vor einigen Jahren einen hochseriösen, komplexen Vertreter ins Sortiment aufgenommen. Nun gibt es einen neuen Charakterwein in Weiß in der Grassl-Palette: einen hervorragenden Welschriesling 2019 namens Alte Reben aus der Riede Neuberg mit tonig-fettem Boden, ganztraubengepresst und in gebrauchten Fässern gereift mit Hefekontakt und kaum Schwefel; natürlich in Mini-Menge. Bei den Rotweinen dominiert der Lokalmatador Zweigelt gefolgt von der Charaktersorte St. Laurent – der Rubin Carnuntum 2019 war heuer eindeutiger Sieger bei der Verkostung von Rotweinen bis 12 Euro. Neben eleganten, fruchtbetonten Varianten mit wohldosiertem Gerbstoffgerüst gibt es von den Rotwein-Klassikern auch Premium-Weine in Gestalt der St. Laurent Reserve und des Zweigelt Schüttenberg. Besonderen Status haben Rotwein-Cuvées chez Grassl – der im Mittelpreissegment angesiedelte Neuberg 2019 ist einer der besten bisher, Bärnreiser 2019 und die üppige Bärnreiser Reserve 2018 zählen wie fast immer zur Rotwein-Elite Österreichs.

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2018 Bärnreiser Reserve
Weingut Philipp Grassl
Carnuntum

Opulente Nase, ungemein samtig und sämig, reichhaltig, Tintenblei, eingemachte Heidelbeeren und Zwetschken; Riesensubstanz, tiefdunkle Beerenfrucht, tolle Gewürznoten, saftig und vital, Power, fordernd, fester Biss, sehr lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut Philipp Grassl
Carnuntum

Philipp Grassl
2464 Göttlesbrunn
Am Graben 4

Das Göttlesbrunner Weingut von Philipp und Angelika Grassl zählt seit Jahren zu den Spitzenerzeugern in Österreich. Aufgrund der bemerkenswerten Konstanz im Topbereich erhielt das Weingut vor wenigen Jahren die fünfte Krone und damit die Höchstwertung im Vinaria Guide. Obwohl die Weine aus diesem Musterbetrieb echte Carnunteser sind, bestechen sie doch durch eine eigenständige Stilistik: Beachtenswert sind die in diesem sonnenverwöhnten Gebiet nicht selbstverständliche Eleganz und Transparenz fast aller Weine, dazu kommen makellose Balance und unprätentiöses Auftreten sowie ausgeprägter Sorten- und Bodencharakter. Wird Philipp Grassl für seine exzellenten Rotweine besonders geschätzt, so sollte man die Weißen hier auch keinesfalls unterschätzen: Im Klassikbereich von 2020 findet man bildhübsche Sortenweine mit verlockendem Trinkanimo. Mit dem Einzellagen-Chardonnay vom Rothenberg hat Grassl vor einigen Jahren einen hochseriösen, komplexen Vertreter ins Sortiment aufgenommen. Nun gibt es einen neuen Charakterwein in Weiß in der Grassl-Palette: einen hervorragenden Welschriesling 2019 namens Alte Reben aus der Riede Neuberg mit tonig-fettem Boden, ganztraubengepresst und in gebrauchten Fässern gereift mit Hefekontakt und kaum Schwefel; natürlich in Mini-Menge. Bei den Rotweinen dominiert der Lokalmatador Zweigelt gefolgt von der Charaktersorte St. Laurent – der Rubin Carnuntum 2019 war heuer eindeutiger Sieger bei der Verkostung von Rotweinen bis 12 Euro. Neben eleganten, fruchtbetonten Varianten mit wohldosiertem Gerbstoffgerüst gibt es von den Rotwein-Klassikern auch Premium-Weine in Gestalt der St. Laurent Reserve und des Zweigelt Schüttenberg. Besonderen Status haben Rotwein-Cuvées chez Grassl – der im Mittelpreissegment angesiedelte Neuberg 2019 ist einer der besten bisher, Bärnreiser 2019 und die üppige Bärnreiser Reserve 2018 zählen wie fast immer zur Rotwein-Elite Österreichs.

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2020 Grüner Veltliner Ried Kellerberg Reserve
Weingut Gschweicher
Weinviertel

Kraftvoll, dicht, hochreif, Fruchtkorb, Steinobstnoten, exotische Früchte, Hawaii-Ananas, passende, dunkle Zitrusaromen, Kräuterwürze; kann auf dem Gaumen noch weiter zulegen, toller Löss-Veltliner, saftig, wieder viel Würze, akzentuierte Pfeffernoten, angenehme Frucht- und Extraktsüße, sehr gute Persistenz.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€
Schraubverschluss

Weingut Gschweicher
Weinviertel

Bernhard Gschweicher
3743 Röschitz
Winzerstraße 29

Die besten Weingüter des Retzerlandes sind für ihre feingliedrigen Weine bekannt, worin sich immer die unterschiedlichen Bodenformationen und das spezielle Kleinklima widerspiegeln. Die Weinbaugemeinde Röschitz hat eine Vielzahl sehr guter Winzer. Ein Leitbetrieb, der mit seiner aktuellen Weinserie das erwartet hohe Qualitätsniveau wieder bestätigen konnte, ist das Weingut Gschweicher. Aktuell werden sechs unterschiedliche Grüne Veltliner aus dem Jahre 2020 angeboten, die in allen Gewichtsklassen die Vorzüge des aktuellen Jahrgangs herausstreichen. Mit dem Sauvignon Blanc und dem Grauburgunder zeigt Bernhard Gschweicher, dass auch diese beiden Rebsorten perfekt nach Röschitz passen. Zwei wunderschöne Preis-Leistungs-Weine, die auch als Speisenbegleiter universell eingesetzt werden können.

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2015 Blanc de Noirs Extra Brut Große Reserve
Weingut Bründlmayer
Kamptal

Zart und stetig perlend; überaus attraktives Duftspiel nach Himbeeren und Haselnüssen, feine Nuancen und kühle Eleganz, fruchtsüß, charmant und tiefgründig, viele Facetten und hoher Finessenfaktor, lange nachklingend – so wird's gemacht!

Schaumwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€€€
Naturkork

Weingut Bründlmayer
Kamptal

Willi Bründlmayer
3550 Langenlois
Zwettler Straße 23

Tel. +43 2734 21720
Fax. 3748
weingut@bruendlmayer.at
www.bruendlmayer.at

Diesmal ist die Parade der Bründlmayer’schen Gewächse ein wenig anders ausgefallen, als man dies von den vorigen Jahren gewohnt war. Erstmals hat man sich nämlich dazu entschlossen, die besten Lagenweine frühestens im Herbst oder über-haupt erst im nächsten Frühjahr zu präsentieren, weshalb Sie Lamm, Heiligenstein & Co. hier nicht vorfinden werden. Ein durchaus logischer und konsequenter, ja vielleicht sogar überfälliger Schritt, der eben etwas Mut zur Lücke erfordert. Damit stehen naturgemäß die leichteren Weißweine von 2020 im Vordergrund, die dem Jahrgang entsprechend allesamt recht schlank und rassig geraten sind, und klare Fruchtaromen wie Reintönigkeit kann man bei diesem Weingut ohnehin in allen Ausbaukategorien voraussetzen. Aus dem Quartett der Grünen Veltliner sticht diesmal der ebenso reichhaltige wie ausgewogene Loiserberg mit ungewöhnlichen Fruchtakzenten hervor, aber auch der von der kühlen Eleganz der Urgesteinsriede geprägte, glasklare Berg Vogelsang ist immer einen Verkostungsschluck wert. Von den Rieslingen geht der zartblumige, rassige Kamptal Terrassen schon über einen sommerlichen Terrassenwein hinaus, während der pikante und herzhafte Steinmassl wieder einmal mit rotbeerigen Aromen überrascht. Sehr hübsch ist heuer der Zweigelt Rosé ausgefallen, wie diese noch immer unterschätzte Rebsorte eigentlich in allen drei Varianten gefällt. Sowohl der mit lässiger Kirschfrucht auftrumpfende Standard Zweigelt von 2018 als auch die mit Extraktsüße sowie Tiefgang und Länge punktende 2017er Reserve wissen vorbehaltlos zu gefallen. Auf den Rotweinjahrgang 2018 macht auch schon der tiefwürzige, markante Pinot Noir der Standardkategorie Gusto, wiewohl die Reserve vom Käferberg noch in den Fässern oder Flaschen schlummert. Aber da gibt es ja die auf dem Markt befindlichen 2016er und 2017er als Alternative, mit denen das Weingut ein neues Kapitel für diese Rebsorte aufgeschlagen hat. Gemeinsam mit den Reinisch-Brüdern vom Johanneshof wurde hier wohl ein neuer Maßstab für österreichischen Blauburgunder geschaffen. Immer besser in Schwung kommen auch die perlenden Kreszenzen des Langenloiser Paradebetriebs: Bereits die Brut Reserve und der Rosé gefielen mit untadeligen Chargen, wobei Letzterer trockener als bisher ausgebaut sein dürfte. Schließlich fällt es äußerst schwer, eine der beiden Großen Reserven zu favorisieren. Für den Blanc de Blancs im Brut-Nature-Stil sprechen der Blütenduft, die fordernde, kompromisslose Art und bissige Säure, für den kraftvollen und engmaschigen Blanc de Noirs Himbeerfrucht, Charmefaktor und hohe Finesse.

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2019 Riesling Ried Mordthal 1ÖTW, Ruppersthal
Weinberghof Fritsch
Wagram

Enorm saftig und ausdrucksstark, saftiger Pfirsich, lebhaft; viel Sortentypizität, exotische Frucht, auch Marillen, kristall-
klare Säure, Riesen-Riesling.

Weißwein
Riesling
€€€
Naturkork

Weinberghof Fritsch
Wagram

Karl Fritsch
3470 Oberstockstall
Schlossbergstraße 9

Tel. +43 2279 5037
info@fritsch.cc
www.fritsch.cc

Wer beim Wein Mainstream sucht, wird bei Karl Fritsch nichts ernten. Der Respekt-Biodyn-Winzer geht seit 15 Jahren konsequent den Weg, unverwechselbare, eigenständige Weine im Einklang mit der Natur zu machen, und ist dabei sehr erfolgreich unterwegs. Alle Weine sind spontanvergoren und durchlaufen einen Säureabbau. Dann geht es um Geduld. Fritsch gönnt seinen Premium-Weinen viel Zeit, bevor er sie in den Markt bringt – und der Winzer geht jetzt noch einen Schritt nach vorn und bringt seine Lagenweine künftig erst mit Frühling des übernächsten Jahres nach der Ernte und lässt seine Weine damit sechs Monate länger auf dem Weingut ausreifen. Zwischen den Wagram-Gebietsweinen und seinen Lagenweinen hat Fritsch erstmals den Veltliner-Ortswein „Kirchberg“ geschoben, der heuer ausschließlich über Wein&Co vermarktet wird. In jeder seiner drei Top-Lagen setzt der Winzer ein klares Sorten-
profil, die dort perfekt passt. Der Löss-geprägte Schlossberg ist Grüner Veltliner pur, im kühleren Mordthal steht sein Riesling, und in der kargen von Schiefer und Granit geprägten Ried Steinberg findet der Rote Veltliner ideale Bedingungen vor. Die längste Reise auf dem Weingut hat immer Fritschs „Tausend Weiß“ – eine fantastische Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay, die drei Jahre großteils in gebrauchten 500er-Fässern ausgebaut wurde und nur auf 1000 Flaschen limitiert ist. Wer auf Burgunder steht – ein Wow-Wein!

