Vom Syrah kommt die Würze, der Zweigelt bringt die Frucht, der Merlot den Charme und der Cabernet Sauvignon die Struktur – das ist die Zauberformel für René Pöckls sagenumwobene Cuvée Rêve de Jeunesse. Was die ominöse Zahl im Namen des Weins bedeutet und vieles mehr verrät er im Interview.

2023 Rêve de Jeunesse BG, Weingut Pöckl © Weingut Pöckl

Vinaria: Rêve de Jeunesse 44 hat in der Jahrgangsgruppe 2023 beeindruckt. Seit wann gibt es diesen Wein im Betrieb und wie kam er zu seinem Namen, wofür steht die Zahl 44?

René Pöckl: Rêve de Jeunesse gibt es seit dem Jahrgang 1996, somit wird 2025 der dreißigste Jahrgang sein. Übersetzt bedeutet der Name Jugendtraum, da ich diesen Weingarten mit 14 Jahren bekommen und ausgepflanzt habe. Für diesen Wein haben wir, als einer der ersten Betriebe in Österreich, die Sorte Syrah ausgepflanzt. Die ersten Jahrgänge waren deshalb Tafelweine, für welche ich die Jahrgangsbezeichnung nicht verwenden durfte, da Syrah nicht als Qualitätswein zugelassen war. Daher hatte ich die Idee, mein Alter anstelle des Jahrgangs zu verwenden. Folglich war ich im Jahr 2023 exakt 44 Jahre alt.

Vinaria: Aus welchen Sorten und zu welchen Anteilen besteht die Cuvée und was trägt jede Sorte zur Gesamtkomposition bei?

René Pöckl: Der Rêve de Jeunesse besteht zu 35 Prozent aus Syrah und 25 Prozent aus Zweigelt, der Rest zu gleichen Teilen – je 20 Prozent - aus Merlot und Cabernet Sauvignon, wobei die Sortenzusammensetzung je nach Jahrgang variiert. Vom Syrah kommt die Würze, der Zweigelt bringt die Frucht, der Merlot den Charme und der Cabernet Sauvignon die Struktur.

Vinaria: Der Jahrgang 2023 hatte seine Herausforderungen – wie vergleicht sich dieser Rotweinjahrgang mit den Vorgängern 2022 und 2021?

René Pöckl: Im Jahr 2023 gab es viel Niederschlag, vielleicht hatten wir etwas mehr Glück als die anderen. Für uns war es letzten Endes ein sehr guter Jahrgang. 2021 hat mehr Frische, 2022 hat sehr viel Opulenz und 2023 ist ein schönes Mittelding aus beiden. Für uns sind jedenfalls alle drei Jahrgänge top und 2024 wird nahtlos anschließen können.

Vinaria: Wann wird dieser Wein seine erste Trinkreife erreichen und wie schätzen Sie das Entwicklungspotenzial ein?

René Pöckl: Ich meine, dass der Wein schon jetzt relativ zugänglich ist, aber wie alle anderen Pöckl Weine ein großes Lagerpotenzial aufweist. 

 

Topliste Gesamt

18,5Gerhard Markowitsch2022 BF Bärnreiser CA
18,4Weingut Gesellmann2021 G BG
18,2Harald Schindler2018 BF MMXVIII BG
18,2Ernst Triebaumer         2022 BF Mariental BG
18,0Weingut Grassl2022 Reserve NÖ
17,9Weingut Prieler             2022 BF Pratschweingarten LB
17,8Weingut Pöckl2023 Rêve de Jeunesse BG
17,6Familie Auer2022 PN Rosenberg TH
17,6Bio-Weingut Ettl           2023 Grande Reserve III BG
17,6Bioweingut Schreiner2023 Perfekte Welle BG
17,6Weingut Gager2022 Tycoon BG
17,6Weingut Kerschbaum2021 Cuvée Kerschbaum BG
17,6A & H Nittnaus2021 Comondor BG
17,5Familie Reinisch        2023 SL Frauenfeld TH
17,5Weingut Prieler                2022 BF Goldberg LB
17,5Weingut Kollwentz     2021 Steinzeiler BG
17,4Weingut Gager2022 BF BFG BG
17,4Franz Schindler  2021 Grande Cuvée d'Or BG
17,4Werner Achs    2023 Xur BG
17,4Weingut Grassl            2023 Bärnreiser Höflein CA
17,4Gerhard Markowitsch2023 Rosenberg CA
17,4Bayer – In Signo Leonis              2022 In Signo Leonis BG
17,4Weingut Netzl2021 Privat Cuvée CA
17,3Familie Reinisch        2021 PN Kästenbaum TH
17,3Weingut Krutzler            2023 BF Perwolff BG
17,3Weingut Kollwentz         2021 Blaufränkisch Point BG
17,3Weingut Prieler             2022 BF Marienthal Oggau LB
17,3Follner2018 CS Reserve Fass 9 BG

 

 

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