Rund um die alte Weinstadt Krems erstreckt sich das ebenso exponierte wie bekannte Weinbaugebiet Kremstal - eine klassische Cool-climate-Herkunft -, das sich selbst als absolutes „Zukunftsgebiet“ definiert. Hier die besten Weine & Winzer aus dem Vinaria Weinguide 2025/26.

© ÖWM

Die Rebfläche ist auf drei unterschiedliche Zonen aufgeteilt: das eigentliche Kremstal und die historische Stadt Krems, deren westlicher Teil mit der Bezeichnung „Stein“ direkt an die Wachau anschließt, die östlich anschließenden mächtigen Lösslagen und die kleinen Weinorte südlich der Donau rund um das monumentale Stift Göttweig. 

Im Stadtgebiet und in der unmittelbaren Umgebung dominieren Urgesteinsverwitterungsböden, die ausgesprochen elegante wie rassige Weißweine hervorbringen. Ähnliches lässt sich von den Lagen westlich des Kremsflusses sagen, etwa oberhalb des Stadtteils Stein an der Donau. Die übrigen Lagen der Stadt Krems, darunter so legendäre wie die Sandgrube oder der Weinzierlberg, sind von der Bodenstruktur her mit jenen des nördlich gelegenen Hochplateaus, das von Gneixendorf bis Droß reicht, oder mit den Böden der bekannten Weinbauorte Rohrendorf und Gedersdorf vergleichbar. Hier dominieren schwere Lössböden. 

Die mächtigen Lössterrassen ganz im Osten des Gebietes finden mit dem Wagram ihre Fortsetzung. Eine Enklave befindet sich am rechten Donauufer unterhalb des Stiftes Göttweig, die bekanntesten Weinbauorte sind Furth, Palt und Hollenburg. Wie in der östlichen Wachau treffen hier die kontinentalen Einflüsse des Waldviertler Plateaus auf pannonische Klimacharakteristika aus dem Osten; dies alles wird vom Donaustrom als ausgleichendem Faktor stabilisiert.

Besonders attraktiv fallen in der Regel die Rieslinge vom Urgestein aus, aber auch die Löss-Veltliner von den genannten Lagen der Stadt sowie aus Rohrendorf und Gedersdorf sind vorbehaltlos zu empfehlen. Abgerundet wird die Palette durch Weißburgunder, Chardonnay und Sauvignon Blanc. Auf insgesamt 2.250 Hektar gedeihen im Kremstal zu 60 Prozent Grüner Veltliner, gefolgt vom Riesling (11 Prozent).

Seit 2008 gibt es die Herkunft Kremstal für Riesling und Grünen Veltliner in den Standardstufen Kremstal DAC  mit und ohne Ortsangabe, mit Ortsangabe und Riedenbezeichnung (Einreichung zur Prüfnummer in beiden Fällen frühestens ab dem 1. Jänner des auf die Ernte folgenden Jahres) und Kremstal DAC Reserve (Einreichung zur Prüfnummer frühestens ab dem 1. Juli des auf die Ernte folgenden Jahres), jeweils trocken. Die Mindest-Alkoholgehalte liegen zwischen 12 Prozent und 13 Prozent, wobei Riedenbezeichnungen ab 12,5 Prozent zulässig sind, Reserven ab 13 Prozent. Es gibt neun Ortsweinherkünfte.

 

5-Kronen Winzer

4-Kronen Winzer

3-Kronen Winzer

2-Kronen Winzer

1-Kronen Winzer

Richard Walzer mit Petra Lang und Hund Smaug vom Weingut Walzer © Josef Bollwein
Weingut Aigner © Weingut Aigner
Weingut Berger © Weingut Berger
Paul Edlinger © LWmedia, Leonardo Ramirez
Weingut Forstreiter © Mühlbacher Rupert
Annika Hoffmann, Weingut Förthof © Weingut Förthof
Lukas Hagen © Weingut Lukas Hagen
Martin Moser vom Weingut Hermann Moser © Albert Lores
Familie Müller aus Krustetten © Weingut Müller
Leopold Müller © LWmedia, Leonardo Ramirez
Petra Unger aus Furth. © Sabine Jackson
Family Business (v. l.): Gregor, Conny, Wolfgang Wandraschek und Barbara, Gregors Partnerin © Weingut Wandraschek
Weingut Wess © Weingut Wess
Winzer Krems Geschäftsführer Ludwig Holzer © Robert Herbst