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2019 Sämling 88 Ried Lüss TBA Reserve Seewinkel
Weingut Tschida – Angerhof
Neusiedlersee

(RZ: 253,7 g/l) Kühle Aromatik, reichhaltig, Kernobst, Litschi, Kräuter, Waldhonig; saftige, reife Ananas, Mango, Quitte, dezente Würze und Salzigkeit, elegant, Riesenlänge.

Süßwein
Scheurebe (Sämling 88)
€€€€
Glassstöpsel

Weingut Tschida – Angerhof
Neusiedlersee

Hans Tschida
7142 Illmitz
Angergasse 5

Wenn es um edle Prädikatsweine geht, kommt man am Angerhof und Hans Tschida nicht vorbei. Der Illmitzer Winzer ist einer der allerbesten Süßweinmacher im Land, dessen Ruhm weit über die Grenze hinausgeht. Gerade ist Tschida in London erneut als „Sweet Winemaker of the Year“ ausgezeichnet worden. Es ist diese Leichtigkeit, die von Tschidas Süßweinen jeder Prädikatsstufe ausgeht – sowie die Fruchtpräzision und die Klarheit, die in jedem Wein stecken. Das gelingt ihm, weil er alle Weine ausnahmslos im Stahltank ausbaut. Die Sorten, auf die der Winzer setzt, sind durchwegs aromatische, die er selbst gernhat. „Sämling ist meine Lieblingssorte“, bekennt Tschida offen, „dann kommt Muskat Ottonel.“ Es sind zufällig auch jene Sorten, die im großen Süßweinjahr 2019 den meisten Esprit verkörpern: einerseits die bildhübsche Sämling TBA aus der Ried Lüss, die auch Tschidas erster Neusiedlersee DAC Reserve Seewinkel ist – seit Kurzem darf ja das Ortsdreieck Illmitz–Apetlon–Podersdorf, das als der historische Seewinkel gilt, diese enge Herkunftsbezeichnung auf der Flasche tragen. Andrerseits ist auch ein Top-Pick der hochkonzentrierte Schilfwein vom Muskat Ottonel – eine wahre Tropenfrucht-Nektar-Essenz mit Säurekick. Es gilt noch einen dritten Wein hervorzuheben: den Grünen Veltliner Beerenauslese – denn auch dafür steht der Winzer: einen so famosen Süßwein zu machen, bei dem man praktisch mit einem Zehn-Euro-Schein auskommt.

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2018 Blaufränkisch Ried Gritschenberg
Weingut Markus Altenburger
Leithaberg, Rust & Rosalia

(BIO) Herrliche Kühle, rauchig, Veilchen, ganz feine Frucht, hochelegant, dunkelwürzig, rote & schwarze Beeren, Zwetschken, Kirschen, nobel, saftig, reichhaltig, ganz viel Blaufränkisch mit viel Zukunft.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€
Naturkork

Weingut Markus Altenburger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Markus Altenburger
7093 Jois
Untere Hauptstraße 62

Es sind phantastische Weine die Markus Altenburger da fabriziert hat. Es sind absolut Naturnahe Gewächse. Es gibt nur Spontangärung. Verzicht auf technische und chemische Hilfsmittel. Keine Bakterien, Enzyme oder Hefen. Es sind Weine voller Authenzität und Spannkraft. Keine Schmeichler. Es sind Weine die Aufmerksamkeit heischen. Seit 2017 BIO zertifiziert. Das Wechselspiel aus See und Leithagebirge – Kalk & Schiefer – macht die Weine von Markus Altenburger zu dramatischen Erlebnissen. Altenburgers Herz gehört dem Blaufränkisch. Seit 2006 wurde nur diese Rebsorte nachgepflanzt. Der Blaufränkisch vom Kalk 2018 ist von einer herrlichen kühlen Frische. Von gediegenem Format präsentiert sich der 2018 Blaufränkisch „Markus Altenburger“. Ein Weinerlebnis der besonderen Art bieten die beiden großen Blaufränkisch 2018 vom GritschenbergKalk) und JungenbergSchiefer). Bei den Weißweinen ist neu der 2020 Chardonnay vom Kalk. Ein weiniger, unfiltrierter Weißwein von spannender Harmonie. Zukunft pur trinkt man beim 2019 Chardonnay Jungenberg. Der geht seinen Weg. Das Herr Altenburger sich dem Neuburger widmet – diese fast vergessene Rebsorte – ehrt ihn. Neuburger betont 2020 ist anders als die andern. Der auf Kalk stehend Grüne Veltliner 2019 vom Ladisberg ist eine besondere Definition dieser Sorte, einer unvergleichlichen Salzigkeit, einem Spannungsbogen wie ein großer Burgunder.

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2019 Zweigelt Kirchweingarten
Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Geht über vor Frucht, Schwarzkirschen und auch Heidelbeeren, tiefe Fülle, ausgereift, sehr samtig; saftig, erfrischend, kernig, vollmundige Frucht, vollreifes Tannin, lang, ausgezeichnet.

Rotwein
Zweigelt
€€€€
Naturkork

Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Gerhard Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Pfarrgasse 6

Tel. +43 2162 8222
Fax. -11
weingut@markowitsch.at
www.markowitsch.at

Spitzenwinzer mit Bodenhaftung: Trotz seiner zahllosen Erfolge im In- und Ausland hat Gerhard Markowitsch die Bindung zu Region, Rebe und Winzerhandwerk stets bewahrt. Und nicht nur das –die in Sachen Vielfalt und Qualität immer wieder beeindruckende Palette ist Beweis für das Können und Gespür des Göttlesbrunners im Weingarten wie im Keller. Seit Langem als unbestreitbare Tugend können die gekonnte Abstimmung der Weine und damit deren Ausgewogenheit und Harmonie gelten, wobei diese keineswegs zulasten deren Potenzials geht – ganz im Gegenteil, überzeugen doch die Weine nicht nur durch Charakter und Eigenständigkeit, sondern insbesondere auf dem Rotwein-Sektor durch beachtliche Lagerfähigkeit. Aber auch im Basisbereich und im Mittelfeld ist man hier bestens aufgehoben, steht doch eine breite Palette an vergnüglichen, fruchtbetonten Weine aller Couleurs für unmittelbaren Genuss zur Verfügung. Der große Erfolg des Weinguts ist zu einem wesentlichen Teil auch Familiensache: Neben Gerhard und seiner Frau Christine engagieren sich auch die Töchter Johanna sowie Helene. Im Weißwein-Bereich haben Chardonnay und Veltliner die größte Bedeutung, wobei Markowitsch bei Ersterem prinzipiell auf Ganztraubenpressung setzt, bei den anderen Sorten gibt es vor allem im Reserve-Bereich auch längere Maischestandzeiten, im gehobenen Segment erfolgt die Vergärung spontan. Der Rotwein-Sektor wird durch einen abwechslungsreichen wie hochwertigen Mix aus sortenreinen Weinen – Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir – und Cuvées abgedeckt. Top sind heuer die Cuvée Rosenberg und der legendäre M1, doch auch der gerade im heißen 2018er-Jahr bemerkenswert elegant ausgefallene Pinot Noir Reserve.

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2019 Rosenberg
Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Herrliche Duftfülle, vollreife Cassis, Brombeeren und Wildkirschen, tiefgründig; wunderbarer Fruchtschmelz, fruchttief und strukturiert, kernig, mundfüllend, saftig bis lang nach hinten.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Gerhard Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Pfarrgasse 6

Tel. +43 2162 8222
Fax. -11
weingut@markowitsch.at
www.markowitsch.at

Spitzenwinzer mit Bodenhaftung: Trotz seiner zahllosen Erfolge im In- und Ausland hat Gerhard Markowitsch die Bindung zu Region, Rebe und Winzerhandwerk stets bewahrt. Und nicht nur das –die in Sachen Vielfalt und Qualität immer wieder beeindruckende Palette ist Beweis für das Können und Gespür des Göttlesbrunners im Weingarten wie im Keller. Seit Langem als unbestreitbare Tugend können die gekonnte Abstimmung der Weine und damit deren Ausgewogenheit und Harmonie gelten, wobei diese keineswegs zulasten deren Potenzials geht – ganz im Gegenteil, überzeugen doch die Weine nicht nur durch Charakter und Eigenständigkeit, sondern insbesondere auf dem Rotwein-Sektor durch beachtliche Lagerfähigkeit. Aber auch im Basisbereich und im Mittelfeld ist man hier bestens aufgehoben, steht doch eine breite Palette an vergnüglichen, fruchtbetonten Weine aller Couleurs für unmittelbaren Genuss zur Verfügung. Der große Erfolg des Weinguts ist zu einem wesentlichen Teil auch Familiensache: Neben Gerhard und seiner Frau Christine engagieren sich auch die Töchter Johanna sowie Helene. Im Weißwein-Bereich haben Chardonnay und Veltliner die größte Bedeutung, wobei Markowitsch bei Ersterem prinzipiell auf Ganztraubenpressung setzt, bei den anderen Sorten gibt es vor allem im Reserve-Bereich auch längere Maischestandzeiten, im gehobenen Segment erfolgt die Vergärung spontan. Der Rotwein-Sektor wird durch einen abwechslungsreichen wie hochwertigen Mix aus sortenreinen Weinen – Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir – und Cuvées abgedeckt. Top sind heuer die Cuvée Rosenberg und der legendäre M1, doch auch der gerade im heißen 2018er-Jahr bemerkenswert elegant ausgefallene Pinot Noir Reserve.

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2019 Roter Veltliner Ried Steinberg Privat Erste Lage
Weingut Josef Fritz
Wagram

Archetypische Nase nach Zuckerwatte und roten Beeren, enorm reichhaltig, ohne je üppig zu werden, Birnenfrucht sowie Melisse, bei aller Dichte gibt die Finesse den Ton an, große Reserven.

Weißwein
Roter Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut Josef Fritz
Wagram

Josef Fritz
3701 Zaussenberg
Ortsstraße 3

Von den Erste-Lagen- und Reserveweinen des Weingutes Fritz, das nunmehr auch der Vereinigung der Österreichischen Traditionsweingüter angehört, konnte man zurecht einiges erwarten, zumal sie großteils dem exzellenten Weinjahr 2019 entstammen. Dass es aber am Wogenrain auch möglich war, dem Jahrgang 2020 sehr gute Qualitäten zu entlocken, beweisen bereits die zum Auftakt zu rechnenden Gewächse, wie etwa der signifikante Lössveltliner von der Ried Himmelreich oder auch die beiden leichteren Roten Veltliner namens Wagram Terrassen und Ried Steinberg, die Herkunft wie Rebsorte perfekt widerspiegeln. Das Gleiche kann man auch von den beiden kräftigen Repräsentanten dieser Rebsorte behaupten, die sich zu wahren Prachtexemplaren entwickelt haben. Während dem Steinberg Privat Tiefgang und „burgundische“ Noblesse zu eigen sind, glänzt der Mordthal mit Vitalität und einem wahren Fruchtfeuerwerk. Von den großen Reserven präsentiert sich der Chardonnay bei dezentem Holzeinsatz schon rund und harmonisch, doch auch der sanft strömende, nie vorlaute Traminer besitzt seine Meriten. Als Novität gibt es auch einen Pfirsich-fruchtigen Riesling in Reserve-Qualität aus dem Jahr 2017, der vom zweijährigen Lager auf der Feinhefe und der Flaschenreife schmeckbar profitiert hat. Das Metier von Sohn Johannes sind die maischevergorenen Weißen unter der Bezeichnung Tertiär, von denen sich der Sauvignon 2020 bereits in jugendlicher Hochform präsentiert. Mit zahl-
reichen Fruchtnuancen versehen, gleitet er gewissermaßen höchst geschmeidig und elegant über den Gaumen und übertrifft vermutlich sogar den Vinaria Trophy Preisträger aus dem Vorjahr.

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2019 Pinot Noir Reserve
Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Zeigt Tiefgang und tolles Fruchtvolumen, Waldhimbeersirup und auch Walderdbeeren, subtile Fülle; herrlich erfrischend, vollends saftige Frucht, gediegene Kraft, seidige Eleganz, Musterbeispiel für österreichischen Pinot.

Rotwein
Pinot Noir (Blauburgunder)
€€€€€
Naturkork

Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Gerhard Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Pfarrgasse 6

Tel. +43 2162 8222
Fax. -11
weingut@markowitsch.at
www.markowitsch.at

Spitzenwinzer mit Bodenhaftung: Trotz seiner zahllosen Erfolge im In- und Ausland hat Gerhard Markowitsch die Bindung zu Region, Rebe und Winzerhandwerk stets bewahrt. Und nicht nur das –die in Sachen Vielfalt und Qualität immer wieder beeindruckende Palette ist Beweis für das Können und Gespür des Göttlesbrunners im Weingarten wie im Keller. Seit Langem als unbestreitbare Tugend können die gekonnte Abstimmung der Weine und damit deren Ausgewogenheit und Harmonie gelten, wobei diese keineswegs zulasten deren Potenzials geht – ganz im Gegenteil, überzeugen doch die Weine nicht nur durch Charakter und Eigenständigkeit, sondern insbesondere auf dem Rotwein-Sektor durch beachtliche Lagerfähigkeit. Aber auch im Basisbereich und im Mittelfeld ist man hier bestens aufgehoben, steht doch eine breite Palette an vergnüglichen, fruchtbetonten Weine aller Couleurs für unmittelbaren Genuss zur Verfügung. Der große Erfolg des Weinguts ist zu einem wesentlichen Teil auch Familiensache: Neben Gerhard und seiner Frau Christine engagieren sich auch die Töchter Johanna sowie Helene. Im Weißwein-Bereich haben Chardonnay und Veltliner die größte Bedeutung, wobei Markowitsch bei Ersterem prinzipiell auf Ganztraubenpressung setzt, bei den anderen Sorten gibt es vor allem im Reserve-Bereich auch längere Maischestandzeiten, im gehobenen Segment erfolgt die Vergärung spontan. Der Rotwein-Sektor wird durch einen abwechslungsreichen wie hochwertigen Mix aus sortenreinen Weinen – Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir – und Cuvées abgedeckt. Top sind heuer die Cuvée Rosenberg und der legendäre M1, doch auch der gerade im heißen 2018er-Jahr bemerkenswert elegant ausgefallene Pinot Noir Reserve.

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2018 M1
Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Opulente Beerenfrucht, barocke Fülle, tief, Süßholz, Schwarzkirschen, viel Cassis, Powidl, süße Lakritze; riesiger Fruchtschmelz, satt, konzentriert, dennoch strukturiert, tiefdunkle Beeren, lebhaftes Tannin, wuchtig, sehr lang.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut Gerhard Markowitsch
Carnuntum

Gerhard Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Pfarrgasse 6

Tel. +43 2162 8222
Fax. -11
weingut@markowitsch.at
www.markowitsch.at

Spitzenwinzer mit Bodenhaftung: Trotz seiner zahllosen Erfolge im In- und Ausland hat Gerhard Markowitsch die Bindung zu Region, Rebe und Winzerhandwerk stets bewahrt. Und nicht nur das –die in Sachen Vielfalt und Qualität immer wieder beeindruckende Palette ist Beweis für das Können und Gespür des Göttlesbrunners im Weingarten wie im Keller. Seit Langem als unbestreitbare Tugend können die gekonnte Abstimmung der Weine und damit deren Ausgewogenheit und Harmonie gelten, wobei diese keineswegs zulasten deren Potenzials geht – ganz im Gegenteil, überzeugen doch die Weine nicht nur durch Charakter und Eigenständigkeit, sondern insbesondere auf dem Rotwein-Sektor durch beachtliche Lagerfähigkeit. Aber auch im Basisbereich und im Mittelfeld ist man hier bestens aufgehoben, steht doch eine breite Palette an vergnüglichen, fruchtbetonten Weine aller Couleurs für unmittelbaren Genuss zur Verfügung. Der große Erfolg des Weinguts ist zu einem wesentlichen Teil auch Familiensache: Neben Gerhard und seiner Frau Christine engagieren sich auch die Töchter Johanna sowie Helene. Im Weißwein-Bereich haben Chardonnay und Veltliner die größte Bedeutung, wobei Markowitsch bei Ersterem prinzipiell auf Ganztraubenpressung setzt, bei den anderen Sorten gibt es vor allem im Reserve-Bereich auch längere Maischestandzeiten, im gehobenen Segment erfolgt die Vergärung spontan. Der Rotwein-Sektor wird durch einen abwechslungsreichen wie hochwertigen Mix aus sortenreinen Weinen – Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir – und Cuvées abgedeckt. Top sind heuer die Cuvée Rosenberg und der legendäre M1, doch auch der gerade im heißen 2018er-Jahr bemerkenswert elegant ausgefallene Pinot Noir Reserve.

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2017 Riesling Seeberg 1ÖTW
Weingut Weszeli
Kamptal

Pikant, viel Frucht und feine Kräuterwürze, kandierte Ananas und Pfirsiche, etwas Mango, tiefgründig, samtig, Wachs; herrlich saftig, elegant, feingliedrig, beachtliche Säurerasse, ungemein saftiges Mittelstück, rassig-knackiger Biss, gebündelt mit ziemlicher Länge.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Weszeli
Kamptal

Davis Weszeli
3550 Langenlois
Großer Buriweg 16

Tel. +43 2734 3678
weingut@weszeli.at
www.weszeli.at

Auf diesem historischen Weingut mit seinem beachtlichen Fundus an Weingärten in Top-Lagen in und um Langenlois lebt Ex-Unternehmer Davis Weszeli seine Vision von einem sich sachte in die Landschaft einfügenden und in größtmöglichem Einklang mit der umgebenden Natur stehenden Weinbau aus. Wurden über die Jahre die Praktiken bereits peu à peu in Richtung ökologische und biodynamische Bewirtschaftung adaptiert, so unterwarf man sich in den vergangenen Jahren auch den entsprechenden Zertifizierungsprozessen – 2020 gab es die erste biozertifizierte Ernte, und in absehbarer Zeit soll die Demeter-Zertifizierung erfolgen. Auch der Einsatz von Maschinen in den Anlagen soll langfristig reduziert werden, spezielle Weingärten – etwa auf dem Steinmassl, Käferberg und Heiligenstein – werden heute schon zum Teil mit dem Pferd bearbeitet. Auch im Keller strebt Weszeli nach möglichst unbeeinflussten Weinen: Zusammen mit Kellermeister Thomas Ganser erzeugt er ungeschminkte Weine, die die jeweiligen Böden bestens repräsentieren. Während die klassischen Kamp-
taler Weine und manche Reserven im Stahltank ausgebaut werden, werden die Top-Reserven im großen Holzfass gereift. Die klassischen Veltliner kommen im Jahr nach der Ernte in den Verkauf, beim Einsteiger-Riesling vom Loiserberg ist der 2019er aktuell. Die Reserven kommen dafür erst vier Jahre nach der Ernte in den Verkauf – die heuer vorgestellten Reserven von 2017 folglich im heurigen Herbst. In den vergangenen Jahren hat die Qualität weiter zugenommen, und die aktuelle 2017er-Serie ist hervor-
ragend mit kleinen Vorteilen für die Rieslinge. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass alle Top-Riedenweine trotz 
toller Fruchtkonzentration und Komplexität mit 12,5% Alkohol auf dem Etikett ausgewiesen sind.

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2019 Grüner Veltliner Vinothekfüllung Smaragd
Weingut Knoll
Wachau

Ungemein pfeffrig, ausgereift, Maisbrot, bisschen Plastilin, sehr gute Fülle, Wachsnoten, dann auch Schoten; schmelzig, cremig, bisschen Blockmalz, tolle Frucht, satte Fülle, ausgereift, Power, sehr lang.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€€€
Naturkork

Weingut Knoll
Wachau

Emmerich Knoll
3601 Dürnstein
Unterloiben 132

Tel. +43 2732 79355
Fax. -5
weingut@knoll.at

Nirgendwo wird Weintradition hierzulande authentischer gelebt als im Weingut Knoll, zugleich zählt der Wachauer Leitbetrieb aus Unterloiben mit seinen Weinen schon seit jeher zu den bedeutendsten Pionierbetrieben in Österreich. Seit vielen Generationen wird hier Weinbau betrieben, und bereits in den 1950er-Jahren wurden Bouteillen gefüllt. Heute wird der Familienbetrieb von Emmerich und Monika Knoll sowie deren Söhne Emmerich Knoll jun.Keller) und August KnollWeingarten) geführt; die beiden Töchter Erika und Monika sind nicht im Betrieb tätig. Unverwechselbares äußerliches Markenzeichen der Knoll’schen Kreszenzen ist das nur von wenigen mit Gleichmut empfundene Etikett mit dem barocken Motiv des hl. Urbans, das seit 1962 die Flaschen ziert. Die Familie bewirtschaftet knapp 18 Hektar Rebfläche, von der rund ein Drittel in ausschließlich händisch zu bearbeitenden Terrassenlagen liegt. Lagenmäßig ist man toll aufgestellt, umfasst doch das Lagenportfolio Weingärten in den berühmten Rieden Loibenberg, Kellerberg und der Quasi-Hauslage Schütt, dazu kommen Kreutles und Trum sowie die im benachbarten Kremstal angesiedelte historische Lage Pfaffenberg. Wie es die Tradition gebietet, regieren Grüner Veltliner und Riesling das Sortiment, doch wird im Loibner Betrieb auch schon lange einer gewissen Vielfalt – sowohl in Sachen Sorten wie auch Klassen und Kategorien – gefrönt. An Komplementärsorten gibt es Muskateller, Gelber Traminer und Chardonnay sowie Blauburgunder. Folglich findet man in der in manchen Jahren fast ausufernden Weinpalette selbstverständlich die gesamte Bandbreite der Wachauer Kategorien von Steinfeder bis Smaragd, und dies ab Federspiel nicht nur von beinahe allen Sorten, sondern bei Veltliner und Riesling auch noch aus zahlreichen Lagenweinen aus dem opulenten Riedenportfolio. In geeigneten Jahren gibt es auch noch Süßweine, und das nicht zu knapp. Kaum verwunderlich, dass dabei in manchen Jahrgängen eine 25 bis 30 und mehr Weine umfassende Palette herauskommen kann. Mit dem heurigen wurde der Jahrgangswechsel insofern vollzogen, als aus dem jüngsten Jahrgang nur mehr die leichteren Kategorien Steinfeder und Federspiel vorgestellt werden; die Smaragde, die frühestens im Herbst des auf die Ernte folgenden Jahres, teils auch später in den Verkauf gelangen, werden hingegen erst im übernächsten Jahr ins Scheinwerferlicht gestellt. So stellen wir heuer nochmals die Smaragde und Reserven aus dem Jahrgang 2019 vor, dazu kommt eine opulente Veltliner-Reserve aus dem Jahrgang 2018. Das zusätzliche Reifejahr hat den Weinen sehr gutgetan – die Zahl an Top-Weinen ist um zwei angewachsen.

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2017 Riesling Heiligenstein 1ÖTW
Weingut Weszeli
Kamptal

Reichhaltig, nach eingelegten Pfirsichen und Litschis, reife Mirabellen, samtig und sanft, pfiffige Pikanz; sehr saftiges Entrée, zart cremig, schöner Fruchtschmelz, Zitrus, hinten dann sehr fest, legt zu, gute Länge.

Weißwein
Riesling
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Weszeli
Kamptal

Davis Weszeli
3550 Langenlois
Großer Buriweg 16

Tel. +43 2734 3678
weingut@weszeli.at
www.weszeli.at

Auf diesem historischen Weingut mit seinem beachtlichen Fundus an Weingärten in Top-Lagen in und um Langenlois lebt Ex-Unternehmer Davis Weszeli seine Vision von einem sich sachte in die Landschaft einfügenden und in größtmöglichem Einklang mit der umgebenden Natur stehenden Weinbau aus. Wurden über die Jahre die Praktiken bereits peu à peu in Richtung ökologische und biodynamische Bewirtschaftung adaptiert, so unterwarf man sich in den vergangenen Jahren auch den entsprechenden Zertifizierungsprozessen – 2020 gab es die erste biozertifizierte Ernte, und in absehbarer Zeit soll die Demeter-Zertifizierung erfolgen. Auch der Einsatz von Maschinen in den Anlagen soll langfristig reduziert werden, spezielle Weingärten – etwa auf dem Steinmassl, Käferberg und Heiligenstein – werden heute schon zum Teil mit dem Pferd bearbeitet. Auch im Keller strebt Weszeli nach möglichst unbeeinflussten Weinen: Zusammen mit Kellermeister Thomas Ganser erzeugt er ungeschminkte Weine, die die jeweiligen Böden bestens repräsentieren. Während die klassischen Kamp-
taler Weine und manche Reserven im Stahltank ausgebaut werden, werden die Top-Reserven im großen Holzfass gereift. Die klassischen Veltliner kommen im Jahr nach der Ernte in den Verkauf, beim Einsteiger-Riesling vom Loiserberg ist der 2019er aktuell. Die Reserven kommen dafür erst vier Jahre nach der Ernte in den Verkauf – die heuer vorgestellten Reserven von 2017 folglich im heurigen Herbst. In den vergangenen Jahren hat die Qualität weiter zugenommen, und die aktuelle 2017er-Serie ist hervor-
ragend mit kleinen Vorteilen für die Rieslinge. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass alle Top-Riedenweine trotz 
toller Fruchtkonzentration und Komplexität mit 12,5% Alkohol auf dem Etikett ausgewiesen sind.

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2019 Zierfandler Modler
Weingut Johannes Gebeshuber
Thermenregion

Kühle Fülle, frische weiße Blüten, pfeffrig, fast schotig zu Beginn, wird immer tiefer, vielschichtig, subtil; ungemein saftiges Entree, kernig, fein und ziseliert, Pfirsich und süße Exotik, nobel strukturierende Herbe, tolle Länge, exzellent.

Weißwein
Zierfandler
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Johannes Gebeshuber
Thermenregion

Johannes Gebeshuber
2352 Gumpoldskirchen
Jubiläumsstraße 43

Mit seinem klaren Bekenntnis zu seiner historischen Heimatgemeinde Gumpoldskirchen mit ihrem Reichtum an hervorragenden klassischen Rieden, aber auch zur Thermenregion insgesamt sowie mit seinem Fokus auf die klassischen Südbahnsorten ist Johannes Gebeshuber ein unerschütterlicher Prophet seiner vinophilen Herkunft. Er hält die dortigen Weinbautraditionen hoch, vertraut aber gleichzeitig auf moderne Erkenntnisse und Methoden im Weingarten und Keller und fertigt so Kreszenzen, die durchaus als zeitlose Klassiker bezeichnet werden könnten. Schon seit vielen Jahren zählt Gebenshuber zu den hervorragendsten Weißweinwinzern der Thermenregion. Ein beachtlicher Werdegang, gründete doch der gebürtige Gumpoldskirchner sein Weingut erst vor etwas mehr als zwei Dekaden, als er damals die früheren Kellerräumlichkeiten der ehemals renommierten Winzergenossenschaft Gumpoldskirchen übernahm. In den Anfangsjahren machte sich Gebeshuber mit Thermenregion-Blends aus Rotgipfler und Zierfandler bzw. Pinot Noir und St. Laurent in drei Qualitätskategorien unter dem Label Spaetrot einen Namen. Später kreierte der engagierte Winzer die Gebeshuber-Linie mit Weinen aus biologischer Bewirtschaftung, die inzwischen tonangebend ist. Vor vier Jahren startete er mit der Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung, und inzwischen führt er das erste zertifizierte Demeter-Weingut der Thermenregion. Die Palette umfasst jeweils drei Kategorien in Weiß und Rot: Den Einstieg bilden je ein Gemischter Satz namens Querfeldein. Die Weine der darüberliegenden Kategorien werden sortenrein gefüllt – und hier kommen ausschließlich die Sortenklassiker der Südbahn zum Zug: Rotgipfler und Zierfandler für die Weißweine, Pinot Noir und St. Laurent für die Roten. Ortsweine aus Gumpoldskirchen bilden das mittlere Segment, und im Premium-Bereich gibt es mittlerweile je Sorte zwei Einzellagenweine: Rotgipfler Laim und Student, Zierfandler Modler und Wiege, St. Laurent Glas und Satzing sowie Pinot Noir Viereck und Gendl.

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2009 Cuveé Lukas Reserve
Weingut Lukas Markowitsch
Carnuntum

(ME/SY/CS) Kraftvoll, tiefgründige, dunkle Frucht, Waldheidelbeere, Brombeere, süße Herzkirsche, Syrah-Würze, schwarze Weichsel, dunkler Pfeffer, einschmeichelnde Süße; reife Tanninstruktur, rotbeerige Aromen, hochreife schwarze Johannisbeere, wirkt jünger und zeigt weiteres Reifepotenzial.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut Lukas Markowitsch
Carnuntum

Lukas Markowitsch
2464 Göttlesbrunn
Kiragstettn 1

Das Weingut Lukas Markowitsch ist bereits seit vielen Jahren für das breit gefächerte und qualitativ hochwertige Roweinsortiment bekannt. Der Jahrgang 2019 ist in allen Kategorien sehr gut gelungen, mit der Cuveé Lukas Reserve aus dem Jahr 2009, der lange Zeit für die Reifung gegönnt wurde, wurde ein Weinmonument geschaffen, das auch nach zwölf Jahren weiteres Potenzial aufweist und zeigt, wo die Reise hingehen kann. Die Weißwein-Serie bringt alle positiven Eigenschaften des Jahres 2020 ins Glas, Preis/Leistung sind dabei besonders hervorzuheben. Die aktuell im Verkauf befindlichen Auslesen sind viel mehr als ein Nischenprodukt und äußerst empfehlenswert.

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2018 GSTK Ried Pössnitzberger Kapelle Chardonnay
Weingut Erwin Sabathi
Südsteiermark

Markante Bodentöne, dunkel, Feuerstein, Kalk, hauchzarte Gewürznoten, Druck bei gutem Fokus; schließt mit dezenter Würze an, Schmelz, Kraft, Opok-Boden prägt den Wein, lang, bracht noch Zeit.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Naturkork

Weingut Erwin Sabathi
Südsteiermark

Erwin Sabathi
8463 Leutschach an der Weinstrasse
Pössnitz 48

„Unsere Weine sind Ausdruck unseres Terroirs“, bringt Erwin Sabathi sein Leitbild auf den Punkt. Dieser Betriebsphilosophie ist alles untergeordnet. Weil biologische Bewirtschaftung die Reben stärkt und den Trauben zu mehr Ausdruck verhilft, sind seit 2019 alle Weine bio. Um große Gewächse machen zu können, müssen sich Boden und Rebstock im Gleichgewicht befinden, ist der Winzer überzeugt. Äußerlich sichtbares Zeichen der naturnahen Bewirtschaftung sind die kleinwüchsigen, bergtauglichen Krainer Steinschafe, die in allen steilen Weingärten weiden; knapp 200 solcher „Mitarbeiter“ hat Erwin Sabathi angestellt. Auch bei den Korken setzen die Sabathis auf Bio. Sie werden von einer kleinen Firma in Portugal produziert, jeder einzelne wird sensorisch beurteilt und freigegeben. Auf dem Weingut werden weder Reinzuchthefen noch Enzyme eingesetzt, auf Klärschönung wird verzichtet, filtriert wird sanft. Doch zurück zur Herkunft, zum Terroir. Die trockenen Weine – und das ist der mit Abstand größte Teil des Sortiments – entsprechen den DAC-Herkunftsregeln. Folgerichtig gliedert sich das Angebot in Gebietsweine, Ortsweine Leutschach und Riedenweine. „Die Orts- und Riedenweine sollen anspruchsvoll sein, die Gebietsweine verständlich“, erklärt Erwin Sabathi seine Marschrichtung. Sauvignon Blanc wird ausschließlich im neutralen Holz ausgebaut, schmeckbare Eiche ist nur beim Chardonnay ein Thema. Für alle Lagen wird das gleiche Holz verwendet, um so den Riedencharakter zu schärfen und nicht durch unterschiedliche Hölzer zu verwässern. Weil einige Weingärten extrem viel pflanzenverfügbaren Kalk aufweisen, hat der Winzer auf spezielle Unterlagsreben aus Frankreich gesetzt, wie sie auch in Burgund verwendet werden. Die tonhaltige Ried Saffran ist eine Monopollage der Sabathis, benannt nach Hans Saffran, dem Vorbesitzer des Weinguts. Die Familie Sabathi verfügt über Anteile an bekannten Rieden wie Poharnig, Krepskogel und Jägerberg, die Lage Pössnitzberg besitzt die höchste Reputation. Sie ist extrem steil, der kalkhaltige Opokboden prägt den Charakter der Weine. Erwin Sabathi führt das Weingut, das zur Gruppe der STK-Winzer gehört, gemeinsam mit seiner Frau Patrizia, unterstützt durch seine Brüder Christoph – hauptsächlich im Büro anzutreffen – und Gerd, zuständig für die Weingärten. Um den Kunden zehn Jahrgänge anbieten zu können, wurde im Frühjahr 2021 mit dem Bau eines neuen Weinlagers begonnen.

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2018 Inspiration Burgundercuvée
Weingut Norbert Greil
Wagram

(CH/WB) Füllig, gut burgundisch, Butterzopf, Haselnuss, Steinpilz; gut integriertes Holz, viel Mokka, rauchig, dunkle Würze, Kakao, balanciert, druckvoll, erst am Beginn seiner Reise.

Weißwein
Cuvée Weiß
€€
Schraubverschluss

Weingut Norbert Greil
Wagram

Norbert Greil
3465 Unterstockstall
Alte Weinstraße 4

Tel. +43 2279 2139
Fax. -14
office@weingut-greil.at
www.weingut-greil.at

Norbert Greil aus Unterstockstall macht sehr klassische Wagram-typische Weine. Sein Weinbetrieb ist „sehr sortenbezogen, und die Weine werden immer lagengetreu ausgebaut“. Die Hälfte seines Weinschaffens – und somit auf etwa vier Hektar – bildet die „Grüner-Veltliner-Linie“. Die aromatischen Weine wie Riesling. Muskateller und Traminer hat er auch zusammengefasst. Als dritte Gruppe hat er die „Burgunder-Linie“, bei der er mit Weißburgunder und Chardonnay glänzt. Der Winzer steht aber auch für den einen oder anderen Wein abseits von Herkunft und Mainstream. Diese Weine nennt Greil die „Terra-Linie“. Terra gibt es in Weiß und Rot – sie sind im halbtrockenen Bereich, von höherem Alkohol geprägt und atmen nur für kurze Zeit im kleinen Barrique, damit das Holz sich nicht in den Vordergrund spielt. Die Frucht ist von Dörrobst-Aromen geprägt oder gehrt sogar ein bisschen in die Amarone-Richtung. Bei den Greil-Sortenklassikern steht besonders die Löss-geprägte Lage Schlossberg im Fokus – von welcher der Winzer neben dem Veltliner auch einen Riesling, Weißburgunder und Chardonnay herauszieht. Bei den Schlossberg-Weinen ist meist ein bisschen Holzcharme dabei – generell werden jedoch Greils Weißweine im Edelstahl ausgebaut. Den jungen Jahrgang vergleicht der Winzer als „back to the 80ies and 90ies“.

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2019 Blaufränkisch Ried Spiegel
Weingut Paul Achs
Neusiedlersee

Veilchen und Heidel-
beeren im bezwingenden Duftspiel, auch Wacholder, 
konzentriert und „geheimnisvoll“, stets die kühle Eleganz der Lage betonend, wird im Glas immer feiner und expressiver, Zukunft.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Naturkork

Weingut Paul Achs
Neusiedlersee

Paul Achs
7122 Gols
Neubaugasse 13

Tel. +43 2173 2367
Fax. -7
office@paul-achs.at
www.paul-achs.at

Erwartungsgemäß hat Paul Achs die Ressourcen des tollen Weinjahrgangs genützt, um ebenso tolle Weine zu keltern. Dies ist schon für die Weißweine zu konstatieren, bei denen dem bekannten Char-donnay Alten Reben erstmals eine Variante von der Top-Lage Altenberg zur Seite gestellt wurde, die es punkto Dichte und Feinheit durchaus mit den großen Vorbildern aus der Bourgogne aufnehmen kann. Bei den Roten 2019ern fällt sofort auf, wie gut schon die Einstiegsweine geraten sind: Das gilt sowohl für den noch straffen, archetypischen Blaufränkisch Edelgrund als auch für den saftigen wie markanten Zweigelt, der mit ungewöhnlicher Tanninfülle überrascht. Aber auch das „Mittelfeld“ überzeugt sofort, denn charakteristischer und tiefgründiger kann ein Syrah wohl kaum sein, wenn man ihm auch am liebsten erst in fünf Jahren wiederbegegnen möchte. Ebenfalls ohne Fehl und Tadel präsentiert sich der elegante, bereits auffallend balancierte Pannobile. Aus dem Trio der drei Premium-Blaufränkischen präsentiert sich der Finesse und Rasse hervorkehrende Spiegel schon in früher Hochform, aber auch der tiefwürzige, stets etwas unterkühlte Ungerberg hat seine Meriten. Der 2018er Altenberg vom Muschelkalkboden beweist wieder seine Vielschichtigkeit und ist für den Jahrgang erstaunlich tanninreich ausgefallen – ob er ganz an die beiden ausgezeichneten Vorgänger-Jahrgänge anschließen kann, wird die nahe Zukunft zeigen. Für diese hat Paul Achs ja auch noch mehrere Atouts in der Hinterhand, und zwar in Gestalt von mittlerweile vier Jahrgängen eines Spiegel-Blaufränkischen, der rund fünf Jahre geduldig in 3000-Liter-Fässern gereift werden soll.

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2019 Sauvignon Blanc Ried Kranachberg GSTK
Weingut Hannes Sabathi
Südsteiermark

Geschmeidige Frucht, gelber Paprika, würzig und salzig, Oliven, Kakao, super Volumen; saftige Frucht mit Säurekick, reifer Paprika, elegante Holzeinbindung, reichhatige Substanz, attraktive Länge.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€
Glassstöpsel

Weingut Hannes Sabathi
Südsteiermark

Hannes Sabathi
8462 Gamlitz
Kranachberg 51

Hannes Sabathi ist nicht der lauteste Winzer. Er lässt lieber seine Weine sprechen – und da zählt der Winzer vom Kranachberg zu den besten der Steiermark. Was die Weine auszeichnet? Sabathi fängt unverkennbar das Terroir seiner Rieden ein und gönnt seinen Riedenweinen Zeit beim Ausbau – das gilt auch für seine Burgunder-Ortsweine. Nur sein frischer Gamlitzer Sauvignon Blanc darf früher strahlen. Die Burgunder ziehen ihre Kraft vor allem vom Jägerberg, der sandig lehmig geprägt ist und sich mit seinen Kalk-Einschlüssen perfekt für Burgunder und Morillon eignet. Der Sauvignon Blanc ist auf dem Kranachberg zu Hause. Diese kühlere, höher gelegene Große STK-Lage hat sandig-schottrige Böden, die dem Wein viel Mineralität und Kräuterwürze geben – was Sabathi in einem brillanten Kranachberg 2019 und einer gigantischen Kranachberg-Reserve 2017 eingefangen hat. Seit ein paar Jahren hat Sabathi auch beim Sauvignon den kurzen Weg nach Leutschach genommen, wo er in der „Lores“, einer Subriede des Pötznitzbergs, einen interessanten Wein vom typisch steirischen Opok-Boden zieht. Ganz anders wiederum ist Sabathis Ausflug nach Graz, wo der Winzer seit ein paar Jahren unter dem Label „Falter Ego“ duftig-knackig-frische „Stadtweine“ macht. Die Sabathi-Spielerei in Graz ist nicht groß, aber interessant.

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2018 Ruster Ausbruch Essenz Weißburgunder
Weingut Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Betörender Blütenhonigduft; getrocknete Marillen, cremiger Honig-Nuss-Kuchen, pikante Litschi in eleganter Harmonie mit vielschichtigem Fruchtdruck, kandierte Agrumen mit lebhaften Physalis- und Ananasaromen, darunter Kräuter- und Botrytis-Würze, etwas Piment, strömt lang anhaltend als elegantes, fruchtsüßes Monument vom Gaumen.

Weißwein
Pinot Blanc (Weißburgunder)
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut Feiler-Artinger
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kurt Feiler
7071 Rust
Hauptstraße 3

Das Traditionsweingut, erfolgreich geführt von Kurt & Katrin Feiler, befindet sich im Herz der Freistadt Rust in einem der historischen Bürgerhäuser. Die 26 Hektar Weingärten liegen rund um die Stadt an den sanften Hängen des „Ruster Hügellandes“ und werden seit 2008 bio-dynamisch bewirtschaftet. Einzigartig für Weinbaubetriebe ist die natürliche Pflege der Begrünung mithilfe von Mutterkühen. Der historische Bestand von Weingartenpfirsichbäumen in den Rebzeilen werden von Kurt und Katrin ebenfalls sorgfältig gepflegt. Gut tausend dieser Obstbäume beleben malerisch das Landschaftsbild und dienen Insekten und Vögel als schützenswerter Lebensraum. Im Familienweingut Feiler-Artinger wird ehrwürdige Tradition mit Weitblick in die Zukunft verbunden, so zeugen alle hier entstehenden Weine von hoher Winzerkunst und Konzentration auf höchste Qualität im Einklang mit der Natur.

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2017 Sauvignon Blanc Ried Kranachberg GSTK Reserve
Weingut Hannes Sabathi
Südsteiermark

Jede Menge Stoff und Tiefe, feines Toasting, Fruchtexotik, Limettenschalen, kühl-aromatisch; enorm druckvoll, Mandarinen, viel Blutorange, beeindruckende Länge, Potenzial für Jahrzehnte.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Glassstöpsel

Weingut Hannes Sabathi
Südsteiermark

Hannes Sabathi
8462 Gamlitz
Kranachberg 51

Hannes Sabathi ist nicht der lauteste Winzer. Er lässt lieber seine Weine sprechen – und da zählt der Winzer vom Kranachberg zu den besten der Steiermark. Was die Weine auszeichnet? Sabathi fängt unverkennbar das Terroir seiner Rieden ein und gönnt seinen Riedenweinen Zeit beim Ausbau – das gilt auch für seine Burgunder-Ortsweine. Nur sein frischer Gamlitzer Sauvignon Blanc darf früher strahlen. Die Burgunder ziehen ihre Kraft vor allem vom Jägerberg, der sandig lehmig geprägt ist und sich mit seinen Kalk-Einschlüssen perfekt für Burgunder und Morillon eignet. Der Sauvignon Blanc ist auf dem Kranachberg zu Hause. Diese kühlere, höher gelegene Große STK-Lage hat sandig-schottrige Böden, die dem Wein viel Mineralität und Kräuterwürze geben – was Sabathi in einem brillanten Kranachberg 2019 und einer gigantischen Kranachberg-Reserve 2017 eingefangen hat. Seit ein paar Jahren hat Sabathi auch beim Sauvignon den kurzen Weg nach Leutschach genommen, wo er in der „Lores“, einer Subriede des Pötznitzbergs, einen interessanten Wein vom typisch steirischen Opok-Boden zieht. Ganz anders wiederum ist Sabathis Ausflug nach Graz, wo der Winzer seit ein paar Jahren unter dem Label „Falter Ego“ duftig-knackig-frische „Stadtweine“ macht. Die Sabathi-Spielerei in Graz ist nicht groß, aber interessant.

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2017 Morillon Ried Pfarrweingarten GSTK
Familienweingut Sattlerhof
Südsteiermark

Samtiges Tannin, Oliven, Windgebäck, vielschichtig, enorme Tiefe; Nougat, Kakao, Trockenfrüchte, Nüsse, kreidig, eleganter Burgunder mit enormer Länge.

Weißwein
Chardonnay
€€€€€
Glassstöpsel

Familienweingut Sattlerhof
Südsteiermark


8462 Gamlitz
Sernau 2

Tel. +43 3453 2256
Fax. 5732
weingut@sattlerhof.at
www.sattlerhof.at

Der Sattlerhof und der Sauvignon Blanc – das gehört zusammen wie der weiße Panther auf grünem Schild im steirischen Landeswappen. Mehr als die Hälfte der Weingärten ist mit Sauvignon Blanc bestockt. Das hat Winzer Willi Sattler über viele Jahre geschaffen – und das wollen seine Söhne Andreas und Alexander so weiterführen, auch wenn die jungen das eine oder andere Mal ihre eigenen Interpretationen entwickeln. Wie viel Vielfalt und Charakteristiken der Fokus auf Sauvignon Blanc bietet, zeigen die Sattlers in mittlerweile sechs unterschiedlichsten Riedenweinen – wobei an der Spitze nach wie vor der Kranachberg steht. Es ist seit Jahrzehnten Sattlers Signature-Wein und beim Sauvignon Blanc generell oft Maß der Dinge. Konsequent baut Sattler den Kranachberg im Stahltank aus. Nur in ganz großen Weinjahren gibt es, on top, vom Kranachberg einen Sauvignon „Privat“, bei dem Holzausbau zum Thema wird. Der Jahrgang 2015 ist gerade am Start. Wo immer man eine Flasche entdeckt, sollte man zuschlagen! Mit der noch relativ jungen Grassnitzburg entwickelt sich immer mehr ein weiterer markanter Sauvignon. Doch dieser Wein braucht immer etwas mehr Zeit. Generell ist Zeit bei Sattler-Weinen entscheidend. Egal ob Sauvignon oder Burgunder, auch da haben die Sattlers viel zu sagen, dekantieren Sie die Riedenweine – der Genuss wächst zum Quadrat. Und die besten Weine vom Sattlerhof sind zeitlos gut …

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2018 Privat
Weingut Franz & Christine Netzl
Carnuntum

Verlockender Beerenröster; wohliger Gewürzstrauß mit dunkler Fruchtessenz unterlegt, Cassis und rotwürzige Peperonata auf dem Gaumen, komplex und dicht mit edler Extraktsüße reifer Feigen und Datteln, etwas Bischofsbrot und Tabak mit feinen Edelholzaromen, hochreifes Tanningebäude mit Nougat und kandierten Cranberrys, mit viel Luft erahnt man sein Potenzial, gleitet dann seidig und gaumenfüllend in seinen nuancenreich endlosen Nachhall.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€€
Naturkork

Weingut Franz & Christine Netzl
Carnuntum


2464 Göttlesbrunn
Rosenbergstraße 17

Tel. +43 2162 8236
Fax. -14
weingut@netzl.com
www.netzl.com

Franz & Christina Netzl bringt man sofort mit hochwertig charaktervollen Weine aus Göttlesbrunn in Verbindung. Ihr Erfolg ist aber kein Zufall, dem Erfolg gehen immer Fleiß, Können und Mut voran. Aus der einst gemischten Landwirtschaft wurde durch Zielstrebigkeit und Innovationswille dieses heute 28 Hektar umfassende repräsentative Weingut. Franz & Christina Netzl sind ein perfektes Team, bei dem jeder der beiden seine Fähigkeiten erfolgreich einbringt, sie einander ergänzen und so gemeinsam die Zukunft ihrer Weine – und damit des Weinguts – perfekt gestalten können. Die ideale Grundlage dazu bieten die wertvollen Böden ihrer Rieden in der sanften Hügelkette des Arbestaler Umlands. Mit ihrem hohen Schotter- und Löss-Anteil unterstützen sie die frische Mineralik und den samtigen Schmelz der Weine. Die klimatischen Verhältnisse des herrschenden pannonisches Klimas mit den auch kontinentalen Einflüssen sind günstig. Die zum Teil bewaldeten Inseln tragen mit hohen Unterschieden zwischen Tag- und Nachttemperatur zur Entstehung vielschichtiger frischer Aromen bei. Nicht zuletzt sind die teilweise alten Reben mit ihrer Tiefgründigkeit und Ausdrucksstärke eine der Bedingungen, um hervorragende Weine keltern zu können. „Keltern zu können“ ist letztlich die wichtigste Voraussetzung zur Schaffung von Top-Weinen, die Franz & Christina Netzl voll und ganz erfüllen. Aber die Entwicklung geht weiter, so hat das Weingut heuer die Bio-Zertifizierung erreicht, und beide freuen sich schon sehr auf den neuen Jahrgang.

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2018 Blaufränkisch Ried Goldberg
Weingut Ernst
Mittelburgenland

Gediegen, noble Melange aus dunkler Frucht und nussigen Aromen, kühle Würze; schließt mit diesem vielschichtigen Aromenmix nahtlos an, frische Anmutung, elegante Gewürznoten im Finish und im Abgang, feinkörniges Tannin und Säure geben Struktur, gute Länge, klassische Prägung auf hohem Niveau.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€
Naturkork

Weingut Ernst
Mittelburgenland

Bernhard & Sylvia Ernst
7301 Deutschkreutz
Neubaugasse 21

Mit Bedacht hat Bernhard Ernst den kleinen Familienbetrieb umgestaltet. Im Jahr 2018 wurde neu gebaut. Im Verkaufsraum fühlt man sich wohl, die Kellertechnik ist auf dem neuesten Stand. Durchschnittlich mehr als 35 Jahre alt hingegen sind die Reben in den Weingärten, und darauf ist er stolz. Sie seien sein Kapital, betont er: „Wir denken, dass biologische Bewirtschaftung der einzig mögliche Weg ist, einen gesunden Boden und eine saubere Umwelt zu hinterlassen.“ Das Weingut befindet sich diesbezüglich in der Umstellung, mit der Zertifizierung ist 2023 zu rechnen. Ganz klar die Leitsorte ist Blaufränkisch mit rund 70% Anteil. Neben Zweigelt gibt es noch Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und weiße Varietäten. Die Böden in den einzelnen Lagen unterscheiden sich zum Teil merklich. Hohe Reputation genießen die Rieden Hochberg, Goldberg und Fabian. Erstere charakterisiert ein leicht sandiger Lehmboden mit hohem Kalkgehalt. Zusammen mit der südwestlichen Exposition und den alten Reben begünstigt diese Lage Blaufränkisch mit klarer, kühler Frucht. Auch der Goldberg ist kalkhaltig, die schwere Lehmschicht ist bis zu zwei Meter dick. Die Ried Fabian auf dem Deutschkreutzer Hochplateau, wo meist ein kühler Wind weht, begünstigt trotz des üppigen Untergrundes aus Lehm Weine mit frischer, klarer Frucht. Die Rotweine werden in Holzfässern ausgebaut, davor teilweise im Stahltank. Für die Top-Weine kommt auch neues Holz zum Einsatz, Gebinde mit 500 Liter Inhalt ebenso wie Barriques. Für den „Zion“ und den „La Mission“ verwendet der Winzer ausschließlich neue kleine Eichenfässer. Die Weine der Linie „Sideways“ stellen rigorose Selektionen aus den einzelnen Rieden dar. Es gibt sie nur in Jahren mit optimaler Witterung; den aktuell im Verkauf befindlichen Jahrgang 2016 haben wir voriges Jahr vorgestellt. Diese Weine sollen zeigen, dass ein junger Winzer abseits des Mainstreams unterwegs ist, eben auf Seitenwegen.

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2018 Sauvignon Blanc Ried Kranachberg GSTK
Familienweingut Sattlerhof
Südsteiermark

Markante Kranachberg-Stilistik, kühlwürzig und enorm salzig, viel Johannisbeeren; stoffig und hochreife Frucht, Cassis pur, kühle Würznoten, straffe Mineralität, superlang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€
Glassstöpsel

Familienweingut Sattlerhof
Südsteiermark


8462 Gamlitz
Sernau 2

Tel. +43 3453 2256
Fax. 5732
weingut@sattlerhof.at
www.sattlerhof.at

Der Sattlerhof und der Sauvignon Blanc – das gehört zusammen wie der weiße Panther auf grünem Schild im steirischen Landeswappen. Mehr als die Hälfte der Weingärten ist mit Sauvignon Blanc bestockt. Das hat Winzer Willi Sattler über viele Jahre geschaffen – und das wollen seine Söhne Andreas und Alexander so weiterführen, auch wenn die jungen das eine oder andere Mal ihre eigenen Interpretationen entwickeln. Wie viel Vielfalt und Charakteristiken der Fokus auf Sauvignon Blanc bietet, zeigen die Sattlers in mittlerweile sechs unterschiedlichsten Riedenweinen – wobei an der Spitze nach wie vor der Kranachberg steht. Es ist seit Jahrzehnten Sattlers Signature-Wein und beim Sauvignon Blanc generell oft Maß der Dinge. Konsequent baut Sattler den Kranachberg im Stahltank aus. Nur in ganz großen Weinjahren gibt es, on top, vom Kranachberg einen Sauvignon „Privat“, bei dem Holzausbau zum Thema wird. Der Jahrgang 2015 ist gerade am Start. Wo immer man eine Flasche entdeckt, sollte man zuschlagen! Mit der noch relativ jungen Grassnitzburg entwickelt sich immer mehr ein weiterer markanter Sauvignon. Doch dieser Wein braucht immer etwas mehr Zeit. Generell ist Zeit bei Sattler-Weinen entscheidend. Egal ob Sauvignon oder Burgunder, auch da haben die Sattlers viel zu sagen, dekantieren Sie die Riedenweine – der Genuss wächst zum Quadrat. Und die besten Weine vom Sattlerhof sind zeitlos gut …

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2015 Sauvignon Blanc Privat
Familienweingut Sattlerhof
Südsteiermark

Hochreife Südfrüchte, eingelegter roter Paprika, dezente Würze, Waldhonig, süßes Holz; balanciert, kühle Frucht mit verspielter salziger Note, Johannisbeere pur, Blutorange, feine Eleganz, Mega-Potenzial, endlos lang.

Weißwein
Sauvignon Blanc
€€€€€€
Glassstöpsel

Familienweingut Sattlerhof
Südsteiermark


8462 Gamlitz
Sernau 2

Tel. +43 3453 2256
Fax. 5732
weingut@sattlerhof.at
www.sattlerhof.at

Der Sattlerhof und der Sauvignon Blanc – das gehört zusammen wie der weiße Panther auf grünem Schild im steirischen Landeswappen. Mehr als die Hälfte der Weingärten ist mit Sauvignon Blanc bestockt. Das hat Winzer Willi Sattler über viele Jahre geschaffen – und das wollen seine Söhne Andreas und Alexander so weiterführen, auch wenn die jungen das eine oder andere Mal ihre eigenen Interpretationen entwickeln. Wie viel Vielfalt und Charakteristiken der Fokus auf Sauvignon Blanc bietet, zeigen die Sattlers in mittlerweile sechs unterschiedlichsten Riedenweinen – wobei an der Spitze nach wie vor der Kranachberg steht. Es ist seit Jahrzehnten Sattlers Signature-Wein und beim Sauvignon Blanc generell oft Maß der Dinge. Konsequent baut Sattler den Kranachberg im Stahltank aus. Nur in ganz großen Weinjahren gibt es, on top, vom Kranachberg einen Sauvignon „Privat“, bei dem Holzausbau zum Thema wird. Der Jahrgang 2015 ist gerade am Start. Wo immer man eine Flasche entdeckt, sollte man zuschlagen! Mit der noch relativ jungen Grassnitzburg entwickelt sich immer mehr ein weiterer markanter Sauvignon. Doch dieser Wein braucht immer etwas mehr Zeit. Generell ist Zeit bei Sattler-Weinen entscheidend. Egal ob Sauvignon oder Burgunder, auch da haben die Sattlers viel zu sagen, dekantieren Sie die Riedenweine – der Genuss wächst zum Quadrat. Und die besten Weine vom Sattlerhof sind zeitlos gut …

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2019 Grüner Veltliner Ried Hochschopf 1ÖTW
Weingut Tom Dockner
Traisental

Vielschichtig, vornehm, Waldhonig, Zigarrenkistl, süß-
pfeffrige Motive, auch Mangos und Melonen; mächtiges Fundament, stoffig, glockenklar und fein liniert; ausge-
wogen, mit Tiefgang und enormer Länge.

Weißwein
Grüner Veltliner
€€€
Schraubverschluss

Weingut Tom Dockner
Traisental

Tom Dockner
3134 Theyern
Traminerweg 3

Wenn es um Kontinuität geht, was einen gleich-bleibenden Qualitätslevel von Weinen betrifft, ist Thomas Dockner zweifellos ein Meister in dieser Disziplin. Jahr für Jahr stellt er uns seine kleine, aber feine Angebotspalette vor, und Jahr für Jahr versteht er es offensichtlich immer besser, die natürlichen Jahrgangsschwankungen in seinen Weinen auszugleichen. Freilich verfügt er über einige herausragende Lagen im Traisental, doch Ähnliches können auch andere Betriebe von sich sagen, die jedoch nicht immer mit der hier vorhandenen Gleichmäßigkeit aufwarten können. Das „Geheimnis“ seiner Erfolge ist eigentlich keines, denn wir treffen im Gespräch mit ihm auf genau jene Kriterien, die man auch bei den Kollegen vorfindet: naturnahe Bewirtschaftung der Weingärten und blitzsaubere Kellertechnik. Aber vermutlich macht er doch den einen oder anderen Schritt mehr, ist er da oder dort noch penibler unterwegs – schließlich ist es stets die Summe aller Bemühungen, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Das Hauptaugenmerk im Weingut liegt – ganz in der Tradition des Traisentals – auf dem Grünen Veltliner, den wir in vier Varianten vorstellen können, einmal den jugendlich erfrischenden „Tom“, dann den Traisental-Klassiker vom Theyerner Berg sowie die beiden großartigen Veltliner aus den Rieden Pletzengraben und Hochschopf. Wunderschön auch die Rieslinge, sowohl der erfrischende Parapluiberg als auch sein generöser Vetter aus der Top-Riede Pletzengraben. Und nicht vergessen wollen wir einen exzellenten, mit dezenter Fruchtsüße ausgestatteten Traminer, so etwas wie ein Signature Wine des Betriebes.

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2018 Blaufränkisch Ried Mariental
Weingut Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Feine Melange aus Brombeeren und schwarzen Kirschen, auch Weihrauch und Menthol, elegant, etwas sanfter und offener als gewohnt, extraktsüß und vielfältig, samtige Tannine im langen Nachhall, sehr vornehm.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€€
Naturkork

Weingut Ernst Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Ernst Triebaumer
7071 Rust
Raiffeisenstraße 9

Beginnen wir einmal mit den unkonventionell bereiteten Weinen, von denen heuer zwei ganz verschiedene auf dem Prüfstand waren. Zum einen ein spontan mit der ganzen Traube vergorener Traminer, der 18 Monate im großen Fass reifte und trotz dieser ungewöhnlichen Methode und minimaler Schwefelzugabe die Aromatik der Rebsorte in individueller Weise zum Ausdruck brachte. Zum anderen präsentierte sich im roten Bereich der bereits bekannte, ohne Schwefelzugabe gereifte Blaufränkisch Urwerk 2017 recht maischig und archaisch, aber dennoch charakteristisch, was Weinfreunde, die diese ungeschminkte, puristische Stilistik schätzen, sicher erfreuen wird. Haben wir ja schon im Vorjahr die überzeugende Frühform der preisgünstigen Rotweine hervorgehoben, so ist die Lobeshymne dieses Jahr noch zu steigern, sind doch die 2019er Standardweine so gut wie noch nie ausgefallen. Dies gilt für die vor Fruchtfülle und Saftigkeit prunkenden Blaufränkischen Rusterberg und Gemärk im Besonderen, aber auch für den durch den hohen Merlot-Anteil schon sehr runden und harmonischen Tridendron. Auch der hauptsächlich auf Blaufränkisch aus der Spitzenlage Mariental basierende Maulwurf verdient ein Sonderlob, zumal er sich mit seinem kirschfruchtigen, rassigen Stil dem „großen Bruder“ in Gestalt des Mariental-Blaufränkischen immer weiter annähert. Punkto Komplexität und Finesse scheint der Blaufränkische 2019 von der Ried Oberer Wald nahezu eine neue Dimension zu erreichen. Auch er könnte bei kontinuierlicher Weiterentwicklung zum besten aller Zeiten erwählt werden; bereits jetzt erinnert er mit seinem Tiefgang an die größten Vorjahre wie 2006, 2012 und 2016. Während der 2018er Cabernet-Merlot eine für den Jahrgang ungewöhnliche Tanninfülle besitzt und zu seiner Harmonisierung vermutlich von weiterer Flaschenreife profitieren dürfte, präsentiert sich der bereits legendäre Blaufränkische von der Ried Mariental aus diesem Jahr doch bedeutend offenherziger und zugänglicher, als dies etwa in den beiden Vorgängerjahren der Fall war, und scheint somit ein typisches Kind des Jahrgangs zu sein. Dennoch sollte er in keiner Sammlung von Liebhabern dieses unverkennbaren Modellweines fehlen, denn der Vergleich mit Jahrgängen wie 2011 und 2015 könnte schon spannend werden.

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2018 Emma 1 Morillon Privat
Weingut Schmölzer
Südsteiermark

Feine Holznote, Gewürzbouquet, bodenstämmige Würze, Anklänge von Mandarinenschalen und Sandelholz; kräftig ohne Opulenz, kristalliner Untergrund kommt durch, in sich ruhend, feine Pikanz, elegant, lang, beste Perspektiven.

Weißwein
Chardonnay
€€€€
Schraubverschluss

Weingut Schmölzer
Südsteiermark

Gustav & Nicol Schneeberger
8444 St. Andrä-Höch
Sausal 72

Gustav Schneeberger ist ein Tüftler, der seinen Betrieb stetig nach oben führt. Er lege Wert auf große Vielfalt; aktuell finden sich 30 verschiedene Weine im Angebot. „In dieser Hinsicht ist das Weingut Kollwentz mein großes Vorbild“, sagt der engagierte Winzer. Aufgefallen ist er uns vor einigen Jahren durch charakterstarke Muskateller, aber auch durch eine breite Palette an Sauvignon Blanc. Die aktuelle Serie zeigt, dass er ebenso für die Burgundersorten eine glückliche Hand besitzt. Als herausragend ist der Morillon Privat zu apostrophieren, den Gustav Schneeberger nach seiner Tochter Emma benannt hat. Dafür hat er die besten Trauben ausgelesen und diesen hochwertigen Rohstoff im kleinen Holz ausgebaut. Die Basis des Sortiments in Weiß nennt sich „classic“, darüber sind die Lagenweine angesiedelt, die Spitze bildet die Linie „Privat“. Rotweine, süße Prädikate und Schaumweine runden das Portfolio ab. Ausgebaut werden die Weine im Stahltank, im großen Holzfass, teilweise auch in Barriques. Die Reben wurzeln in überwiegend kalkfreiem, kristallinem Untergrund. Dank dieser kargen Böden können die Muskateller-Trauben sehr lange an den Stöcken hängen. Die Ried Gaisriegl ist vergleichsweise hoch gelegen und sehr steil, der Boden besteht hauptsächlich aus rotem Schiefer. Von dieser Lage gibt es in sehr guten Jahren auch einen Riesling aus der Magnum, leider nur in mehr als überschaubarer Quantität. Den 2019er haben wir vergangenes Jahr vorgestellt, der 2020er ist noch nicht fertig, zeigt aber hervorragende Ansätze.

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2017 Liebe pur
Weinmanufaktur Follner
Leithaberg, Rust & Rosalia

(CS/ME) Nuanciertes Bukett nach Cassis, Weichseln und dunklen Waldbeeren, nobel, elegant und blitzsauber ausgeprägt, zartwürzig, vielschichtig, zeigt immer neue Facetten; besticht bei aller Kraft durch Eleganz, super Ausdruck, schwarze Johannisbeere, Schwarzteearomen, komplex, rassiger, langer Nachhall, großes Potenzial.

Rotwein
Cuvée Rot
€€€€€
Naturkork

Weinmanufaktur Follner
Leithaberg, Rust & Rosalia

Dagmar & Dr. Ludwig Follner
1140 Wien
Anzengruberstraße 77

Die Weingärten der Weinmanufaktur Follner liegen in den besten Lagen des Ruster Hügellandes. Dagmar und Ludwig Follner sind überzeugt, dass die Qualität in großem Ausmaß im Weingarten beeinflusst und geprägt wird. Weine mit eigenständigem Charakter zu schaffen, die komplex und vielschichtig sind, die Tiefe und Spannung erkennen lassen und natürlich Freude und Genuss vermitteln, sind ihr Ziel. Als Qualitätsfanatiker wird der Betreuung der Rebstöcke höchste Priorität gegeben. Die Weinstöcke werden das ganze Jahr über ausschließlich mit Hand bearbeitet. Die rigorose Selektion spiegelt sich in einem Hektar-Ertrag von durchschnittlich nur 20 Hektolitern wider. Ganz selbstverständlich ist für das Ehepaar die biologische Wirtschaftsweise. Mit Rat und Tat werden sie vom Golser Paradewinzer John Nittnaus betreut, in dessen Keller die Weine auch reifen. Im Weinkeller wird nur versucht, die eingebrachte Qualität nach traditionellen Methoden auf höchsten Standards zu erhalten. Auf jegliche Art von Konzentration wird verzichtet. Bereits mit ihrem ersten Jahrgang, 2006, wurde die Qualitätslatte sehr hoch gelegt. Im Herbst 2020 konnten sich die Weine der Familie Follner bei zwei großen Vinaria Blindverkostungen im absoluten Spitzenfeld klassieren. Mit der Liebe pur 2012 wurde der erste Platz bei den gereiften Cuvées aus internationalen Sorten errungen. Ende des Jahres fand traditionell die große Premium-Rotwein-Verkostung von Vinaria statt. Freude pur, Liebe pur und Lebenslust pur aus dem Jahrgang 2017 konnten in jeder Hinsicht überzeugen und sich unter den Allerbesten platziere

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2018 Blaufränkisch Hochberc
Weingut Familie Gesellmann
Mittelburgenland

Nobles Sortenbukett, tiefe Frucht, überreife Herzkirschen, Brombeeren, komplettiert mit feiner Kräuterwürze à la Irisch Moos und Wermut; schließt aromatisch an, ergänzt um zarte Gewürznoten im Abgang und im Nachhall, feines Tanningerüst, gut passende und stützende Säure, Wermut hinten, Finesse, „Mon Chéri“ klingt nach.

Rotwein
Blaufränkisch
-
Naturkork

Weingut Familie Gesellmann
Mittelburgenland

Albert Gesellmann
7301 Deutschkreutz
Langegasse 65

Tel. +43 2613 80360
Fax. -15
weingut@gesellmann.at
www.gesellmann.at

Der Betrieb blickt auf eine lange Tradition zurück. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1719 zurück. Nicht ganz so alt sind die Reben in den Weingärten, aber manche bringen es auf das nahezu biblische Alter von 90 Jahren. „Die regulieren den Ertrag ohne mein Zutun“, erklärt Albert Gesellmann. Bei den Rotweinen ist Holzeinsatz selbstverständlich. Es kommen überwiegend Fässer mit 500 Liter Inhalt zum Einsatz, die Eichenaromen sollen sich dem Wein unterordnen, der Wein soll der Hauptdarsteller sein. Auch Zeit ist ein wichtiger Faktor. Dem „G“ gönnt Albert Gesellmann vier bis fünf Jahre, bevor das Flaggschiff des Hauses in den Verkauf kommt. Diesen noblen Wein gibt es nur in sehr guten Jahrgängen. Sein Dasein verdankt er den ältesten Rebstöcken des Weingutes, er wird aus kleinbeerigen Blaufränkischtrauben und etwas St. Laurent gekeltert und rund 40 Monate in Barriques geschult. Wegen der geringen Mengen ist der „G“ nur in limitierter Flaschenanzahl verfügbar, was bei genauerer Betrachtung ein echtes Problem für die Gesellmanns darstellt – man will ja keinen Kunden beleidigen. Ein verlässlich sehr guter Wein ist auch der Blaufränkisch hochberc, dessen Trauben aus dem steilsten Filetstück der Ried Hochberg stammen, der Unterboden aus Kalksandstein ist mit einem sehr dünnen Oberboden aus sandigem bis schwerem Lehm bedeckt. Die Reben für den Hochberc weiß, einen Gemischten Satz, wurden im Jahr 1959 gepflanzt. Lagenrein wird auch der Pinot Noir ausgebaut, er stammt von der kalkreichen und nach Norden offenen Ried Siglos. Kühle Nächte und ein fast ununterbrochen blasender Wind sorgen für Finesse. Das Weingut Gesellmann ist zuletzt aus allen Nähten geplatzt. Deshalb hat Albert Gesellmann eine komplett neue Verarbeitungsstätte gebaut inklusive neuen Gärkellers. Dort gibt es jetzt keine Beeren- und Saftpumpen mehr, das erledigt die Schwerkraft in Verbindung mit mechanischen Hebeeinrichtungen. Für den Weißwein wurde eine gekühlte Presse installiert, welche die Mazeration der Trauben über Nacht erlaubt. Auch am neuen Standort laufen die Trauben ausnahmslos über Sortiertische. Dabei werden beeinträchtigte Beeren mit großer Treffsicherheit ausgeschieden, aber auch Unmengen von Insekten. Das ist im Interesse der Reintönigkeit und Finesse absolut notwendig, betont der gelassene Winzer. Auch der Verkostungsraum wurde großzügig umgebaut, Besucher können nun in den Fasskeller blicken.

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2017 G
Weingut Familie Gesellmann
Mittelburgenland

(95BF/SL) In sich ruhend, druckvoll, dunkle Frucht und dunkle Würze, Anklänge von Grafit und Jod; schließt aromatisch nahtlos an, Gelassenheit bei merklichem Druck, perfekt integrierte Säure, Gerbstoffnetz gibt präzise Konturen, lebendig bis ins Finish, groß.

Rotwein
Cuvée Rot
-
Naturkork

Weingut Familie Gesellmann
Mittelburgenland

Albert Gesellmann
7301 Deutschkreutz
Langegasse 65

Tel. +43 2613 80360
Fax. -15
weingut@gesellmann.at
www.gesellmann.at

Der Betrieb blickt auf eine lange Tradition zurück. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1719 zurück. Nicht ganz so alt sind die Reben in den Weingärten, aber manche bringen es auf das nahezu biblische Alter von 90 Jahren. „Die regulieren den Ertrag ohne mein Zutun“, erklärt Albert Gesellmann. Bei den Rotweinen ist Holzeinsatz selbstverständlich. Es kommen überwiegend Fässer mit 500 Liter Inhalt zum Einsatz, die Eichenaromen sollen sich dem Wein unterordnen, der Wein soll der Hauptdarsteller sein. Auch Zeit ist ein wichtiger Faktor. Dem „G“ gönnt Albert Gesellmann vier bis fünf Jahre, bevor das Flaggschiff des Hauses in den Verkauf kommt. Diesen noblen Wein gibt es nur in sehr guten Jahrgängen. Sein Dasein verdankt er den ältesten Rebstöcken des Weingutes, er wird aus kleinbeerigen Blaufränkischtrauben und etwas St. Laurent gekeltert und rund 40 Monate in Barriques geschult. Wegen der geringen Mengen ist der „G“ nur in limitierter Flaschenanzahl verfügbar, was bei genauerer Betrachtung ein echtes Problem für die Gesellmanns darstellt – man will ja keinen Kunden beleidigen. Ein verlässlich sehr guter Wein ist auch der Blaufränkisch hochberc, dessen Trauben aus dem steilsten Filetstück der Ried Hochberg stammen, der Unterboden aus Kalksandstein ist mit einem sehr dünnen Oberboden aus sandigem bis schwerem Lehm bedeckt. Die Reben für den Hochberc weiß, einen Gemischten Satz, wurden im Jahr 1959 gepflanzt. Lagenrein wird auch der Pinot Noir ausgebaut, er stammt von der kalkreichen und nach Norden offenen Ried Siglos. Kühle Nächte und ein fast ununterbrochen blasender Wind sorgen für Finesse. Das Weingut Gesellmann ist zuletzt aus allen Nähten geplatzt. Deshalb hat Albert Gesellmann eine komplett neue Verarbeitungsstätte gebaut inklusive neuen Gärkellers. Dort gibt es jetzt keine Beeren- und Saftpumpen mehr, das erledigt die Schwerkraft in Verbindung mit mechanischen Hebeeinrichtungen. Für den Weißwein wurde eine gekühlte Presse installiert, welche die Mazeration der Trauben über Nacht erlaubt. Auch am neuen Standort laufen die Trauben ausnahmslos über Sortiertische. Dabei werden beeinträchtigte Beeren mit großer Treffsicherheit ausgeschieden, aber auch Unmengen von Insekten. Das ist im Interesse der Reintönigkeit und Finesse absolut notwendig, betont der gelassene Winzer. Auch der Verkostungsraum wurde großzügig umgebaut, Besucher können nun in den Fasskeller blicken.

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2018 Blaufränkisch Ried Plachen
Weingut G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Kalter Rauch, dunkles Laub, Heidelbeeren und Preiselbeeren, Piemontkirschen, bisschen speckig-pfeffrig; Riesenfrucht, reife rote Beeren, feurig, reichhaltig, wuchtig, sehr strukturiert, lang, embryonal.

Rotwein
Blaufränkisch
€€€€€
Schraubverschluss

Weingut G + R Triebaumer
Leithaberg, Rust & Rosalia

Günter & Regina Triebaumer
7071 Rust
Neuegasse 18

Günter und Regina Triebaumer haben das alteingesessene Ruster Weingut in den vergangenen knapp zwei Dekaden merklich verändert: Der klassischen Herkunft wurde durch die Restrukturierung der Palette samt Einführung neuer Sorten und Weine sowie durch die Befruchtung mit kreativen Konzepten und Ideen neues Leben eingehaucht. Seitdem haben die beiden einen qualitativen Höhenflug absolviert und zählen mittlerweile zu den bekanntesten burgenländischen Weingütern. Die Weingärten liegen fast zur Gänze in und um Rust – lediglich 1,3 Hektar mit Muskateller stehen in Reginas Heimatgemeinde Gols –, wobei sich die Rebflächen auf viele der Top-Rieden der Freistadt verteilen. Im Weißwein-Bereich gibt es eine starke Präsenz von aromatischen Sorten – neben Muskateller und Sauvignon Blanc wird auch die historische Sorte Furmint kultiviert. Premium-Wein in Weiß ist allerdings der Lagen-Chardonnay von der Ried Geyerumriss. Und weil der früher bei einer großen Weinhandelskette beschäftigte Günter und Weinakademikerin Regina Triebaumer mit autochthonen Top-Sorten aus verschiedenen Ländern intim vertraut sind, findet man solche – u.a. den weißen Viognier aus dem Rhonetal, Petit Manseng aus den Pyrenäen, dazu seit langem Syrah und Nebbiolo. In dem von Blaufränkisch dominierten Rotwein-Segment sind bereits die hochwertigen Basisweine hervorzuheben, die mit Sortentypizität und Fruchttransparenz glänzen. Unter den Reserven gibt es eine aus einem internationalen Sortenmix bestehende „Weite Welt“. Das Top-Segment bilden drei Lagenweine: Cabernet Franc Gillesberg sowie je ein Blaufränkisch von den Rieden Plachen und Oberer Wald.

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schwacher Jahrgang annehmbarer Jahrgang guter Jahrgang sehr guter Jahrgang ausgezeichneter Jahrgang - nicht bewertet -